14.12.2015 – SmartHome Produkte, welche die Welt (nicht) braucht!?!

14. Dezember 2015

IoT ist momentan das Modeschlagwort des Jahres. Jedes Produkt das „hipp“ sein will, muss einen Internetanschluss haben und mehr oder weniger sinnvoll seine Informationen „sharen“ – am besten mit einer speziellen APP für die allseits beliebten Smartphones.

Ich stelle mal hier eine Hitliste der SmartDevices auf und frage dann, ob es diese Produkte tatsächlich braucht.

  1. Bosch Home Connect – Die Kamera im Kühlschrank
    Die nun neu erhältlichen „Home Connect“ Haushaltgeräte von Bosch warten alle samt mit einer Kamera auf. So kann man nicht nur den Inhalt des Kühlschranks kontrollieren (bei jedem Öffnen der Tür), sondern auch in die Trommel der Waschmaschine oder des Trockners blicken und in den Backofen oder die Geschirrspülmaschine schauen. Wenn also der Braten anbrennt oder sich die Wäsche verfärbt, kann man das live vom Büro aus mitverfolgen! Jede Hausfrau freut es ungemein, wenn der Ehemann ihr Tun von überall kontrollieren kann.
    Bosch-Kühlschrank-KameraWem also das tägliche Fernsehprogramm zu langweilig ist, der blickt nun in seine Küchengeräte. Auch die Espressomaschine ist von der Ferne überwachbar! So ist die Kaffeesucht des Ehegatten kontrollierbar. Aber will man das?
  2. Die Kinderzimmer-Spionage-Barbie weiss auf alles eine Antwort.
    Die neue „Hello Barbie“ von Matel lauscht auf Knopfdruck allem, was im Kinderzimmer gesagt wird und antwortet prompt mehr oder weniger sinnvoll. Die Antworten kommen von einem Internetserver. Somit muss die Barbie mit dem Spielzimmer-eigenen WLAN verbunden sein und dieses wiederum mit dem Internet – soweit klar, liebe Omis!?!.
    Internet-BarbieBlöd nur, dass kaum nach Erscheinen der Spionage-Barbie mehrere Sicherheitslücken in der Kommunikation aufgedeckt wurden. Aber so kommen auch unsere Jüngsten gleich in den Genuss eines internationalen Abhörskandals.
  3. Die Kamera-Eule „Ulo“ überwacht rund um die Uhr – putzig!
    Die süsseste Überwachungskamera der Welt! Niedlich! Hääärzig! All das sind Attribute, mit welchen die totale Überwachung positiver gestaltet werden soll. Babyphone war gestern – ULO ist heute! Man stellt die blinzelnde Eule einfach irgenwo ins Regal und aktiviert sie mit freundlichem Streicheln über den Kopf.
    Ulo-am-Tag
    Ab sofort filmt ULO immer dann, wenn sich „etwas“ im Raum bewegt. Diese Filmchen schickt ULO dann sofort ins Netz, damit BigBrother über eine APP sehen kann, was da Zuhause abläuft.
  4. Pfanne mit Bluetooth – Omas Kaiserschmarrn wird intelligent!
    Wer bisher nicht Kochen konnte, der ging entweder ins Restaurant oder nutzte das breite Angebot der Fertiggerichte. Das hat nun mit „Pantelligent„ein Ende!
    pfanne-bluetooth
    Die Bratpfanne besitzt diverse Sensoren und kommuniziert mittels Bluetooth. Die APP liefert auch gleich bis zu 50 Rezepte und somit kann nichts mehr anbrennen!

01.12.2015 – SmartHome Zug – Luxusappartement mit KNX

1. Dezember 2015

Hiermit stelle ich ein weiteres SmartHome mit KNX kurz vor. Es handelt sich dabei um eine Musterwohnung für den Verkauf von Eigentumswohnungen in zwei neuen Wohntürmen in Zug direkt am See in bester Lage, welches im Oktober 2015 von uns in Betrieb genommen wurde.

Smart-Home-Zug

In diesem Projekt ist die Beleuchtung mit KNX ausgestattet. Die Beleuchtung umfasst moderne LED-Spots (DALI), sowie dimmbare Hauptbeleuchtungen (Universaldimmer) und schaltbare Beleuchtung. Auch sind in allen Räumen schaltbare Steckdosen via KNX-Taster ansteuerbar.

Das KNX-Schalterprogramm ist von ABB und nennt sich SIDUS. Zusätzlich ist ein ABB Touchpanel im Raum „Essen/Küche“ für die komfortable Bedienung angebracht. Neben dem Überblick über den aktuellen Status sind auch Szenen und Zeitschaltuhren vom Bediener auf diesem Touchpanel bedien- und abspeicherbar.

Die B&O Multiroom-Musikanlage ist ebenso in die KNX-Steuerung implementiert. Kommt der Bewohner nach Hause und betätigt den Taster „Welcome“, so schaltet sich die vorher definierte Beleuchtung zusammen mit der definierten Musik-Playlist ein. Umgekehrt schaltet sich die gesamte Beleuchtung und die Soundanlage auch wieder aus, wenn der Bewohner das Haus verlassen möchte und den Taster „Good Bye“ betätigt.

Die Beschattung läuft über eine spezielle WAGO-Steuerung mittels abnehmbare Funk-Bedienmodule. Die Raumtemperaturregelung (leider) über konventionelle Technik. Es wäre sicherlich sinnvoller gewesen diese Funktionen ebenso in die KNX-Technik zu integrieren. Schon wegen der Anzahl an verschiedenen Bedienelementen pro Zimmer und deren unterschiedlichen Design. Leider sah die Planung dies nicht vor.

Sämtliche Bilder des SmartHome Zug sind bei Flickr