Sommergewitter bei Zürich

29. Juni 2006

Zürich 28.06.2006 Mitternacht.
Ein heftiges Sommergewitter zieht an Zürich vorbei. In einer Sekunde 3 Blitze. Schnell die Digicam auf das Stativ geschraubt und Serienbilder geschossen.


Und über den Wipfeln ist Ruh`- und Allerorten die Fahnen auf Halbmast

27. Juni 2006

Zürich, 1 Uhr Nachts, 19 Grad Aussentemperatur, 30% Luftfeuchtigkeit. Die Schwiizer Nati hat verloren. Nach spannenden 120 Minuten torloser Spielzeit und 11 Minuten Elfmeterschiessen und nur 7 Schützen starrte die Schweizer Nation entweder auf die flimmernde Beamerleinwand oder die Hände vor das Gesicht geschlagen ins Schwarze. Wie alles heute begann – oder besser endete:

Als es auf einen Schlag im Büro gegen 18 Uhr absolut ruhig wurde, kam Kollege Fercho vorbei. Wir hatten vereinbart, dass wir zusammen in die Innenstadt fahren würden – mit dem Töff. Also sattelten wir die Hufe und ritten wieder gen Downtown. Natürlich wieder ins „Nachtflug“.

Die Vorzeichen – Omen – hatten schon nichts Gutes ahnen lassen.

  • Als ich meinen Laptop heute morgen startete, versagte die USB-Maus den Dienst. Es stellte sich heraus, dass die USB-Ports „tot“ seien. Und das bei einem Marken-Laptop, dessen Motherboard erst vor 14 Tagen auf Garantie gewechselt wurde. Der Ersatzlaptop erkannte das Betriebssystem nicht. Der zweite Ersatzlaptop lief dann inkl. „BillGates“, der „Katze“ und USB-Ports.
  • Der Problembär „Bruno“ wurde am Morgen von einem bayerischen Jäger erlegt. Der erste Braunbär, der uns seit 170 Jahren  besuchte – zu Gast bei Freunden – ist tot.
  • Australien – das Lieblingsreiseziel der Schweizer – verlor unglücklich gegen schwache Italiener durch einen geschenkten Elfmeter in der Verlängerung. Ja gut, die Kiwis hatten 120 Minuten Zeit und einige hochkarätige Chancen. Aber das „Runde“ muss halt mal in das „Eckige“. Und der „gefährliche Schwalbenflug“ der Italiener muss nicht nur dem Schiri, sondern auch den Kängus bekannt gewesen sein.
  • Die Holländer hatten am Tag zuvor gegen die am häufigsten in der Schweiz vertretene ausländische Fangruppe – die Portugiesen – verdient verloren. Dass mich das Spiel mehr an eine Schafkopfrunde erinnerte, lag wohl an den 16 gelben Karten, von welchen 4 Kartons die Farbe nach „Rot“ wechselten“. Trotz „europäischer“ Härte fahren wir nun ohne Holland nach Berlin. Korrektur: Das wäre eigentlich ein positives Omen gewesen. Aber die Holzerei ist wieder negativ zu werten.

  

Zürich, 19 Uhr, 28 Grad Aussentemperatur. Da Fercho ein flaues Gefühl in der Magengegend verspürte, entschlossen wir uns erst einmal in der „Spagetti Factory“ zu stärken. Den Eingangsbereich des „Nachtflug“ hatten wir beim Essen immer im Blick.  Aus reiner Vorsicht; denn wir wollten „gute Sitzplätze“ haben.

Zürich, 20 Uhr, 27 Grad Aussentemperatur. Fercho und ich zahlten und wechselten die Lokalität. Die Sessel waren schon besetzt. Auch die 2. Reihe, somit blieb uns nur noch die Dritte Reihe. Auch gut. Fercho war so nervös, dass er sich mindestens 4 Mal entschloss von der Sitzecke den Stuhl vorzuziehen – und dann doch lieber den Stuhl – nein man sieht von der Sitzecke besser – aber wenn dann noch wer kommt – besser den Stuhl. Ich war dann letztendlich so verwirrt, dass ich erst mal die Kaffesahne in den Aschenbecher leerte. Als ich mit dem Sahneaschenbecher kopfschüttelnd vor dem Ober stand, lächelte dieser und gab mir eine neue. Scheinbar war das heute schon öfters passiert.

Köln, 21 Uhr, 26 Grad, 59% Luftfeuchtigkeit, feuchter Rasen. Anpfiff. Die Schwiizer Nati versucht sofort die Oberhand zu gewinnen. Hat auch mehr Ballbesitz in der ersten Halbzeit, aber kommt überhaupt nicht mit den früh störenden Ukrainern zurecht. Und mit dem feuchten Rasen. Nachdem zum x-ten Mal ein Spieler ausrutsch, meint der Reporter, dass „die Spieler wohl heute gleitende Arbeitzeiten“ hätten. In der 20. Minute köpft Schewtschenko nach einem Freistoss den Ball an die Latte. Die anwesenden Fans im „Nachtflug“ – besonders die weiblichen – schreien kurz auf. Kurz darauf Freistoss für die Schweizer. Alex Frei zirkelt aus 30 Metern den Ball als Bogenlampe um die Mauer und millimetergenau an das Tordreieck. „Schwiizer Nati!“-Rufe durchhallen den Raum. Bis zur Halbzeit spielt sich die Partie eher um den Mittelkreis ab. Oder besser jeweils vor dem Sechzehner kommt es zum Ballverlust. Beide Mannschafte tun sich schwer das durch taktische Manöver geprägte Spiel für sich zu entscheiden.

Dann Halbzeit. Das Publikum in Köln und in Zürich harrte gespannt der Dinge, die da wohl noch kommen sollten. In der zweiten Halbzeit konnte keine der beiden Mannschaften energisch genug in den gegnerischen Strafraum eindringen. Die Abwehrbollwerke waren zu stark. Der Sechzehner wurde hart aber fair verteidigt. Jeder Fehler konnte der entscheidende sein. So verging auch die 2. Halbzeit des spannenden Spieles. Verlängerung. Die Schweizer präsentierten sich frischer. Barnetta hatte eine heisse Chance und auch Vogel, aber die Ukrainer blieben kontergefährlich. Auch die Verlängerung bleibt ohne Ergebnis.

Das Elfmeterschiessen muss die Entscheidung bringen. Die Schweizer gewinnen die Torwahl. Die Ukrainer müssen vor der Schweizer-Fan-Kurve antreten. Das Elfmeterschiessen wurde zum Krimi. Schewtschenko legt sich den Ball zurecht und schiesst. Zuberbühler hält bravurös! Die Schweizer toben! 

 

Streller nimmt anlauf und schiesst. Schowkoski hält! Das darf doch nicht wahr sein. Milewski läuft locker an und hebt den Ball ins Tor. Zuberbühler fliegt zu schnell in die Ecke. 1:0 für die Ukraine. Dann haut Barnetta nur die Latte. Das darf doch nicht wahr sein. Als Cabanas zum Elfmeter antritt, ist die Schweiz bereits durch Rebrow 0:2 im Rückstand. Schowkoski hält erneut. Gussew schliesslich macht das 0:3 zur Realität. Die Ukraine ist im Viertelfinal gegen Italien, die Schweizer Nationalmannschaft muss den Heimweg antreten. Masslose Enttäuschung bei den Fans. Nach nur 11 Minuten ist alles vorbei.

Das „Nachtflug“ leert sich schnell. Fercho sitzt neben mir und schimpft. Ich nehme eine Zigarette und trinke das Glas Panasch aus. Danach gehen wir gemütlich zurück zum Stadthaus. Auf dem Weg dorthin ruft Mike an. Er hatte das Spiel auch mitverfolgt und ist nun traurig, dass es mit der Traumhalbfinalpaarung „Schwiiz – Dütschland“ nichts wird.  

Und morgen fliegen die Brasilianischen Ballkünstler gegen Ghana zuerst aus dem Turnier und dann an die Copa Cobana. Popp! Die Watte quillt!


Wir fahren nach Berlin – Deutschland meets Schweden

25. Juni 2006

Heute standen in der Fussballweltmeisterschaft im Achtelfinale zwei weitere Paarungen an. Wie sich das anhört "Paarungen". Zuerst Deutschland gegen Schweden – oder Ballack meets Allack. Gegen 16 Uhr sattelte ich wieder mein Töff und ritt gen Downtown of Zürich. Im Saloon war ein riesiger LED-Fernseher aufgebaut. Ach was: Ich besuchte die Kampfarena "Sportpalast" auf der Sechseläutenwiese. Das Wetter war wieder weltklasse. Temperaturen um die 32 Grad. Die Sonne lud eher in die Badi ein. Aber ich hatte meine Badehose nicht dabei.

Die Arena war gut gefüllt, aber nicht übervoll. Die Tribüne bot Schatten, aber Zutritt nur als "VIP". Den "VIP" hatte ich zu Hause vergessen :-)

Podolski und Elchi waren auch da.

Gespannt warten die Fans der Dütschen und Schwedische Schlachtenbummler auf den Anpfiff.

Scheint die Sonne auf den Rücken – sollte man die Sonnencreme zücken.

Während die Schweden eher verkatert auf dem Grün sitzt, feiern die Deutschen Fans das erste Tor nach nicht mal 5 Minuten.

Da hilft kein Fingernägelkauen, Podolski schiesst sein 2. Tor – 2:0 nach 12 Minuten. Wenn das so weiter geht…..

Aus! Aus! Aus! Deutschland ist… im Viertelfinale!

Die beiden hier scheinen sich schon auf das Halbfinale vorzubereiten; denn dann besteht die Möglichkeit (wenn alles glatt geht), dass die Deutsche Nationalmannschaft auf die Schwiizer Nati trifft. Aber vorher "fahren wir nach Berlin" – am Freitag 30.06.2006 um 17 Uhr ist Anpfiff. Da können sich die Klinsmänner schon mal an das Stadion gewöhnen. Der nächste Gegner steht auch schon fest: Argentinien. Die Argentinier haben nach lauer Leistung gegen eine in der 1. Halbzeit spielfreudige Mannschaft aus Mexiko (leider) mit 2:1 gewonnen. Das Spiel habe ich mir wieder im Nachtflug angesehen.


WM-Spiel Schweiz-Korea – Bilder aus Zürich

24. Juni 2006

Freitag 23.06.2006. Das dritte und entscheidende Spiel in Gruppe G. Schweiz geben Korea. Korea muss gewinnen um ins Achtelfinale zu kommen. Der Schweiz reicht ein Unentschieden. Gegen 20 Uhr sattelte ich mein Töff und fuhr in die Zürcher Innenstadt. Zwischen Bellevue und Opernhaus war eine Arena aufgebaut. Ich bog in den Uto-Quai ab und parkte die BMW am Zürisee beim Molino Frascati. Dann schlenderte ich an der Seepromenade zurück Richtung Opernhaus. Am Restaurant Pumpstation sammelten sich einige Fans vor einem Flatscreen. Das Wetter war traumhaft schön. Überall an der Seepromenade sassen Fans mit Schweizer Shirts und freuten sich auf das Spiel. Der Vorplatz des Restaurant Belcanto am Theaterplatz war vollkommen überfüllt. Einer der Securities entschuldigte sich freundlich, dass er keine weiteren Personen – also mich – mehr einlassen könnte. Die Arena auf der Sechselütnwiese war ebenfalls vollkommen überfüllt. Die nicht mehr eingelassenen Fans standen rund um die Arena. Ich ging weiter am Café Odeon vorbei und bog dann in die Torgasse ab und über die Oberdorfstrasse ging ich Richtung Grossmünsterplatz.

Das Vorspiel beginnt in der Zürcher Innenstadt. Die Blaskapelle Albisrieden gibt ein Konzert. Schliesslich landete ich am Rosenplatz und schaute in der Bar-Lounge Nachtflug vorbei. Die Lokalität war schon recht gut gefüllt. Auf einer Grossleinwand lief gerade der Vorbericht zum Spiel.

Die Bar Nachtflug ist bis auf den letzten Quadratzentimeter gefüllt. Die Spannung steigt. Anstoss!

Das 1:0 für die Schweiz. Der Jubel kennt keine Grenzen.

Ole Ole Schwiizer Nati! Wir fahren nach Berlin! Das 2:0 für die Schweiz. Alex Frei hat den Ball ins Tor befördert.

Der Schlusspfiff! Schweiz bezwingt Korea mit 2:0 und ist damit die den 1. Platz in der Gruppe vor Frankreich erreicht. Von wegen "Frauen interessieren sich nicht für Fussball!" Dass dies nicht zutreffen kann und nur ein wildes Gerücht ist, merkt man unter anderem, wenn es um den Torschrei geht.

Und dann wird der Begeisterung freien Lauf gelassen. Auf dem Weg über den Limmat-Quai Richtung sind nur noch jubelnde und feiernde Fans zu sehen.

Spontan formiert sich ein Autokorso, der sich hupend, singend und lärmend durch die Innenstadt bewegt.

Am Bellevue geht verkehrstechnisch nichts mehr. Fröhlicher Ausnahmezustand.

Schweizer Fans – Schweizer Fahnen.

Am Bellevue treffen sich die Fanmassen. Auf dem Dach der Tramhaltestelle tanzen und singen die Schwiizer-Nati-Fans. 

Eine Reporterin von Radio NRJ versucht beim hohen Umgebungspegel ein Interview zu führen.

Die fantasievollsten Fans am Bellevue.

Der Autokorso schlängelt sich durch den Bellevue. Feiernde Fans wohin man blickt.

Anmerkung zu den Pressemeldungen (Ausschreitungen)
Allerdings kann ich die Deeskalationsstrategie der Polizei nicht ganz verstehen. Es wurde Tränengas eingesetzt. Eine vollkommen überzogene Massnahme der Polizei (meine Meinung). So erscheint die fröhliche und friedliche Feier der Fans in einem negativen Licht, was für die Presse und sicherlich im Anschluss für Politiker ein gefundenes Fressen sein wird. Einige Fans feierten auf dem Dach einer Tramhaltestelle. Als ein Polizeiwagen anrückte, verliessen alle Fans bis auf 3 bis 4 das Dach. Diese wurden dann freundlich aber nachdrücklich davon überzeugt das Dach zu verlassen. Dabei flogen dann Bierdosen und Plastikflaschen von ein paar ganz Dämlichen Richtung Polizei. Die Fangemeinde empfand die "Räumung des Tramhaltestellendaches" nicht als Sicherheitsmassnahme der Polizei, sondern als Provokation und pfiff die Beamten aus. Als der Polizist von einer Flasche getroffen wurde, setzte ein anderer Tränengasgeschosse ein. Die Fans (etwa 1000) stoben panikartig auseinander und verliessen die in Gasnebel gehüllten Tramhaltestelle Bellevue. Unbeteiligte Fans bekamen Reizungen an den Augen und wuschen sich diese dann am Brunnen beim Bellevue. Das unprofessionelle Verhalten der Polizei sorgte also zu dieser Eskalation. Die Strassen wurden nicht wegen der "Krawalle" gesperrt, sondern weil es eben bei 5000 feiernden Fans am Bellevue weder für Trams noch für Busse noch für Autos ein durchkommen gab. Es wäre im Interesse und der Sicherheit der Fans viel zu riskant gewesen den normalen Verkehr freizugeben. Aber es kann ja durchaus sein, dass ich am Bellevue die Ausschreitungen, um die es ging gar nicht mitbekommen habe, odrrr?


Heutiges Datum schon gesehen?

20. Juni 2006

In der Arbeit tippe ich zu 99,9% nur auf der Tastatur des Computers oder auf der Tastatur des Telefons herum. Zu Hause eigentlich auch. Nur gerade eben schreibe ich mit einem Kugelschreiber. Und fülle das heutige Datum in kleine Kästchen – voll konzentriert. Als ich fertig bin betrachte ich das Ergebnis, halte kurz inne und wundere mich. Da steht 20.06.2006.


Skyscrapers and Megaprojects – HammerPix aus Dubai

20. Juni 2006

Da surfe ich zuerst in meiner Statistik rum, finde unter SearchEngineTerms den Begriff "Burj Dubai", gebe diesen selbst in Google ein und finde das "SkyscraperForum". Darin blättere ich dann nach Dubai und finde aktuelle Bilder vom höchsten derzeit im Bau befindlichen Gebäude dieses Planeten. Diese möchte ich Euch nicht vorenthalten:

In der Falcon City of Wonders sollen die Weltwunder der Antike und Moderne vereint nachgebaut werden:

Auch die "Dubai Palm Projects" sind im Forum mit Bildern vertreten:

Das Verkehrsproblem möchte man mit Highspeed-Zügen mindern, welche die Flughäfen von Abu Dhabi und Dubai verbinden.

Das Rennen um den höchsten Skyscraper ist eröffnet:


Callboy Torsten oder Geschichten gibt es die gibt es gar nicht

19. Juni 2006

Auf meinem täglichen Streifzug durch Web stösst man ja ab und zu mal auf ganz interessante und kuriose Sachen. Und man lernt täglich dazu. Zum Beispiel habe ich heute gelernt, dass mit "Karnivoren" die Gattung der fleischfressenden Pflanzen umschrieben wird. Es gibt sogar einen eingetragenen Verein, deren Mitglieder sich in der Freizeit "mit der Kultur und Erhaltung fleischfressender Pflanzen und der Verbreitung des Wissens über diese befasst". Bei mir ist es dem Verein gelungen das Wissen zu erhöhen. Der Verein nennt sich G.F.P.-e.V. und hat nichts zu tun mit der Gemeinde der fremdgehenden Partner im eheähnlichem Verhältnis. Trotzdem kein schöner Gedanke von einer Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) lebendig verspeist zu werden.

Wenden wir uns etwas ganz anderem zu: Callboy Torsten. Schon mal diesen Namen gehört? Nein? Dann lernt ihr heute auch etwas dazu.

Über den Blog "Mein-Parteibuch.de" stiess ich das erste Mal auf Einträge über den etwas neben der Spur lebenden Homo Sapiens. Beim Blog "Die Memoiren des Josh K. Phisher" fand ich ein Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse über den "Wohl erfolglosesten Callboy aller Zeiten". Im "Das FarliBlog" – Beitrag "Callboy Torsten – Dem ganze Wahrheit" erklärt Callboy Torsten wie alles seiner Meinung nach anfing. Dann geht es weiter auf den Seiten von Udo Vetter. Seines Zeichens Fachanwalt für Strafrecht und Betreiber des LawBlog, welcher einen kleinen Beitrag über "Callboy – Allein im Netz" verfasste. Daraufhin droht Callboy Torsten dem Rechtsanwalt mit einer Anzeige. Worauf Udo Vetter nett zurück bloggt. Dann aber doch eine Anzeige erhält. Die Polizei informiert ihn davon.

Mittlerweile hat ElbeLaw einen Schriftsatz vom Gericht erhalten, mit welchem Torsten eine einstweilige Verfügung erwirken möchte. Dies mit dem Ziel des Berufsverbotes und Domainentzuges. Wirklich lesenswert – auch ohne jegliche Deutschkenntnisse oder Duden neben dem Schreibtisch.

Zitat (Auszug unkorregiert, PISA lässt grüssen): "Sehr geehrte Damen und Heren von Amtsgericht ! Dank Herrn Knoche , Herrn Knoblich und Herrn Vetter bin ich auf mindestens 78 Domainen mit Verleubnungen , Beleidigungen , teilweise Urheberrechtsverletzungen nach § 22 Urhebergesetzt ( das Recht am eignen Bild ) und teilweise mit üblen Nachreden das ich angeblich Pornovideos verschicken soll und mich an unter 16 jährigen Sex haben soll wo ich diese angeblich eine Handykarte dafür geben soll … Mein Antrag daher : Eine Einstweilige Verfügung das keiner der Blogger einen Artikel über mich schreiben darf , es sei denn ich veranlasse das , im Wiederholungsfall im ermessen des Gerichtes eine Geldstrafe sowie das der jenige seine Domainen für immer gesperrt bekommt , alle Domainen die Verleubnungen , Beleidigungen und üble Nachreden beinhalten vorläufig bis sämmtliche Inhalte entfernt sind eine Sperre zu veranlassen ( eine Liste mit fast allen Domainenanbietern sowie welche Domainen betroffen sind ist beigefügt – in der Akte Akteneinlage 15 ) ,eine Unterlassung der T-Shirtsproduktion und Vertrieb – jedes T-Schirt was ab sofort an die Frau oder Mann gebracht wird mit 1000 € Geldstrafe , sowie die Kosten des Verfahrens Herrn Knoche ,Udo Vetter & Jens Knoblich aufzuerlegen …" Den gesamten Wortlaut gibt es hier.

Ich bin überzeugt, dass die Schriften von Callboy Torsten demnächst in die Schulbücher der Grundstufe Einzug halten werden, damit die Lehrer den Kindern die korrekte Orthografie beibringen.

Nun hat Callboy Torsten einen Blogger – den Kollegen von mybigmouth.net – vor Gericht eingeladen. Und zwar am 21.06.06 auf das Amtsgericht Hohenschönhausen. Vorher hat das Gericht Torsten aber gebeten seine Anschuldigungen genauer zu erläutern.

Zitat: “Dem Antragsteller (d.h. Torsten) wird aufgegeben bis zum Termin zu erläutern und glaubhaft zu machen, für welche der angegriffenen Äußerungen der Antragsgegner verantwortlich ist. Ferner ist geordnet darzustellen, welche Äußerungen untersagt werden sollen und warum. Das überreichte Anlagenpaket (Torsten hatte seinem Antrag eine Mappe mit unzähligen Ausdrucken diverser Blogs uvm. beigelegt) ist ungeordnet und als Glaubhaftmachung ungeeignet. Ein Verstoß gegen Urheberrechte ist bisher nicht erkennbar, da offenbar kein Kunstwerk oder Lichtbild geschützt werden soll, welches der Antragsteller (immer noch Torsten) hergestellt hat.” Das Aktenzeichen des Falles ist übrigens 9 C 123/06.

Mittlerweile hat sich eine grosse Fangemeinde eingefunden, welche das rege Treiben in der Angelegenheit "Callboy Torsten" verfolgen – mich eingeschlossen. Sogar eine Spendenaktion zu Gunsten der bisher verklagten Blogs wurde eingerichtet. Der "XSBlog2.0beta" verkauft "Verleubner"-T-Shirts mit dem Aufdruck "Verleubnung" (345 Treffer bei Google :-) Torstendeutsch für "Verleumdung"). Die Einnahmen aus dem Verkauf bis Juli kommen den drei Blogbetreibern zu Gute. Wer also unterstützen möchte, kann im Shop ein T-Shirt kaufen

Mehr zum Thema "Callboy Torsten":


Marathon-Mike und der Sommerlauf in Bernhardswald

18. Juni 2006

Mike mutiert langsam zum Tier. Heute war ich bei Fercho zum Grillieren eingeladen. Grad als das Fleisch auf dem Teller landete, klingelte das Natel. Brüderchen Mike war dran. Er erzählte mir, dass er heute beim 21. Sommerlauf - einem Halbmarathon – in Bernhardswald zusammen mit seinem Freund und Kollegen "Somali"-Peter mitgemacht hatte. Respektabel bei den heissen Temperaturen. Ausserdem kenne ich Berhardswald und dessen Umgebung eben nicht als ebenes Gelände, sondern eher als Berg-auf-Berg-ab-Gegend (Laufstrecke als PDF mit Höhenkennlinie). Er schilderte mir die Laufstrecke als Feldweg mit Stock-und-Stein und Steigungen/Gefälle bis 18 Prozent. Respekt! (Laufstrecke als Flug-Film-avi)

Da fällt es dann auch weniger ins Gewicht, dass die beiden mit einer respektablen Zeit von 2:40:00 den Halbmarathon auf Platz 152 (Mike) und 153 (Somali-Peter) gelaufen sind (von 153 Teilnehmern). Mike erreichte in seiner Altersklasse (67-71; M35) den respektablen 15. Platz. Die beiden Freunde haben sich der schweren Aufgabe gestellt die zurück fallenden Läufer anzufeuern. Auf der Wegstrecke stand zum Trinken auch nur Wasser und zum Essen Energieriegel oder Bananen bereit. Weder das angeforderte "Radler" noch "Wiener-Schnitzel mit Pommes" konnte zur Stärkung der beiden Kämpfer gereicht werden, was der Motivation nur wenig Auftrieb gab. Zwischendurch unterhielten sich die beiden mit Läuferschönheiten, welche sich aber nur kurz aufhalten liessen und schlanken Schrittes davon zogen.

Mike und Peter die Marathon-Kämpfer

Marathon-Mike und Somali-Peter nach dem 21. Sommerlauf in Bernhardswald


Nachschlag Pic U-Bar Regensburg

16. Juni 2006

Soeben hab ich meinen Geldbeutel ausgeräumt und von Kassenzetteln und dergleichen befreit. Dabei fand ich auch eine Karte von Cityoffers.de . Ja, da war doch was? Stimmt, am ersten Wochenende im Juni war ich in Regensburg, mit Chris, Beat und Mike unterwegs. In der U-Bar! Und da hat uns ein Fotograph von Cityoffers.de abgelichtet. Hier also der Nachschlag:

Cityoffers.de Peter, Chris, Beat und Mike in der U-Bar

Beat, Mike, Peter und Chris in der U-Bar (Regensburg)


Kreative Schweizer Elektroinstallation – Du sollst nicht mit den Steckdosen sparen

12. Juni 2006

Heute bei einem Hausbesuch:

(Bild 1) Ein "Vervielfacher" in der ach so sinnigen "Staubsauger-Steckdose". Darauf wenig gewichtig eine Zeitschaltuhr für die "Anwesenheitssimulation" mittels Tischleuchte. Berechne die Hebelwirkung.

(Bild 2) Um die halbseiden lose-gedübelte Aussensteckdose dem IP54-Spritzschutz zu verpassen, verwendete man(n) eine Plastiktüte. Aus der Wand führt ein NYM-Kabel in ein Rohr. Dieses geht unter der Terasse weiter durch den Rasen und befeuert eine Mehrfachsteckdosenleiste (wetterfeste Plastiktüte schützt vor Regen), um die Weihnachtsbeleuchtung sicher zu stellen. 

(Bild 3) In eine Steckdose wurde ein "Vervielfacher" eingesteckt. Daran hängt halb eine Stehleuchte inkl. Trafo und sehr kreativ: Ein selbstgebasteltes Verlängerungskabel mit 2×0,5er Leitung. Es lebe der Kabelbrand. 

(Bild 4) Kreative Verlängerung: Zur Versorgung einer Tischleuchte wurde an ein 2×0,5er Kabel eine Buchse angeschlossen. 

(Bild 5) Kabelkanal führt zur Aussensteckdose Terrasse. Darunter geschaltete Steckdose.

(Bild 6) Von links: TV-Kabelanschluss, Telefonanschluss und 3-fach-Steckdose. Hier alles bestens.

(Bild 7) Schweizer Steckdosen-Stecker-Verlängerungskabel-Installation.

(Bild 8) Schweizer Steckdosenleisten-Elektroinstallation. Wir lernen: "Du sollst nicht mit den Steckdosen sparen!"

(Bild 9) Schweizer Elektroverteilung Baujahr 1979 - Lobenswert: Die Servicesteckdose, die saubere Beschriftung, akribische Handarbeit.

(Bild 10) Schweizer Aufputzschalter – auch Apparat genannt.

Ob bei dieser Elektroinstallation bei der anstehenden Renovation (Renovierung) der Bestandschutz greift?