16.05.2021 – Wasserstoff oder Batterie?

16. Mai 2021

Zitiert aus dem Artikel „Wasserstoff oder Batterie? Von Fakten und Träumen“ bei Edison

Die Lobbyisten des Wasserstoffantriebs trommeln weiter wie verrückt und freuen sich über Millionen-Investitionen der Politik. Dabei gibt es für batterieelektrische Vollstromer längst viel bessere Argumente. Zum Beispiel die von Professor Maximilian Fichtner.

Maximilian Fichtner

Maximilian Fichtner
Der Chemiker ist Direktor am Helmholtz-Institut für elektrochemische Energiespeicherung (HIU) und ein ausgewiesener Elektromobilität-Experte.

Der Mann kennt sich aus, für die Aufzählung seiner aktuellen Funktionen brauchen wir hier einen ganzen Absatz. Fichtner ist Direktor am Helmholtz-Institut Ulm (HIU) für elektrochemische Energiespeicherung, Professor für Festkörperchemie an der Universität Ulm und außerdem Leiter der Abteilung Energiespeichersysteme am Institut für Nanotechnology des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Und hat in der Vergangenheit, wie er gern betont, auch schon mal 12 Jahre lang an Wasserstoffantrieben mit Brennstoffzellen gearbeitet.

Grundsätzlich kann er ruck, zuck vorrechnen, wie dramatisch ineffizient der Einsatz von synthetischen Kraftstoffen im Pkw-Bereich ist. Quasi zum Aufwärmen. Nach aktuellen Zahlen, legt Fichtner los, sei zum Beispiel für die Produktion eines Liters E-Diesel aus Kohlendioxid und Wasserstoff eine Energie von 27 kWh notwendig. Und um da auf eine Reichweite von 100 Kilometer zu kommen, würde sich das bei einem VW Golf Diesel, der im realen Schnitt so sechs Liter Sprit schlucke, auf immerhin 162 kWh potenzieren. Fichtner: „Mit dieser Energiemenge würde ein modernes Elektroauto emissionsfrei bis zu 1000 Kilometer weit kommen.“ Von den Emissionen und dem nagelnden Lärm des Diesels ganz zu schweigen. Ein schöne Schockrechnung.

Fichtner ist in guter Gesellschaft

Maximilian Fichtner ist bei weitem nicht der einzige, der den automobilen Einsatz von Wasserstoff kritisch sieht. Mittlerweile ist es in der Forschung nahezu Konsens, dass Wasserstoffantriebe im Pkw-Bereich wenig Sinn machen. Wirtschaftsexpertin Claudia Kemfert zum Beispiel, die seit 2004 die Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) leitet, warnt beim Thema Wasserstoff dringend vor Euphorie: „Er ist quasi der Champagner unter den Energieformen.“ Seine Herstellung erfordere drei- bis fünfmal so viel Energie, als wenn man erneuerbare Energien direkt nutzen würde.

Da kann sie sich richtig aufregen: „Manche träumen offenbar davon, ihre übermotorisierten SUV mit Wasserstoff zu betreiben.“ Champagner in den Tank helfe aber weder dem Klima noch der Wirtschaft, sondern sei bloße Verschwendung oder eine simple Verlagerung der klimaschädlichen Emissionen von der Straße in die längst noch nicht grüne Wasserstoffindustrie. „Wir brauchen stattdessen eine aktive Verkehrswende, die gezielt die Elektromobiltät über den Ausbau der Ladeinfrastruktur fördert, ebenso den öffentlichen Nahverkehr und den Schienenverkehr“, fordert die Wirtschaftsexpertin.

Vollständiger Artikel hier: https://edison.media/von-fakten-und-traeumen-stromer-vs-wasserstoff/25216883/


12.05.2021 – Erstes globales E-Mobility-Ranking

13. Mai 2021

1. Ca. 10 Mio. Fahrzeuge weltweit bereits auf den Straßen
2. Europa bei den Neuzulassungen 2020 auf dem ersten Platz – erstmals vor China

E-Auto-Registrierung 2015 vs. 2020. Grafik: IAA Mobility

3. Gesamtbestand an E-Autos weltweit: Mehr als 40 Prozent aller Elektrofahrzeuge fahren auf chinesischen Straßen
4. E-Autos pro 1.000 Einwohner: Spitzenreiter Norwegen, USA vor China
5. Neuzulassungen von E-Autos 2020: Deutschland setzt sich mit einem deutlichen Wachstum auf den zweiten Platz hinter China
6. Marktanteil von E-Autos: Norwegen weltweit vorn

https://www.emobilserver.de/nachrichten/elektro-fahrzeuge/elektro-autos/2420-erstes-globales-e-mobility-ranking.html


09.05.2021 – Studie Uni Zürich: Abgase für Chronische Erkrankungen verantwortlich von Asthma bis Zöliakie

9. Mai 2021

Vollzitat Quelle hier: Der Mensch ist einer Vielzahl von Umweltstoffen und Chemikalien ausgesetzt. Gemäss der Epithelbarriere-Hypothese schädigen zahlreiche Substanzen das Epithel, die Schutzschicht von Haut, Lunge und Darm. Dadurch entwickeln oder verschlimmern sich knapp zwei Milliarden chronische Erkrankungen wie Allergien, Autoimmun-, neurodegenerative und psychische Krankheiten.

Abgase für Chronische Krankheiten verantwortlich. Das enthüllt eine Studie der Uni Zürich.

Cezmi Akdis, Direktor des mit der Universität Zürich (UZH) assoziierten Schweizerischen Instituts für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF), hat nun im Wissenschaftsmagazin «Nature Reviews Immunology» den aktuellen Wissensstand zusammengefasst. «Der Epithelbarriere-Hypothese zufolge sind Schäden an den schützenden Epithelzellschichten für knapp zwei Milliarden chronischen, nicht-infektiösen Krankheiten verantwortlich», sagt UZH-Professor Akdis. Allein das SIAF hat in den letzten 20 Jahren mehr als 60 Publikationen dazu verfasst, wie diverse Substanzen die Epithelien verschiedener Organe schädigen.

Erklärung für Zunahme von Allergien und Autoimmunkrankheiten

Die Epithelbarriere-Hypothese liefert eine Erklärung, warum Autoimmunkrankheiten und Allergien seit Jahrzehnten zunehmen: Sie sind die Folge von Industrialisierung, Urbanisierung und dem westlichen Lebensstil. Denn zahlreiche Menschen sind heute einer Vielzahl von toxischen Stoffen wie Ozon, Nanopartikel, Mikroplastik, Reinigungsmittel, Pestizide, Enzyme, Emulgatoren, Feinstaub, Abgase, Zigarettenrauch und unzähligen Chemikalien in Luft, Nahrung und Wasser ausgesetzt. «Neben der globalen Erwärmung und Viruspandemien wie COVID-19 stellen diese schädlichen Substanzen eine der grössten Bedrohungen für die Menschheit dar», betont Akdis.

Komplette Medienmitteilung der Uni Zürich https://www.media.uzh.ch/de/medienmitteilungen/2021/Epithelbarriere.html


07.04.2021 – Die unerfreuliche Fahrt mit einem Verbrenner.

7. April 2021

Der Graslutscher: Auto-Praxis-Tests sind ja das große Ding im seriösen Journalismus, und nachdem Thomas Geiger für den Spiegel im E-Auto von München nach Zagreb gefahren ist und anschließend wie eine hängende Schallplatte von guten Dieseln schwärmt, haben wir mal den Gegentest gemacht. Sind Dieselautos wirklich schon marktreif und können im Alltag überzeugen?

Das ist übrigens der Artikel, welcher gleich von zwei Autoren im Spiegel und Focus veröffentlicht wurde. Genau der gleiche Artikel. Komisch?

Diverse Autohersteller und andere Firmen bedrängen einen ja förmlich, diese Technologie einmal auszuprobieren, weil sie angeblich so sauber und komfortabel ist. Also mieten wir uns für unseren Trip das beste, was die deutsche Automobilindustrie zu bieten hat: Einen Audi Q7. Mit einem Kindergeburtstag geht es damit zur 15 km entfernten Trampolinhalle.

Doch schon vor dem Einsteigen kommt gleich die erste Enttäuschung: Es herrschen 34 Grad im Schatten, und ich kann in diesem Gefährt im Wert von 85.000 Euro nicht per App die Klimaanlage einschalten. Also laufe ich extra umständlich zum Auto hin, um das zu erledigen.

Kompletter Artikel hier  https://graslutscher.de/meine-unerfreuliche-kurzstreckenfahrt-im-erdoelauto/


06.04.2021 – NZZ: Was bringt der Umstieg aufs Elektroauto?

6. April 2021

Die NZZ hat einen umfassenden Artikel über das Elektroauto in der Schweiz geschrieben. Prädikat „absolut lesenswert“

https://www.nzz.ch/mobilitaet/elektroautos-die-argumente-dagegen-werden-immer-schwaecher-ld.1609552


05.04.2021 – Kobalt: Schuften Kinder für Elektroautos?

5. April 2021

Kobalt ist ein extrem harter und temperaturbeständiger Rohstoff, weswegen sein Einsatz bei der Herstellung von besonders verschleißfesten und hitzebeständigen Eisenlegierungen für die Industrie unabdingbar ist. Besonders für die Produktion von Schneidwerkzeugen, Hochleistungsbohrern oder künstlichen Gelenken, aber auch für den Bau von gehärteten Autoteilen wie Kurbelwellen, Pleulstangen, Nockenwellen und Ventilsitzringen, Flugzeugtriebwerken und Turbinen wird Kobalt eingesetzt.

Daneben findet das Element in Legierungen für den 3D-Druck, bei der Fertigung von Katalysatoren, beispielsweise zur Entschwefelung von Benzin, sowie bei der Produktion von Farben und als Bestandteil von modernen Lithium-Ionen-Akkus Verwendung.

Kompletter Artikel hier: https://energiewende.eu/kurzinfo-verkehrswende-kobalt/


03.04.2021 – #dieselgate – Die Machenschaften der Deutschen Automobilindustrie (Doku Arte)

4. April 2021

Es ist der größte Skandal der deutschen Industriegeschichte: Über zehn Jahre lang haben deutsche Automobilkonzerne und Zulieferer Verbraucher und Behörden weltweit belogen, indem sie gezielt die Abgaswerte ihrer Diesel- und Benzinfahrzeuge manipulierten.

Allein bei VW sind 11 Millionen Autos betroffen. Ab 20. 04. 2021 muss sich nun endlich die VW-Spitze vor Gericht verantworten. Dem ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn und vier weiteren VW-Managern wird in Braunschweig vor der Wirtschaftsstrafkammer der Prozess gemacht.
Der Dokumentarfilm “#Dieselgate“ begleitet die Aufarbeitung des Skandals. 

Das Video von Arte ist nicht auf Youtube zu finden. Bis 22.04.2022 aber auf WDR und Arte.
https://www1.wdr.de/fernsehen/wdr-dok/sendungen/dieselgate-die-machenschaften-der-deutschen-autoindustrie-104.html


03.04.2021 – Tesla mit Rekord in Q1

2. April 2021

Unter dem Strich erreichte Tesla in Q1 2021 180.338 produzierte und 184.800 ausgelieferte Elektroautos. Im Vorjahreszeitraum waren es noch knapp 103.000 produzierte Stromer und ungefähr 88.400 ausgelieferte Fahrzeuge.

Bild Tesla 3

https://ecomento.de/2021/04/02/tesla-liefert-184-800-elektroautos-in-q1-2021-aus/https://ecomento.de/2021/04/02/tesla-liefert-184-800-elektroautos-in-q1-2021-aus/


22.03.2021 – Tina Turner verabschiedet sich mit neuem Dokumentarfilm

22. März 2021

Tina Turner? 3 Generationen kennen sie und lieben Ihre Musik. Zeitlose Klassiker, die man nach wenigen Takten sofort erkennt und den Text leise mitsingt. Nun verabschiedet sich die im November 1939 geborene Anna Mae Bullock mit einer neuen Dokumentation – Der Name schlicht „Tina“.

Only 5 days left! This Saturday, the documentary „TINA“ will be released. I am so excited to share this movie with you – seeing the concert scenes made me relive some of the proudest moments of my life. I simply had to sing along and dance around my living room!
„TINA“ premieres on HBO Max US March 27, Sky TV UK on March 28 and will be released internationally this summer. Let me know what you think!
Love, Tina.
TinaFilm
Photo: Erwin Bach

Die Verkaufszahlen der Sängerin liegen im dreistelligen Millionenbereich, das Album «Privat Dancer» (1984) bleibt ihr grösster Erfolg. Es gibt eine Autobiografie («Ich, Tina. Mein Leben», 1986), einen Film («Tina – What’s Love Got to Do with It?», 1993), ein Musical («Tina – The Tina Turner Musical», 2018).

«Diese Dokumentation ist ein Abschluss», sagt Erwin Bach im letzten Kapitel des fünfteiligen Films. Bach formuliert die deutliche Aussage nicht als Produzent des Films. Der aus Köln stammende Musikmanager ist seit Mitte der 80er-Jahre Lebenspartner der Musikerin, seit acht Jahren sind die beiden verheiratet. Sie leben heute zurückgezogen an der Goldküste am Zürichsee. Seit einem Jahr besitzt Tina den Schweizer Pass.

Bildquelle und Bildtext aus Facebook


02.02.2021 – TCS veröffentlicht Klima-Vergleichstool für Verbrenner-, Hybrid- und Elektrofahrzeuge

2. Februar 2021

Sind Elektrofahrzeuge tatsächlich klimafreundlicher als Autos mit Verbrennungsmotoren oder Hybrid-Modelle? «Kassensturz» macht den grossen Klimacheck – mit überraschendem Ergebnis.

https://www.srf.ch/news/panorama/klimabilanz-von-autos-elektroautos-lassen-hybride-und-verbrenner-locker-stehen

Die Suche im Vergleichs-Tool ist bestechend einfach: Das gesuchte Auto-Modell eingeben, einen Vergleichskandidaten daneben setzen, «Klimabilanz» drücken, und schon erscheint der CO2-Ausstoss über ein Autoleben von realistischen 200’000 Kilometern.

Vergleich Mittelklasse: Verbrenner, Hybrid (bei effektiver Nutzung), Elektro (Tesla 3)

Der Vergleich bei drei vergleichbaren Kleinwagen zeigt: Das Elektroauto lässt ab 84’000 Kilometer den Hybrid-Angetriebenen und den Benziner deutlich hinter sich. Weil es die Klima-Nachteile der Benzin-Herstellung nicht hat, ist seine Bilanz deutlich besser.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei Mittelklasse-Wagen: Das Elektroauto hängt schon nach 27’000 Kilometern, also nach rund einem Achtel seiner Lebensdauer, seine Konkurrenten in Sachen Klimabilanz ab, trotz grösserem Gewicht und stärkerem Motor.

Und sogar bei den starken und schweren Luxusautos ist das Elektroauto nicht zu schlagen: Der Elektro-Porsche lässt seine Konkurrenten von Lexus und Mercedes nach gerade mal 27’000 Kilometern stehen und kommt bei 200’000 Kilometer auf eine halb so hohe Klimabelastung.

https://www.srf.ch/news/panorama/klimabilanz-von-autos-elektroautos-lassen-hybride-und-verbrenner-locker-stehen

Direktlink: https://www.tcs.ch/de/testberichte-ratgeber/ratgeber/fahrzeug-kaufen-verkaufen/autosuche-vergleich.php