Der Jahrhundertschnee – Ein Spaziergang in Zürich 2006


 

 Gestern – Sonntag – fuhr ich gegen Mittag vom Skiweekend in Davos nach Zürich zurück. Schon das ganze Wochenende verfolgten wir die Auswirkungen der heftigen Schneefälle in der Nordost-Schweiz. Auch Zürich war betroffen. Innerhalb von 24 Stunden fielen im Kanton Zürich bis zu 40 cm Schnee. In Davos hingegen stürmte es nur ganz oben am Berg. Die Sicht war „grau in grau“. Unten im „Dorf“ war von heftigen Schneefällen nichts zu spüren. Im Gegenteil am Samstag Abend genossen wir die herrliche Nacht von der Schatzalp aus mit Glühwein und Mondschein. Die Schlitteltour nach dem üppigen Mahl sorgte für die gewünschte Bewegung. Dennoch entschlossen sich alle schon gegen Mittag am Sonntag wieder nach Zürich zurück zu fahren.

Erst ab Rapperswil machten sich die Schneefälle der letzten beiden Tage auf der Autobahn bemerkbar. Die rechte Spur war nicht geräumt und der Schnee mittlerweile fest gefahren. Alle fuhren schön gemütlich auf der linken Spur, die geräumt und gesalzt war. Auch bei der Ausfahrt Brunau ging alles gemässigt und flüssig zu. Nur die Schneemenge hatte sich gleichmässig erhöht, je näher man Zürich kam.

Nach nur zwei ein halb Stunden zu Hause angekommen, gestaltete sich die Parkplatzsuche und das Finden eines solchen schwierig.

 

Der Räumdienst hatte nur die Strasse in der Breite eines Fahrzeugs freigemacht. Die Autos waren eingeschneit.

 

Also besorgte ich mir die hauseigene Schneeschaufel und räumte mir ein Stück der „blauen Zone“ frei. Beim Schaufeln schwitzte ich die letzten Reste des Caipirinha`s vom Samstag Morgen (Apré-Ski) aus dem Körper, trug dann anschliessend meine Skisachen in die Wohnung, schnappte mir die Kamera und ging durch den Ort.

 

Die Sonne kam nicht nur durch die Wolken, sondern auch meinem Fotoshooting entgegen.

Am Schulbergl rodelten einige Kinder den Hang hinunter, während die Eltern mit Schneeschaufeln bewaffnet Platz für ihre Fahrzeuge schafften.

 

Von den schwer beladenen Ästen der Bäume fiel der Schnee lawinenartig auf den Boden.

 

Eingeschneite Autos bildeten mit den Schneehaufen eine Einheit.

Auf Parkbänken ruhte sich der Schnee aus.

Und der Räumdienst war pausenlos im Einsatz.

Unterwegs stellte ich fest, dass mittlerweile die öffentlichen Verkehrsmittel wieder ihren Dienst aufgenommen hatten. Also besorgte ich mir ein Ticket und fuhr mit dem Bus zum Farbhof. Von dort aus mit der Tram zum Paradeplatz.

 

Die Bootsstege waren tief verschneit.

Auf dem Dach der leider geschlossenen Bar „Pier 7“ entdeckte ich eine leicht verschneite Deko-Kuh.

Über den Limmatquai ging ich mit der Kamera im Anschlag Richtung Bellevue und zum Zürisee.

Auf dem Brückengeländer beobachtete eine Möwe meine Fotografiererei – und ich beobachtete sie 😉

Über der Limmatstadt lag eine romantische winterliche Abendstimmung. 

Dann überquerte ich die Strasse und ging ein Stück am Zürisee entlang.

Die tief verschneite Seepromenade rahmte ein Gestell ein.

Auf dem Weg zum Bahnhof Stadelhofen entdeckte ich das wohl ungewöhnlichste Parkverbotschild inkl. ziemlich heftiger Parkversuch-Auto-Zerstörungs-Konstruktion, die ich jemals gesehen habe und überlegte mir, ob diese Stangen so das Strassenverkehrsamt abgenommen hat.

Der Bahnhof Stadelhofen – besonders die Dachkonstruktion war nicht das letzte Bild des Abends.

Denn das letzte Bild widme ich dem Räumdienst der Stadt Zürich für ihren unermüdlichen Einsatz.

Zuhause angekommen, kochte ich mir erst mal einen heissen Tee, wickelte mich in meine Decke ein und ging zur Lieblingsbeschäftigung einer Sofatomate über.

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3 Responses to Der Jahrhundertschnee – Ein Spaziergang in Zürich 2006

  1. rouge sagt:

    hat wirklich ein bisschen geschneit, bei euch 😉

  2. PeterPan sagt:

    Hi Rouge..
    stümmt. Mal sehen wie lange der Schnee liegen bleibt.
    Wie sieht es bei Dir aus?
    Gruss
    Peter

  3. […] bitte bleibt die Klimaerwärmung! Die Bilder stammt übrigens vom März 2006 – ich betone MÄRZ! Gut, es schneite damals 40 cm in 24 Stunden in Zürich und es werden “nur […]

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