Raser bescheren den Kantonen ein fröhliches Jahr – dank mehr Radarfallen.


Schon im Artikel "Die Schweiz ist tierfreundlich – Man baut an allen Ecken Starenkästen" hatte ich mich über meine Verwunderung geäussert, dass allein in Zürich an jeder Kreuzung und Weggabelung ein Blitzkasten steht. Das fiel mir damals schon bei meiner ersten Fahrt durch Zürich auf – nein, ich wurde selbst nicht geblitzt. Aber bei der Kreuzung Badenestrasse Richtung See hatte es vor mir einen erwischt. Der Fahrer muss heute noch ein Blitztrauma haben und sich unter dem Tisch verstecken. Selbst wenn man nur ein Weihnachts-Erinnerungs-Foto von ihm auf der Weihnachtsfeier schiessen möchte. Sylvester wird für ihn ganz schlimm 😉

Dann kam "Der dümmste Autofahrer Europas – In der Schweiz 4 Mal geblitzt (in 97 Sekunden)" vom 14.11.2005. Wirklich das Highlight in diesem Jahr. Der Kauz konnte einfach nicht glauben, dass bei einer gelb blinkende Ampel geblitzt wird. Na klar: Wegen überhöhter Geschwindigkeit halt!

Und heute schreibt der Tagesanzeiger "Mehr Radarfallen, mehr Geld".  Die Kantone haben im Vergleich zum Vorjahr bis zu 60 Prozent Mehreinnahmen allein durch die Starenkästen! Thurgau zum Beispiel: Die Gelder aus den "Einnahmen aus Bussen durch überhöhte Geschwindigkeit" sind von 4,4 Mio auf  7,7 Mio CHF gestiegen. "Pech" hatten einige andere Kantone, weil die geplanten starr installierten oder mobil genutzte Tempomessgeräte "zu spät" oder gar nicht eingesetzt werden konnten. Der Kanton Bern hatte letztes Jahr 9,5 Mio CHF eingenommen. Die budgetierten 11,8 Mio CHF werden aber um 2,5 Mio CHF übertroffen. Besser ist der Kanton Nidwalden dran. Allein durch die Eröffnung des Kirchwaldtunnels an der A2 und der "Tempokamera" stiegen die Einnahmen von 1 Mio CHF auf 2,7 Mio CHF!

Der Kanton Schwyz hat fünf neue Radarfallen installiert und erwartet für 2006 Einnahmen in Höhe von 6,4 Mio CHF (4 Mio in 2005). In Basel-Stadt wurden 2004 nur 14 Mio CHF eingenommen, konnte die Bussen für 2005 aber auf 16,7 Mio CHF steigern und rechnet für 2006 fest mit 16 Mio CHF. Basel-Land möchte erstmals eine «Abschnittsgeschwindigkeitskontrollanlage» im Belchentunnel der A2 einsetzen. Der Genehmigung liegt aber noch nicht vor.

Nur Zürich und Genf konnten die Einnahmen auch durch mehr Radarfallen nicht erhöhen. In Zürich lagen die Einnahmen für 2005 bei 25 Millionen Franken und beim Spitzenreiter Genf bei 40 Millionen.

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