Restaurant Die Waid – Mit dem Service nicht weit her

12. März 2006

Manchmal denke ich, dass schlechter Service im Dienstleistungsbereich personenabhäng ist. Und das ist auch in der Mehrzahl der Fälle, z.B. bei Besuchen von Restaurants und Cafés, so. In der überwiegenden Mehrzahl der Besuche bin ich auch mit dem Service höchst zufrieden. Deshalb habe ich lange überlegt, ob ich auch mal über ein negatives Beispiel schreibe. Das heutige Erlebnis ist prädestiniert für erhöhten Nachholbedarf in einem bestimmten Lokal. 

Das Restaurant „Die Waid“ ist von der Lage her mit dem wunderschönen Blick über die Stadt Zürich, den Zürisee und die verschneiten Alpen im Hintergrund eines der am besten gelegenen Lokalen. Im April 2004 wurde das Restaurant frisch renoviert neu eröffnet. Brannte dann aber nach nur wenigen Wochen komplett ab (Juni 2004). Mit einem Provisorium – einem Zelt – nahm man Ende Juli 2004 erneut den Betrieb auf. In dieser Zeit – im Sommer 2004 – war ich viele Male dort und genoss die Aussicht und das gute Essen. Die Service-Crew war nett, zuvorkommend und freundlich.

Aussicht über die Stadt Zürich

Der 1. Aussetzer
Ein Jahr später – im Juli 2005 – eröffnete das Restaurant „Die Waid“ erneut und ich traf mich wenig später mit einem guten Freund dort zum Essen. Obwohl wir reserviert hatten, wurden wir nicht wie erwartet an der Fensterreihe platziert, sondern direkt neben dem Durchgang zur Toilette. Das Essen war sehr gut, aber zu teuer, wenn man dann bedenkt, dass die Bedienungen uns nach dem Essen einfach vergessen hatten. Wir wurden nicht mal mehr gefragt, ob wir einen Kaffee oder gar noch ein Getränk wünschen würden. Für das Servicepersonal waren wir schlichtweg nach dem Essen nicht mehr vorhanden. Viel schlimmer noch: Ab 11 Uhr wurden freudig Tische und Stühle um uns herum gerückt. Mit einer herrlichen Lautstärke – man konnte sich nicht mehr unterhalten. Mein Kollege ist eigenlich ein sehr ruhiger und gelassener Zeitgenosse. Aber das Tischerücken bewog ihn dann dazu aufzustehen, an die Rezeption zu gehen und sich massiv beim diensthabenden Oberservicemanager lautstark zu beschweren. Wir zahlten und gingen mit dem Vorsatz „Die sehen uns nicht mehr!“

Der 2. Aussetzer
Im Herbst letzten Jahres – etwa Oktober 2005 – hatte ich Besuch aus dem „grossen Kanton“. Ich dachte mir „Es wäre doch eine gute Idee es mal wieder mit „Der Waid“ zu versuchen…“. Ich rief beim Restaurant „Die Waid“ an. Bevor ich auch nur ein Wort sagen konnte, teilte mir die Stimme am Telefon sofort mit, dass alles ausgebucht sei. Dann fragte ich die Dame, ob sie nicht wissen möchte, wann ich denn überhaupt planen das Restaurant zu besuchen. Die Dame war verwirrt und meinte nur kurz „Nein“. Nach der Zeitangabe bekam ich dann doch noch einen Tisch.
Ich reservierte einen Tisch mit Aussicht – also an der Fensterreihe und begab mich zur vereinbarten Stunde gut gelaunt zum Restaurant. Ich ging in das Restaurant und wurde sofort von einem Servicemenschen darauf hingewiesen, dass alles ausgebucht sei. Darauf entgegnete ich „Das kann ja sein, aber ich hab` einen Tisch für mich reserviert.“ Der Servicemensch sah im Büchlein an der Theke nach, suchte meinen Namen und meinte, dass der Tisch noch besetzt sei – ich solle in der Launch platznehmen. Das tat ich dann. Mein Freund kam etwas später mit Begleitung und setzte sich zu mir. Ich erzählte von meiner ersten Erfahrung und von der Telefonaktion und wir lachten gemeinsam. Dann wurden wir an den Tisch geleitet, setzten uns und bestellten unser Mahl, sowie die Getränke. Aber siehe da, die Teller waren leer, die Gläser auch, trotzdem fragte uns keiner der Bedienungen, ob wir noch etwas zu uns nehmen wöllten. Nach angemessener Wartezeit stand ich auf und bat eine der Damen doch bitte die Rechnung zu bringen.

Der letzte Aussetzer
Mein Bruder Mike ist dieses Wochenende zu Besuch. Heute – am Sonntag Nachmittag gegen 16:30 Uhr – fuhr ich erneut, ein halbes Jahr später, zum Restaurant „Die Waid“. Das Wetter war aprilmässig wechselhaft, ab und zu kam die Sonne durch. Deshalb war die Aussicht über das teils verschneite Zürich ganz hübsch anzusehen. Wir betraten das Restaurant und wandten und nach rechts in den beiz-ähnlichen Bereich und gingen eben nicht in den Restaurationsbereich auf der linken Seite.

Hinweisschild Restaurant Die Waid Zürich

Auf einem Schild stand mit grossen Lettern „Ab 17:30 Uhr Tische am Fenster reserviert„. Es war 10 Minuten vor 17 Uhr. Ein Tisch am Fenster war im beiz-bereich gerade frei geworden. Eine Serviertochter putzte den blanken ungedeckten Holztisch mit einem Lappen, wir setzten uns zwischenzeitlich. Die Dame kam wieder zurück mit einem Reservationstäfelchen in der Hand und teilte uns mit, dass ab 17:30 Uhr der Tisch bereits reserviert sei. Ich sah auf die Uhr, las 5 vor 5 ab und entgegnete, dass ich das Schild gelesen hätte und ob wir gleich wieder gehen sollten? Sie hatte offensichtlich den Tisch frisch sauber gemacht und wollte diesen 40 Minuten vor „Reservationszeit“ für jeglichen Verkehr sperren. Ich sagte ihr, dass wir nicht schmutzen würden und nur kurz einen Kaffee trinken wollten. Daraufhin nahm sie auch die Bestellung von meinem Bruder auf und liess von uns ab. Als sie den Kaffee auf den Tisch stellte, bezahlte ich sofort, um dann nicht warten zu müssen und um das Lokal nach dem Kaffee sofort wieder zu verlassen. Auch hatte ich genug von dem Laden und schwor mir, dass ich das letzte Mal in dieser Servicewüste aufkreuzen würde. Offensichtlich handelt es sich bei der Unfreundlichkeit des Personals nicht um ein personenbezogenes Defizit, sondern um chronisches Managementproblem. 

Übrigens: Die Gegend oberhalb des Restaurantes ist traumhaft schön. (Bilder von Michael Sengers). Man könnte es ja auch mal im Jägerhaus probieren.

Das extrem positive Beispiel am gleichen Abend:
Anschliessend fuhren wir noch ins Niederdörfli und besuchten die Weinschenke im Hotel Hirschen am Hirschenplatz. Das Ambiente ist sehr schön – helles Kellergewölbe. Der Wein war vorzüglich und die angebotene Linsensuppe sehr fein. Der Service der beiden Herren war zuvorkommend und aufmerksam. Das Lokal kann ich jederzeit empfehlen!


Was hinter so manchem Pressebildern steckt

12. März 2006

Heute -Samstag – stand ein Besuch auf der WOHGA in Zug und dort u.A. ein Fotoshooting auf dem Messestand der Nussbaumer Elektro AG an.

Pressebilder

Was man nicht alles tut, um ein schönes Pressebild zu bekommen.

Pressebilder

Ja, ich gebe zu, dass wir mit dem „Lollitrick“ arbeiten. Nein, bei dem Pressebild dreht es sich nicht um mich. 😉

Pressebilder

Sondern um das hüsche Nachwuchsmodell Lisa und die kinderleichte Bedienung der Gebäudetechnik im Wohnbau – auch „Intelligentes Wohnen“ genannt. Das Pressebild ist doch schön geworden, oder?