Mojito „Schneebar 2005“ mit Rodelcontest „Crazy Slide“ – Die Bilder


Am gestrigen Samstag 17.12.2005 fand zum 9. Mal die „Schneebar 2005“ beim Gaswerk in Schlieren statt. Das Lokal „Mojito“ richtete dabei den 6. Limmattaler Rodelcontest „Crazy Slide“ aus. Wir waren dabei.

Ich hatte vorher bei mir zum Spagetti-Plausch geladen. Petra und André (frisch verheiratet), Ralph und Luca trudelten der Reihe nach gegen 19 Uhr bei mir ein. Wir ratschten und nahmen als Grundlage die Spagetti zu uns. Nach dem obligatorischen Kaffee machten wir uns gegen 21 Uhr zu Fuss „auf die Socken“ ins Gaswerk-Areal. Es schneite schon den ganzen Tag mehr oder weniger stark. Dazu pfiff ein kalter Wind (Schw.dt.: Biese). Ralph hatte eine schwarze Sturmhaube auf, was uns beim Überqueren der Zürcherstrasse interessierte Blicke aus einem Restaurant bescherte. Wir kamen aber ohne sonstige Probleme locker und nur wenig durchfroren im Partyareal an.

Wir besorgten uns eine „Tageskarte“. Auf dem Areal waren links ein paar Fressstände aufgestellt (Pizza und Pasta, Servelat). Rechts ein grösseres Zelt mit langer Bar, DJ und Tanzfläche. Rechts ein kleineres Zelt mit langer Bar und Stehtischen. Zusätzlich waren noch ein paar mobile Holzhütten aufgestellt. Wir betraten das grosse Zelt und ich stand im Nebel: Brille beschlagen. Macht nix, mit geringer Kurzsichtigkeit kann man auch gut ohne leben. Ich sah mir die Getränkekarte an und vermisste so einige „typischen Schneehüttendrinks“! Kein Jagatee, kein Lumumba, kein Wodka-Feige, nur CaféLuz. Dafür waren Longdrinks (z.B. „Gummibärlisaft mit Vodka) und Cocktails wie z.B. „Sex on the Beach“ gelistet. Moment Mal? Bin ich hier falsch? Ok, dann bestell ich halt einen. Ralph ebenso. Luca, Petra und André zogen das einzige erhältliche Bier vor „Corona“ – das synthetische Bier gebraut nach keinem Reinheitsgebot. War der einzige Hauptsponsor für Bier. Wir kämpften uns in eine Ecke neben der Box an einen Stehtisch. Die Musik war typisch Schneehütten-mässig latein-amerikanisch bis „hiphopig“. (??)

Der Start für das Finale des Rodelcontests „Crazy Slide“ war für 22:30 Uhr angesetzt. Somit begaben wir uns eine halbe Stunde eher zu einem offenen Zelt auf der linken Seite vor der Rampe. Wir ergatterten einen Teil eines Stehtisches und dachten einen relativ ruhigen Platz erwischt zu haben. Das war auch Anfangs so, bis die Durchsage des Moderators kam, dann herrschte rege Lauferei und Drängelei vor. Dazu kam, dass links hinter der Rampe die einzige Toilette aufgestellt war. Also nicht nur eine der bekannten Dixi-Klo`s – es waren mehr. Aber jeder „muss ja mal für kleine Mädchen oder Jungs“. Und das erforderte a) Durchkämpfen durch die Menge und b) starke Selbstkontrolle bei den Mädels, da lange Schlange und c) Spikes an der Fusssohle wegen Glättegefahr. Punkt b) sollte von den Organisatoren bei der nächsten Veranstaltung dringend geändert werden, denn die Mädels konnten sich nur dadurch behelfen/erleichtern, wenn sie die Dixis im Herrenbereich nutzten. Schon um diese Uhrzeit waren der Toilettenbereich besser belagert, als so manche Bar.

Es schneite mittlerweile reichlich. Doch zwischen den Lagerhallen war man gut windgeschützt. Was gut für die Veranstalter war; denn am Tag zuvor (am Freitag) schüttete es heftig wie aus Eimern, was die Vorentscheidung zum Rodelcontest erschwerte. Auch kann ich mir gut vorstellen (ich war in meiner warmen Wohnung geblieben), dass es für die Zuschauer nicht grad angenehm war im strömenden Regen zu stehen. Der Moderator stellte die 11 kreativ gestalteten Schlitten vor. Diese wurden mitten durch die Menge zur Schanze geschoben. Ausserdem erzählte der Moderator von den Begebenheiten aus der Vorentscheidung. Ein Rodel hatte ein Rad (!) verloren, einen anderen hatte es nach dem Sprung über die Schanze komplett zerlegt, einer der Schlittenfahrer meinte während des Sprungs aufstehen zu müssen. Ergebnis: Nasenbeinbruch und 3 Stiche. Er war aber wieder von der Partie – nach Angaben des Moderator half der Alkohol die Schmerzen zu lindern.

Dann ging es los. Der Rodel, welcher am Tag zuvor ein Rad verloren hatte, war der Erste. Slide perfekt, Landung perfekt, Besatzung wohlauf. So kamen die Rodel einer nach dem anderen mit mehr oder weniger Moderation und Performance die Schanze herunter. Die Namen der Teams waren auch interessant: „Crazy Nuts“ ritten auf einem überdimensionalen Dildo, „ShotBar“ verfügte tatsächlich über eine Bar, bei „Fire and Ice“ funktionierte leider das „Fire“ nicht, „CoolRunning“ wurde von „Jamaikanern“ gesteuert, sogar ein Mädelteam, als Weihnachts-Girls bekleidet, war dabei. Bewertet wurde von der Jury: Outfit der Fahrer, Bauart des Schlittens, Stabilität und der Jump über die Rampe.

Gleich im Anschluss erfolgte die Siegerehrung: 1. „NullNullNuen!“ 2. „CoolRunning“ 3. „irgendwas mit „Stern““ (Sorry, falls jemand den richtigen Namen weiss, bitte per Comment mitteilen). Für den ersten Platz gab es für das Team ein „Heliskiing-Weekend“. Das zweitplatzierte Team erhielten einen „Skidive aus 4000m Höhe“, Das Team auf Platz Drei bekommt ein „Canyoning-Weekend“. Nach der Preisverleihung verteilten sich die Zuschauer auf die Zelte und Hütten. Wir kämpften uns zum kleiner Zelt auf der linken Seite durch. Typische Beobachtung: Die Leut stehen direkt am Eingang, dahinter ist genug Platz – nur erst mal durch kommen. An die Bar kommt man auch nur mit Körpereinsatz. Aber wir fanden schliesslich ein Plätzchen. Die Tischkollegen waren echt gut drauf. Es stellte sich heraus, dass die beiden Jungs eher auf Metal als auf Partymusik standen. Auf HipHop schon gar nicht. *lach*. Die Freundin des einen Kollegen allerdings schon. Tja, Gegensätze ziehen sich an 😉 Je später der Abend, umso ausgelassener die Gemeinde. An den Augen so manches Gastes konnte man erkennen, dass die Ursache für unkontrollierte Bewegungen nicht nur beim Alkohol liegen konnte.

Luca hatte sich schon kurz vor dem Rodelcontest verabschiedet. Ralph hatte eine SMS seiner Angebeteten erhalten, welche Ihn direkt nach dem Rodelcontest zur Verabschieden bewog. Somit nahmen Petra, André und ich noch das ein oder andere Corona zu uns und tanzten, wenn es die Musik zuliess. Direkt neben uns war eine Truppe Jungs so richtig „unterwegs“. Mit Ziggi in der linken und Longdrink in der rechten Hand wurden zwei Mädels angebaggert, was das Zeug hält. Je später der Abend, umso kleiner wurden die Augen. Somit verabschiedeten wir uns vom Gelände gegen 3 Uhr morgens und wanderten zurück in meine Wohnung. Nach einem Kaffee und dem Betrachten der Bilder gingen wir schlafen.

Resümée: Event gelungen. Patienten leben. Auf ein Neues!

One Response to Mojito „Schneebar 2005“ mit Rodelcontest „Crazy Slide“ – Die Bilder

  1. Jesus Christus sagt:

    Nach vielen Jahren sah Gott wieder einmal auf die Erde. Die Menschen waren verdorben und gewalttätig und er beschloss, sie zu vertilgen, genau so, wie er es vor langer Zeit schon einmal getan hatte.
    Er sprach zu Noah: „Noah, bau mir noch einmal eine Arche aus Zedernholz, so wie damals: 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Ich will eine zweite Sintflut über die Erde bringen. Die Menschen haben nichts dazu gelernt. Du aber gehe mit deiner Frau, deinen Söhnen und deren Frauen in die Arche und nimm von allen Tieren zwei, je ein Männchen und ein Weibchen. In sechs Monaten werde ich den großen Regen schicken.“
    Noah stöhnte auf; musste das denn schon wieder sein? Wieder 40 Tage Regen und 150 unbequeme Tage auf dem Wasser mit all den lästigen Tieren an Bord und ohne Fernsehen! Aber Noah war gehorsam und versprach, alles genau so zu tun, wie Gott ihm aufgetragen hatte.
    Nach sechs Monaten zogen dunkle Wolken auf und es begann zu regnen. Noah saß in seinem Vorgarten und weinte, denn da war keine Arche. „Noah“, rief der Herr, „Noah, wo ist die Arche?“ Noah blickte zum Himmel und sprach: „Herr, sei mir gnädig.“ Gott fragte abermals: „Wo ist die Arche, Noah??
    Da trocknete Noah seine Tränen und sprach: „Herr, was hast du mir angetan? Als Erstes beantragte ich beim Landkreis eine Baugenehmigung. Die dachten zuerst, ich wollte einen extravaganten Schafstall bauen. Die kamen mit der ausgefallenen Bauform nicht zurecht, denn an einen Schiffbau wollten sie nicht glauben.
    Auch deine Maßangaben stifteten Verwirrung, weil niemand mehr weiß, wie lang eine Elle ist. Also musste mein Architekt einen neuen Plan entwerfen. Die Baugenehmigung wurde zunächst abgelehnt, weil eine Werft in einem Wohngebiet planungsrechtlich unzulässig sei. Nachdem ich dann endlich ein passendes Gewerbegrundstück gefunden hatte, gab es nur noch Probleme. Im Moment geht es z.B. um die Frage, ob die Arche feuerhemmende Türen, eine Sprinkleranlage und einen Löschwassertank benötige. Auf einen Hinweis, ich hätte im Ernstfall rundherum genug Löschwasser, glaubten die Beamten, ich wollte mich über sie lustig machen.
    Als ich ihnen erklärte, das Wasser käme noch in großen Mengen, und zwar viel mehr als ich zum Löschen benötigte, brachte mir das den Besuch eines Arztes vom Landeskrankenhaus ein. Er wollte von mir wissen, was ein Schiffbau auf dem Trockenen, fernab von jedem Gewässer, solle.
    Die Bezirksregierung teilte mir daraufhin telefonisch mit, ich könnte ja gern ein Schiff bauen, müsste aber selbst zusehen, wie es zum nächsten größeren Fluss käme. Mit dem Bau eines Sperrwerks könnte ich nicht rechnen, nachdem der Ministerpräsident zurückgetreten sei.
    Dann rief mich noch ein anderer Beamter dieser Behörde an, der mir erklärte, sie seien inzwischen ein kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen und darum wolle er mich darauf hinweisen, dass ich bei der EU in Brüssel eine Werftbeihilfe beantragen könne; allerdings müsste der Antrag achtfach in den drei Amtssprachen eingereicht werden.
    Inzwischen ist beim Verwaltungsgericht ein vorläufiges Rechtsschutzverfahren meines Nachbarn anhängig, der einen Großhandel für Tierfutter betreibt. Der hält das Vorhaben für einen großen Werbegag – mein Schiffbau sei nur darauf angelegt, ihm Kunden abspenstig zu machen. Ich habe ihm schon zwei Mal erklärt, dass ich gar nichts verkaufen wolle. Er hört mir gar nicht zu und das Verwaltungsgericht hat offenbar auch viel Zeit.
    Die Suche nach dem Zedernholz habe ich eingestellt. Libanesische Zedern dürfen nicht mehr eingeführt werden. Als ich deshalb hier im Wald Bauholz beschaffen wollte, wurde mir das Fällen von Bäumen – unter Hinweis auf das Landeswaldgesetz verweigert. Dies schädige den Naturhaushalt und das Klima. Außerdem sollte ich erst eine Ersatzaufforstung nachweisen. Mein Einwand, in Kürze werde es gar keine Natur mehr geben und das Pflanzen von Bäumen an anderer Stelle sei deshalb völlig sinnlos, brachte mir den zweiten Besuch des Arztes vom Landeskrankenhaus ein.
    Die angeheuerten Zimmerleute versprachen mir schließlich, für das notwendige Holz selbst zu sorgen. Sie wählten jedoch erst einmal einen Betriebsrat. Der wollte mit mir zunächst einen Tarifvertrag für den Holzschiffbau auf dem flachen Lande ohne Wasserkontakt aushandeln. Weil wir uns aber nicht einig wurden, kam es zu einer Urabstimmung und zum Streik. Herr, weißt du eigentlich, was Handwerker heute verlangen? Wie soll ich denn das bezahlen?
    Weil die Zeit drängte, fing ich schon einmal an, Tiere einzusammeln. Am Anfang ging das noch ganz gut, vor allem die beiden Ameisen sind noch immer wohlauf. Aber seit ich zwei Tiger und zwei Schafe von der Notwendigkeit ihres gemeinsamen und friedlichen Aufenthaltes bei mir überzeugt hatte, meldete sich der örtliche Tierschutzverein und rügte die artwidrige Haltung. Und mein Nachbar klagt auch schon wieder, weil er auch die Eröffnung eines Zoos für geschäftsschädigend hält.
    Herr, ist dir eigentlich klar, dass ich auch nach der Europäischen Tierschutztransportverordnung eine Genehmigung brauche? Ich bin schon auf Seite 22 des Formulars und grüble im Moment darüber, was ich als Transportziel angeben soll.
    Und wusstest du, dass z. B Geweih tragende Tiere während der Brunftzeit überhaupt nicht transportiert werden dürfen? Und die Hirsche sind ständig am Schnackeln, wie Fürstin Gloria sagen würde und auch der gemeine Elch und Ochse denken an nichts anderes, besonders die südlicheren!
    Herr, wusstest du das? Übrigens, wo hast du eigentlich die Callipepia Caliconica – du weißt schon, die Schopfwachteln und den Lethamus Discolor versteckt? Den Schwalbensittich habe ich bisher auch nicht finden können.
    Dir ist natürlich auch bewusst, dass ich die 43 Vorschriften der Binnenmarkt-Tierschutzverordnung bei dem Transport der Kaninchen strikt beachten muss. Meine Rechtsanwälte prüfen gerade, ob diese Vorschriften auch für Hasen gelten.
    Übrigens: wenn du es einrichten könntest, die Arche als fremdflaggiges Schiff zu deklarieren, das sich nur im Bereich des deutschen Küstenmeeres aufhält, bekäme ich die Genehmigung viel einfacher. Du könntest dich doch auch einmal für mich bemühen. Ein Umweltschützer von Greenpeace erklärte mir, dass ich Gülle, Jauche, Exkremente und Stallmist nicht im Wasser entsorgen darf. Wie stellst du dir das eigentlich vor? Damals ging es doch auch!
    Vor zwei Wochen hat sich das Oberkommando der Marine bei mir gemeldet und von mir eine Karte der künftig überfluteten Gebiete erbeten. Ich habe ihnen einen blau angemalten Globus geschickt.
    Und vor zehn Tagen erschien die Steuerfahndung; die haben den Verdacht, ich bereite meine Steuerflucht vor. Ich komme so nicht weiter Herr, ich bin verzweifelt! Soll ich nicht doch lieber meinen Rechtsanwalt mit auf die Arche nehmen?“
    Noah fing wieder an zu weinen. Da hörte der Regen auf, der Himmel klarte auf und die Sonne schien wieder. Und es zeigte sich ein wunderschöner Regenbogen. Noah blickte auf und lächelte. „Herr, du wirst die Erde doch nicht zerstören?“
    Da sprach der Herr: „Darum sorge ich mich nicht mehr, das schafft schon eure Verwaltung!“

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: