Singapore – Abflug am Nachmittag und erster Abend in Kuta auf Bali

4. November 2006

Da wir am Abend zuvor bereits um 23 Uhr zu Bett gegangen waren, standen wir relativ früh auf der Matte. Schon um 8 Uhr versammelten wir uns um den Frühstückstisch im Ballroom des „New Park Hotels“. Das Frühstück nahm sich „very British“ aus. Zum Lichtfest nach „Little India“ reisten offensichtlich noch mehr Inder an, als sonst üblich. Der Frühstücksraum war deshalb schon um diese Zeit gut gefüllt. Der dicke Koch mit dem riesigen Messer im Gürtel stampfte mehrmals an uns verschiedene Tabletts balancierend vorbei. Nach dem Frühstück packten wir unsere Koffer fertig, fuhren mit dem Lift zur Rezeption, checkten somit aus und deponierten die Koffer an der Rezeption. Wir hatten vor nochmals etwas im Stadtteil „Little India“ herumzuwandern.

Singapore – New Park Hotel.­ Very British dieser Frühstücksraum (Ball Room)

Singapore – Little India. Chinesisches Porzellan

Singapore – Little India. Restaurant

So verliessen wir das Hotel und gingen direkt durch das dem Hotel angeschlossene Einkaufzentrum. Schauten uns noch etwas die Elektrogeräte und sonstigen Dinge an. Dann wanderten wir durch die Arcaden die Strassen entlang. Die Geschäfte und Lokale sind klein und vielfältig. Dann erreichten wir ein grösseres Einkaufzentrum „Mustafa Shopping Mall“. Chris und Beat blieben vor der Tür und rauchten eine. Mike und ich betraten das klimatisierte Kaufhaus. Vorher band ein Security unsere Taschen mit Kabelbindern zu. Ich benötigte für Bali noch Strandschuhe und prompt fand ich im Erdgeschoss am Ende der Rolltreppe welche auf einem Gruschtisch für 19 Singapore-Dollar (10 Euro). Mike stöberte in der Sportabteilung herum und fand eine Gürteltasche von Adidas. Sicherlich keine originale, aber dafür günstig. Umgerechnet 12 Euro. Wir schlenderten durch die Etagen und schauten uns die Auslagen an. Es gab alles zu kaufen, was man sich wünschte – sogar Medikamente frei ab Theke – Aspirin? Gegen 13 Uhr hatten wir unseren Rundgang beendet und liefen noch etwas in den Strassen von „Little India“ herum.

Singapore – Little India.­ Telekommunikationsverteilung

Singapore – Little India.­ Hausanschluss

Singapore – Little India. Waschtag in der Rochor Channel Road

Singapore – Little India. Jin Besar Road.

Singapore – Little India. Electronic Shopping Mall.

Hinter einer Shopping-Mall an einem Parkplatz fanden wir einen Aschenbecher. Von dort aus beobachteten wir die Arbeitsweise einer Poliertruppe. Einer schaufelte in einen Jutesack den Sand hinein. Ein anderer hob den Sack auf den ersten auf einem wackeligen Gerüst stehenden. Der schwang den Sack zum nächsten über ihn auf dem Gerüst hockenden. Dieser reichte den Sack einem anderen in der 1. Etage und ein weiterer Kerl schüttete den Sand aus und warf den Sack wieder hinunter zum ersten Schaufler. Wo bei uns sofort durch ein Förderband 3 Leute eingespart werden, beschäftigt man hier 5 Personen. Wir wanderten anschliessend weiter zur Rochor Channel Road und überquerten diese. Die Ampeln zeigen während der Grünphase an, wie lange noch grün sein wird. Aus den Fenstern des Ronchor Centers hingen massenhaft Klamotten. Scheinbar herrschte Waschtag. Dann betraten wir eine Shopping-Mall, welche nur für Elektronik-Geräte gedacht war. Digitalkameras, Videokameras, MP3-Player, Laptops etc. pepe. in riesiger Auswahl auf 5 Etagen.

Singapore – Little India. Sri Veerama Kaliamman Temple.

Singapore – Little India.­ Arbeitssicherheit?

Nach der grossen Elektronik-Shopping-Mall schlenderten wir langsam wieder zurück zum Hotel. Wir kamen an einem Hindu-Tempel vorbei und ich fragte Chris, ob man den auch als Touri einfach mal so ansehen kann. Das schien möglich. So zogen wir unsere Schuhe am Eingang aus und sahen uns den „Sri Veerama Kaliamman Temple“ an. Anschliessend beobachteten wir noch zwei Fassadenmaler bei der Arbeit. Scheinbar wird die persönliche Sicherheit hier nicht so ernst genommen; denn einer der Beiden kletterte auf einen Plastikhocker um auf das Dach zu gelangen. Im Hotel angekommen, liehen wir uns Handtücher für den Pool aus. Die beiden Bediensteten waren so was von nett und extrem warm. 🙂 Dafür war der Pool gekühlt. Die letzten Stunden bis wir zum Flughafen abgeholt werden, würden wir hier verbringen. Leider durchkreuzte ein Gewitter mit heftigen Winden unseren Plan.

Singapore – New Park Hotel. Mike,­ Beat und Chris am Pool am Abreisetag.

Singapore – New Park Hotel. Mike,­ Beat und Chris am Pool am Abreisetag. Noch 5 Minuten bis zum Unwetter

Singapore – New Park Hotel. Mike,­ Beat und Chris am Pool am Abreisetag. Noch 1 Minute bis zum Unwetter.

Singapore – New Park Hotel. Mike,­ Beat und Chris am Pool am Abreisetag. Flucht vor dem Unwetter.

Singapore – New Park Hotel. Mike,­ Beat und Chris am Pool am Abreisetag. Flucht vor dem Unwetter.

Im Gegensatz zu Beat, Chris und Mike hatte ich das Unwetter erahnt und mich angezogen, sowie einen Kaffee bestellt. Dann schrieb ich an meinem Tagebuch weiter und legte die Digitalkamera zurecht, um nach wenigen Minuten die Flucht der Freunde zu dokumentieren. Ein erster Windstoss war ein trockenes Palmenblatt direkt neben Mike auf den Boden. Als es dann heftig zu regnen begann waren auch die drei Freunde überzeugt in den sicheren Bereich der Hotelveranda zu flüchten, in deren Schutz sie sich dann anzogen. Wir gaben die Handtücher ab und gingen hinunter zur Rezeption, um ein Taxi zum Airport Changi zu ordern. Wir liessen uns unsere Koffer aushändigen und bestiegen das Taxi. Der Taxifahrer fuhr uns durch den dichten Verkehr rasant zum Airport und erzählte uns ein paar Eigenheiten des Taxifahrerlebens in Singapore. Allerdings stellten wir fest, dass das Lenkradspiel eine halbe Umdrehung betragen musste und der Querlenker der Radaufhängung schepperte. Direkt vor dem Abfertigungsgebäudes der „Garuda Airline“ liess er uns aussteigen.

Singapore – Changi Airport.­ Eingangshalle vor dem Checkin.

Singapore – Changi Airport. Der Tower.

Singapore – Changi Airport. Unser Flieger nach Bali.

Singapore – Changi Airport. Kaufwütige Russen am Gate.

Wir checkten unser Gepäck am Schalter der „Garuda Airline“ ein und begaben uns in den Immigrations-Bereich. Dort wurden unsere Visas gestempelt. Dann ging es weiter in den Durchleuchtungsbereich – wieder einmal. Im Transitbereich besorgten wir uns erst mal Zigaretten (Stange für 19 Singapore-Dollar). Dann begaben wir uns zum Terminal 2 an das Gate 32; denn unser Flug würde um 17:55 starten. Wir hatten noch Zeit für einen Kaffee bzw. Cola. Dann checkten wir ins Gate ein und suchten uns Sitzplätze. Gegenüber sass der Trupp Russen, die wir schon beim CableCar auf Senstosa-Island gesehen hatten. Die Herrschaften hatten in Singapore kräftig eingekauft und präsentierten sich gegenseitig die neuesten Errungenschaften. Dann bestiegen wir den Flieger der Garuda Airline.

Singapore – Chaos beim Einstieg in den Flieger.

Bali -­ Ankunft am Ngurah Rai International Airport.

Während des Fluges nach Bali bekamen wir noch ein Abendessen offeriert. Neben mir sass ein Pärchen aus China? Das Mädchen war zierlich – dafür der Typ umso fetter. Mike erzählte mir, dass scheinbar in China die Mädels stämmige Sumoringer-Typen lieben. Während ich das Besteck auspackte, hatte der Kerl bereits seine Portion schmatzend herunter geschlungen. Während ich das erste Stück in den Mund schob, tauschten der Typ und seine Freundin die Portionen aus. Dann begann das Geschmatze erneut. Nach dem Essen packte der Kerl seine Playstation2 aus und zeigte der am Fenster sitzenden jungen Dame irgendwelche Bilder. Ich dachte schon er würde sie dabei erdrücken. Der Flug dauerte nicht ganz drei Stunden. Die kleine Maschine setzte hart auf der Landebahn des Ngurah Rai International Airport auf. Die Maschine schlingerte und man hörte die Bremsen quietschen. Eine Gangway wurde herbei gefahren und endlich durften wir aussteigen. Mit zwei Bussen wurden wir quer über das Flugfeld zum Airportgebäude gefahren. Im Flughafengebäude angekommen füllten wir ein Visa aus und durchliefen vier Stationen. Ein Beamter sah sich das Visa an, nahm 25 US-Dollar in Empfang. Ein weiterer stempelte das Visa. Ein weiterer riss das Visa ab. Und die letzte Station war nochmals eine Kontrolle von Pass und Visareststück. Dann standen wir um das Gepäckband und schliesslich nahmen wir unsere Koffer in Empfang. Sofort wurden wir von „Transport-Transport“-Herrschaften umringt. Wir fuhren aber unsere Koffer selbst aus dem Gebäude. Draussen auf der rechten Seite befand sich ein Taxi-Schalter. Dort löhnte ich erst mal 45 000 Rp. für die Fahrt zum Hotel. Der Taxifahrer meinte aber dann, dass für vier Personen samt Gepäck 2x 45 000 Rp. fällig wären. So teilten wir uns auf die zwei Taxi auf und fuhren aus dem Flughafengelände nach Kuta. Der Verkehr war heftig und es ging in Kuta nur mit Stop-and-Go voran. So konnten wir uns einen ersten Eindruck von Kuta bei Nacht machen. Nach 20 Minuten erreichten wir das „Aneka Beach Hotel“ direkt an der Uferstrasse von Kuta Beach. Das war gegen 21:30 Uhr. Die Checkin-Formalitäten erledigte Chris und diese brachten wir schnell hinter uns. Wir bezogen unsere Zimmer: Beat 504, Mike und ich 505 und Chris 506. 

Bali – Hard Rock Cafe Kuta. Chris vor seinem Burger.

Bali – Hard Rock Cafe Kuta. Beat vor seinem Burger.

Bali – Hard Rock Cafe Kuta. Mike vor seinem Sandwich.

Bali – Hard Rock Cafe Kuta. Peter vor seinem Sandwich.

Bali – Hard Rock Cafe Kuta. Chris beisst herzhaft in das Sandwich.

Bali – Hard Rock Cafe Kuta. 13. Geburtstag Hardrock Cafe Kuta.

Bali – Hard Rock Cafe Kuta.­ Geburtstagsparty im Tanztempel

Jeder rauchte erst eine Zigarette auf dem Balkon. Dann vereinbarten wir zum nahen „Hard Rock Cafe“ zu gehen. An dem Lokal waren wir mit dem Taxi vorbei gefahren. So schlenderten wir entgegen der Fahrtrichtung auf dem Bürgersteig zum „Hard Rock Cafe“. Vorher mussten wir aber noch einen Geldautomaten suchen. Diesen fanden wir auch gleich ums Eck beim „Starbucks“. Auf einen Schlag war jeder von uns Millionär geworden. 1 Euro entspricht 11 000 Rp. (Rupia). Somit zogen wir 1 000 000 Rp., was nicht mal 100 Euro entspricht. Mit prall gefüllten Geldbeuteln gingen wir die wenigen Meter zum „Hard Rock Cafe“ zurück. An der Aussentreppe wurden wir von einem Servicemenschen empfangen und gefragt, ob wir nur was trinken oder auch etwas essen wollen. Wir hatten Hunger und liessen uns auf die Terrasse im ersten Stock einen Tisch geben. Dann bestellten wir jeder das Clubsandwich und ein grosses San Miguel. Es dauerte nur wenige Minuten und die Mahlzeit stand vor uns. Dann stiessen wir auf unseren Urlaub an und liessen es uns schmecken. Nach dem Essen schauten wir noch für etwa eine halbe Stunde ins Innere des „Hard Rock Cafe`s“. An diesem Tag feierte das Lokal seinen 13. Geburtstag. Mit Live-Bands und DJ-Sets liess man es krachen. Chris und Beat verabschiedeten sich gegen Mitternacht. Mike und ich blieben noch auf ein Bier. Gegen halb Zwei hatten auch wir genug und schlenderten zurück zum Hotel. Müde fielen wir ins Bett.