Australien verbietet Glühbirnen

21. Februar 2007

Eieiei.. Ist die Meldung nun eine vorgezogener 1. April-Scherz, haben die Politiker in Deutschland momentan nichts zu tun, oder geht es um ein weiteres Kapitel zum Thema „Volksverdummung“?

„Aber Peter! Beim Thema Licht kann man doch wahnsinnig Energiesparen!“ werden Sie jetzt sicher sagen. „Ja, man kann – muss aber nicht“.

Die „Berliner Morgenpost“ meldet:

Elektro-Branche für Glühbirnen-Verbot
Australien will herkömmliche Glühbirnen verbieten und ausschließlich die Verwendung von Energiesparlampen gestatten. Das könnte ein Modell für Deutschland sein, finden Poltiker. Die deutsche Elektrobranche hätte nichts gegen ein Verbot

Also mal der Reihe nach, um meinen Standpunkt etwas deutlicher zu machen:

  1. Australien ist das einzige Busch-Land, welches neben dem Bush-Land das Kyoto-Protokoll zum internationalen Klimaschutz nicht unterzeichnet hat und auch nicht vor hat es zu unterzeichnen.
  2. Die Elektro-Branche hat natürlich rein gar nichts gegen ein Verbot, da der Umsatz kräftig angekurbelt wird, sollten sich die Deutschen Politiker zu diesem Schritt entschliessen; Energiesparlampen kosten mindestens das 5fache einer Glühbirne. Somit würde sich der Leuchtmittelumsatz in diesem Segment ver5fachen.
  3. In Zweckbauten – und das sind Büros, Fabriken, Hotels, Krankenhäuser etc. – wird die meiste Beleuchtungsenergie benötigt. ABER: Es werden überhaupt keine Glühbirnen mehr eingesetzt, sondern „Neonröhren“.
  4. Der öffentliche Verkehr – Strassenlaternen z.B. oder Brunnenbeleuchtungen – setzen überhaupt keine Glühbirnen ein, sondern HQI-Leuchtmittel.
  5. Also soll der „Endverbraucher“ in seinen Wohnungen und Häusern angesprochen werden, logisch. Der verbraucht ja auch am allermeisten. Stimmt nicht!

    Wie sie unschwer erkennen, wird gerade mal 1 Prozent (!) des Verbrauchs in privaten Haushalten für die Beleuchtung „verschwendet“! Heizung und Warmwasser ziehen uns aber knapp 60 Prozent aus dem Geldbeutel!
  6. Wofür wird bei der Produktion mehr Energie verbraucht? Bei der Herstellung einer Glühlampe? Oder bei der Herstellung einer Energiesparlampe? Wobei wird dann mehr CO2 ausgestossen? Wie wird eine Energiesparlampe entsorgt? Was ist in den Glasröhrchen der Energiesparlampen eigentlich für ein Gas enthalten? Wie sieht dann die Gesamtumweltbilanz aus?
  7. Man spart erst einmal gar nichts, wenn man eine Glühbirne durch eine Energiesparleuchte ersetzt.

Rechnen sie doch selbst: Ich habe mir erspart die CO2-Einsparungen mit einzurechnen, welche für den Treibhauseffekt und für mein schlechtes Gewissen für die Probefahrt meines Traumwagens am nächsten Wochenende sorgt.

UND: Die gesamte Energiesparkalkulation zum Thema „Energiesparleuchten und/oder Bewegungsmelder zur Beleuchtungszeitreduzierung“ hängt gleich als XLS-Sheet zum „Selber-Manipulieren“ hier im Thread.

Dreht bitte gerne an den „grün“ und „FETT“ formatierten Eingabezellen und versucht das Ergebnis zu optimieren! (Die anderen Felder sind mit Formeln hinterlegt)

Einergieeinsparung-Kalkulation.zip

Und ich hätte da noch einen Beitrag zum Thema Energiesparen und -Verschwenden:

Update: Da bin ich aber froh! „Umweltministerium sieht keine Chance für Glühbirnen-Verbot“ Nur die Argumentation ist etwas „schwammig“.

Warum Australien politisch diese fragwürdige Entscheidung trifft ist mir seit soeben auch klar:

Der Anstieg der CO2-Kurve und die Spitzenstellung bei der Emission.

Kenngrössen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in der Schweiz (1990-2002)


Phishing-Attacke auf Sparkassen-Kunden

21. Februar 2007

Neue Phishing-Attacke auf Online-Bank-Nutzer. Diesmal sind Sparkassen-Kunden an der Reihe. Heute erhielt ich folgende Mail auf meinen privaten Mailaccount:

Phishing Attacke auf Sparkassen-Kunden

Bitte klicken Sie auf keinen Fall auf den Link! Sie werden auf eine Webdomain umgeleitet, welche nur scheinbar etwas mit der Sparkasse zu tun hat. Geben Sie auf keinen Fall irgendwelche Daten ein – schon gar nicht persönliche, geheime Informationen (PIN oder PUK).

Banken schreiben Ihre Kunden niemals per Mail an, sensible Daten bestätigen zu lassen!

Sehr interessant – für die hoffentlich ermittelnde Kriminalpolizei – dürfte der Quelltext der Mail sein. Hier erkennt man auch augenscheinlich, dass der oben beschriebene Linktext nicht mit der tatsächlichen Hyperlink-Adresse (1) übereinstimmt. Klickt ein User auf den Link, so wird er auf die Domain roikevr.biz umgeleitet.

Der dem Hyperlink folgende Text (2) ist in der Mailansicht nur dann sichtbar, wenn man CTRL+A betätigt. Es handelt sich dabei um „weissgefärbte“ Textzitate.

Phishing Attacke auf Sparkassen-Kunden

Am 21. August 2006 war die Migros-Bank Ziel einer ähnlichen Attacke

https://peterpanch.wordpress.com/2006/08/21/fishing-attacke-auf-migrosbank-kunden-per-mail/

Die Migros-Bank setzte daraufhin sofort eine Taskforce ein und informierte Mitarbeiter und Kunden unverzüglich.

http://www.presseportal.ch/de/story.htx?nr=100514609