23.01.2009 – Thailand/Bangkok: Rückflug nach München mit Temperatursturz

24. Januar 2009

So, und schon bin ich wieder in München. Aber der Reihe nach: Heute morgen wollten wir beide irgendwie nicht aus dem Bett. Zwar weckte uns der „Wakeupcall“ pünktlich um 8:30 Uhr, aber die Bettdecke hing so schwer an uns. Wir kamen erst gegen 10 Uhr nach mehrmaligem Seufzen und Umdrehen und „Weitermummeln“ aus den Federn. Draussen scheint die Sonne bei geschätzten 30 Grad und leise dringt der Verkehrslärm durch.

Aber dann ging alles ziemlich schnell – zwangsläufig. Mein Taxi zum Airport Bangkok wartete schliesslich um 11 Uhr vor dem Hotel „Le Fenix“ Sukhumvit. Duschen, Anziehen, Fertig-Packen, Auschecken, Verabschieden, alles lief fliessend, auch die Zeit. So blieb uns nur eine Zigarettenlänge in der Smoker-Corner vor dem Hotel für die kurze Verabschiedung. Dann kam mein Taxi, noch einmal fest Nanee drücken, Einsteigen, kurz zurück Winken und schon stürzte sich der Taxifahrer in das allgegenwärtige Verkehrschaos im Sukhumvit. Mich wundert immer wieder, wie die Fahrer die Abmessungen der Taxis und die Ecken und Kanten der engen Strassen so gut kennen ohne einen Kratzer abzubekommen, noch dazu, wenn zwischen den Autos noch die Roller unterwegs sind. Und schon fehlte mir Nanee neben mir – ungewohnt sass ich allein im Taxi auf der Rücksitzbank, während das Taxi den Highway erreichte und sich zwischen den anderen Fahrzeugen einmal links einmal rechts vorbei schlängelte.

Nanee verblieb beim Hotel und wartete auf ihren Schulkollegen – jetzt Taxifahrer – um noch etwas für Ommi einzukaufen und ihren Bruder in seinem Restaurant in Bangkok zu treffen. Ihr Flug geht zwar erst um 16 Uhr, aber wie sie das alles schaffen möchte ist mir ein Rätsel. Sie schafft es aber noch den Flug zu bekommen, wie ich später erfahre. Währenddessen erreiche ich den Airport Bangkok kurz vor 12 Uhr. Mir bleibt noch Zeit in der schwülen warmen Luft beim Eingang eine Zigarette zu rauchen. Die letzte für lange Zeit. Dann checke ich bei „Thai International Checkin J“ ein, wandere durch die Immigration, wo mein Visa entwertet wird und mache mich gemütlich auf den langen Weg durch den Dutyfree-Bereich des Flughafens zum Gate C5. Es bleibt noch Zeit für einen Kaffee vor der Sicherheitskontrolle und so sitze ich da grübelnd und nachdenklich. Die gemeinsamen Urlaubstage mit Nanee, ihren Freunden und Verwandten im Norden von Thailand, mit Ruedie, Patrizia, Hans und Brigitte in Khaolak, vergangen wie im Fluge und mein Flieger zurück wartet bereits.

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Ich setzte mich beim Gate C5 in eine der letzten Reihen und wartete gemütlich auf das Einsteigen, welches 15 Minuten vor 14 Uhr sehr geordnet begann. Ich bestieg die Maschine als einer der letzten Passagiere und fand mich alleine auf einer 3er-Fensterreihe wieder. Die Maschine war somit nicht einmal halb besetzt und ich konnte mich mit meiner Zeitung – der Frankfurter Allgemeinen – richtig breit machen. Kurz nach 14 Uhr rollte die Maschine zur Startbahn und hob wenig später in den strahlend blauen Himmel ab. Bangkok unter mir wurde immer kleiner und es lag ein 11-Stunden-Flug vor mir – zurück mit der Zeit – da wir gen Westen flogen. Als wir die Flughöhe erreichten, gab es sofort das erste Essen. Thai Airways ist hier lobend zu erwähnen. Einmal wegen der sehr guten Beinfreiheit und andererseits wegen des wirklich reichhaltigen Menüs.

Zwar hatte ich es wirklich mit meinen drei Plätzen gemütlich, aber schlafen konnte ich trotzdem im Gegensatz zum Hinflug nicht. Wahrscheinlich war der Kaffee Schuld daran; denn beim Hinflug hatte ich ja mit Armin und Kollegen einige Halbe Bier und da schläft es sich ja bekanntlich wesentlich besser. Somit bekam ich trotz regelmässigem Genuss von „Wine Red“ das volle Programm der drei Filme nebst Trailer und zwei bis drei Kurzfilme mit. Auch wenn mir ab und zu die Augen zufielen, kam mir der Flug sehr lange vor. Das nächste Mal bestelle ich wieder ein Bier 🙂

Pünktlich um 19 Uhr landete ich in München und erschauderte beim Blick aus dem Fenster. Ist das Schnee? Ja! Tatsächlich! Die Rollbahn ist nass und auf dem Grün lag Schnee! Saukalt hier! Als wir den „Finger“ erreichten und ich zum Terminal 2 hinüberging konnte ich die Kälte leicht fühlen. Nein, das ist nix für mich. Wir hatten scheinbar einen Andockplatz am anderen Ende bekommen. Somit liefen wir kreuz und quer durch den Terminal 2 auf dem Weg zum Gepäckband. Während ich auf meinen Koffer wartete, schaltete ich mein Natel wieder ein und bekam eine wirklich nette SMS von Nanee. *seufz*

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Dann schnappte ich mir meinen Koffer und verliess den Terminal 2 und fand mich plötzlich vor dem Checkin der Thai Airways wieder. Dort gab ich vor meinem Urlaub meinen Koffer ab und bekam das Ticket für die Hinreise. So schloss sich der Kreis mit einem Abschlussfoto, welches genauso aussieht, wie eines der ersten Bilder. Wartende Passagiere beim Checkin Thai Airways. Kurz spielte ich mit dem Gedanken mir gleich wieder ein Ticket zu besorgen, noch wäre Zeit, hmmmm… Dann wandte ich mich wehmütig ab und ging durch die Drehtür zum Innenhof. Saukalt! Eisiger Wind durchfuhr meine Wärme gewöhnte Bekleidung. Schnell noch eine Rauchen und dann ab zum Ticketschalter; denn ich brauche noch ein S-Bahn-Ticket, um zum Hauptbahnhof zu fahren.

Gegen 20 Uhr bestieg ich die S-Bahn Richtung Hauptbahnhof und kam dort etwa 40 Minuten später an. Kein Ort um sich länger aufzuhalten. Ich fragte nach dem Weg zur Dachauer Strasse und ging ohne Umwege durch die Unterführung. Oben angekommen pfiff mir sofort wieder der kalte Wind um die Ohren. 30 Grad Temperatursturz in 12 Stunden muss erste einmal verkraftet werden. Ich eilte durch die ungemütliche Szenerie zur Hausnummer 21 und erreichte das IBIS-Hotel. Endlich wieder etwas wärmer. Nun schlafe ich ein wenig und morgen Mittag geht mein Zug nach Zürich. Aber ob ich mich so schnell an diese Temperaturen gewöhnen kann? Eher nicht.