Schweiz vs. Deutschland: Kuriose Verbotsschilder – Hunde NEIN! Kühe JA! (??)

18. Dezember 2005

Angeregt durch den Post „Auch verboten“ meines äqualenten Gegenparts „Geissenpeter“ in seinem Blog „Heidis Welt„, hab ich sofort auf meiner mobilen Festplatte nach einem Foto gesucht. „Geissenpeter“ ist Schweizer und lebt seit 2 Jahren in Hamburg. Er schreibt über seine Beobachtungen „als Schweizer bei den Deutschen“. Gut, die „Fischkopfgegend“ 😉 ist zwar nicht unbedingt repräsentativ für Deutschland, aber seine scharfe Feder Tastatur bringt interessante Texte über absonderliche, witzige und schöne Unterschiede zum Vorschein. Ein Post aus den letzten Tagen nennt sich „Auch verboten„. Dabei geht es um ein „Hier-darf-kein-Hund-sein-Häuflein-hinterlassen“, welches er in seinem Hof fotografiert hat.

Zu meinem Erlebnis:
An einem Sonntag Ende Oktober 2004 wurde ich relativ früh durch ein mir bisher in Schlieren unbekanntes Geräusch geweckt. Da ich wenn es die Temperaturen zulassen bei offenem Fenster schlafe, vermutete ich schlaftrunken, dass diese nicht aus meinem Schlafzimmer ergo vom Wecker/Radio kommen konnten. Es waren „Kuhglocken“! Am Sonntag mitten in Schlieren – ungewöhnlich. Ich rieb mir die Augen und die Ohren und rappelte mich hoch, schritt auf den kleinen Balkon und blickte verwundert auf die Wiese links von mir. Dort wo sonst Kinder spielten, war das Terrain mit Viehzaun (elektrisch) abgesperrt. Vor einer zur Tränke umfunktionierten Blechbadewanne standen zwei Rindviecher. Das musste dokumentiert werden. Digitalcamera gesucht, gefunden, zurück zum Balkon und fotografiert. Gut, dass mich (hoffentlich) keiner gesehen hat, denn in Unterhose und T-Shirt mit verwurschtelten Haaren, mit Digitalcamera in der Hand hätte ich sicher auch ein „kurioses Foto“ abgegeben 😉 Aber es musste schnell gehen. Ergebnis siehe unten.

Auf dem Verbotsschild steht übrigens:
„Das Betreten der Anlage mit Hunden, sowie das freie Laufenlassen von Hunden ist verboten!“

Ergo: „Hunde verboten – Rindviecher erlaubt!“ oder „Hundesch… NO – Kuhdünger YES!

Beachtet man das „Einfahrtsverbotsschild“ links, zusammen mit den Kühen und dem „Hundeverbotsschild“ könnte die freie Assoziation lauten: „Liebe Kühe! Der Weg ist für Euch hier zu Ende! Der Metzger wartet. Schliesslich dürfen Hunde hier auch nicht spielen!


Mojito „Schneebar 2005“ mit Rodelcontest „Crazy Slide“ – Die Bilder

18. Dezember 2005

Am gestrigen Samstag 17.12.2005 fand zum 9. Mal die „Schneebar 2005“ beim Gaswerk in Schlieren statt. Das Lokal „Mojito“ richtete dabei den 6. Limmattaler Rodelcontest „Crazy Slide“ aus. Wir waren dabei.

Ich hatte vorher bei mir zum Spagetti-Plausch geladen. Petra und André (frisch verheiratet), Ralph und Luca trudelten der Reihe nach gegen 19 Uhr bei mir ein. Wir ratschten und nahmen als Grundlage die Spagetti zu uns. Nach dem obligatorischen Kaffee machten wir uns gegen 21 Uhr zu Fuss „auf die Socken“ ins Gaswerk-Areal. Es schneite schon den ganzen Tag mehr oder weniger stark. Dazu pfiff ein kalter Wind (Schw.dt.: Biese). Ralph hatte eine schwarze Sturmhaube auf, was uns beim Überqueren der Zürcherstrasse interessierte Blicke aus einem Restaurant bescherte. Wir kamen aber ohne sonstige Probleme locker und nur wenig durchfroren im Partyareal an.

Wir besorgten uns eine „Tageskarte“. Auf dem Areal waren links ein paar Fressstände aufgestellt (Pizza und Pasta, Servelat). Rechts ein grösseres Zelt mit langer Bar, DJ und Tanzfläche. Rechts ein kleineres Zelt mit langer Bar und Stehtischen. Zusätzlich waren noch ein paar mobile Holzhütten aufgestellt. Wir betraten das grosse Zelt und ich stand im Nebel: Brille beschlagen. Macht nix, mit geringer Kurzsichtigkeit kann man auch gut ohne leben. Ich sah mir die Getränkekarte an und vermisste so einige „typischen Schneehüttendrinks“! Kein Jagatee, kein Lumumba, kein Wodka-Feige, nur CaféLuz. Dafür waren Longdrinks (z.B. „Gummibärlisaft mit Vodka) und Cocktails wie z.B. „Sex on the Beach“ gelistet. Moment Mal? Bin ich hier falsch? Ok, dann bestell ich halt einen. Ralph ebenso. Luca, Petra und André zogen das einzige erhältliche Bier vor „Corona“ – das synthetische Bier gebraut nach keinem Reinheitsgebot. War der einzige Hauptsponsor für Bier. Wir kämpften uns in eine Ecke neben der Box an einen Stehtisch. Die Musik war typisch Schneehütten-mässig latein-amerikanisch bis „hiphopig“. (??)

Der Start für das Finale des Rodelcontests „Crazy Slide“ war für 22:30 Uhr angesetzt. Somit begaben wir uns eine halbe Stunde eher zu einem offenen Zelt auf der linken Seite vor der Rampe. Wir ergatterten einen Teil eines Stehtisches und dachten einen relativ ruhigen Platz erwischt zu haben. Das war auch Anfangs so, bis die Durchsage des Moderators kam, dann herrschte rege Lauferei und Drängelei vor. Dazu kam, dass links hinter der Rampe die einzige Toilette aufgestellt war. Also nicht nur eine der bekannten Dixi-Klo`s – es waren mehr. Aber jeder „muss ja mal für kleine Mädchen oder Jungs“. Und das erforderte a) Durchkämpfen durch die Menge und b) starke Selbstkontrolle bei den Mädels, da lange Schlange und c) Spikes an der Fusssohle wegen Glättegefahr. Punkt b) sollte von den Organisatoren bei der nächsten Veranstaltung dringend geändert werden, denn die Mädels konnten sich nur dadurch behelfen/erleichtern, wenn sie die Dixis im Herrenbereich nutzten. Schon um diese Uhrzeit waren der Toilettenbereich besser belagert, als so manche Bar.

Es schneite mittlerweile reichlich. Doch zwischen den Lagerhallen war man gut windgeschützt. Was gut für die Veranstalter war; denn am Tag zuvor (am Freitag) schüttete es heftig wie aus Eimern, was die Vorentscheidung zum Rodelcontest erschwerte. Auch kann ich mir gut vorstellen (ich war in meiner warmen Wohnung geblieben), dass es für die Zuschauer nicht grad angenehm war im strömenden Regen zu stehen. Der Moderator stellte die 11 kreativ gestalteten Schlitten vor. Diese wurden mitten durch die Menge zur Schanze geschoben. Ausserdem erzählte der Moderator von den Begebenheiten aus der Vorentscheidung. Ein Rodel hatte ein Rad (!) verloren, einen anderen hatte es nach dem Sprung über die Schanze komplett zerlegt, einer der Schlittenfahrer meinte während des Sprungs aufstehen zu müssen. Ergebnis: Nasenbeinbruch und 3 Stiche. Er war aber wieder von der Partie – nach Angaben des Moderator half der Alkohol die Schmerzen zu lindern.

Dann ging es los. Der Rodel, welcher am Tag zuvor ein Rad verloren hatte, war der Erste. Slide perfekt, Landung perfekt, Besatzung wohlauf. So kamen die Rodel einer nach dem anderen mit mehr oder weniger Moderation und Performance die Schanze herunter. Die Namen der Teams waren auch interessant: „Crazy Nuts“ ritten auf einem überdimensionalen Dildo, „ShotBar“ verfügte tatsächlich über eine Bar, bei „Fire and Ice“ funktionierte leider das „Fire“ nicht, „CoolRunning“ wurde von „Jamaikanern“ gesteuert, sogar ein Mädelteam, als Weihnachts-Girls bekleidet, war dabei. Bewertet wurde von der Jury: Outfit der Fahrer, Bauart des Schlittens, Stabilität und der Jump über die Rampe.

Gleich im Anschluss erfolgte die Siegerehrung: 1. „NullNullNuen!“ 2. „CoolRunning“ 3. „irgendwas mit „Stern““ (Sorry, falls jemand den richtigen Namen weiss, bitte per Comment mitteilen). Für den ersten Platz gab es für das Team ein „Heliskiing-Weekend“. Das zweitplatzierte Team erhielten einen „Skidive aus 4000m Höhe“, Das Team auf Platz Drei bekommt ein „Canyoning-Weekend“. Nach der Preisverleihung verteilten sich die Zuschauer auf die Zelte und Hütten. Wir kämpften uns zum kleiner Zelt auf der linken Seite durch. Typische Beobachtung: Die Leut stehen direkt am Eingang, dahinter ist genug Platz – nur erst mal durch kommen. An die Bar kommt man auch nur mit Körpereinsatz. Aber wir fanden schliesslich ein Plätzchen. Die Tischkollegen waren echt gut drauf. Es stellte sich heraus, dass die beiden Jungs eher auf Metal als auf Partymusik standen. Auf HipHop schon gar nicht. *lach*. Die Freundin des einen Kollegen allerdings schon. Tja, Gegensätze ziehen sich an 😉 Je später der Abend, umso ausgelassener die Gemeinde. An den Augen so manches Gastes konnte man erkennen, dass die Ursache für unkontrollierte Bewegungen nicht nur beim Alkohol liegen konnte.

Luca hatte sich schon kurz vor dem Rodelcontest verabschiedet. Ralph hatte eine SMS seiner Angebeteten erhalten, welche Ihn direkt nach dem Rodelcontest zur Verabschieden bewog. Somit nahmen Petra, André und ich noch das ein oder andere Corona zu uns und tanzten, wenn es die Musik zuliess. Direkt neben uns war eine Truppe Jungs so richtig „unterwegs“. Mit Ziggi in der linken und Longdrink in der rechten Hand wurden zwei Mädels angebaggert, was das Zeug hält. Je später der Abend, umso kleiner wurden die Augen. Somit verabschiedeten wir uns vom Gelände gegen 3 Uhr morgens und wanderten zurück in meine Wohnung. Nach einem Kaffee und dem Betrachten der Bilder gingen wir schlafen.

Resümée: Event gelungen. Patienten leben. Auf ein Neues!