Vor 41 Jahren – Atombombenbomber B52 stürzt über dem spanischen Küstenort Palomares ab

20. August 2007

Bekannt wurde Palomares durch den schwerwiegensten öffentlichen Unfall mit amerikanischen Atomwaffen am 17. Januar 1966. Damals waren eine aus North Carolina in den USA kommende B-52 Bomber und ein KC-135-Tankflugzeug der US Air Force bei einem Auftankmanöver in der Saddle Rock Refueling Area über der spanischen Mittelmeerküste in 9.000 Metern Höhe kollidiert. Es kommt zu einer Explosion, die gut 150.000 Liter Treibstoff an Bord der KC-135 gingen in Flammen auf und beide Flugzeuge stürzten ab. Sieben der elf Besatzungsmitglieder beider Flugzeuge starben.

Drei der vier Wasserstoffbomben vom Typ B28 an Bord des B-52-Bombers stürzten im bewohnten Gebiet von Palomares auf den Boden, die vierte fiel ins Meer. Die Sicherheitsvorkehrungen verhinderten eine thermonukleare Explosion, doch die hochexplosiven Sprengladungen in zwei der Bomben detonierten und verseuchten durch radioaktive Substanzen mehrere Hektar Agrarland. In einer dreimonatigen Aktion wurde wurden 1.750 Tonnen des radioaktiv verseuchten Boden von Tomatenplantagen abgetragen und mit dem Schiff USNS Boyce nach Aiken, South Carolina zur Entsorgung gebracht.

Mehr als 33 US-Kriegsschiffe riegelten das Gebiet der Absturzstelle der vierten Wasserstoffbombe im Mittelmeer ab, die ein spanischer Fischer markieren konnte. Taucher und Tauchboote suchten daraufhin den Meeresgrund ab. Erst am 7. April 1966 konnte durch das Bergungs-U-Boot DSV Alvin die Bombe aus dem Meer geborgen und an Bord der USS Petrel gebracht werden. Die Bergungsoperation kostete sechs Millionen US-Dollar. 1975 faßte das US-amerikanische Amt für nukleare Entwicklungen des US-Verteidigungsministeriums den Palomares Summary ab, in dessen Bericht festgestellt wurde, dass der am Unfalltag herrschende Wind plutoniumhaltigen Staub aufgewirbelt hat und daß „das ganze Ausmaß der Verbreitung nie in Erfahrung zu bringen sein“ würde. Erst 1985 erhielten die Bewohner Zugang zu ihren medizinischen Unterlagen. Rund 522 Einwohner von Palomares erhielten eine Entschädigung der US-Regierung in Höhe von insgesamt 600.000 US-Dollar und die Stadt weitere 200.000 US-Dollar für eine Entsalzungsanlage.

Im Oktober 2006 wurde bei Schnecken in der Nähe des Ortes deutlich erhöhte Radioaktivität festgestellt, woraufhin man weitere gefährliche Mengen Uran und Plutonium im Erdboden vermutete.

Aus Wikipedia zum Thema Palomares


17.08.2007 – Badenfahrt 2007 – Video vom Freitag

20. August 2007

Video vom Freitag auf der Badenfahrt. Es zeigt das Festgelände bei der Limmat und das Ende des Auftritts der Band Seven.