EU und Schweiz verbietet Motorfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ab 2010

16. März 2007

04.10.2009 Brüssel: Wie die Sprecherin Renate Künast des Europäischen Parlamentes soeben exklusiv mit einer Pressemitteilung veröffentlichen liess, nahmen die Delegierten einstimmig den historischen Beschluss an ab 01.01.2010 sämtliche Motorfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren von Europas Strassen zu verbannen. Die 8 monatige Debatte war heftig und kontrovers geführt worden. Doch der Winter 2008/09 mit einer gemessenen Durchschnittstemperatur von 21 Grad und dem darauf folgenden heissesten Sommer seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen hatte die letzten Zweifler aus Deutschland, Frankreich und Italien letztlich überzeugt. Schon im Sommer 2008 schmolzen die Polkappen von Nord- und Südpol erstmals komplett ab und der um 30 Zentimeter erhöhte Meeresspiegel sorgte für katastrophale Zuständen durch Überschwemmungen in Holland, an der Deutschen Nord- und Ostseeküste, sowie in Italien. Hamburg und Venedig evakuierten die Bewohner nachdem die Frischwasserversogung für fast 6 Wochen zusammenbrach. Die Ozon, Feinstaub und Stickoxyd-Belastung stagnierte von Ende Februar bis heute (Oktober) dauerhaft erheblich über den 2005 verschärften Grenzwerten. In der Folge starben allein in Nordbayern an einem Tag 26 Personen am heissesten Tag des Jahres (20.07.09 mit 43 Grad gemessen in Nürnberg). Ausgenommen von der Entscheidung seien lediglich Fahrzeuge der Not- und Rettungsdienste, sowie die Einheiten der Polizei und des Militärs.

Auch der Schweizer Bundesrat schloss sich einstimmig nur Minuten später in einem Eilantrag dem Beschluss des Europäischen Parlamentes an. Der ehemalige Stadtpräsident von Zürich und neue Ratspräsident Ledergerber äusserte, dass man seit 2 Jahren über diesen für die Autoindustrie einschneidenden Entschluss diskutiere – und sich bereits seit Dezember 2008 zu einem Konsens durchgerungen hatte. Schneelose Alpengipfel und komplett enteiste Gletscher hätten zu dieser Entscheidung gedrängt.

Der ehemalige Gouverneur von Kalifornien und neu gewählte Präsident der Vereinigten Staaten Arnold Schwarzenegger unterbrach nach der Meldung spontan die Einweihungsfeier des ersten Weltraumhotels und gratulierte dem Europäischen Parlament zu dessen Entscheidung. Er war Wegbereiter eines Förderprogramms mit dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Am UN-Umwelttag am 1. Juni 2005 unterzeichnete er eine Durchführungsverordnung, wonach die Treibhausgasemissionen in Kalifornien bis 2010 auf das Niveau des Jahres 2000 und bis 2020 auf das von 1990 reduziert werden müssen. Nachdem die Werte von 2020 durch einschneidende Massnahmen in Industrie und Wirtschaft bereits im Januar 2009 deutlich unterschritten wurden, folgte ein fulminanter Wahlsieg und der ehemalige Bodybuilder wurde vom Volk förmlich mit 63 Jahren zur Präsidentschaft gezwungen.

Die Umweltorganisation Greenpeace sprach von einer bahnbrechenden Entscheidung und von der letzten Chance den offensichtlichen Klimawandel doch noch aufhalten zu können.

feinstaub

Lediglich der Präsident der Volksrepublik China – Co Nox Soxid – welcher sich derzeit in Nordkorea aufhält, verhielt sich mit seinen Kommentaren zurückhaltend. „Man werde sich momentan nicht zu einer ähnlichen Entscheidung zwingen lassen“ war seine einzige Aussage. Die Lobbyisten der Automobilindustrie nahmen den Beschluss mit Protest entgegen und kündigten Massnahmen zur Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge an. Nur die Reittierhändler reiben sich die Hände und verzeichnen hingegen schon seit Monaten eine rasant ansteigende Nachfrage an Pferden und Ponys. Man importiere derzeit massiv aus dem Nahen Osten und Argentinien und versuche so den Engpass auszugleichen. Auf dem Schwarzmarkt würden horrende Preise bezahlt und es sei im Gespräch übergangsweise Kamele aus Marokko zu beziehen. Nur die Versorgung und Pflege der Reittiere bereite diesem neuen Wirtschaftszweig Sorge, da der massiv gesunkene Grundwasserspiegel und der extrem trockene Sommer 2009 zu einem Engpass an Wasser und Futter gesorgt hatte. Man hoffe aber, dass sich die Situation durch die vom Meteorologischen Institut angekündigte Regenzeit in Mitteleuropa in den Wintermonaten entspannen würde. So hätte es bereits im Süden des Kaukasus vereinzelt Gewitter mit erheblichen örtlichen Niederschlägen gegeben.

Mit dem Beschluss des Schweizer Bundesrates steuert die Schweiz auf die Situation von 1925 zu. Damals herrschte im Kanton Graubünden ein allgemeines Fahrverbot für Kraftfahrzeuge.
Zitat aus der Eröffnungsrede des Bundespräsidenten Samuel Schmid anlässlich der Eröffnung des 75. Automobilsalons in Genf 2005:

1905 waren in der Schweiz rund 1’500 Autos zugelassen – heute sind es über vier Millionen! Dass die Strassen damals in einem eher erbärmlichen Zustand waren, muss ich nicht speziell betonen. Im Kanton Graubünden herrschte bis 1925 ein allgemeines Fahrverbot für Automobile. Wer trotzdem fahren wollte, hatte einen Ochsen vorzuspannen.
Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Aber wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin, frage ich mich manchmal, wie viele dieser Ochsen nun hinter dem Lenkrad sitzen…