03.11.2011 – Sinnvolle Schweizer Steckdose mit Natel-Halterung

3. November 2011

Schweizer Steckdose mit Natel-Halterung

Originally uploaded by PeterPanCH

Die „Schweizer Steckdose“ auf Schalterhöhe ist ein antikes Überbleibsel aus grauer Elektroinstallationsvorzeit um die Jahrhundertwende. Damals war es zweckmässig das Metallrohr, in welches die Einzeladern gezogen wurden, so kurz wie möglich zu halten, um Kosten zu sparen. Man verlegte die Phase zur Steckdose und brückte das kurze Stück zum Taster. So entstand die (gefürchtete) Schweizer Staubsauger-Steckdose.

Heute findet diese Steckdose allerdings eher ihre tägliche Anwendung als Natel-Ladestation. Oftmals wird hierfür noch ein „Mehrfach-Steckdosen-Adapter“ eingesteckt, damit man mehrere Natels oder sonstige Verbraucher einstecken kann. Das führt dann zu einem absoluten Kabel-Chaos auf Schalterhöhe – unschön ist es noch dazu.

Jetzt hat sich offensichtlich ein Schweizer Zubehöranbieter darüber Gedanken gemacht, wie man den Kabel-Chaos-Staubsauger-Steckdosen-Missstand etwas lindern kann. Es sind „Filz-Natel-Täschchen“ erhältlich in poppigen Farben.

(Danke Sarah für das Foto)

Mehr Informationen:


18.06.2010 – Schweizer Staubsaugersteckdose – Das Phänomen

18. Juni 2010

Ein Überbleibsel aus der Steinzeit der Elektroinstallation. Zu einer Zeit, als Gasbeleuchtungen auf „Strom“ umgerüstet wurden. Verdammt lang her. Um den Installationsaufwand für das sichere Licht möglichst gering zu halten und so die Durchdringung auf dem Markt zu vereinfachen, verwendete man die leeren Gasrohre als Neutralleiter und zog einen kautschukummantelten Kupferdraht hindurch. Um die „Haptik“ für die Bewohner nicht zu verändern, setzte man anstelle des Gashahns einen Lichtschalter mit dem gleichen „Knubbel“. Viele kennen noch den Begriff „Licht abdrehen“. Das kommt vom Gaslicht. Deshalb heissen die Installationsrohre auch heute noch „Rohre“ und die Unterputzdosen immer noch „Dosen“ – die Rohre und die Dosen waren dereinst aus Blech und luftdicht.

Um dem Kunden einen weiteren Vorteil durch Zugang zum „Elektrischen Strom“ zu gewähren und um dabei aber den Installationsaufwand wieder gering zu halten, setzte man unter den „Licht-Abdreh-Schalter“ gleich noch eine einzelne Steckdose. Und die gibt es heute in der Schweiz standardmässig immer noch. Für günstige Geräte bestand der Werkstoff aus Bakelit. Hochpreisigere Schalter wurden auch aus Isolationszwecken später aus Porzellan gefertigt. Nur, dass sich die Zeiten geändert haben. In den 50er-Jahren wurden elektrische Geräte modern, sich einen elektrischen Staubsauger für die samstägliche Putzorgie leisten und man konnte den Besen in die Kammer stellen. So bekam die Steckdose in der Schweiz ihren Namen: Die Schweizer Staubsaugersteckdose.

schweizer Staubsaugersteckdose by you.

Aber die Zeit bleibt nicht stehen. Wir befinden uns im sogenannten „Informationszeitalter“. Ein Schalter für das Deckenlicht reicht schon lange nicht mehr. Und zum Staubsauger sind Unmengen von Ladegeräten für „mobile Endgeräte“ hinzu gekommen – alles Multimedia, klar? Staubgesaugt wird auch nicht mehr von Hand. Das erledigt entweder die Putzfrau oder der vollautomatische Staubsaugroboter wöchentlich von alleine. Und der kann keine Steckdose in Hüfthöhe gebrauchen, sondern die Ladestation muss in Bodennähe sein. Warum es die Staubsaugersteckdose immer noch gibt? Festhalten an alten Werten? Wer weiss.


12.06.2006 – Kreative Schweizer Elektroinstallation oder „Du sollst nicht mit den Steckdosen sparen“

12. Juni 2006

Heute bei einem Hausbesuch:

(Bild 1) Ein „Vervielfacher“ in der ach so sinnigen „Staubsauger-Steckdose“. Darauf wenig gewichtig eine Zeitschaltuhr für die „Anwesenheitssimulation“ mittels Tischleuchte. Berechne die Hebelwirkung.

(Bild 2) Um die halbseiden lose-gedübelte Aussensteckdose dem IP54-Spritzschutz zu verpassen, verwendete man(n) eine Plastiktüte. Aus der Wand führt ein NYM-Kabel in ein Rohr. Dieses geht unter der Terasse weiter durch den Rasen und befeuert eine Mehrfachsteckdosenleiste (wetterfeste Plastiktüte schützt vor Regen), um die Weihnachtsbeleuchtung sicher zu stellen.

(Bild 3) In eine Steckdose wurde ein „Vervielfacher“ eingesteckt. Daran hängt halb eine Stehleuchte inkl. Trafo und sehr kreativ: Ein selbstgebasteltes Verlängerungskabel mit 2×0,5er Leitung. Es lebe der Kabelbrand.

(Bild 4) Kreative Verlängerung: Zur Versorgung einer Tischleuchte wurde an ein 2×0,5er Kabel eine Buchse angeschlossen.

(Bild 5) Kabelkanal führt zur Aussensteckdose Terrasse. Darunter geschaltete Steckdose.

(Bild 6) Von links: TV-Kabelanschluss, Telefonanschluss und 3-fach-Steckdose. Hier alles bestens.

(Bild 7) Schweizer Steckdosen-Stecker-Verlängerungskabel-Installation.

(Bild 8) Schweizer Steckdosenleisten-Elektroinstallation. Wir lernen: „Du sollst nicht mit den Steckdosen sparen!“

(Bild 9) Schweizer Elektroverteilung Baujahr 1979 – Lobenswert: Die Servicesteckdose, die saubere Beschriftung, akribische Handarbeit.

(Bild 10) Schweizer Aufputzschalter – auch Apparat genannt.

Ob bei dieser Elektroinstallation bei der anstehenden Renovation (Renovierung) der Bestandschutz greift?


13.02.2009 – KNX Gebäudeautomation für eine 100 Quadratmeter Eigentumswohnung

14. Februar 2010

KNX Interessierte Häuslebauer, aber auch Integratoren und Elektroinstallateure, fragen regelmässig nach dem „Preis“ für eine KNX-Installation in Ihrem eigenen Projekt. Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Wichtig ist hierbei, welche Funktionalität zu integrieren ist. Damit ist gemeint, welche Leuchten gedimmt oder geschaltet werden sollen, wieviel Storen, Jalousien, Markisen angesteuert und wie viele Heizkreise für die Raumtemperaturregelung involviert sind.

Beispiele aus der Praxis verdeutlichen hierbei am Besten, welcher Aufwand (wenn überhaupt) zu erwarten ist, welche Funktionalität man bekommt und was das dann kostet. Das aktuelle Beispiel bahnte sich vor zwei Jahren an. Ein Kollege sprach mich an, weil er eine 100 Quadratmeter Wohnung gekauft hatte.

Die Wohnung
Der Raumplan ist offen gestaltet; das bedeutet, dass Wohnzimmer/Esszimmer/Küche durch keine Mauern versperrt ist – also offen. Auch gibt es keine Tür von diesem Bereich zum Flur hin. Der WZ/EZ/KÜ-Bereich besitzt drei grosse Fenster, welche mit Jalousien/Storen beschattet werden. Der Flur ist abgewinkelt und verbindet den Eingangsbereich mit dem Schlafzimmer, Kinderzimmer, Badezimmer, WC mit Dusche und dem „Reduit“, welcher einmal als Technikraum und als Waschraum genutzt wird.

Die Ausstattung
Im Wohnzimmer befinden sich Halogen-Deckenspots, welche in zwei Gruppen aufgeteilt sind und gedimmt werden. Im Esszimmerbereich existiert eine Deckenbeleuchtung und eine Gruppe Halogen-Deckenspots, welche geschaltet werden. Ebenso wie die Deckenspots in der Küche. Zwei Steckdosenstromkreise sind geschaltet ausgeführt. Drei grosse Fenster zum Süden hin lassen viel Licht in die Räumlichkeiten. Diese Fenster sind mit Jalousien ausgestattet. Ebenso die Räumlichkeiten zum Norden hin. Das Schlafzimmer und das Kinderzimmer besitzen jeweils ein Fenster mit elektrischen Jalousien. Die Einzelraumtemperaturegelung steuert die Ventile der Fussbodenheizung in den einzelnen Räumen autark. Die Lüftungsanlage ist über die integrierte 3-Stufen-Steuerung integriert und sorgt so unabhängig für ein angenehmes Klima.

Die Anforderung
Bei der KNX-Automation sollte möglichst auf „Tasterorgien“ verzichtet werden. Sinn und Zweck der Automation ist es ja möglichst viele lästige Bedienung vom Nutzer „wie von selbst“ ablaufen zu lassen. Daher kommt meine Empfehlung in möglichst vielen Räumen KNX Präsenzmelder zu verwenden. In diesem Projekt kommen diese Präsenzmelder im Flur, im Bad und im Gäste-WC (mit Dusche) zur Anwendung. So fällt nicht nur die Schalterinstallation im Flur weg, sondern hiermit ist immer dann Licht geschaltet in den entsprechenden Räumlichkeiten, wenn der Benutzer dies wünscht. Sind die Präsenzmelder mit einer Helligkeitserkennung ausgestattet, so schalten diese nur dann das Licht, wenn tatsächlich künstliches Licht benötigt wird – in den Abendstunden und in der Nacht.

Gänzlich auf „Schalter“ zu verzichten ist nicht immer möglich und es sollte auch ein Rest an „gewöhnlicher“ Haptik erhalten bleiben. Daher ist im Wohnzimmer eine 4fach-Kombination vorgesehen. Darin ist jedoch ein KNX-RF-Empfänger eingebaut, der die Bedienung vom Wohnzimmersessel aus mittels Funk-Fernbedienung zulässt. So hat der Bewohner auf einfache Art die Bedienung kompakt in der Hand – von überall in der Wohnung. Taster werden somit nur noch im Schlafzimmer und im Kinderzimmer benötigt. Hiermit bedient der Nutzer die Deckenbeleuchtung, die Jalousie und die schaltbare Steckdose. Im Schlafzimmer ist beim Bett ein sog. „ZentralTaster“ montiert. Über „langen Tastendruck“ schaltet man damit zentral die Beleuchtung und die nicht mehr benötigten Steckdosenstromkreise ab und mit der zweiten Wippe fährt man ebenso über langen Tastendruck sämtliche Jalousien nach unten – oder morgens nach oben.

Die Einzelraumtemperaturregelung und die Sicherheitsfunktionen (Rauchmelder) übernimmt eine SyncoLiving-Automation, welche über die Wohnungszentrale an den KNX-Bus kommuniziert. Die Raumbediengeräte und die Raumtemperatursensoren geben die Messwerte an die Wohnungszentrale per KNX-Funk weiter. Diese steuert per KNX Funk den Stellbefehl des Heizkreisverteilers, der wiederum die elektrischen Heizventile ansteuert. Eingebunden in das System ist eine Meteozentrale, welche die Werte für Raumtemperatur und Luftdruck aufnimmt und an die Wohnungszentrale übermittelt.

Die Umsetzung
Beleuchtung/Steckdosen/Jalousie über KNX-TP:

  • 2x Dimmen: 2x N528/02 (WZ Spots Wand/WZ Spots Fenster)
  • 14 x Schalten: 1x N567/22 (4x Stkd. / 10x Leuchten)
  • 5 x Jalousien: 2x N523/02 (Reserve für 1x Markise Balkon)
  • 1x USB
  • 1x N125/01 160mA Spg.Versorgung

Taster/Präsenzmelder/Fernbedienung:

  • Wohnen: 3x DELTA-BA 116/11 + 1x WaveKoppler für Fernbedienung Funk
  • Reduit: 1x DELTA-BA 116/01 (wird später gegen Bewegungsmelder getauscht)
  • Flur: 1x Präsenzmelder UP258/21
  • Bad: 1x Präsenzmelder UP258/21
  • WC/Dusche: 1x Präsenzmelder UP258/21
  • Schlafzimmer: 2x DELTA-BA 116/11 (Tür: Decke/Jalousie; Bett: Zentraltaster für „LichtAus/JalousieZentral“ (lang) und Decke/Jalousie (kurz))
  • Kinderzimmer: 1x DELTA-BA 116/11 (Decke/Jalousie)
  • 1x Fernbedienung GammaWave

Die Installationszonen sind sauber geteilt: Die KNX-Taster sind auf 115cm / Die Steckdosen auf 30cm / Die SyncoBediengeräte kommen auf 145cm (noch nicht angeschraubt). Als Designoberfläche ist das Glasprogramm DELTAmiro gewählt.

Raumtemperaturregelung SyncoLiving:

  • Wohnungszentrale QAX910 neben der HausTür
  • Meteosensor Terrasse
  • 2x Rauchmelder DELTA Reflex + Rauchmelder-Runkmodul KNX-RF
  • 2x Raumfühler mit Display (Wohnen/Bad)
  • 2x Raumfühler ohne Display (SZ/Kinderzimmer)
  • 1x 8Kanal Thermoantriebsgerät im Heizkreisverteiler
  • 1x SyncoLiving Lüftungsanbindung (Lüftung noch nicht installiert)

Das Bild oben zeigt den Blick vom Wohnzimmer/Esszimmer/Küchenbereich in den offenen Flur. Auf der linken Bildseite erkennt man die vier Dosen für die Tasterkombination. Auch ist klar zu erkennen, dass nur eine Busleitung in die Dosen geführt ist, welche nun nur noch durchgebrückt werden muss. Die Installationszonen sind klar getrennt. Die Steckdose ist im 30cm-Bereich. Die Businstallation der Sensoren im 115cm-Bereich. Hinten rechts installiert der Bauherr und Elektroplaner gerade den Präsenzmelder für den Flurbereich.

Hier ein Bild von der Decke im Gäste-WC. Auch hier genügt die Busleitung und eine Unterputzdose.

Im Schlafzimmer ist ein KNX-Taster an der Tür und der ZentralTaster beim Bett vorgesehen. Auch hier sind die Installationszonen klar geteilt: KNX-Taster und -Installation auf 115cm, Schweizer Steckdose auf 30cm Höhe.

Im Bild oben die Schalterdose mit den beiden abgemantelten Busleitungen. Nur die rote und die schwarze Ader wird für die Buskommunikation benötigt. Die gelbe und die weisse Ader dient als Reserve, falls eine der Adern bei der Installation unterbrochen wurde, was aber selten der Fall ist.

Dieses Bild zeigt die erforderliche Installation im Kinderzimmer. Die Tasterdose nimmt später den 2fach KNX-Taster auf. Nicht mehr erwähnt braucht die Tatsache, dass die Installationszone schön aufgeteilt ist.

Hier die Dose an der Decke im Bad für den KNX-Präsenzmelder. Nie mehr mit feuchten Fingern einen Schalter bedienen. Sobald jemand das Bad betritt, schaltet sich automatisch das Licht ein. Auch braucht man nicht mehr daran denken das Licht auszuschalten; denn nachdem das Bad verlassen wurde, schaltet sich dieses nach einer kurzen Wartezeit von 10 Minuten automatisch wieder aus.

Hier im Bild der Elektroverteiler der 100qm Wohnungsprojektes aus der Schweiz. Der Bauherr ist ehem. Kollege und arbeitet nun als Elektroplaner. Die Planung fand im Jahr 2008 statt – die Ausführung im Februar 2010.
Der Elektroverteiler: Links Fehlerstromschutzschalter und Leitungsschutzschalter. In der Mitte die KNX-Geräte. Von Oben: Spannungsversorgung und USB-Schnittstelle, zwei Jalousieaktoren 4-fach für Storen und die Markise, ein 16-fach Aktor für Beleuchtungen (schalten) und Steckdosen, darunter zwei Dimmaktoren für die Wohnzimmerspots an der Wand und am Fenster.

Der Elektroverteiler geschlossen und das Kommunikationsfeld für TV-Telefon-Internet und WLAN.

Der Heizkreisverteiler mit noch nicht befestigtem und angeschlossenen SyncoLiving Ventilantrieb. Dieser kommuniziert mit der SyncoLiving Zentrale an der Haustür, welcher die die Temperaturwerte von den Bediengeräten mit integriertem Temperaturfühler erhält. Der Verteiler ist im „Reduit“ (Technikraum/Waschraum) untergebracht. In der Schweiz werden die Verteiler massgefertigt. Direkt darunter befindet sich der Heizkreisverteiler. Das SyncoLivingVentilansteuerungsGerät ist noch nicht befestigt.

Unter dem Elektroverteiler ist ein Kommunikationsfeld vorgesehen für TV-Internet-Telefon-WLAN. Der Elektroverteiler ist vom Elektroinstallateur verdrahtet worden. Die 230V-Leitungen sind flexibel ausgeführt. Lediglich die Busbrücken sind nicht korrekt geführt. Es fehlt der isolierende Mantel. Dies ist ist in die wirklich extrem kurze Mängelliste eingetragen und wird korregiert.

Durch die optimale Planung wird nur eine kleine 160mA Spannungsversorgung für die gesamte 100qm Wohnung benötigt, was zusätzlich Kosten spart.

Die Schalterdosen sind entweder in „Kaiserdosen“ (4 Stück Kombination im Wohnzimmer) oder NIS International (Taster in den Zimmern und Präsenzmelder Decke) ausgeführt. Die Montage ist deutlich einfacher, als bei konventioneller Installation. Man muss nur die beiden Adern der Busleitung in die Busklemmen der Bustaster einführen und den Bustaster festschrauben.

Fertig montiert und mit den Wippen und dem Rahmen versehen, sieht das Ganze dann so aus.

Hier mein Spickzettel für die Inbetriebnahme hängt nur für das Foto an der Tasterkombination. Das obere Wippenpaar ist für die Bedienung des Dimmens der Halogenspots im Wohnzimmer. Der zweite 2fach-Taster bedient die beiden Leuchtengruppen im Esszimmerbereich, das Terrassenlicht und die schaltbare Steckdose. Der dritte 2fach-Taster bedient die drei Jalousien in zwei Gruppen. Eine Taste die beiden Jalousien im Esszimmerbereich und die andere Taste die Jalousie im Wohnzimmerbereich. Darunter ist der KNX-RF/TP-Koppler eingebaut. Dieser besitzt eine Tastfunktion vor Ort mit der die Küchenbeleuchtung geschaltet wird. Über den KNX-RF/TP-Koppler ist die Bedienung von Funktionen via Funk-Fernbedienung möglich.

Der Präsenzmelder im Flur erkennt nun die beiden Seiten des Flurs vom Eingang her und vom Wohnzimmer her.

Hier das Kinderzimmer mit dem KNX-Taster.

Nein, man benötigt für KNX keine „Bedienungsanleitung“ für die Tasterbedienung des Zentral-Tasters neben dem Bett im Schlafzimmer. Dies ist mein Spickzettel für die Inbetriebnahme, den ich an den Taster gehängt habe für das Foto. Mit dem kurzen Tastendruck links schaltet man die Deckenbeleuchtung im Schlafzimmer, Kurzer Tastendruck rechts fährt die Jalousie im Schlafzimmer. Mit dem langen Tastendruck rechts unten schaltet man sämtliche Leuchten und Steckdosen auf einen Schlag in der Wohnung aus, langer Tastendruck oben schaltet alles ein (Panikfunktion). Drückt man lange rechts oben, so fahren sämtliche Jalousien in der Wohnung hoch. Drückt man unten links lange auf die Wippe, so fahren alle Jalousien nach unten.

Neben der Eingangstür ist die SyncoLiving Wohnungszentrale installiert. Sie kommuniziert per Funk mit den Raumfühlern und dem Heizkreisaktor, sowie der Meteostation und den Rauchmeldern. Via KNX-TP-Anschluss kann bidirektional bedient und beobachtet werden.

Und so freut sich ein Bauherr und Besitzer einer Wohnung mit KNX-Installation.

PS: Wäre es ein Haus mit mehreren Etagen, so hätte ich für die KNX-Aktoren in der entsprechenden Etage einen weiteren Verteiler empfohlen. So spart man Kabelwege und die Installation bleibt übersichtlich und kostensparend. Auch der Heizkreisverteiler wäre wieder unter der Etagenverteilung angebracht. So bleibt die Technik in der Steigzone. Perfekte Kooperation zwischen Planer, E-Gewerk und HLK-Gewerk.

Sämtliche Bilder können hier angesehen werden.

Links:


06.12.2020 – Thema Elektroauto Schweiz: Ist genug Strom da für alle?

6. Dezember 2020

Fachleute gehen davon aus, dass die eigentliche Herausforderung durch die Verbreitung der Elektromobilität nicht die Stromversorgung, sondern die Netzkapazität sein wird. Die Niederspannungsnetze auf regionaler und lokaler Ebene sind nicht darauf ausgelegt, eine grössere Anzahl von E-Autos gleichzeitig zu laden. Der Ausbau der Netze wäre zwar eine mögliche Lösung – aber eine teure. Sinnvoller dürfte der Einsatz von Lastmanagement-Systemen sein.

Tesla Ladestation (Pixabay)

Solche Systeme koordinieren das Aufladen der E-Fahrzeuge aufgrund von verschiedenen Kriterien. Sie berücksichtigen, wie hoch der aktuelle Strombedarf im Netz ist und wie viel Strom gerade produziert wird. Steht etwa tagsüber viel Solarenergie zur Verfügung, kann das Aufladen forciert werden. In den Abendstunden, wenn die Menschen zu Hause viele Haushaltgeräte nutzen, wird das Aufladen gedrosselt oder unterbrochen. In den Nachtstunden, wenn der Bedarf in der Regel tief ist, steht wieder mehr Strom zur Verfügung, um die Batterien zu laden.

Fazit: Die Ausgangsfrage dieses Artikels kann also positiv beantwortet werden: Ja, in der Schweiz ist genug Strom für alle Elektroautos vorhanden. Zwar bringen die Energiestrategie 2050 und die Verbreitung der Elektromobilität durchaus Herausforderungen mit sich. Diese liegen aber eher im Bereich der Speicherung von erneuerbaren Energien und bei der Netzkapazität. Auch diese Herausforderungen wird die Schweiz meistern können, nicht zuletzt dank der fortlaufenden technologischen Entwicklung – da sind Schweizer Unternehmen ja stets vorne mit dabei.

Fazit: Der Strom reicht für alle:

Es spielt nämlich keine Rolle, ob das Elektroauto gleich nach dem Abstellen um 19 Uhr aufgeladen wird oder erst ab Mitternacht. Zudem wird im Alltag selten die gesamte Ladekapazität der Batterie benötigt, sodass auch nicht jeden Tag aufgeladen werden muss. Arbeitnehmer in der Schweiz pendeln im Schnitt nämlich lediglich 15 Kilometer pro Weg – auf solchen Strecken werden auch kleinere Batterien nicht so schnell leer. Aus diesen Gründen ist es kein realistisches Szenario, dass alle Elektroautos gleichzeitig an die Steckdose angeschlossen werden und eine Netzüberlastung herbeiführen.

https://www.energie-experten.ch/de/wissen/detail/reicht-der-strom-in-der-schweiz-fuer-alle-elektroautos.html


04.07.2017 – Mobile KNX-Programmierschnittstelle mit integrierter Spannungsversorgung: Siemens OCI702

4. Juli 2017

Hier nun ein paar Anregungen aus der Praxis: Nach meiner Erfahrung gibt es exakt 3 Anforderungen:

  1. Errichtungsphase Variante A: Die KNX-Geräte werden zu mir geschickt, ich nehme diese in meinem Büro in Betrieb, schicke diese dann gesammelt an den Schaltschrankbauer (für die E-Verteilung) oder an den Elektriker (Einbau Bediengeräte vor Ort).
  2. Errichtungsphase Variante B: Die KNX-Geräte sind vom Schaltschrankbauer (E-Verteilung) und vom Elektriker (Bediengeräte) vor Ort montiert, ich fahre hin und nehme die Geräte in Betrieb direkt am Bau.
  3. Fertigstellungsphase und/oder Wartungsphase mit technischem Netzwerk und WLAN: Die Intallation steht vor der Fertigstellung und/oder ist bereits fertig gestellt, ich fahre hin, um eine Anpassung oder Wartung zu erledigen.

Für 1.) brauche ich eigentlich nur eine KNX-Spannungsversorgung und eine USB-Schnittstelle. Da ich aus Siemens-Zeiten noch einen alten KNX-Grundkurskoffer habe, nutze ich den. Da ist ein Netzteil drin und eine USB-Schnittstelle. Ausserdem ist der Koffer ggf. auch praktisch zum Tragen und Verladen im Auto.
Also 1.) KNX-Spannungsversorgung + USB-Schnittstelle reicht. Koffer deshalb, weil ich den schon habe und weil er praktisch ist zum Tragen.

Für 2.) brauche ich nur meine USB-Schnittstelle. Mit dieser und einem roten 5 Meter langen USB-Kabel hänge ich mich an die Installation und lade die Produkte direkt vor Ort. Hier bleibt der Inbetriebnahmekoffer im Auto für Notfälle. Wenn sich z.B. wie aktuell ein RMH760 nicht über die Linie laden lässt. Dann häng‘ ich das Teil ab und probiere es mit dem Koffer „lokal“. Klappte aber auch nicht (interne Spannungsversorgung nicht abgeschaltet).
Also 2.) USB-Schnittstelle reicht vollkommen aus. Koffer nur für Tests oder Fehlersuche.

Für 3.) brauche ich entweder nur meine USB-Schnittstelle und ich hänge mich an den nächsten Taster. Oder (falls das Netzwerk läuft, WLAN verfügbar ist und ein KNX/IP-Router eingebaut ist) ich hänge mich direkt ohne irgendwas Spezielles direkt per WLAN ans Netzwerk.
Also 3.) USB-Schnittstelle oder direkter WLAN Zugriff.

Ergo: Ich habe immer meine eigene USB-Schnittstelle im Laptop-Koffer. Denn damit bin ich immer auf der sichern Seite, weil ich weiss, dass dieser Zugriff IMMER funktionieren (muss, weil meine eigene bewährte)!
(Wenn ich mit der PA der USB-Schnittstelle auf der Linie bin).

Natürlich ist es „geil“ per eigenes WLAN und IP-Router oder Weinzierl-WLAN-KNX-Gerät unabhängig durch die Gegend zu laufen. Das geht noch ganz gut im EFH und in Grossraumbüros ohne Wände. Aber beim aktuellen Trend nach Sichtbeton mit den entsprechenden Armierungen und den Folierungen und Fussbodenheizungen in Zweckbauten in den Etagen ist das WLAN auch mit Dämpfungsfreien Antennen nur begrenzt einsetzbar. Und nichts ist für meine Arbeit tödlicher als ein WLAN, das sich während des Downloads der Applikation „aufhängt“. Aktuell ist in dem Schuleprojekt nicht mal der Natel-Empfang möglich. Beschichtete Fensterscheiben und Stahlbeton.

Hier noch ein paar Bilder aus dem aktuellen Leben:

Da es mich extrem genervt hat, dass ich in Neubauten immer auf dem Boden gesessen bin (was nicht mehr so bequem ist in meinem Alter), habe ich mir eine leichten mobilen Tisch besorgt. Darauf hat der Laptop und die Maus Platz – und ich kann im Stehen arbeiten.

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Bei mir muss ALLES auf Rollen stehen. Nicht nur in der Wohnung, auch im Programmieralltag. Der Tisch ist rollbar, der Koffer hat Rollen, der Kasten steht auf einem Möbelhund. Im Kasten ist ein Koffer für Voltmeter, der Koffer mit dem Etikettierer, Der KNX-Koffer für Notfälle, mein Schönheitstäschchen mit dem Notfallwerkzeug und in diesem Projekt ein Ordner mit den Planungsunterlagen (Schema und Etagenpläne).

image_61186.jpgHier hänge ich direkt auf dem WLAN der Anlage. Man beachte den wunderbaren mobilen Multifunktions-Programmiertisch, der sonst als Tellerwärmer verwendet wird. Es handelte sich um einen Wartungseinsatz betreffend Visualisierung.

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Im Zweiten Bild schaut aus der vorderen Tasche des Rollköfferchens die USB-Schnittstelle samt rotem Kabel raus.

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Hier sollte ich Präsenzmelder adressieren (PA vergeben), damit diese vor Ort an die Decke montiert werden können. Da ich zwar „PeterPan“ heisse, aber leider nur begrenzt fliegen kann, verwende ich den KNX-Koffer. Der KNX-Koffer diente während meiner Zeit bei Siemens-CH anfänglich für KNX-Kurse. Er konnte auch für Schulen und/oder Fachfirmen erworben werden. Das Tischchen ist höhenverstellbar und sehr leicht. Passt also perfekt ins Auto und erleichtert die Arbeit ungemein. Meinem Rücken geht es deutlich besser.

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Aber in 98% der Fälle hänge ich an „meiner USB-Schnittstelle“. Hier sieht man auch mein „Nessesaire“ – wie es in der Schweiz heisst. Im Schönheitstäschchen ist mein Notfallwerkzeug drin. Warum ein 5 Meter langes rotes USB-Kabel? Die kurzen schwarzen und grauen Kabel bekamen in der Vergangenheit immer „Flügel“. Das rote Kabel bleibt mir immer!

Mit der mobilen Einsatztruppe (Tisch, Laptop, Rollwägelchen) fahre ich im Gebäude herum und hänge mich an den nächsten Taster. Natürlich sperre ich mich nicht im Keller ein, sondern fahre damit durch die Gegend z.B. bei einer DALI-Inbetriebnahme (wie in diesem Fall). Schalter aus der Wand geschnappt und drangesteckt. Schon kann man die Leuchten, Storen und RTRs für die Umgebung in Betrieb nehmen.

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Schick ist der USB-Stick von Weinzierl 332 (neu und noch nicht lieferbar). Wobei ich immer Bedenken habe, dass mir der USB-Port abgerissen wird (durch die Hebelwirkung). Daher lieber ein Kabel und dann eine REG-USB mit Buskabel-Stückerl dran.

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Und der Weinzierl 740er mit WLAN ist schon die Luxusvariante, wenn man zusätzlich zur Busklemme noch ne Steckdose in der Nähe hat.

Siemens Schweiz AG vertreibt eine KNX/USB-Schnittstelle für den mobilen Einsatz. Diese OCI702 verfügt zudem über eine integrierte kleine Spannungsversorgung mit 25mA. Das ist insofern praktisch, wenn man mal ein einzelnes Gerät ohne sonstigen Busanschluss bzw. ohne exteren KNX Spannungsversorgung laden möchte.

Siemens-USB_OCI702_Service.jpg

Die Schnittstelle kommt mit sämtlichen Anschlusskabeln und ist zudem für die Programmierung mit der Siemens ACS Software geeignet. Aber uns interessiert ja mehr die Programmierung mittels ETS5.

Im Schweizer Siemens Onlineshop kostet die Schnittstelle netto 300 CHF

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13.11.2015 – KNX – Intelligentes Wohnen für Studierende

13. November 2015

Innovative KNX-Technik rückt Mehrfamilienhaus mit Studenten-Appartements ins rechte Licht

Nur 5 Gehminuten vom Bahnhof Winterthur beweist die KNX-Technik, dass sich diese auch im Mehrfamilienhaus lohnt. In der Langgasse in Winterthur entstanden im Jahr 2014 zwölf 1-Zimmer-Wohnungen mit Balkon oder Sitzplatz im Minergie-Standard. Schon vor der Gesamtsanierung des grosszügigen Gebäudes in exzellenter Lage entschied sich das Bauherrenkonsortium bei der Elektroinstallation auf KNX zu setzen. Die Hauptgründe waren die hohe Flexibilität des Systems, die genaue Abdeckung der Kundenwünsche und die einfache und somit kostensparende Installation.

Winterthur ist auch eine Studentenstadt. Das merkt man einmal an den vielen Lokalen in der Innenstadt und auf der anderen Seite an den vielen Hochschulen im Stadtkern. Ein Dauerthema in Winterthur ist deshalb das Thema „Wohnraum für Studenten“. Die Liegenschaft in der Langgasse bot sich ideal an, um auf 3 Etagen jeweils vier 1-Zimmer-Wohnungen jeweils mit energiesparenden Küchengeräten und moderner Ausstattung im Bad zu erstellen.

MFH-Langgasse-Winterthur

KNX MFH-Langgasse-Winterthur

Der Umbau des Mehrfamilienhauses sollte ohne grosse Eingriffe in die Bausubstanz erfolgen. Hier bietet sich die KNX-Technik idealerweise an, da für die Kommunikation zwischen den einzelnen Geräten nur die Busleitung verlegt werden muss. Die Sensoren (Taster und Raumtemperaturregler) wurden in einem speziell angefertigten Installationskanal senkrecht neben der Eingangstür zum Hauptraum eingebaut.

Zudem konzentrierte man die Aktoren in einer kleinen Elektroverteilung in einem der Küchenschränke. Die Kabelführung zu den einzelnen elektrischen Verbrauchern geschah aussen auf der Hauswand. So blieben die Installationswege kurz und die Umbaukosten gering. Auch wird dem Mieter die Möglichkeit der Fernbedienung der Gebäudeautomation geboten. Dies erfolgt über eine Infrarot-Taster und eine iPhone-Visualisierung.

Die Gebäudeautomation enthält die Beleuchtung im Wohnraum und im Bad ebenso, wie schaltbare Steckdosen, die Jalousiesteuerung und die Raumtemperaturregelung. Um diese Funktionalität modular pro Raum gesamthaft abdecken zu können, entschied man sich für den ABB Raum Master RM/S3.1. Dieser verfügt über 12 digitale Eingänge, 4 Schalt- und 4 Jalousiekanäle.

Zuerst war geplant die Bedienung über konventionelle Taster und Schalter zu erledigen. Die Bauherrschaft entschied sich dann aber wegen der Möglichkeit der Statusmeldungen über LED und der besseren Beschriftbarkeit für Feller KNX-Taster und –Raumtemperaturregler.

Die Bedienung im Wohnraum erfolgt somit über KNX-Sensoren. Im Installationskanal an der Tür sind neben der Türkommunikation KNX-Taster für die Beleuchtung und die Storen enthalten. Zudem wird die Raumtemperatur individuell über einen KNX-Raumtemperaturregler eingestellt und geregelt. Im oberen Bereich befindet sich ausserdem ein Feller KNX IR-Empfänger und im unteren Bereich je eine Steckdose für 230V und Netzwerk.

Im Badezimmer sind die gebäudetechnischen Funktionen über einen 4-fach-Taster bedienbar. Die volumenstromgeregelte Lüftung ist über ein KNX/Modbus-Gateway mit der Gebäudeautomation verbunden.

Die integrale KNX-Installation wird mit einer zeitgemässen iPhone-Visualisierung abgerundet, welche auf einem zentralen Feller Homeserver für jede Wohnung getrennt installiert ist. Hierzu startet der Mieter eine kostenlose APP auf seinem Mobiltelefon und kann so komfortabel und bequem die Funktionen kontrollieren und bedienen – dies auf Wunsch sogar von „ausser Haus“. Ein besonderes Feature stellt die Energiesparfunktion bei Abwesenheit dar. Hierbei wird unterschieden, ob sich der Mieter kurzzeitig nicht in der Wohnung befindet oder für längere Zeit in den Ferien weilt.

Objekt: –       MFG Langgasse 79 Winterthur

–       12 1-Zimmer-Appartements mit je etwa 20 Quadratmetern

Informationen zum KNX-System: –       1 Hauptline und zwei Linien

–       6 Wohnungen pro Linie

–       Feller HomeServer und Gateways auf der Hauptlinie

–       8 KNX-Teilnehmer pro Wohnung

–       Gesamt: 105 KNX-Teilnehmer

Bausumme: Ca. 1,5 Mio Schweizer Franken
Bezug: November 2014
KNX-Installation: ca. 70 TCHF
Grobkonzept: Fa. Raum-Consulting
Feinplanung Elektro und KNX-Integration: all-com ag (Buchenweg 11, 8442 Hettlingen)
Gesamtbauleitung: Fa. Hunziker
Elektroinstallation: HP Stähli, Winterthur
Architekt: Vicina Verwaltungs-AG

Autor: Peter Sperlich
Veröffentlicht in: „BusNews“ der KNX-Swiss

Presseartikel als PDF PressePresseartikel_all-com_MFH_Wohnungen_Studenten_Winterthur-x


15.10.2014 – Was kostet mich KNX? Kalkulationshilfe in Excel!

15. Oktober 2014

Update 24.01.2017: Neue Preisliste MDT und ABB-Schweiz eingefügt.
Update 22.02.2017: Neue Preisliste mit ABB Schweiz, Hager Schweiz, MDT.
Update 12.06.2018: Neue Preisliste MDT aktualisiert.

Da das Fussballspiel Deutschland-Irland nicht gerade prickelnd war, habe ich mich ins Büro gesetzt und die gute alte EFH-Kalkulation etwas überarbeitet und aktualisiert. Nebenbei auf dem Laptop lief Zattoo und das seltsame Fussballspiel.

Denn die Frage, die sich ein ambitionierter angehender „SmartHome-Besitzer“ möglichst früh stellt, lautet: Was kostet mich der KNX?

Meist macht der Bauherr dann zuerst mal zwei Erfahrungen:

  • Entweder man trifft auf einen Elektriker/Architekten, der schätzt die KNX-Gesamtkosten aus der hohlen Hand auf 30.000 Euro. Meint dann, dass es eh viel zu teuer ist und man es eh nicht braucht.
  • Oder man trifft auf einen Elektriker/Architekten, der meint, dass man das so ohne genau zu wissen, was der Bauherr möchte, nicht sagen könne. (Treffer!)

Hier kann das kleine Kalkulationstool dann hilfreich sein. Natürlich erst einmal nur in Listenpreise Netto für die KNX-Hardware.

Fällt der Bauherr dann noch nicht vom Stuhl, hat er sich schon mal Gedanken über sein Budget gemacht.

Aber man sollte sich anschliessend noch bewusst sein: Welche Kosten kommen bis zum Einzug noch dazu?

  1. Feinplanung bzw. Konzeption inkl. Beratung nebst Kostenoptimierung (KNX Integrator mit Lastenheft)
  2. Man sollte das gesamte Gewerk „Gebäudeautomation“ unter der Mithilfe eines erfahrenen Fachplaners ablaufen lassen. Erspart Zeit, Geld und Sorgen.
  3. Hardcore-Elektroinstallation.
  4. KNX-Geräte fachgerecht einbauen und anschliessen (Elektriker)
  5. KNX-Geräte in Betrieb nehmen („Programmieren“ KNX Integrator)
  6. Abnahme (Fachplaner, Elektriker und KNX Integrator)

Es kann also nicht soooo viel mehr kosten, als die „gleichen“ Funktionen mit konventioneller Technik auszuführen – allerdings ohne die schönen Komfortfunktionen, wie

  • vernetzte Technik
  • zuverlässige Produkte
  • seit über 25 Jahren bewährte Technik
  • viele, viele Hersteller
  • noch mehr Produkteauswahl
  • viele, viele Projekte weltweit
  • Standard in der Gebäudeautomation

Also dann! Wohl an! Hier das Tool!

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Wie geht man vor?

  1. Man gehe auf das Blatt „1. Raumbuch“. Dort trage man die folgenden Informationen pro Raum ein:
    – Schaltbare Leuchten und Steckdosen
    – Gedimmte Leuchtenkreise (Universaldimmer)
    Jalousie/Markisen/Rollos
    Taster 4fach
    Taster 8fach
    Präsenzmelder
    – Fensterkontakte
  2. Das Ergebnis wird dann automatisch auf „2. EFH Kalkulation KNX“ übertragen. Man muss dann nur noch die passenden Aktoren und Sensoren raussuchen, damit die Kanalstückzahlen aus dem Raumbuch übereinstimmen (ggf. mit Reserve).
    Entweder nimmt man den Katalog (von MDT) oder man spickt auf dem Datenblatt „DB“ nach der Artikelnummer.
  3. Diese Artikelnummer bei Bedarf eingeben (richtig!), dann kommt automatisch die Kurzbezeichnung und der Preis zum Vorschein.
  4. Da ich der Meinung bin, dass man im üblichen EFH keine ausgeklügelte Linienstruktur benötigt, gibt es eben eine Linie mit maximal 3 Liniensegementen mittels Linienkopplern als Linienverstärkern. Das reicht für eine Ü-Kalkulation.

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Ja! Ich habe MDT Artikel in der Datenbank! Wer mir eine weitere Preisliste zusenden möchte, kann dies gerne tun. Aber nur, wenn er mir noch eine Holzkiste mit Shiraz schickt!

Neu – Update:
Nun sind auch die KNX-Produkte von ABB Schweiz und HAGER Schweiz drin. Es kann sein, dass die Schweizer Preise leicht von den Deutschland-Preisen abweichen. Aber das ganze soll ja eine Kostenschätzung sein und keine Offerte. Hierfür wendet Euch doch bitte direkt an einen Integrator (oder an mich, falls Du in der Schweiz baust).

Aktualisiert Juni 2018:


30.09.2009 – Mallorca: Zweiter Teil – KNX-Training und die Erfindung des „WLAN-Kabel“

30. September 2009

Der Tag nach dem Race-Training stand im Zeichen der intelligenten Gebäudeautomation. Und das in einem besonderen Rahmen; denn die Finca von Tom ist komplett damit ausgestattet. So konnte die Visualisierungssoftware und Hardware-Schulung am lebendigen Objekt durchgeführt werden. Nach dem ausgiebigen Frühstück funktionierten wir den grossen Esstisch zur Laptop- und Rechnerarena um. Auch die Terrasse wurde praktischerweise voll vernetzt. Dabei wurde das „WLAN-Kabel“ erfunden – Reichweite 30 Meter egal ob im Freien Felde oder durch Terrassentüren! Es funktionierte rasend schnell!

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Jede Steckdose in greifbarer Nähe fand Verwendung für ein Laptopnetzteil und es entstand das übliche Kabelchaos, wenn Tom und wir aufeinander treffen.

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Während am Esstisch die KNX-Produkt-Test-Fraktion platz nahm, lief auf der Terrasse die Visualisierungsschulung. Aber eine klare Trennung gab es nie; denn es fand ein reger Kommunikationsaustausch statt. Neue Erkenntnisse wurden umgehend mitgeteilt, bewundert und diskutiert.

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Das Bild unten in der Mitte zeigt Chrigel, wie er die Schweizer Stecker der Netzteile fachmännisch „ver-europäisiert“ – der Erdanschlussstift wird kurzerhand mit der Metallsäge abgelängt – so wird ein Eurostecker draus – ohne Adapter.

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Gegen Abend stand die Siegerehrung an – dachte ich – dabei wurde ich zur „Pistensau“ von Mallorca gekürt, weil ich trotz Überholverbot gleich drei Mal überholt hatte. Danke!!! Ich werde weiter trainieren – auf Schweizer kurvenreichen Strassen – und dem Rest der Gang beim nächsten Ganztages-Fahrertraining zeigen, wo der Hammer hängt! (Zitat Walter Röhrl). Während Tom das Weissbier im Pool einweichte, heizte Helga den Grill an.

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Und somit liessen wir den Samstag bei einem üppigen Abendmahl gemütlich ausklingen und sassen bei angenehmen Temperaturen unter dem Halbmond auf der Terrasse und liessen es uns schmecken bis die Nähte platzten.

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Wir diskutierten über den gestrigen Renntag, die Produkte und Software, „dem Claus sein Haus“, die LED-Poolbeleuchtung, den Vermarktungsmöglichkeiten des WLAN-Kabels, mögliche Umbaumassnahmen und Anekdoten aus dem Leben eines Bauherren. Es wurde noch ziemlich zünftig bis spät in die Nacht. Den Organisatoren des kombinierten Race-/KNX-Weekends gebührt ewiger Dank. Ich bin gespannt, wann ich die Pfunde wieder abtrainiert habe.

Sämtliche Bilder von diesem Tag findet man auf dem Server.


Urlaub Koh Samui 14.03.2008 – Abschied aus Neverland – Schlafen gehen oder gleich Durchmachen?

14. März 2008

Tja, diese Situation ging 1:2 aus; denn die Sperlix machten durch und Christl legte sich kurz auf’s Ohr. Aktuelle Location: 10 000 Meter Höhe irgendwo über dem Schwarzen Meer, Distanz bis München 1070 Kilometer. Richtig geraten: Im LTU-Flieger auf dem Luftweg in der Holzklasse nach Regensburg. Seit Stunden fliegen wir der Sonne hinterher – gen Westen – aber leider wird es immer kälter. Ortszeit übrigens 17:15 Uhr. Erwartete Temperatur in München: 5 Grad und Regen. Die nächste Erkältung ist somit bereits einge-Tempo-tüchert. Nach dem Abendessen bleibt mir noch etwas Zeit den heutigen Tag zusammen zu fassen, welcher recht früh begann.

Mein „Nicht-Schlafen-Gehen“ gestaltete sich recht einfach. Geplant hatte ich eigentlich gar nix. Hauptsache der Koffer ist zu. Wie die letzten Tage auch, sass ich ab 22:30 Uhr mit Nanee auf der Terrasse ihres Restaurants mit bestem Blick auf die Lamai Beach Road und plauderten gemütlich. Diesmal bei dem ein oder anderen Gin-Tonic. Sie hatte tags zuvor erkältungsbedingt Medikamente nehmen müssen (Paracetamol) und erzählte, dass sie dafür heute lange vormittags schlief. Zwischenzeitlich ginge es ihr besser, was sich auch in guter Laune und dem Genuss von 2 Gin-Tonic äusserte. Wobei Nanee offensichtlich ein Gen fehlte, nämlich eben das Alkohol-Verträglichkeits-Gen. Gegen 2 Uhr morgens sperrte sie die Tür des Restaurants zu und sie fuhr mich „nach Hause“ vor mein Hotel mit ihrem neuen Honda – und das über die „lange Runde“; denn zu Fuss wäre es eigentlich kürzer und schneller gewesen – einfach links abbiegen und 200 Meter zu Fuss – aber sie bestand darauf mich fahren zu wollen. Ob sie sicher gehen wollte, dass ich ins Hotel uns sonst nirgends anders hingehe? Wer weiss? *lach*

Da die Lamai Beach Road eigentlich als Einbahnstrasse konzipiert ist, was die wenigsten Scooter-Fahrer interessierte, fuhr Nanee hingegen ganz vorschriftsmässig aus dem Parkplatz heraus, liess mich einsteigen (auf der richtigen Seite, nur ohne Lenkrad), bog rechts in die Lamai Beach Road ab und fuhr dann gemütlich am „Roten Platz“ vorbei. Kurvte dann nach dem „Bauhaus“ um den Betonpoller herum, bog erneut rechts ab und es ging durch den Rotlichtbezirk vorbei an den lärmenden Animierschuppen auf die Hauptrasse. Dort bog sie wieder rechts ab. Und nach 500 Metern schliesslich noch einmal. Dann ging es durch eines den Touristen eher verborgenem Teil von Lamai – ein paar schmale Strasse an flachen Häusern – vorbei, welcher fast direkt vor dem Hotel endete. Sie hielt und wir verabschiedeten uns – beide schweren Herzens – und leider nicht ohne Tränen. Dann griff Sie in den Fussraum der Rücksitze und zog eine etwa 50 Zentimeter lange Plastikrolle hervor und reichte mir diese. Es sei ein kleines Erinnerungsgeschenk. Wir verabschiedeten uns und ich winkte ihr beim Wegfahren noch nach.

Als der Wagen ausser Sichtweite um die Ecke fuhr, ging ich ein letztes Mal über den verlassenen Strand zum Hotel und rauchte noch eine dort. Bei den beiden Pavillons von Chris und Mike brannte um 2 Uhr auch noch Licht. „Die werden wohl auch packen“. Ich ging den Weg der durch die Bungalows führte zum Hotelhaupthaus zurück, um meinen Schlüssel an der Rezeption zu holen. Der extrem weichgespülte in grüne Uniform gehüllte Nachtportier meinte „Fliend has key“. Ich nickte lächelnd und ging am Pool vorbei zur Treppe. Als ich die Tür öffnete, sass Mike auf dem Bett und qualmte leise vor sich hin. Neben ihm stand auf dem Holzboden der fertig gepackte Koffer von ihm.

Mit gesenktem Kopf sass er da und erzählte, dass es ein schwerer Abschied wird. Moe sei eine ganz natürliche total nette zärtliche und süsse Maus. Aber auch ihr Urlaub würde am Samstag enden und sie müsste zurück nach Bangkok. Es sei doch der Hammer, dass man ausgerechnet in Lamai eine „Normale“ Maus treffen würde, die sich noch dazu in ihn (und umgekehrt) verknallt. Ich ging zum Kühlschrank, entnahm zwei Dosen Bier und reichte Mike eine davon. Dann setzte ich mich neben ihn und kramte eine Zigarette heraus. Ich erzählte vom Abend mit Nanee und zeigte ihm die Plastikrolle, welche auf beiden Seiten verklebte Enden besass. „Sicherlich ein Gemälde“ meinte Mike. „Wenn es eines von ihr ist, bekomm‘ ich die Krise“ entgegnete ich. Wir plauderten bei Bier und Zigarette über die Unterschiede zwischen „normalem Thai-Mädel“ und „normalem D-/CH-Mädel“. Uns wurde langsam klar, warum Europäerinnen die Thai-Mädels hassen.

Nach einer weiteren Zigarette und als wir den Boden in der Bierdose sahen, verliess Mike das Zimmer und kam gegen 5 Uhr wie vereinbart wieder. Diesmal mit Moe zusammen. Wir schossen noch die letzten Bilder und warteten beim Kaffee auf unsere Abholung. Diese klopfte um Punkt 6 Uhr an unsere Tür. Der weichgespülte Nachtrezeptionist meinte, dass unser Pickup angekommen sei. Wir packten unsere wesentlich schwereren Koffer, als diese bei der Anreise wogen und schleppten diese die Aussentreppe hinunter zur Rezeption. Dann checkte wir aus dem Hotel aus, bezahlten die schwulen Roller für zwei Tage und die zwei Bier aus dem Kühlschrank. Feierabend! Abreise!

Wir verluden mit tatkräftiger Hilfe des Fahrers die Koffer in den silberfarbenen Kleinbus. Ich stieg links auf dem Beifahrersitz ein (ja links!) – Mike und Moe nahmen auf dem Sitz dahinter gemütlich Platz. Dann ging unsere wirklich gemütliche Fahrt los. Keine Ahnung warum, aber normalerweise kenne ich nur rasende Taxifahrer. Der Kleinbus-Fahrer liess sich aber erheblich Zeit. Wir fuhren in den Sonnenaufgang, den wir sicherlich gesehen hätten, wenn nicht grad wieder dicke dunkle Regenwolken die Sicht auf diese versperrte.

Ein letzter Blick vom Cliff aus über das Meer und dann ging es nach Chaweng hinein. Der Fahrer nahm irgendeine uns vollkommen unbekannte Abkürzung zum Flughafen? Nein, das konnte nicht sein. Wir fuhren den gleichen Weg, wie zum Thai-Holzschnitzer. Nur bogen wir vorher rechts ab Richtung Meer. Dort standen hinter leicht verwitterten Mauern mit schönstem Stacheldraht oben drauf vollkommen überwucherte Bungalows, die mit altem Eternitwell-Material eingedeckt waren. Wir hielten allerdings vor einem hohen Hotel im Stil der 60er-Jahre erbaut. Ebenso rundherum vollkommen verwachsen. Es stiegen vier Personen zu – Deutsche!

Wir grüssten freundlich die Neuzusteiger, welche sich allerdings weniger um uns kümmerten. Vielmehr diskutierten die vier darüber, dass man nun endlich wieder nach Hause kommen würde und sich darauf freue wieder deutsches Fernsehen zu empfangen; denn das würde man verstehen. Als wir auf einer Art Müllhalde am Ende der Strasse wendeten, verstanden wir die Freude ansatzweise. Offenbar trauten sich die Urlauber die ganzen Ferien nicht aus ihrem etwas antikem Hotel heraus.

Wir erreichten nach weiteren holprigen 10 Minuten die frisch geteerte Zufahrt zum Airport und hielten vor dem Eingang. Während ich die Koffer in Empfang nahm, verabschiedeten sich Mike und Moe, bei der schwere Tränen die Backen herunter liefen. Auch die grosse Sonnenbrille konnte das nicht verheimlichen. Dann schloss sich die Seitentür und wir winkten dem abfahrenden silbernen Kleinbus hinterher. Dann rauchten wir unsere letzte Zigarette und betraten die Sicherheitskontrollen zum Flughafen.

Anschliessend checkten wir unsere Koffer ein. Ich schaffte die Gewichtsgrenze mit 19,1 Kilo knapp. Mike lag mit 18,6 Kilo im sicheren Bereich. Gut, ich hatte meine Lederjacke im Koffer gelassen. Die brauche ich in Bangkok nicht. Erst in München plante ich diese anzuziehen.

Wir bekamen unsere Tickets und folgten den Wegweisern zum Gate.

Im offenen Gate beobachteten wir neben einer der ersten startenden Maschinen eine der witzigen Katzen. Sie sass breit ausgestreckt vor dem einzigen Kaffee im Gate – leckte und maunzte abwechselnd.

Nach etwa 10 Minuten Wartezeit bestiegen wir einen der offenen Transportfahrzeugen und liessen uns zum Flugzeug kutschieren. Eine Amerikanerin mit einem etwa 4 Jahre alten Mädchen erzählte während dessen ihre gesamte Lebensgeschichte einem chinesischen Pärchen, dass sich nach eigener Auskunft in den Flitterwochen befand. Pech für uns: Die Amerikanische Lady samt strampelndem Kind sass dann im Flieger direkt hinter uns. Das Chinesische Pärchen direkt neben uns. Schlief dann aber nach kurzer Zeit sofort ein und verpasste sogar das gute Essen.


Dann hob die Maschine bei einsetzendem Regen vom Koh Samui Airport ab. Mike schoss aus dem Seitenfenster die letzten Bilder der in Wolken gehüllten Insel mit den schönen Sandstränden.

Tja, so Flitterwochen können anstrengend sein. Das chinesische frisch verheiratete Pärchen schlief nach wenigen Minuten ein. Während Mike die frischen Thai-Kenntnisse ausprobierte: „Sapperlot“ heisst Ananas.

Nach etwas mehr als einer Stunde Flug landeten wir wohlbehalten auf dem Airport in Bangkok.

Die Fahrt zum Gate dauerte dann allerdings sage und schreibe 10 Minuten. Keine Ahnung, wo wir auf dem riesigen Flughafen einen Standplatz bekommen hatten.

Sehr klug angeordnet sind die lokalen und internationalen Gates. Man muss zu Fuss durch die ganze Längsachse des Flughafens laufen. Natürlich befindet sich genau in der Längsachse auch auf allen Etagen so etwas wie ein riesiges Einkaufzentrum. Um den Reisenden die Vorzüge des günstigen Einkaufens näher zu bringen, wiederholen sich die Shops alle 200 Meter. In der Kernzone befindet sich ein Verköstigungsbereich. Ebenso in den Enden der Achse findet man Restaurant und Cafés.

Mike hielt bei fast jedem Elektronik-Shop und sah sich nach Zubehör für sein neues Spielzeug um. Leider gab es aber nichts brauchbares für sein iPhone, sondern nur massenweise Krimskrams für den iPod.

Auch Schweizer Errungenschaften bringen die zahllosen wiederkehrenden Shops den Reisenden aus allen Herren Ländern näher. Ab Schokki oder Glitzerstein oder Uhren – es hat alles, was das Herz begehrt.

Aber auch thailändische Kunst wird überdimensional gezeigt.


Der Weg zum Gate wird übersichtlich auf grossen Tafeln dargestellt. Wir wollten zum Gate E9. Dahin führten zwei Wege. Warum der Pfeil allerdings geradeaus in die Fensterscheibe führt, war Mike ein echtes Rätsel. Mich hingegen irritierte, dass auf dem Weg zum Gate zwei Rolltreppen auf uns zu fuhren, anstatt uns hinauf zu bringen. Nach der insgesamt 5. Sicherheitskontrolle erreichten wir den Wartebereich des Gate E9.

Dort befanden sich mittlerweile nicht nur massenweise weitere Fluggäste, sondern auch Chris. Wir trafen Chris bereits im Café vor dem Gate.

Als nach etwa einer halben Stunde Verspätung unser Flug aufgerufen wurde, tummelten sich bereits einige Dutzend Fluggäste vor dem Schalter. Meinen die Herrschaften, dass sie nicht mitgenommen werden, wenn sie sich Zeit lassen? Oder freuen sich die auch schon auf das „deutsche Fernsehen“? Keine Ahnung. Ich steckte meinen Laptop an eine Steckdose und liess ihn wieder etwas Laden; denn ich hatte bereits im Cafe vor dem Gate etwas an den Blogeinträgen geschrieben.

Wir stiegen als ziemlich die letzten ein. Eigentlich hätten wir gerne jetzt schon auf den Flug verzichtet; denn wir bekamen per SMS die Info, dass es in München regnete – bei 6 Grad. Tolle Aussichten. Während des Fluges ging dann gen Westen ging dann in der Ferne die Sonne auf und wickelte den Globus in ein wechselndes farbenfrohes Lichterspiel.

Chris versuchte etwas zu schlafen und sah hinterher eigentlich nicht unbedingt besser aus. Auch Mike und ich versuchten zu schlafen. Was uns leider wegen der Enge in der Holzstuhlklasse nur selten gelang.

Gegen 20 Uhr landete der Flieger bei strömendem Regen in München. Unsere Stimmung gelangte an den Tiefpunkt des Tages. Kann denn nicht irgendwann mal wirklich die Sonne scheinen?


Nach 20 Minuten Wartezeit sahen wir endlich unsere Koffer auf dem Band und verliessen den Terminal. Draussen rauchten wir nach 14 Stunden Flug unsere erste Zigarette vor der Tür des Terminals. Es fror uns ohne Ende und wir waren froh, dass Uschi bereits auf uns wartete. Wir wanderten zur Tiefgarage und verluden die Koffer in den Van von Uschi. Dann verliessen wir München und fuhren durch die verregnete Nacht nach Regensburg.

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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