KenneDieStadt – Regensburg

4. Januar 2006

Soeben habe ich diesen Beitrag gefunden, den ich sehr gut finde „KenneDieStadt“. Ich habe die Texte ergänzt. Es wäre praktisch, wenn die Leser meines Beitrags einfach mitmachen würden und folgende Themen mit Leben füllen würden – so wie ich jetzt über Regensburg. Wichtig hierbei sind Tipps und Statements über Geheimtipps, also das, was Touristen nicht in Handtaschenstadtführern vorfinden. Also ich fang dann mal an:

Regensburg

Einwohner:
ca. 151 838 (Nov. 2005)

Bester Sommertipp:
Unter der Woche trifft man(n)/frau sich am Haidplatz – am Wochenende geht es zum Guggenberger Weiher bei Neutraubling (Baden) und zum Abschluss auf die Walhalla mit einer Flasche Wein. Für einen gemütlichen Ausflug an heissen Tagen empfiehlt sich eines der Donauausflugsdampfer zu besteigen und zum Kloster Weltenburg zu fahren. Nach einer ausgiebigen Besichtigung dessen, darf man sich gerne das ein oder andere Klosterbier genehmigen. Auf der Rückfahrt könnte man dann auch gleich in Kelheim Station machen. Dort steht die private Brauerei Schneider, welche das bekannte Schneider-Weisse braut. Es handelt sich dabei um ein Hefeweizen – nicht um ein Weissbier, wie es die Preis`n bestellen.

Bester Wintertipp:
Zum Christkindl-Markt für ein paar Glühwein am Neupfarrplatz. Danach ins „Heuport“ zum Aufwärmen.

Hochrangigstes öffentliches Verkehrsmittel:
Am Besten kommt man mit dem Bus in der Innenstadt vorwärts, oder man nimmt das Rad. Taxis sind Abends schwer empfehlenswert, da noch bezahlbar. In der Innenstadt braucht man Abends nur 2x hinzufallen und man liegt vor der nächsten Kneipe.

Wo gibt es den Stadtplan:
Im Internet hier – in Papierform beim Touristikbüro direkt beim Alten Rathaus.

Das schönste Hotel:
Entweder das Hotel Orphée zentral in der Unteren Bachgasse oder das Sorat-Hotel mit Blick auf Donau, Steinerne Brücke und Dom.

Bestes Traditionslokal und Lieblingsessen dort:
Auer-Bräu, Regensburg-Steinweg, Schwandorferstrasse 39, 93053 Regensburg
– Schweinebraten oder Saure Zipfel
Oma-Plüsch, Rote-Stern-Gasse 6, 93047 Regensburg
– OmaSchnitzel
Hofbräuhaus, gegenüber Altem Rathaus, Waaggässchen 1, 93049 Regensburg
– Schweinebraten

Bester Italiener und Lieblingsessen dort:
La Gondola, Regensburg Innerer Westen, Gerlichstrasse 2, 93049 Regensburg
– Tortellini Panna

Beste Stadtzeitschrift:
LOGO das Stadtmagazin. Kommt monatlich heraus, enthält Tipps rund um Events und liegt in jedem Lokal, Restaurant und Kneipe kostenlos aus.

Bester Platz für Rendezvous:
„Bistro Rosarium“ am Dörnbergpark. Das denkmalgeschützte Schweizerhaus des ehemaligen Dörnberg-Palais ist in einen Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert eingebettet. Trotz der Altstadtnähe ist es schön ruhig und gemütlich dort. Der Rosengarten ist im Sommer eine Augenweide.

Bester Club:
Scala“ in der Pustet-Passage

Beste Bar:
Hemingway`s“ in der Oberen Bachgasse. „Paletti“ in der Pustet-Passage und „Oscar-Bar“ Rote-Hahnen-Gasse/Haidplatz

Bekanntester Stadtsong:
Das Donaulied. „Einst ging ich am Ufer der Donau entlang….“

Buch zur Stadt:
„Regensburger Almanach 2005“ von Konrad M. Färber.

Unwahrer Mythos:
Die Feinkostmetzgerei Männer zwischen Fischmarkt und Kohlenmarkt verkauft tatsächlich nur Tierfleisch, auch wenn sie mit dem Ladenschild „Wild Geflügel Fische Männer“ wirbt.

Obskurster Brauch:
Wenn Fürstin Gloria von Thurn und Taxis samt Anhang an Weihnachten die Christmette im Dom besucht, kommen viele nur, um Ihre Durchlaucht live zu sehen.

Stadtteil, den man kennen muss:
Wenn man in der Altstadt war, dann kennt man Regensburg

Wichtigster Satz:
„Gemma noch zum Würstl-Toni?“ (Der verkauft – außer Sonntag – schon um 5 Uhr morgens warme Würstl, Am Kornmarkt.)

Satz, mit dem man sich zum Deppen macht:
„Guten Tag“-Sagen, wenn man einen Laden betritt. Die Regensburger sprechen meistens Dialekt und bevorzugen ein herzliches „Grüß Gott“.

Was man niemals tun sollte:
Betrunken in die Donau fallen. Unter der Steinernen Brücke gibt es einen fiesen Strudel, der einen sofort unter Wasser zieht.

Das sagen die anderen:
„Regensburg ist ja die nördlichste Stadt Italiens.“

Schlimmste Phrase:
„Regensburg ist zwar klein, hat aber kulturell wahnsinnig viel zu bieten.“

Wann sind alle Einwohner besoffen:
Beim Palmator am Sonntag vor Ostern. Die halbe Stadt wandert zum Prösslbräu nach Adlersberg, einem winzigen Ort mit Brauerei, und trinkt Palmator.

Dämlicher Superlativ:
In Regensburg steht die älteste Wurstbraterei Deutschlands. In der Historischen Wurstkuchl an der Donau machten schon im Jahr 1135 die Bauarbeiter der Steinernen Brücke Brotzeit.

Die verhassten Provinzler:
„Siehst du SAD, BUL oder PAR, ist dein Leben in Gefahr.“ Mittlerweile haben die Burglengenfelder und Parsberger (anders als die Schwandorfer) zwar keine eigenen Nummernschilder mehr, aber an ihrer Fahrweise hat sich nichts geändert. „SAD“ heisst auch „Sau auf Durchreise“ 😉

Lebenswerteste Sache, die die Stadt hervorgebracht hat:
Das Schwarzer Kipferl, eine gewürzte Kümmelsemmel. Schmeckt besonders lecker mit Bratwürstchen, Händlmaier-Senf und Sauerkraut, gibt’s in der Historischen Wurstkuchl.

Fußballclub:
SSV Jahn 2000 Regensburg, spielt in der Regionalliga Süd.