13.05.2013 – Die Dauerkapsel für Nespresso-Maschinen – Das musste ja so kommen!

13. Mai 2013

Das ich kein Freund der Aluminium-Tintenfässchen-Kaffee-Kapsel-Maschinen bin, dürfte sich unter Freunden herumgesprochen haben. Diese exorbitale Gewinnmaximierung nach Vorbild der Tintenstrahldrucker im Sektor “Kaffeemaschinen” ist mir ein absolutes Greuel. Die formschönen Wegwerf-Kaffeemaschinen werden verschenkt und die Aluminium-Kaffee-Kapseln dann teuer beworben und noch teuerer verkauft. Was da Aluminiummüll zusammenkommt, geht auf keine Kuhhaut.

Filterkaffee ist in der Schweiz verpönt. Somit blieb dem Kaffeegeniesser eigentlich nichts anderes übrig, als siche eine der stromfressenden Vollautomaten auf die Küchentheke zu stellen. Stromfressend deshalb, weil das verkalkte Wasser ja irgendwie dauerhaft und schnell erhitzt werden muss. Somit laufen mal schnell bis zu 2 kW/h durch den Zähler, bis diese Ungetümer vorheizen. Die Vorheizung wird dann entweder als “Kaffeetassenerwärmer” auf der Maschine oder in neuesten Maschinen gleich mit “Kaffeetassenvorwärm-Schublade” verkauft.

Diese Vorwärmer schalteten sich bei älteren Maschinen auch partout nicht selbst ab. Passt man nicht auf beim morgentlichen Verlassen der Wohnung, so heizte so ein Vollautomat doch mal gleich die ganze Wohnung mit über den Tag. Dem schob die EU und auch die Schweiz mit einer Energiesparverordnung – EU: Ökodesign-Richtlinie (2009/125/EG) / Schweiz: SR 730.01 Energieverordnung Anhang 2.8  -  einen Riegel vor. Demnäch dürfen neu auf den Markt gebrachte elektronische und elektrische Geräte nur mehr einen Standby-Verbrauch von 1 Watt (seit 2010) und ab 7. Januar 2013 nur noch 0,5 Watt haben. Ergo liessen sich die Kaffeemaschinen-Entwickler dann doch einfallen, dass es sowas wie eine “Zeitabschaltung” seit über einem Jahrhundert (damals ein motorisch betriebenes Quecksilberröhrchen) gibt. Das musste sein; denn wer stellt sich in der heutigen “ÖKO-Zeit” schon eine Stromfresser-Kaffeemaschine in die noble Küche.

Aber zurück zu den Kaffee-Töpfchen-Maschinen: Nestlé bewirbt die Aluminium-Kaffee-Suppe  nach eigenem Bekunden mit dem “Convenience-Argument”. Es sei ja so bequem sich eines der vielen farbigen Kapseln in die Maschine zu hebeln und einfach nur auf einen Knopf zu drücken. Schon kommt das aromatisierte Gebräu fertig in die Tasse. Und das ohne das lästige Kaffeebohnen-Nachfüllen, Kaffee-Rest-Entsorgen, Kaffeetrester-Reinigen, Wasser-Nachfüllen. Nein halt! Wasser braucht es ja trotzdem zum Verdünnen. “Convenience” ist neudeutsch für “bequem”. Ich persönlich bin immer irritiert von der gourmet-haften Intelligenz der Kapsel-Kaffee-Gastgeber, wenn ich auf die Frage antworten muss: “Welchen der 16 Grands Crus hätten sie denn gerne? Ristretto, Fortissio Lungo oder Indriya?” In Wirklichkeit macht sich keiner etwas aus der Geschmacksnote, sondern greift nach den letzten noch vorhandenen Döschen in den fast leeren Pappschachteln.

Nun hat sich eine findige Firma etwas einfallen lassen: Warum die Kapseln wegwerfen? Mit einer “Dauer-Kapsel” zum Selbst-Nachfüllen wäre doch das Müllproblem gelöst? Das musste ja so kommen. Als nächstes kommt die Wegwerf-Kaffeemaschine mit 0,2-Liter-Mineralwassertank. Einfach zwei Tassen rauslassen und dann wegwerfen. Ist das dann auch wirklich so bequem?

Kassensturz vom 28.09.2004: Nespresso und Co. -  Zuerst anlocken, dann absahnen

Kassensturz vom 12.06.2012: Der Kapsel-Test – Nespresso unter Druck


12.05.2013 – Whatever you want – Die Rockoper: Die Bilder von der Premiere

13. Mai 2013

Am Freitag war ich wieder einmal im Rheintal. Somit trafen wir uns kurz vor 19 Uhr in Sennwald und fuhren dann nach Buchs zur Lokremise. Diese ehemalige Wartungshalle der SBB wurde zu einem Konzertsaal umfunktioniert und dort findet bis zum 25.05.2013 “Whatever you want – Die Rockoper” statt. Zur Premiere durfte ich dabei sein und der Saal war mit 450 Personen restlos ausverkauft. Die Jungs von “Station Quo” kenne ich schon länger bzw. seit der Gründung der Band.

Den Vollblutmusiker, E-Gitarren-Sammler und Hardcore-Status-Quo-Fan Fredy Koller durfte ich vor fast 11 Jahren kennenlernen. Damals schon arbeitete er bei der VAT und hatte “ein kleines Problem mit der KNX-Helligkeitssteuerung”. Nach der Lösung des Problem’s gingen wir gemütlich zum Essen und dabei stellten wir diverse Gemeinsamkeiten betreffend Musikgeschmack fest. Was mich dann auch dazu bewegte gleich beim nächsten Gig – damals noch “TrashDeluxe” – in Gams beim Grümpelturnier dabei zu sein. Seit dem trafen wir uns regelmässig auf den verschiedensten Locations, Events und Gigs und der Kontakt hält noch heute und mittlerweile kenne ich die gesamte musikverrückte Familie.

Schon damals lernte ich auch Christian Lippuner – kurz “Lippy” – samt seiner liebenswerten Freundin Manu kennen. Lippy – seines Zeichens leidenschaftlicher Bassist – liebt nicht nur Musik und Manu, sondern schraubt auch noch gern an alten Motorrädern herum und lässt diese in neuem Glanz erstrahlen. Das Team um “Station Quo” wäre natürlich nicht perfekt, wenn es da nicht noch Bat Ming (professioneller Schlagzeuglehrer) und Steve Hoop geben würde. Zusammen sind die vier nicht nur Vollblutmusiker, sondern auch die Stimmungsmacher auf der Bühne. Was bot sich da also eher an, als eine Geschichte rund um das Arbeiterleben in Dublin auf die Bühne zu bringen – und zusammen mit professionellen Schauspielern eine abendfüllende Rockoper zu erfinden?

Die Premiere hat riesig Spass gemacht und ich hoffe die Bilder gefallen. Besten Dank an die liebe Nicole für die Organisation des Tickets und der Schlafgelegenheit bei Sigrid und Hermann! Und das Frühstück bei Nicole war der Hammer! :-)

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise

Website: Whatever you want – Die Rockoper

Für die weiteren 10 Veranstaltungen hat es noch wenige Tickets

Hier also nun ein paar Bilder von der Premiere. Ins komplette Album kommt man einfach beim Klick auf eines der Bilder oder HIER.

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise


10.05.2013 – Whatever you Want – Die Rockoper: Gleich geht’s los!

10. Mai 2013

Gleich geht’s los! Fredy und der Rest der Gang von Station Quo sind am Kollabieren vor Lampenfieber. Aber das wird scho!

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise


08.04.2013 – Der Tod – Death Comedy Show

9. April 2013

Es gibt nicht viele Standup-Comedians, bei welchen man noch herzhaft lachen kann. Die Idee den “Tod” auf die Bühne zu bringen, birgt schon einiges an Sprengkraft. Was kommt da auf einen zu? Der Tod meint dazu: Davon kann man nicht leben! Schön stark pigmentierter Humor bringt die “Death Comedy Show”.

Der Imagefilm

Der Tod bei Kabarett sPÄTZial am 27.9.2012

Mein Leben als Tod: Fritz über einen unterschätzten Beruf

Zum Schluss noch das:

Der Tod – The Final Death Comedy Show (DeathMan Gangnam Style Winter Edition)

Liste der Auftritte und Tourdaten: http://www.d2mberlin.de/?details=1

Facebook-Seite “Der Tod – Death Comedy Show”: https://www.facebook.com/DeathComedyShow


24.03.2013 – Davos Jakobshorn – Peter wieder einmal auf dem Snowboard

24. März 2013

Diese Wochenende fand die KNX-Generalversammlung in Davos statt. Am Freitag die GV und am Samstag stand der KNX-Skitag am Jakobshorn auf dem Programm. Somit holte ich mein Snowboard aus dem Keller und suchte die Ausrüstung zusammen. Wann war ich eigentlich das letzte Mal auf dem Brett gestanden? Lange ist’s her. Kondition habe ich als “No-Sports” auch nicht mehr. Somit dachte ich eher daran mit einer Bergfahrt auf die Hütte zu fahren, als mich auf das Brett zu stellen. Aber es kam dann doch anders.

Chrigel und René überredeten mich dann doch am Freitagabend am nächsten Tag die (Ritter)-Skiausrüstung anzuziehen. Was mich eh immer nervte am Skifahren: Man stapft mit unförmigen Skischuhen durch die Gegend und trägt die langen Skier herum. Die Skistecken sind dann auch noch ein zusätzliches lästiges Übel. Deshalb fing ich vor x-Jahren mit dem Snowboarden an. Bequemere Schuhe und nur das Brett dabei. Besser ist das.

Wir gingen am Samstagmorgen gemütlich zum Frühstücken. René ist zwar ein extremer Frühaufsteher, aber Gott-sei-Dank kein Ski-Stresser, der schon um 8 Uhr am Lift stehen muss, um die Skikarte den ganzen Tag am Berg auszunutzen mit möglichst vielen Bergfahrten und dann auch noch sämtliche Hänge abfährt, damit sich der Skitag lohnt. Wir frühstückten gemütlich und zogen uns anschliessend um. Gegen 10 Uhr besorgten wir uns an der Rezeption beim Hotel Grischa die Skikarten und stapften dann zusammen mit Felix zuerst zur Talstation der Gondel.

An der Talstation standen aber zu viele Leute an. Somit wanderten wir weiter zum 2er-Lift am Jakobshorn. Dort ging es etwas besser und wir waren alsbald auf dem Berg. Ich schnallte mir mein Brett an und fuhr die ersten Meter etwas vorsichtig. Aber wie ich feststellen durfte, verlernt man das Snowboarden nicht und nach wenigen Schwüngen klappte es dann, wie früher.

Hier zwei Videos, damit man echt glaubt, dass ich nicht nur in den Hütten gesessen bin :-)


23.03.2013 – Artikel in Nachtfilter.de – Factory-Revival-Party

24. März 2013

Thomas hat mir per Natel ein Bild vom Artikel über die 1. Factory-Revival-Party im Newport geschickt.

Factory Revival Party Nachtfilter

Die Originalbilder befinden sich im FB-Account unter “Alben”.


22.02.2013 – Kuriositäten in der Schweiz: Viel Geld für tiefe Autonummern

22. Februar 2013

Zu einem Rekordpreis von 135’000 Franken hat am Mittwoch ein anonymer Bieter das Kontrollschild SG 1 ersteigert. Damit hat er den im Kanton Zürich geltenden Rekord, der für die Autonummer ZH 1000 bezahlt wurde, um 4000 Franken überboten. Für TI 10 hatte schon im November 2011 ein Nummerfan ebenfalls 135’000 Franken bezahlt.

Quelle Tagesanzeiger


30.12.2012 – Das Jahr 2012 aus Bloggersicht im Rückblick

31. Dezember 2012

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

19.000 Personen passen in das neue Barclays Center um Jay-Z performen zu sehen. Dieser Blog wurde in 2012 über 160.000 mal besucht. Wäre er ein Konzert im Barclays Center, würde es 8 ausverkaufte Vorstellungen benötigen, damit ihn so viele Personen sehen können.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.


28.12.2012 Neulich im Stars Straubing oder “Bauer sucht Frau en gros”

30. Dezember 2012

Ich war schon ewig nicht mehr im Straubing. Damals gab es noch das “Roxy” – einen Rockschuppen. Ab und zu fuhren wir dorthin, um mal wieder etwas anderes zu hören und zu sehen, um dann wieder im Regensburger “Factory” einzukehren und zu verbleiben. “In Straubing! Da gibt’s gute Musik und viele Mädels! Die sind gaaanz anders!” meinte Harry. Also fuhren wir hin zur Ü30er-Party. Anschauen kost’ ja fast nix und Straubing ist auf der Autobahn ja nur ein paar Minuten weg.

Die Anfahrt war scho’ mal recht lustig – Stichwort “Geschwindigkeits-Schilder-Wirrwarr”:

  • Bei Neutraubling darf man von 6 Uhr bis 22 Uhr nur 120 km/h fahren. Wir fuhren nach 22 Uhr – ergo “Volldampf”.
  • Bei Wörth darf man dann von 22 Uhr bis 6 Uhr nur 100 km/h fahren. “Volldampf”? Nein! ABS-Bremse!

Sinnvoll? Beide Zonen laufen an Wohngebieten vorbei. Sinnhaftig? Nein, dafür blitzen die Herren in Grün dort sicherlich gerne. Egal, Harry lotste mich durch Straubing und wir fanden einen gemütlichen Parkplatz auf der Strasse vor dem “Gäubodenpark”. Sehr schön. Dann raus aus dem Auto und ab in das Getümmel!

Originally uploaded by PeterPanCH “Karo-Hemd vs. BMI”

Doch vor dem Getümmel und der Besichtigung der regionalen weiblichen Rundungen, stand das Anstehen. “Ü30-Party” im “Stars”. Und wir standen erst einmal an. Etwa 100 Leute standen an der Tür an bis am “Fresswagen” vorbei zum Parkplatz. “Des gibt’s ja ned! Wollen die alle da rein? Saukalt ist es hier (0 Grad) und es zieht! Gibt’s hier keinen Kaffee?” dachte ich. Egal, Harry schien das gewohnt zu sein und unterhielt sich derweil mit einem Bekannten, der dazu kam. Er hatte ein Karo-Holzfällerhemd an. Ok! Mich fror es und ich dachte an Zürcher Nightclubs. Wenn man da lange ansteht, dann geht man weiter zum nächsten Club oder besorgt sich derweil irgendwo einen gemütlichen Kaffee und wartet bis die Menschenschlange weg ist.

Aber es ging flott voran. Nach doch mal 15 Minuten waren wir an der Kasse – drinnen. Es ging noch eine Treppe hinauf und dann geht’s los. Nein, man steht an der Garderobe an. Ah, es hat zwei. Also zur zweiten Garderobe und Jacke abgeben. Ah, bezahlen Harry, bezahlen!

So, der Ausblick schweift über eine eigentlich ganz nett eingerichtete Grossraumdisko – mit Raucherterrasse. Sehr fein. Alles drängelt rechts an den von Herren mit Leuchtturmblick bestückten Bars rechts Richtung Tanzfläche. Auf dem Entenmarsch dorthin hört sich der Schallpegel eher an, als würden etwa 1000 (eben) Gänse gen Süden fliegen. Es schnattert aus allen Richtungen. Tja, man hat sich lange nicht gesehen und hat Lebensgeschichten zu erzählen. “Wow kummst her? Ah! Vo’ Regen! Wie woar’s Weda? Sunnig? Mei schee!” Erst ab Tanzfläche ist die Musik zu hören.

Vor mir ein Karo-Holzfällerhemd, welches den breiten Rücken eines frisch mit Odel de Cologne getränkten Aufreissers schmückt. Hinter mir spüre ich weibliche Weichteile paarig und stossdämpfend im Rücken. Sehr fein, hoffentlich bin ich bald Vorne! Oder soll ich gleich rechts abbiegen und zuerst mal auf der Raucherterrasse entspannen? Nein, keine Chance; denn der Gegenverkehr ist zu gross und dicht und es staut sich grad.

Wir “landen” schliesslich am oberen Ende bei der VIP-Absperrung an einem Tisch bzw. ich bei der Treppe abwärts möglichst ganz links dem Dauerkreisverkehr ausweichend und Harry beim Tisch voll Mädels – er kennt sie, klar logisch. Harry kämpft sich durch die Massen und besorgt zwei Bier. “Basst scho, mercy” denke ich und nicke – sprechen ist zwecklos – Sound zu laut.

Links von mir ist zentral und erhoben der DJ-Balkon angeordnet. Da stehen irgendwie 5 Leute (!) drauf und tun irgendwas. Ned schlecht! Was kann es zu tun geben? DJ legt Musik aus der Konserve (MP3) auf, LJ mischt das spärliche Licht aus ein paar verlorenen Gobos und LED-Strahlern, VJ legt die Reihenfolge der Werbefilme auf den ringförmig an der Decke angeordneten Grossbildschirmen fest. Und der Rest? Wachpersonal? Naja. “Check!”

Ich blicke nach rechts in den VIP-Bereich. Dort kann man sich – wenn man möchte – von der Masse abheben und einen einsamen Tisch jenseits des Trubels genehmigen. Doch warum haben die 3 Paar an den 3 Tischen nichts zu trinken? Personal überfordert oder nix geordert? Seltsam. Zwei der Männer tragen ein Karo-Holzfäller-Hemd. Ich denke mir “Schach!” Was zum Running-Gag des Abends werden sollte.

Die Tanzfläche ist noch locker befüllt. “Soll ich jetzt mal kurz die Beine vertreten? Nein, beim nächsten Stück. Das aktuelle ist zu kommerziell”, denke ich. Und so ging es dann Stück für Stück, bis die Tanzfläche brechend voll war. Weil das Gedrängel an der Treppe zur Tanzfläche langsam ungemütlich wurde, wechselte ich die Seite von links der Treppe nach rechts vor einen kleinen Plastik-Weihnachtsbaum direkt vor dem VIP-Bereich. Die 3 Paare hatten immer noch nichts zu trinken.

Die Entscheidung zu wechseln war nicht so gut; denn offensichtlich war ich nicht der Einzige, der sich das erste Mal im “Stars” eingefunden hatte; denn der Weg oberhalb endete im WC-Bereich – Sackgasse! Eigentlich ja nicht; denn man konnte durch den WC-Bereich direkt von einer Seite auf die andere gehen, aber am Damen-WC staute es sich und dadurch gab es einen Rückstau bis auf die Barecke. Ergo bahnte man sich einen anderen Weg durch die Menschenmassen die Treppe herunter – egal ob links, mitte oder rechts. Man war nur am Ausweichen.

Also suchte ich mir einen ruhigeren Beobachtungsplatz. An der gegenüberliegenden Treppe direkt bei einem Tisch. Dieser kanalisierte die Rundgänger und ich hatte sozusagen eine Tischbresche hinter mir. Perfekt. Neben mir stand eine Lady, welche ich aus dem Zap kannte. Als wieder ein Karo-Holzfäller-Hemd-Träger vorbei kam und es kamen viele, meinte ich nur “Schach” zu ihr. Etwas verwirrt sah sie mich an, lachte dann aber herzlich, als ich sie aufklärte. Wer zuerst einen Karohemd-Träger sah, sagte zuerst “Schach”. Kamen zwei hintereinander wechselten wir uns ab: “Schach!” “Matt!”.

Leider ging dann irgendwann das Bier aus. “Verdammt! Wie bekomme ich hier bloss ein Bier! Die Theken sind überlaufen und der Service überlastet!” Ich liess es auf einen Versuch ankommen, scheiterte aber kläglich, da man keinen festen Stand an einer der Bars fand, weil laufend irgendjemand an einem vorbei wollte. Klassisch überfüllt. So schwamm ich mit der Masse mit und liess mich zur Raucherterrasse treiben. Gut, ein Raucher zu sein! Da hat man Platz und kann mal in Ruhe ohne Drängelei eine Zigarettenlänge entspannen. Wenn es noch eine Bar hier auf der Terrasse gäbe, dann müsste ich bis Badeschluss nicht mehr da rein. “Schach! Matt!” dachte ich als ich an zwei Kollegen vorbei ging.

Kurz: Ich musste auch irgendwann mal wieder rein. Ich kämpfte mich auf der rechten Seite zum Ende der Bar durch. Die Servicedame räumte grad die Kühlschränke unter den Theken nach. Gibt’s da keinen, der das machen könnte. Die Ladies sollen doch verkaufen – ned räumen und nachfüllen. Egal. Ich bestelle ein Weissbier. Die Lady meint schulterzuckend und bemitleidenswert: “Keine Gläser!” Ich fass’ es nicht. Weissbiergläser sind aus! Na gut, dann ein lauwarmes frisch nachgefülltes Becks aus dem Thekenkühlschrank. 3 Euro? Mach drei-einhalb du armes Mädel. Der Serviceablauf stimmt bei dem Menschenandrang überhaupt nicht. Die Mädels sind jetzt schon fix und fertig und es ist noch nicht mal 1 Uhr! Wehe wenn da einer kommt und ne Runde Longdrinks oder gar Cocktails bestellt. Dann ist aber alles zu spät. Bestellung aufnehmen, Drinks mixen, abkassieren – alles eine Dame bei dem Andrang und einer 15 Meter langen Bar stehen 3 Mädels und das auf jeder Seite der Disko! Da wartest aber als Gast und “man” könnte durchaus mehr “verdienen”.

Gut, zur Musik: Prinzipiell spielt man zur Ü30er-Party nur die Top-Hits aus dem jeweiligen Genre – davon etwa 3 Stück. Bei prall gefüllter Disko und Tanzfläche könnte man sich als DJ schon einmal erlauben ein paar gute Songs daneben zu spielen. Es hat ja genug davon. Beispiel “NDW”: Nena mit den Lufballons und Manjor Tom mit Peter Schilling. Sonst nix? Das war’s mit NDW? Beispiel Rockmusik: 5 Stücke am ganzen Abend mit AC/DC und Jon Bon Goofy (Absicht!), dann später noch U2 mit “Bloody Sunday”, was ja nicht unbedingt Richtung Rock einzuordnen ist. Es hat noch mehr! Aber Mainstream ist auch ok, wenn man einfach nur Plaudern will in der Disko. Etwas Anderes bleibt den meisten ja eh nicht übrig. Musik Richtung “Depeche Mode”? Fehlanzeige. Gut, vielleicht kennt man das ja auf dem Land nicht – ein echter Scherz! “Schach!” Ich hab’s gesehen und das war’s dann auch.

Gegen 4 Uhr starteten wir nach einem wirklich guten Kaffee und entspannter Bedienung an der Kaffeebar am Eingang wieder gen Heimat und legten im Auto eine Kassette ein. In der Neuzeit reicht dazu eine “APP” auf dem iFön. Und wir fuhren entspannt nach Hause lange diskutierend. That’s it “Stars”!

Stars  – Lounge und Disko – Straubing


26.11.2012 Pressenews: BMW- und Audi-Fahrer aufgrund gravierender Sicherheitsmängel zurückgerufen

26. November 2012

München, Ingolstadt (dpo) – Die Automobilkonzerne BMW und Audi mussten heute über eine Million Fahrer ihrer aktuellen Modelle zurückrufen. Begründet wurde diese Maßnahme mit gravierenden Sicherheitsmängeln.
Aus einer gemeinsamen Pressemitteilung geht hervor, dass männliche Halter aller Modelle ab der Oberen Mittelklasse aufwärts (z.B. 7er BMW, Audi TT) betroffen sind: Die defekten Fahrer neigen demnach zu überhöhten Geschwindigkeiten, nutzen auf der Autobahn fälschlicherweise fast ausschließlich die Überholspur und bedienen sich dabei übertrieben häufig des linken Blinkers und der Lichthupe.

Weiterhin diagnostizierten die beiden Automobilhersteller in Feldstudien, dass Fahrer von aktuellen BMW- und Audi-Modellen häufig viel zu dicht auf andere Fahrzeuge auffahren und nicht imstande sind, das Symbol für Behindertenparkplätze zu erkennen.

Auch an Ampeln könne man defekte Fahrer leicht am ständigen Aufheulenlassen des Motors oder am Hupen erkennen.
Bislang haben BMW und Audi noch nicht bekannt gegeben, wie lange die Reparaturen an den defekten Fahrern dauern. Allerdings munkeln Insider, dass lediglich ein Ersatzteil durch ein größeres ersetzt werden müsse.
Quelle: Der Postillion (Originaltext wegen absolutem Zutreffens komplett übernommen)


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