NZZ-Artikel: (Die Deutschen) Jetzt gehen Sie wieder


Soeben stellte ich fest, dass einige Besucher meiner Site auf der Suche nach „Katrin Wilde Podcast“ auf meiner Seite gelandet waren. Ja, was macht die ehemalige Radio Energy-Moderatorin denn nun? Also startete auch ich eine Suche. Fand aber zuerst einmal einen anderen interessanten Artikel – und zwar im Onlinebereich der NZZ: „Jetzt gehen Sie wieder“ von Sacha Batthyany. Prädikat „sehr lesenswert“.

Und: RadioEnergy-Geschäftsführer gab Inhalte einiger Beispiele für „leicht rassistische E-Mails“ bekannt, welche an Katrin Wilde gesendet worden sind:

Viele mies und ein bisschen rassistisch. Büchi: «Und weitere fünfzig waren unter jeder Sau. Drei davon lebensbedrohend.»

Ein Auszug: «Ihr Deutschen seid eine Epidemie.» Oder: «Frau Wilde, wenn Sie das nächste Mal in Ihr Land fahren, nehmen Sie den Viehtransporter, pferchen all Ihre Landsleute rein und bleiben, wo Sie herkommen.» Oder: «Schade, dass die Gasöfen in Deutschland abgestellt wurden. Denn da gehören Sie hin.»

Tja, was soll man dazu noch sagen ausser „unter aller Sau!“? 

Mal sehen, ob ich auch herausfinde, was Katrin Wilde aktuell treibt. (Nein, leider gar nix gefunden)

UPDATE 02.11.2007: Bei Jens-Rainers „Blogwiese“ läuft momentan eine interessante Diskussion zum Thema „Die Schweiz ist kein Ausland – denken alle Deutsche so?

8 Responses to NZZ-Artikel: (Die Deutschen) Jetzt gehen Sie wieder

  1. Winkelried sagt:

    Lieber Herr Sperlich,

    ich glaube, man spielt das Problem ein bischen hoch. Migrationen zwischen beiden Ländern hat es immer gegeben. Aufgrund der Wirtschaftslage in Deutschland kommen nun wieder mehr. Oft kommen auch jene, die sich die Integration all zu leicht vorstellen. Unter denen gibt es halt auch wieder eine Rückwanderung.

    Deswegen ist es aber noch lange nicht so, dass die Schweizer am Wochenende Deutsche durch Zürich jagen. Das da der eine oder andere Spinner mal einen dummen Spruch macht … das liegt wohl eher an der Erziehung als an der schweizerischen Wesenart.

    Das gilt übrigens auch umgekehrt.

  2. phil sagt:

    @ winkelried: Ich denke eher, dass man ein Riesenproblem ein bisschen zuviel runterspielt – nach bewährter Schweizer Art natürlich – denn was nicht sein darf, das ISTauch nicht.
    Da nutzt es auch keinem, wenn Du auf rassistische Ostdeutsche Neonazis anspielst. denn im Gegensatz zu Schweizer Medien (of course mit einigen aber leider wenigen Ausnahmen) gehen die Deutschen Medien ALLE (Print, Funk +TV) ganz offen mit diesen Problemen und den Verbrechern um.

    Von wegen: „Der eine oder andere Spinner macht mal einen dummen Spruch“ – hier ging es im Fall Wilde um Morddrohungen und übelste Beschimpfung, Rufmord und schwere Sachbeschädigung – das mein lieber Winkelried sind Straftatbestände. Was tut die Stadtpolizei? Tut sie überhaupt etwas? Emailabsender zu ermitteln, das ist doch kein Problem.

    Leider ist es nicht strafbar mit solchen Strolchen zu sympathisieren…

    Diese fremdenfeindliche Grundstimmung die sich jetzt auch gegen eine prominente Moderatorin richtete, sollte als Chance gesehen werden das Thema Deutschenhass schonungslos in aller Öffentlichkeit zu diskutieren. Denn leider sind es nur wenige die sich an solchen kontrovers geführten Diskussionen in Blogs beteiligen.

    Aber diejenigen, die sich dann auch noch kritisch gegenüber den sogenannten „Schweizer Gutmenschen“ äußern die sind dann Nestbeschmutzer.

    Nicht vergessen die Schweiz ist keine Insel und sie braucht die Welt. Braucht aber die Welt die Schweiz?

  3. iceman80 sagt:

    Und sag mal, wie fühlen Sie sich in der Schweiz? Sie können ja aus forderster Front berichten. Und ja, ich finde den Artikel total übertrieben. Die NZZ siedelt sich mehr und mehr auf Blick-Niveau an. Ich habe viel im Berufsleben wie auch privat, da ich in einer Touristen-Region lebe, mit Deutschen zu tun. Mit den meisten habe ich ein sehr gutes Verhältnis und Sie berichten auch vielfach, Ausnahmen gibt es immer wieder, nur Gutes über das Leben hier. Das hier eine andere Kultur herscht als in Deutschland ist ja klar. Wir hatten nicht die gleiche Vergangenheit. Es wird auch immer rassistische Anfeindungen geben. Aber das ist ja weltweit der Fall.

    Nochmal, der NZZ-Artikel ist meiner Meinung nach sehr überzogen, wobei ich die Geschehnisse um Frau Wilde nicht herabspielen möchte. So eine Aktion ist nicht korrekt, wobei man sagen muss, dass auch schon Schweizer Personen des öffentlichen Leben Anfeindungen erlebt haben. Damit müssen Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, halt rechnen. Aber nochmal, das Frau Wilde solche schlechten Erfahrungen machen musste, war sicherlich nicht korrekt.

    Und dein Satz im Kommentar fand ich übrigens nicht korrekt. Braucht die Welt die Schweiz? Sie brauchen Sie ja, da Sie ja hier leben und arbeiten. Oder etwa nicht. Dies ist ebenfalls eine solche Verallgemeinerung, die ich nicht gutheisse.

  4. iceman80 sagt:

    sorry vorderster Front sollte das heissen. Ist schon spät 🙂

  5. PeterPan sagt:

    Hallo Iceman..

    Herzlichen Dank für den Kommentar. Da Sie mich fälschlicherweise offensichtlich persönlich ansprechen, folgende Information:

    Wenn ich kommentiere, dann steht da „PeterPan“ und auf der rechten Seite steht mein Bild. Das ist nämlich eben genau mein Blog 🙂

    Ich denke nicht, dass Sie mir unterstellen wollen, dass ich hier anonym kommentiere.

    Im Übrigen bin ich durchaus der Meinung, dass die Welt die Schweiz braucht. Wie jedes andere Land auf diesem Planeten. Zum Beispiel gibt es nirgends in diesem Universum so gute Schoggi. 😉

    Gruss
    PeterPan

  6. iceman80 sagt:

    ja habe ich nun auch bemerkt, wie schon gesagt war schon spät 🙂 . Dennoch wäre es schön zu wissen, wie Sie das Leben in der Schweiz empfinden. Und Entschudligung nochmals wegen des Missverständnisses. Gruss

  7. hawyli sagt:

    Für mich ist der Artikel sehr einseitig geschrieben. Erwähnt er doch nur ansatzweise die Probleme und Ressourcen.
    Voran möchte ich noch erwähnen, dass ich seit Jahren viele Deutsche im Freundeskreis habe und bei der Arbeit deren Einsatz schätze.
    Zu Katrin Wilde möchte ich erwähnen, dass es sicher nicht in Ordnung ist wie manche Mitbürger reagieren. Ich stelle aber ein Fragezeichen an den Arbeitsgeber der die Reaktion voraussehen hätte können und dann bei Reaktionen doch etwas spät reagierte…
    Noch eine Verständigungsfrage; wie würde eine ….. Bevölkerung reagieren wenn in einem …. Regionalsender jemand Schweizerdeutsch spricht 😉
    Ich war ferner entsetzt ,dass in dem Artikel Menschen erwähnt werden, die selbst nach x Jahren noch keinen Kontakt zu Schweizern fanden. Dies kann nicht nur an der Mentalität der Schweizer liegen.
    Lachen musste ich über die 10 CH Punkte, na ja auch ich erkannte mich darin ein wenig wieder, was aber an meiner Freundschaft zu Deutschen nur bereichern kann 🙂
    Insgesammt darf ich jenen die leiden tröstend sagen:
    Diesen Aufstand hatten wit schon bei den Italienern (70) Türken (80) Jugoslaven (90)
    und es beruhigt sich auch wieder…

  8. […] am besten an?”. Den Stein des Anstosses gab einmal eine Kommentar auf den Beitrag “NZZ-Artikel: (Die Deutschen) Jetzt gehen sie wieder” und die aktuelle Diskussion bei Jens-Rainer’s “Blogwiese” zum Thema […]

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