04.06.2008 – Projekt „Waterworld II: Garnelen im Glas“ – aktueller Stand

5. Juni 2008

Tja, aller Anfang ist schwer. Die im Qualipet gekauften Amano-Garnelen sind leider in einen anderen Zustand gewechselt: Den unsichtbaren. Somit befinden sich im „blauen Windlicht“ momentan nur der Schwarm „rote Neon“. Aber man lernt ja dazu. Somit suchte ich Kontakt zu einem Profi – und fand diesen in Form von Reto via Garnelen-Forum (CH). Über seine Website bietet er diverse Zwerg-Garnelen aus eigener Zucht zum Verkauf an. Per Mail kontaktiert, vereinbarten wir am Sonntag Abend einen Abholtermin.

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Somit erstand ich jeweils ein Dutzend „Red Fire“ und „White Perl“ im jugendlichen Alter nebst einem Büschel Wasserpflanzen. Diese „wohnen“ nun seit Sonntag vorübergehend in einem grösseren Deko-Einweckglas.

Es regnete die letzten Tage in Strömen. Und so sammelte ich Regenwasser – eigentlich für die Grünpflanzen in der Wohnung. Da ich vermute dass meine erste Besatzung Amanos an „Überkalkung“ verstorben sind (weisse milchige Verfärbung), dürfte angenommen werden, dass das Leitungswasser die Schuld trägt. Deshalb füllte ich das vom Transport im Beutel befindliche Wasser mit Regenwasser auf. Auch das Wasser im „blauen Windlicht“ ergänzte ich mit Regenwasser.

Garnelen scheinen nicht nur Algen und die im Glas befindliche Grünpflanze pausenlos zu verspeisen, sondern alles was nicht niet und nagelfest ist. So fand ich eine Futterliste im Internet, die Obst, Gemüse und Grünzeug enthält. Darunter z.B. „Brennnessel, vorher mit heissem Wasser abgebrüht, um die Nesseln weicher zu machen“. Brennessel wächst hier in Jonen gleich ein paar Schritt weit am Waldesrand. Und es schmeckt ihnen tatsächlich.

Nun „schau mer amal“, ob wir am Wochenende das Projekt „Thai River“ in Angriff nehmen können.


27.05.2008 – Projekt „Waterworld II“ oder „Garnelen im Glas“

28. Mai 2008

Heute fuhr ich nach der Arbeit nach Schlieren. Dort parkte ich in der Tiefgarage im Lilien-Einkaufszentrum und kaufte ein paar Lebensmittel. Dann fiel mir ein, dass direkt neben der Post sich eine der Tierhandlungsfilialen befindet. Ich betrat den „Qualipet“-Laden eigentlich ohne bestimmtes Ziel. Ich sah mir die Aquarien und die darin befindlichen Zierfische an. Dann wanderte ich durch die Regale und nahm mir einen kleinen Kescher mit. Den brauche ich für die Reinigung der beiden Gläser aus dem „Waterworld“-Projekt Nummer 1 – Die Fische fischt man damit nämlich ab.

Dann sah ich mir die Aquarien genauer an und entdeckte Garnelen. Von „Garnelen“ las ich bereits auf einer sehr informativen Website: Labyrinthfische.de, als ich nach Infos zu Kampffischen suchte. Diese interessanten wirbellosen Lebewesen wären eine interessante Befüllung für meine Sammlung an speziellen Aquarien; denn die Garnelen dienen als Putztrupp. Hinzu kam, das mir am Wochenende ein grösserer Glasbehälter in die Hände, als Mike und ich im Einkaufszentrum „Arcaden“ unsere Besorgungen erledigten. Diesen plante ich zu befüllen und die Garnelen aus Asien gefielen mir. Ich rief die Dame und während ich feinkörnigen blauen Kies besorgte, fing sie mir 4 Stück Amano-Garnelen (Caridina japonica) aus dem Aquarium.

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Und so nahm das Projekt „Waterworld II“ oder „Garnelen im Glas“ seinen Anfang. Ich verlud vorsichtig die neuesten tierischen Errungenschaften in den Boxster und fuhr direkt nach Hause. Dort schaute ich im Beutel nach, ob die Garnelen die Fahrt überlebt hatten. Ziemlich nervös schwammen diese im Beutel herum.

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Dann schnappte ich mir einen Eimer und leerte die 5 Kilogramm blauen Kies hinein. Zuerst wusch ich nämlich diesen. Anschliessend befüllte ich auf der Terrasse den Glasbehälter, der eigentlich ein grosses Windlicht darstellen sollte, mit dem gewaschenen Kies.

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Ich trug den Glasbehälter zurück in die Küche und befüllte ihn halb mit Wasser. Dann schnappte ich mir die beiden Projekte „Waterworld I“ und pflanzte die Wasserpflanzen um. Ja, Wasserpflanzen hatte ich dummerweise nicht besorgt – kommt noch.

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Die nächsten zwei Stunden vertrieb ich mir damit den neu angelegten Rasen zu wässern. Es hatte heute nämlich in Zürich den heissesten Tag in diesem Jahr. Die Sonne wurde zwar die meiste Zeit von Wolken verdeckt, aber der Fön und der Wüstenwind liess das Thermometer auf über 30 Grad ansteigen. Gegen Abend flaute der Fön ab und ich schaltete den Rasensprenger ein.

Warum? Einmal damit das frische Grün vor unserer Terrasse nicht vertrocknet und zum Zweiten, damit sich die Wassertemperatur im neuen Behälter der Temperatur bei den bestehenden „Waterworlds“ anpassen kann. Somit bekommen die Fische und Garnelen keinen Temperaturschock.

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Anschliessend startete ich den ersten Versuch: Zuerst siedelte ich die Neon um, indem ich das Glas in eine flache Plastikschüssel leerte und anschliessend den Inhalt über die flache Hand in das „Windlichtglas“ laufen liess – samt der Neon. So verwirbelte das Wasser den feinen Kies nicht auf und die Pflanzen blieben dort, wo sie sein sollten.

Nach einer weiteren Stunde sah ich nach, ob die Fischlein den Umzug überlebten. Ergebnis: Alles wohlauf! Dann nahm ich den Kescher und fing den Kampffisch aus dem Glaspokal zur Umsiedlung. Ha! Der Kampffisch freute sich nicht nur über die Gesellschaft der sieben Neon, sonder ging sofort auf die Jagd nach ihnen. Das klappt somit nicht. Schnell schnappte ich mir den Kampffisch wieder mit dem Kescher und es ging für ihn zurück in den Glaspokal.

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Somit nahm ich den Beutel mit den Garnelen und füllte diese vorsichtig in die flache Plastikschüssel. Von dort aus ging es für sie auch in das Windlichtglas. Und: Es schien ihnen zu gefallen. Die Neon kümmerten sich nicht um die Garnelen und umgekehrt, sondern erkundeten die Umgebung. Die Neon schwammen anfänglich gruppenmässig in die eine Richtung ein paar Runden, wendeten dann und schwammen in die andere Richtung. Man konnte glatt Rundenzeiten nehmen.

Der Kampffisch schaut dem Treiben sehr interessiert zu und findet es wahrscheinlich schade, dass er sich keinen netten Happen genehmigen kann. Tja! Pech für Oskar! Und schon hat er seinen Namen weg. „Oskar, der Kampffisch“.

Mittlerweile sind die Fische umgezogen – in komfortablere Wohneinheiten. Aus dem Wiedereinstieg in die Aquaristik mit den beiden „Senfgläsern“ sind mittlerweile 5 Becken mit minimaler Technik (eines komplett ohne) entstanden. Wer mehr über die weitere Entwicklung seit Mai 2008 erfahren möchte, der klicke einfach auf das Bild unten. 

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10.05.2008 – Projekt „Waterworld“ oder „Wie ein Fisch im Glas“

10. Mai 2008

Heute fuhren wir zum Einkaufen ins Glatt-Zentrum. Eigentlich standen nur Lebensmittel auf dem Einkaufszettel. Aber ich wollte eine Idee umsetzen, die schon seit dem letzten Einkauf bei IKEA im Kopf herum schwirrte. Dort kaufte ich diverse Wasserpflanzen ein und platzierte diese in einem hohen Glas und einem Glaspokal. Zusammen mit den Glassteinen, die Mike damals noch mitnahm, sah das schon mal nicht schlecht aus. Die Glasbehältnisse standen die letzten Jahre vollkommen unbeachtet in der Vitrine im Wohnzimmer und staubten lese vor sich hin.

Nun stand das hohe Wasserglas neben den Kakteen in der Gästetoilette und der Glaspokal in der Küche vor dem Fenster. Nach den Lebensmitteleinkäufen machten wir einen Abstecher in den Zoofachhandel „Qualipet Atlantis“ im Erdgeschoss. Zielstrebig steuerte ich die Zierfischbecken an. Mike grinste leise vor sich hin und folgte mir. Dann erzählte ich ihm, was ich vor hatte und er war von der Idee begeistert: „Projekt Waterworld“.

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Für das hohe Glas im Gäste-WC liess ich sieben kleine „Rote Neon“ aus einem der Aquarien schöpfen. Der farbenreich leuchtende „Rote Neon“ stammen aus dem Amazonas. Eigentlich wollte ich nur ein halbes Dutzend. Aber einer schmuggelte sich noch zusätzlich in den Käscher.

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Und für den grossen Glaspokal nahm ich einen schönen blau-rot schimmernden „Siamesischen Kampffisch“ mit. Der Kampffisch kommt, wie der Name bereits verrät, aus Thailand. Dieser wurde vom Verkäufer beim Verpacken in einen durchsichtigen Beutel dermassen durchgeschüttelt und herumgeschleudert, dass ich schon dachte, der Fisch gibt seinen Mageninhalt freiwillig wieder her.

Währenddessen organisierte Mike noch eine kleine Packung Fischfutterflocken. Die 250 ml Dose reicht sicherlich einige Jahre bei der aktuellen „Besetzung“ der beiden Projekte „Waterworld“. Gut, dass ich den Thermokoffer ins Auto geladen hatte. Dort hielt es die empfindliche Fracht gut klimatisiert bis zur Umsiedlung aus.

Nun stehen die beiden Glasdekorationen (Aquavase) mit frischem Grün bepflanzt und mit tierischem Leben erfüllt an den entsprechenden halbsonnigen Plätzen. Unser erster SBW-Visum-Beantragende bewunderte heute schon die ausgefallene lebende Deko mit den Worten „Sag mal, wann genau fallen Dir solche Sachen eigentlich ein?“ Antwort: „Spontan!“

Mittlerweile sind die Fische umgezogen – in komfortablere Wohneinheiten. Aus dem Wiedereinstieg in die Aquaristik mit den beiden „Senfgläsern“ sind mittlerweile 5 Becken mit minimaler Technik (eines komplett ohne) entstanden. Wer mehr über die weitere Entwicklung seit Mai 2008 erfahren möchte, der klicke einfach auf das Bild unten.

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16.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Aktueller Stand

17. Juli 2008

Heute fuhr ich nach einem Meeting in Dübendorf noch ins Glattcenter. Dort suchte ich den Qualipet kurz vor Ladenschluss auf. Ich sah mir die Aquarien an und besichtigte die Neuzugänge. An der Kasse bat ich eine der Damen mir eine Portion Wasserflöhe herzurichten.

Währenddessen schlenderte ich durch die Regale und fand einen kleinen Aussenfilter „Flow200“. Diesen Filter sah ich schon an sog. „Cocoon Aquarien“ hängen. Wenn der Ansaugrüssel lang genug ist und die Pumpleistung reicht, dann könnte ich diesen für das „BambusBecken“ nehmen? Es stand kein Preis im Regal – nur für die kleineren. So nahm ich die Schachtel und die Dame zog das Teil über den Scanner. Ergebnis: 29 Franken. Zum Ausprobieren ein angemessener Preis.

Ich bezahlte die Wasserflöhe (3,50 CHF) und den „Flow200“ und schlenderte in die Tiefgarage zurück. Mein Navi teilte mir mit, dass es auf der Nordumfahrung staute. Deshalb entschloss ich mich durch die Stadt über die Hardbrücke zu fahren. Gegen 20 Uhr traf ich zu Hause ein. Zuerst baute ich den neuen Aussenfilter zusammen – die Montageanleitung fand ich hinterher. Dann probierte ich das Teil aus. Ich musste den Wasserspiegel nur um einen Zentimeter anheben und schon saugte der Filter das Wasser an und lief über die breite Lippe zurück ins Becken.

Anschliessend widmete ich mich den Wasserflöhen. Einen Teil des Beutelinhaltes entleerte ich in das „selbst drehende Aussenbecken“. Die andere Hälfte schüttete ich in das noch übrige dritte kleine Becken, welches bisher nur der Rest Sand und etwa ein Drittel Wasser enthielt. Daraus fing ich dann zwei nette Portionen heraus und fütterte zuerst die „Paradieser“ im „ThaiRiver“-Becken und dann die Fische im „BambusBecken“. Von Jolanda bekam ich drei Kampffische: Zwei „Weibli“ und ein „Männli“. Der vorhandene Schleierkampffisch vertrug sich mit einem der „Weibli“ überhaupt nicht. Deshalb zog die Lady gestern ins „ThaiRiver“ um. Und heute zog das „Männli“ aus dem „Waterworld II“ zu ihr ins grosse Becken. Die beiden fingen sofort an zu Turteln! Die Paradiesfische schwammen teils teilnahmslos teils interessiert um das balzende Pärchen herum – widmeten sich aber lieber dem Aufsammeln der Wasserflöhe. Alles friedlich.

Somit sind nun fünf „Paradieser“ und ein Pärchen von Jolanda’s Kampffischen im „ThaiRiver“-Becken. Letztere wollten gar nicht mehr voneinander lassen und schwammen bald gemeinsam herum. Im „BambusBecken“ ist mein Schleierschwanz-Kampffisch und das zweite Mädel, sowie vier Rote Neon. Auch alles im grünen Bereich.

Zwischendurch schoss ich die hier im Thread befindlichen Bilder. Das obere Bild entstand bei Abendsonne von meinem Lieblingsplatz auf der Lounge. Für das zweite und dritte Bild stellte ich eine kleine Schreibtischleuchte oben auf den Verbindungssteg. Die Pflanzen entwickeln sich und scheinen gut anzuwachsen.

Einige wenige nur bei genauem Hinsehen zu entdeckende Fadenalgen haben sich gebildet, was aber meiner Meinung bei einem noch im „Einfahren“ befindlichen Aquarium ganz normal ist. Bisher entwickelt sich alles zur Zufriedenheit und das Experiment läuft nach Plan.

Links zum Thema:


14.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Paradiesfische und Kampffische ziehen ein

15. Juli 2008

Zuerst besten herzlichsten Dank an Jolanda aus dem Forum bei Aquarium.ch. Gestern nahm ich ihre Einladung an und besuchte Sie in ihrem geschmackvoll eingerichteten „Häuschen auf dem Lande“. Sie bot mir vor einiger Zeit via Forum sog. „Paradiesfische“ an. Und diese wollte ich zusammen mit einigen übrigen Pflanzen abholen. Doch vorher zeigte sie mir ihre Aquarien, die wirklich passend im Haus mit der Einrichtung harmonierten. Sie zählt sich zu den „Verpaarern“ und nicht zur Gilde der „Züchter“.

Mit viel Erfolg, aber auch einigen Rückschlägen, vermehrt sie neben den frechen Paradiesfischen mit Vorliebe Betta Splendens – also Kampffische. Ich bekam eine ausführliche Einführung in die Eigentümlichkeiten, Formen und Charaktere der verschiedenen wirklich schönen Lieblinge von Jolanda.

Was mir aber wirklich extrem gefällt, ist die wirklich schöne Integration der Aquarien in die Wohnungseinrichtung. Auf der Küchenanrichte stehen gleich zwei traumhafte Becken mit sicherlich wertvollen Kampffischen. Im Wohnzimmer noch ein schönes Becken und im Eingangsbereich wuseln verschiedene Fische aus einem Freundschaftsimport aus Thailand in einem Gemeinschaftsbecken. Zu jedem Becken und zu jedem Fisch gibt es eine nette und teils kuriose Geschichte.

Auf der Terrasse zeigte Jolanda mir ihre „Rollenden Becken“, in welchen die einmal die angesprochenen Paradiesfische leben und zum anderen Wasserpflanzen, wie Muschelblume, Wasserhyazinthe und Wasserfarn sich rege vermehren und wuchern. Aber Jolanda hat noch ausreichend Paradiesfischnachwuchs in ihrem Arbeitszimmer. Dort befinden sich auch die Becken mit den Kampffischen. Sogar ein Becken mit Goldfischen (Schleierschwänze?) gibt es dort.

Jolanda nahm sich viel Zeit und wir plauderten viel. Dann fing sie mir fünf Paradiefische ein. Ich durfte mir noch ein Kampffisch-Männchen und zwei passende „Weibli“ aussuchen. Und ich bekam eine pralle Tüte mit Wasserpflanzen angeboten. Professionell verpackt standen diese gegen 18 Uhr bereit. Aber der Besuch dauerte noch etwas länger. Bei einer guten Flasche Rotwein bekam ich noch viele Tipps und Tricks und wir plauderten über Gott und den Rest der Welt bis spät in die Nacht. So erfuhr ich das mein Kampffisch ein „b.splendens VT (Veiltail)“ ist. Der Bock nennt sich vornehm „b.splendens Crowntail black blue lace“ und die Mädels bezeichnet man als „b.splendens black blue lace“ und „b.splendends multi (das wäre die Rote)“. Kann ich mir nie merken.

Natürlich mussten die Neuzugänge zu Hause sofort versorgt werden – auch zur späten Stunde. Die fünf Paradiesfische wasserte ich im „ThaiRiver“ ein, der „Kampffisch-Bock“ bekam im leeren „Waterworld I“ ein neues Heim und die beiden „Maidli“ gingen im „Waterworld II“ baden. Die neuen Wasserpflanzen kamen fast alle ins „ThaiRiver“ und die restlichen verteilte ich im „BambusBecken“, sowie in den „Waterworlds“. Ich wusch sogar noch ein Seemandelbaumblatt und teilte es in kleinere Stücke, um es in den Becken zu verteilen.

Heute nach der Arbeit schaute ich natürlich sofort nach dem Rechten. Die „Paradieser“ flitzten lebhaft und neugierig durch das „Thairiver“. Die neuen Kampffische hingen etwas gelangweilt in den Pflanzen und schauten sich die Umgebung fast regungslos an – aus grünem Wasser? Hatten die Seemandelbaumblätter das Wasser „grün“ gefärbt? Es sollte doch eigentlich leicht „bräunlich“ werden? Zuerst ging es ans Füttern. Aus dem Aussenbecken sammelte ich ein paar Mückenlarven nebst Wasserflöhe ein und kredenzte diese den „Paradiesern“. So schnell konnte ich gar nicht schauen, wie diese aus den Verstecken aus allen Richtungen zum Kescher schwammen und die flüchtenden Kleingetiere einsammelten.

Vom Kampffischzuwachs hatte mein Schleierschwanz noch nix bemerkt. Aber das sollte sich bald ändern; denn ein Experiment sollte folgen: Was passiert, wenn ich dem Schleierschwanz die beiden „Maidli“ ins „BambusBecken“ gebe? Gesagt, getan. Zuerst passierte gar nichts. Dann nach ein paar Minuten verfolgte eines der Mädels den Schleierschwanz. Nach weiteren 10 Minuten schien sich das Blatt zu wenden und „Cesar“ verfolgte das Mädel. Das zweite „Maidli“ versteckte sich in den Wurzeln der Wasserpflanzen und versuchte möglichst nicht einzugreifen

Parallel dazu räumte ich „Waterworld II“ aus. Der blaue Kies störte mich schon länger. Die mit Grünalgen behafteten Pflanzen wanderten als Vorspeise in das Aussenbecken. Das grünliche Wasser landete als Dünger auf der Rasenfläche. Jetzt im Anschluss an das Tippen kommt noch der Rest vom „gewaschenen Kies“ hinein. Dann werde ich es mit einem Teil Wasser aus „ThaiRiver“ und einem Teil Regenwasser füllen. Dann siedeln die „Maidli“ wieder um. „Unbewacht“ ist mir der Schleierschwanz noch etwas zu gefährlich für die beiden.

Nun schau-mer-mal, wie sich die Projekte weiter entwickeln, odrrr 🙂

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13.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Während der Einlaufzeit genug zu erzählen

14. Juli 2008

Bisher existieren lediglich Fotos vom „rollenden Aquarium“, welche ich in der Nacht schoss. Am Tag sind die Lichtverhältnisse anders und das Aquarium kommt natürlich ganz anders zur Geltung. Damit man sich ein Bild vom aktuellen Stand machen kann anbei zwei Fotos mit Tageslicht:

Noch befinden sich nur Pflanzen darin. Aber das soll sich bald ändern. Zu den anderen „Projekten“ (Waterworld I + II) poste ich auch noch zwei Bilder. „Waterworld I“ steht auf der rechten Seite mit dem „komischen“ blauen Sand. Gut, den werfe ich demnächst raus. Links steht „Waterworld II“. Beide Behälter sind seit heute reine Wasserpflanzengläser. Und das kam so:

Vor einigen Wochen kaufte ich drei alte Zuchtaquarien recht günstig, putzte diese und wusste zuerst gar nicht, was ich damit anfangen soll. „Mit Wasser füllen!“ Logisch! Eines steht nun als „Aussenaquarium“ auf der Terrasse. Ursprünglich diente dies nur dazu Wasserflöhe und Wasserpflanzen übergangsmässig aufzubewahren (Die Wasserflöhe kann man ja nicht alle auf einmal den Fischen vorsetzen und die Wasserpflanzen wachsen im Aussenaquarium ohne Ende).

Mittlerweile entwickelt sich das Aussenaquarium zum echten Selbstläufer. Und das absolut techniklos! Nachdem ich feststellte, dass die Pflanzen so gut wachsen, wechselten die übrig gebliebenen Garnelen aus „Waterworld I“ in das Becken. Den Garnelen geht es wunderbar! Es wird mir niemand glauben: Ganz ohne zusätzliches Futter! Auch sind einige Schnecken mit den Pflanzen damals umgezogen: Auch diese vermehren sich gemütlich und einige konnten schon in das „ThaiRiver“ Becken umziehen. Und: Seit einigen Tagen entdeckte ich weitere willkommene Bewohner: Schwarze Mückenlarven! Der Kampffisch und die vier Neon freuen sich ohne Ende. Genau dann, wenn ich die Viecher verfüttere.

Das Aussenaquarium dient auch noch als „Algenvernichter“. Nein, nicht das Glas, sondern die Garnelen, Wasserflöhe, Mückenlarven und Schnecken. Entdecke ich einem der „Waterworld“-Projekte eine mit grünen Algen überzogene Pflanze, dann entnehme ich diese und werfe diese einfach ins Aussenaquarium. Die Fauna macht sich sofort „schmatzend“ über die Fauna her. Die Mückenlarven sind die ersten am frisch gedeckten Teller. Wenig später hängen einige Wasserflöhe und deren Nachwuchs (!) am frischen Grün. Die Garnelen und Schnecken folgen mit etwas Verspätung. Zwei Tage später ist die Wasserpflanze algenfrei und kann wieder zurück in das ursprüngliche Glasbehältnis eingepflanzt werden.

Das zweite ehemalige Zuchtbecken steht ebenso auf einem „Möbelhund“ und ist somit leicht in der Wohnung beweglich aufstellbar. Darin befinden sich zwei Bambusstengel (IKEA) und zwei Zyperngraspflanzen (Kaufland). Letztere befreite ich weitgehend von der Erde nach dem Austopfen und schnitt die Wurzeln etwas zu. Meine „PHHG“ (Personal Haus- und Hofgärntnerin) Olivia meinte, dass ich mir keine Sorgen machen sollte, wenn die Zyperngraspflanzen anfänglich etwas schwach aussehen würden. Diese würden sich auf die neuen Verhältnisse erst umstellen müssen. Wachsen dann aber von unten wieder nach, was sich nach 14 Tagen auch bestätigt. Sollte sich die Situation aber verschlechtern, so werfe ich das Zyperngras raus und setze weitere Bambusstengel hinein. Diese wachsen nämlich hervorragend und treiben fleissig Wurzeln.

Dann entdeckte ich am Samstag kleine „Viecher“ an der Wasseroberfläche und identifizierte diese als „Mückenlarven“! Ähm… das ist in geschlossenen Räumen etwas unangenehm – ich meine: Wenn sich unbemerkt die Mückenlarven in Mücken verwandeln sollten. Dem musste begegnet werden. Somit zogen heute die vier Neon zusammen mit meinem Kampffisch aus den „Waterworld“-Gläsern um in das „Bambus“-Becken. Und die Tafel war gedeckt! Die Mückenlarven innerhalb von zwei Stunden extrem dezimiert und die Mägen gefüllt. Gefahr gebannt.

Hier also nun die beiden Fotos vom „Bambus-Becken“. Auch dieses ist nur etwas mehr als zur Hälfte gefüllt. Warum man Kampffische mit Neon zusammen hält? Keine Ahnung. Eigentlich kommen beide Rassen aus unterschiedlichen Erdteilen. Und langläufig herrscht auch die Meinung, dass sich der Kampffisch von den hektischen Neon stressen lässt. Ich muss sagen, dass die Neon dem Kampffisch ziemlich egal sind. Er scheint viel zu stolz zu sein, als sich von den kleinen Hektikern im gemütlichen durch das Becken gleiten stören zu lassen. Auch scheint es, dass die Neon ziemlichen Respekt vor „seiner Hoheit“ haben. Die schwimmen nämlich mit entsprechendem Abstand im Becken herum.

Nun steht noch das dritte ehemalige Zuchtbecken zur Disposition. Darin befindet sich momentan lediglich der Rest gewaschener Sand und etwas Wasser. Auch dieses Becken steht „auf Rollen“. Es hilft mir aktuell bei einem Wasserwechsel oder als Zwischenlager für Wasserpflanzen. Somit habe ich noch ein kleines Becken „auf Reserve“ für allfällige Ideen oder sonstiges.

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09.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Die erst Bepflanzung

10. Juli 2008

Nachdem am Montag das „Grossprojekt Thairiver“ mit der Montage der Möbelhunde auf die Grundplatte und anschliessend der Befüllung mit gewaschenem Sand und Wasser begann, besorgte ich heute auf dem Weg nach Hause ein paar Wasserpflanzen. Die Zielsetzung bestand dabei möglichst thailändische Wasserpflanzen zu besorgen. Somit steuerte ich auf dem Rückweg von Heiden das „Glattzentrum“ an.

Von Heiden aus wäre es ein Leichtes gewesen kurz im Liechtensteinischen vorbei zu fahren. Dort befindet sich die „Aquaristik-Oase.ch„. Allerdings teilte mir der Gegenpart am Telefon mit, dass er keine Pflanzen lagermässig hätte, sondern die via Online-Shop bestellten direkt vom Importeur zu den Endkunden schicken lässt. Auch nach St. Margrethen wäre der Weg sehr kurz gewesen. Nur hatte ich mir den Namen des dortigen Aquaristik-Ladens nicht gemerkt.

Somit blieben mir um diese Uhrzeit (18:30 Uhr) zwei Alternativen: Der Qualipet im Glattzentrum oder der IKEA in Spreitenbach. „Bei IKEA kann man Wasserpflanzen für’s Aquarium kaufen?“ Ja, man kann! Schon Anfang Mai „stolperte“ ich in der Zimmerpflanzenabteilung im IKEA über in durchsichtigen Bechern gefüllte Wasserpflanzen und nahm damals welche für die „Waterworld“-Projekte mit. Professionelle Aquarianer werden beim Anblick der „Projekte“ sicherlich aufschreien. Aber mir gefallen die „Fische im Glas“ und: Damit brach der Aquarium-Virus, mit welchem mich dereinst mein Vater in der Jugend/Schulzeit ansteckte, erst wieder aus; denn bei den Pflanzen vom IKEA kam die Idee mit den Fischen! Und nun ziehen diese bald um.

Gegen 19:30 Uhr betrat ich den Qualipet. Ich sah mir zuerst die Fischbecken an und sondierte, welche Fischarten aus Asien bzw. noch besser direkt aus Thailand kommen. „Fadenfische“ und „Guramies“, sowie „Kampffische“ kannte ich bereits und gefielen mir. Dann ging ich zur Kasse und sprach die Bedienung mit den langen blonden Haar an. Nein, nicht wegen der Reize 🙂 die Dame beriet mich bereits einige Male recht kompetent beim Kauf der letzten Fische – sie heisst übrigens „Sarah“.

Wir gingen zum grossen Pflanzenbecken und ich erklärte mein „Problem“: Pflanzen aus Thailand. Bei einigen wusste sie sofort Bescheid – für die restlichen konsultierte sie ein „Dennerle“ Buch. So erfuhr ich, dass sämtliche Pflanzen eine „Dennerle-Nummer“ besitzen zur eindeutigen Identifikation. Sie bot mir sogar an, dass ich Pflanzen, die nicht vorrätig wären für mich bestellen würde – auch in Kleinmengen.

Bei den Fischbecken stehen zwei grosse Aquarien. Darin befindet sich jeweils eine recht grosse Pflanze, deren Blätter teils aus dem Becken ragen – und: Die Pflanze treibt ein paar Ableger! Ich fragte, ob ich davon ein paar Ableger haben dürfte „zum Ausprobieren“; denn genau so stellte ich mir die Bepflanzung zumindest teilweise vor: Pflanzen, die aus dem Becken wachsen und/oder sogar blühen. Bereitwillig schnitt die nette Bedienung mir zwei Ableger ab und packte mir diese vorsichtig zu den anderen, die wir gemeinsam ausgesucht hatten. Von den deutschen Namen kannte ich nur zwei Arten: „Wasserfreund“ und „Tigerlotus“. Ich kaufte zwei verschiedene Bodendecker, eine Grasart mit langen Blättern und eine, die Lilien-ähnlich Blätter besitzt und blüht (?). Die Pflänzchen kosteten übrigens 6,90 pro Töpfchen. Die Ableger bekam ich dankenswerter Weise gratis dazu.

Zuhause angekommen machte ich mich sofort daran das Aquarium zu bepflanzen. Vorsichtig schnitt ich die beiden Beutel auf und entleerte den Inhalt ins Becken. Die beiden Bodendecker, welche sicherlich ein gutes Stück arbeit vor sich haben, entfernte ich aus den Töpfchen und entfernte noch vorsichtiger das Substrat, um die Wurzeln möglichst nicht zu beschädigen. Die restlichten Pflänzchen stellte ich mit den Töpfchen in den Sand, weil ich nicht weiss, ob es besser ist das Töpfchen zu entfernen.

Aus meinem kleinen „Aussenbecken“ auf der Terrasse holte ich die Muschelblume, die Wasserhyazinte und etwas, das nach Wasserfarn aussieht. Die drei Schwimmpflanzenarten kaufte ich letzte Woche bei meinem Besuch beim „Hauenstein Gartencenter“ erstand. Dort arbeitet Olivia – meine persönliche Thailand-Pflanzen-Fachfrau. Ausserdem positionierte ich noch einige von den Pflänzchen, die mir Jonas dankenswerter Weise überlassen hatte, als ich die Luftpumpe und die beiden Luftheber bei ihm abholte. Das Material treibt meinen selbst gebastelten Mattenfilter (rechts vorne im Bild) an, welcher nun schon für merkliche Wasserklärung sorgt.

Nun dachte ich noch daran „Thairiver“ mit etwas Wasser samt Wasserflöhe und Schnecken aus meinem „Aussenbecken“ zu impfen. Allerdings ist es heute schon recht spät und ich möchte keine der Mückenlarven und schon gar keine der übrig gebliebenen Garnelen in das Becken einbringen. Die Mücken eh nicht und die Zwerg-Garnelen entwickeln sich in dem techniklosen Aussenbecken (fast) ohne jegliche Pflege bereits jetzt ausgezeichnet.

Als Nächstes plane ich einige grössere Kieselsteine o.Ä. unterwegs aufzusammeln, um das „Grunddesign“ etwas nach meinem Gusto zu verbessern. Ausserdem suche ich noch eine grössere Wurzel; denn so löst sich folgendes Problem: Die Efeutute pflanze (binde) ich auf die Wurzel. So können die Pflanzenwurzeln das Wasser erreichen, Giftstoffe entfernen, und die Blätter bleiben oberhalb der Wasseroberfläche.

So, wenn alles klappt, dann kann der Kampffisch am Wochenende umziehen. Hoffentlich lebt er noch so lange im kleinen „Waterworld 1“. Ich weiss nicht, ob es besser ist ihn sofort umziehen zu lassen. Er hängt nämlich recht gerne an der Oberfläche.

PS: „ThaiRiver“ heisst das Projekt einmal in Anlehnung an die Inspiration durch das Kunstprojekt „Local River“ und zum Zweiten, aus der Idee ein thailändisches Aquarium einzurichten („Thai – River“). Mit einem „Fluss“ oder einem „Flussaquarium“ hat das Projekt eigentlich nichts zu tun, da es ja im Endstadion komplett ohne Technik laufen soll. Aber auf der anderen Seite „fliesst“ das Projekt „ThaiRiver“ seit der ersten Idee mit allen bisherigen Lösungen, die sich nun ergeben haben, „vor sich hin“ in Anlehnung an den Aphorismus „panta rhei“, was übersetzt „alles fliesst“ bedeutet.

Auch erinnere ich mich an ein Zitat, welches lautet :“Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle“. Und „gegen den Strom schwimmen“ heisst für mich „die Sache anders machen, als gewohnt oder üblich“ bzw. „ausgetretene Pfade zu verlassen“; denn nur so kommt man auf neue Erkenntnisse oder Probleme, die wieder neue Ergebnisse bringen. Somit finde ich den Namen für das „etwas andere Aquarium“ ganz passend. Ob das Experiment klappt, wird sich zeigen; denn „der Weg ist das Ziel“. Aber ich bin nicht Heraklid und bleibe lieber in der Realität, als im Philosophischen.

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18.06.2008 „ThaiRiver Experimentalphase“ mit „Möbelhund“ und „Was ist bitte eine Fishloft“?

18. Juni 2008

Heute bekam ich via XING eine Nachricht. Ich sah nach und las den Text im Forum der „Aquaristik“. Dort fragte jemand, ob ein Forenmitglied schon mal etwas von Fishloft gehört hätte. Ich fragte mich: „Was ist das denn? Eine Dachwohnung mit Ausblick für Fische? Keine Ahnung.“ Ich klickte den Link an und sah mir verwundert die Bilder an.

Bei „Fishloft“ handelt es sich um ein durchsichtiges Plexirohr, das in einen Teich gestellt wird. Die obere Seite wird verschlossen. Dann pumpt man mit einer Vakuumpumpe – z.B. eine Schlauchbootpumpe – die Luft aus dem Plexiglasrohr. Der Wasserpegel steigt und füllt das Rohr bis zur Oberkante. Und nun? Was soll das? Die Fische im Teich können nun in das Rohr schwimmen und aufsteigen! So geniessen die Fische die Aussicht über den Teich ohne zu ersticken! Oder: Die Katzen können sich die nächste Mahlzeit direkt präsentieren lassen 🙂

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Oben eine Variante mit einem Goldfischglas vom Blog „ParadisExpress„. Das Ganze sieht nicht nur genial aus, sondern ist eine ganz einfach umzusetzende geniale Idee. Sofort dachte ich daran, wie ich das nun bei uns zu Hause einsetzen kann. Zum einen im Garten: Dort kommt irgendwann ein Holztrog oder mittig durchgesägtes Barriquefass unter den Regenablauf der Terrasse. Oder in einem der Aquarien: Ja, mittlerweile habe ich drei gebrauchte kleinere Aquarien günstig erstanden. Also notierte ich „Plexiglasrohr suchen“ im Hinterkopf.

Nach der Arbeit fuhr ich zum Einkaufen ins „Letzi“. Ziel: Im „Jumbo“ nach Quarzsand für meine Aquarien zu kaufen. Nur wenige Kaufwillige befanden sich im Einkaufszentrum „um die Ecke“. Ich wanderte zum Baumarkt „Jumbo“ und schlenderte durch die Regale Richtung Gartenbedarf im Aussenbereich.

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In einem Regalgang stolperte ich förmlich über flache „Rollwagerl“. Eigentlich heissen die Dinger im Jumbo aber „Möbelhund“. Wie im Beitrag „Thairiver“ bereits beschrieben, stört mich an den gängigen Aquarieninstallationen, dass die Teile einmal aufgestellt einfach nicht mehr zu bewegen sind. Der „Möbelhund“ kam mir also gerade recht; denn die Tragfähigkeit liegt bei 500 kg! Grösse: 60×30 Zentimeter. Kostenpunkt: 37 Franken pro Stück. Ja, ich nahm gleich mal zwei mit, um die „Rollwagerl“ gleich zu Hause unter einem der kleineren Aquarien zu testen.

Dann ging ich hinaus in den Aussenbereich, suchte und fand „gewaschenen Quarzsand im Beutel zu 25 kg“ (7 CHF), wuchtete einen Sack in den Einkaufswagen und schlenderte zum Abschluss noch durch die Holzabteilung. Dort fand ich Styroporplatten als Unterlage für die Aquarien. Fertig! Dann ging ich zur Kasse und lud die Ware in den Boxster.

Da ich noch Zeit hatte (bis zum Anpfiff der EM-Fussballspiele), wanderte ich zurück ins Einkaufszentrum. Im „Pfister-Einrichtungshop“ stehen viele Artikel zum „Ausverkaufspreis“. Ich durchsuchte den Laden nach Brauchbarem für die „Waterworld-Projekte„. Glasvasen mit verschiedenen Grössen und Formen standen in den Regalen. Ich fand runde Behälter mit schräg abgeschliffenen Öffnungen. Die Preise entsprachen allerdings nicht meinen Vorstellungen. Kurz vor dem Ausgang kam ich dann an der Plexiglas-Deko-Abteilung vorbei. Und fand: Ein einseitig verschlossenes Plexiglasrohr!

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Eigentlich handelt es sich dabei um einen „Schirmständer“. Aber den Zweck als „Fishloft“ konnte es allemal erfüllen. Ich fotografierte den Schirmständer für mein externes Gedächtnis und speicherte den Preis, sowie die Bestellnummer ab.

Dann kaufte ich im Coop noch ein paar Lebensmittel ein und fuhr anschliessend nach Hause. Mike half mir beim Ausladen und ich erzählte ihm von den Fundstücken. Dann testete ich sofort einen der „Möbelhunde“ und stellte eines der Aquarien darauf. Die Masse passen ideal – das Aquarium besitzt ebenso die Grundfläche von 60×30 Zentimeter.

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Nun lässt sich das momentan nur mit etwas Wasser gefüllte und mit zwei Zyperngraspflanzen bestückte Aquarium ganz leicht bewegen. Gefällt mir das aktuelle „Ensemble“ vor dem grossen Süd-/Ostfenster nicht, so wird einfach umgestellt. Links unten steht übrigens „Waterworld I„, jedoch mit Garnelen ausgestattet. Auf dem Elefantenhocker tummeln sich rote Neon und das Kampffischmännchen in „Waterworld II„. Und rechts daneben auf dem „Möbelhund“ – das dient momentan als „ThaiRiver-Experimentalprojekt„. Im kleinen schlanken Glas teste ich momentan eine Artemiakultur.

Links zum Thema:


17.05.2008 – „Local River“ oder „Anregungen für Einrichtungsideen“

17. Mai 2008

Eine Wohnung ist eine Wohnung und bleibt eine Wohnung? Das ist uns zu langweilig. Klassische Einrichtung ala „Möbelhaus“-Standard ist nicht unser Geschmack. Deshalb suche ich immer nach kreativen und ausgefallenen, aber einfach umzusetzenden Ideen. Vielleicht erinnert sich ja der ein oder andere Leser noch an die beiden Projekte „Wandwiese“ und „Upside Down Tomatos“ im Rahmen von „Mehr Grün!“

'local river' by mathieu lahanneur with anthony van den bossche

Diese findet man dann in meinem Blog unter der Rubrik „Projekte“. Das oben gezeigte Bild ist ein schönes Beispiel für meine Vorgehensweise. Von der spontanen Idee „Waterworld“ bzw. „Fisch im Glas“ angeregt, spielen wir mit dem Gedanken uns ein grosses Aquarium in die Wohnung zu stellen. Der Stil sollte zum Gesamtbild passen. Und dabei herrscht der „Asia-Style“ vor. Deshalb ist eine der Anforderungen ein Thailand-geprägtes Aquarium einzurichten.

Aber: Wie sehen „Aquarien“ denn üblicherweise aus? Unten ein Holzschrank, darauf ein Aquarium, oben eine Kiste mit Beleuchtung. Ausserdem steht das Aquarium einmal mit Wasser gefüllt gewichtsbedingt immer an der gleichen Stelle. Ein Verrutschen ist dann unmöglich. Somit ist der einmal gefundene Platz „fest zementiert“. Das alles gefällt uns gar nicht. Dafür muss eine Lösung her.

Beim Stöbern im „Design Boom Blog“ stiess ich nun zufällig auf eine Anregung (siehe Bild oben). Im Architekturbereich der „artist space gallery“ in New York www.artistsspace.orgzeigen Mathieu Lahanneur zusammen mit Anthony van den Bossche ihr Projekt „Local River“. Dabei stehen die zwei unterschiedlich hohe Aquarien direkt auf dem Boden. Die sicherlich mit etwa 300 bis 400 Liter Wasser gefüllten Aquarien scheinen jedoch ganz leicht zu sein; denn sie „schweben“ – sind also an den Unterseiten nicht mit einer kompakten Unterlage versehen.

'local river' by mathieu lahanneur with anthony van den bossche

Ein Glasdeckel verschliesst das Aquarium auf der Oberseite, jedoch nicht vollständig. Eine Bohrung lässt den Luftaustausch zu. Auf dem Deckel befinden sich weitere Glasbehältnisse mit kleinen offenen Biotopen. Dies bringt den Faktor „Grünpflanzen“ in Kontrast mit dem pflanzenlosen, dafür aber mit Lebewesen bestückten Aquarien. Oder kurz: „Oben: Pflanzen, Erde und Luft – Unten: Fische, Sand und Wasser“.

Beide „Welten“ stehen im direkten Bezug. Die Pflanzengefässe stehen in Bohrungen im Deckel und erreichen mit der Unterseite die Wasseroberfläche. Dadurch versorgen sich die Pflanzenbiotope mit der erforderlichen Flüssigkeit. So stehen die beiden Biotope in direkter Verbindung. Ein durchsichtiger Wasserschlauch verstärkt die Wirkung zusätzlich.

Sehr schön geheimnisvoll wirkt auch die Beleuchtung von unten. Sonst ist diese immer in einem mehr oder weniger hässlichen Deckel versteckt.

Hier also Plan für das Konzept zu unserem Projekt „Thai River“ made by Sperlix-Brothers:

Dieses Projekt „Local River“ wandeln wir nun ein klein wenig ab. Das Aquarium wird ebenso am Boden stehen. Aber nicht direkt. Um das Aquarium ebenso „schweben“ zu lassen, kommt eine relativ dünne aber tragfähige Holz- oder Metallplatte darunter. In Schichttechnik wird diese zum Zentrum hin immer dicker, um das Gewicht tragen zu können. Damit das Aquarium mobil bleibt und auch befüllt jederzeit verschoben werden kann, kommen stabile Rollen unten an die Trägerplatte.

Als Beleuchtung befestigen wir entweder dünne Spagetti-Neonröhren oder LEDs in weiss an den beiden oberen Längsseiten in einem schräg abgewinkelten Gehäuse. Die Oberseite dient dann gleichzeitig als Glasdeckelträger. Damit das Aquarium möglichst ohne Kabel und Strom auskommt, wird eine genügend grosse Solarzelle in den Glasdeckel integriert. Am Tag kommt das Aquarium ohne Licht aus. Bei einbrechender Dunkelheit schaltet sich dann die Beleuchtung gespeist von flachen Akkus ein. Soweit der Plan. „Schaumeramal-odrrr?

Links:

Wir halten Euch auf dem Laufenden. PS: Der „Design Boom Blog“ ist übrigens eine wahre Quelle an Inspiration und gehört zum festen Bestandteil meiner Blogroll.

Aus den Anregungen durch „Local River“ ist mein „ThaiRiver“-Projekt enstanden. Ein Aquarium, welches auf Rollen auf dem Boden steht.