02.06.2010 – WM in Zürich doch nicht tonlos


Manchmal zweifelt man wirklich am normalen Menschenverstand: Der Zürcher Stadtrat diskutierte bis heute doch tatsächlich, ob man die WM-Übertragungen in öffentlichen Beizen (Lokale, Bars, Restaurants) mit oder ohne Ton übertragen lassen darf. Man stelle sich ein Fussballspiel ohne Ton vor. Gut, diese nervigen Mukuvuelas oder wie die Tröten heissen, würde man dann nicht hören. Aber auch keinen Kommentator (hier machen die Österreicher richtig Spass „Krankl, Krankl, Tooor, i werd narrrrrisch!“) und keinen Torschrei. Dafür gab es tagelang einen Medienaufschrei über das stille Tonübertragungsverbot.

Nachdem der Zürcher Stadtrat tatsächlich vor ein paar Wochen beschlossen hatte, dass Fernsehübertragungen in Beizen OHNE Ton zu geschehen haben, ging ein Torschrei anderer Art durch die Stadt und den Kanton inkl. verständnislosem Schulterzucken und Kopfschütteln. Ich wartete gelassen darauf, dass das verfrühte Sommerloch eine Diskussion über die erlaubte Anzahl Löcher im Emmentaler füllte. Letztere kam nicht, aber heute kam die Meldung, dass der Zürcher Stadtrat „kehrte“ und die Meinung änderte. Während die Meldung über den Äther lief, stellte ich mir einen Stadträte mit Reisigbesen emsig kehrend vor. Nun dürfen die Beizer nicht nur den Fernseher (übrigens bis 3 Meter Breite genehmigungslos) laufen lassen, sondern auch den Ton aufdrehen – bis 15 Minuten nach dem Spiel.

Heiliges Blechle.. und das in der FIFA-Stadt Seppi Blatter’s… Diskussionen gibt’s..

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