Ein Montagabend im Ausgang – Rimini-Bar, Talacker-Bar und Club Bolero Winterthur


Montag 30. April 2007. Einen Tag vor dem „Tag der Arbeit“. Mike und ich sassen gegen 21:30 Uhr noch auf dem Sofa und dösten vor uns hin. Bis das Natel „pingt“ – eine SMS. Eleni schrieb, sie sei im „Rimini“ – wo wir stecken würden. Ja, stimmt. Eigentlich wollten wir ja schon eher dort sein. Nur war das WE so anstrengend und ich durfte am Montag arbeiten. Ich schrieb an Eleni, dass wir in 40 Minuten im „Rimini“ sein würden. Dann weckte ich Mike, der schnaubend erwachte.

In einer Rekordzeit von 10 Minuten waren wir „ausgangsfertig“. Wir bestiegen das Fahrzeug und steuerten den Bahnhof Zürich an. Dort gleich in der Nähe befindet sich die „Rimini Bar“ – eigentlich eine „Männerbadi“. Das heisst am Tag (bis 17 Uhr) dürfen dort nur „Männer“ rein und im Schanzengraben kraulen. Abends ist Barbetrieb – natürlich gemischt. Ja, das gibt es wirklich in Züri. Es gibt auch eine Frauenbadi! Die liegt direkt an der Limmat bei der Quaibrücke. Dort ist es geschlechtermässig genau umgekehrt.

Am Montag eröffnete die „Rimini-Bar“ offiziell die Freibadsaison mit einem kleinen gemütlichem Fest. Es wurde gegrillt (grilliert) und man konnte sich gemütlich auf die Teppiche und Kissen einrichten.

Rimini Bar Zürich Rimini Bar Zürich

Das Ambiente ist traumhaft. Das „Rimini“ liegt direkt über dem Schanzengraben. Man läuft auf Holzplanken. Die Mädels sollten somit auf Stöckelschuhe verzichten und sich etwas bequemes anlegen. Grilliert wurde nicht mehr. Wir bestellten uns ein Bier und genossen den lauen Abend samt wunderschöner Ausleuchtung der Szene. Es ist gemütlich ruhig. Keine Musik im Hintergrund stört evtl. Diskussionen. Und es wird viel „geratscht“. Die Preise für Getränke sind kommod. Wer noch so spät Hunger verspürt, für den besteht die Möglichkeit sich eine leckere Pizza zu bestellen.

Aber: Eleni ist nicht mehr da. Wir haben wirklich nur 40 Minuten gebraucht. Ich schicke ihr eine SMS und sie antwortet kurz darauf, dass sie weiter gezogen wäre. Sie befände sich in der „Talacker Bar“. Ja, wo ist die denn? Wir tranken unsere Biere aus und machten uns auf die Suche. Auf dem Weg zurück fragte ich einen Entgegenkommenden nach dem Weg. Natürlich kenne er diese! Und ich eigentlich auch. Aber nur vom „Vorbeigehen“. Die „Talacker Bar“ befindet sich gleich gegenüber vom „Kaufleuten“. Da war ich ja erst mit Chris – und zwar arbeitsmässig – wirklich!

Wir betreten die „Talacker Bar“. Direkt vor dem Fenster auf einem bunten Sofa sass Eleni in einer grösseren Gruppe von Freunden. Die Bar sieht interessant aus. Dicker Teppich am Boden. Die Sofas haben sämtlich verschiedene Bezüge. Aus den Lautsprecherboxen dröhnt Musik – welche Richtung – undefinierbar. Trotzdem telefoniert ein Mittvierziger direkt an der Bar mit seinem Natel. Und das lautstark. Spannendes Ambiente: Zum Platz hin deckenhohe Fenster, in einem Eck eine überdimensionale Lichtorgel Marke Eigenbau, an der Wand überdimensionale Pudel als Wandschmuck. Und dazu die erwähnten Sofas.

Talacker Bar Zürich Talackerbar Talacker Bar Zürich Talackerbar

Eleni ist mit Freund Vasili und einer grösseren Gruppe Freunden anwesend. Sie erzählt mir, dass Geburtstag gefeiert wird. Daher wird wenig Zeit sein zum „Ratschen“. No prob. Wir schlürfe unser „Panasche“ (Radler) und rauchen derweil eine. Es gibt eh mehr zu beobachten und zu kommentieren.

Nach etwa einer halben Stunde – gegen 23:30 Uhr – verabschieden wir uns von Eleni und Vasili und schlendern Richtung „Kaufleuten“. Vor dem Club stehen Unmengen von Männern (?) an – ausschliesslich. Heute steht doch „10 Jahre Mezzanotte“ an. Ohne Frauen? Kann ja wohl nicht sein. Wir entscheiden uns zum Auto zurück zu gehen. Moni hatte in der Arbeit verlauten lassen, dass sie mit einer Freundin im „Club Bolero“ in Winterthur sei. Wir bräuchten nur eine SMS schreiben. Das taten wir. Wir erreichten das Auto und steuerten durch das abendliche Zürich Richtung Autobahn.

Kurz nach Mitternacht erreichen wir Winterthur. Das „Bolero“ befindet sich in der Nähe des Bahnhofs. Ich biege zum Parkhaus ab. Es ist voll belegt. Dann steuere ich direkt zum Parkplatz des „Bolero“. Dort steht ein Kassier in einem kleinen Holzhäuschen und verlangt 8 CHF Parkgebühr. Ich folge dem Winken eines Platzanweisers und stelle fest, dass das „Bolero“ gut besucht sein muss. Kurz vor den Bahngleisen hält mich der Platzanweiser auf. Er fragt „Wollen Sie zum Ausgang oder einen Parkplatz?“ Ich antworte: „Ein Parkplatz wär nicht schlecht!“

Er greift zum Walki-Talki und spricht recht ernst mit seinem Kollegen. Er hätte hier einen neuen Porsche Boxster, warum der Kollege mich nicht gleich aufgehalten hätte. Ich schaue Mike verwundert an – Mike schaut mich mit hochgezogener Stirn fragend an. Der Platzanweiser meint, ich solle umdrehen, der Kollege würde mich einweisen. Also zurück zum Eingang. Tatsächlich, da steht direkt vor dem Eingang des „Bolero“ an einer Rampe der Kollege-Platzanweiser. Er nimmt eine Pylone von einem leeren Parkplatz und weist mich an rückwärts einzuparken. Dann entschuldigt er sich vielmals bei mir, dass er mich nicht gesehen hätte und ich solle doch bitte das nächste Mal gleich an Zahlhäuschen Bescheid geben. Man hätte immer eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen reserviert – direkt vor dem Eingang. Mike schaut mich immer noch fragend an – ich versteh’s auch nicht und zucke verlegen mit den Schultern. Neben meinem Boxster steht noch ein weiterer 911er und dahinter noch ein Boxster. Ok, dann gibt man sich scheinbar hier echt Mühe. Vallet-Parking kommt demnächst noch? Cool! 😉

Die Treppe zum Eingang frage ich Mike leise „Soll ich mit dem Schlüssel am Membereingang winken oder gehen wir zum Gästeeingang?“. Mike lacht. Wir gehen zum Gästeeingang. Und ich falle fast über das Drehkreuz. Es hält mich nämlich auf. Mike deutet auf die Ampel über der Tür. Diese steht auf „Warten“. Kurz darauf öffnet ein Security kritisch blickend die Tür. Wir bezahlen 20 CHF pro Person und bekommen einen „unsichtbaren“ Stempel. Vorteilhaft, da man sich mit der üblichen schwarzen oder blauen Stempelfarbe das Hemd und/oder die Jeans versaut.

Im vorderen Bereich des „Bolero“ befindet sich die Garderobe und eine schöne Loungezone mit Clubsesseln und vielen Kerzen, welche die Szenerie in ein warmes Licht tauchen. Die Musik kommt standesgemäss aus JBL-Boxen. Ein DJ versteckt sich neben der langen Bar und legt gemütliche House-Musik auf. Wir steuern den Mainfloor an. Interessanterweise dröhnt dort R&B-Musik aus den Lautsprechern. Der Mainfloor ist gut besucht. Kurz hinter der Kontrolle – der unsichtbare Stempel – stauen sich die Gäste. Wir biegen gleich rechts ab und steigen die Treppe zum „Platz zur guten Aussicht mit Quelle“ im 1. Stock an. Mike findet einen Platz direkt mit Blick zur Tanzfläche – ich stelle mich an der Bar an und bestelle zwei „Heinecken“.

Kurz darauf geht die Party los. House-Musik ist angesagt. Auf einem Podest in der Mitte der Tanzfläche räkeln sich die leuchtend grün bekleidete Damen – auch auf der Bühne beim DJ. Wir geniessen die Musik und gehen unserer Lieblingstätigkeit nach „Beobachten und Kommentieren“. Gegen 3 Uhr morgens treten wir den Rückzug an. Langsam schlägt wieder die Müdigkeit vom anstrengenden Wochenende durch.

Rimini Bar
Am Schanzengraben
8002 Zürich
Tel: +41 44 211 95 94
www.rimini.ch

Talacker Bar
Talacker 41
8001 Zürich
www.talackerbar.ch

Club Bolero Winterthur
Beim Hauptbahnhof
8400 Winterthur
www.bolerolifestyle.ch

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: