26.10.2008 – Regensburg: „Back to the Roots“ und „Drei Bäumchen für Mam“


 

Tja, der Urlaub ist bald wieder vorbei. Wir sind zurück in der Kälte – buchstäblich – in Regensburg. Eigentlich bestand der Plan für heute Vormittag darin, dass wir uns mit Bernhard zum Frühstücken treffen. Allerdings sagte er kurz vorher ab. Er hätte eine saubere Erkältung. Somit blieb uns etwas mehr Zeit zum Ausschlafen und Herrichten. Bernhard ist mittlerweile nach Prüfening umgezogen. Eine Adresse die wir sehr gut kennen: Roter Brachweg. Der zweite Plan für heute betraf den Garten von Mam: Drei Bäumchen sollten gepflanzt werden.

Somit starteten wir zuerst Richtung Prüfening, bogen bei unserer ehemaligen Prüfeninger Grundschule rechts in die Killermannstrasse ab, fuhren am ehemaligen EDEKA vorbei, gegenüber der Metzger, bei dem wir auf dem Schulweg immer Süssigkeiten kauften, die Post gibt es nicht mehr, aber den Bäcker Klein. Dann fuhren wir an der St. Bonifazius Kirche vorbei und hielten für ein paar Erinnerungsfotos: „Back to the Roots“

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Zuerst statteten wir unserem alten Kindergarten „St. Bonifazius“ einen kleinen Besuch ab. Nichts hatte sich in 35 Jahren verändert. Hier fand ich meine erste grosse Liebe: Die Gruppenleiterin.

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1969 zogen meine Eltern mit uns (Mike war 1 Jahr alt und ich 1 einhalb) in ein Neubaugebiet in Prüfening: Die Alfons-Bayerer-Strasse.

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Nummer 14, 1. Stock links. Nichts hatte sich geändert in fast 40 Jahren, nur die Bäume sind anständig gewachsen. Es wohnen sogar noch Nachbarn von damals dort. Über uns wohnte Manfred Oberkofler. Gegenüber die „Fabers“ Elke Haag. In der Nummer 12 unser Deutsch und Englishlehrer Josef „Sepp“ Baumann. In 16 die Weigerts. Auf dem Weg fuhren wir Dreirad und „Kettcar“, lernten Fahrradfahren mit dem Bonanzarad.

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Auf der Wiese spielten wir oft Fussball bis der Hausmeister „Bruckschlegl“ alarmiert von unliebsamen Anwohnern angerannt kam. Oftmals nahm er uns den Fussball weg, den unsere Eltern dann aber wieder abholten. Nicht ohne uns anschliessend brav zu belehren. Der Sandkasten lebt auch noch nach fast 40 Jahren. Dort backten wir Sandkuchen oder bauten Sandburgen und spielten mit Plastikrittern.

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Gegenüber wohnte Mike’s erste grosse Jugendliebe (Andrea).

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Im letzten Haus wohnte Thomas Rastorfer. Ein echter Fussballambitionierter, der mit einem Pfostenkracher dereinst am Bolzplatz (dort steht nun das ehemalige Siemens-Megawerk) Jungtorhüter Mike ein Auge blau schoss. Im Haus dahinter wohnte Wolfgang Platzer – Schulkollege von Mike und Dauerwitzkanone.

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Und zu unserer Überraschung entdeckten wir, dass der sog. „Bunkerberg“ immer noch vorhanden ist! Angeblich handelt es sich dabei um eine alte Verteidigungsanlage aus dem zweiten Weltkrieg, die das Messerschmitt-Werk inkl. Flugplatz vor Flugzeugangriffen schützen sollte. Heute steht von den ehemaligen Werkshallen, in welchen die ersten Düsenjäger entwickelt wurden, nur noch der Hangar (als Lager genutzt). Anschliessend baute dort die Siemens AG ein Halbleiter-Werk und die Infineon AG produzierte danach die ersten Mega-Chips auf dem Gelände. Ich vermute, dass der Bunkerberg und das Gelände darum noch nicht bebaut ist, da es dort „Altlasten“ im Boden gibt.

Auf den Betonüberresten des „Bunkerbergs“, halb mit Erde bedeckt, spielten wir als kleine Kinder „Verstecken“. Tja, und wir zündeten den sogar mal an. Aus versehen natürlich, weil das Lagerfeuer ausser Kontrolle geriet. Erwähnte ich das schon einmal? Eher nicht. Jugendsünden halt. Längst verjährt. *lach*. Die Wiese war zu unserer Zeit ein Weizenfeld, welches früher als Pferderennbahn genutzt wurde. Als Kinder spielten wir noch in den verfallenden hölzernen Tribünenanlagen oder im Zielturm. Daher auch der Name „Rennweg“ und „Rennplatz“. Soweit ich gesehen habe stehen nur noch die Säulen der Eingangstore zur Rennanlage beim Parkplatz bei der Sparkasse.

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Irgendwann so in den 80er Jahren zogen wir in die Kurt-Schumacher Strasse 13a. Ein Reihenhaus, das wir uns auch noch ansahen. Mein Zimmer war das im ersten Stock rechts. Links daneben das Bad und unter meinem Zimmer die Küche. Auch dieses Haus hatte sich nicht verändert.

Dann statteten wir Bernhard einen kurzen Krankenbesuch ab und fuhren zum Kleingarten von Mam. Da sie noch nicht eingetroffen war, verabredeten wir uns im „Brasil“ mit ihr auf einen Kaffee; denn anschliessend stand Plan 2 an: „Pflanze drei Bäume“.

Die Zahl 3 scheint mich schon einige Zeit zu verfolgen: 3 Freunde fahren in den Urlaub, finden 3 hübsche Mädels, bleiben 3 Wochen im Urlaub, pflanzen 3 Bäumchen. Mal sehen, wie es mit der „Drei“ weitergeht.

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Nach dem Kaffee im „Brasil“ fuhren wir zum Garten von Mam, der schon ziemlich herbstlich aussah.

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Mike fror leise vor sich hin, fotografierte und ich buddelte die Löcher für die Bäumchen nach kurzer Lagebesprechung mit Mam ein.

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Und es war wirklich saukalt. Man betrachte das überdimensionale Thermometer: Es steht auf 4 Grad!

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Im Anschluss fuhr Mam nach Hause und Mike und ich besuchten Chris. Er wollte eigentlich zur Tankstelle, um sich Getränke zu kaufen, aber wir luden ihn gleich ein, um mit uns bei Mam zu essen. Mam kochte tüchtig auf und wir schlugen uns die Mägen so voll, dass dann 3 auf dem Sofa um Erholung bettelten. Schon wieder „3“!

Mehrwert gefällig?

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One Response to 26.10.2008 – Regensburg: „Back to the Roots“ und „Drei Bäumchen für Mam“

  1. […] – Regensburg: Mam’s Garten schafft es in die Werbung Ende Oktober 2008 besuchten wir Mam in Regensburg und pflanzten u.A. drei Bäumchen in ihrem Garten, der sich im herbstlichen Umbau befand. Da ich […]

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