Bern, 25.05.2012 – Das Freizügigkeitsabkommen (FZA) zwischen der Schweiz und der EU ist seit zehn Jahren in Kraft. Die Unternehmen haben stark davon profitiert, Fachkräfte aus dem EU/EFTA-Raum rekrutieren zu können. Die Öffnung des Arbeitsmarktes trug in den letzten Jahren massgeblich zum Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum in der Schweiz bei. Negative Auswirkungen auf die ansässigen Arbeitnehmenden blieben eng begrenzt. Die Öffnung könnte die Lohnentwicklung leicht gebremst haben, eine Erosion tiefer Löhne hat aber nicht stattgefunden.
25.05.2012 – SECO zieht nach Studie positive Billanz: Zehn Jahre Personenfreizügigkeit – Stabile Lohnstruktur
26. Mai 201214.10.2011 – In der Schweiz hat es derzeit genau 700 Elektroautos
14. Oktober 2011Siehe Reportage SF1 “Einstein” vom 14.10.2011
Umgerechnet auf 7,8 Millionen Einwohner sind das 0.08974359 Prozent. Ausserdem bringt das “Schnellladen” der Elektroautos das Stromnetz an seine Grenzen.
PS: Ausserdem platzen Seifenblasen bei Regen nicht. Irgendwie sind beide Themen verwandt.
Wer die gesamte Sendung noch einmal sehen möchte, kann dies am 14.10.2011 um 13:30 Uhr tun. Übrigens ist auch die gesamte Sendung unter dem genannten Link online abrufbar.
02.12.2010 – Umweltbundesamt warnt vor Quecksilber in Energiesparlampen
2. Dezember 2010Stichprobe des Umweltbundesamtes zeigt zu hohe Innenraumbelastung – weitere Messungen nötig
Energiesparlampen – Fachleute sprechen von Kompaktleuchtstofflampen – sind gut für das Klima, enthalten aber geringe Mengen an Quecksilber. Geht eine Lampe zu Bruch, kann das giftige Schwermetall in die Innenraumluft gelangen. Eine erste orientierende Stichprobe des Umweltbundesamtes (UBA) mit zwei Lampen zeigt nun: Unmittelbar nach dem Bruch kann die Quecksilber-Belastung um das 20-fache über dem Richtwert von 0,35 Mikrogramm/Kubikmeter (µg/m3) für Innenräume liegen, bei dem das UBA und seine Innenraumkommission eine Beseitigung der Ursache empfehlen. Durch intensives Lüften sinkt die Quecksilbermenge in der Luft aber wieder deutlich ab. Kinder und Schwangere sollten sich von zerbrochenen Energiesparlampen fernhalten.
19.10.2010 – Bullshit in Paradise? Energiesparlampen im Test
19. Oktober 2010… der Stiftung Warentest. Die Heilsbringer der Leuchtmittelwirtschaft in puncto Umweltschutz scheinen nur begrenzt das zu halten, was der Hersteller verspricht. Der Test der Stiftung Warentest ist bereits vom April 2010, aber durchaus aufschlussreich.
Das Testfazit ist enttäuschend: Nur 3 von 28 geprüften Energiesparlampen waren „gut“. Zwei Drittel sind nur „ausreichend“, sechs sogar „mangelhaft“. Selbst große Marken, bisher Garanten für Qualität, haben schwache Produkte im Test. Hauptgrund: massive Probleme in den Dauerprüfungen, vor allem schnell nachlassende Leuchtkraft und geringe Schaltfestigkeit.
Sämtliche Testergebnisse gibt es unter: “Energiesparlampen – kein Lichtblick” bei der Stiftung Warentest.
Wer meint, statt auf Energiesparlampen auf die tolle LED-Technik ausweichen zu können, der könnte sich ebenfalls täuschen. Stiftung Warentest prüfte die Qualität bereits in einem Test:
Fazit einstweilen: LED-Lampen sind noch teuer, aber auf dem richtigen Weg. Sie erzeugen viel Licht aus wenig Strom. Einige Modelle sind bereits ähnlich effizient wie konventionelle Energiesparlampen. (Siehe “tolles Ergebnis” oben)….
Die Zeitschrift test kritisiert allerdings, dass einige der geprüften LED-Lampen statt der angekündigten „High power“ eher ein müdes Schimmern zeigen. Ihre Helligkeit war im Test geringer als die einer 25-Watt-Glühbirne. Doch es gibt auch Lichtblicke: Die neuen, etwas stärkeren LED-Lampen erzielten mehr Helligkeit. Mit Abstand am hellsten erwies sich eine Lampe, die mit 662 Lumen (Maß für die Helligkeit) sogar mehr Licht als eine 60-Watt-Glühbirne produzierte….
Die Lebensdauer der LED-Lampen setzen viele Anbieter zu optimistisch an. Lemnis nennt beispielsweise 50 000 Betriebsstunden für seine Lighting Pharox LED Bulb. Im Test fielen beide Prüfmuster schon nach weniger als 1 000 Stunden aus. Andere Spots büßten schnell an Helligkeit ein. Zu schnell. Wer LED-Lampen kauft, sollte deshalb den Kassenbon aufbewahren. Die Tester raten zur Reklamation, wenn die Lampen vorzeitig dunkler werden oder ganz ausfallen.
20.09.2010 – Hans-Rudolf Merz zum Import von Rindviechern in die Schweiz
21. September 2010Wer sagt, dass Schweizer Politik nicht auch mal lustig sein kann? Auf eine Frage aus dem Parlament zum Zolltarif beantwortet Finanzminister Hans-Rudolf Merz diese korrekt sachlich und kompetent – allerdings um Fassung ringend. Speziell drehte sich die Frage um den Import von gewürztem und ungewürztem Fleisch von Tieren der Gattung Rindvieh.
09.09.2010 – WEF-Studie – Schweiz erneut wettbewerbfähigstes Land der Welt
10. September 2010Vor zwei Jahren lag die USA noch an Platz 1. Doch letztes Jahr übernahm die Schweiz die Führung und konnte diese Spitzenposition laut der neuen Studie des WEF verteidigen. Die USA fällt sogar noch weiter auf Platz 4, überholt von Schweden (2.) und Singapore (3.). Die Nordeuropäischen Länder steigen weiter auf: Finnland (7.) und Dänemark (9.) und mit Norwegen auf Platz 14.
Deutschland landet auf Platz 5, gefolgt von Japan (6.)
Hier geht es zum gesamten “Global Competitiveness Report 2010-2011″ des World Economic Forum (WEF)
20.08.2010 – Die Schweiz: Das Land der Berge und Seen. Das Land von Heidi und Tell. Und bald der Todesstrafe!
20. August 2010Wenn es nach einem siebenköpfigen Initiativkomitee geht, soll in der Schweiz die Todesstrafe wieder eingeführt werden. Nein, kein Scherz. Weissrussland ist das einzige Land in Europa, in dem die Todesstrafe noch durchgeführt wird. Aber gut, die Schweiz gehört ja nicht zu Europa. Die Initiative “Todesstrafe bei Mord mit sexuellem Missbrauch” liegt derzeit zur Prüfung zur Zulassung zum Volksentscheid bei der Bundeskanzlei.
«Wir haben die Initiative vor rund vier Wochen zur Prüfung eingereicht», sagte Marcel Graf, Vertreter der Initianten, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Hinter dem Komitee steht laut Graf keine politische Gruppierung. Die Mitglieder stammten aus dem Umfeld eines Opfers. …. Ob und wann die Initiative zur Abstimmung gelangt, ist noch nicht klar. Die erste Hürde ist die Vorprüfung der Unterschriftenliste bei der Bundeskanzlei. Diese ist gemäss Simonazzi im Gang. Grundsätzlich muss jedes Volksbegehren formell geprüft werden – der Inhalt spielt keine Rolle.
So prüft die Bundeskanzlei beispielsweise, ob Titel, Wortlaut und Initiativkomitee auf der Liste erwähnt sind, wie der Vizekanzler erklärt. Die formelle Prüfung sei abgeschlossen, wenn die Initiative im Bundesblatt veröffentlicht werde.
«Die materielle Prüfung einer Initiative erfolgt erst, wenn die Initianten 100’000 Unterschriften gesammelt haben», sagte Simonazzi. Das sei die Aufgabe des Parlaments. Die Eidgenössische Bundesversammlung kann eine Initiative für ungültig erklären, wenn diese gegen zwingendes Völkerrecht verstösst.
01.08.2010 – Gleich zwei Lacher des Tages! Millionen für Haider und Blocher’s Comeback
2. August 2010“Hahahaaa-Teil 1″:
Der bei einem Verkehrsunfall gestorbene Rechtspopulist Jörg Haider scheint ein paar Millionen Euro in Liechtenstein versteckt zu haben. Seine Frau und die Partei wussten von nichts, klar.
“Im Zuge der Ermittlungen wurden insgesamt 46 Briefkastenfirmen in Vaduz und Schaan geöffnet. Wie das österreichische Magazin «profil» am Samstag berichtete, sollen bei 12 solcher Firmen auch Konten von Haider gefunden worden sein, in denen dieser fünf Millionen Euro deponiert habe. Vor Spekulationsverlusten solle der Wert dieser Konten gar rund 45 Millionen Euro betragen haben.” (Quelle Tagesanzeiger.ch)
“Hahahaaa-Teil 2″:
Christoph Blocher plant offensichtlich die Rückkehr in den Nationalrat. War ja klar! Er war ja auch bei der Bilderberger 2009 dabei. Zuerst Nationalrat und dann Bundesrat. Die Richter unter sich bekommen und die Armee übernehmen. Dann folgt ein Putsch. Die Rache des Enterbten! Und dann gibt es ein komplettes Verhüllungsverbot für ALLE Frauen. Runter mit den Klamotten!
“Alt Bundesrat und SVP-Vizepräsident Christoph Blocher hat zum Nationalfeiertag für eine unabhängige und freie Schweiz plädiert. Er stellt sich vehement gegen einen EU-Beitritt – und überlegt für dafür ernsthaft, nochmals für den Nationalrat anzutreten.” (Quelle NZZ Online)
20.05.2010 – Elektroautos, Wärmepumpen, Stromlücke und Stromengpass
21. Mai 2010Laut einer Medienmitteilung der Axpo droht der Schweiz ab 2015 ein sog. “Stromengpass”. Zum einen laufen Lieferverträge mit Frankreich 2015 aus und zum anderen sollen drei der fünf Schweizer Atomkraftwerke 2020 – Mühleberg und Beznau I und II – altershalber vom Netz gehen. Zum anderen hätten sich die Prognosen für die Versorgung verschlechtert. Hingegen sind Umweltschutzverbände der Meinung, dass die Schweiz bis 2050 ihren Strombedarf komplett aus erneuerbaren Energien beziehen könnte. (Quelle drs.ch)
Das Bundesamt für Energie ist übrigens der selben Meinung, wie die Axpo, dass der Schweiz bis 2015 eine “Stromlücke” drohe; denn bis 2025 erreichen sämtliche fünf Kernkraftwerke der Schweiz ihr altersbedingtes Ende. Die Schweiz produziert (und verkauft) 40% ihres Stroms aus diesen fünf Kernkraftwerken. Nun laufen 2015 die Versorgungsverträge mit Frankreich aus und durch die grösser werdende Energieknappheit in Europa (durch den stetig wachsenden Bedarf) würde sich die Versorgungslücke erhöhen.
Der Stromverbrauch steigt durch Energieeffizienz-Massnahmen: Das klingt widersprüchlich? Nein, keineswegs; denn die aus “Umweltgründen” von Ölheizung auf Wärmepumpen umgerüsteten oder neu ausgestatteten Häuser beziehen nun kräftig Strom zum Heizen und für das Warmwasser. Zwar benötigen Wärmepumpen nur ein Drittel zum Heizen als vergleichbare Ölheizungen, aber das verfügbare Stromkontingent wird durch die erhöhte Anzahl von Wärmepumpen deutlich geschmälert.
Hinzu kommen die (Werbe-)Massnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstosses im Verkehr, der durch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen (Öl, Kohle, Gas) verursacht wird. Vollkommen im Trend, weil “sauber und leise” ist das “Elektroauto”. Zwar benötigt es an der “Verbraucherstelle” (Auto) keine fossilen Brennstoffe, aber irgendwoher muss der Strom für den Antrieb ja kommen. Je mehr Elektroautos in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen, umso höher wird der Gesamtstrombedarf, die Stromlücke und mit Sicherheit der Strompreis.
(Kommentar: Das selbe Theater hatten wir bei der flächendeckenden Einführung der Dieselfahrzeuge im Privatbereich nach der ersten und zweiten Ölkrise in den 80er-Jahren).
Atomkraftwerkkritiker und Umweltverbände plädieren auf die konsequente Nutzung von Energie-Effizienzmässnahmen, Energiesparen und die Förderung von erneuerbaren Energien, wie Wind, Wasser, Erdwärme, Biogas und Sonnenenergie. Nur fehlt in der Schweiz neben dem politischen und privatem Willen, die Fläche, der Wind, die Sonne und die Förderungsbereitschaft durch Politik und Wirtschaft. Ausserdem werden die Pump-Wasserkraftwerke ausschliesslich dazu genutzt in Spitzenzeiten teueren Strom an die Nachbarländer zu verkaufen und so die Rendite der Stromkonzerne zu erhöhen. (Quelle drs.ch) Eigene Nutzung? Fehlanzeige.
Ein Rechenbeispiel, wie sich die Elektroautos auf den Strombedarf auswirken würden, finden sie in einem Artikel aus dem Jahre 2007:
17.03.2007 – Was wäre wenn alle Autos in der Schweiz ab 2010 mit Strom laufen würden?
19.05.2010 – Thailändische Regierung verhängt nächtliche Ausgangssperre für Bangkok
19. Mai 2010Wir sind gerade von einem Ausflug an die Südspitze von Koh Chang zurück gekommen. Nach dem Duschen schaltete Nanee den Fernseher ein, um sich über die aktuelle Situation in Bangkok zu informieren. Ihr Eltern hätten sie schon mindestens 10x angerufen, da sie wissen, dass wir eventuell diese Tage in Bangkok verbringen könnten – was aber nicht ist. Wir sind in Koh Chang! Das einzige was für mich gefährlich ist: Die Sonne! Ich hab mir an den Armen einen Sonnenbrand geholt. Mal sehen, wie er sich heute Nacht entwickelt.
ABER: Zur Lage in Bangkok und immer aktuell (siehe unten)
Ein Regierungssprecher teilte soeben in Englischer Sprache mit, dass heute Abend ab 20 Uhr bis morgen Früh 6 Uhr eine AUSGANGSSPERRE (Curfew) für Bangkok ausgesprochen wird – zum ersten Mal in der Geschichte Thailands. Ausserdem wird das Fernsehprogramm auf sämtlichen zur Verfügung stehenden Fernsehsendern gleichgeschaltet, damit jeder immer über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden ist.

Lad Prao Live Webcam Bangkok 18:40 Uhr
Weitere Webcam HIER
Aktuelle Verkehrssituation in Bangkok MIT Webcams HIER
Man solle sich als Thailänder möglichst nur in dringendsten Fällen auf die Strasse begeben. Darüber hinaus werde speziell für die Sicherheit der ausländischen Bürger und Reisenden gesorgt. Wenn Urlauber in dieser heutigen Nacht (19.05. auf 20.05.) von 20 Uhr bis 6 Uhr Ortszeit in Bangkok unterwegs sein müssten (wegen Transfer etc.), so sind auf jeden Fall REISEPASS und TICKETS griffbereit zu halten, damit die Abfertigung an den Strassensperren zügig von Statten gehen können. Es bestehe kein Grund zur Sorge. Die Transferrouten seien speziell abgesichert. Die Truppen und Volunteers würden heute Nacht überall in Bangkok Poste beziehen und Strassenkontrollen durchführen.
Die Situation eskalierte heute am frühen Morgen gegen 6 Uhr, als Regierungstruppen mit gepanzerten Fahrzeugen und Baggern die Barrikaden rund um das Konsularviertel Silom beseitigten. Dabei sei es vereinzelt zu Schusswechseln und Molotowwürfen gekommen. Der itialienischer Photojournalist Fabio Polenghi aus Milano kam dabei ums Leben. Die Redshirt-Demonstranten hätten Reifenbarrikaden entzündet, worauf das Militär vorrückte. Bei einer gezielten Operation seien vier leitende Führer der Redshirts festgenommen worden.
Daraufhin zündeten versprengte Demonstranden Teile des Einkaufszentrums CENTRAL WORLD PLAZA an und behinderten die Rettungskräfte und anrückenden Feuerwehren das Feuer zu löschen. Die Sendestation des Fernsehsenders HSTV Thai TV Color Ch3 im MALONEEN TOWER (3199 Maleenon Tower, Rama-4 Road, Klongtoey, Bangkok) wurde von den Redshirts gestürmt, besetzt und teilweise in Brand gesetzt – aktuell sendet er nicht – Mattscheibe. Während der Maloneen Tower brannte, wurden über die Helikopterplattform Menschen gerettet. In einigen Gebäuden und Strassenzügen fällt der Strom ganz oder teilweise aus.
Ebenso betroffen ist die THAI STOCK EXCHANGE im selben Viertel. Das Gebäude wurde gestürmt und angezündet. Auch das Areal rund um den Lumpini Park (Nightmarket) steht teilweise in Flammen. Darüber hinaus existieren Bericht von mindestens 5 weiteren nördliche Provinzen neben Bangkok. Dort wurden zeitgleich mehrere Gebäude der Regierung gestürmt, besetzt und beschädigt. 7/11-Geschäfte und Bankfilialen in Bangkok sind dem Redshirt-Feldzug zum Opfer gefallen.
Wärend es in den Urlaubsgebieten sehr ruhig zugeht und nichts von den fernen Ausschreitungen zu spüren ist, kann von Ruhe in Bangkok leider nicht mehr gesprochen werden – zumindest ist jetzt unsicherer, als bis heute Morgen, als man noch wusste, wo sich die Redshirt-Demonstranden aufhalten. Ausserdem fehlen ihnen nun die Führer, die regulierend eingreifen könnten und der Mob regiert. Oder es handelt sich um eine von langer Hand eingefädelte und geplante Aktion nach dem Motto: “Wenn wir gefangen werden, dann stehen 10x so viele auf!”. Das wird sich noch zeigen.
Gerade wird berichtet, dass die THAI STOCK EXCHANGE und ALLE BANKEN in THAILAND am Donnerstag und am Freitag schliessen werden.
Ich werde versuchen die aktuellen Ereignisse zeitnah hier zu ergänzen.
18:25 Uhr: Es wird von mindestens 20 brennenden Gebäuden in Bangkok gesprochen. Das Fernsehbild zeigt menschenleere Strassen und nur vereinzelt Fahrzeuge.
Update 20.05.2010: In Bangkok scheint weitgehend Ruhe eingekehrt zu sein. Recht eindrucksvolle Bilder zeigt der Tagesanzeiger in einer Online-Serie. Das grösste Einkaufszentrum Thailands (das zweitgrösste Süd-Ost-Asiens) – das Central World Plaza - ist komplett ausgebrannt. Der Lumpinipark gleicht einem ehemaligem Schlachtfeld. Die Rama IV-Road ist von abgebrannten Reifenstapeln in Mitleidenschaft gezogen und von Müll übersäht.
Die Ausgangssperre für Bangkok wurde mittlerweile bis Samstag (Quelle) auf weitere 23 Provinzen ausgedehnt (Quelle). Insgesamt wurden seit Beginn der Proteste Mitte März 82 Menschen – darunter ein italienischer Photojournalist - getötet und rund 1800 verletzt. 45 51 der 82 Menschen starben bei im Zeitraum der Ausschreitungen.
Update 15:41 Uhr: Die Bankfilialen in Thailand werden am Freitag wieder geöffnet sein, nachdem Beschwerden eintrafen, weil dadurch Zahlungen und Buchungen über Tage nicht mehr durchgeführt werden könnten. Die Tourismusbehörde vermutet mittlerweile einen Verlust im Tourismussektor bis zu 120 Milliarden Baht (120 billion baht in revenue). (Quelle)
Update 21:03 Uhr: Der Bangkok Skytrain und die Subway werden am Freitag 21.05.2010 den Betrieb einstellen. (Quelle)
Kommentar:
Welche Auswirkungen die anhaltenden Unruhen auf die Wirtschaft und den Ruf von Thailand – das Land des Lächelns – haben wird, ist noch unabsehbar. Manche Quellen sprechen bereits von einem Schaden von über 3 Milliarden US-Dollar allein für die Tourismusindustrie, welchee 15% des Bruttosozialproduktes von Thailand ausmacht und woran auch Tausende von Arbeitsplätzen hängen. Auch wenn es in den südlichen Urlaubsgebieten ruhig ung gelassen zugeht, wird sich dies in den Buchungszahlen niederschlagen; denn für die Reiseanbieter ist es ein absolutes Übel Reisende in ein unsicheres Land zu senden bzw. ein unruhiges Reiseland zu empfehlen. Quellen sprechen z.B. von Buchungsrückgängen von über 20% im Vergleich zum Vorjahr, in welchem die Gelbhemden schon einmal den Hauptflughafen Thailands für Tage blockierten. Zuerst der Tsunami und nun politische Zerwürfnisse mit einem noch noch nie dagewesenen aufeinandertreffen von Demonstranden und Militär wird das Land für Jahre im Schockzustand behalten.
Verfasst von PeterPan 





