Bundesamt für Polizei Schweiz Statistik Anteil ausländischer Straftäter


Sicherlich suchen etliche hunderttausende Schweizer und in der Schweiz lebende Ausländer und Aufenthalter aus aktuellem Anlass momentan die besagte „Polizeiliche Kriminalstatistik PKS 2003-2005, Bundesamt für Polizei“ mit dem „Anteil ausländischer Straftäter“.

Daher möchte ich etwas behilflich sein, weil ich selbige ebenso nicht sofort gefunden habe.

Das Bundesamt für Polizei – auch fedpol genannt – gibt jährlich eine „Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)“ heraus. Auf den Internetseiten der fedpol befindet sich eine aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik aus dem Jahre 2006.

Warum also eine „nicht näher erwähnenswerte Partei“ die alten Statistiken aus den Vorjahren (2003 bis 2005) bemüht, obwohl eine viel aktuellere Polizeiliche Kriminalstatistik aus dem Jahr 2006 verfügbar ist, kann nur vermutet werden. Eventuell wegen der Ergebnisse unter „Das Wichtigste in Kürze“ (Absatz 4) auf Seite 5 des PDFs (siehe Link unten)?

„Der Anteil der angezeigten Minderjährigen an der Gesamtzahl der tatverdächtigen Personen ist gegenüber dem Vorjahr (2005:17,9 %) leicht angestiegen (19,8 %). 49,4 % der Tatverdächtigen waren ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, was im Vergleich zu den Vorjahren einem Rückgang entspricht. Von den ausländischen Tatverdächtigen hatten 79,8 % eine Kontaktadresse in der Schweiz.“

Man bilde sich selbst seine Meinung. Ohne irgendetwas verharmlosen zu wollen: Wer Prozentrechnen kann ist sowieso klar im Vorteil. Preisfrage: Wie hoch ist der Nettoprozentwert der in der Schweiz einwohnermässig gemeldeten ausländischen Tatverdächtigen denn nun tätsächlich? Wer einen Zusatzpunkt haben möchte, errechne bitte den Anteil der „zugereisten“ Tatverdächtigen.

Bitte beachten Sie den Hinweis auf die Aussagekraft der Statistik, welchen die Autoren der Polizeilichen Kriminalstatistik 2006 selbst auf Seite 9 geben: 

Aussagekraft
Die vorangegangenen Erläuterungen (Siehe Seite 7 bis 9, Anm. der Red.) haben aufgezeigt, dass die PKS eine auf ausgewählte Bereiche beschränkte Anzeigestatistik ist und sich daher nur sehr beschränkt für vertiefte kriminologische Untersuchungen eignet. Ihre wissenschaftliche Aussagekraft entspricht in etwa derjenigen des European Sourcebook of Crime, das regelmässig vom Europarat herausgegeben wird und ebenfalls aus ganz verschieden strukturierten Erhebungen eine einzige vergleichende Gesamtstatistik herauszufiltern versucht. Zudem wurde auf die methodischen Schwachstellen in der aktuellen Datenerhebung hingewiesen. Die Auswirkungen dieser Mängel auf die Aussagekraft der PKS sind jedoch schwierig abzuschätzen. Die vorliegenden Zahlen sind demnach höchstens als Indikatoren und im mehrjährigen Vergleich als Basis für Trendaussagen zu gebrauchen. Um detaillierte Schlüsse zur Kriminalitätsentwicklung in der Schweiz ziehen zu können, müssen die Anzeigezahlen mit zusätzlichem Statistikmaterial aus anderen Untersuchungen ergänzt werden.

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