24.12.2008 – Regensburg: „Ab ins Zap“ oder Weihnachtensfeier traditionell ganz anders


Die Koffer sind gepackt. Es kann losgehen! Weihnachtszeit – „staade Zeit“. Tja, ruhig ist es zu Weihnachten. Dachten wir auch zuerst. Aber als wir gegen 18 Uhr die Zürcher Westumfahrung befuhren, sahen wir uns einem Verkehr ausgesetzt, wie sonst zur Stosszeit. Müsste nicht genau jetzt eigentlich Bescherung sein? Wo fahren die ganzen Leut‘ denn hin? Erst nach Winterthur beruhigte sich die Situation und es konnte gemütlich und absolut stressfrei gefahren werden.

Nach knapp vier Stunden trafen wir kurz vor 22 Uhr in Regensburg ein. Mam erwartete uns bereits und nach einer kurzen Begrüssung ging es sofort daran die „Sauren Zipfel“ mit Kartoffelsalat zuzubereiten – die traditionelle Weihnachtsspeise. Diese liessen wir uns auch anschliessend richtig schmecken. Schliesslich braucht es ja auch eine „Unterlage“ für alles was noch kommen mag.

Schon während der Anfahrt arrangierte Mike die Termine mit Harry und Chris. Und so holten wir erst Harry ab, bevor wir uns mit Chris in seinem Geschäft in der Innenstadt trafen. Es hatte leicht zu regnen begonnen, als wir gemeinsam in Richtung unseres nächsten Zieles wanderten. Es ging traditionell wie schon seit vielen Jahren ins „ZAP“ zum Weihnachten feiern.

Wir platzierten uns an der mittleren Bar. Ich brauchte erst einmal einen Gin-Tonic, um mich langsam an die anderen Umstände als in Zürich zu gewöhnen. Was anders ist? Ok, ein Beispiel: Vor meinem Gin-Tonic versuchte ich an der hinteren Bar ein anderes Getränk zu bestellen. Ich fragte die Bedienung nach „zwei Averna“. Er meinte: „Was? An Werna hamma hier nicht!“ Ich stutzte und fragte erneut: „A-V-E-R-N-A zwei Stück bitte“. Er meinte: „Jetzt arbeite ich schon ein einhalb Jahre hier im Zap, aber einen Averna hab ich noch nie gehört“. Gut, in dieser Situation dem Kollegen zu erklären, dass Averna ein Kräuterbitter aus Sizilien ist und ich vor 16 Jahren selbst im Zap hinter der Theke gearbeitet hatte, sah ich als sinnlos an und bestellte ganz einfach zwei Ramazotti für den Magen und für Mike.

Noch ein Beispiel: In Deutschland herrscht Rauchverbot. Daher muss man immer an die „frische Luft“ vor die Tür zum Rauchen gehen. Kein Problem. So trifft man immer nette Leute zum Plaudern. Diesmal ging ich allerdings allein und beobachtete mehrere Taxis aus denen nur Männer ausstiegen. Zu den vor der Eingangstür stehenden Männern kamen somit noch mal an die zehn/zwölf Männer dazu. Ich dachte „Wird das hier heute eine rein männliche Weihnachtsveranstaltung?“ und entschloss mich um Geldautomaten am Neupfarrplatz zu gehen. Anschliessend wanderte ich wieder zurück und bestellte mir noch einen „Averna“ – nein, Harry’s Bekanntschaft „Melly“ ging diesmal zur Bedienung an der hinteren Bar.

Gut, die Rahmenbedingungen waren „speziell“ und so waren wir eigentlich soweit schon gegen 2 Uhr die Segel zu streichen und uns geruhsam zu verabschieden. Aber irgendwie kam es dann doch anders und wir blieben bis zum bitteren Ende. Somit bekamen wir eine andere Tradition nach langer Zeit geboten. Bruno bestellte noch eine Flasche und eröffnete die „After-Our-Party“.

Somit verliessen wir das „Zap“ erst gegen 5 Uhr morgens, sattelten sofort ein Taxi und fuhren schleunigst nach Hause. Es ist immer wieder ganz anders Weihnachten in Regensburg zu feiern. Lustig war’s.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: