15.03.2012 – Schafisheim, Koubachi, Raser und Käse (Fundstück unter Entwürfe)


Heute war ein netter Tag. Fast so ähnlich wie gestern, aber vielleicht dazu später. Am Freitag letzter Woche kaufte ich nach langer langer Überlegung (was und wieso und wie gross) einen Lastesel für die Firma. Dieses Fahrzeug sollte auf die Firma angemeldet werden. In der Schweiz gibt es Wechselkennzeichen (man fährt ja auch nur ein Auto gleichzeitig). Damit das dann mit dem Wechselkennzeichen klappt, muss auch der Privatwagen umgemeldet werden. Soweit so gut. Versicherung informiert, geänderten Vertrag in der Tasche, Auto gekauft, Papiere vom Händler per Post zur Zulassungsstelle. So begab ich mich auf dem Weg nach „Schafisheim“; denn dort ist das Mecka der Autofahrer: Die „Kraftfahrzeugzulassungsstelle“, welche in der Schweiz „Strassenverkehrsamt“ heisst.

14:00 Uhr:
Ich stehe am Schalter. Alles dabei, nur die Papiere vom neuen Auto sind vom Strassenverkehrsamt wieder zum Autohändler geschickt worden! Warum? Es fehlte irgendwo ein Häkchen bei „Ummeldung auf Firma“, da die Firma noch kein Auto angemeldet hatte, schickte man die Papiere zurück. Sehr fein! Gut, ich konnte zumindest mein Zweitfahrzeug (den Boxster) auf die Firma ummelden als erstes Fahrzeug. Sehr schön! Nach einem kurzen Telefonat mit dem Händler stellte sich heraus, dass die Papiere tatsächlich bei ihm liegen – er wolle sie wieder wegschicken! Ja nicht! Ich hole sie ab! Die Sachbearbeiterin hat mittlerweile Mitleid mit mir, vertippt sich beim Firmennamen, kann das nicht mehr selbst ändern, ruft die Chefin an, die gibt das Feld wieder frei, der „Fahrzeugbrief“, welcher in der Schweiz „Fahrzeugausweis“ heisst, kann ausgedruckt werden. Boxster fertig „immatrikuliert“. Lastesel nicht.

14:30 Uhr:
Kurzer Blick auf die Öffnungszeiten beim Verlassen des Strassenverkehrsamtes (bis 16 Uhr geöffnet). Blick auf die Uhr. Das wird knapp nach Winterthur und wieder zurück. Ich setze mich ins Auto und ab geht die Post auf die Autobahn, in die Baustellen, nach Winterthur, zum Autohändler. Überraschenderweise fliesst der Verkehr besser als am Tag zuvor. Ich dachte ich käme nicht durch den (verdammten) Gubrist-Tunnel. Die Nordumfahrung sollte man mittlerweile zu jeder Tageszeit meiden (bis auf die Zeit zwischen 2 Uhr und 4 Uhr).

15:10 Uhr:
Nach exakt 40 Minuten erreiche ich Winterthur, schnappe mir die Fahrzeugpapiere vom Lastesel und setze mich in Bewegung „innerhalb der gesetzlichen Limite“, um wieder nach Schaffisheim zu kommen. Auf dem Navigationssystem des iFön wird als Ankunftszeit 15:55 Uhr angezeigt. Um 16 Uhr schliesst die Zulassungsstelle. Schaff‘ ich nie, wir probieren’s trotzdem. Nachher „schaff-is-heim“. Der Verkehr bei Affoltern ist deutlich zäher, als vorher beobachtet bei der Hinfahrt, das Navigationssystem zählt die Minuten an, 15:58 Uhr beim Gubrist, 15:59 Uhr bei Baden, Ausfahrt Schafisheim um 16:00 Uhr Ankunftszeit, Parkplatz

16:01 Uhr:
Vor verschlossener Automatiktür am Strassenverkehrsamt um 16:02 Uhr. Soll ich jetzt weinend an die Glastür trommeln? Nein, ich fahr nach Spreitenbach. Den Lastesel lasse ich Morgen „immatrikulieren“ (ich sag immer „immatrialisieren“). Ich versuche es dann aber mal in Wettingen. Ist nicht ganz so weit. An Claude: Man kann offensichtlich doch Fahrzeuge „einlösen“.

16:03 Uhr Abfahrt Schafisheim, Ziel Spreitenbach.

16:30 Uhr Ankunft Spreitenbach
Dimmer eingepackt für die Präsentation morgen, Kaffee getrunken, gemütlich „Gepläuderlet“, und verabschiedet, danke!

16:30 Uhr Abfahrt nach Wettingen.
Nein, nicht zum Strassenverkehrsamt. Das hat ja zu. Sondern zu einem Kollegen, um „Käse“ abzuholen. Echten selbstgerührten Käse.

16:45 Uhr Ankunft Wettingen:
Käse von Claude in Empfang genommen. Auf die Frage: „Nehmen wir eine Stange“ nicht „Nein!“ gesagt. Aus der „Stange“ wird eine Baustellenbesichtigung (Kellerplatte und ein paar Wände sind betoniert), nebst Erklärung zu „Erdung eines Netzwerksystems“ (doppelt hält besser, weil es kann ja zum Unterbruch kommen, ist aber schlecht, wenn nur eine Erdung einbetoniert „Aha!“) und ein „Wiener Schnitzel nach Art des Hauses“ im Restaurant „Isebähnli“ in Baden.

19:00 Uhr Claude zeigt mir die Meldung auf dem Natel:
Die Frechheit eines jungen Autorasers hat am Mittwochabend im Solothurner Biberist selbst die Polizei erstaunt. Zuerst raste der 21-jährige Serbe mehr als doppelt so schnell wie erlaubt innerorts über die Strasse. Dann fuhr er zur Messstelle zurück – um von den Polizisten seine Geschwindigkeit zu erfahren.

20:00 Uhr Claude zeigt mir seine neueste Errungenschaft: Koubachi

20:45 Uhr Abfahrt Baden: Fahre Claude nach Hause und begebe mich dann auf die Autobahn Richtung „Heimatort“, tanke noch vorher, weil Morgen geht es gleich wieder zum Strassenverkehrsamt. Aber hoffentlich „Schaff-is-Heim“ – rechtzeitig.

2 Antworten zu 15.03.2012 – Schafisheim, Koubachi, Raser und Käse (Fundstück unter Entwürfe)

  1. Das Datum in der Überschrift (15.3.2012) irritiert mich

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