Singapore – Sentosa-Island und Night-Safari im Zoo

3. November 2006

Gegen 9 Uhr kamen Chris und Beat zu uns auf das Zimmer und wir fuhren mit dem Lift in den Ballroom zum Frühstücken. Der Ballroom war ein fensterloser Raum mit Teppich ausgelegt, an den Wänden grossflächige Spiegel und indirekte schummrige Beleuchtung. Ein Ballroom sieht in meiner Vorstellung etwas anders aus. An runden Tischen fanden 8 Personen Platz. Wir meldeten uns an der Rezeption an. Ich sah im Flur eine Espressomaschine, nahm eine Tasse und drückte auf den Knopf. Während der Kaffee in die Tasse lief, schaute ich mich um. Komisch, ausser mir stand niemand an der Maschine an. Dann merkte ich, dass diese Kaffeemaschine nicht für das Frühstücksbuffet gedacht war, sondern für Seminarteilnehmer, deren Räume auf der gegenüberliegenden Seite des „Ballrooms“ lagen. Ich schnappte mir in aller Ruhe noch Milch und Zucker und ging grinsend in den Ballroom zurück. Mike, Chris und Beat hatten sich schon einen Tisch reserviert.

Quer im Raum stand das englische Buffet angerichtet: Speck, Eier, Bohnen, der obligatorische Durchlauftoaster, Croissants, Gemüsemischmasch, Orangensaft, Müsli. Ich belud meinen Teller mit Croissants, Butter, Marmelade und einem Ei und setze mich. Das Ambiente in dem Ballroom erinnerte mich an das Hotel in Malta. Auch schienen die selben Personen darin zu sitzen. Nur die Bedienungen waren Asiaten und an den Tischen sassen Inder. Mike hatte da noch ein nettes Erlebnis mit einem Inder. Er stand bei den Eiern an und wartete bis die Dame vor ihm eines genommen hatte. Als er das Besteck in die Hand nahm, drängte sich ein etwa 25-jähriger Inder vor ihn, sagte kurz „Excuse me“ und bediente sich an den Eiern. Tja, andere Länder, andere Sitten. Später am Lift dann das gleiche Spiel. Alle stellten sich an und warteten. Der Excuse-Me-Inder drängelte sich vorbei, als sich die Lifttür öffnete.

Singapore – Little India

Singapore – Little India. Blick auf das New Park Hotel

Nach dem Frühstück sammelten wir uns im Hotelzimmer von Mike und mir und Chris erzählte uns die Tagesplanung. Zuerst auf die Freizeitpark-Insel „Sentosa“ und am Abend stand uns eine „Nicht Safari“ im Zoo von Singapore bevor. Kurz vor Mittag verliessen wir das „New Park Hotel“ und gingen die Kitchener Road entlang zur MRT (Mass Rappid Transit) Station „Farrer-Road“. Wir lösten je ein Ticket mit Ziel „Habor Bay“. Nach weniger als 10 Minuten kamen wir dort an und liessen uns von den Wegweisern zum Bustransit zur „Sentosa“-Insel leiten. Die Monorail-Bahn war noch nicht ganz fertig gestellt. Somit bestiegen wir den Bus zum „Sentosa-Arrival-Center“. Beim Aussteigen bekam jeder eine Broschüre mit Spezialangeboten für die im Freizeitpark vorhandenen „Attraktionen und Aktivitäten“. „Butterfly-Park&Insect Kingdom“, „The Merilion“ Symbol von Singapore, „Images of Singapore“ (Berühmtheiten&Informationen zur Geschichte), „Sentosa Luge“, „Skybar“ (Sponsored by Carlsberg), Delphinarium etc. pepe. Wir entschieden uns für die kleinste Tour: Ein Tagesbusticket für 3 S-Dollar und später wollten wir mit dem CableCar (Seilbahn verbindet Sentosa-Island mit Singapore) zurückfahren.

Singapore – Mike, Chris und Beat am Ticketschalter der U-Bahn (MRT)

Singapore – Eingangshalle U-Bahn (MRT)

Singapore – U-Bahn (MRT)

Singapore – Im Shuttlebus zur Insel Sentosa

Busticket gelöst und noch kurz gefragt, welcher Bus zum CableCar fährt: Die „blaue Linie“. Wir stiegen in den nächstbesten Bus ein (Rote Linie) und landeten in der „Dolphin Lagoon“. Das Delphinarium liessen wir links liegen und wanderten am „Palawan-Beach“ entlang. Dort befand sich eine Seilhängbrücke, die zu Aussichtstürmen führte, welche sofort erkundet werden mussten. Von der Insel aus bzw. von den Aussichttürmen hat man normalerweise einen schönen Blick auf eine der meist befahrenen Seestrassen – Malacca – genannt. Hier überfallen immer noch Piraten die vorbeifahrenden Schiffe. Die Sonne schien zwar, aber der in der Luft befindliche Rauch von den Flächenrodungen liess nur eine Sicht von wenigen Kilometern zu. Trotzdem erkannte man einige grössere Containerschiffe und Versorgungsdampfer, die vor Anker lagen. Zwischen den grossen Schiffen fuhren kleinere, wendige Boote, bei welchen es sich wahrscheinlich um Fähren oder Ausflugsboote handelte.

Singapore – Sentosa Island. Am Silosa Beach

Singapore – Sentosa Island. Beat, Chris und Mike bei einer Zigarettenpause am Silosa Beach

Singapore – Sentosa Island.­ Beat und Chris am Aussichtsturm am Silosa Beach

Nach ein paar Fotos und einer scharfen Beurteilung der vorherrschenden Elektroinstallation überquerten wir die Seilhängebrücke zurück zum Strand. Das Wasser in der bucht lud uns nicht unbedingt zum Baden ein, auch wenn wir eine Abkühlung gebraucht hätten. Aber die Wasserqualität und die fehlenden Badesachen standen als negative Punkte zur Diskussion an. Wir beschlossen in ein Strandrestaurant bzw. uns davor zu setzen, um uns eine Erfrischung zu besorgen. Kaffee und Cola, sowie die ein oder andere Zigarette war genau das Richtige in dieser Situation. Auf der Terasse setzten wir uns an einen für Raucher reservierten Tisch und bestellten genau das vorher Genannte.

Singapore – Sentosa Island. Elektroinstallation Silosa Beach

Singapore – Sentosa Island.­ Mike vor der Hängebrücke am Silosa Beach

Singapore – Sentosa Island. Mike und Chris im Restaurant „Club Islander“ Silosa Beach

Singapore – Sentosa Island

Wir genossen das Ambiente, beobachteten Badende oder Vorbeispazierende für etwa eine Stunde. Dann beschlossen wir irgendwie zum CableCar zu gelangen. An der bushaltestelle angekommen, beobachteten wir in einem Tümpel ein paar Wasserschildkröten. Dann bestiegen wir den Bus – wie sich sofort herausstellte – den Falschen! Es war „der Gelbe“ und wir hätten auf „den Blauen“ warten sollen. Somit bekamen wir eine Ehrenrunde im gelben Bus. Ich fragte den Busfahrer, ob man irgendwie umsteigen könne. Leider nicht. So fuhren wir zurück zum Arrival-Center und stiegen dort in „den Blauen“ um. Schliesslich trafen wir doch noch an der Haltestelle in der Nähe des „CableCar“ ein. Aber wo ist den nun der Ticket-Shop? Gleich zwei Ticket-Shops – einer links – einer rechts – von der Strasse. Keiner der beiden Shops war für den CableCar zuständig. Dann versuchten wir es im Souvenir-Laden an der Kasse: Fehlanzeige. Eine Treppe links vom Shop führte zum Eingang der Standseilbahn, aber wo bekommt man die Tickets her? Ein Aschenbecher lud zur Zigaretten- und Suchpause ein. Beim Rauchen entdeckte Chris den Ticketschalter in der Ecke zum Eingang der Standseilbahn versteckt.

Singapore – Sentosa Island.­ Blick über den Hafen in Singapore vom CableCar (Standseilbahn) aus

Singapore – Sentosa Island.­ Blick über den Hafen in Singapore vom CableCar (Standseilbahn) aus

Pro Person berappten wir 11 Singapore-Dollar für die einfache Fahrt. Wir bestiegen die Gondel made in Switzerland (Olten). Chris wurde es etwas mulmig, als wir über den Hafen fuhren. Kurz dachte er über die möglichen Folgen eines Absturzes nach. Wir verliessen beim Hochhaus auf der Stadtseite die Gondel und fuhren mit dem Lift nach unten. Natürlich befand sich dort ein Einkaufszentrum. Dieses durchquerten wir immer auf die Wegweiser „MRT“ achtend. Tickets für die Rückfahrt gelöst und ohne Umsteigen düste die U-Bahn zurück zur „Farrer-Station“. Die Luft war heiss und schwül. Deshalb besuchten wir auf dem Weg zum Hotel noch das Einkaufzentrum in „Little India“. Chris kaufte sich einen Akku-Rasierer von Braun für 14,50 Singapore-Dollar. Anschliessend sahen wir uns die grosse Armbanduhrenauswahl an, welche in Glasvitrinen ausgestellt war. Von Rado bis Seiko ist alles vertreten, was das Sammlerherz gegeistert. Mike und Chris liessen sich die Esprit-Uhren zeigen. Preise zwischen 80 und 140 Singapore-Dollar. Beide behielten sich einen Kauf auf der Rückreise offen. Anschliessend schlenderten wir durch das Einkaufszentrum zurück zum Hotel. Gegen 15 Uhr im Hotelzimmer angekommen, ruhten wir uns erst mal etwas aus. Erst um 18 Uhr würden wir zur „Night Safari“ abgeholt. Wir schliefen sofort ein.

Singapore – Sentosa Island.­ Beat und Chris im CableCar (Standseilbahn)

Singapore – New Park Hotel. Blick auf den gekühlten Hotelpool

Singapore – Night Safari.­ Sammelpunkt vor der Abfahrt

Singapore – Night Safari.­ Bustransfer zum Zoo

Mike war vor mich wach. Wir hatten noch etwas Zeit um uns frisch zu machen. Nacheinander trafen auch Chris und Beat bei uns im Zimmer ein. Kurz vor 18 Uhr verliessen wir das Hotelzimmer und fuhren mit dem Lift in die Lobby. Vor dem Hotel wartete schon der Transferbus, der uns klimatisiert quer durch Singapore zu einem anderen Hotel fuhr. Dort war der Sammelplatz. Dort sortierten die Reiseleiter die Touris nach Zielort aus. Auch wir erhielten einen Sticker auf die Brust und einen Bus zugewiesen. Während der Fahrt erzählte der Reiseleiter ein paar Stories über das Leben in Singapore und die Sehenswürdigkeiten. Auch wurden wir über den Ablauf des Abends aufgeklärt und das was noch kommen sollte. Wir entstiegen dem Bus und wurden zur Bahnstation geleitet.

Singapore – Night Safari.­ Eintrittsbe­reich Zoo Singapore

Singapore – Night Safari. Abfahrt zur Night Safari

Singapore – Night Safari. Fire Show

Singapore – Night Safari. Chris nach dem Safari Burger

Singapore – Night Safari. Mike hält Ausschau nach Tiger

Singapore – Night Safari.

Singapore – Night Safari.­ Andenkenladen

Singapore – Night Safari. Chris und Beat beobachten die Fire Show

Singapore – Night Safari. Beat, Chris und Mike bei einer Zigarettenpause

Singapore – New Park Hotel. Mike liest meine Aufzeichnungen

Wir standen schön brav an und schliesslich setzten wir uns auf einen der Sitze. Dann fuhren wir los – zusammen mit weiteren etwa 50 Personen in der offenen „Tram“. Die Reiseleiterin erzählte etwas über die Lebensweise der verschiedenen Tiere. Scheinbar war gerade Fütterung und so hielten sich viele Tiere entlang der Tramroute auf. Trotz Fotografierverbot mit Blitz konnten einige wenige Mitfahrer es nicht lassen trotzdem zu fotografieren. Tiger und Elefanten, Wildschweine und Hyänen – all das sehen sich täglich über 3000 Night-Safari-Gäste an. Tierjagd macht hungrig. Daher genehmigten wir uns zum Abschluss einen BongoBurger. Während des Essens beobachteten wir noch die Vorführung einer Feuertanztruppe. Dann gegen 22 Uhr fuhr uns der Bus zurück zum Hotel.