23.02.2015 – Tag 20 im Leben eines „Nichtrauchers“


Wie es mir geht? Tja, heute war ich soweit, dass ich mir eine Schachtel Zigaretten gekauft hätte! Es nervt! Was nervt? Diese „Hibbeligkeit“! Habe irgendwo gelesen, dass man das mit ADHS vergleichen kann. Na toll! Nein, ich denke eher, dass es am Koffein liegt. Ich wusste ja bereits, dass Nikotion das „Gegenmittel“ zu Koffein ist. Aber die Auswirkungen sind echt ned schlecht – ohne Nikotin.

Vor einem Monat begann der Tag folgendermassen: Aufstehen, Duschen, Zähnchen putzen, Kaffeemaschine einschalten, Rechner einschalten, Zigarette anzünden, Kaffee aus dem Vollautomaten zapfen, Hinsetzen und erst mal die zweite Zigarette rauchen. Dabei startete der Motor dann mal langsam. Aktuell schaut das Morgen-Start-Programm genauso aus, nur dass eben die zwei Zigaretten fehlen. Dafür hat es aber dann zwei Tassen Kaffee! Und die bringen den Motor dann auf Drehzahlen über den roten Bereich!

So habe ich dann das Gefühl, dass meine Füsse den Boden gar nicht mehr spüren, weil ich nur noch durch die Gegend springe. Daran hängt dann die Konzentrationsfähigkeit, die sich ins Nichts auflöst. Auch ist man vergesslicher, muss sich mehr aufschreiben. Und ich habe das Gefühl durch einen Tunnel zu schauen – ergo: Koffeinrausch. Somit muss ich das mit meinem Leibgetränk „Kaffee“ irgendwie in den Griff bekommen.

Klar könnte man das Koffein-Thema auch mit „Nikotin-Kaugummi“ oder „Nikotin-Tabletten“ oder „Nikotin-Pflästerchen“ einpegeln bzw. die Nikotinrate langsam abnehmend abgewöhnen. Aber ich denke, dass dies zu lange dauert und die Nebenwirkungen hat man halt mal beim „Aufhören“. Die Rückfall-Situation ist immer da und man muss damit klar kommen. Und ob ich dann weniger stark auf Kaffee reagiere, ist ein anderes Thema. Zum Ausprobieren hab ich ausserdem keine Lust. Es ist und bleibt ein Experiment und aktuell zähle ich Tag 20.

Es nervt! Schon gestern hat es mich genervt. Gestern – am Sonntagabend – bin ich von Regensburg zurück nach Jonen gefahren. 480 Kilometer absolut ohne Rauchen! Es ist so langweilig! Speziell auf Schweizer Strassen! Tempomat rein und fahren! So langweilig! Nix passiert! Ich bin eh schon zur Abwechslung (wieder) über das Rheintal gefahren. Aber das ist auch so langweilig. Ja Nicole und Fredy, ich weiss, ich hätte Euch besuchen können! Ja, aber um kurz nach 22 Uhr besucht man keinen Schweizer mehr in der Schweiz – spontan.

Nebelsuppe

Nebelsuppe

Langsam verstehe ich, warum Gurgel/Äpfel&Co. ein selbstfahrendes Auto erfinden wollen! Natürlich kommt die Idee nicht wegen der langweiligen Schweizer Autobahn. Nein, die Amerikaner haben selbst eine langweilige Geschwindigkeitsbeschränkung von „can’t drive 55“ bzw. 75 mph auf dem Highway, der Slowway heissen müsste. Mit so einem Selbstfahrer kann man schlafen oder Facebooken oder dem im Stau stehenden die Zunge rausstrecken oder sonst irgendwas machen. Schon heute schlafen einige Autofahrer auf der langweiligen Schweizer Autobahn – ohne Rauchen!

Auf der Hinfahrt am Samstag hat Mam versucht mir die Zeit zu vertreiben. Vollkommen unauffällig natürlich. Sie versuchte sich in Small-Talk! Und das über 480 Kilometer! Das geht schief. Wir waren erst so gegen 16 Uhr abgefahren, weil Mike noch mit Family und Natalie vorbei kam um sich zu verabschieden. Und das dauert bei den zwei kleinen Kindern, die sich nicht trennen können. Des is echt schwierig. Tja, und ich bin auf Enzug und somit noch etwas näher am schwarzen Humor samt Sarkasmus dran bzw. die Schwelle ist noch niedriger, wie vorher – zumindest aktuell. Wenn mir dann einer quer vor die Nase springt, dann wird er ohne Vorwarnung geschnupft!

Im letzten Betrag meinte dazu einer der Kommentatoren, dass er sich deshalb seit dem Nichtrauchen „auspowert“ – und zwar gleich in der Früh! Dann wäre er wesentlich ausgeglichener und entspannter über den Tag! Ja! Sehr gut! Ich wäre wahrscheinlich so dermassen entspannt nach dem „Auspowern“, dass ich mich gleich wieder ins Bett lege – in der Früh – sofern ich früher rauskomm‘ zum „Auspowern“. Wie sinnlos ist das denn? Man steht auf, um sich „auszupowern“. Sehr geil.

Thema „Gewichtszunahme“: Irgendwo hab‘ ich im unsäglich grossen WWW gelesen, dass man schlagartig 3-5 Kilo in den ersten Tagen zunimmt! Weil einem die „Glückshormone“ fehlen würden und man deshalb mit Schokolade und sonstig erreichbaren Süssigkeiten nachhilft – glücklicher zu sein. Ich bin genervt! Soll ich jetzt Schokolade ohne Ende essen? Gut, ich ernähre mich eh schon wahnsinnig ausgewogen: Kaffee plus keine Zigretten! Aber zurück zum Thema: Klar, ich hab zugenommen. Gut, ich hatte vorher schon Jeansgrösse 26. Gewicht? Keine Ahnung. Habe keine Waage. Irgendwas zwischen 54 und 56 Kilo auf 162 cm. Also grad so im unteren Bereich. Mein Bäuchlein hat zugenommen und meine 26er-Jeans ist in der Wäsche. Aktuell trage ich 28er,  glaub ich. Der Gürtel ist halt eine Loch weiter. Aber das liegt 100-pro nicht am „Rauchentzug“. Sondern….

Meine Mam. Sie war nun dankenswerterweise schon seit vor Sylvester bei mir. Die erste Frage nachdem sie aufgestanden ist – so gegen Mittag: „Weisst Du schon, was Du abends essen möchtest?“ Meine Standardantwort: „Mach‘ einen Schweinebraten!“ Woher soll ich vollgepumpt mit 3 Tassen Kaffee im Koffeinrausch mittags schon wissen, was wir abends essen? Und uns ist bisher immer etwas eingefallen. Und die Mama kocht dann nicht für sich oder nur für mich, sondern gleich für 4 bis 6 Personen. Mam isst zwar nur wie ein Spatz. Und damit das gute Essen dann nicht kaputt geht, muss Peter ran – oder am nächsten Abend gibt es dann „Reste“. Sehr lecker! Wer will schon zwei mal hintereinander das Gleiche essen? Somit steht für mich fest, dass der aktuelle Gürtelumfangszuwachs nur im geringsten Masse vom Rauchenzug herrührt. Mam ist seit gestern in Regensburg – kommt hoffentlich bald wieder nach Jonen – und ich werde durchaus das Bäuchlein in den nächsten Wochen wieder in den Griff bekommen.

Thema „Schlaf“ und „Sonstiges“: Unverändert! Ich schlafe immer noch gerne! Und zwar tief! Wenn ich mal schlafe, dann kann um mich herum das Haus einstürzen. Ich werde nicht wach. Was mir aufgefallen ist: Ich würde gerne noch länger schlafen! Neu ist hingegen, dass ich seit ein paar Tagen „rumhuste“. Nein, anders als Raucherhusten. Auch meine Nase spinnt rum. Entweder ist sie trocken, ich muss dann niesen oder sie läuft, wie ein Wasserfall. Es fühlt sich auch nicht nach einer Erkältung an. Mam meint zwar immer ich bin zu wenig warm angezogen, aber das war schon immer so – mit Mam *lach*.
Update: Nase-Laufen/Niesen + Husen = Erkältung!

 

2 Antworten zu 23.02.2015 – Tag 20 im Leben eines „Nichtrauchers“

  1. Deddy Pali sagt:

    Hallo Peter mache Dir über deine Germanys Topffigur keine Sorgen. Ich habe es auch geschafft.. Ein Jahr ohne Dunst.. mein Bemi ist auf 31 gestiegen und müsste eigentlich mit 51 noch schnell 8cm wachsen damit es sich wieder ausgleicht. Die Nase wird empfindlicher gegen Raucher. Du wirst zum Extremisten und könntest jedem der unangenehm nach frischer Marlboro duftet nen Korkkorken ins Gesicht drücken. Ich muss nun aufhören.darüber zu schreiben. mein Puls steigt ins unermessliche :-)) LG Deddy aus dem Bergischen

    • PeterPan sagt:

      Hallo Deddy🙂
      Bemi-Technisch sehe ich aktuell noch keinen dringenden Handlungsbedarf. Wie erwähnt, wird das sicherlich jetzt ohne Mam-Bekochung besser werden.
      Wegen Raucherduft: Du wirst Dich wundern; denn ich rieche Zigarettendunst noch gerne! Sowohl im Raucherraum bei der 80ies oder wenn mein Kollege im Auto raucht – no prob. Radikal werde ich da nicht.
      So, jetzt nen Kaffee und ne Ziggi🙂 Ich dreh durch :-))
      Gruss Peter

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