Wohltäter Blocher – Hälfte der Swisscom dem Volk schenken


Christoph Blocher sprang heute auf eine Idee von Bundesrat Pascal Couchepin an die Hälfte der Swisscom-Aktien an das Schweizer Volk zu verschenken. Schliesslich hätte dieses ja die letzten Jahre wegen der Monopolstellung zu viel für das Telefonieren bezahlt. Die Wert der Hälfte der Aktion beträgt derzeit etwa 7,6 Milliarden Franken – bei einer „gerechten“ Aufteilung würde so jeder Schweizer 3,3 Aktien – ergo etwa 1295 Franken erhalten. Der Verwaltungsratspräsident der Swisscom steht dieser Idee eher skeptisch gegenüber – er wünsche sich ein „Merger“ (Fusion) mit einem vergleichbaren Anbieter (aus dem Ausland). (Quelle)

Man werfe Goldmünzen und Perlen unter das Volk und man vereinigt es hinter sich (Kaiser Nero). Mit dieser Methode prescht Christoph Blocher aus den Reihen der Bundesräten hervor und veröffentlicht vorzeitig eine von drei Varianten – wen wundert es – die populistische. Dabei ist die Idee nicht mal von ihm (siehe oben) – Beziehungsweise in dieser Quelle sei der Ideenfinder der FDP-Parteipräsident Fulvio Pelli gewesen. Ausserdem sind die drei Varianten noch gar nicht ausdiskutiert; denn das geschieht erst am Mittwoch.

Was passiert aber, wenn das „Verschenken“ der Aktien tatsächlich durchgeführt werden würde? Nach der Sperrfrist könnten die Aktien frei gehandelt/verkauft werden. Und die Käufer stammen dann doch nicht aus der Schweiz? Ziel verfehlt; denn das Ziel von Blocher sei ja die Swisscom in „Schweizer Hand“ zu belassen und nicht wie die gegroundete Fluggesellschaft Swissair an Deutschland zu verlieren. Aber die Geschichte, welche jetzt im Kino für Rekordbesucherzahlen sorgt, liefert sicherlich Anschauungsunterricht im Zusammenspiel von Politik-Banken-Unternehmen.

Auf dem Schweizer Telefon- und Internetmarkt wird es eh bald noch enger für die Swisscom. Cablecom, Cisco, Microsoft, Green.ch und RedIT wollen den Schweizer KMU-Markt mit der Kommunikationspaketlösung Centerprise aufmischen. (Quelle).

Über die Privatisierung der Swisscom wird mit einer Volksabstimmung frühestens im März 2007 entschieden. Aber was ist die Aktie dann wert? (Quelle) Und was ist die Aktie dann nach der Sperrfrist wert (Aktienchart 1 Jahr)? All we can do is sit and wait. Man Schweizer darf gespannt sein.

6 Responses to Wohltäter Blocher – Hälfte der Swisscom dem Volk schenken

  1. rouge sagt:

    Naja, die Frage ist ja ob die Swisscom so wirklich in „Schweizer Hand“ bleibt oder ob wenn ein ausländisches Unternehmen mit hohem Abkaufkurs lockt, die beschenkten Schweizer nicht gleich massenhaft verkaufen würden?

    Oder wie sieht das Geschenk aus, wenn die Swisscom mit dem Marktwert plötzlich abstürtzen würde?

  2. PeterPan sagt:

    Hi Rouge..

    „Meine Rede – Deiner Meinung“!!

    Gruss
    Peter

  3. Sandra sagt:

    ich sag nur eins: ich will sie ^^

    meine ^^

    gebt mir meine drei Aktien *muhahaha* Endlich bin ich die Besitzerin der Swisscom… jawol.. Wer ist die Chefin? *muhahahah* ^^

    *löööl*

  4. PeterPan sagt:

    Hi Sandra..
    ich weiss Du kannst so ziemlich alles gebrauchen. Man lese nur bei Leu nach 😉
    Aber eigentlich schmolle ich noch…
    Gruss
    PeterPan

  5. Sandra sagt:

    warum.. weil du kein schweizer bist?

  6. PeterPan sagt:

    Hi Sandra..
    nöö.. hat sich ja erledigt.. schmolle nimmer 😉
    Gruss
    Peter

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