PeterPan bei Pixel-Schweiz.ch

12. Dezember 2005

Eine Idee greift um sich: Kaufen Sie Pixel! Werben über das Internet wird viel diskutiert. Für manche ist es einfach nur "hip" für andere das grösste Geldgrab des Jahrhunderts – aber wer es klug anstellt, kann sogar gemütlich mit etwas Aufwand und einer guten Idee Geld verdienen. Nun schwappt eine neue Welle aus England über die Welt: "Kaufen Sie Pixel". Alex Tew – 21 Jahre alt – liegt hart am Wind mit seiner Idee Millionär zu werden. Mit seiner Website "The Million Dollar Homepage", welche am 26. August 2005 startete, hat er bereits 853,300 Dollar verdient (Stand 12.12.2005). Die Idee ist einfach und einfach genial: Er verkaut Pixel – also die kleinen Bildpunkte auf Ihrem Bildschirm für je einen Dollar. Natürlich nicht einzeln, sondern immer 10er-weise. Der Clou: Klickt man auf ein solches Banner, so gelangt man direkt auf die Website des Werbenden.

Mich würde nicht wundern, wenn die Website auch noch einen Kunstpreis erhält. Die Idee von Alex Tew hat sich nun weltweit verbreitet und die Schweiz erreicht. Und "der Pan" ist mit dabei. Genauer gesagt bei "Pixel-Schweiz". Warum gerade dort? Erstens wird laut Betreibern 80% für gemeinnützige Organisatoren gespendet und zweitens gibt es dort auch kostenfreie Pixel (maximal 4×10 Pixel), welche man für 2 Monate nutzen kann.

Sucht man in Google nach "Pixel kaufen Schweiz" so erhält man noch viele andere Betreiber, welche die Idee von Alex Tew auch kommerziell nutzen wollen; z.B. "Swisspixel". Die Mindestkaufmenge beträgt 100 Pixel a 1 Franken. Laut Betreibern werden 10% an die AHV gespendet. 🙂 Von einer Million Pixel sind dort grad mal 12 800 verkauft – also ist die Seite noch eher rot/weiss als bunt. Bei "Pixelmatrix" – einer weiteren Pixel-Werbe-Website – sieht es noch schlechter aus: Grad mal 5 800 Pixel wurden bisher unter das Werbevolk verteilt. Tja, so ist das mit guten Ideen. So mancher Nachahmer geht halt dann trotzdem noch "nebenbei" in die Arbeit.

Link zu Pixel-Schweiz


Kanton Obwalden wird Steuerparadies – Firmenansiedlungen und private Superreiche als Zielgruppe

12. Dezember 2005

Moment mal. Auf der Rückfahrt vom Hochzeitswochenende (Petra und André) hörte ich im Schweizer Radio folgende Meldung: „Obwalden wird Steuerparadies. Neues Steuergesetz mit 86-Prozent-Mehrheit angenommen. Der Kanton Obwalden wird wie manche seiner Innerschweizer Nachbarkantone zu einem Steuerparadies. Die Stimmberechtigten haben am Sonntag das neue Steuergesetz mit einer Mehrheit von 86 Prozent angenommen. Der Kanton hofft nun auf den Zuzug von Superreichen und kapitalkräftigen Firmen.“

Mit dem neuen Steuergesetz wird Obwalden auf einen Schlag vom Hoch- zum Tiefsteuerkanton. Dank einem Gewinnsteuersatz von 6,6 Prozent zahlen Firmen nun nirgends in der Schweiz weniger Steuern. Auch die Privaten profitieren: Wer bis 70’000 Franken verdient, zahlt künftig acht bis zehn Prozent weniger Steuern. Einkommen bis 300’000 Franken werden um bis zu sechs Prozent entlastet. Noch besser sieht es für die Superreichen aus: Ab einem Einkommen von 300’000 Franken schrumpft der Steuersatz kontinuierlich von 2,35 Prozent auf bis zu 1,0 Prozent. Anstatt der sonst üblichen Progression setzt Obwalden auf Degression. Die Vermögenssteuer wird um mindestens 30 Prozent gesenkt. (Quelle bei NZZ)

Der Kanton Zug war bisher der bei Firmen und gut situierten Privaten einer der beliebtesten Kantone. Das liegt am niedrigen Steuersatz, welcher dort zu entrichten ist. Aber der Kanton Zug ist auch der finanzstärkste Kanton in der Schweiz. Das kann man aus einer weiteren Pressemeldung vom 9. November entnehmen:

Zug an der Spitze, Obwalden am Schluss – Auch nach der Neuberechnung gelten weiterhin fünf Kantone als finanzstark. Trotz eines Rückgangs um 3 Indexpunkte auf 224 liegt Zug weiterhin klar an der Spitze. Basel-Stadt folgt mit 173 (+7). Genf (152/-3) hat Zürich (147/-10) vom 3. auf den 4. Platz verdrängt. Rang 5 hält weiterhin Nidwalden (128/-1). Die Gruppe der Mittelstarken umfasst neu 15 statt 14 Kantone. Bern (68/+10) und Neuenburg (63/+7) sind neu dabei, Graubünden (58/- 5) ist in die Gruppe der Finanzschwachen abgestiegen. Zu dieser gehören noch 6 statt 7 Kantone. Die rote Laterne trägt wiederum Obwalden mit unverändert 30 Indexpunkten. (Quelle bei NZZ)

Nun wirft sich mir eine Frage auf: „Wenn der Kanton Obwalden die Steuern senkt, um die Ansiedlung von Firmen und reicheren Privatpersonen zu fördern und durch die dadurch resultierenden Steuereinnahmen die Finanzkraft des Kantons zu erhöhen, warum werden dann in Deutschland grossflächig, kontinuierlich alle möglichen Steuern (z.B.: 19% Mehrwertsteuer) erhöht und zusätzliche Abgaben (Diskussion über Autobahngebühr für private Kraftfahrzeuge etc.) geschaffen? Möchte die neue Rot/Schwarze Regierung die Firmen aus dem Land vertreiben und gut situierte Privatpersonen animieren ins Ausland zu gehen?“

Interessante Schlussfolgerung, odrrr?


Das Fest vor dem Fest: Hochzeit von Petra und André in Lech am Arlberg

12. Dezember 2005

Dieses Wochenende war die Hochzeit von Petra und André. Und ich hatte die Ehre daran teilzunehmen. Gefeiert wurde mit Familie und engen Freunden in Lech am Arlberg. Diesmal hatte ich Schneeketten dabei (Danke Rudie!), aber ich hab sie nicht gebraucht. Das Wetter war weltklasse. Stahlblauer Himmel, Sonnenschein und eine märchenhafte Schneelandschaft. Meine Digi-Cam hatte ich natürlich dabei und die Bilder sind nun online.

Märchenhaftes Lech am Arlberg

Die Hochzeit sollte eigentlich schon am 2. September 2005 statt finden. Aber der Regen, welcher zwischen dem 20. und 22. August eine Flut auslöste und zu Verwüstungen in der ganzen Alpenregion sorgte, hatte die Anreise unmöglich gemacht. Nicht, weil es Lech selbst so schlimm getroffen hätte –  der Regen hatte damals einfach 1,5 km der Zugangsstrasse weg geschwemmt. Somit war Lech damals komplett von von der Umwelt abgeschnitten. Daraufhin wurde die Hochzeit auf den 10. Dezember verschoben.

Die Hochzeit sollte eigentlich schon am 2. September 2005 statt finden. Aber der Regen, welcher zwischen dem 20. und 22. August eine Flut auslöste und zu , hatte die Anreise unmöglich gemacht. Nicht, weil es Lech selbst so schlimm getroffen hätte –  der Regen hatte damals einfach 1,5 km der Zugangsstrasse weg geschwemmt. Somit war Lech damals komplett von von der Umwelt abgeschnitten. Daraufhin wurde die Hochzeit auf den 10. Dezember verschoben.Eigentlich wollte ich schon am Freitag anreisen und das komplette Wochenende in Lech verbringen. Aber da ich ab Montag einen (englischen) Kurs halte und noch am Freitag Unterlagen übersetzen musste, war es mir erst möglich am Samstag loszufahren. In Zürich war es (wie üblich) hochneblig. Erst ab St. Gallen rissen die Wolken auf und die Sonne kam langsam durch. Ab Au war der Himmel stahlblau und die Sonne schien. Die schneebedeckten Berge sahen im nachmittäglichen Licht einfach weltklasse aus. In Dornbirn tankte ich nochmals und besorgte mir die Eintrittskarte für (die Autobahn) Österreich – das „Bickerl“. Dann gings auf die Autobahn Richtung Innsbruck. Kurz vor dem Arlbergtunnel verliess ich die Autobahn und es ging richtig aufwärts. Wenig Verkehr und trockene Strasse liessen die Anreise zusammen mit der schönen Aussicht zu einem Genuss werden. Zwischendurch rief ich bei André an, weil ich nicht wusste, wo das Fest-Hotel ist. Er versuchte es mir zu erklären, aber es wirkte bei mir irgendwie nicht. (siehe unten)

Ich war wirklich zum ersten Mal in Lech am Arlberg. Nicht zu fassen. Gar nicht weit weg von Zürich (um die 200 km) und scheinbar ein richtig tolles Skigebiet zusammen mit Zürs. Lech liegt auf 1450 m und Zürs sogar auf 1716 m. Also es geht richtig steil und kurvig den Pass hinauf. „Das sollte man auch im Sommer mit dem Töff nutzen…“ dachte ich mehrmals an diesem Wochenende. Um 16 Uhr traf ich in Lech ein. Dort herschte reges Skifahrer-Chaos: Skifahrer stolperten wegen der globigen Skistiefel mit geschulterten Skiern und wild pendelnden Skistöcken über die Strasse, Skibusse füllten sich oder spuckten das Skivolk an den nur schwer zu identifizierenden Haltestellen aus, in den Schneebars sassen sich aufwärmende (Apré-)Skifahrer und nahmen einen Jagatee oder hochprozentigeres – nur wo war das Hotel Austria? Also fuhr ich fast bis zum Ende des Ortes Lech. An jeder Kreuzung stehen Unmengen von Wegweisern zu Hotels und Pensionen, welche in sämtliche Himmelsrichtungen zeigen, aber das „Hotel Austria“ war nicht dabei – oder ich hab es übersehen. Ich kam am Gemeindeamt vorbei. „André hatte mir doch erzählt, dass er gegen 15:30 Uhr standesamtlich heiraten würde..“ ich überlegt kurz und parkte vor dem Standesamt. Natürlich geschlossen. Als ich mich wieder zum Auto gehen wollte, kam mir eine Dame entgegen. Sie öffnete die Gemeindeamttür und fragte, ob ich jemanden suchen würde. Ich erkundigte mich, ob eine Hochzeit anstehen würde – standesamtliche Trauung. Nein, sie glaube eher nicht. Aber ich könnte gerne mal nachsehen. Sie zeigte mir den Weg, und das Trauungszimmer war leer. Danke vielmals. Ich stieg ins Auto und fuhr wieder zum Ortseingang zurück. Dort befindet sich eine Tankstelle. Na denn frage ich halt da mal. Ich nahm ein „Twix“ aus dem Regal, zwei Euro aus dem Geldbeutel und fragte ganz freundlich nach dem „Hotel Austria“. In gestochen scharfem Ostgotisch (sorry, ostdeutscher Dialekt, 😉 ) wurde mit mitgeteilt, dass ich zurück in den Ort, nach dem Dorfladen links abbiegen, über die Brücke und dann würde ich das Hotel sehen. Also wendete ich wieder und befolgte die Anweisungen. Auf der anderen Bergbachseite angekommen sah ich dann tatsächlich das „Hotel Austria“! Nur – es war auf der anderen Bergbachseite. 😦 Also wieder umdrehen und über enge, schneebedeckte Strässchen erreichte ich schliesslich das Hotel. Ich öffnete die Autotür und es war saukalt (etwa Minus 10 Grad). Also ab ins Hotel – Blumenstrauss und DigiCam-Tasche nahm ich mit.

In der Lobby traf ich auf André und Detlef. Detlef bereitete gerade die Location für die Hochzeitsfoto-Innenaufnahmen vor. Detlef und seine nette Lebensgefährtin Jolanda sind professionelle Hobbyfotografen. Die beiden schossen unzählige, weltklasse Bilder vom Brautpaar und den Gästen auf den verschiedenen Locations – und eben auch im Hotel. Langsam aber sicher muss ich mir dann doch mal eine andere DigiCam besorgen, odrrr? Und noch viel, viel üben.

Hochzeitsfoto

Im ersten Stock hielten sich die Hochzeitsgäste (etwa 80 Personen) in der Lounge auf. Es wurde Prosecco, Wein und diverse andere Getränke angeboten. Gegen 18 Uhr wurde das Abendessen aufgefahren. Ein Buffet mit verschiedensten Salaten und der Hauptgang inkl. süsser Nachspeise hätte mindestens vier Sterne verdient. Zwischenzeitlich hatte die Band ihre Anlage aufgebaut. Nach einem Tusch wurde die Hochzeitstorte angeschnitten.

Hochzeitstorte

Nach der Torte musste dann Bewegung her: Die Band spielte auf und das Brautpaar tanzte den Hochzeitswalzer. Anschliessend war die Tanzfläche eröffnet und mit Hits quer durch alle Richtungen und Jahrzehnte wurde abgetanzt.

Abtanzen bis in den Morgen
Zwischenzeitlich wurde dann, wie zufällig, die Braut entführt. Ein paar Häuser weiter ging es in eine gemütliche, urige Beiz. Die Zeit verging viel zu schnell und um halb zwei morgens musste die Band nach mehrmaliger Zugabe aufhören. (Es hatten sich doch tatsächlich Hotelgäste über die „laute Musik“ beschwert 😉 ). Gegen halb drei löste sich die Runde auf und die letzten Gäste zogen sich in die Gemächer zurück. Alle? Nein, nicht alle. Ein paar widerstandsfähige Gallier – äh 2 Zürcher und ein Bayer, samt einheimischem Führer (Martin) – gingen noch eine Station weiter, da diese Station direkt auf dem Nachhauseweg lag. Das Teil nennt sich „Archiv“ und ist eher ein grösserer Kellerraum mit Bar, ein paar Beleuchtungskörpern und einer mittleren Soundanlage. Tanzen ist nur schwer möglich – nicht weil es so viel Leute hatte – sondern weil es scheinbar keine Tanzfläche gibt. Nach einem Bier waren wir auch wieder draussen in der Kälte, durchstapften die den Schnee bei einer Abkürzung zur Pension „Cafe Fritz„, stiegen über einen halbhohen Zaun und freute uns auf die Wärme des Zimmers. Ach ja, das „Cafe Fritz“ ist eine tolle Location für den nächsten ET-Skiausflug (Reminder Caro).

Morgens schlief ich etwas aus und war der letzte beim Frühstücken (wie üblich). Gegen Mittag fuhr ich dann nochmal zum „Hotel Austria“ – mittlerweile kannte ich den Weg ja. Dort sass man noch bei einem „Langen Braunen“ zusammen und diskutierte, verabschiedete und erholte man sich. Gegen 16 Uhr verabschiedete ich mich und machte mich auf den Weg zurück nach Zürich. Das Wetter war den ganzen Tag tadellos. In Zürich kam ich kurz vor 19 Uhr an, lud bei der Firma noch die für die Schulung benötigten Sachen ins Auto und fuhr nach Hause.

Liebe Petra, lieber André! Ich wünsche Euch von Herzen das Beste für Euer gemeinsames Leben. Möge in Euerem Herzen immer die Sonne scheinen, auch wenn das Leben draussen mal kalt sein sollte. Herzlichsten Dank für die Einladung und das tolle Wochenende! 🙂 Es hat wirklich alles gepasst – so wie auch bei Euch beiden alles passt, odrrrr?

Meine Bilder von der Hochzeit gibt es HIER (click-it)

 PS: Herzlichsten Dank an Babs für die nette Bekanntschaft und den schönen Abend. 🙂 Lieber Gruss nach „Unterösterreich“ 😉