17.03.2007 – Was wäre, wenn alle Autos in der Schweiz ab 2010 mit Strom laufen würden?

17. März 2007

In der aktuellen CO2-Diskussion fallen immer häufiger die Begriffe „Hybrid- und Elektro-Antrieb“. Zur Reduktion des klimaschädlichen Gases CO2 sind bereits in Australien zweifelhafte Gesetze erlassen worden. Darüber berichtete ich bereits. In meiner fingierten Pressemitteilung „EU und die Schweiz verbieten Motorfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ab 2010“ stellte ich die möglichen Auswirkungen fantasievoll dar.

Nun betrachte ich statistisch die Auswirkungen, wenn tatsächlich ab 2010 die EU und die Schweiz den Beschluss fassen würden sämtliche Verbrennungsmotoren von den Strassen zu verbannen. Da Hybridfahrzeuge nur im Stadtverkehr Sinn machen, betrachte ich „Komplett-Elektro-Fahrzeuge“. Kurz: Wir stellen uns vor, dass ab 2010 nur noch Elektrofahrzeuge auf den Strassen unterwegs sein dürfen. Und zwar definiere ich als Land „Die Schweiz“ mit den zur Verfügung stehenden aktuellen statistischen Zahlen.

Das Schweizer Bundesamt für Statistik (BFS) stellte 2005 fest:

Am 30. September 2005 waren in der Schweiz rund 5 Millionen Motorfahrzeuge und gut 300’000 Anhänger immatrikuliert. Bei drei von vier Motorfahrzeugen handelt es sich um Personenwagen; ihr Bestand umfasst insgesamt 3’865’000 Fahrzeuge. Den zweitgrössten Fahrzeugbestand bilden die Motorräder mit 592’000 Einheiten. Seit 1990 nehmen die Bestände der einzelnen Fahrzeugkategorien regelmässig um ein bis zwei Prozent jährlich zu. Der Personenwagenbestand ist in 15 Jahren um 29,5 Prozent gewachsen, was eine mittlere jährliche Wachstumsrate von 1,7 Prozent ergibt. Eine klare Ausnahme bilden die Motorräder: Heute ist ihr Bestand zweimal so gross wie 1990, was einer mittleren jährlichen Steigerung von 4,7% entspricht. Das Bundesamt für Statistik (BFS) erstellt die diesen Ergebnissen zugrunde liegende Jahresstatistik auf der Basis der Datenbank MOFIS des Bundesamtes für Strassen (ASTRA).

BFS – Bestand private Motorfahrzeuge (Website)

Nun berechnen wir den täglichen Energieaufwand an elektrischen Strom unter den folgenden Annahmen:

  • Die Anzahl Personenwagen der jährlichen Wachstumsrate von 1,7 % eine Anzahl von 4 Millionen Personenwagen für 2010 (siehe Quelle oben)
  • Die tägliche durchschnittliche Nutzungsdauer eines privaten Kraftfahrzeuges wird mit „Einer Stunde“ angenommen (Quelle Biologie.de)
  • Durchschnittliche Leistung pro Fahrzeug 80 PS – entspricht etwa 60 kW (Annahme ohne Quelle)

Daraus ergibt sich die täglicher zusätzliche elektrische Energie von:

  • 4 Millionen multipliziert mit 60 kW = 240 000 000 kW.
  • Durchschnittliche Nutzungsdauer 1 Stunde ergibt = 240 000 000 kWh
  • Dies entspricht einem täglichen Bedarf von 240 GWh

Der Verband Schweizer Elektrizitätsunternehmen (VSE) veröffentlichte in seinem Zahlenspiegel 2005:

Die Schweiz hatte 2005 einen Rekordverbrauch an Elektrizität bei verminderter Produktion zu verzeichnen: Der Elektrizitätsverbrauch der Schweiz ist um 2,1 % gestiegen und erreichte mit 57,3 Milliarden Kilowattstunden (kWh) einen neuen Höchstwert. Die einheimischen Kraftwerke erzeugten 57,9 Mrd. Kilowattstunden (kWh) und damit deutlich weniger Strom als im Vorjahr.

Zum aktuellen Vergleich rechnen wir um:

  • 57,9 Mrd. kWh = 57 900 GWh pro Jahr
  • Geteilt durch 365 Tage = 158,6 GWh (Durch Schweizer Kraftwerke zur Verfügung stehende elektrische Energie)
  • Somit stehen pro Tag 158,6 GWh elektrische Energie zur Verfügung.

Anbei eine Grafik zum Pro-Kopf-Stromverbrauch. 

Die folgende Grafik zeigt die „Monatlichen Erzeugungsanteile“ der verschiedenen Kraftwerkstypen in der Schweiz:

Und diese Grafik zeigt den Vergleich der Kraftwerkstypen zur Stromerzeugung einiger Europäischer Länder.

In der Schweiz liegt der Anteil „Wasserkraftwerk“ bei 56,6 % und „Kernkraftwerk“ bei 38 %. Den Rest übernehmen „konventionelle thermische Kraftwerke“.

Somit errechnet sich eine durch Wasserkraftwerke erzeugte Energie von 89,6 GWh pro Tag im Jahre 2005.

Resümee: Wenn alle Autos in der Schweiz im Jahre 2010 mit Elektromotoren laufen würden, so müsste täglich 240 GWh elektrische Energie zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Aktuell erzeugen sämtliche Kraftwerke in der Schweiz 158,6 GWh. Der Wasserkraftanteil liegt hier bei 56,6 % (89,6 GWh). Zieht man in Betracht, dass weder zusätzlicher Atomstrom aus den Nachbarländern noch zusätzliche Atomkraftwerke in der Schweiz gebaut werden, so müsste sich der Anteil „Wasserkraft“ bis 2010 verdreifachen, um den Schweizer Bürgern die gleiche individuelle Mobilität bieten zu können.


To fast to furious III – Mit 237 km/h an Winterthur vorbei

17. März 2007


To fast to furious II – Mit 121 km/h durch Dietikon

17. März 2007

Der Tagesanzeiger meldet heute

Ein 27-jähriger Schweizer ist gestern Nachmittag mit 121 Kilometern pro Stunde durch Dietikon gerast.
Der Mann musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben. Er hatte geltend gemacht, der Tachometer seines Autos habe nicht funktioniert. Bei der Kontrolle waren weitere 29 Autolenker zu schnell unterwegs, wie die Zürcher Kantonspolizei mitteilte.


Gesucht – Tipp für den Ausgang heute

17. März 2007

Ungewöhnlich aber wahr: Ich hab‘ heut keinen Plan, wie ich den samstäglichen Uusgang gestalten soll. Somit wäre ich für jeden Tipp dankbar. Wo ist heute was los?


So klein ist die Welt – Peter Sperlich meets Tom Sperlich

17. März 2007

Am 7. Juli 2006 stiess ich auf einen Artikel in heise.de zum Thema „ideesuisse.ch – Archiv der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft online„. Schon damals fiel mir auf, dass es einen Journalisten gibt, der „Tom Sperlich“ heisst. Er verfasste eben diesen Artikel. Schon damals recherchierte ich über den Namensvetter Tom Sperlich. Es kam aber nicht zu einer Kontaktaufnahme. Die Welt ist ja so gross. Allerdings ist der Nachname „Sperlich“ nicht allzu verbreitet. Ganze 17 Sperlichs sind in der Schweiz bei Twixtel registriert – bei 7 Millionen Einwohnern und ca. 5 Millionen Haushalten.

Nun stolperte ich bei heise.de erneut über einen interessanten Artikel „Tiefbauamt Zürich informiert via Google Earth über Baustellen„. Autor: Tom Sperlich. Ich zitierte seinen Artikel und Tom Sperlich wurde auf meinen Blog aufmerksam. Er schrieb mir einen Kommentar auf meine „Über mich“-Seite.

Da ich über Kommentare per Mail informiert werde, antwortete ich Tom per Mail. Es stellte sich heraus, dass Tom ebenfalls in Zürich wohnt. Dann ging alles ziemlich schnell. Nach ein paar Mails stellten wir zusätzlich diverse Gemeinsamkeiten beruflich und hobby-mässig fest. Am letzten Donnerstag stand ein Besuch aus Abu Dhabi an zum Thema Smart-Home an. Hierzu reiste am Mittwoch Thom aus Mallorca an. Abends entschlossen sich Thom und ich zum Essen in das Lokal „In der Ey“ zu fahren. Ich erzählte ihm während der Fahrt dorthin über den Kontakt zu Tom Sperlich. Plötzlich klingelte das Natel und Tom Sperlich war dran. Tom teilte mir mit, dass er am Donnerstag Zeit hätte und somit die Einladung zur Besichtigung des „Smart-Home’s“ am Bodensee mitfahren könnte. Es stellte sich heraus, dass er beim Triemli wohnen würde. Also keine 3 Minuten entfernt. Wir vereinbarten spontan ein Treffen im „Ey“. Und tatsächlich: Tom kam gegen 21 Uhr hinzu. Somit entstand eine interessante Konstellation: 2 x Sperlich und 2 x Thom (Tom). Wir nahmen einige Stangen und diskutierten bis die Stühle hochgestellt wurden. Am darauf folgenden Tag besichtigten wir gemeinsam mit dem Besuch aus Abu Dhabi das Smart-Home am Bodensee. Anmerkung: 2x Chris waren auch dabei.

Peter Sperlich und Tom Sperlich

Peter Sperlich meets Tom Sperlich

Ob wir verwandt sind, ist noch nicht letztendlich geklärt. Fest steht, dass auch seine Verwandtschaft väterlicherseits aus Schlesien stammt – nähe Breslau. Mein Vater ist in Steindorf Kreis Ohlau geboren. Das ist gleich in der Nähe.

PS: Erwähnte ich bereits meine 4 Vornamen? Peter Thomas Gottfried Michael. 🙂 (kein Scherz!)