Katrin Wilde verlässt per sofort Radio Energy Zürich


Zitat 20min.ch vom 17.10.2007:

«Katrin Wilde ist ab sofort nicht mehr in der Morgenshow ‚Energy Mein Morgen‘ an der Seite von Reto Peritz und Roman Kilchsperger zu hören», heisst es in einer Mitteilung von Energy Zürich vom Mittwoch. Die 22-Jährige Saarländerin moderierte seit August die Morgenshow auf Hochdeutsch mit. Wegen Drohungen und einem Vandalenakt gegen ihr Auto wurde im September die Polizei eingeschaltet.

und weiter:

Die Rolle der weiblichen Co-Moderatorin für die Morgenshow soll in den nächsten Monaten neu besetzt werden, teilte Energy Zürich weiter mit.

In einem Artikel vom 17.10.2007 in heute-online.ch lässt Katrin Wilde verlauten:

heute.ch vom 17.10.2007 Katrin Wilde verlässt Radio Energy .  

«Ich danke Energy Zürich dafür, dass ich als deutsche Radiomoderatorin an etwas ganz Neuem teilhaben durfte. Eine hochdeutsche Moderatorin in einer Schweizer Morgenshow war ein Novum, und es hat mir grosse Freude bereitet, etwas Derartiges auszuprobieren»

Über die Vorgeschichte hatte ich bereits berichtet.

Was tatsächlich hinter den Kulissen abgelaufen ist und was Katrin letztendlich bewogen hat den Büttel hinzuwerfen, wird vorerst im Dunkeln bleiben. Es heisst lediglich, dass sie aus „persönlichen Gründen“ den Sender verlässt. Wie ich meine ein trauriges Kapitel für beide Seiten und ein unrühmliches dazu.

15 Responses to Katrin Wilde verlässt per sofort Radio Energy Zürich

  1. player sagt:

    In der Tat ein trauriges Kapitel für die junge deutsche Kathrin Wilde solche Erfahrungen im Nachbarland zu machen und ein unrühmliches Kapitel für alle die es so weit kommen ließen.

  2. D sagt:

    Ich freue mich einfach für Katrin, dass Sie die weise Entscheidung getroffen hat, wieder nach Deutschland zu gehen. Bravo! Ich werde es Ende des Jahres auch wieder tun. Dies schadet zwar der Schweizer Wirtschschaft, da wir sowieso kaum Leute finden und mit meinem Weggang wietere Aufträge ans Auslang und eben nicht an die Schweiz gehen, aber ehrlich gesagt ist mir das mittlerweile egal.
    Ich gehe gerne hier weg und freue mich auf die Heimat – wo sowieso jeder die Schweizer mit ihren nicht vorhandenen Problemchen belächelt. (und ganz nebenbei bemerkt die Schweizer sehr schätzt und sympatisiert)

  3. PeterPan sagt:

    @“D“: Was sind für Dich die Gründe die Schweiz zu verlassen?

    Gruss PeterPan

  4. D sagt:

    @Peter: Ich mag mich einfach nicht mehr dauernd nur weil ich Deutscher bin zu genieren. Ich habe wirklich sehr nette schweizer Arbeitskollegen, wir verstehen uns sehr gut und wir schätzen uns gegenseitig. (Übrigens arbeiten bei uns mehr als 20 Nationen und jeder bekommt das gleiche Gehalt). Aber langsam vergeht mir die Lust, weiter hier zu bleiben, wenn ich dauernd die Diskussionen um „Deutsche“ in der Schweiz und so weiter höre. Ich kann nicht verstehen, wie es in einem Land wie der Schweiz so weit kommen kann. Meine Gründe damals, in die Schweiz zu kommen war nicht das Geld oder was uns sonst immer unterstellt wird, sondern einfach die Sympathie zu den Menschen hier und die höfliche Art der Schweizer, der ich mich jeden Tag aktiv anpasse, und zwar weil ich das sehr angenehm finde.

    Nur mittlerweile habe ich das Gefühl, dass die Stimmung umschlägt. Die Stammtischparolen kann ich einfach nicht mehr hören. Am Schlimmsten finde ich eigentlich, dass die ganze Diskussion (zumindest was die Breite Masse davon mitbekommt) völlig subjektiv geführt wird. Bezeichnend fand ich letztens, als mich mein Grossvater (84 Jahre) angerufen hat und mich gebeten hat, nach Hause zu kommen, es bereite ihm Sorge, wenn er in letzter Zeit fast täglich Meldungen in der Frankfurter Allgemeinen Tageszeitung über den Stimmungswandel hierzulande lese.
    Es kann doch nicht wahr sein, dass sich jetzt in Deutschland eine solche Meinung (auch wieder subjektiv bei der breiten Masse) über die Schweiz etabliert, oder?

    Ich finde das einfach nur traurig!

  5. PeterPan sagt:

    @“D“: So, wie ich das beobachte, sind die „Anfeinder“ schwerstens in der Minderheit. Seit ich in der Schweiz bin, bekomme ich das überhaupt erst mit. Aber nur in den Medien lese ich dazu ab und zu etwas. Persönliche Erfahrungen zeigen, dass es auch gegen andere Nationalitäten Anfeindungen gibt. Erst recht, wenn eine andere Sprache oder erst richtig eine andere Hautfarbe im Spiel ist. Aber wie erwähnt: Die schlecht informierten und nichts dazu lernenden Herrschaften sind glücklicherweise in der Minderheit. Und in Zürich gibt es meiner Meinung nur selten solche Auswüchse, wie bei der in der Öffentlichkeit stehenden Katrin Wilde.

    Gruss
    PeterPan

  6. wasgeht sagt:

    @peterpan.: ja dem himmel sei dank, das es nur minderheiten sind (noch), wenn abr einige dieser minderheit wie bei der katrin wilde sich eingeschossen haben, was hat da so eine junge frau für möglichkeiten? soll sie warten bis man persönlich gewalt antut – die drohungen waren sehr eindeutig heißt es. ich würd auch nicht bleiben wo man mich bedroht, weiss einer von euch wo die katrin nun arbeitet? bin auch gespannt wie die svp abschneidet dann kann man abschätzen wie groß die minderheit ist.

  7. Philipp B. sagt:

    Ich persönlich denke, dass man „Anfeindungen“ gegen Deutsche nicht mit Anfeindungen gegen andere Ausländer vergleichen kann. Der Schweizer hegt gegenüber dem Deuschen einen gewissen Minderwertigkeitskomplex.. weil wie die Schwaben können wir alles ausser Hochdeutsch und wir freuen uns, wenn die Deutschen im Fussball verlieren – was nicht zuletzt an gewissen grosskotzigen Exponenten des deutschen Fussballs vornehmlich Beckenbauer und Hoeness liegt.

    Davon abgesehen denke ich, haben wir die Deutschen lieb; wir sind im Endeffekt eine grosse Kulturnation und das seit beinahe 2000 Jahren und kleinkarriertes quasibraunes Gedankengut wird daran langfristig nie etwas ändern.

    Was ich jedem in der Schweiz lebenden Deutschen allerdings dringendst anraten möchte, ist sich Kommentare zu verkneiffen, wie rechts doch die Schweiz sei, nur weil gewisse Gruppierungen im Land sich das unglaubliche Recht herausnehmen, kriminelle Ausländer nicht auch noch aushalten und verhätscheln zu wollen. In Anbetracht der jüngeren deutschen Geschichte wird man sich hier mit Kritik nicht nur unbeliebt sondern möglicherweise auch lächerlich machen.

  8. PeterPan sagt:

    Hallo Philipp B.

    Herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Nur zum letzten Absatz hätte ich noch eine Anmerkung: Ich denke dass die Schweiz nicht schlecht an der Neutralität im 2. Weltkrieg verdient hat. Siehe „Judengold“ oder „Nazigold“.
    http://www.google.ch/search?hl=de&q=schweiz+judengold&meta=
    und
    http://www.google.ch/search?hl=de&q=schweiz+nazigold&meta=
    Ich denke, dass es durchaus auch Kritik an der jüngsten Vergangenheit der Schweiz gibt, odrrr?
    Also immer langsam mein Freund.

    Gruss
    PeterPan

  9. Philipp B. sagt:

    Selbstverständlich gibt es Kritik an der jüngsten Vergangenheit der Schweiz.. herrgott wär ja kläglich wenn nicht…

    Es geht mir nur darum, dass ich in deutschen, französischen, englische, spanischen – jaja die les ich alle – Zeitungen lesen muss, dass in der Schweiz ein neues quasinationalsozialistisches Regime heranreift, nur weil wir hier – im rahmen eines demokratischen Konsenses nebenbei – der Meinung sind, dass es durchaus rechtens ist, bei der Bewertung eines Asylantrags auch den Leumund des Antragsstellers in Betracht zu ziehen.
    Sprich für die konzeptionellen Analphabeten.. „wir wolle nix hier verbrecher“.. und wenn ich mich dann dafür rechtfertigen muss vor jemandem, dessen gewählte Volksvertreter vor kaum einem halben Jahrhundert noch Leute vergast haben, nur weil sie Grünenbaum oder Zuckermann hiessen und ganz nebenbei sowenig politisches Verständnis an den Tag legen, ihre SPD für die seit 30 Jahren notwendige Agenda 2010 zu bestrafen, dann bin ich marginal in meiner Fähigkeit Kritik zu akzeptieren beschränkt.

    Aber du hast Recht…. man darf die Augen vor nichts verschliessen.

  10. PeterPan sagt:

    Hallo Phillip B.

    Wieder Danke für Deinen Kommentar. Folgende Verständnisfrage: Worum ging es dann im Wahlkampf der nicht näher genannten Partei?

    Ob um Asyl bittende bereits heute bei der Antragstellung ein Leumundszeugnis abgeben müssen und ob dieses überprüft wird, enzieht sich hierzulande meiner Kenntnis. In Deutschland wird dies im Rahmen des Asylbewerberverfahrens neben der Verifierzierung eines echten „politisch Verfolgung“ im Herkunftslandes bereits heute umgesetzt. D.h. es wird überprüft, ob wirtschaftliche oder kriminelle Hintergründe vorliegen. Ich nehme aber stark an, dass auch in der Schweiz im Rahmen des Asylantragverfahrens eine ähnliche Prüfung heute bereits umgesetzt wird.

    Bei meiner Anmeldung für den Ausländerausweis musste ich 2002 ein „Führungszeugnis“ anfordern. Dagegen hatte ich überhaupt nichts. Also wird schon heute in der Schweiz bei der Anmeldung überprüft, „ob etwas gegen den Ausländer vorliegt“.

    Darüber hinaus werden schon heute latent Kriminelle ausgeschafft. Es steht also schon heute ein rechtliches Werkzeug zur Verfügung kriminell aufgefallene Ausländer aus der Schweiz zu verweisen.

    (siehe Update 31.01.07 Quelle Polizeinews: Ausschaffung eines Kameruners nach bewiesenem Betrug: http://polizeinews.ch/page/29030/6 )

    Aber wie ist der Wahlkampf der nicht näher genannten Partei bei der Wählerschaft angekommen? Wenn es „nur“ um die bisher bereits vorhandenen und praktizierten rechtlichen Prozesse gegangen wäre, warum hat es dann diesen Widerstand und diesen Trouble im Volk in den Medien und im Ausland gegeben? Und warum wichen die Äusserungen der entsprechenden Politiker dann so stark von den tatsächlichen Zielen ab – welche ja eigentlich bereits rechtlich existieren?

    Besteht das derzeit brennendste Problem in der Schweiz bei der „Ausländer-Kriminalität“, welches sich mit den aktuell geltenden rechtlichen Massnahmen nicht in den Griff bekommen lässt? Oder war es eher Ziel eine populistische Stimmung allgemein gegen alles was fremd ist zu schüren? Letzteres ist offensichtlich bei den Medien und den Menschen hängen geblieben, wenn man an den Wahlkampf denkt.

    Gruss
    PeterPan

  11. Philipp B. sagt:

    Nunja eigentlich sollte die Diskussion ja nie auf das politische Programm irgendeiner Partei hinauslaufen sondern nur darauf, dass oft in ausländischen Medien sehr subjektiv darüber berichtet wird, was genauso Angstmacherei ist, wie das was die Partei – namentlich die SVP – macht. Aber fangen wir hinten an.

    Das grösste Problem ist es sicher nicht. Die grössten Probleme der Schweiz sind wohl – wie in Deutschland – die langfristige Finanzierung der Sozialwerke, die Sicherung der Renten und Energiepolitik. Ausländerkriminalität kommt da kaum unter die ersten zehn der dringlichsten Probleme. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass die Schweiz weniger Einwohner hat als sagen wir die paar Städte im Ruhrgebiet zusammen. Da kann man den Leuten schnell mal Angst machen mit Überfremdung und Ausverkauf der Heimat etc… ob es politisch legitim ist, das zu machen, ist ne andere Frage.

    Ein grundlegender Unterschied zu Deutschland ist, dass bei uns viel mehr als in Deutschland Dinge auf kantonaler Ebene geregelt werden. Sprich es gibt in der Schweiz 26 verschiedene Auslegungen der bestehenden gesetzlichen Regelungen zum Umgang mit renitenten „Ausländern“. Dies ist ein Missstand, den man meiner Meinung nach beheben sollte. Auch finde ich, dass es nicht rassistisch ist, wenn man der Meinung ist, es sei durchwegs in Ordnung, einen Ausländer oder Asylbewerber, der einem Gewalt- oder Sexualdelikt schuldig gesprochen wurde, unbürokratisch einen Tritt in seinen Hintern zu verpassen und ihn vor die Tür zu stellen.

    Es ist ja nicht so, dass das ein typisch schweizerisches Problem wäre. Ich mag mich erinnern, dass es auch in Deutschland so Dinge gab, wie zum Beispiel „Ehrenmorde“ – was übrigens schon als Wortschöpfung pervers ist. Diese Leute glauben dann mit ihrem Verhalten auch noch im Recht zu sein. Was will man mit solchen Menschen machen? Sie 10 Jahre auf Kosten des Steuerzahlers in irgendeinem Knast vor sich hingammeln lassen? Wenn sie dann ausem Gefängnis kommen sind sie erst recht Kriminelle und den ganzen Ehrenmordblödsin werden sie immer noch glauben. Solche Leute gehören hier nicht hin. Die sollen sich in ihrem Heimatland vor Gericht verantworten und dann auch dort bleiben.

    Stein des Anstosses für meinen Kommentar war ja bloss die Berichterstattung in ausländischen Medien, die sowas von seicht ist, dass man brechen möchte. El Pais zum Beispiel schrieb in der Schweiz sei Franco auferstanden. Hallo? Haben sie noch nicht vergessen, dass ihre vorherige Regierung wissentlich das Volk belogen hat, um dem neoliberalen Weltkönig in einen völlig dämlichen Krieg zu folgen? Und die wollen uns kritisieren? Ha! Von den Italienern mit ihrer Mediendiktatur red ich schon gar nicht.. und wenn dann Prawda kommt… also dann muss man wiederum schon fast lachen.

  12. […] fest, dass einige Besucher meiner Site auf der Suche nach “Katrin Wilde Podcast” auf meiner Seite gelandet waren. Ja, was macht die ehemalige Radio Energy-Moderatorin denn nun? Also startete auch […]

  13. birtler sagt:

    Eben gelesen: Katrin Wilde arbeitet ab 15.1.08 beim größten deutschen privatsender ANTENNE BAYERN

    – Viel Glück Katrin und nicht vergessen: Die meisten Zürcher mögen dich… und Idioten gibt es leider auch eine Menge in der Schweiz

  14. […] Nachdem Katrin Wilde im Oktober 2007 nach persönlichen Bedrohungen gegen ihre Person beim Miniradiosender “Energy Zürich” auszog, erfreut mich die Meldung vom presseverein.ch “Wilde wieder onair”. Dort ist zu lesen, […]

  15. birtler sagt:

    Bei SWR 3 im Nachtcafe war die Katrin Wilde zusammen mit DJ Bobo u. anderen eingeladen. Das Thema war ÖSIs, EIdgenossen und Teutonen. Frau Wilde hat sich sehr freundlich über die Schweizer geäußert und das trotz der Morddrohungen und dem Anschlag auf ihr Auto. Ich finde das die Frau Format hat.

    lg birtler

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