08.07.2011 – Rock’n’Blues-Festival Gams – Die Bilder von „Station Quo“ und „Hells Belles“

11. Juli 2011

Am Freitag fuhr ich abends tatsächlich dem Regenbogen hinterher über den Hirzel ins Rheintal nach Gams. Noch eine halbe Stunde vorher soll es so richtig geregnet haben. Als ich gegen 20 Uhr ankam, schien die Sonne. Glück gehabt. Somit stand dem „Rock’n’Blues-Festival“ in Gams nichts im Wege. Eingerahmt von den Bergen und nur der Mond schaute zu. Insgesamt liefen über 1800 Bilder durch die Kamera auf den Memory-Stick. Nach mehreren Aussortierrunden blieben dennoch 320 Bilder übrig für das Web. Und ja: Ich hatte genug Zeit mir auch die Musik anzuhören 🙂

Die Formation um Fredy Koller mit dem Namen „Station Quo“ heizte den zahlreich angereisten Fans gehörig ein. Nach Volketswil hatten sie in Gams ihren zweiten Auftritt.

Und die Girls-Band „Hells Belles“ gab der Menge dann schliesslich mit heftigem Rock ala „AC/DC“ den Rest.

Auch die Mädels hatte ich noch von Volketswil in bester Erinnerung.


12.02.2011 – Rock@swil 2011 – Die Bilder vom Freitag: „Sons of Beethoven“, „Hells Belles“, „Station Quo“ und „Crazy Diamond“

12. Februar 2011

Am Freitag 28.01.2011 fand in Volketswil das Festival „Rock@swil 2011“ statt. Für die Bands und den Veranstalter schoss einige Fotos der Gigs. Hier sind nun die Bilder der Bands


„Sons of Beethoven“ (22 Fotos – Klick on Image)


„Hells Belles“ (78 Fotos – Klick on Image)


„Station Quo“ (71 Fotos – Klick on Image)


„Crazy Diamond“ (70 Fotos – Klick on Image)

Viel Spass!


Die Schweiz erklärt – Was ist eine „Degu-Station“

18. November 2007

Eine Tramstation oder Krankenstation kennt ja jeder. Fährt man in der Schweiz durch die Lande, so trifft man ab und zu auf Schilder, welche eine „Degustation“ ankündigen. An einer Tramstation hält die Tram und man kann dann zu- oder aussteigen. In einer Krankenstation steigt man weniger gerne als Kranker zu – lieber steigt man als Gesunder wieder aus. Was ist aber eine „Degu-Station“? Wer steigt da ein? Oder aus? Was ist überhaupt ein „Degu“? In Wikipedia findet sich folgender Eintrag (Auszug):

Der Degu oder Gewöhnliche Degu (Octodon degus) ist eine Nagetierart aus der Gattung der Strauchratten innerhalb der Familie der Trugratten (Octodontidae). In jüngerer Zeit ist er auch in Europa als Heimtier beliebt geworden. Degus sind etwas kleiner als Ratten, mit denen sie trotz geringer Ähnlichkeit immer wieder verwechselt werden. Die Größe der Tiere schwankt erheblich, was auf die Herkunft von Vorfahren aus unterschiedlichen Populationen zurückgeführt wird. Sie sind meist agouti-farben („wildfarben“), selten gibt es Mutanten mit blaugrauem, silbernen, weiß-geschecktem oder sandfarbigem Fell. Degus stammen aus Chile. Man findet sie dort an der Küste, im Wald und in der Hochebene bis in etwa 1200m Höhe. Auch auf der Isla Mocha, die vor der Küste Chiles liegt, wurden Degus gefunden.

Wie das kleine possierliche Tierchen aussieht? Hierzu ein Link auf die Bilder-Suche bei Google: Degu-Fotos. Ah, jetzt, ja! Jetzt ist alles klar. An der „Degu-Station“ treffen sich die „Degu„-Liebhaber. Tja, wieder was gelernt. Jetzt ist mir auch klar wieso das Verb „degu-s-tiere-n“ heisst.


12.05.2013 – Whatever you want – Die Rockoper: Die Bilder von der Premiere

13. Mai 2013

Am Freitag war ich wieder einmal im Rheintal. Somit trafen wir uns kurz vor 19 Uhr in Sennwald und fuhren dann nach Buchs zur Lokremise. Diese ehemalige Wartungshalle der SBB wurde zu einem Konzertsaal umfunktioniert und dort findet bis zum 25.05.2013 „Whatever you want – Die Rockoper“ statt. Zur Premiere durfte ich dabei sein und der Saal war mit 450 Personen restlos ausverkauft. Die Jungs von „Station Quo“ kenne ich schon länger bzw. seit der Gründung der Band.

Den Vollblutmusiker, E-Gitarren-Sammler und Hardcore-Status-Quo-Fan Fredy Koller durfte ich vor fast 11 Jahren kennenlernen. Damals schon arbeitete er bei der VAT und hatte „ein kleines Problem mit der KNX-Helligkeitssteuerung“. Nach der Lösung des Problem’s gingen wir gemütlich zum Essen und dabei stellten wir diverse Gemeinsamkeiten betreffend Musikgeschmack fest. Was mich dann auch dazu bewegte gleich beim nächsten Gig – damals noch „TrashDeluxe“ – in Gams beim Grümpelturnier dabei zu sein. Seit dem trafen wir uns regelmässig auf den verschiedensten Locations, Events und Gigs und der Kontakt hält noch heute und mittlerweile kenne ich die gesamte musikverrückte Familie.

Schon damals lernte ich auch Christian Lippuner – kurz „Lippy“ – samt seiner liebenswerten Freundin Manu kennen. Lippy – seines Zeichens leidenschaftlicher Bassist – liebt nicht nur Musik und Manu, sondern schraubt auch noch gern an alten Motorrädern herum und lässt diese in neuem Glanz erstrahlen. Das Team um „Station Quo“ wäre natürlich nicht perfekt, wenn es da nicht noch Bat Ming (professioneller Schlagzeuglehrer) und Steve Hoop geben würde. Zusammen sind die vier nicht nur Vollblutmusiker, sondern auch die Stimmungsmacher auf der Bühne. Was bot sich da also eher an, als eine Geschichte rund um das Arbeiterleben in Dublin auf die Bühne zu bringen – und zusammen mit professionellen Schauspielern eine abendfüllende Rockoper zu erfinden?

Die Premiere hat riesig Spass gemacht und ich hoffe die Bilder gefallen. Besten Dank an die liebe Nicole für die Organisation des Tickets und der Schlafgelegenheit bei Sigrid und Hermann! Und das Frühstück bei Nicole war der Hammer! 🙂

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise

Website: Whatever you want – Die Rockoper

Für die weiteren 10 Veranstaltungen hat es noch wenige Tickets

Hier also nun ein paar Bilder von der Premiere. Ins komplette Album kommt man einfach beim Klick auf eines der Bilder oder HIER.

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise


10.05.2013 – Whatever you Want – Die Rockoper: Gleich geht’s los!

10. Mai 2013

Gleich geht’s los! Fredy und der Rest der Gang von Station Quo sind am Kollabieren vor Lampenfieber. Aber das wird scho!

Whatever you Want - Die Rockoper in Buchs Lockremise

Whatever you Want – Die Rockoper in Buchs Lockremise


02.02.2011 – Der Zürcher Oberländer berichtet über Rock@swil 2011

2. Februar 2011

Hier ein Videobericht des „Zürcher Oberländer“ über das Rock-Festival „Rock@swil 2011„, welches letztes Wochenende in Volketswil stattfand. Im FB sind schon einige von mir geschossene Bilder von „Transit„, „China“ und „Station Quo“ online.

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Wenn ich mal wieder viel Zeit hab, dann stelle ich die hier auch wieder öffentlich.


12.05.2008 – Sinnfreie Schweizer Diskussionen am Beispiel von Esther Maurer und der Streetparade

12. Mai 2008

Eigentlich wollte ich ja auf keinerlei politische Diskussionen mehr im Blog eingehen. Aber die momentan vollkommen aus dem Ruder laufende Diskussion um die „Streetparade“ schlägt dem Fass wieder einmal den Boden aus. Worum geht es? Langsam, ich erkläre es.

Zitat Esther Maurer: „Jugendliche aus der ganzen Schweiz und dem Ausland kämen nach Zürich, um sich zu besaufen.“ und weiter „Bei der Streetparade 2007 mussten 250 Personen wegen Alkohol- und Drogen behandelt werden“.

Es darf angemerkt werden, dass 2007 über 800 000 Besucher anwesend waren.

Wer ist eigentlich Esther Maurer?
Tja, das fragte ich mich auch. Wahrscheinlich möchte deshalb die Zürcher Polizeivorsteherin Esther Maurer (SP) ihren Bekanntheitsgrad steigern (stehen Wahlen an??); denn bisher kannte die weder ich noch sonst irgendjemand in meinem Umfeld – und das ist gross und durchaus in oder um Zürich ansässig. Geht es momentan um diese Diskussion, so schütteln alle nur mit dem Kopf und winken ab. Jede Werbung ist eine gute Werbung, auch wenn es eine schlechte Werbung ist, wie in diesem Fall.

Aber seit der sinnfreien Diskussion um das „Barverbot“ an der grössten Veranstaltung dieser Art weltweit und eine mögliche Nichtgenehmigung der nächsten Streetparade 2009 aus vollkommen an den Haaren herbei gezogenen Argumentationen ohne jegliches Fundament und scheinbar ohne Hintergrundwissen, kennt so ziemlich jeder in Zürich die Polizeivorsteherin. Somit denke ich, dass hier ein vollkommen anderes Kalkül dahinter steckt.

„an den Haaren herbeigezogen“:
Bei 800 000 Besuchern kam es bei 250 Personen zu einer Behandlung wg. Alkohol und Drogen. Das sind glatte 0,03125 % der Besucher. Wer sich das nicht vorstellen kann: 0,3125 Promille der Besucher mussten sich wegen Alkohol ODER Drogen behandeln lassen. Oder sagen wir es anders: 3 Personen pro 10 000 Besucher!

Zum Vergleich:

„Rund 300 000 Alkoholabhängige leben in der Schweiz….“ (Quelle KTIP 2001)

Was bei 7,591 Millionen Einwohnern (2007) in der Schweiz inklusive Kind und Kegel einen Prozentsatz von 3,952 ausmacht! Oder: Von 100 Personen sind 4 alkoholabhängig.

Zum Vergleich hier die offiziellen Zahlen der „Sanitätsstation Münchner Wiesn“ vom letztjährigen Oktoberfest 2007 ohne nähere Betrachtung meinerseits:

Die Einsatzzahlen (Zahlen 2007: hochgerechnet bis Ende Oktoberfest, 2006 in Klammern: offizielle Endzahlen der 18-tägigen Wiesn) im Einzelnen:

  • Trageneinsätze: 1781 (1934)
  • Patienten: 7914 (9581)
  • Nichtärztliche Hilfeleistungen: 4693 (6077)
  • „Bierleichen“: 565 (569)
  • Abtransporte: 542 (651)
  • Operationen: 702 (595)
  • Eingesetze Helfer/Ärzte: 1549/206 (1621/207)

Stellen Sie sich einfach mal vor, der Polizeipräsident von München – Prof. Dr. Schmidbauer – würde anhand dieser Zahlen in einem Interview für eine Münchner Tageszeitungen androhen, dass nächstes Jahr das Oktoberfest – „Die Wiesn“ – nicht mehr genehmigt wird, weil der Bierkonsum dermassen überhand genommen hat!!

Schon beim Rauchverbot in den Zelten der Wiesn gab es einen mittleren Aufstand der Festwirte. Was meinen Sie, was bei dieser Drohung „nächstes Jahr kein Oktoberfest wegen saufende Jungendliche“ los wäre – nicht nur bei den Festwirten. Für Prof. Dr. Schmidbauer ist diese Diskussion sicherlich undenkbar. Aber in Zürich diskutiert man freudig mit Esther Maurer und schenkt ihr die gewünschte Beachtung. Sinnfrei!

Darüber hinaus ist die Herkunft der Zahl „250“ vom Interview und die tatsächliche Ursache der Behandlung nicht nachvollziehbar, da eine Quelle fehlt. Was aber bei dem Prozentsatz/Promillesatz bereits irrelevant ist. Sicherlich tragisch für die Betroffenen, aber der Veranstalter kann hierfür nicht verantwortlich gemacht werden. Sondern diejenigen, die sich den Alkohol und sonstige Drogen eben selbst verabreichen.

Unvorbereiteter Kreuzzug gegen den Alkohol? Oder unermesslicher Schaden für das Image der Stadt Zürich weltweit?
Der Schuss von Esther Maurer wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach „Hinten“ losgehen; denn die Diskussion wurde von ihr angezettelt ohne die Auswirkungen z.B. auf den Tourismus und den Bekanntheitsgrad der Stadt Zürich und dem gleichnamigen Kanton in der Welt zu erkennen. Was schon mal für die Sinnfreiheit spricht; denn für eine Frau im Range einer Polizeivorsteherin muss einfach dieser Zusammenhang geläufig sein.

Maurus Lauber, Marketing-Leiter von Zürich Tourismus, zeigte sich erschrocken, als er das Interview mit der Drohung die Streetparade zu verbieten, gelesen hatte. Der Anlass generiere eine Wertschöpfung von 150 Millionen Franken. „Ein Wegfall der Streetparade wäre eine Katastrophe“. Zürich Tourismus werbe auf Imagebroschüren und Präsentationen im Ausland mit dem Anlass. (Quelle NZZ vom 08.05.2008). Siehe hierzu Internetseite zur Streetparade.

Siehe auch Interview mit Frank Bumann, Direktor von Zürich Tourismus „Zürich ist heute Lifestyle“, Zeitschrift Attika Ausgabe 03/2007, (Seite 7)

Frage Tanja Seufert: Eine Party ist besonders berühmt: Die Streetparade, die jedes Jahr bis zu einer Million Besucher ans Seebecken zieht. Welche Bedeutung hat dieser Mega-Event für den Tourismus?
Frank Bumann: Die Streetparade hat, was die Wahrnehmung in ausländischen Medien betrifft, eine enorme Bedeutung, sie ist ein Aushängeschild für Zürich. Wir arbeiten seit Jahren eng mit dem Verein Streetparade zusammen, was die Pressearbeit betrifft – zum Beispiel laden wir ausländische Medien ein. Der grosse Verdienst der Streetparade ist, dass Zürich dank ihr nicht mehr für eine verstaubte Bankenstadt, sondern für pulsierenden Lifestyle steht. Was die Parade für den Markenwert Zürich bedeutet, darf man nicht unterschätzen.

Auch myswitzerland.com – die globale Website des Schweizer Tourismusverbandes – präsentiert die Streetparade wie folgt:

Die Street Parade ist eine der schönsten und grössten House- und Techno-Paraden der Welt.
Der farbige und schrille Lifestyle-Event lockt jährlich hunderttausende Tanzbegeisterte nach Zürich. Die Parade ist ein bunter Mix aus Demonstration, fahrenden Lovemobiles und Live-Auftritten von Top-DJs und internationalen Stars.

Ein Verbot wäre unpopulär und würde mehrheitlich regional, überregional und international auf breites Unverständnis stossen. Somit Sinnfrei!

„Jungendliche aus der ganzen Schweiz besaufen sich in Zürich!“
Soweit ich mich erinnern kann, ist der Ausschank und der Verkauf von „harten Drogen“ darunter auch der Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren bereits landesweit – auch in Zürich – verboten (siehe Das Bundesgesetz über die gebrannten Wasser (Alkoholgesetz), das den Verkauf von gebrannten Wassern (Spirituosen) an Jugendliche unter 18 Jahren verbietet). Somit sind nicht die Veranstalter der Streetparade verantwortlich, falls dies trotzdem passiert, sondern die Verkäufer der Ware. Alle anderen dürfen nach eigenem Ermessen soviel trinken, wie sie wollen, wenn sie möchten, was sie aber nicht tun. (Siehe Statistik oben!)

Und: Diejenigen, die für die Einhaltung der Gesetze zuständig sind; denn ich „spinne“ den Gedankengang mal etwas weiter: Es gibt in der Schweiz das Bundesgesetz über die gebrannten Wasser (Alkoholgesetz), das den Verkauf von gebrannten Wassern (Spirituosen) an Jugendliche unter 18 Jahren verbietet. Wer verschafft Gesetzen allgemein den entsprechenden Nachdruck und ist für die Einhaltung verantwortlich?

Nur wer sich sicher fühlt, fühlt sich auch wohl. Die Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch die Besucherinnen und Besucher des Kantons Zürich sollen sich wohl und sicher fühlen. Dazu braucht es Vorschriften und Gesetze, die das Zusammenleben regeln – und es braucht jemanden, der diesen Vorschriften und Gesetzen Nachdruck verschafft. Diese Aufgabe übernimmt die Kantonspolizei Zürich im Auftrag der Regierung und damit der Bevölkerung. (Quelle Imagebroschüre der Kantonspolizei Zürich, Seite 7)

Wenn die Zürcher Polizeivorsteherin nun feststellt, dass bei Grossveranstaltungen die Anzahl der Behandlungen verursacht durch übermässigen Drogen- und Alkoholkonsum zugenommen haben, wer hat dann den „Schwarzen Peter„? Ist diese Feststellung dann nicht ein klassisches Eigentor?

Weil wir grad bei „Fussball“ sind: Schlechtes Vorspiel für die EURO08?
Was glaubt wohl Esther Maurer werden die zahllosen Fans aus ganz Europa nächsten Monat während des Spiels und speziell danach zum Feiern trinken? Mineralwasser? Tee? Möchte Esther Maurer die Veranstalter für den Alkoholgenuss verantwortlich machen. Herr Blatter bzw. die FIFA hätte da samt Sponsor Carlsberg (gehört Feldschlösschen) ein richtiges Problem? Oder gar sämtliche Veranstaltungen, die ausserhalb der Stadien laufen, verbieten? Sinnfrei!

Letztendlich doch Werbung für die Streetparade 2008 durch Esther Maurer?
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Esther Maurer aktiv Werbung für die Streetparade 2008 mit dieser Aktion betreibt. Sie weiss ganz genau, dass es keine Mehrheit im Stadtrat für ein Verbot der Streetparade 2009 geben wird. Wie ich darauf komme? Eine Studie von „Verein Züri-Event“ kam zum Ergebnis, dass die „Streetparade“ das bekannteste und beliebteste Event in Zürich ist (siehe Präsentation „Akzeptanz von Grossveranstaltungen in der Stadt Zürich bei der Stadtzürcher Bevölkerung“ Seite 5).

Auch Auflagen hat es schon genug und Verschärfungen sind nicht mehr möglich und durchsetzbar. Somit nehme ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an, dass Frau Esther Maurer Werbung für die Streetparade 2008 machen möchte. Sie schürt die Angst in den Fans der Streetparade mit dieser Diskussion nach dem Motto: „Kommt dieses Jahr; denn vielleicht gibt es kein nächstes Mal!“

Nachtrag: Sehe ich das hier richtig, dass der Kanton Zürich 4 265 000 CHF im Jahr 2006 aus dem Reinertrag der Eidgenössischen Alkoholverwaltung EAV überwiesen bekommen hat?

Was ist meiner Meinung nach zu tun, um Jugendliche über den gefährlichen Missbrauch von Alkohol zu informieren?
Domink Dieth von der Sucht-Präventionsstelle Zürich-Oberland fasste bereits im März 2005 mögliche Massnahmen zusammen:

Neben Testkäufen und Schulung von Detailhandel und Gastrobetrieben sind folgende Schwerpunkte Bestandteil der Alkoholpolitik, die von den Suchtpräventionsstellen im Kanton Zürich unterstützt werden:

  • klar geregelte Patentvergabe (z.B. Verlangen eines Jugendschutzkonzeptes für befristete Patente)
  • Elternbildungsveranstaltungen zum Thema Risikokonsum
  • Förderung von struktureller Prävention in Schulen
  • Konzept für sensible schulische und ausserschulische Anlässe (Schulsylvester, letzter Schultag etc.)
  • Schulung von Vereinen für den regulären Vereinsbetrieb und besondere Anlässe
  • öffentliche Impulsveranstaltungen
  • Runde Tische usw.
  • Erarbeitung einer gemeindeeigenen Haltung zum Thema Alkohol und dem Umgang damit

Ende der Durchsage. Ich freue mich auf die Streetparade 2008 im August. Und ich wollte eigentlich nicht mehr über sinnfreie politische Themen schreiben. Ist schon wieder „Sommerloch“ (im Mai)?


Urlaub Koh Samui 08.03.2008 – „Samui Monkey Theater“ oder „Aprilwetter im März“

9. März 2008

Morgens um 11 Uhr: Es regnet und das Haar sitzt nicht. Mein Kopf fühlt sich an, wie eine weiche Masse. Ich brauch eine Aspirin. Welches der drei Bier gestern war schlecht? Und: Aus was brauen die das Singha Beer eigentlich? Hab ich einen Putzlumpen verschluckt? Durst! Mike liegt im Bett neben mir und rüsselt. Ich wuchte meinen Körper schwerfällig aus den Federn. Wenn ich meinen Kopf drehe, kommen nach etwas Delay Time meine Augen nach. Kaffee! Nein, zuerst schleppe ich mich zum Stehtisch in der Ecke, greife eine der drei dort stehenden Wasserflaschen, bringe den dämlichen verschweissten Verschluss nicht auf, auch Draufbeissen hilft nix. Mit dem Schweizer Sackmesser hantiere ich jetzt besser nicht. Die Feinmotorik ist noch im Bootzustand. Dann sehe ich, dass eine der drei Flaschen halb leer auf dem Tischchen steht. „Nimm doch die offene Flasche, Du Idiot!“ meldet sich das bereits im eingepegelten Level befindliche Kleinhirn und ich nehme einen tiefen Schluck aus der Wasserflasche.Dann wanke ich auf Halbautomatik geschaltet in die „Nasszelle“, lege meine Uhr ab, gehe in die Dusche und drehe das Wasser auf. Langsam aber spürbar kommen die restlichen Körperfunktionen in Wallung. Ich greife das Handtuch und sehe ein verzaustes Gesicht mit verquollenen Augen vor mir. „Grüssen brauchst Du ihn nicht, wenn Du ihn nicht kennst“ grüble ich und nehme die Zahnbürste aus dem Waschtasche. Beim ersten Versuch fällt die Zahnpasta von der Bürste. „Gaaaanz langsam!“ sage ich zu mir und beim zweiten Versuch bleibt die nach Zitrone schmeckende Paste haften. Anschliessend suche ich die Aspirinschachtel im Waschtäschchen. Finde diese aber nicht.

Ich verlasse das Badezimmer und schlendere zurück ins Schlafzimmer. „Oscar Madison“, wie ich Brüderchen Mike in manchen Situationen nenne, hat die Aspirin auf dem Nachttisch liegen. Hatte wohl bereits früh morgens Verlangen nach einer Tablette verspürt. Ich drücke eine Aspirin aus dem Blister und spüle diese mit dem Rest aus der Wasserflasche hinunter. Dann stecke ich den Wasserkocher ein. Mike erwacht und sieht etwas bedröppelt drein. Er rollt sich auf die von der Terrassentür abgewandte Seite des Bettes und zündet sich eine Zigarette an. „Hast Du auch Kopfweh?“ fragt er mit der Zigarette im Mund, während er sich das Feuerzeug sucht. Ich nicke nur und frage: „Es waren doch nur drei Bier!“. Mike antwortet: „Und ein Campari mit Nanee!“ Ich nicke und meine Erinnerungsfetzen sortieren sich langsam wie bei einem „Memory-Spiel“.

Wir setzen uns auf den Balkon. Während ich vorher ins Bad ging, regnete es noch. Nun ist es nur noch bewölkt und windig. Ab und zu spitzt die Sonne durch. Perfektes Aprilwetter im März. Eigentlich ist doch Sommer? Wir sehen über die Häuser des „Samui Boutique Resort“ zum Meer hinüber. Wellen branden hörbar an den Strand. Wir trinken eine heisse Tasse Kaffee. Nach der zweiten holt Mike das Mobile Phone und schickt eine SMS an Christian. Kurze Zeit kommt die Antwort. Chris ist im Bungalow. Wir verabreden uns im Strandrestaurant.

Ich ziehe mich an und packe meinen Laptop samt Netzteil ein. Wenn das Wetter so bleibt, kann ich den gestrigen Reisebericht vorne im Strandrestaurant schreiben. Erstens ist dort die WLAN-Verbindung um Längen besser als im Hotelzimmer, und zweitens hat es dort seit gestern annehmbaren Capuccino. Auch Fruchtshakes könnten meinen Flüssigkeits- und Vitaminhaushalt aufbessern. Mike würde noch duschen und dann nachkommen. Ich schliesse die Tür und wandere die Treppe hinab.

Vom Hoteldach fallen die letzten Wassertropfen. Aus der Wetterrichtung – Osten! – ist blauer Himmel mit nur wenigen Wolken zu sehen. „Etwas wechselhaft heute“ denke ich. Ich grüsse die Gäste lächeln, von denen einige unter dem Palmdächern der Bungalows sitzen, beim Vorbeigehen. Ich mache mir seit Beginn des Urlaubs einen Spass darauf; denn das sind die „Dütschen“ und „Österreicher“ nicht gewöhnt. Schon gar nicht, wenn es allmorgendlich bereits um den Kampf um die Strandliegen geht, der an mir abprallt, wie eine warme Semmel. Territoriales Denken – grad dass die Herrschaften nicht noch Sandburgen bauen und mit Kokosnusswürfen Eindringlinge verscheuchen.

Beim Durchschreiten des Strandrestaurants bestelle ich beim „Chefe“, wie wir ihn nennen, einen Capuccino. Hoppla! Da sind ja noch einige der Strandliegen um diese Zeit unbesetzt. Da kann ich mich ja draussen in der Sonne hinlegen und tippen! Ich gehe durch das Strandrestaurant zu einer der ersten Liegen mit Regen-/Sonnenschirm. Als ich meine Tasche mit dem Laptop abstelle und mir gerade die Schuhe ausziehen möchte, kommt doch eine dieser „Handtuchwerferinnen“ hinzu. „Diese Liege ist besetzt!“. Ich schaue die Liege an. Kein Handtuch. Sie zieht im nächsten Moment ein blaues Handtuch unter dem Kopfteil der Matte hervor. Ich grinse in mich hinein und nehme lächelnd eine der nächsten Liegen. Nun schaue ich sogar nach, ob unter dem Kopfteil ein Handtuch liegt oder oben drauf eine Strandsandale. Ein weitere beliebte Reservierungsmarkierung. Hunde würden drauf pinkeln und Kleinkinder lecken die Matte ab? Was Darwin so alles möglich macht innerhalb der Evolution.

Ganz einfaches Erkennungszeichen einer freien Liege: Die Matte ist nass! Ich suche mir eine im Schatten der Palmen aus und breite mein Handtuch aus. Dann packe ich den Laptop aus und schalte ihn ein. Während ich mir die Schuhe ausziehe und mich hinlege, kommt „Chefe“ und bringt mir zwei Capuccino. Mike hatte den zweiten bestellt und er hatte Chris im Schlepptau. Beide setzten sich und wir rauchten erst einmal eine.

Chris sah gen Osten und auf Grund der Aussicht auf kurzzeitiges schönes Wetter, schlug er vor gleich wieder nach Chaweng Noi zu fahren. „Hier kannst ja nicht mal ins Wasser!“ war sein schlagendes Argument betreffend der Wasserqualität. „Womit?“ war meine Frage. Mike wollte die Super-Moto-Mühlen von Wat ausleihen. Aber ich meinte, ob sich das rentiert. Wer weiss, wie das Wetter in einer Stunde ist. Nach wenigen Minuten packte ich somit meine Sachen wieder unverrichteter Dinge ein und wir gingen zur Hotellobby. Dort liehen wir uns nach kurzer Diskussion, der Zeit und des unbeständigen Wetters wegen, je einen der „schwulen“ Roller aus.

Apropos „schwul“: Die Massagemädels und auch Nanee gestern hatten zuerst unabhängig voneinander angenommen, dass wir Chris, Mike und ich, vom „anderen Ufer“ wären, weil man uns nie im Schlepptau eines Thai-Mädchens gesehen hätte. Das heisst erstens, dass man hier schnell bei den Mädels im Gespräch ist, zweitens spricht das für eine stark ausbaufähige Kombinationsgabe und drittens scheint es eher ungewöhnlich, dass zwei Brüder mit einem seit Kinderzeiten gemeinsam aufgewachsenen Freund gemeinsam, aber jeweils ohne weibliche Begleitung irgendeiner Hautfarbe oder Rasse auch noch solo in Thailand Urlaub machen. Und noch dazu nix von den Thai-Mädchen z.B. vom „Roten Platz“ oder aus sonst einem zwielichtigen Schuppen anfangen wollen. Als wir das hörten, scherzten wir, dass wir uns ein Alibi-Mädel suchen würden und damit mal kurz auf dem Roller eine Runde durch Lamai fahren. Anheuern, aufsteigen lassen, Runde drehen, absteigen lassen. Wir fantasierten, was wir als Taxifahrer wohl verlangen könnten? Oder sollten wir uns weibliche „Bodygards“ organisieren? So als Alibi? Dann hätten wir auf jeden Fall Ruhe 🙂 Ich flackste, dass es sicherlich an Mike’s Ohrring und an seiner Vorliebe für „schwule“ pinkfarbene oder pinkgestreifte Hemden liegen muss. Chris trägt auch ein Ohrringerl. Hmm. Und ich war vollkommen perplex. Ich hätte doch meine Cowboystiefel und meine Lederjacke mitnehmen und anziehen sollen. Zusammen mit der Peitsche und den Sporen wäre das sicher gut gekommen. Aber seit dem es eine Film über schwule Cowboys gibt, bin ich da auch desillusioniert und nichts ist mehr so wie es einst bei John Wayne war. So mit „harten Männern, die mit Gitarre, Tabak-kauend und Whiskey-trinkend um das Lagerfeuer sitzen“. Lucky Luke darf ja schliesslich auch während des Schiessens auf die Daltons nicht mehr rauchen und kaut auf irgendwelchen Strohhalmen rum. Nur der Hund Rantanplan ist noch genauso dämlich.

Die Benzinanzeigen der Roller von mir und der von Mike stand natürlich im roten Bereich auf Reserve. Was machen die Thai’s bloss? Liegt da bei jeder Rückgabe des Rollers einer unter dem Tank und saugt das Benzin raus? Oder brauen die „Singha-Beer“ daraus. Damit erklären sich auch meine Kopfschmerzen von heute morgen. Es war aber keine Zeit mehr, um an die Tankstelle zu fahren. Chris fuhr voraus und er wollte so schnell als möglich zum „Chaweng Noi“ – seinem Lieblingsstrand. Während der rasanten Fahrt über das „Cliff“ und den Pass befürchtete ich, dass jeden Moment mein Roller wegen Benzinleere verreckt und ich hielt Ausschau nach einem der „Petrol Stations“ die am Strassenrand Sprit in Literflaschen verkaufen.

Aber wir kamen auf den letzten Tropfen an. Mike meinte beim Absteigen „Ich glaub mein Rollerdings fährt bereits auf Kohlen!“. Gegenüber unseres Parkplatzes entdeckte ich eine dieser Sprit-Flaschen-Verkaufsstellen sogar mit einer der Steinzeit-Schauglas-Güllepumpen. Somit war die Rückfahrt gesichert. Wir schritten den kurzen Weg zum Strand hinunter und: Die Sonne war weg! Irgendwer muss eine grosse Wolke davor geschoben haben, just in dem Moment, als wir den Strand betraten. Ich wollte schon umdrehen und ausprobieren, ob es umgekehrt geht, wie beim Öffnen eines Kühlschranks. Da geht das Licht an. Vielleicht kommt die Sonne wieder raus, wenn ich zur Strasse gehe? Blödsinn! Muss eine Nebenwirkung des gestrigen Abends sein.

Etwas frustriert ob des aprilmässigen Wetterwechsels knallten wir uns in die Liegestühle des ersten Strandrestaurants. Die Wellen kamen in kurzer Frequenz an den Strand. Eigentlich hängen immer rote Fahnen an den Stränden, was soviel bedeutet, wie „Don’t go into the Water – Dangerous“ – also Baden auf eigene Gefahr. Aber momentan war wohl nix mit „Sonnenbaden“ und „Strandfreuden“. Langsam dürfte sich das Wetter mal kurz an die Statistik erinnern, welche besagt, dass der März der Sommeranfang mit den geringsten Niederschlägen ist.

Ich blickte gen Himmel und versuchte die Zugrichtung der Wolken zu interpretieren. Die höheren Wolken kamen aus Nord-Ost und die unteren, schnelleren Wolken aus Osten. Schön, deshalb ist es so wechselanfällig. Aus Nord-Osten kam eine Wolkenlücke von und versprach in den nächsten Minuten etwas Sonne. Ich stand auf und zog meine Hose und das T-Shirt aus. Dann ging ich unter den verdaddert dreinblickenden Augen von Mike und Chris auf eine Kokosnuss zu, welche das Meer angeschwemmt hatte, nahm Anlauf und zog mit dem Rechten Bein voll durch.

Nein, natürlich nahm ich die Nuss nicht voll Volley. Ich tat nur so. Mein Fuss wäre gesplittert und der Urlaub beendet. Mike und Chris kugelten sich vor Lachen. Endlich kam die Sonne heraus und ich testete das Meerwasser an. Angenehm warm und natürlich nass und salzig. Ich ging nur soweit ins Meer hinaus, bis die Wellen meinen Hals erreichten im Höhepunkt. Das reichte mir. Die Dünung war heftig. Und man verliert leicht den Grund unter den Füssen.

Wie schmerzhaft das sein kann, bekam im Anschluss Mike zu spüren. Es hat nämlich nicht überall Sand, sondern auch Steine und noch blöder: Muscheln! Nett, wenn man darauf landet und sich die Haxn aufschneidet. Mike erwischte es aber Gott sei Dank nur ganz leicht. Er hatte dann aber auch die Nase voll und verstand, wieso ein anderer Schwimmer mit Turnschuhen ins Wasser ging.

Wie schnell das Wetter derzeit in Koh Samui – zumindest in unserer Gegend – umschlägt, merkten wir wenig später. Ich sah die dunkle Regenfront schon einige Zeit von Westen auf uns zurollen. Als der Wind stärker wurde und die Sonne verschwand fanden wir gerade noch Zeit unser Sachen einzusammeln und uns auf die überdachte Terrasse des Strandrestaurants zu flüchten. Dann ging auch sofort der Monsunregen los. Die beiden Restauranthunde flüchteten mit mir zusammen schlagartig ins Trockene.

Wir bestellten je einen Kaffee (Chris ein Cola) und Chris schüttelte verständnislos den Kopf. „Das muss doch irgendwann mal besser werden!“ grummelte er in sich hinein. Sein Lieblingssatz derzeit „Des gibt’s doch gar ned! Des kon doch ned sei!“. Sellerie! Egal. Was soll’s! Ned ärgern. Des wird scho wieder. In Zürich und Regensburg frieren’s. Mir ham 25 Grad und ab und zu einen warmen Monsunregen. No problem! Alles trösten half vorerst nichts. Chris war grantig!

Die Laune von Chris besserte sich erst, als die Sonne erneut durch die Wolken kam. Wir wechselten die Position zwei Strandrestaurants weiter. Dort hörte wir endlich mal etwas Chillout-Music aus den mit Plastiksäcken geschützten Lautsprechern der PA-Anlage. Mike bestellte einen Strawberry-Shake, ich einen Mango-Shake und Chris spülte seinen leichten Frust mit einer Pina Colada hinunter.

Aber die „fahrende Strandverkäuferin“ hatte trotzdem kein Glück und Chris wehrte sich lächelnd gegen sämtliche Überzeugungsversuche doch die ein oder andere Perlenkette oder einen Muschelanhänger aus hauseigener Fertigung „Made in China“ zu erwerben.
Übrigens: Die Strandverkäufer sind keineswegs so aufdringlich, wie die „Heuschrecken“ auf Bali. Einfach freundlich Lächelnd den Kopf schütteln und die Herrschaften ziehen weiter. Nach dem zweiten Mal merken sich die Strandkrimskramsverkäufer offensichtlich die Gesichter und halten gar nicht mal mehr an. In Zukunft bleibt man freundlich unbehelligt. Angenehm, wie wir finden.

Während wir so gemütlich in unseren Liegestühlen sassen und das Meer und die Wolken genossen, gesellte sich langsam die einheimische Tierwelt zu uns. Mücken hatten keine Chance bei dem unregelmässigen Wind auf unseren Extremitäten zu landen. Aber eine Starenart suchte sich im noch feuchten Sand die vom Regen aus der Luft gewaschenen Insekten heraus und eine etwas ältere Hundedame versuchte die Flöhe durch Wälzen im Sand und durch Kratzen loszuwerden. Ausserdem sah er müde aus. Er gähnte regelmässig leise vor sich hin. Seinen feuchten, roten Augen zufolge, musste er in der Nacht zuvor gekokst haben.

Der Star oder Fink oder was auch immer hoppelte davon. Die Hundedame liess sich direkt vor mir im Sand nieder und diente als willkommenes Fotomotiv.

Im Hintergrund eine vorbeiziehende Starkregenfront. Wir vermuteten, dass die Insel auf welche der Regen hernieder fiel, jeden Moment ob der Wasserlast untergehen müsste – ein zweites Atlantis sozusagen.

Nachdem ein einziger verlorener Surfer sein Glück mit den Wellen versuchte, verliessen wir den schönen, aber für heute leider nur teilweise gastlichen Ort und bestiegen die Roller, um nach Lamai zurück zu fahren. Wir hielten an der „Tankstelle“ gegenüber, uns rief man allerdings aus dem Laden zu: „Fuel is finish!“. Ist mir doch egal, woher der Sprit stammt, ob aus der Sahara, Texas oder aus Finnland! Nur her damit! Nein, der Tank der Güllepumpe war einfach leer, klaro! Ergo: Tuckerten wir zurück, immer vermutend, dass im nächsten Moment der Motor nur noch Luft saugt.

Während ich auf dem letzten Tropfen die örtliche Grosstankstelle in Lamai erreichte, erlitt Mike das befürchtete Schicksal. Direkt bei der letzten Kurve nach dem Pass verreckte sein Motor auf Grund von Benzinversagen. Glücklicherweise reichte sein Schwung und die abfällige Strasse, um genau vor der nächsten Literflaschen-Verkaufsstelle anzukommen. Er liess sich zwei Liter „einschenken“. An der Flaschentanke kostet ein Liter übrigens 55 Baht im Gegensatz zur Grosstankstelle (31,5 Baht). Der Sprit wird in Thailand staatlich subventioniert. Sonst käme die Wirtschaft zum Erliegen. Der Tourismus sowieso, weil sämtliche Dienstleistungen nicht mehr mobil wären.

„Kupplung ziehen“ gibt es bei den dämlichen Automatik-Rollern übrigens nicht. Wer es unterbewusst, wie sonst gewohnt versucht – also den linken Handhebel zieht – der könnte in eine brenzlige Situation gelangen. Besonders in engen Kurven neigt ein plötzlich durch die Handbremse blockierendes Vorderrad dazu, den Fahrer abzuwerfen. Einfach nicht ausprobieren! Es könnte zudem Sand in der Kurve liegen. Hinlegen macht dann keinen Spass. Sand und offene Wunden vertragen sich nämlich gesundheitlich nicht besonders.

Ich traf Mike bei der Rückfahrt zum Hotel gerade vom Bock absteigend, als er die Wäsche bei unserer Hauswäscherei in der Lamai Beach Road abholen ging. Es gibt tatsächlich Leute in unserer Bungalow-Anlage, die selbst waschen. Aufgehängte Wäsche auf der Terrasse des Bungalows zeugen davon. Sorry, aber 1 Kilogramm kostet ganze 30 Baht. Gewaschen, gebügelt und zusammengelegt – am nächsten Tag abholbereit.

Wir tranken noch je einen Kaffee bei den Masseurinnen-Damen und fuhren dann zum Hotel. Dort duschten wir, zogen uns um und während sich Chris vom Strandstress in seinem Bungalow erholte tuckerten wir direkt im Anschluss gegen 16 Uhr weiter, um einen Cesar-Salat bei Nanee im Restaurant zu essen. Das Frühstück fiel heute morgen wegen Kopfweh, wie erwähnt bereits aus. Nanee kam kurze Zeit später zum Restaurant, um nach dem Rechten zu schauen. Sie plauderte etwas mit uns, dann tranken wir noch einen Kaffee. Wir verabredeten uns eventuell am Abend zu treffen. Nachdem wir die Rechnung beglichen, überquerten wir die Strasse und besuchten die gegenüberliegende Apotheke (Pharmacia).

Mike wollte sich eine Aloe Vera Salbe für seine Brandverletzung von der Bergtour besorgen. Es gibt in der Pharmacia wirklich alles was die Pharma-Industrie hergibt. Ob es Plagiate sind, weiss ich nicht. Aber auf jeden Fall deutlich billiger. Während wir die Regale nach Verbandsmaterial und der erwähnten Salbe durchstöberten, hörten wir eine ältere Dame in männlicher Begleitung mit der Verkäuferin auf englisch diskutieren. Beim Vorbeigehen sah ich, wie die Verkäuferin bläuliche viereckige Tabletten abzählte. Die Engländerin wiederholte, dass sie „hundred not for me, but for friends in England“ kaufen möchte. Sie zählte ein paar Tausend Baht auf die Theke und liess die kleinen bläulichen Pillen einpacken. Mike und ich flüsterten gleichzeitig „Viagra! Not for me! For my friends in England!“ und grinsten. Wir kauften neben der Aloe Vera Salbe, Mullbinden, Fenestil-Gel Novartis (76 Baht), Voltaren-Emulgel Norvartis (176 Baht), Sandoz Calcium 1000 (89 Baht) – also für Bruchteile der Preise in D und CH.

Anschliessend fuhren wir zurück zum Hotel. Ich schnappte mir erneut den Laptop und ging durch die Bungalows hinunter zum Strandrestaurant. Es war mittlerweile dunkel geworden um 18:30 Uhr. Ich setzte mich an einen Tisch mit direktem Stromanschluss. Die Seitenmarkisen schützten die wenigen Gäste vor dem Wind vom Meer her. Das Meer bzw. die Wellen hörte man deutlicher als sonst rauschen. Ich bestellte beim „Chefe“ einen Capuccino und startete den Laptop. Dann lud ich die Bilder von gestern und vom bisherigen heutigen Tag von der Speicherkarte auf den Rechner und sortierte die unscharfen oder „schiefen“ heraus und löschte diese. Dann ging es ans Nachbearbeiten. Während des Hochladens auf den Server, beantwortete ich ein paar Mails und trank den Capuccino.

Zum Berichteschreiben kam es aber nicht. Mike und Chris standen gegen 20 Uhr vor mir und erzählten mir, dass sie nach Chaweng fahren möchten. Sie wollten im „Poppies“ zum Essen gehen. Das „Poppies“ kannten wir bereits aus Bali. Es ist einer der verhältnismässig teueren Lokale (und Resorts) auf Bali und auf Koh Samui. Alles klar! Dann wollen wir mal. Ich klappte den Laptop zusammen und trug ihn zum Zimmer hinauf. Dann trafen wir uns in der Hotellobby und hielten ein Sammeltaxi an. Wir durchfuhren die lebhafte Lamai Beach Road, verliessen in rasanter Fahrt Lamai, überquerten den Pass und hielten vor dem „Poppies“ an.

Wir bezahlten das Sammeltaxi (100 Baht pro Person) und betraten den geschmackvoll eingerichteten Lobbybereich. Eine Treppe führte entlang eines künstlichen Bachlaufs in die Bungalowzone, welche als tropischer Park mit viel wucherndem Grün und einigen Teichen angelegt war. Eine Brücke führte in den eigentlichen Restaurationsbereich. Es gab einen Aussenbereich mit Pavillons, welche zum Meer und zum Strand ausgerichtet sind und einen mit Holz vertäfelten Gastraum, der auf zwei Seiten offen war. Zwei in traditionelle Gewänder gehüllte Damen empfingen uns und liessen uns einen Tisch aussuchen. Wir bevorzugten einen windgeschützten Tisch im Aussenbereich mit Blick auf den Pool und die halb darauf und halb dahinter platzierte Bühne.

Auf der Bühne führten Thailänder eine Art Volkstanz vor begleitet von Xylofonen und anderen Schlaginstrumenten. Man verzeihe mir, dass ich nun die genauen Namen nicht recherchiere. Die Musik ähnelte stark derer, welcher wir bereits auf Bali bei einer „Touri-Show“ beiwohnen durften. Man reichte uns die Getränkekarten und bestellte einen Pina Colada, Chris ein Wasser (Brand von gestern?) und Mike nahm einen „Singapore-Sling“ – was sonst. Anschliessend wählten wir aus dem umfangreichen Portfolio an unterschiedlichsten Speisen.

Es kamen drei Mal „Flühlingslolle“ und als Hauptgang rotes Rindcurry (Chris), gelbes Schweinefleisch-Curry (Mike) und ich nahm Chicken süss-sauer. Eigentlich hätte ich gerne Gemüsereis ohne Ei dazu bestellt. Aber die Dame erklärte uns, dass dies nicht möglich wäre, weil es nicht auf der Karte steht. Chris diagnostizierte „Sternabzug wegen mangelndem Kundenbewusstsein“. Kaum bestellt, brachte eine der Damen die Getränke. Wir wandten uns der weiteren Vorführung auf der Bühne zu. Dann brachte man uns die „Flühlingslollen“. An den Gesichtern von Mike und Chris erkennt man, dass da irgendwas nicht stimmen konnte. Und es stimmte auch etwas nicht. Die Rollen waren klein, verkocht (frittiert) und trieften vor Öl. Geschmacksnote negativ. Ich liess die Hälfte stehen.

Und dann kam der Hauptgang. Zwar nett und zuvorkommend serviert, aber lieblos angerichtet. Ich hatte bisher noch nirgends erlebt, dass in einem Restaurant dieser Klasse, der gekochte Reis einem aus einer grossen Schüssel mit der Kelle auf den Teller geklatscht wurde. Entweder hat sich der Chefkoch bei dem Wetter frei genommen, einfach einen schlechten Tag oder wir waren im falschen Film. Es fehlten auch die sonst üblichen Schälchen zum selbst Nachwürzen (scharfe Sossen). Zu den Speisen erspare ich mir den Kommentar. Soviel nur: Geschmack und Präsentation verhalten sich inkongruent zur Preisklasse. Gut, man zahlt nicht übermässig viel (2877 Baht für 3 Personen), in Koh Samui liegt das Lokal aber im oberen Viertel der Preisskala. Aber für diese Präsentation und bei dem Namen hätten wir deutlich mehr erwartet.
Ergo: „Poppies“ kann man haben, muss man aber nicht. Keine Empfehlung von mir. Letzter Platz in der Restaurantliste mit Abstand und deutlichem Punktabzug weit hinter sämtlichen bisherigen Aspiranten.

Wir verliessen diskutierend das „Poppies“ und wehrten vor dem Eingang die Taxifahrer ab. Nach dem Essen tat etwas Bewegung ganz gut. Uns störte auch die Temperatur von 25 Grad und die erhöhte Luftfeuchtigkeit nicht. Etwa 15 Minuten mussten wir durch die Chaweng Beach Road gelaufen sein, bis wir die Kreuzung erreichten, zu der wir abbiegen mussten, um zum „Green Mango“ von gestern zu gelangen. Hammermässig, was hier zumindest lautstärkemässig abgeht. Auch so fühlt man sich auf einem anderen Planeten. Links und rechts die Strasse entlang dicht an dicht irgendwelche Pubs, Restaurants und Tanzschuppen. Alle zur Strasse hin offen und einer übertrumpft den anderen mit unterschiedlicher Musik aus unterschiedlichen Lautsprecherboxen. Nur irgendwie dachten wir, dass am Samstag Abend etwas mehr Publikum unterwegs wäre!?!

Chris und Mike setzten sich erst einmal auf eine Stufe vor das „Green Mango“. Ein Blick hinein genügte: Es verliefen sich ein paar Touris zusammen mit ein paar mehr Thai-Mädels in der grossen offenen Arena. Gegenüber vom „Green Mango“ ist ein anderer „Tanzschuppen“. Aus den Verstärkern wummert „R&B“-Musik aus den Charts. Irgendwie die gleiche Reihenfolge von gestern von den Titeln her. Das kann ja „eiter“ werden. Was wahrscheinlich die wenigsten Kunden überhaupt bemerken. Neben dem „Green Mango“ steht ein beleuchteter buddhistischer Schrein. Irgendwie schizophren nach meiner Auffassung. Fundamentaler traditioneller ruhiger Glaube und moderner lärmender Pfuhl so nah beieinander?

Wie dem auch sei. Wir beschlossen in die lärmende Unterwelt einzutauchen und die immer wieder hochkommenden „Flühlingslollen“ vom „Poppies“ in einer Flasche „Singha-Bier“ zu ertränken. Wir betraten den „R&B“-Tempel und stellten uns an die Theke auf der gegenüberliegenden Seite, bestellten je ein Bier und beobachteten untypisch schweigend das Treiben um uns herum. Nein, das war heute nicht unser Abend. Sei es die Müdigkeit, das Wetterpech oder das schwere Abendessen. Auf jeden Fall verliessen wir nach dem Bier den Club und wanderten weiter zur „Solo Bar“. Dort stimmte zumindest die Musik.

Beste „House-Music“ schalte aus den JBL-Boxen in den offenen zwei-etagigen Saal. Wir stiegen die Treppe hinauf. Auch hier fast nichts los. Enttäuschend für Samstag Abend. Mike und Chris knallten sich auf eine flache Lederliege und liessen alle Viere gerade sein. Ich organisierte an der Bar die Getränke und setzte mich dazu. Auf den Grossleinwänden und LCD-Bildschirmen lief Fussball live aus England. Manchester United knallte Everton 3 Tore in der ersten Halbzeit ins Netz und Roonie kassierte für grobes Foul eine gelbe Karte. Wurde dann vorzeitig vom Trainer ausgewechselt. Hatte wohl auch einen schlechten Tag.

Platt, leicht frustriert und enttäuscht und mit immer wieder aufstossenden „Flühlingslollen“ bestiegen wir eines der Sammeltaxis noch vor halb zwei Uhr und liessen uns über die Strassen zurück nach Lamai schaukeln. Es reichte uns für heute. Vielleicht kommt doch morgen mal zuverlässig die Sonne hinter den Wolken hervor. Aprilwetter im März während des Sommers in Koh Samui hatten wir bisher zu genüge. Es wird langsam Zeit. Und vom Nachtleben in Chaweng hab ich für meinen Geschmack auch genug gesehen. Das hier heute werte ich als „Samui Monkey Theater“.

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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WM-Spiel Schweiz-Korea – Bilder aus Zürich

24. Juni 2006

Freitag 23.06.2006. Das dritte und entscheidende Spiel in Gruppe G. Schweiz geben Korea. Korea muss gewinnen um ins Achtelfinale zu kommen. Der Schweiz reicht ein Unentschieden. Gegen 20 Uhr sattelte ich mein Töff und fuhr in die Zürcher Innenstadt. Zwischen Bellevue und Opernhaus war eine Arena aufgebaut. Ich bog in den Uto-Quai ab und parkte die BMW am Zürisee beim Molino Frascati. Dann schlenderte ich an der Seepromenade zurück Richtung Opernhaus. Am Restaurant Pumpstation sammelten sich einige Fans vor einem Flatscreen. Das Wetter war traumhaft schön. Überall an der Seepromenade sassen Fans mit Schweizer Shirts und freuten sich auf das Spiel. Der Vorplatz des Restaurant Belcanto am Theaterplatz war vollkommen überfüllt. Einer der Securities entschuldigte sich freundlich, dass er keine weiteren Personen – also mich – mehr einlassen könnte. Die Arena auf der Sechselütnwiese war ebenfalls vollkommen überfüllt. Die nicht mehr eingelassenen Fans standen rund um die Arena. Ich ging weiter am Café Odeon vorbei und bog dann in die Torgasse ab und über die Oberdorfstrasse ging ich Richtung Grossmünsterplatz.

Das Vorspiel beginnt in der Zürcher Innenstadt. Die Blaskapelle Albisrieden gibt ein Konzert. Schliesslich landete ich am Rosenplatz und schaute in der Bar-Lounge Nachtflug vorbei. Die Lokalität war schon recht gut gefüllt. Auf einer Grossleinwand lief gerade der Vorbericht zum Spiel.

Die Bar Nachtflug ist bis auf den letzten Quadratzentimeter gefüllt. Die Spannung steigt. Anstoss!

Das 1:0 für die Schweiz. Der Jubel kennt keine Grenzen.

Ole Ole Schwiizer Nati! Wir fahren nach Berlin! Das 2:0 für die Schweiz. Alex Frei hat den Ball ins Tor befördert.

Der Schlusspfiff! Schweiz bezwingt Korea mit 2:0 und ist damit die den 1. Platz in der Gruppe vor Frankreich erreicht. Von wegen "Frauen interessieren sich nicht für Fussball!" Dass dies nicht zutreffen kann und nur ein wildes Gerücht ist, merkt man unter anderem, wenn es um den Torschrei geht.

Und dann wird der Begeisterung freien Lauf gelassen. Auf dem Weg über den Limmat-Quai Richtung sind nur noch jubelnde und feiernde Fans zu sehen.

Spontan formiert sich ein Autokorso, der sich hupend, singend und lärmend durch die Innenstadt bewegt.

Am Bellevue geht verkehrstechnisch nichts mehr. Fröhlicher Ausnahmezustand.

Schweizer Fans – Schweizer Fahnen.

Am Bellevue treffen sich die Fanmassen. Auf dem Dach der Tramhaltestelle tanzen und singen die Schwiizer-Nati-Fans. 

Eine Reporterin von Radio NRJ versucht beim hohen Umgebungspegel ein Interview zu führen.

Die fantasievollsten Fans am Bellevue.

Der Autokorso schlängelt sich durch den Bellevue. Feiernde Fans wohin man blickt.

Anmerkung zu den Pressemeldungen (Ausschreitungen)
Allerdings kann ich die Deeskalationsstrategie der Polizei nicht ganz verstehen. Es wurde Tränengas eingesetzt. Eine vollkommen überzogene Massnahme der Polizei (meine Meinung). So erscheint die fröhliche und friedliche Feier der Fans in einem negativen Licht, was für die Presse und sicherlich im Anschluss für Politiker ein gefundenes Fressen sein wird. Einige Fans feierten auf dem Dach einer Tramhaltestelle. Als ein Polizeiwagen anrückte, verliessen alle Fans bis auf 3 bis 4 das Dach. Diese wurden dann freundlich aber nachdrücklich davon überzeugt das Dach zu verlassen. Dabei flogen dann Bierdosen und Plastikflaschen von ein paar ganz Dämlichen Richtung Polizei. Die Fangemeinde empfand die "Räumung des Tramhaltestellendaches" nicht als Sicherheitsmassnahme der Polizei, sondern als Provokation und pfiff die Beamten aus. Als der Polizist von einer Flasche getroffen wurde, setzte ein anderer Tränengasgeschosse ein. Die Fans (etwa 1000) stoben panikartig auseinander und verliessen die in Gasnebel gehüllten Tramhaltestelle Bellevue. Unbeteiligte Fans bekamen Reizungen an den Augen und wuschen sich diese dann am Brunnen beim Bellevue. Das unprofessionelle Verhalten der Polizei sorgte also zu dieser Eskalation. Die Strassen wurden nicht wegen der "Krawalle" gesperrt, sondern weil es eben bei 5000 feiernden Fans am Bellevue weder für Trams noch für Busse noch für Autos ein durchkommen gab. Es wäre im Interesse und der Sicherheit der Fans viel zu riskant gewesen den normalen Verkehr freizugeben. Aber es kann ja durchaus sein, dass ich am Bellevue die Ausschreitungen, um die es ging gar nicht mitbekommen habe, odrrr?


Hochauflösende Bilder – Space Shuttle „Discovery“ entdeckt die Schweiz

20. Dezember 2005

Am 28.07.2005 (Mike`s 37. Geburtstag), während der Mission STS-114, drehte das US Space Shuttle "Discovery" genau über der Schweiz, um an der Internationalen-Weltraum-Station (ISS) anzudocken. Die Hauptaufgabe für die Astronauten war hierbei die Aussenhülle des Hitzeschutzschildes zu kontrollieren.

Zu diesem Zeitpunkt war die ISS und das Space Shuttle etwa 200m auseinander und bewegten sich mit einer 7,6 km/s (27000 km/h) um die Erde. Aber das eigentlich Interessante daran ist, dass dieses Manöver genau über der Schweiz statt fand – in einer Höhe von 353 km. Der Himmel war wolkenlos und so entstanden weltklasse Fotos vom Raumschiff über der Schweiz.

Das Space Shuttle fliegt über den Genfer-See, Lausanne, Yverdon-les-Bains, den Französischen Jura. Dann weiter über Neuenburg (Neuchâtel), Bern und Biel. Anschliessend über Basel, Luzern und schliesslich Zürich. Die hochauflösende Bilder findet man HIER

Gefunden über Leu, und Infamy