12.01.2008 – Ivo bei Swissdate – der Singleshow auf Tele Züri

12. Januar 2008

Per Mail hatte mich Ivo informiert, ich solle am Samstag den 12.01.2008 unbedingt „Tele Züri“ einschalten und die Sendung „Swissdate“ anschauen. Da wir heute eh einen Ruhetag einlegen und uns vom gestrigen Party-Feiern erholen, schalteten wir heute rüber auf den Sender. Und wer sitzt da im zweiten Teil der Sendung auf einem der drei Stühle? Ivo!

Swissdate“ ist das Schweizer Plagiat von „Herzblatt“ – der Single-Vermittlungs-Fernsehshow. Leider fasst keine Susi mit sanft-erotischer Stimme die Antworten auf die Fragen des suchenden Singles zusammen. Auch eine Trennwand fehlt. Dafür gibt es eine blonde Bardame die erotisch bunte Flaschen durch die Luft wirbelt und dem Single zum Einleitungsgespräch einen Cocktail mixt. Die drei Kandidaten sitzen offen und frontal vor dem Single-Wähler.

Franziska – 25 jährige Dütsche – setzt sich und erzählt aus ihrem Leben in Zürich. Sie verstünde schon recht gut Schwiiizerdütsch, könne aber das noch nicht selbst sprechen. Sie hätte gerne einen südländischen Typ, keinen Macho, vielseitig interessiert und intelligent für Diskussionen und er sollte „sie im Griff haben“. Franziska liebt das Reisen und hatte schon längere Zeit in USA gelebt. In Cancun hätte sie nach einem Hilfsprogramm nach einem Erdbeben gearbeitet. Ausserdem arbeitet Sie bei einem internationalen Kosmetikunternehmen. Lesen würde sie auch recht gerne und sich mit Freunden treffen.

Hans-Peter ist Single-Mann Nummer 1, gutmütig und Morgenmuffel. Ivo ist Nummer 2 und mag coole Parties, ist ehrlich und aufmerksam und sucht eine Frau die zu ihm passt. Andi ist der dritte Wahlkandidat.

Swissdate Tele Züri SingleSwissdate Tele Züri SingleSwissdate Tele Züri Single

Franziska geht lieber zum Essen als ins Fitness-Studio. Wie würde Ivo sie davon überzeugen eher ins Fitness zu gehen. Ivo antwortet, dass er sie gerne ins Bett tragen würde, aber das schafft er nicht mehr 🙂 (eindeutig zweideutig)

Der Lieblingssatz von Franziska wäre „Das geht ja gar nicht“. Wann würde Ivo diesen Satz erwarten? Ivo meint, dass dieser Satz dann kommen könnte, wenn er in der Nacht einmal den Staubsauger herausholen würde. (Ivo, der alte Saubermann *chichi*)

Alle vier Wochen fährt Franziska zu ihren Freunden nach Dütschland. Was würde Ivo machen, wenn er nicht mitfahren dürfte? Ganz einfach. Er erwartet dann an diesem Wochenende seine Brieffreundinnen aus Oslo, Stockholm und Paris. (Lad‘ mich bitte dann auch ein!)

Franziska wählt dann Hans-Peter. Und sie hat keine Ahnung was für einen netten Kerl sie da jetzt mit Ivo verpasst. Leider Pech gehabt, Ivo. Aber was soll’s! Auf coolen Parties findet man viel eher ein nettes Mädel, odrrr? Vielleicht auch eines, das von sich aus ins Fitness-Center geht und Du locker ins Bett tragen kannst 🙂

Mich würde zusätzlich interessieren, wer die hübsche Lady hinter Franziska ist. Weiss jemand, ob die Lady auch Single ist?

Swissdate Tele Züri Single

Ach und nochwas: Wer Sehnsucht nach der Susi von Herzblatt hat, hier gibt es ein paar Hörproben.


04.12.2020 – Sachsen Anhalt und die (Rechte) Politik

5. Dezember 2020

Sachsen Anhalt? Das ist doch das Bundesland, indem man Dunkelhäutige in der Gefängniszelle anzündet. Und straffrei davon kommt? https://de.m.wikipedia.org/wiki/Oury_Jalloh

Sachsen-Anhalt? Das Bundesland, wo ein Nazi in Halle versucht am höchsten jüdischen Feiertag mit Knarren bewaffnet in eine Synagoge einzudringen, an der Tür scheitert und daraufhin wahllos Leute auf der Straße erschießt? https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/landespolitik/u-ausschuss-anschlag-synagoge-halle-aussage-verfassungsschutzchef100~amp.html

In Sachsen-Anhalt weht auch die Reichsflagge bei den „geistigen Kleingärtnern:“ Wer mit offenen Augen durch Sachsen-Anhalt geht, sieht Reichskriegsflaggen und Reichsfahnen immer häufiger auf Balkonen oder in Kleingartenparzellen. Diejenigen die sie aufhängen, wissen dabei ganz genau, dass es sich nicht um die gesetzlich verbotene Flagge handelt.“ https://hallespektrum.de/nachrichten/politik/kommt-ein-verbot-der-reichsflagge-in-der-oeffentlichkeit-auch-in-sachsen-anhalt/383630/

Und in Sachsen-Anhalt verkauft ein Getränkemarkt doch glatt „Deutsches Reichbräu“ für 18,88 Euro. https://m.tagesspiegel.de/politik/nazi-bier-fuer-18-88-euro-getraenkemarkt-in-sachsen-anhalt-verkauft-deutsches-reichsbraeu/25469278.html

Und in Sachsen-Anhalt liebäugelt die CDU mit der AfD: Das ist dieser Teil der AfD: Vor der Stadtratswahl 2015 in Magdeburg wurde bekannt, dass acht AfD-Kandidaten wegen NötigungBedrohung sowie Körperverletzung aufgefallen sind und sich der Magdeburger AfD-Kreisvorsitzende als Pornodarsteller betätigt hatte.

Stahlknecht, wie kann man nur Holger Stahlknecht heißen. Reiner Haseloff hat seinen „Parteifreund“ und Innenminister heute entlassen, weil er die Nase voll hat von seinen Eskapaden. Denn er sprach in einem Interview davon die bestehende Koalition von CDU, SPD und Grünen aufzulösen und mit der (fckng) AfD eine Minderheitsregierung einzugehen. Als Konsequenz daraus trat Stahlknecht auch vom Parteivorsitz zurück.

Der Auslöser? Der Rundfunkbeitrag soll um 83 Cent pro Monat steigen. Klar, die AfD ist gegen die „gleichgeschalteten Staatssender“. Die Erhöhung wurde von allen 16 Ministerpräsidenten angenommen, muss aber in den Ländern ratifiziert werden. Und hier hakt es, denn die CDU in „SA“ (Wo hab ich diese Abkürzung schon mal gesehen?) ist auch gegen die Erhöhung.

Somit kommt keine Mehrheit zustande. Würde in SA gegen die Erhöhung gestimmt, so blockiert diese Abstimmung auch die Erhöhung im Bund. Das wird noch spannend. Ob die CDU den Rechten als Steigbügelhalter dient.

Update 08.12.2020: Ministerpräsident Reiner Haseloff zieht Zustimmung für Gesetzesvorlage zurück. Nun geht’s zum Bundesgerichtshof. https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/landespolitik/haseloff-zieht-medienstaatsvertrag-rundfunkstaatsvertrag-zurueck-100~amp.html


08.02.2015 – „Vollhonk“ – eine Begriffsursprungsrecherche

8. Februar 2015

Manche Wörter nutzt man einfach, weil man es gewohnt ist. Man macht sich gar keine Gedanken darüber, wo der Begriff oder die Redewendung überhaupt ihren Ursprung hat. Andere Wörter oder Redewendungen hat man schon lange nicht mehr benutzt oder einfach „vergessen“. Aufgefallen ist mir eines dieser Wörter am letzten Wochenende bei Mike, Muay und Natalie. Mike und ich standen auf der Terrasse, fröstelten leise vor uns hin, sahen den Schneeflocken zu und rauchten eine während wir beiläufig über einen gemeinsamen Freund sprachen. Ja, das war das Wochenende vor dem Experiment mit Start Dienstag.

Mike erzählte ein erst kürzlich erlebtes Erlebnis (tolle Wort-Kombi) und nannte unseren „Freund“ so nebenbei „Voll-Honk“. Ich hielt inne und fragte mich „Woher kommt der Begriff „Voll-Honk“ denn eigentlich“. Muss ich mal recherchieren bei Gelegenheit. Also „LosLos“ und „Auf geht’s“ die „Gelegenheit“ ist günstig.

Die Kosenamen „Volltrottel“ und „Vollpfosten“ sind glaube ich jedem geläufig. Gehören die Nettigkeiten „Voll-Horst“ und „Voll-Honk“ auch dazu? Wer kennt diese Namen heute den noch? Na gut, „Voll-Horst“ dürfte etwas bekannter sein; denn es gibt sogar einen Roman, der so heisst.

Sogar Strassen wurden nach Menschenschlag „Vollhorst“ benannt! Welche Ehre! Aber „Voll-Honk“??

Man findet via Gurgel: „Vollhonk ist die Steigerung von Honk!“ Und man findet folgende Erklärung:

Honk
Position in der Topliste: 596 – Kategorien: Beleidigungen

  • „Honk“ ist ein anderes Wort für Trottel, Dummkopf oder Versager, aber auch Dumpfbacke, Primitivo oder niedrig gebildeter Rüpel.
  • „Honk“ steht auch für: „Hauptschüler ohne nennenswerte Kenntnisse“ oder „Hirn ohne nennenswerte Kapazität“.
  • „Honk“ war der Name des Teddybären von Baby Bruno, Sohn der Ottifantenfamilie Bommel (erfunden von Otto Waalkes).

„Vollhonk“ schaffte es übrigens im Jahr 2011 auf Platz 11 der „Schimpfwörter des Jahres„.


13.03.2011 – Chilly Gonzales – der Weltrekordklavierspieler hinter dem Apple-Clip

14. März 2011

Auf Arte läuft eine Musiksendung live und ein grosser skuriler Kerl haut auf den Tasten eines Piano’s herum. Es ist das Stück „Knight Moves“ – der Künstler nennt sich „Chilly Gonzales“ und sein Kollege gegenüber auf dem zweiten Piano „SoCalled“. Witzige Namen, denke ich und gurgle im Web was es so zu finden gibt und stosse auf ein extrem bekanntes Stück – bekannt aus der iPad-Werbung von Apple.

Es ist von Chilly Gonzales und heisst „Never Stop„. Der „Rap Mix von Art & Craft“ gefällt mir nicht nur soundmässig wesentlich besser, auch das Video ist einfallsreich. Chilly Gonzales ist nicht nur selbst Musiker, sondern produziert auch weitere Künstler. Zum Beispiel die energiegeladene „Feist“ – hier mit „My Moon, My Man“.

Und so nebenbei: Mit einem mehr als 27 Stunden langen Dauerkonzert stellte Gonzales vom 16-18. Mai 2009 einen Weltrekord auf. Eigentlich heißt er Jason Charles Beck, ist aus Kanada, lebte eine Weile in Berlin und mittlerweile in Paris. Er nennt sich auch einfach nur “Gonzales” und ist bekannt für Musiksatire: nicht ganz ernst gemeinter Rap mit Elektro drunter, er selbst nannte sich auch “worst MC”, also “schlechtester MC”.

Auf Freeload.de gibt es den Song „You Can Dance“ herunter laden – kostenlos. Das aktuelle Album heisst übrigens „Ivory Tower“ und hat etwas mit seiner Schachleidenschaft zu tun.

Website Chilly Gonzales


15.08.2010 – Streetparade 2010 in Zürich – Die Bilder

15. August 2010

Wie jedes Jahr fuhren Mike und ich am Samstag 14.08.2010 nach Zürich zur Streetparade. Wir nahmen den Bus und dann die Tram bis Stadelhofen – die Digital-Kamera im leichten Handgepäck – schliesslich wollte ich wieder ein paar Bilder schiessen. Anschliessend schlenderten wir gemütlich hinter dem Opernhaus herum zum Utoquai, um unseren Standardaussichtspunkt „einzunehmen“. Gegen 14:20 Uhr startete das erste Lovemobile und der Dance- and Trance-Wurm der Lovemobiles schlängelte sich langsam um das Seebecken.

Gegen 16 Uhr gesellte sich Ivo dazu und wir hatten Spass ein wenig zu tanzen und das Partyvolk zu beobachten – und ich schoss meine Fotos. Während gegenüber im Hotel Du Lac die Prominenz ihren Champagner genoss und mit den Juwelen applaudierte, ging auf der Strasse die Post ab. Das Wetter hielt bis etwa 18 Uhr. Dann begann es leicht zu regnen und es kam ein relativ kalter Wind auf. Wir entschlossen uns deshalb eine Pause einzulegen und gingen ins Cafe bei der Oper.

Da es nicht aufhörte zu regnen beschlossen wir die Party abzubrechen und nach Hause zu fahren. So waren wir bereits um 20 Uhr ausgenommen früh wieder zu Hause. Hier meine Bilder von der Streetparade 2010. In den nächsten Tagen folgen sicherlich noch die Bilder von Mike. Er hatte sich mehr auf das Filmen konzentriert – ich schoss die Bilder.


27.10.2010 – POD – Picture of the Day: „Lighting up the Moon“

28. Juni 2010

Am Samstag folgte ich der Einladung von Ivo. Er feierte in der Nähe von St. Gallen im Zürcher Oberland mit vielen Freunden seinen 30. Geburtstag. Meine Kamera begleitete mich und ich schoss einige Fotos vom fröhlichen Fest bei schönstem Sommerwetter. Die Sonne ging in einem leuchtenden Feuerball im dunklen Rot am Horizont unter nur um dem anderen dominierenden Himmelskörper genau auf der gegenüberliegenden Seite den Platz für seinen eigenen Auftritt zu lassen.

Die aufgeheizte Atmosphäre tauchte den Mond zu Beginn in leuchtendes Rot. Je höher er aufstieg, umso blasser wurde dieser und schliesslich wechselte der Mond seine Farbe hin zu einem leuchtenden Gelb. Es schien fast, als ob der Mond von innen her langsam von Rotglut zu Weissglut schmelzen würde.

Red Moon
Burning Red Moon

Lighting up the Moon
Lighting up the Moon

Yellow Moon
Glowing Yellow Moon


Motorsportevents in der Schweiz: „Arbonclassic – Oldtimer zu Lande, zu Wasser und in der Luft“ am 01.05.2010

14. Februar 2010

Am Samstag, 1. Mai 2010, zur Arbon Classics: Das Erlebnis für Oldtimerfreunde.

Ob zur Strasse, zur Schiene, zu Wasser oder zur Luft: Für alle hat es Höhepunkte. Kommt zur Arbon Classics, ein Oldtimer-Treffen das nur alle zwei Jahre durchgeführt wird.
Mit dem grossen Treffen der Sauer-Lastwagen anlässlich der Eröffnung des Saurer Museums

PROGRAMM „ARBON CLASSICS“ 1. MAI 2010
09.00 Uhr
Offizieller Start zu Arbon Classics,
Eintreffen der ersten Oldtimer auf dem Festgelände und am See
Historische Fahrzeuge auf der Schiene, der Strasse und im Wasser zwischen Romanshorn, Rorschach, Arbon und dem Altenrhein.
Mit historischen Zügen und Postautos zum Besuch von Autobau in Romanshorn, dem Fliegermuseum in Altenrhein, dem Locorama in Roman

10.00 Uhr
Landung der JU-52 auf dem Flugplatz Altenrhein
Vier Rundflüge der JU-52 sind vorgesehen

17.00 Uhr
Start der JU-52 zum Rückflug nach Dübendorf

19.00 Uhr
Dixifahrt mit der Hohentwiel

WEITERES PROGRAMM

Beteiligte:

Links:


12.05.2008 – Sinnfreie Schweizer Diskussionen am Beispiel von Esther Maurer und der Streetparade

12. Mai 2008

Eigentlich wollte ich ja auf keinerlei politische Diskussionen mehr im Blog eingehen. Aber die momentan vollkommen aus dem Ruder laufende Diskussion um die „Streetparade“ schlägt dem Fass wieder einmal den Boden aus. Worum geht es? Langsam, ich erkläre es.

Zitat Esther Maurer: „Jugendliche aus der ganzen Schweiz und dem Ausland kämen nach Zürich, um sich zu besaufen.“ und weiter „Bei der Streetparade 2007 mussten 250 Personen wegen Alkohol- und Drogen behandelt werden“.

Es darf angemerkt werden, dass 2007 über 800 000 Besucher anwesend waren.

Wer ist eigentlich Esther Maurer?
Tja, das fragte ich mich auch. Wahrscheinlich möchte deshalb die Zürcher Polizeivorsteherin Esther Maurer (SP) ihren Bekanntheitsgrad steigern (stehen Wahlen an??); denn bisher kannte die weder ich noch sonst irgendjemand in meinem Umfeld – und das ist gross und durchaus in oder um Zürich ansässig. Geht es momentan um diese Diskussion, so schütteln alle nur mit dem Kopf und winken ab. Jede Werbung ist eine gute Werbung, auch wenn es eine schlechte Werbung ist, wie in diesem Fall.

Aber seit der sinnfreien Diskussion um das „Barverbot“ an der grössten Veranstaltung dieser Art weltweit und eine mögliche Nichtgenehmigung der nächsten Streetparade 2009 aus vollkommen an den Haaren herbei gezogenen Argumentationen ohne jegliches Fundament und scheinbar ohne Hintergrundwissen, kennt so ziemlich jeder in Zürich die Polizeivorsteherin. Somit denke ich, dass hier ein vollkommen anderes Kalkül dahinter steckt.

„an den Haaren herbeigezogen“:
Bei 800 000 Besuchern kam es bei 250 Personen zu einer Behandlung wg. Alkohol und Drogen. Das sind glatte 0,03125 % der Besucher. Wer sich das nicht vorstellen kann: 0,3125 Promille der Besucher mussten sich wegen Alkohol ODER Drogen behandeln lassen. Oder sagen wir es anders: 3 Personen pro 10 000 Besucher!

Zum Vergleich:

„Rund 300 000 Alkoholabhängige leben in der Schweiz….“ (Quelle KTIP 2001)

Was bei 7,591 Millionen Einwohnern (2007) in der Schweiz inklusive Kind und Kegel einen Prozentsatz von 3,952 ausmacht! Oder: Von 100 Personen sind 4 alkoholabhängig.

Zum Vergleich hier die offiziellen Zahlen der „Sanitätsstation Münchner Wiesn“ vom letztjährigen Oktoberfest 2007 ohne nähere Betrachtung meinerseits:

Die Einsatzzahlen (Zahlen 2007: hochgerechnet bis Ende Oktoberfest, 2006 in Klammern: offizielle Endzahlen der 18-tägigen Wiesn) im Einzelnen:

  • Trageneinsätze: 1781 (1934)
  • Patienten: 7914 (9581)
  • Nichtärztliche Hilfeleistungen: 4693 (6077)
  • „Bierleichen“: 565 (569)
  • Abtransporte: 542 (651)
  • Operationen: 702 (595)
  • Eingesetze Helfer/Ärzte: 1549/206 (1621/207)

Stellen Sie sich einfach mal vor, der Polizeipräsident von München – Prof. Dr. Schmidbauer – würde anhand dieser Zahlen in einem Interview für eine Münchner Tageszeitungen androhen, dass nächstes Jahr das Oktoberfest – „Die Wiesn“ – nicht mehr genehmigt wird, weil der Bierkonsum dermassen überhand genommen hat!!

Schon beim Rauchverbot in den Zelten der Wiesn gab es einen mittleren Aufstand der Festwirte. Was meinen Sie, was bei dieser Drohung „nächstes Jahr kein Oktoberfest wegen saufende Jungendliche“ los wäre – nicht nur bei den Festwirten. Für Prof. Dr. Schmidbauer ist diese Diskussion sicherlich undenkbar. Aber in Zürich diskutiert man freudig mit Esther Maurer und schenkt ihr die gewünschte Beachtung. Sinnfrei!

Darüber hinaus ist die Herkunft der Zahl „250“ vom Interview und die tatsächliche Ursache der Behandlung nicht nachvollziehbar, da eine Quelle fehlt. Was aber bei dem Prozentsatz/Promillesatz bereits irrelevant ist. Sicherlich tragisch für die Betroffenen, aber der Veranstalter kann hierfür nicht verantwortlich gemacht werden. Sondern diejenigen, die sich den Alkohol und sonstige Drogen eben selbst verabreichen.

Unvorbereiteter Kreuzzug gegen den Alkohol? Oder unermesslicher Schaden für das Image der Stadt Zürich weltweit?
Der Schuss von Esther Maurer wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach „Hinten“ losgehen; denn die Diskussion wurde von ihr angezettelt ohne die Auswirkungen z.B. auf den Tourismus und den Bekanntheitsgrad der Stadt Zürich und dem gleichnamigen Kanton in der Welt zu erkennen. Was schon mal für die Sinnfreiheit spricht; denn für eine Frau im Range einer Polizeivorsteherin muss einfach dieser Zusammenhang geläufig sein.

Maurus Lauber, Marketing-Leiter von Zürich Tourismus, zeigte sich erschrocken, als er das Interview mit der Drohung die Streetparade zu verbieten, gelesen hatte. Der Anlass generiere eine Wertschöpfung von 150 Millionen Franken. „Ein Wegfall der Streetparade wäre eine Katastrophe“. Zürich Tourismus werbe auf Imagebroschüren und Präsentationen im Ausland mit dem Anlass. (Quelle NZZ vom 08.05.2008). Siehe hierzu Internetseite zur Streetparade.

Siehe auch Interview mit Frank Bumann, Direktor von Zürich Tourismus „Zürich ist heute Lifestyle“, Zeitschrift Attika Ausgabe 03/2007, (Seite 7)

Frage Tanja Seufert: Eine Party ist besonders berühmt: Die Streetparade, die jedes Jahr bis zu einer Million Besucher ans Seebecken zieht. Welche Bedeutung hat dieser Mega-Event für den Tourismus?
Frank Bumann: Die Streetparade hat, was die Wahrnehmung in ausländischen Medien betrifft, eine enorme Bedeutung, sie ist ein Aushängeschild für Zürich. Wir arbeiten seit Jahren eng mit dem Verein Streetparade zusammen, was die Pressearbeit betrifft – zum Beispiel laden wir ausländische Medien ein. Der grosse Verdienst der Streetparade ist, dass Zürich dank ihr nicht mehr für eine verstaubte Bankenstadt, sondern für pulsierenden Lifestyle steht. Was die Parade für den Markenwert Zürich bedeutet, darf man nicht unterschätzen.

Auch myswitzerland.com – die globale Website des Schweizer Tourismusverbandes – präsentiert die Streetparade wie folgt:

Die Street Parade ist eine der schönsten und grössten House- und Techno-Paraden der Welt.
Der farbige und schrille Lifestyle-Event lockt jährlich hunderttausende Tanzbegeisterte nach Zürich. Die Parade ist ein bunter Mix aus Demonstration, fahrenden Lovemobiles und Live-Auftritten von Top-DJs und internationalen Stars.

Ein Verbot wäre unpopulär und würde mehrheitlich regional, überregional und international auf breites Unverständnis stossen. Somit Sinnfrei!

„Jungendliche aus der ganzen Schweiz besaufen sich in Zürich!“
Soweit ich mich erinnern kann, ist der Ausschank und der Verkauf von „harten Drogen“ darunter auch der Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren bereits landesweit – auch in Zürich – verboten (siehe Das Bundesgesetz über die gebrannten Wasser (Alkoholgesetz), das den Verkauf von gebrannten Wassern (Spirituosen) an Jugendliche unter 18 Jahren verbietet). Somit sind nicht die Veranstalter der Streetparade verantwortlich, falls dies trotzdem passiert, sondern die Verkäufer der Ware. Alle anderen dürfen nach eigenem Ermessen soviel trinken, wie sie wollen, wenn sie möchten, was sie aber nicht tun. (Siehe Statistik oben!)

Und: Diejenigen, die für die Einhaltung der Gesetze zuständig sind; denn ich „spinne“ den Gedankengang mal etwas weiter: Es gibt in der Schweiz das Bundesgesetz über die gebrannten Wasser (Alkoholgesetz), das den Verkauf von gebrannten Wassern (Spirituosen) an Jugendliche unter 18 Jahren verbietet. Wer verschafft Gesetzen allgemein den entsprechenden Nachdruck und ist für die Einhaltung verantwortlich?

Nur wer sich sicher fühlt, fühlt sich auch wohl. Die Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch die Besucherinnen und Besucher des Kantons Zürich sollen sich wohl und sicher fühlen. Dazu braucht es Vorschriften und Gesetze, die das Zusammenleben regeln – und es braucht jemanden, der diesen Vorschriften und Gesetzen Nachdruck verschafft. Diese Aufgabe übernimmt die Kantonspolizei Zürich im Auftrag der Regierung und damit der Bevölkerung. (Quelle Imagebroschüre der Kantonspolizei Zürich, Seite 7)

Wenn die Zürcher Polizeivorsteherin nun feststellt, dass bei Grossveranstaltungen die Anzahl der Behandlungen verursacht durch übermässigen Drogen- und Alkoholkonsum zugenommen haben, wer hat dann den „Schwarzen Peter„? Ist diese Feststellung dann nicht ein klassisches Eigentor?

Weil wir grad bei „Fussball“ sind: Schlechtes Vorspiel für die EURO08?
Was glaubt wohl Esther Maurer werden die zahllosen Fans aus ganz Europa nächsten Monat während des Spiels und speziell danach zum Feiern trinken? Mineralwasser? Tee? Möchte Esther Maurer die Veranstalter für den Alkoholgenuss verantwortlich machen. Herr Blatter bzw. die FIFA hätte da samt Sponsor Carlsberg (gehört Feldschlösschen) ein richtiges Problem? Oder gar sämtliche Veranstaltungen, die ausserhalb der Stadien laufen, verbieten? Sinnfrei!

Letztendlich doch Werbung für die Streetparade 2008 durch Esther Maurer?
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Esther Maurer aktiv Werbung für die Streetparade 2008 mit dieser Aktion betreibt. Sie weiss ganz genau, dass es keine Mehrheit im Stadtrat für ein Verbot der Streetparade 2009 geben wird. Wie ich darauf komme? Eine Studie von „Verein Züri-Event“ kam zum Ergebnis, dass die „Streetparade“ das bekannteste und beliebteste Event in Zürich ist (siehe Präsentation „Akzeptanz von Grossveranstaltungen in der Stadt Zürich bei der Stadtzürcher Bevölkerung“ Seite 5).

Auch Auflagen hat es schon genug und Verschärfungen sind nicht mehr möglich und durchsetzbar. Somit nehme ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an, dass Frau Esther Maurer Werbung für die Streetparade 2008 machen möchte. Sie schürt die Angst in den Fans der Streetparade mit dieser Diskussion nach dem Motto: „Kommt dieses Jahr; denn vielleicht gibt es kein nächstes Mal!“

Nachtrag: Sehe ich das hier richtig, dass der Kanton Zürich 4 265 000 CHF im Jahr 2006 aus dem Reinertrag der Eidgenössischen Alkoholverwaltung EAV überwiesen bekommen hat?

Was ist meiner Meinung nach zu tun, um Jugendliche über den gefährlichen Missbrauch von Alkohol zu informieren?
Domink Dieth von der Sucht-Präventionsstelle Zürich-Oberland fasste bereits im März 2005 mögliche Massnahmen zusammen:

Neben Testkäufen und Schulung von Detailhandel und Gastrobetrieben sind folgende Schwerpunkte Bestandteil der Alkoholpolitik, die von den Suchtpräventionsstellen im Kanton Zürich unterstützt werden:

  • klar geregelte Patentvergabe (z.B. Verlangen eines Jugendschutzkonzeptes für befristete Patente)
  • Elternbildungsveranstaltungen zum Thema Risikokonsum
  • Förderung von struktureller Prävention in Schulen
  • Konzept für sensible schulische und ausserschulische Anlässe (Schulsylvester, letzter Schultag etc.)
  • Schulung von Vereinen für den regulären Vereinsbetrieb und besondere Anlässe
  • öffentliche Impulsveranstaltungen
  • Runde Tische usw.
  • Erarbeitung einer gemeindeeigenen Haltung zum Thema Alkohol und dem Umgang damit

Ende der Durchsage. Ich freue mich auf die Streetparade 2008 im August. Und ich wollte eigentlich nicht mehr über sinnfreie politische Themen schreiben. Ist schon wieder „Sommerloch“ (im Mai)?


Urlaub Koh Samui 26.02.2008 – Besser Dinieren in Chaweng – oder „Wer suchet der geniesst“

26. Februar 2008

Heute schliefen wir wirklich lang. Wenn ich dann einmal erwachte, sah ich aus der gläsernen Terrassentür, erblickte blauen Himmel und den Sonnenschein auf dem Dach des Hotels „Patio“ gegenüber, merkte, dass Mike auch noch schlief, sah auf die Uhr, egal, und nickte erneut ein. Mike muss zwischendurch auch immer wieder erwacht sein; denn er erzählte hinterher, dass er das „Do not disturb“-Schild an die Tür gehängt hatte. So blieben wir verschont von der „Putze“. Chris meldete sich gegen Mittag. Er sei am Strand – die Sonne scheint. Seit gestern vermutet er kleine Haustiere im Bungalow zu haben und die Glühbirne im Bad hätte sich laut krachend beim Einschalten verabschiedet.

Mike und ich schliefen weiter. Erst gegen halb zwei rappelten wir uns die Augen reibend hoch. Zuerst ging ich duschen, Mike machte Kaffee und dann wechselten wir uns ab. Vor der Abreise packte Mike geistesgegenwärtig den löslichen Kaffee ein. Die Milch dazu kauften wir in einem Laden in Lamai schon gestern. Ohne Kaffee geht gar nix am Morgen – äh – nach Mittag.

Wir packten unsere Badesachen zusammen und verliessen das Hotelzimmer, schlenderten den Weg zum Strand durch die Bungalows entlang. Unten angekommen, blickten wir zuerst über das Meer hinaus. Mike meinte nur „Is des scheee!“. Wir wandten uns dem Strandrestaurant zu „Erst mal einen Kaffee“ und setzten uns in die erste Reihe an den schweren Holztisch und ich legte die Füsse auf den Stuhl neben mir. Die hölzernen Sonnenliegen im Schatten vor dem Strandrestaurant waren vollständig bis auf wenige gefüllt mit sich sonnenden mehr oder weniger ansehnlichen Personen. Einige davon schienen schon länger hier zu sein – eher braun – und einige erst vor Kurzem angereist – blass oder mittlerweile leicht rötlich. Auf jeden Fall durchgängig europäisch.

Mike winkte dem Ober und bestellte zwei Kaffee. Ich klappte meinen Laptop auf und versuchte mich ins WLAN einzuwählen, was auch sofort funktionierte. Das gesamte Areal des Hotelkomplexes schien komplett WLAN-vernetzt zu sein. Während ich begann die Bilder von gestern von der Speicherkarte auf den Laptop zu speichern, servierte der Ober den Kaffee. Langsam gewöhnt man sich an dessen Stärke. Mit viel Milch und Zucker steht man davor ihn zu lieben. Besonders am Morgen. Sorry, es war etwa halb drei Uhr nachmittags.

Von Chris fanden wir keine Spur. Er war sicher auf die andere Seite der Lagune gewandert. Dort ist die bessere Musik und eventuell nicht so viel los. Ich tippte den Reisebericht von gestern schnell in den Laptop und kopierte das Ganze ins Web. Mike genoss derweil das Ambiente bei der ein oder anderen Zigarette. Zwischendurch genehmigten wir uns für den Flüssigkeitshaushalt und die Vitamine einen Mangojuice – frisch gekühlt. Über der Meerseite der Insel scheinte die Sonne mit blauem Himmel. Doch auf der Landseite hingen Wolken. Die Sonne verschwand dann irgendwann gegen 16 Uhr dahinter. Es kühlte aber trotzdem nicht ab. Jedoch lichteten sich die Reihen der Sonnenanbeter auf den Holzliegen.

Chris kam tatsächlich von der anderen Strandseite herüber. Er wollte sich auf’s Ohr hauen, denn er hatte sich das „komplette Programm“ gegeben. Zuerst Wasser testen, dann Ganzkörper-Ölmassage, und dann Sonne tanken. Wir verabredeten uns für später und der verschwand in seinem Bungalow neben dem Restaurant. Als ich den gestrigen Bericht im Web abspeicherte, entschlossen wir uns selbst das Meer anzutesten. Wir packten unsere Taschen auf je eine der frei gewordenen Liegen und sprangen in die leichten Wellen. Das Wasser ist gut gesalzen und „woacherl-warm“ (bayerisch). Die Uferzone verläuft flach ins Wasser. In gut 50 Metern steht man immer noch auf dem Sandgrund. Wir liessen uns treiben und genossen. Im weiten Umkreis waren wir fast die einzigen im Meer.

Nach etwa 30 Minuten Treibenlassen „flaggten“ (bayerisch für „liegen“) wir uns auf die Liegen und liessen uns vom warmen leichten Wind trocknen. Anschliessend packten wir wieder unsere Sachen und zogen uns auf das Zimmer zurück. Duschen und Herrichten war die Devise; denn gegen 19 Uhr kam Chris bei uns vorbei. Seine Planung: Auf nach Chaweng mit dem Sammeltaxi. Somit schlossen wir das Zimmer ab und kletterten die Treppe zur Eingangshalle hinab. Ein angenehmer warmer Wind kam vom Meer her. Es roch nach Salzwasser. Der Pool leuchtete blau. Vor dem Hotel winkten wir einem Sammeltaxi. Chris machte den Preis klar für die Fahrt nach Chaweng (300 Baht).

„Sammeltaxis“ sind halboffene bunt beleuchtete Kleintransporter. Die Dinger halten nach einem Winken an jeder Ecke und fahren die Gäste nach Wunsch. Hinten auf der Ladefläche befinden sich zwei Sitzbänke quer zur Fahrtrichtung. Das Heck ist offen und dient als Ein- oder Ausstieg. Seitenfenster gibt es nicht. Aber ein Dach in dessen Mitte zwei Relings zum Festhalten eingebaut sind. Der Federungskomfort ist erträglich, man sollte sich aber gut festhalten.

Zuerst führte uns die Fahrt weiter nach Lamai hinein. Nach dem „Club Bauhaus“ bog das Taxi rechts ab und fuhr durch eine Strasse, welche uns Tags zuvor wärmstens empfohlen wurde. Die Strasse säumen unzählige offene Animierschuppen. Na toll. Gute Empfehlung. Mit schneller Fahrt ging es weiter hinaus aus dem Ort auf die Umgehungsstrasse, welche sich dann irgendwann am Meer entlang den Hang hinaufschlängelt. Chris erzählte, dass die ganzen neuen Häuser am „Cliff“ vor zwei Jahren da noch nicht standen. Es wären aber schöne Plätze, um auf das Meer hinaus zu schauen und gemütlich etwas zu essen.

Wir schaukelten weiter und erreichten irgendwann Chaweng – den grössten Ort auf Koh Samui. Das Taxi fuhr langsamer durch die Beach Road. Einen Strand sieht man aber von der Strasse aus nicht. Chris meinte, der wäre gleich hinter der Häuserzeile. Wir stiegen irgendwo in der Mitte der Beach Road aus und schlenderten auf ihr entlang. Chaweng kann man sich vorstellen, wie jeden anderen durch Tourismus entstandenen und gewachsenen Ort. Alles künstlich. Man könnte hier alles kaufen, von Bekleidung bis zu DVDs, Handtaschen für die Dame und natürlich Schuhe. Unzählige Läden und Basare säumen die Strasse auf beiden Seiten. Leuchtreklame, Strassenbeleuchtung, und lärmende Bars. Zusammen mit den Rollern, den hupenden Taxis und den Touristen eine faszinierende Mischung.

Nach etwa 30 Minuten Herumwandern entdeckte Chris ein interessantes Lokal. In den offenen Fenstern rieselte Wasser auf halber Höhe aus langen Blumengefässen heraus, welche mit einer Art Gras bewachsen waren. Aus dem inneren erklang gemütliche Jazzmusik von einer Livekombo. Wir entschlossen uns das Restaurant näher anzusehen. Und es gefiel. Gediegene Einrichtung. Ein gläserner „Weinkeller“ in der Mitte des Lokals. Eine Dame führte uns zu einem Tisch mit Ausblick auf die Strasse. Die Karte versprach ein feines Essen. Es handelt sich um das „Red Snapper Bar & Restaurant„.

Es schien wie eine Ruheoase inmitten des Troubles zu sein. Wir lehnten uns zurück und lasen die Speisekarte durch. Die Entscheidung gestaltete sich schwierig. Lauter leckere Sachen. Mike bestellte sich einen Cesar-Salad, Chris Chickensticks in the Box und ich eine Mushroom-Suppe mit Garlic. Anschliessend nahm Mike ein Stroganow auf Kartoffel, Chris hatte Red Snapper und ich bestellte mir „White Prawn on Whitewine and Rice“. Alles nach Erinnerung. Die genauen Beschreibungen sind seitenlang.

Und: Das Essen schmeckte vorzüglich, delikat, grandios, extrem lecker! Die Bedienungen waren perfekt, freundlich, zuvorkommen. Und das Lokal verdient 5 PeterPan-Sterne in Gold. Nur den Sänger würde ich auswechseln. Die Sängerin war erstklassig. Eigentlich wäre eine Zigarre das Richtige für „Danach“ gewesen. Aber Chris drängte uns zum Aufbruch. Vor zwei Jahren fand er sich immer nach der Disco in einem Lokal direkt an der Beach Road – es nennt sich „Solo Bar“.

Die „Solo Bar“ ist eigentlich nicht zu übersehen – besser „zu überhören“. Der Techno-/House-Sound ist von guter Distanz zu hören. Die JBL-Boxen geben dem hohen offenen Raum eine extrem gleichmässige Beschallung. An einer Abzweigung gelegen, öffnet sich die im hinteren Teil 2-etagige Bar eben nach zwei Seiten – ohne Fenster oder ähnlichem. Unten stehen flache Sitzmöbel und im hinteren Teil der prophylaktische Billardtisch. Dazwischen nimmt der DJ seine Fläche in Beschlag. An der Decke hängen ein paar Gobo-Scanner. Vor der Bar nehmen wir Platz (zur guten Aussicht). Das Publikum ist durchwachsen – jedes Alter und unterschiedlichste Alkohol-/Blutkonzentrationen. Vor uns nehmen zwei stark durchtrainierte und schwerstens tätowierte den Drink gleich in Eimern mit. Neben Chris an der Ecke der Bar lassen sich drei Ladyboys wild kichernd, hampelnd und kreischend nieder. Wir bleiben beim Bier aus Flaschen.

Die Musik ist extrem gut. Vor dem Eingang jongliert eine Bedienung mit allem was man so zum Servieren eines Drinks braucht – Flaschen, Gläser, Mixer, sogar Flambieren kann er im Flug. Von unserer Position lässt sich das Lokal gut überblicken. Aber die Aussicht ist durchwachsen.

Nach je zwei Bier verlassen wir die „Solo Bar“ wieder und schnappen uns gegen 1 Uhr ein Sammeltaxi, das uns zurück zum Hotel bringt. Ich schlage vor noch an den Strand hinunter zu gehen. Die beiden Jungs nicken und gehen leise diskutierend den Weg zwischen den Bungalows hinunter. Wir lassen uns auf der Liegefläche der Massagedamen nieder, welche nun ganz verlassen ist. Wir schauen auf’s leicht wellenschlagende Meer. Vom Mond scheint die untere Hälfte abgeschnitten worden zu sein. Die Strandbar hat leider geschlossen, sonst hätten wir uns einen Absacker besorgt – nur der Nachtwächter sitzt noch dort. Wir sollten uns einen kleinen Vorrat für den Notfall anschaffen. Man weiss ja nie.

PeterPan’s Restaurant-Tipp:

Red Snapper at Chaweng Regent
Chaweng Beach Road, Chaweng Center
155/4, Moo 2, Tambon Bo Phut
84320 Koh Samui, Suratthani, Thailand
Tel: 0 7742 2008-10, 0 7742 2389-90, 0 7723 0391-400 Ext.557
Fax: 0 7742 2222, 0 7723 1013
E-mail: admn@chawengregent.com 
Website: http://www.chawengregent.com

PeterPan’s Link-Tipp:

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

<— Zurück zu „Urlaub Koh Samui 25.02.2008 – Am Abend thailändisch Essen und Tanzen im Patio und der grosse Regen in der Trockenzeit

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Samstag 26.01.2008 – Neues Bett, Schrank dezimieren, Ausräumen

28. Januar 2008

Schon länger stand fest: Ein neues Bett muss her. Mein schönes Messingbett „Bett mit Geschichte“ musste uns wegen Platzmangel bei der letzten Schlieremer Metallabfuhr weichen. Seit dem war ich auf der Suche nach einer neuen passenden Bettstatt. Seit Bali bin ich extrem von den Möbeln aus Kunstkorbfaser angefressen.

Vielleicht kennt der ein oder andere die Möbel der Firma DEDON. Aber diese Designmöbel liegen preismässig in einer anderen Liga. Schon bei der Wohnzimmer-Kombination griff ich auf eine Alternative aus dem Hause Pfister mit dem Namen „Malena“ zurück. Zwar auch nicht ganz billig, aber dafür greifbar und kaufbar.

Malena

Eigentlich sind die Möbel für den Aussenbereich – Terrasse oder Garten – konzipiert, aber mir persönlich gefallen die auch für Innen. Genau so etwas oder in der Art sollte es auch bei meinem Bett sein.

Vor etwa zwei Wochen stiess ich dann bei Ricardo auf ein interessantes Angebot. Die Firma „7Day“ bot dort ein Bett im ähnlichen Design an. Beim ersten Mal ging die Ersteigerei schief. Beim zweiten Mal klappte es – und sogar günstiger, als beim ersten Mal. Somit hatte ich ein schönes neues Bettchen mit dem eindrücklichen Namen „Jungle“.

Am Samstag Nachmittag fuhren Mike und ich zur Firma „7Day„. Und das Beste daran: Die Firma ist in Schlieren an der Badenerstrasse gleich hinter „Auto Zürich West“ – also gleich in der Nähe. Die Ausstellungsräume sind interessant. Schöne Designermöbel zu erschwinglichen Preisen. Und Wandaquarien. Die würden zu meiner Wandwiese passen 🙂

Die Formalitäten waren schnell erledigt. Ich erhielt einen Plan auf welchem das Lager der Firma beim Farbhof eingezeichnet war. Dort fuhren wir wenige Minuten später vor und luden das noch zerlegte neue Jungle-Bett ein. Den Lattenrost schnallten wir auf Mike’s Auto und fuhren zurück in die Wohnung. Nach kurzer Zeit war das Auto entladen und der Karton lag nun im Flur, der Bettenrost im Wohnzimmer.

Nun fehlte nur noch eine passende Matratze. Diese besorgten wir bei IKEA in Spreitenbach. Aber dazu später. Da wir telefonisch aber bei IKEA nicht durch kamen, aber noch Spannbänder für die Matratze benötigten, fuhren wir in das Einkaufszentrum Shoppi&Tivoli nach Spreitenbach. Dort gibt es einen Baumarkt Migros „Do-It“. Die haben sicher so etwas. Neben den Spannbändern kauften wir noch Lebensmittel und ein paar Klamotten im „Winterschlussverkauf“. Den es ja eigentlich nicht mehr gibt.

Neues_Bett_01

RGB-LED-Leuchten sind „IN“. Bei Migros „Do-It“ sind diese Wandleuchten erhältlich. Für etwas mehr als 400 Franken.

Anschliessend ging es wie erwähnt zum IKEA, um die Matratze zu besorgen. In der entsprechenden Abteilung bestellte ich diese vor und wir schlenderten weiter durch den locker gefüllten schwedischen Möbelmarkt. Dabei ergatterten wir noch einige Ablagesystemteile für den Kleiderschrank von Mike (Pax) und ein Spannbetttuch sowie Matratzenauflage für mich. Anschliessend gingen wir noch im Restaurant einen Salat essen. Wo ich doch laut Mam keinen Salat esse 🙂

Neues_Bett_02

Während ich in der Bettenabteilung meine Matratze reservierte, fand Mike auch gleich sein neues Bett „Sultan“. Passt irgendwie 🙂 Er wollte gar nicht mehr aufstehen. Aber er entschloss sich vorerst das gemütliche Teil nicht zu kaufen.

Dann packten wir die Matratze auf’s Dach und fuhren zurück nach Hause. Dort musste aber zuerst einmal der Schrank im Arbeitszimmer weichen. Das Zerlegen wäre nicht das grosse Problem, sondern der Inhalt! Mein Gott! Was da alles auftaucht! „Schrott“ von fast 7 Jahren Zürich und locker 5 Jahren Regensburg hat sich dort angesammelt. Also stand erst einmal die Aufgabe „Aussortieren, Wegschmeissen und Neuorganisieren“ an. Auch der alte Schreibtisch musste raus.

Neues_Bett_03

Gegen Abend schleppten wir dann die zerlegten Schrankeinzelteile und den Schreibtisch in den Vorgarten, um diese am nächsten Tag ins Auto zu laden. Als genügend Platz im Ex-Arbeitszimmer geschafft war, ging es ans Aufbauen meiner neuen Liegewiese. Einfacher als gedacht, fand eine Schraube nach der anderen das entsprechende Gewinde. Lattenrost und Matratze draufgelegt und mit dem Spannbetttuch bezogen. Das Probeliegen bestätigte das Aussehen: Gemütlich!