01.12.2008 – Zürich: CLICK – der Standbykiller oder „Das EKZ auf Standbyverbraucherjagd“


Das ist wieder eindeutig zweideutig: Definieren wir kurz „Standbyverbraucherjagd“ bzw. „Standbykiller“

„Standbyverbraucherjagd“ aus Sicht des umweltbewussten Züricher Bürgers:
Medien, Wissenschaft, Politik und Umweltverbände leisten blendende Arbeit, wenn es darum geht den Bürger über sein Fehlverhalten in seinen eigenen vier Wanden oder in seiner Fortbewegungsart ein schlechtes Gewissen einzureden. Er kauft somit Energiesparlampen und kurbelt so die Wirtschaft – speziell die Leuchtmittelindustrie – an. Nun wird zur „Jagd“ auf den „Standbyverbrauch“ geblasen. Mit pfiffigen Produkten direkt vom Energieanbieter, wie zum Beispiel „CLICK – der Standbykiller“

Moment mal? Der Energieanbieter fördert das Energiesparen?

„Standbyverbraucherjagd“ aus Sicht des umweltbewussten Energieversorgers:
Wenn man den Dingen auf den Grund gehen möchte, so sollte man sich die einzelnen Begriffe/Wörter in dem Kunstbegriff „Standbyverbraucherjagd“ noch einmal einzeln ansehen. 1. Standby 2. Verbraucher 3. Jagd. Ein Marketingmann würde daraus eindeutig erkennen, dass hier auf Verbraucher Jagd gemacht werden, die momentan noch keine Kunden des Energieversorgers sind, also noch auf „Standby“ stehen. Und wenn schon Standby-Energie gekillt werden soll, dann sollte das Energieversorgungsunternehmen wenigstens noch ein wenig daran verdienen.

„Click“ kostet für jeden Verbraucher (Steckdosenleiste oder Kunde, je nach relativem Standpunkt) momentan nur 49 Franken. Ab 01.01.2009 dann noch teurere 89 Franken. Und das Teil geht weg wie warme Semmeln:

„Aufgrund der grossen Nachfrage muss mit einer Lieferfrist von bis zu zwei Monaten gerechnet werden.“

Mehr Infos zu CLICK dem Standbykiller (bei jedem Kauf bitte ich um eine Spende an mein Liechtensteiner Konto!)

Nur mal so nebenbei:

Das EWZ verlangt im Hochtarif (tagsüber bis 20 Uhr) um die 10 Rappen pro Kilowatt-Stunde.
Bis sich die Investition von 49 Franken für den „Killer“ amortisiert, müssen somit 490 Kilowattstunden eingespart werden.
Das bedeutet, dass man z.B. einen Standbyverbraucher mit 60 Watt 8166,7 Stunden lang ausschalten muss – ohne Unterbrechung – für 340 Tage. Aber welches Gerät heizt zu Hause im Standby wie eine Glühbirne? Doch! Ich weiss eines: Die Espressomaschine!

Wie meinte ein Kollege von mir letzte Woche:

„Energiesparen ist im Winter eigentlich ganz einfach: Man schaltet die Heizung und den Strom komplett aus, zieht drei Pullover und einen Skianzug an, setzt sich zu seiner Frau und dann unterhält man sich. Aber nach drei Tagen wird man feststellen, das dies saulangweilig ist“.

Ich hätte da einen anderen Tipp:

„Wie man Geld spart und gleichzeitig langsam reich wird: Gib es einfach nicht für Unsinn aus!“

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One Response to 01.12.2008 – Zürich: CLICK – der Standbykiller oder „Das EKZ auf Standbyverbraucherjagd“

  1. steve sagt:

    haha… danke für die sinnvolle aufklärung….

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