Bars in Regensburg – Die ganze Wahrheit im Posthof beim Dom

30. Dezember 2005

Gestern, Donnerstag, wollte ich Bienchen besuchen. Sie arbeitet zwei Mal in der Woche in der Spielhalle in der Fröhlichen-Türken-Strasse. Gegen 20 Uhr setzte ich mich ins Auto und fuhr das kurze Stück in die Innenstadt. Ich parkte beim Bahnhof. Es war empfindlich kalt und es wehte ein eisiger Wind. In der Spielhalle hielt sich Bobesch auf, der sich mit einem Video-Kartenspiel beschäftigte. Sonst war recht wenig los. Drei oder Vier Leute sassen an den Spielautomaten. Sabine und ich ratschten ein wenig über dies und das. Nina lernt momentan das Skifahren und am Freitag (heute) ist Abschlussrennen. Das wird von der ganzen Familie zum Bayerwald-Ausflug genutzt. Das war sicher toll, denn das Wetter heute war weltklasse.

So gegen 22 Uhr verabschiedete ich mich von Bienchen und ging zurück in die Kälte. Donnerstags legt üblicherweise „Chuffi“ im „Hemingway`s“ auf. Also schlenderte ich zur Oberen Bachgasse. Aber im Lokal war keine Spur von Chuffi. Das Lokal war zwar gut gefüllt, aber Chuffi fehlte. Ich blieb noch auf ein Bier und ging meiner Lieblingsbeschäftigung nach: „Beobachten und Kommentieren“. Letzteres eher leise 😉 Ich bezahlte und schlenderte die Untere Bachgasse Richtung Rathaus hinab. Das „Moritz“ war gesteckt voll. Ich überlegt kurz im neu renovierten „Orphee“ (übrigens auch das schönste Hotel in Regensburg) einen Milchkaffee zu trinken, um mich wieder aufzuwärmen. Ging dann aber doch weiter, bog rechts ab zum Kohlenmarkt und hörte das Stimmengewirr aus der „Galerie„. Schon von Aussen war zu sehen, dass die Lokalität brechend voll war, aber ich wollte heute nicht in das Gedrängel hinein. Ich schlenderte weiter durch die schmalen Gässchen Richtung Domplatz. Der Dom hat endlich kein Gerüst mehr an den Türmen. Die Sanierung ist also abgeschlossen. Am Posthof angekommen, sah ich die bunten Lichter, die mir schon letzten Freitag aufgefallen waren. Dort hat ein neues Lokal frisch eröffnet – es nennt sich „Die ganze Wahrheit„. Das wollte ich mir doch mal ansehen.

Ich überquerte die Strasse und stieg die Treppe zum Posthof hinauf. Ein Türsteher öffnete die schwere Eichentür und ich betrat das Treppenhaus. Links vom Eingang fröstelte eine junge Dame, die die Garderobe managet. Ich gab meine Jacke ab und beeilte mich zur Stahltür gegenüber zu kommen, ein weiterer Türsteher öffnete diese und ich betrat das „Die ganze Wahrheit“. Ich schwenkte nach rechts und erreichte die „Kaffeebar“. Die Bar selbst sieht etwas improvisiert aus. Der kleine Raum wird von Deckenstrahlern mit Vorsatzfiltern in ein rötliches Licht getaucht. 4 Stehtische und bequeme, kunstlederbezogene, weisse Barhocker prägen das Ambiente. Die beiden Lautsprecherboxen tun sich schwer das Raumvolumen quantitativ und qualitativ zu beschallen.

Es ist laut, durch die kahlen Wände schallt das Stimmengewirr zusammen mit der Musik. In der Kaffeebar und in der angrenzenden Lounge tönt Chillhouse-Musik Café-del-Mar-mässig aus den Boxen, anfänglich noch in angenehmer Lautstärke. Ich setzte mich an die Bar und beobachtete die Leute rund um mich herum, während ich auf meinen Drink wartete. Die blonde (hübsche!) Serviertochter hatte alle Hände voll zu tun, um die Bestellungen abzuarbeiten. Die Preise der Drinks halten sich in Grenzen – z.B. Kaffee 1,90 Euro, Gin-Tonic 5,50 Euro. Aber scheinbar war aktuell die Prosecco-Gesellschaft anwesend. Flaschenweise ging der Perlwein über die Theke. Auch musste ich feststellen, dass die Traditionsbrauerei Kneitinger nun auf die neue Mode mit den 033er-Flaschen umgestiegen zu sein. Es gibt eine Spezialedition mit extra Etikett.

Ich schnappte mir meinen Gin-Tonic und ging in den Lounge-Bereich. An den Wänden hängen Zitatplakate mit Sätzen aus der Bibel zum Thema Wahrheit. Sieben flache, weisse Liegebetten und weisse Tischwürfel laden zum Verweilen ein. Bambuspflanzen in Zinkkübeln ergänzen die Dekoration. Nur die abgehängten Bürodeckenleuchten mit blauen Neonröhren bestückt stören das Ambiente.

Ich setzte mich auf eines der bequemen Möbel und rückte die Kissen zurecht. Maik, ein Kollege aus der „wilden 80er-Zeit“, betrat die Location. Er setzte sich zu mir und wir plauderten. Wir hatten uns lange nicht mehr getroffen und so hatten wir viel zu erzählen.

Zum Schluss schaute ich mir noch die grosse Halle an. Diese war gut gefüllt, aber nicht voll. Von der Decke hängen Glühlampen. An zwei zentralen Säulen ist eine Traverse mit Gurten angebunden. An der Traverse hängen ein paar Lautsprecherboxen und ein paar Strahler. An den Stehtischen lehnt das Partyvolk und diskutiert. An der linken Seite steht eine lange Bar und zwei Ober mühen sich redlich die Drinks abzuarbeiten. Sogar ein VIP-Bereich (ein kleiner Tisch gleich neben der Bar) ist eingerichtet. Nur besteht das Problem (der Nicht-VIPs) darin, dass sie den Thekenbereich nicht verlassen, nachdem sie den Drink erhalten haben. Ergo: Gedränge an der Bar. Der DJ steht an der Stirnseite und spielt Songs aus allen Zeiten (70er bis heute), allerdings ist wegen der miesen nicht ausreichenden Anlage und des hohen Geräuschpegels der Diskutierenden nicht immer zu verstehen, was nun eigentlich gespielt wird oder der Equalizer war über den Limiter abgeregelt an diesem Tag 😉 Unwichtig: „Sehen und gesehen werden ist die Devise!“. Ich trank meinen Gin-Tonic aus und verliess die Location gegen 3 Uhr. Ganz nett der „Schuppen“, nur besser beheizt sollte er sein 🙂


Tanzen in Regensburg – Salsa im Scala am Mittwoch-Abend

29. Dezember 2005

Gestern, Mittwoch, waren wir im „Scala„. Dort findet jeden Mittwoch die Salsaparty statt. Den Club gibt es schon seit 1987 also steht bald das 20jährige an. Mittwoch`s wird dort lateinamerikanische Musik gespielt und wer will kann Salsa, Merengue und dergleichen tanzen. Mike hatte mit Susi vereinbart, dass wir uns im „Scala“ treffen. Susi hatte ihre Freundin informiert – Mike rief Christian und dieser Beat an. Chris und Beat kamen gegen 21 Uhr bei Mike in der Wohnung vorbei. Von dort aus besorgten wir uns ein Taxi und fuhren zum Neupfarrplatz. Gegen 22 Uhr trafen wir dann im „Scala“ ein, zahlten 2 Euro Eintritt und stiegen die Treppen in den Tanztempel hinauf. Das „Scala“ wurde kürzlich etwas umgebaut und erstrahlt nun in modernerem Licht. An der Theke besorgten wir uns erst Mal ein Bier und sahen uns um. Das „Scala“ war gut gefüllt, aber es wurde nicht eng. Das Publikum ist altermässig bunt gemischt. Auf der Tanzfläche und in den Gängen tanzten einige Profis und welche, die es werden wollen. Ich hatte in jungen Jahren in der Tanzschule und später denn im Tanzclub „Blau-Gold“ zwar lateinamerikanische Tänze gelernt (Rumba, Samba, ChaCha, Jive), aber Salsa stand damals nicht auf dem Lehrplan. Ich konnte mir die Tanzschritte der Pärchen so oft ansehen, wie ich wollte, aber irgendwie erkannte ich keine Systematik. Aber alles ist lernbar, odrrr? Susi und ihre Freundin sahen uns und kamen vorbei. Susi bestellte erst mal 4 Tequila – und zwar braunen. Der Shot kostet am Mittwoch lediglich 1 Euro (Ja habe die Ehre!). Kurz darauf erkannte ich meinen ehemaligen Schulkollegen Peter (P4) an der Bar und bestellte die nächste Runde Tequila. Peter ist ein „alter“ Salsa-Profi und tanzt scheinbar schon seit Beginn der Salsa-Modewelle. Seine Freundin Natalie beherrscht die Bewegungen auch perfekt. Also versuchte Peter (P4) die Schritte Susi beizubringen und ich bat Natalie darum. Ok, den Grundschritt hatte ich dann doch recht schnell kapiert und der Tequila tat sein übriges, um die Koordination der Gliedmassen zum Takt der Musik zu erleichtern.

Salsaparty im Scala Regensburg

Peter (P4), Natalie, Mike und Susi beim Freestyle-Salsa-Dancing. (Mehr Bilder hier)

Chris und Beat schien es nicht so toll zu gefallen. Nach einem Bier verkrümelten sich beide wieder. Wir blieben noch für mindestens 2 Runden Tequila und versuchten unsere Salsa-Kenntnisse zu erweitern. Ab etwa 1 Uhr wechselte die Musik und der DJ legte R&B und Funk auf. „Where is the Funk?“ ist übrigens der Standardspruch von Mike, wenn die Musik nicht in seine Geschmacksrichtung geht. Aber dem war nicht so. Mike, Susi, Peter (P4), Natalie und ich gaben Gas auf der Tanzfläche. Der Abend war „weltklasse“ und wir verabschiedeten uns erst gegen 4 Uhr morgens von der Lokalität. Nächsten Mittwoch sind wir sicher wieder dort.

  • Scala Club in Regensburg

Ergänzung: Der Unterschied zwischen „Zypressen“, „Zyprioten“ und „Zypridioten“.

Die Zypressen (Cupressus) sind eine Gattung von Nadelbäumen, in der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Trauerzypressen (Cypressus sempervirens) werden seit der Antike kultiviert. Die der Gattung zugeordneten Arten und ihre zahlreichen Kulturformen vertragen Kälte nur eingeschränkt.

Zyprer/Zyprerin (veraltet: Zypriot/Zypriotin) ist der amtliche Eigenname der Bevölkerung Zyperns. Das Adjektiv dazu ist zyprisch oder zypriotisch (nicht aber „zynisch!“) , wobei die Bezeichnungen „Zypriot/Zypriotin/zypriotisch“, besonders im diplomatischen Verkehr, veraltet sind und kaum benutzt werden. Zyprioten wurden früher die Zyperngriechen und Zyprer die Zyperntürken genannt, diese Unterscheidung wird aber heutzutage nicht mehr gemacht. Da die englische Bezeichnung für die Bevölkerung „cypriots“ lautet, ist eine mangelnde Übersetzung Grund für die noch weit verbreitete, allerdings veraltete Form „Zypriot„.

Und „Zypridioten“ sind Leute, die den Unterschied zwischen „Zypressen“ und „Zyprioten“ nicht kennen. 😉 Diesen gebe ich auch den dringenden Rat: „Don`t eat yellow Snow!“


Darwin-Awards: Preis wird postum jedes Jahr an den spektakulärsten Abgang aus dem Diesseits ins Jenseits verliehen

28. Dezember 2005

Damals, als ich bei Fortunecity.de meine ersten Website-Gehversuche startete, stiess ich auf eine Website, welche so ganz nach meinem Geschmack war. Dort wurden die spektakulärsten Todesfälle, welche sich im irdischen Genpool ereignen, gesammelt und alljährlich prämiert. Zumindest postum verleiht man den „Darwin-Award“.

Zu meinen Lieblingsgeschichten gehört „Jet-Assisted Take-Off“ – Winner 1995. Ein ehemaliger Sergeant hatte eine Feststoffrakete (Startrakete) auf seinem Shevy Impala festgeschnallt. Er wollte mal so richtig Gas-geben. Er zündete die Feststoffrakete und raste über eine ebene Wüstenstrecke. Das Gefährt samt Raketenantrieb erreichte mehr als 230 mph mit dem Problem, dass jede Strecke ein mal zu Ende ist. In diesem Fall kam eine Felswand auf den dreisten Fahrer zu. Also trat er auf die Bremse. Nachdem sich die Reifen und die Bremsbeläge aufgelöst hatten, flog er wirklich über die Steppe. Und krachte in die Felswand. In einer Höhe von etwa 40 Metern und hinterliess einen rauchenden Krater.

Auch die „urban legend“ über „The Dog and the Jeep“ (1999) lese ich doch immer wieder gerne. Ein Chaot aus Michigan hatte sich zu Weihnachten einen nagelneuen Jeep Grand Cherokee gekauft. Er nahm seinen Jagdhund mit und feierte sein neues Fahrzeug in seiner Stammkneipe. Dabei kamen seine Freunde und er auf die gnadenlose Idee das neue Auto doch mal ausgiebig zu testen. Also fuhren er und 5 seiner bedröhnten Kumpels mit Sixpacks und Pumpguns bewaffnet zu einem nahen zugefrorenen See. Das Problem ist aber, dass auf einem vollkommen zugefrorenen See keine Enten landen. Aber man hatte ja Dynamit dabei (logisch!). Da braucht man nicht lange rumhacken. Die Ehre des ersten Dynamitwurfes gehört natürlich dem neuen Besitzer des stolzen und noch nicht abbezahlten Jeeps. Er nimmt sich eine Stange und sein Zippo, geht ein paar Meter von der Gruppe weg, zündet die Lunte an und rennt so schnell er kann zurück zur Freundestruppe. Dabei kam ihm sein Jagdhund, ein trainierter Labrador entgegen. Der Hund dachte nämlich „Das Herrchen will mit mir spielen!“ und rannte dem Dynamitstäbchen nach, schnappte das rauchende Spielstäbchen und wetzte zurück zum Herrchen. Die Dumpfbacken samt Herrchen hatten das Szenario beobachtet und starrten mit aufgerissenen Augen und Mündern auf den gut trainierten und schnell auf sie zukommenden Labrador. Das betrunkene Herrchen peilte als erster die Lage, riss seine Pumpgun hoch, zielte und feuerte Richtung Jagdhund. Dieser stutzte kurz, blieb stehen und wunderte sich, warum sein Herrchen auf ihn schoss. Das Herrchen schoss nochmal. Dann reichte es dem lieben Hündchen. Blitzschnell überlegt „wo verstecke ich mich?“, Jeep ist in der Nähe, „Toll!“ und spurtete unter den Jeep. In diesem Moment hatte die Lunte das Dynamit erreicht. Der Hund und der Jeep explodierten in einer leuchtenden Wolke und versanken im See. Unnötig noch zu erwähnen, dass das Versenken von Jeeps während einer illegalen Sprengung auf einem zugefrorenen See von keiner Versicherung gedeckt ist.

Viel Spass beim Lesen der vielen Geschichten auf der Website des „Darwin Awards


Das Kochbuch – zusammengestellt von engagierten Bloggerinnen

27. Dezember 2005

Ein ganz tolles Kochbuch habe ich soeben in der Schweizer Blogwelt gefunden: Kochtopf – Das Buch. Die Rezepte stammen von une fille du limmatquai, in den bergen ist freiheit und 1x umrühren bitte.

Das Kochbuch ist im PDF-Format auf diesem Blog erhältlich. Herunterladen, ausdrucken, zusammen heften und los geht`s! Viel Spass! Ich freue mich schon auf Folge 2.  

Inhalt/Rezepte:

  • EDITORIAL seite 3

  • suppe – Minestrone seite 4

  • salat – Lauwarmer Piccolini-Salat seite 5

  • reisig – Paella Seite 6

  • Geflügel – Gefüllte Pouletbrüstli al Pomodoro Seite 8

  • Fischig – Pescado a Brizor Seite 10

  • Vegetarisch – Auberginen- und Zucchini-Cordon-Bleu Seite 11

  • Orientalisch – Larb Gai Seite 12

  • Fast Food – Wienerli im Teig Seite 14

  • Deftig – Ueberbackene Chorizo-Rösti Seite 15

  • Fleischig – Gefülltes Schweinsfilet im Speck-Blätterteig-Mantel Seite 16

  • Drink – Iced White Mocca Seite 17

  • Grossmutters Küche – Fotzelschnitten Seite 19

  • Backen – Spargelwähe Seite 20

Quelle: http://kochtopf.twoday.net/stories/1321617/


Raser bescheren den Kantonen ein fröhliches Jahr – dank mehr Radarfallen.

27. Dezember 2005

Schon im Artikel "Die Schweiz ist tierfreundlich – Man baut an allen Ecken Starenkästen" hatte ich mich über meine Verwunderung geäussert, dass allein in Zürich an jeder Kreuzung und Weggabelung ein Blitzkasten steht. Das fiel mir damals schon bei meiner ersten Fahrt durch Zürich auf – nein, ich wurde selbst nicht geblitzt. Aber bei der Kreuzung Badenestrasse Richtung See hatte es vor mir einen erwischt. Der Fahrer muss heute noch ein Blitztrauma haben und sich unter dem Tisch verstecken. Selbst wenn man nur ein Weihnachts-Erinnerungs-Foto von ihm auf der Weihnachtsfeier schiessen möchte. Sylvester wird für ihn ganz schlimm 😉

Dann kam "Der dümmste Autofahrer Europas – In der Schweiz 4 Mal geblitzt (in 97 Sekunden)" vom 14.11.2005. Wirklich das Highlight in diesem Jahr. Der Kauz konnte einfach nicht glauben, dass bei einer gelb blinkende Ampel geblitzt wird. Na klar: Wegen überhöhter Geschwindigkeit halt!

Und heute schreibt der Tagesanzeiger "Mehr Radarfallen, mehr Geld".  Die Kantone haben im Vergleich zum Vorjahr bis zu 60 Prozent Mehreinnahmen allein durch die Starenkästen! Thurgau zum Beispiel: Die Gelder aus den "Einnahmen aus Bussen durch überhöhte Geschwindigkeit" sind von 4,4 Mio auf  7,7 Mio CHF gestiegen. "Pech" hatten einige andere Kantone, weil die geplanten starr installierten oder mobil genutzte Tempomessgeräte "zu spät" oder gar nicht eingesetzt werden konnten. Der Kanton Bern hatte letztes Jahr 9,5 Mio CHF eingenommen. Die budgetierten 11,8 Mio CHF werden aber um 2,5 Mio CHF übertroffen. Besser ist der Kanton Nidwalden dran. Allein durch die Eröffnung des Kirchwaldtunnels an der A2 und der "Tempokamera" stiegen die Einnahmen von 1 Mio CHF auf 2,7 Mio CHF!

Der Kanton Schwyz hat fünf neue Radarfallen installiert und erwartet für 2006 Einnahmen in Höhe von 6,4 Mio CHF (4 Mio in 2005). In Basel-Stadt wurden 2004 nur 14 Mio CHF eingenommen, konnte die Bussen für 2005 aber auf 16,7 Mio CHF steigern und rechnet für 2006 fest mit 16 Mio CHF. Basel-Land möchte erstmals eine «Abschnittsgeschwindigkeitskontrollanlage» im Belchentunnel der A2 einsetzen. Der Genehmigung liegt aber noch nicht vor.

Nur Zürich und Genf konnten die Einnahmen auch durch mehr Radarfallen nicht erhöhen. In Zürich lagen die Einnahmen für 2005 bei 25 Millionen Franken und beim Spitzenreiter Genf bei 40 Millionen.


Rasender Schweizer Weinachtsmann? Mit 218 Stundenkilometer auf der A1

26. Dezember 2005

Von wegen "Schweizer Gemütlichkeit". Auch Schweizer können zu Rasern mutieren – und das zu Weihnachten. Die NZZ meldet heute: 

Eine Patrouille der Kantonspolizei Zürich hat am frühen Morgen auf der Autobahn A1 in Attikon einen Autofahrer gemessen, welcher mit bis zu 218 km/h unterwegs war.

Eine Verkehrspolizeipatrouille war heute Morgen um 5.21 auf der Autobahn A1 in Richtung St. Gallen unterwegs. Dabei wurden sie von einem sehr schnell fahrenden Auto überholt. Die anschliessende Nachfahrmessung ergab ein Spitzentempo von 218 km/h.
Der 21-jährige Schweizer gab an, dass er wohl bemerkt habe, dass sich die Tachonadel über der 200 km/h-Marke bewegt habe. Darüber habe er sich aber keine weiteren Gedanken gemacht.

Das bedeutet für ihn eine saftigen Busse (Geldstrafe) und längere Nutzung der Busse (ÖV=öffentliche Verkehrsmittel). Wahrscheinlich hat er ein Halbtax-Abo zu Weihnachten geschenkt bekommen. 😉

Quelle NZZ.ch


Weihnachten in Regensburg – 1. Weihnachtsfeiertag in der Karma-Lounge

26. Dezember 2005

Heute war erst mal Ausschlafen angesagt. Weder Mike noch ich kamen vor Mittag aus den Betten. Mike sowieso nicht, er schlief nämlich im Wohnzimmer auf dem Sofa. Aber wir waren nicht die einzigen, die so fertig vom Weihnachtsfeiern waren. „Felix the Cat“ kam auch nicht aus dem Körbchen. Mike hatte den Korb eigentlich für seine Zeitungen besorgt. Aber Felix anektierte ohne vorher zu Fragen die Örtlichkeit und nahm das neue Bettchen in Beschlag. Aus die Maus!

Katze Felix auf der Fensterbank

Die Katze hat gewählt und ist umgezogen. Felix the Cat: „Wie was Katze! Ich bin ein fauler Kater! Genau wie Ihr! Und nun lasst mich schlafen.. oder höre ich hier das Scheppern von Dosen?“

Da das Fernsehprogramm wenig erquicklich, der Körper jedoch stark erholungsbedürftig war, kamen wir einfach erst sehr spät aus der „horizontalen“ in die „Vertikale“. Aber der Gesundheit wegen, versuchten wir wenigstens noch etwas frische Luft zu erhaschen. Darum entschlossen wir uns des späten Abends bzw. des frühen Morgens (um 0:30 Uhr) noch in die „Karma-Lounge“ zu gehen. Also wir gingen zu Mike`s Auto, welches vor dem Haus stand, fuhren zur Landshuterstrasse/Finanzamt, wo mein Auto noch vom Vorabend stand und gingen dann die paar Meter zum Eingang der „Karma-Lounge“. Im Internet hatte ich zuvor auf der Website gelesen, dass heute die „GlamouroursDiscoNight“ mit „The best of 70ies and 80ies“ laufen würde. Ich war neugierig, ob am 1. Weihnachtsfeiertag (bekanntlich ein Sonntag) überhaupt irgendjemand „unterwegs“ sein wird. An der Menge der Jacken in der Garderobe des „Karma“ konnte man abzählen, dass doch der ein oder andere Weihnachten in einer Disco verbringt. Wir ja auch 😉 Die Musik hatte erst mal gar nix mit 70er oder 80er zu tun. Der DJ schien eher eine Vorliebe für R&B und HipHop hatte. Hmm.. davon stand nix in der Beschreibung.

 Regensburg Karma-Lounge Peter und Mike  

Egal, wir setzten unsere müden Gebeine auf einen der Barhocker an der Bar und beobachten und kommentierten das Partyvolk. Ich kenne mich ja mit R&B bzw. HipHop nicht so aus, da ist eher Mike der „Spezialist“ – Nein eher ein Fan. Aber wenn Mike dann nach der dritten Nummer die Achseln zuckt und keine Ahnung hat, wie der Song heisst…. Je später der Abend, um so mehr füllte sich der Partytempel. Aber so richtig „voll“ wurde es Gottlob nicht. Was mich aber immer wieder fasziniert: Leute, die mit Cocktail und Ziggi auf der Tanzfläche rumstehen. Oder Mädels, die ihren gesamten Hausstand in eine Umhängetasche zwängen können, aber dann das Feuerzeug nicht finden. 😉 Aber sowas hat man(n) ja immer zur Hand. Aber wir kamen dann doch auch mal zum Tanzen – Motto „Uns kennt ja eh keiner“. 😉 Falsch! Prompt traf ich eine Lady, die ich aus den guten alten Zeiten des „Sudhauses“ kannte. Sie war mit ehemaligen Schulkollegen unterwegs. Der „harte Kern“ war nach dem alljährlich stattfindenden Klassentreffen im „Heuport“ noch ins „Karma“ gegangen.

Karma-Lounge Regensburg am 1. Weihnachtsfeiertag

Nach zwei Stunden Anwesenheit versuchte der DJ es dann doch mal mit 80ies, allerdings nur für drei oder vier Songs. Mike meinte, dass es sicher am Alter des DJs liegen würde. Gemein oder? Er war sicher schon 24, zumindest seine Eltern müssen die ein oder andere Venyl zu Hause haben, muss er sich einfach mal ausleihen. Aber vielleicht scratscht er zuviel und bekommt die elterlichen Scheiben deshalb nicht mit, weil seine Eltern keine verkratzten Schallplatten mögen? Es wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben. Um 3 Uhr morgens verliessen wir das „Karma“ und fuhren nach Hause. Felix the Cat lag immer noch im Körbchen. Fauler Kater!


26.12.2005 – Ein Gedicht zum Fest: Der Weihnachtsmann kommt hinter Gitter

26. Dezember 2005

Lieber guter Weihnachtsmann,
jetzt ist`s soweit, jetzt bist du dran.
Ich beauftrage einen Rechtsanwalt.
Der klagt dich an, der stellt dich kalt.

Schon seit vielen hundert Jahren,
bist du nun durch das Land gefahren,
ohne Nummernschild und Licht.
Auch TÜV und ASU gab es nicht.

Dein Schlitten eignet sich nur schwer,
zur Teilnahme am Luftverkehr.
Es wird vor Gericht zu klären sein:
Besitzt du ’nen Pilotenschein?

Durch den Kamin ins Haus zu kommen,
ist rein rechtlich strenggenommen
Hausfriedensbruch – Einbruch sogar.
Das gibt Gefängnis, das ist klar.

Und stiehlst du nicht bei den Besuchern,
von fremden Tellern Obst und Kuchen?
Das wird bestraft, das muß man ahnden.
Die Polizei läßt nach dir fahnden.

Es ist auch allgemein bekannt,
du kommst gar nicht aus diesem Land.
Wie man so hört, steht wohl dein Haus
am Nordpol, also sieht es aus,
als kämmst du nicht aus der EU.
Das kommt zur Klageschrift dazu!

Hier kommt das Strafgesetzbuch zum Tragen.
Ein jeder Richter wird sich fragen,
ob deine Arbeit rechtens ist,
weil du ohne Erlaubnis bist.

Der Engel, der dich stets begleitet,
ist minderjährig und bereitet
uns daher wirklich Kopfzerbrechen.
Das Jugendamt will mit dir sprechen!

Jetzt kommen wir zu ernsten Sachen.
Wir finden es gar nicht zum Lachen,
daß Kindern du mit Schläge drohst.
darüber sind wir schwer erbost.

Nötigung heißt das Vergehen
und wird bestraft, das wirst du sehen,
mit Freiheitsentzug von ein paar Jahren.
Aus ist’s bald mit dem Schlittenfahren.

Das Handwerk ist dir bald gelegt,
es sei denn dieser Brief dich bewegt,
meine Freunde und mich reich zu beschenken.
Dann werden wir alles nochmal überdenken.


25.12.2005 – Weihnachten in Regensburg – Feiern und Tanzen im „Zap“

25. Dezember 2005

Schon seit vielen Jahren findet im „Zap“ traditionell die Weihnachtsparty nach der Bescherung statt. Schon im Artikel „Weihnachten – Das bayerische Mahl und das Thema Geschenke“ hatte ich das erwähnt. Mike und ich machten uns also um 22 Uhr für den Abend bereit. Wir hatten mit Mam vereinbart, dass wir zuerst mit dem Taxi bei ihr vorbei kommen, um Sie abzuholen und anschliessend zum „Zap“ fahren würden. Also versuchten wir telefonisch ein Taxi zu bekommen. Keine Chance – entweder belegt, oder es meldete sich nur der Anrufbeantworter. Scheinbar wurden sämtliche Taxis für die Messe im Regensburger Dom benötigt. Als um 22:30 Uhr immer noch kein Kontakt zum Taxidienst zustande kam, entschlossen wir uns doch mit dem eigenen Auto zu fahren. Auf dem Weg dorthin meldete sich Mam per Handy – sie wolle nun doch zu Hause bleiben. Kommt nicht in Frage. Sie hatte sich eh schon für den Ausgang hergerichtet und so war es eh kein Problem. Wir stiegen gemeinsam ins Auto und ich fuhren in die Innenstadt. Gewohnheitsmässig fuhr ich zum Domplatz, aber da war alles voll geparkt – logisch: Es fand gerade die Weihnachtsmesse im Dom statt. Somit versuchte ich in der Obermünsterstrasse einen Parkplatz zu finden. Auch erfolglos. Also liess ich Mam und Mike vor dem „Zap“ aussteigen und versuchte es am Emmeramsplatz. Tja, bei der Fürstin Gloria in der Emmeramskirche ist auch „Christmett`n“. Vierspurig alles verparkt. Weiter Richtung Maximilianstrasse und von dort zurück zum Finanzamt. Da war dann endlich was frei. Zu Fuss ging ich das Stück zurück zum „Zap“.

Chris wünscht Frohe Weihnachten

Am Augustinerplatz angekommen, traf ich auf Christian, der zu Fuss von zu Hause in die Stadt gelaufen war. Chris und ich gaben die Jacke an der Tür ab, begrüssten den gemütlichsten Türsteher Regensburgs (Michel) und stiegen die Treppe hinab in die Gewölbe. Mein Bruder Mike, Mam, Chris älterer Bruder Thom, Beat und Markus (Teddy) hatten sich nahe der „hinteren Bar“ nieder gelassen. Jeder hatte an der Tür einen Jägermeister und ein Überraschungsei (Was süsses, was zum Basteln und was zum Naschen) bekommen. Mit dem Jägermeister wurde angestossen, dann bastelte ich nach Mam`s Anweisungen ein Paar Ostereier-Figuren zusammen. Anschliessend besorgte ich bei Alf(-red) an der „Mittleren Bar“ Getränke (3 Radler und ein Wasser).

Mike und Markus

Mike und Markus diskutieren über die Weihnachtsgeschenke.

Mam tanzt mit dem Weihnachtsmann im Zap

Das „Zap“ füllte sich nur langsam. Chris gab mir den Hinweis, dass Thom ab Null Uhr Geburtstag hat. Also wechselten wir kurz vorher den Platz und gratulierten pünktlich. Der Platz war wesentlich besser: Gute Aussicht und nah an der „Quelle“. Dann stupste mich Harry an. Harry war mit seiner Freundin Susi gekommen. Wir hatten uns schon bei meinem letzten Abstecher nach Regensburg getroffen, da er damals vor hatte für 11 Tage nach Teneriffa zu fahren. Natürlich bekam er Tipps von mir und er erzählte mir von seinem Urlaub dort, dass es ihm und seinem Freund klasse gefallen hatte. Harry und ich kennen uns noch aus meiner „aktiven“ Zeit als DJ und LJ. Wir hatten vor 14 Jahren zusammen in der „Ranch“ in Pielenhofen gearbeitet. Harry legt heut noch auf; und zwar im „PeterPan“ bei Deggendorf – einer Rock-Disko, die zum „MGM-Komplex“ gehört.

Das weihnachtliche Zap

Die Gewölbe füllten sich langsam mit Partygästen und sogar Mam ging mal auf die Tanzfläche mit Mike. Sie hatte einen Weihnachtsmann ergattert und liess diesen nicht mehr los. 😉 Die Musik, die der DJ auflegte, war diesmal wieder weltklasse: Rock und Pop aus den 80ern.

Harry Susie Mike und Mam

Es waren noch einige Freunde aus der „guten alten Zap-Zeit“ da: „Bobesch“, Mane und Tina, sowie Peter Burger. Wir ratschten (pläuderlen) und lachten viel. Aber auch der schönste Abend neigt sich irgendwann dem Ende zu. Chris und Beat verabschiedeten sich dann gegen 2 Uhr. Thom ging wenig später auch. Markus brachte dann Mam nach Hause und Mike und ich blieben noch auf ein Radler. Wir beobachteten und kommentierten noch eine Weile den Abend und das Weihnachtsvolk. Dann, gegen 3 Uhr, holten wir unsere Jacken aus der Garderobe und verabschiedeten uns von „Michel“ – natürlich nicht ohne den Abend mit einer Runde „Tex“ beschlossen zu haben.


Weihnachten – Das bayerische Mahl und das Thema Geschenke

24. Dezember 2005

„Oh Du fröhliche…“ Gerade sind Mike und ich bei Mam gewesen. Es gab ein bayerisches Mahl und den Austausch der Geschenke. Mam hatte was feines gekocht: „Sau`re Zipfel“ mit schlesischem Kartoffelsalat. Hatte ich schon lange nimmer. Ganz fein! Mutti hatte den Tisch wieder feierlich dekoriert mit vielen Kerzen und dem Festtagsgeschirr. Anschliessend wurden bei einem Kaffee die Geschenke gereicht und ausgepackt. Nach der „Al Bundy-Folge: Weihnachten“ sind wir zu Mike nach Hause gefahren. Nun liege ich auf dem Sofa und verdaue den üppigen Festtagsschmaus. Anschliessend bestellen wir uns ein Taxi, holen Mam ab und fahren dann auch zur „Weihnachtsparty“. Derweil ruhe ich mich etwas aus und mach mich gleich fertig für den traditionellen Weihnachtsabend im „Zap„. Chris und Beat haben schon gemeldet, dass sie auch dazu kommen. Markus fährt auch direkt dorthin. Wird sicher wieder lustig, bzw. ein „geruhsamer Weihnachtsabend“ mit open-end 😉

Bayrischer Festtagsschmaus zu Weihnachten - Saure Zipfel

Bayerischer Festtagsschmaus zu Weihnachten – „Sau`re Zipfel“