Das Paradies der Kuscheltiere liegt in Mettmenstetten

17. März 2006

.. aber wie lange noch? Am letzten Samstag plante ich mit meinem Bruder einen Besuch der Wohga in Zug. Auf dem Weg dorthin führen wir durch Mettmenstetten. Eine Kollegin hatte mir erzählt: „Wenn Du mal in Mettmenstetten bist, dann musst Du Dir den Plüschtierzoo ansehen“. Also hielt ich die Augen offen und suchte die „grosse Schüür“. Und tatsächlich bei der „scharfen Kurve“ links abbiegen.

Gleich rechts ist eine grosse Scheune – und davor stehen und sitzen in Körben und Regalen an die Mauer gelehnt unzählige Plüschtiere. Stubenreine Hündchen sauber im Regal sortiert.

Schnell das Auto geparkt und als wir die Tür öffneten, empfing uns der „Amena Plüschtierzoo“. Jede Grösse und jedes Tier findet man dort zum Knuddeln und zum Kaufen.

Sogar ein ganzer Stall mit (fast) echtem Schweizer Fleckvieh findet man fein säuberlich dort.

Eine Schweizer Errungenschaft: Der Berner Sennerhund mit original Schnapsfass. Daneben ein Plüsch-Kampfhund ohne Maulkorbzwang.

Puppen und Plüschtiere im Amena Plüsch Zoo soweit das Auge reicht.

Eine ganze Löwenfamilie sitzt friedlich am Fenster.

Nette graue Elefanten in allen Grössen gibt’s auch.

Ich hab den Wolpertinger gefunden! Und das in der Schweiz – nicht zu fassen.

Sogar eine echte Karrieresau versteckt sich verwirrt drein schauend zwischen den zahmen Viechern.

Nachdem ich mich für einen kleinen Bären für Mama-Pan und einen Plüsch-Skorpion entschieden hatte, bot uns Frau Meng einen sehr guten Kaffee an. Wir setzten uns an den gemütlichen, rustikalen Tisch und als mal etwas weniger an der Kasse davor los war, kamen wir ins Gespräch – ins „Pläuderlen“. Wie lange denn der Zoo schon existieren würde. Herr Meng meinte 13 – Frau Meng betonte 14 Jahre. Davor hätte man Lederhandtaschen produziert und verkauft. Nun wären beide schon über 70 Jahre alt (was man keinem der beiden ansieht) und man denke ernsthaft über eine Aufgabe des Geschäftes und über den wohlverdienten Ruhestand nach. Die „grosse Schüür“ möchte man verkaufen, denn man hätte viel zu wenig Zeit für die eigenen Wünsche und Träume. Ausserdem hätte man so ein schönes Haus gleich nebenan. Herr Meng winkte uns und zeigte uns die liebevoll restaurierten Räumlichkeiten der ehemaligen Dorfbeiz, was mein Bruder und ich als wirkliche Ehre empfanden.

Aber wie lange die beiden Hüter des Plüschtier Zoo`s noch den hübschen gemütlichen Laden haben werden, ist offen. Beide wünschen sich mal etwas mehr Ruhe und wollen einfach spontan Urlaub machen. Denn auch die Pflege eines Plüschtier-Zoo`s verlangt viel Zeit. Für das Bild leistete ich mit Herrn Meng starke Überzeugungsarbeit; denn Frau Meng lässt sich äusserst selten (wenn überhaupt) ablichten.

Somit sollte man sich beeilen, wenn man den wirklich beeindruckenden Amena Plüschtier-Zoo noch erleben möchte. Aber bitte nicht zu viele der kleinen und grossen possierlichen Plüschtiere mitnehmen; denn es gibt sicher noch genug kleine und grosse Kinder, die sich an der Vielfalt erfreuen möchten ;-). Der Plüschtier-Zoo in Mettmenstetten ist wirklich einen Stopp wert. Und ich wünsche den beiden noch viele gesunde Jahre und viel Spass mit den knuddeligen Tieren. Ich schaue sicherlich wieder bei den beiden auf einen Kaffee vorbei. Und ich kann mich sicherlich nicht zurück halten eines der Knuddeltiere mit zu nehmen; denn keiner der Kunden ging je mit leeren Händen aus der „grossen Schüür“. Der Zoo ist übrigens unter der Woche (Dienstag bis Freitag) von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 13.30 bis 18.30 Uhr, sowie am Samstag durchgehend von 9 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Füttern der Tiere leider verboten 😉