Urlaub Koh Samui 12.03.2008 – Am schönen Strand von Bo Phut beim Gecko in der Sonne liegen

12. März 2008

Gegen 10 Uhr erwachte ich, als Chris an meine Tür klopfte. Wir vereinbarten uns in einer halben Stunde im Strandrestaurant zu treffen. Ich duschte und packte anschliessend meine Strandklamotten in die Umhängetasche, die ich sonst für den Laptoptransport nutze. Dann schlenderte ich zum Strandrestaurant, wo Chris bereits mit einem Kaffee vor sich wartete. Mike war noch nicht auf der Bildfläche erschienen und wir wollten auch nicht stören.

Chris erzählte, dass ihm gestern Nacht gegen 23 Uhr auf dem Weg nach Chaweng nach der Fahrt über den Pass der Sprit ausgegangen sei. Er hätte zwar gesehen, dass das Warnlicht brennt, dachte aber er käme noch nach Chaweng. Er liess die Mühle den Berg hinunter ausrollen, stellte sie ab und suchte eine der kleinen Flaschentankstellen. Er fand nach 2 Kilometern Fussweg zwar eine, aber er musste erst den Besitzer des Ladens wecken. Dann kaufte er 6 Flaschen Sprit – also 6 Liter. Auf die Frage, wie er diese denn transportiert hätte, antwortete Chris, dass er sich eine Plastiktüte hätte geben lassen. Seine Abendveranstaltung hätte somit schweisstreibend begonnen. Er wäre auch nicht lange in Chaweng geblieben und bald wieder nach Lamai zurück gekehrt.

Während ich meinen Kaffee schlürfte, erzählte mir Chris, dass er nach Chaweng fahren möchte. Ich bezahlte, wir lachten den „Dauercampern“ auf ihren reservierten Strandliegen zu und wanderten zu unseren Choppern, die vor dem Hotel in der Sonne parkten. Dann starteten wir die Motoren und tuckerten aus Lamai heraus. Beim der „Shark Bar“ lag ein Roller am Strassenrand und ein Krankenwagen stand dahinter. Scheinbar hatte es einen Unfall gegeben, was uns wieder daran erinnerte, dass der Sand am Strassenrand recht tückisch sein kann.

Wir fuhren auf der Hauptstrasse an Chaweng vorbei und erreichten nach etwa 30 Minuten Bo Phut gegen Mittag. Bo Phut selbst ist ein ruhiges malerisches ehemaliges Fischerdorf mit schönen kleinen Künstlerläden, Bars und Restaurants, die sich wie eine Kette vom Dorfkern entlang der Strandstrasse entlang ziehen. Der Tourismus scheint hier mit Verspätung angekommen zu sein und vom Trubel wie etwa in Chaweng oder Lamai merkt man hier nichts. Am Ende der Strandstrasse herrscht rege Bautätigkeit. Offensichtlich entsteht ein neuer grosser Resort dort. Wir parkten unsere Chopper am Ende der Strasse und sahen uns den Strand an. Dann liefen wir im feinen Sand in nördlicher Richtung am fast menschenleeren Strand entlang. Nur vor einem Resort lagen auf ein den Strandliegen ein paar Gäste und sonnten sich.


Während es bei Lamai noch Wolken die Sonne versperrten, schien über uns der blaue Himmel. Von Osten her schützte den Strand die Landzunge vor Wind und Wolken, auf der man in der Ferne den Big Buddha in der Sonne schimmerte. Palmen säumten den etwa 2 Kilometer langen Strand, der bogenförmig vor uns lag. Wir breiteten unsere Handtücher aus und liessen unsere Haut von der Sonne bestrahlen. Der Wind kam aus süd-östlicher Richtung schön gleichmässig – kühlte aber nur wenig. So legte ich mich nach kurzer Zeit ins flache Wasser und liess mich vom Meerwasser umspülen. Das Wasser ist wesentlich sauberer und klarer in Chaweng oder Lamai. Die einzigen Wellen stammen von vorbei fahrenden Speedbooten, die Ausflüger und Schnorchler nach Koh Phangan hinüber bringen, dass in sichtweite gegenüber liegt.


Nach etwa einer Stunde entdeckten wir ein schönes Strandrestaurant, weil wir leise Chillout Musik hörten. Vor dem Strandrestaurant steckten gelbe Fahnen im Sand. Wir verspürten leichten Hunger und entschlossen uns an einen Tisch im Schatten eines Baumes zu setzen. Doch wir blieben nicht lange allein. Die zum Restaurant gehörenden Hunde beschnupperten uns sofort und liessen sich rund um uns herum nieder. Dafür gruben sie sich mit den Vorderpfoten eine kleine Kuhle und legten sich dann breit hinein. Die Hunderasse erschien uns etwas exotisch. Für Dackel zu gedrungen und für Bulldoggen zu spitze Schnauzen und kurze Beine.

Wir bestellten Fruchtshakes und genossen das Ambiente. Aus den Lautsprechern kam gemütliche Musik, die hervorragend zur Stimmung passte. Die Hunde lagen vor uns im Sand und schlummerten ein wenig im kühlen Sand im Schatten. Dann sahen wir uns die Speisekarte an und entdeckten die ein oder andere Leckerei.



Chris bestellte sich „Massaman-Curry“ und ich eine kremige Fischsuppe. Während wir auf unser Essen warteten, sah ich mir das Strandrestaurant näher an. Vom Strand aus gesehen links befindet sich ein offener Pavillon mit 6 Strandliegen, auf welchen man wunderbar relaxen kann. Unter dem hölzernen Vordach stehen kleine ebenso hölzerne Tische und dahinter befindet sich ein weiterer offener Pavillon. Darin stehen grosse Sofas aus dicken Bambusrohren mit weissen Polstern und daneben ein Billardtisch. Zwischen den beiden Pavillons eine in der Mitte ein quadratischer Brunnen mit grossen Goldfischen – Kois – darin. Der Name der Strandbar: „Gecko“.

Nach wenigen Minuten brachten die Bedienungen unser Essen und wir liessen uns das vorzügliche Mahl an diesem tollen Ort schmecken.

Zwischendurch kam der ein oder andere „Koh Samui Fink“ in unsere Nähe. Trauten sich aber nicht recht heran, da rund um uns herum die jungen Mischlingshunde im Sand lagen.


Während wir es uns gut gehen liessen kam eine dicke dunkle Bulldogge daher müde daher getrabt und checkte die Lage. Eine Bedienung meinte, dass das der Vater der Mischlinge wäre. Und der weiss graue langhaarige mit dem Glöckchen um, das wäre die Mama. (Bild links oben).

Nun verstanden wir, wie es zu den lustigen netten Mischlingen kommen konnte. Der Putzigste von den kleinen lag zuerst auf dem Steinboden und kümmerte sich anschliessend um ein Blatt, dass er neben mir im Sand fand. Er hatte lange Schlappohren von seinem Vater, den Schnauzbart und das buschige Schwanzende von seiner Mutter. Wenn es denn stimmt mit, was die Bedienung uns mitteilte.

Einer der kleinen schlief breit und tief vor mir im Sand ein und erwachte erst dann, als Papa Bulldog ein Schiff vor dem „Gecko“ anlanden sah. Wie vom Blitz getroffen sattelte er los und fetzte zum Strand gefolgt von seinen Zöglingen und verbellte das Sportboot nach Leibeskräften. Eine der Bedienungen meinte, dass Papa Bulldog keine Motorboote in seinem Revier leiden kann.

Nachdem sich das Motorboot offensichtlich nicht als Gegner eignete, trollte sich Papa Bulldog wieder auf die Steinplatte im Schatten des überdachten Restaurants, während die kleinen Zöglinge im Sand herum tollten und spielten.

Was mich schon während des ganzen Urlaubs wunderte war, dass ich bisher erst einen einzigen Surfer bei gesehen hatte. Und zwar in Lamai am Strand. Der Wind blies schön stetig von süd-ost. Das Wasser ist flach an diesem Strand. Also warum gibt es hier keine Surfer? Nur ein paar Kiter konnte ich am Ende des Strandes erkennen. Direkt neben dem Gecko befand sich ein Büro, in dem man Schnorchelausflüge buchen konnte. Und dort hingen vier Segel und vier breite Surfbretter. Mich juckte es schon lange in den Fingern, also fragte ich nach, ob man eines der Bretter buchen könnte.

Der Typ hinter dem Tresen meinte, dass eine Stunde 360 Baht kosten würde. Ich überlegte kurz und dachte mir, dass ich es mal wieder versuchen könnte. Das letzte Mal stand ich vor mehr als 10 Jahren auf dem Guggenberger Weiher auf so einem Brett. Aber mal sehen, ob ich es nicht verlernt hatte. Ich bezahlte und der Typ hinter dem Tresen stand auf und machte mir das Segel zurecht. Auch das Board trug er zum Wasser.


 Und dann ging es los. An einen „Wasserstart“ dachte ich bei dem recht lauen Wind in Strandnähe eher nicht. Also zog ich das Segel schön gemütlich aus dem Wasser. Wie war das? Übergreifen, herüber ziehen, ausrichten und ab geht’s. Ich peilte eine Boje etwa 500 Meter vor dem Strand im Meer an und wackelte leise darauf zu, bis ich merkte, dass ich das Schwert noch nicht ausgefahren hatte. Ich balancierte meinen Fuss zum Hebel und schon zog das Brett schnurgerade seine Bahn dorthin, wo ich wollte. Nachdem die erste Wende einigermassen flüssig von statten ging, konnte ich die Fahrt in die andere Richtung in Angriff nehmen. Und so kamen Stück für Stück die Erinnerungen wieder und es klappte mit jeder Bahn besser.

Als ich nach einer Stunde wieder anlandete, sah ich einen Paarungsversuch von zweien der Restauranthunde. Leider konnte das nicht klappen, da beide Rüden waren. Als beide es merkten, besannen sie sich und verbellten lieber wieder das Motorboot. Ich grinste mir einen und schlenderte zurück zu Chris, der mittlerweile auf einer der Liegen des Restaurants „Gecko“ lag und sich sonnte.

Gegen 17 Uhr packten wir unsere Sachen und wanderten zurück zu den Motorrädern. Allerdings nicht am Strand entlang. Chris entdeckte einen interessant angelegten Resort, den wir uns näher ansahen – den „Anantara Samui Resort„.

Die Anlage ist wirklich einzigartig und erstklassig schön angelegt. Der Pool scheint ins Meer zu fliessen. Der Garten zwischen den Bungalows sieht aus wie eine Mischung aus Dschungel und Palmengarten.



Wir schlenderten am Pool vorbei, durch das Restaurant, den Garten und die Lobby. Sieht ganz nett aus – kostet aber sicherlich ein paar Mark dort zu nächtigen. Dann starteten wir die Kisten und tuckerten zurück nach Lamai.

Dort hielten wir beim „Easy Rider“ Johnathan – unserem Chopper-Verleiher – und verlängerten den Mietvertrag für die Kisten bis zum Tag unserer Abreise. Dann fuhren wir zum Hotel zurück und nahmen noch ein Bier zum Abschluss des tollen Strandtages.

Dann ging ich zurück auf mein Zimmer und machte mich ausgangsfertig. Gegen 20 Uhr traf ich mich mit Kirsten und Werner an der Bar im „Samui Boutique Resort“, um anschliessend bei Nanee im Restaurant etwas zu dinieren. Gegen 23 Uhr verabschiedeten sich die beiden und ich sass noch lange mit Nanee auf der Terrasse. Wir genehmigten uns den ein oder anderen Gin Tonic, plauderten und lachten viel an diesem Abend.

PeterPan’s Restaurant-Tipp Koh Samui:

Gecko Village
P.O.Box 33 Maenam Post Office
Bophut, Koh Samui
Suratthani, 84330 Thailand
Tel: +66 (0) 81 737 3507
Mail: info@geckosamui.com
Web: www.geckosamui.com
www.myspace.com/geckosamui

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Urlaub Koh Samui 11.03.2008 – Mit Nanee in Nathon und „Darf es noch ein Glaserl Wein sein?“

12. März 2008

Was meint das Buch der Bücher und Standardnachschlagewerk für sämtliches Wissen im Universum – The Hitchhikers’s Guide to the Galaxy – zum Thema Liebe? „Wenn möglich, vermeiden!“ Im Original sagt dazu das Buch: „The Encyclopedia Galactica, in its chapter on Love states that it is far too complicated to define. The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy has this to say on the subject of love: Avoid, if at all possible. Unfortunately, Arthur Dent has never read the Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“. Tja, und nun ersetzen wir mal kurz „Artur Dent“ durch „Mike“.

Zur Story: Gegen 10 Uhr erwachte ich. Chris sass auf dem Bett neben mir – bereits angezogen. Ich schlug die Decke zur Seite und ging ins Bad. Chris meinte, dass er schon Mal zum Strandrestaurant ginge. Ich duschte, zog mich um und folgte ihm nur 10 Minuten später. Chris sass an unserem Stammplatz und deutete hinüber zu seinem Bungalow. Dann erzählte er, dass die Bedienungen ihn schon bei der Begrüssung im Restaurant breit grinsend gegrüsst hätten. Ich war noch nicht ganz wach und fragte mich warum. Dann sah ich die Schuhe von Mike und Moe vor dem Bungalow von Chris.

Wir bestellten uns je einen Kaffee und rauchten erst einmal eine. Chris erzählte mir die Story, wie sie gestern von der „Solo Bar“ weggefahren wären. Mike sei schon den ganzen Abend mürrisch gewesen. Und den ganzen Tag hätte er sich über seine Dummheit geärgert, dass er weder die Telefonnummer, noch ein Date mit ihr ausgemacht hätte. Er hätte nicht mal mehr gewusst, wo sie wohnt bzw. wo er sie abgesetzt hätte beim Nachhausefahren. Tja, wie war das mit dem Hitchhiker’s Guide zum Thema „Liebe“?

Nach 2 Stunden und weiteren zwei Tassen Kaffee, also gegen 12 Uhr, rührte sich vor dem Bungalow immer noch nichts. Chris musste sich ja irgendwann Mal waschen und umziehen. Ich schlug ihm vor, dass er die von mir gekaufte Zahnbürste verwenden könnte. Die wäre noch originalverpackt. Auch Klamotten von mir würden ihm sicher passen. Er lehnte kopfschüttelnd ab. „Ich muss doch irgendwann Mal da rein!“ grinste er. Wir entschlossen uns bei Mike zu klopfen. Nach einer Weile öffnete sich die Tür und Mike erschien. Er kam zu uns herüber und erzählte, dass sich Moe nicht aus dem Pavillon trauen würde, weil man sie dann sehen würde. Tja, was tun? Chris und ich entschieden uns für ein spätes Frühstück. Wir verabschiedeten uns und gingen zurück an den Pavillons vorbei, durch die Hotellobby und entschlossen uns im Restaurant gegenüber ein „Continental Breackfast“ zu bestellen.


Wir plauderten über den vorhergehenden Abend und über die komplett andere Kultur auf Thailand. Wir wussten bereits, dass es unüblich war Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit auszutauschen. Auch ist es für anständige Mädels komplett unüblich sich mit einem „Farang“ auch nur sehen zu lassen. Da lag bei Moe und Mike der Hund begraben. Deshalb wollte die Bangkok-Lady nicht aus dem Bungalow.

Wir bezahlten das Frühstück und gingen zurück zum Strandrestaurant. Gerade noch rechtzeitig; denn dann öffneten sich die Schleusen am Himmel und ein extremer Monsunregen ergoss sich über den Landstrich. Die Sonnenhungrigen verliessen fluchtartig ihre Dauerliegen und rannten in das Strandrestaurant. Wir suchten uns einen von Wind geschützten Platz im Restaurant. Chris orderte ein Cola und ich besorgte mir einen Mango-Shake. Mike war nicht mehr da. Wahrscheinlich brachte er gerade Moe nach Hause.

Langsam sollte ich aufbrechen; denn ich verabredete mit Nanee am Abend davor, dass ich sie gegen 14 Uhr treffe und nach Nathon begleite. Sie erzählte gestern, dass sie etwas geschäftliches dort zu erledigen hätte. Anschliessend könnten wir etwas unternehmen. Aber es regnete immer noch wie aus Eimern. Nur Chris hatte zwei Regenschirme in seinem Bungalow. Er holte einen und wir gingen zusammen zur Hotellobby. Im Bungalow fand Chris das Mobile Phone und den Haarstecker von Moe. Als wir in der Lobby ankamen, kehrte gerade Mike zurück. Chris teilte ihm mit, was Moe im Bungalow vergessen hatte. Dann setzte Mike seinen am Mittag geäusserten Plan in die Tat um. Er ging zur Rezeption und fragte nach einen eventuell freien Bungalow – und bekam den Bungalow 101. Das ist der genau vor dem von Chris, neben dem Strandrestaurant und direkt bei der Strandbar. Geniale Lage mit Meerblick.

Wir diskutierten kurz den weiteren Tagesablauf. Chris plante bei dem miesen Wetter zum „TESCO“ zu fahren. Mike wollte mit; denn eventuell ist mittlerweile sein iPhone eingetroffen. Ausserdem wollte er anschliessend noch von unserem Zimmer in den Bungalow umziehen. Vorher holte er noch das Mobile Phone und den Haarstecker vom Bungalow bei Chris und machte sich auf den Weg zurück zu Moe. Ich spannte den Regenschirm auf und wanderte durch den Monsunregen zum Restaurant von Nanee.

Im Restaurant angekommen, setzte ich mich an den Ecktisch und bestellte einen Kaffee. Gerade, als ich diesen bekam, fuhr Nanee vor. Sie winkte mir aus dem Auto zu und parkte. Dann kam sie kurz herüber. Ich trank den Kaffee aus und wir starteten zur Fahrt nach Nathon. Zuerst ging es die durch den strömenden Regen menschenleere Lamai Beach Road, am „roten Platz“ vorbei und bogen nach dem „Bauhaus“ rechts ab. In der „Animierstrasse“ hatten sich grosse die gesamte Strasse überspannende braune Pfützen gebildet, die wir langsam durchfuhren. Am Ende der Strasse lenkte sie ihren Honda nach links Richtung Nathon.

Je weiter wir uns von Lamai entfernten, um so um so mehr änderte sich die Szenerie am Wegesrand weg von flachen Häusern, die verschiedenste Gewerbe ausüben hin zu Felder und Palmenwäldern. Es hatte auch mittlerweile zu regnen aufgehört. Es kam die Sonne aus den Wolken heraus. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite kam ein Reitelefant entgegen getrabt. Auf ihm sass sein Pfleger mit einer langen Rute und lenkte ihn mit sanften Schlägen entweder auf der linken oder auf der rechten Rückenpartie. Palmen, Ochsen, Elefanten – alles etwas anders.

Nach etwa 30 Minuten Fahrt erreichten wir von Süden her Nathon. Nanee schlug vor mich eine Querstrasse von der Uferstrasse bei einem Supermarkt abzusetzen und mich in etwa einer halben Stunde wieder abzuholen. Sie hielt auf dem Parkplatz und ich stieg aus. Dann wendete sie und ich wanderte eine Strasse in Nathon entlang mit vielen Geschäften und Boutiquen, sowie kleinen Cafés. Nur die Uferstrasse in Nathon scheint vollkommen auf Touristen ausgerichtet zu sein. Oder auf die von der Fähre her Ankommenden; denn dort reihte sich ein Rollerverleiher an den anderen. Die Hauptstadt besitzt aber einen besonderen Reiz auf den ersten Blick: Die Stadt ist natürlich gewachsen und nicht so künstlich, wie das touristische Zentrum Chaweng oder der Zögling Lamai.

In den kleinen Geschäften und Boutiquen findet man eher Ware für das tägliche Leben und sind eher nicht auf Touristen ausgerichtet. Sicher, Andenken-Shops, welche die immer gleichen Schnitzereien, wie Elefanten anbieten gibt es hier auch. Aber sonst hat man den Eindruck, dass es sich um eine „normale“ Stadt handelt. Ich sah mich in einem Laden um, in welchem unzählige Gitarren von der Decke hingen. Schon lange war es ein Traum von mir dieses Instrument spielen zu können. Aber es fehlt bisher die Zeit – Luftgitarre beherrsche ich ein wenig.

Den Eingang eines Optikers bewachte eine kleine Miezekatze. Diese kuriose Szenerie mit dem Aufdruck „Open Daily“ an der Tür musste sofort abgelichtet werden. Mein Koffein Defizit machte sich bemerkbar und ich fand auch sofort ein kleines Cafe. „Corner“ nannte es sich. Es befand sich direkt am Eck an der Strasse von der Fährlände her geradeaus zum Polizeihauptquartier. Ich setzte mich an einen kleinen Tisch mit Ausblick auf das Geschehen vor dem Café. Im Lokal befanden sich noch drei Polizisten in Uniformen an einem Tisch, diskutierend und Tee trinkend. Zu Polizisten ist man in Koh Samui extrem freundlich stelle ich fest. Jeder der herein kam grüsste extrem freundlich – vielleicht kennt man sich ja auch.

Ich bestellte einen Kaffee und ein Wasser. Der Kaffee kam aus der Espressomaschine und das Wasser mit Glas und kleiner Flasche. Ich beobachtete den regen mittäglichen Strassenverkehr. Gegenüber befindet sich das Polizeihauptquartier – offensichtlich. Und plötzlich ging bei einem der dort geparkten Fahrzeuge ohne ersichtlichen Grund die Alarmanlage lautstark pfeifend und hupend. Einer der Polizisten stand auf, überquerte die Strasse, ging in den Hof zum Auto, zog die Fernbedienung heraus und betätigte den Auslöser. Das Hupen und Pfeifen verstummte – für kurze Zeit. Dann lärmte die Alarmanlage erneut. Seine Kollegen im Café amüsierten sich über die Angelegenheit.

Das Strassenbild vor dem Café war geprägt durch Rollerfahrer und grosse Geländewägen made in Japan. Ich trank meinen nun etwas auf Körpertemperatur erkalteten Kaffee aus und nahm mir die Wasserflasche vor. Dann stand ich auf und ging zum Tresen, um die Rechnung zu verlangen. Dann legte ich einen 100 Baht schein hin und fragte nach der Toilette. Das junge Mädel deutete nach hinten. Und tatsächlich über einer Tür, die mit einem bunten Plastikstreifenvorhang verhängt war, hing ein Schild „Toilet“. Ich ging darauf zu und ein „Bruzeln“ und „Zischen“, als wenn jemand Fleisch in einer heissen Fettpfanne braten würde. Tatsächlich: Direkt neben der Toilette befand sich die Küche. Hinter einer gemauerten Küche stand eine Köchin und brutzelte in einem Wok über der offenen Gasflamme ein nettes Gericht.

Grinsend schob ich den Plastikstreifenvorhang mittig zur Seite und betrat den kleinen dunklen Toilettenraum. Auf Augenhöhe links neben dem Pissoir befand sich ein Metallbehälter in dem passend zur Riechrichtung WC-Steine griffbereit lagen. Gut, es hörte sich diesmal etwas anders an, als sonst zusammen mit der Brutzelei nebenan. What shells. Als ich an der Theke vorbeikam und mir das Mädel mein Wechselgeld geben wollte, bedankte ich mich freundlich lächelnd und verliess das schöne Café mit der interessanten Küchen-/WC-Kombination.

Ich wanderte weiter durch die Querstrassen und sah mir hie und da die Auslagen an. Bis sich dann mein Natel respektive Nanee sich meldete. Sie sei fertig mit der Besorgung und würde wieder auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt auf mich warten. Nach wenigen Minuten sass ich bei Nanee im Auto, auf der richtigen Seite nur ohne Lenkrad. Sie fuhr diesmal eine andere Strecke, als die welche wir vorher nach Nathon gefahren waren. Es ging durch Palmenhaine und Felder – etwas abgelegener. Dann bog sie in eine schmale Strasse ab – im Hintergrund konnte man das Meer durch die Palmen sehen. Sie hielt vor dem Resort „Centara Villas Samui“, welcher direkt gegenüber des „Butterfly Garden“ liegt, auf dem Parkplatz und wir stiegen aus

Wir gingen an der offenen Lobby des Resorts an der Rezeption vorbei, grüssten die dort in feinen, bunten Kleidern gehüllten Angestellten und stiegen eine hölzerne Treppe hinab. Hangabwärts liess sich der Strand vermuten, welcher von der Lobby aus, aber nicht zu sehen war; denn ein wahrer grüner Dschungelgarten, labyrinthartig durchzogen mit hölzernen Stegen öffnete sich vor uns. Dazwischen in unregelmässigen Abständen befanden sich gut versteckt Palmblatt-gedeckte Bungalows. Gut, dass es regelmässig Schilder und sogar einen Resortplan auf Tafeln gab, sonst hätten wir uns auf der Suche nach dem Strandrestaurant auf dem ZickZack-Weg glatt verlaufen.

Von einer Anhöhe überblickt man den schönen blauengemusterten Pool und den geschützten ruhigen sichelförmigen Sandstrand. wir stiegen die teils mit Steinplatten belegten, teils aus Holz gebaute Treppe hinunter und erreichten die Strandbar, an die direkt das Restaurant anschloss. Dort wählte Nanee einen Platz mit Blick auf den Strand aus und wir setzten uns auf aus Bambus gefertigte Barhocker. Ausser uns befand sich nur noch ein Urlaubspärchen auf der Barterrasse, welche an einem runden Tisch sassen und eine englische Zeitung lasen. Wir bestellten je einen Cocktail und genossen Aussicht und Ruhe.

Am Strand spielten Kinder mit einem „Meereshund“, wie ich die Rasse mit Vorliebe zum „Im Meer plantschen“ mittlerweile nannte. Die Kinder warfen einen Stock ein Stück ins Meer und der Hund schwamm bellend darauf zu, um es glücklich im Maul tragend wieder zu den Kindern zurück zu bringen. Am Strand standen neben zusammen geklappten Schirmen etwa 30 Strandliegen, von denen gerade mal 4 Stück belegt waren. Ein Pärchen spielte vor uns Strandtennis im flach ins Meer verlaufenden feinen Sandstrand.

Nanee und ich unterhielten uns gemütlich und lauschten dem Meeresrauschen, bis hinter uns zwei Musiker auf einem Barhocker zurecht rückten und ihre Gitarren auspackten. Sie setzten sich, spielten schöne ruhige Musik und einer der beiden sang dazu. Alles passte perfekt, wie in einem Traum oder Märchen. Die Ausicht auf das Meer, vorbei tuckernde Fischerboote in der Ferne, das Meeresrauschen, Nanee neben mir, die gemütliche Gitarrenmusik, der Cocktail, die leichte Briese vom Meer her. Einfach fantastisches Plätzchen zum Relaxen und Träumen – eine absolut romantische Perle auf Koh Samui weitab der touristischen Auswüchse – ein Geheimtipp. Bitte nicht weiter sagen.

Wir blieben etwa eine Stunde und genossen gemeinsam das malerische Ambiente mit entsprechender musikalischer Untermalung. Dann bezahlten wir die Cocktails an der Bar und verabschiedeten uns von den beiden Musikern. Sicher nicht ohne als Dank für die tolle Musik etwas Trinkgeld in das Loch der Gitarre des Sängers zu stecken. Wir schlenderten durch den grünen paradiesischen Garten am Pool entlang zurück zum Eingang der „Samui Centara Villas“ an der Rezeption vorbei. Auf dem Parkplatz fielen zwei weisse Blüten von einem Baum. Eine davon gab mir Nanee mit der Bitte diese gut aufzuheben – als Erinnerung.

Wir stiegen ins Auto und fuhren am „Butterfly Garden“ vorbei zurück auf die Hauptstrasse. Auf der sich dahin schlängelnden Strasse entdeckte ich am Rand einer Kurve hinter einer Leitplane eine grosse Anzahl kleiner bunter Holztempel. Ich fragte Nanee, was diese wohl bedeuten mögen. Nanee meinte, dass für hier in dieser Kurve viele Thai verunglückt wären und es Sitte wäre am Unfallort zum Gedenken einen Tempel aufgestellt. Nachdenklich neben Nanee sitzend, setzten wir unsere Reise zurück nach Lamai fort.

Im Restaurant angekommen, bestellte ich noch einen Kaffee und verabschiedete mich dann von Nanee. Dann ging ich zurück zum Hotel und duschte. Zwischenzeitlich meldeten sich Kirsten und Werner per SMS und wir verabredeten uns gegen 18 Uhr beim Bungalow von Mike. Chris hielt sich in seinem Bungalow auf und ruhte aus. Mike hatte am Nachmittag einen Anruf von seinem „Local iPhone Dealer“ beim TESCO bekommen. Sein iPhone sei endlich eingetroffen und er hätte es zusammen mit Chris geholt.

Ich traf mich mit Mike am Bungalow und wir setzten uns auf die Terrasse. Gegen 18 Uhr kamen Kirsten und Werner und wir bestellten uns von bei „Buck“, der in der Strandbar direkt vor Mike’s Bungalow arbeitete, je einen Caipirinha. Anschliessend orderte Werner eine Flasche Weisswein und wir plauderten über den vergangenen Tag. Mike verliess uns dann kurz und holte seine massgeschneiderten Klamotten vom „Local Schneider“ ab. Dort traf er auf Moe, die schon seit 19 Uhr auf ihn wartete. So nahm er nicht nur die Klamotten, sondern auch Moe mit. Vorher liess er sich noch seine Füsse abmessen, da er sich zwei Paar Lederschuhe zusätzlich in Auftrag gab.



Dann probierte Mike die neuen Sakkos an und führte diese dem Publikum vor. Dann genossen wir die Abendstimmung und den Weisswein. Wir plauderten über „Strandliegen“-Reservierer; denn im Resort „Samui Boutique Resort“ läuft es nach Auskunft von Kirsten und Werner ähnlich ab, wie bei uns. Gegen Mitternacht verabschiedeten wir uns. Chris war bereits gegen 22 Uhr alleine nach Chaweng gefahren. Mike nahm Moe mit dorthin und ich bekam eine SMS von Nanee. Wir trafen uns am Strand vor unserem Resort. Sie wollte partout nicht in den Resort. So nahm ich zwei Bier aus der „Bordküche“ und wir setzten uns an den Strand. Um halb zwei verabschiedeten wir uns und ich ging zurück zum Hotelzimmer. Da Mike nun seinen eigenen Bungalow besass, konnte ich mich so richtig gemütlich im Zimmer einrichten.

PeterPan’s Restaurant-Tipp Koh Samui:

Centara Villas Samui
Coral Bar & BBQ Eingang gegenüber „Butterfly Garden“
Address: 111 Moo 2, Maret, Natien Beach, Koh Samui, Suratthani 84310, Thailand
Phone: +66 (0) 7742 4020
Fax: +66 (0) 7742 4022
Email: csv@chr.co.th 
http://www.centarahotelsresorts.com/csv/csv_default.asp

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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