01.01.2020 – Koh Samui: Entspannt am Neujahrstag

2. Januar 2020

Da es gerade „ein wenig“ regnet, habe ich genug Zeit ein paar Zeilen vom gestrigen Tag zu schreiben. Im Süden von Thailand ist ja grad die Monsoonzeit (September bis Ende Dezember).

Somit muss man damit rechnen, dass es ab und zu eben mal regnet. Das ist nicht so schlimm – nur für die Sonnenanbeter in diesem Moment – weil es nur kurz aber heftig regnet. Es wird dafür aber auch etwas angenehmer von der Temperatur her – so um die 25 Grad.

Nanee hatte eine Buchung für die erste Januarwoche erhalten. Sie kocht nun seit gestern ein Lunch und ein Dinner jeweils für eine Familie, die sich in der Nähe von Bang Por in eine Villa eingemietet hat. Somit verabredeten wir uns in der Pause zwischen Einkaufen in Nathon und Vorbereitung des Dinners bei Franz im „Armando’s Beach Restaurant“ bei Bang Por.

Nanee und Ommi probierten den Spicy Seafood Salad mit Reisnudeln. Ich bestellte mir Vegetable Rice mit Chicken und einem Spiegelei oben drauf. Sie brachten mir eine Spezialität aus Nathon vom Markt mit. Die Süssigkeit nennt sich „Ga-Ra-Mae“ und besteht aus viel Zucker, „Sticky Rice, Kokosnussmilch und verschiedenen Geschmacks-Beimischungen. Das Grüne ist zum Beispiel Banane. Etwas Sesam dazu. Es lässt sich aus der Verpackung „zuzeln“ oder man entpackt es und isst es als Ganzes.

Als Nanee und Ommi wieder aufbrachen, um das Dinner für die Villa herzurichten, startete ich in die andere Richtung. Es war etwa 17 Uhr und von Bang Por aus kann man den Sonnenuntergang nicht verfolgen. Somit fuhr ich Richtung Nathon über den Pass am „Four Seasons“ vorbei. Als es dann wieder bergab ging, bog ich an der ersten Gabelung rechts ab. Es ging durch Kokosplantagen eine schmale Strasse am „The Passage Samui Villas“ und am „Mai Samui Beach Resort“ entlang. Kaum zu glauben, dass in diesen total abgelegenen Luxusresorts jemand Urlaub machen möchte. „There is nothing!“ Aber gut, andere Menschen haben andere Bedürfnisse.

Hinter mir fuhr die ganze Zeit ein Roller. Also musste diese Strasse „irgendwohin“ führen, auch wenn ich mittlerweile auf Schotter durch tiefe Strassenlöcher fuhr. Und schliesslich „war da auch was“. Es parkten etwa 5-6 Roller und 2 Autos wild in der Pampa. Rechts stand ein Steinhaus und links hinter verwachsenen Palmen stand ein Holzhaus an der Bucht mit Terrasse, Stühlen und Tischen, welches sich nach Recherchen als „Beryl’s Bar“ herausstellte. „Ordentlich“ ist zwar anders, aber „what shells“. Ich sah mir erst mal den kleinen steinigen Strand an.

Leider konnte man von hier aus auch nicht den Sonnenuntergang sehen; denn da war ein Kap im Weg – eine kleine Anhöhe, die durch einen schmalen wild verwachsenen Bereich mit dem Festland verbunden war. War das ein weisses Pferd? Tatsächlich! Ein kleines Pferd war an einem Baum mit einem langen Strick angebunden. Der Hengst (bei näherer Betrachtung) hatte sich in diversen Gebüschen und Gestrüpp verfangen. Aber ich wusste nicht, ob er „freundlich“ war, also beliess ich es beim Fotografieren.

Ich überlegte kurz, ob ich ein kleines „Chang“ nehmen sollte. Im Internet stand bei den Bewertungen, dass es ein „Geheimtipp“ wäre und man dort den Sonnenuntergang gut sehen könnte, aber umgehauen hat es mich nicht. Es sieht wirklich nicht gerade einladend aus. Und um den Sonnenuntergang zu sehen, müsste man das Kap wegbaggern. Ergo setzte ich mich wieder ins Auto und fuhr die schmale Strasse an den beiden Luxushotels wieder zurück. Immer hoffend, dass mir keiner entgegenkommt. Aber das passierte seltsamerweise trotz Abgelegenheit der Location gleich 4x!

Ich bog rechts ab, was an der 4-spurigen Strasse über den Pass nicht ganz ungefährlich ist, da die „Kollegen“ gerade hier mal etwas schneller fahren, als 50 km/h. Es ging am von mir sonst favorisierten „Jawat Seafood Restaurant“ vorbei, bis ich am Tempel „Wat Si Thaweep“ vorbeikam. Dort stellte ich das Auto in den Hof und ging über die Strasse.

Die Gegend am Bangmakham Strand selbst scheint mir im Gegensatz zu den anderen Orten (Chaweng, Lamai, Bophut) etwas vernachlässigt zu sein. Es sieht so aus, als würde man hier „einfach mal vorbeifahren“, wenn man zur Fähre nach Nathon oder zurück zum Resort in die Urlaubszentren fährt. Das ist sehr verwunderlich, weil hier sind somit die Strände vollkommen unberührt. Muscheln und Korallen liegen hier in Massen rum. (Bitte auf keinen Fall mitnehmen! Hohe Strafen, wenn man erwischt wird!). Es gibt hier viele kleine Fishrestaurants direkt an der Strasse mit einem tollen Blick auf das Meer.

Somit spazierte ich ein wenig am Strand entlang. Ein europäisches Pärchen sass mit den spielenden Kindern am Strand und beobachtete den Sonnenuntergang. Ein paar Fischer sassen unter einer Palme und zündelten an einem Feuer herum. Ein paar Hühner scharrten im Sand. Sonst? Gar nichts! Super! Also schoss ich ein paar unvermeidliche Sundowner Bilder mit den üblichen Palmenblättern und ein paar Fischerbooten drauf. 🙂 Anschliessend wanderte ich an der Strasse entlang zurück zum Tempel.

Ich dreht um und fuhr zurück über den Pass an Bang Por vorbei Richtung Bophut. Vor mir staute es sich und ich erinnerte mich daran, dass vor Maenam ein Markt ist auf der rechten Seite. An diesen Märkten decken sich die Thais üblicherweise mit ihrem Tagesbedarf ein. Aber auch so mancher Restaurant-Chef bedient sich der frischen Ware für das Abendessen seiner Gäste, sofern er es sich nicht gleich liefern lässt. Die Märkte haben sich natürlich auch ein wenig auf Touristen eingeschossen. Man kann dort frisches „Fingerfood“ probieren. Bei Ware, die nicht bepreist ist, sollte man aber aufpassen. Dort wird dann mal gerne nach „Gefallen“ der Preis gestaltet.

Der Markt in Maenam ist eher klein. Einen grösseren Markt gibt es nach Nathon Richtung Lamai auf der linken Seite. Man kann die Märkte eigentlich nicht verfehlen. Es gibt dort immer Stau auf der Strasse wegen parkenden und abbiegenden Fahrzeugen oder weil Fussgänger über die Strasse wollen.  🙂 Einfach mal anhalten und ansehen.

Armando’s Beach Restaurant

Mae Nam, Ko Samui District, Surat Thani 84330