02.04.2020 – Soforthilfe in Bayern beantragbar

2. April 2020

Ab sofort ist eine Soforthilfe für Bayerische Unternehmen beantragbar – ohne irgendwelche „Wenn und Aber“.
(In früheren Versionen musste man zuerst liquide Mittel aufbrauchen. Das ist jetzt nicht mehr der Fall).

Soforthilfe Corona

In Bayern kann man als Freiberufler oder Kleinunternehmerin online ganz einfach einen Antrag stellen ohne bürokratische Vorkenntnisse, dauert wenige Minuten und eine knappe Woche später sind in der Regel zwischen 5.000- und 50.000- am Konto. Je nach Größe des Unternehmens. Das ist eine tatsächliche Soforthilfe.

Anträge können von Unternehmen und selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben.

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

  • bis zu 5 Erwerbstätige 9.000 Euro,
  • bis zu 10 Erwerbstätige 15.000 Euro,
  • bis zu 50 Erwerbstätige 30.000 Euro,
  • bis zu 250 Erwerbstätige 50.000 Euro.

https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

Das Ganze dauert online nur wenige Minuten.


17.01.2020 – Das Haus Heuport in Regensburg und die allegorische Figurengruppe der törichten Jungfrau und des Edelmannes

17. Januar 2020

Das Haus Heuport in Regensburg selbst und die Treppe nebst Stallungen daneben sind ein fester Bestandteil meiner (privaten) Stadtführungen für meine Freunde und Kunden, die Regensburg so direkt noch nicht kennen.
Dabei kommt auch immer die Figurengruppe vor. Bei der Figur links war ich bisher der Meinung, dass es sich um einen Bischof oder Priester handeln würde, was auch die Nähe zum Bischofssitz gegenüber erklärt hätte. Denn das „Haus an der Heuport“ war Sitz der Kurböhmischen Gesandtschaft von Seidewitz. Dort wurden im Tanzsaal rauschende Feste gefeiert, an welchen auch gerne die Priester und Bischöfe der gegenüber liegenden Liegenschaft teilnahmen.
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Ein Priester – Auch anhand des Gewandes wegen. In der linken Hand hielte er die Bibel verdeckt und in der rechten den Apfel der Verführung; denn just in diesem dargestellten Moment gibt sich der Bischof seinem teuflischem Verlangen hin und möchte das Mädchen verführen. Das teuflische Verlangen bzw. die Verführung (welche anschliessend die Vertreibung aus dem Paradies erzwingt) wird in der Bibel ebenso durch Schlange und Apfel dargestellt. Das Mädchen zeigt sich nicht abgeneigt und bringt neben der Wolllust und Fruchtbarkeit (Hand an der Brust) gleich die Mitgift (Beutel mit Dukaten) mit. Das Zölibat (unvermählt lebend) gilt übrigens seit 1073 nur für Priester, die zum Zeitpunkt der Weihe noch unverheiratet sind. Somit sollte das Bildnis vielleicht eher eine Warnung an die jungfräulichen Mädchen sein, die bei den Festen die Treppe hinaufstiegen.
Bildquelle https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10215919957816475&set=gm.2646186005429925&type=3&theater&ifg=1

07.11.2018 – Bauernfängerei in Konstanz? Parken an der Oberen Laube

7. November 2018

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Bei dem arroganten und unhöflichen Telefonat mit der Bussgeldstelle soeben oder bei der überheblichen schriftlichen Antwort hier? Offensichtlich wird der Mangel „absolut unzureichende Beschilderung führt zu massivem Aufkommen von Verwarnungen an ortsunkundige Besucher von Konstanz und deren Verärgerung“ nachhaltig von der Stadt Konstanz ignoriert. Das lässt auf Bauernfängerei schliessen?

Was war passiert? Wir fuhren am 06.11.2018 nach Konstanz, weil Mam einen Termin bei einer Logopädin hatte. Parken ist allerdings in der „Fahrradstrasse“ direkt vor der Logopädin nicht möglich. Zudem habe ich nirgendwo sonst so agressiv fahrende Fahrradfahrer gesehen. An einer Kreuzung konnten wir einen Beinaheunfall zwischen rasenden Fahrradfahrer und einem Kinderwagen beobachten. Quietschende Reifen und lautes Geschimpfe!

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Also fuhr ich durch das Feierabendverkehrsgewirr zurück auf die Hauptstrasse Untere/Obere Laube; denn dort sah ich Parkautomaten und freie Parkflächen. Man muss extra die gesamte Strasse zurückfahren und umdrehen, um überhaupt irgendwie in den Parkplatz zu kommen. Als ich auf den weiss markierten Parkfläche gegenüber vom Parkscheinautomaten geparkt hatte, suchte ich nach Schildern, die mir die Parkzeit mitteilten. Diese waren nicht vorhanden. Also alles gut.

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Nur ein Schild mit für Motorradparkplatz war neben mir. Da stand ich nicht. Alles gut. Auch auf dem Ticketautomaten las ich in der Mitte nur die Parkzeit: Gebührenpflichtig von 8 bis 17 Uhr. Blick auf die Uhr: Juhu! Ich muss nicht mal was bezahlen! Also gingen wir zum Logopäden und anschliessend zum Essen beim Asiaten ums Eck – direkt gegenüber vom Gefängnis! Danach fuhren wir zum Edeka und kauften ein paar Lebensmittel ein.

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Auf dem Weg zum Auto sah ich einen kleinen Kassenbeleg am Scheibenwischer flattern. Was ist passiert? Edeka? Strafzettel? Nein! Untere Laube! Grund: „Bewohner mit Parkausweis! Parkausweis lag nicht lesbar aus!“ Wie? Was? Ich hab doch extra nicht an einem Anwohnerparkplatz geparkt! Vor lauter Ärger bin ich zurück zum Parkplatz „Obere Laube“ gefahren und hab nach Schildern oder Texten gesucht:

  1. Die „Beschilderung“ an der Einfahrt ist absolut unzulänglich! Man achtet auf den Verkehr bei der Einfahrt zum Parkplatz und nicht auf die Schilder.
  2. Es hat nach diesem Schild an der Einfahrt kein weiteres Schild mehr!
  3. An keinem Automaten hängt ein Schild über die zulässige Parkdauer/Zeit!
  4. Kein Schild unter dem „Parkautomaten-Schild“, wo man es vermuten würde.
  5. Der Text „Gebührenpflichtige Zeit 8-17 Uhr“ im zentralen Beschriftungsfeld des Automaten impliziert „Freies Parken davor und danach! Aber sicher nicht „Nur Anwohner““!
  6. Die Parkflächen sind weiss markiert, was weitläufig bedeutet „Parkfläche ohne Einschränkungen“.
  7. Es existieren sonst keine weiteren Verkehrsschilder ausser „Parken für Motorräder“ – auch hier kein Hinweis „Nur für Anwohner“.
  8. Auf Nachfragen bei ortskundigen Passanten bekommt man nur die Antwort „Da möchte ich mich jetzt nicht festlegen“. Also kennt sich da auch keiner in dem Chaos aus.
  9. Der Parkplatz befindet sich genau gegenüber der Busgeldstelle, was zudem impliziert, dass die Damen nicht weit zu gehen haben, um die Ortsunkundigen leicht abzukassieren – jeden Tag.
  10. Desweiteren ist zu vermuten, dass die Mitarbeiter der Bussgeldstelle auf diesen Fall geschult wurden; denn es hörte sich so an, als würde die Dame auf „Parkvergehen Obere Laube“ konditioniert gewesen zu sein und vorgefertigte oder erlernte Antworten geben.
  11. Es gibt KEIN einziges Schild irgenwo auf dem langen grossen Parkplatz, der darauf hinweist, dass es sich um Anwohnerparkplätze handelt, bei welchen zu gewissen Zeiten ein Parken auf Gebühr erlaubt ist; denn genau das ist der Fall! von 8 bis 17 Uhr sind es nur 9 Stunden. Während 15 Stunden handelt es dich um Anwohnerparkplätze! Also ist dies kein „öffentlicher Parkplatz“, sondern ein Anwohnerparkplatz! Dies ist nirgends ausgeschildert!
  12. Hätte die Stadt Konstanz Interesse diesen Mangel zu beheben, dann würden die Mitarbeiter korrekt und freundlich reagieren und der Chef auf die Masse der Beschwerden reagieren. Nein, und ich meine jetzt nicht nur die zwei hier auf der Website. Dazu muss man sich mit Suchmaschinen schon etwas auskennen, um überhaupt hierher zu finden.
  13. Was beweist nun, dass hier Bauernfängerei betrieben wird? Einen weiteren Hinweis findet man auf dem Beschriftungsfeld; denn hier scheint jemand den möglichen Parkern einen Tipp geben zu wollen: Mit Ausrufezeichen und Pfeilen! Vorsicht!!

Im Grunde genommen ist es eine blanke Sauerei, was da in Konstanz abgeht. Ja, ich bin echt sauer. Da fährt man gestresst vom Verkehr in Konstanz rum und versucht in der Nähe einen Parkplatz zu finden, weil zudem die Mam mit ihren Hüften ned so leicht laufen kann. Und dann werden Auswärtige wegen misslungener Informationspolitik der Stadt Konstanz abgezockt.

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Aber es ist doch schön, dass zumindest die Bussenverteiler nicht weit gehen müssen nach Arbeitsschluss. Einfach vom Büro über die Strasse gehen und auf dem Nachhauseweg noch ein paar Bussen verteilen. Ein paar blöde Schweizer sind bestimmt dabei. Ist doch praktisch, dass auf dem Bussenzettel gleich noch ne Schweizer Bankverbindung angegeben wird. So tragen die Mitarbeiter zum ausgeglichenen Haushalt der Stadt Konstanz bei.


02.12.2017 – 50 Jahre Regensburger Universität

2. Dezember 2017

Erfolg hatten schließlich die gemeinsamen Bemühungen der Stadt Regensburg, der Region und des 1948 gegründeten Universitätsvereins. Nach dem Landtagsbeschluss begann Mitte der 1960er Jahre der stufenweise Aufbau der Universität zu einer Volluniversität, an der nach Abschluss der letzten Baustufe alle wesentlichen Fächer vertreten sein sollten. Bereits im April 1964 nahm die Universitätsbibliothek ihre Tätigkeit auf; im November 1965 wurde der Grundstein für das Sammelgebäude gelegt; 1967 schließlich trat die vorläufige Satzung der Universität Regensburg in Kraft und Prof. Dr. Franz Mayer wurde zum ersten Rektor, bzw. Präsidenten gewählt.

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Die Einrichtung eines medizinischen Beirats für den Aufbau der Medizinischen Fakultät im Jahr 1969 bildete zugleich den Startschuss für die konkrete Planungsphase für den Bau eines Universitätsklinikums. Die Grundsteinlegung für das Klinikum erfolgte im September 1978.

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Aufnahme des Lehrbetriebs

Am 6. November 1967 startete am Regensburger Campus der Lehrbetrieb mit genau 35 Professoren und 661 Studierenden. Das Jahr 1967 gilt seitdem als Gründungsjahr der Universität Regensburg, im November jeden Jahres wird mit dem Dies academicus an den Beginn des Vorlesungsbetriebs feierlich erinnert.

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In diesem ersten Wintersemester 1967/68 hatte die Universität drei Fakultäten: Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, die Philosophische Fakultät und die Katholisch-Theologische Fakultät. Im Wintersemester 1968/69 kamen die Naturwissenschaften als weitere Fakultät dazu, im Sommer 1972 wurde die Pädagogische Hochschule Regensburg in die Universität integriert.

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Auszug aus Artikel Helmut Kroner @ Facebook

Fotos: Stadt Regensburg, Bilddokumentation,


08.02.2017 – American first – Regensburg Second (Video)

8. Februar 2017

Die „America First – Europe Second“-Videos entwickeln sich zu einem der größten Meme aller Zeiten. Regionen und Städte aus aller Herren Länder nutzen das Format zu Kritik an Trump, aber auch an der eigenen Lokalpolitik – und machen nebenbei noch ein bisschen Werbung für ihre Heimat. Heute: Die BR-Kollegen aus Regensburg.

Die Bewerbungsvideos aus der ganzen Welt kann man unter everysecondcounts.eu  einsehen.


21.01.2017 – Regensburger Bürgermeister Bestechungsaffäre und die Unschuld von Christian Schlegel

21. Januar 2017

Die OB-Bestechungsaffäre in Regensburg weitet sich immer mehr aus. Sowohl die Staatsanwaltschaft, wie auch die Medien enthüllen immer mehr Details aus der jahrelangen Amigo-Affäre – und das parteiübergreifend.

Erste öffentliche Wellen erzeugte der BR-QUER Beitrag über den Filz in der Regensburger Parteilandschaft.

Verwickelt in die Bau-Amigo-Bestechungs-Affäre sind Volker Tretzels Baugesellschaft BTT, die Stadtbau GmbH, der SSV Jahn Regensburg, OB Joachim Wolbergs, Ex-OB Hans Scheidinger.

Volker Tretzel und OB Wolbergs befinden sich aktuell wg. Flucht- und Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft. Ausserdem sollen Zeugen bedroht bzw. beeinflusst worden sein.

Stefan Eigner von Regensburg Digital hatte ebenso schon vor Monaten über die seltsamen Machenschaften der Beteiligten berichtet. Regensburg Digital

Und heute kam heraus, dass Herr Christian Schlegl selbst offensichtlich 90000 Euro von Tretzel erhalten haben soll. Schlegel hatte dereinst krachend die Bürgermeisterwahl gegen Hans Scheidinger verloren und war nun aktuell auf Distanz zu Hans Scheidinger gegangen. Der Filz in Regensburg scheint dicker zu sein, als jemals vermutet.

Spendenaffäre: Schlegl bekam mindestens 90.000 Euro aus Tretzel-Töpfen

Update: Heute berichtet der Spiegel über die Regensburger Affäre

Panama in Regensburg (Spiegel Online)


08.02.2015 – „Vollhonk“ – eine Begriffsursprungsrecherche

8. Februar 2015

Manche Wörter nutzt man einfach, weil man es gewohnt ist. Man macht sich gar keine Gedanken darüber, wo der Begriff oder die Redewendung überhaupt ihren Ursprung hat. Andere Wörter oder Redewendungen hat man schon lange nicht mehr benutzt oder einfach „vergessen“. Aufgefallen ist mir eines dieser Wörter am letzten Wochenende bei Mike, Muay und Natalie. Mike und ich standen auf der Terrasse, fröstelten leise vor uns hin, sahen den Schneeflocken zu und rauchten eine während wir beiläufig über einen gemeinsamen Freund sprachen. Ja, das war das Wochenende vor dem Experiment mit Start Dienstag.

Mike erzählte ein erst kürzlich erlebtes Erlebnis (tolle Wort-Kombi) und nannte unseren „Freund“ so nebenbei „Voll-Honk“. Ich hielt inne und fragte mich „Woher kommt der Begriff „Voll-Honk“ denn eigentlich“. Muss ich mal recherchieren bei Gelegenheit. Also „LosLos“ und „Auf geht’s“ die „Gelegenheit“ ist günstig.

Die Kosenamen „Volltrottel“ und „Vollpfosten“ sind glaube ich jedem geläufig. Gehören die Nettigkeiten „Voll-Horst“ und „Voll-Honk“ auch dazu? Wer kennt diese Namen heute den noch? Na gut, „Voll-Horst“ dürfte etwas bekannter sein; denn es gibt sogar einen Roman, der so heisst.

Sogar Strassen wurden nach Menschenschlag „Vollhorst“ benannt! Welche Ehre! Aber „Voll-Honk“??

Man findet via Gurgel: „Vollhonk ist die Steigerung von Honk!“ Und man findet folgende Erklärung:

Honk
Position in der Topliste: 596 – Kategorien: Beleidigungen

  • „Honk“ ist ein anderes Wort für Trottel, Dummkopf oder Versager, aber auch Dumpfbacke, Primitivo oder niedrig gebildeter Rüpel.
  • „Honk“ steht auch für: „Hauptschüler ohne nennenswerte Kenntnisse“ oder „Hirn ohne nennenswerte Kapazität“.
  • „Honk“ war der Name des Teddybären von Baby Bruno, Sohn der Ottifantenfamilie Bommel (erfunden von Otto Waalkes).

„Vollhonk“ schaffte es übrigens im Jahr 2011 auf Platz 11 der „Schimpfwörter des Jahres„.