09.01.2020 – Warum Tesla der Konkurrenz meilenweit voraus ist

9. Januar 2021

Im Dezember brachte Tesla gleich viele Elektroautos auf Schweizer Strassen wie die nächsten sieben Rivalen zusammen.

grafik: roger rusch / @ceo_plus_ch

Teslas Model 3 setzte im Dezember zum Schlussspurt an, Renaults Zoe verkaufte sich gleichmässig gut.

grafik: roger rusch / @ceo_plus_ch

Teslas Model 3 war 2020 das mit Abstand beliebteste Elektroauto in der Schweiz. Renaults Kleinwagen Zoe auf Platz 2 verkauft sich weiterhin sehr gut.

grafik: roger rusch / @ceo_plus_ch

Das Model 3 war auch über das ganze vierte Quartal 2020 das meistverkaufte Auto der Schweiz

grafik: roger rusch / @ceo_plus_ch

2019 erklomm Teslas Model 3 bei uns aus dem Stand Platz vier der meistverkauften Autos des Jahres. Damit war erstmals ein Elektroauto in die Top-5 vorgefahren. 2020 rangiert das Model 3 bereits auf Platz 2. Nur ein «Verbrenner» konnte sich noch knapp vor dem E-Auto behaupten.

braun = Verbrenner, grün = Elektroauto, blau = Hybrid und Plug-in-Hybrid. grafik: roger rusch / @ceo_plus_ch

Insgesamt 16 Grafiken gibt es bei Watson https://www.watson.ch/amp/!499900464


01.01.2021 – Der erste Tag in 2021

1. Januar 2021

Der Brexit ist vollbracht. England ist raus aus dem Euroraum. Stanley Johnson – Der 80-jährige Vater von Prime Minister Boris Johnson – beantragte am 31.12.2020 den Französischen Pass.

Bereits vor der Brexit Wahl war der frühere Konservativpolitiker aus eben diese Partei ausgetreten. Er wäre immer ein Europäer gewesen und möchte das auch bleiben. https://www.bbc.com/news/world-europe-55499773

Weil wir gerade bei Europa sind. Bosnien und die Flüchtlinge von Lipa. Das ist eine weitere Bankrotterklärung der EU Flüchtlingspolitik. Das Lager Lipa war aufgegeben worden, weil es nicht winterfest sei ohne jegliche Lösung für die Hunderte von Syrienflüchtlinge.

So fröhlich spielen Flüchtlingskinder aktuell eher nicht. Es ist Winter und es gibt keine probate Kleidung und Hilfe. Pixabay

Man hatte diese einfach in Schnee und Eis vor die Tür gesetzt. Keine Alternative. Nun hätten die Flüchtlinge in eine ehemalige Kaserne im Süden von Bihac mit Bussen transportiert werden sollen. Aber die Anwohner wehrten sich. Nach einem Tag und einer Nacht in den Bussen sind die Flüchtlinge nun wieder zurück im aus gebrannten Lager Lipa. Unfassbar. https://www.tagesschau.de/ausland/bosnien-gefluechtete-eu-101.html

Ein weiteres Debakel für Andreas Scheuer bahnt sich an. Die Ausländer-Autobahnmaut war ja gescheitert und mit der Digitalisierung rund um die Schulen und Corona ist er auch nicht berühmt geworden. Beim Bahnausbau Richtung Schweiz und Österreich inkl. Stuttgart21 sieht es ebenso ganz schlecht aus: Deutlich teurer als geplant oder beim Alptransit noch nicht mal fertig geplant und 10 Jahre zu spät dran, obwohl die Schweiz und Österreich bereits fertig oder im Soll sind. Scheuer? Versagen auf ganzer Strecke.

Der Bund übernimmt ab heute den Ausbau des Deutschen Autobahnnetzes. Hatte er zwar bisher schon, aber jetzt wird es viel teurer.

Die gescheiterte Maut hätte aber ein weiteres Projekt finanzieren sollen: Die Autobahn GmbH. Ein Bundesprojekt, welches den Erhalt und Ausbau des weltweit drittgrößte Autobahnnetz nach den USA und China „billiger“ hätte machen sollen. Das totale Gegenteil ist der Fall. Für 2021 fehlen im Etat schon am ersten Tag 400 Millionen Euro. https://peterpanch.wordpress.com/2021/01/01/01-01-2021-ab-sofort-uebernimmt-die-autobahn-gmbh/

Oh Gott! In Deutschland wird der Sprit teurer! Und das auch noch wegen der Umwelt. Die CO2 Steuer ist für die Preissteigerung über Nacht verantwortlich. Es soll auf bis zu 11 Cent rauf gehen.

Die Spritpreise steigen wegen der CO2 Abgabe in Deutschland.

Dabei ist das beschlossene CO2 Paket der Bundesregierung unter Angela Merkel sehr „Wählerfreundlich“ ausgefallen – im Vergleich mit anderen EU Staaten und der Schweiz. Die Aufregung hält sich aktuell auch deshalb in Grenzen; denn der Spritptreis ist Corona bedingt in 2020 eh massiv gefallen. https://amp.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/spritpreise-steigen-2021-100.html

Und ab 01.01.2021 gelten in der Schweiz neue Verkehrsregeln, um den Verkehrsfluss auf Autobahnen zu erhöhen und die Sicherheit Minderjähriger im Straßenverkehr zu erhöhen.

Neue Verkehrsregeln in der Schweiz ab 2021

Ausserdem ändern sich die Führerscheinregeln. Die Vignette bleibt übrigens gleich. Die kostet immer noch 40 CHF für das ganze Jahr. https://peterpanch.wordpress.com/2020/12/30/29-12-2020-schweiz-neue-verkehrsregeln-treten-ab-01-01-2021-in-kraft/

Kein Corona? Doch, natürlich! Israel hat bereits 10% der Bevölkerung geimpft. Weltrekord. 150.000 Impfungen an einem Tag. Weltrekord.

Nach Angaben der Jerusalem Post war Israel auf dem besten Weg, 1 Million Impfungen durchzuführen, nachdem am Donnerstag 153.000 weitere Menschen mit Pfizers Impfstoff behandelt worden waren. Das bedeutet, dass 10 Prozent der 9,3 Millionen Einwohner ihre erste Dosis erhalten haben.

150.000 Impfungen an einem Tag.

„Wie geht es den 950.000 geimpften Bürgern Israels? Erst gestern haben wir einen weiteren Rekord gebrochen und 153.430 Menschen an 325 Impfstationen im ganzen Land geimpft “, sagte Gesundheitsminister Yuli Edelstein am Freitag. „Im Namen von Ihnen allen danke ich dem medizinischen Personal für die großartige Arbeit.“ https://nypost.com/2021/01/01/israel-gets-1m-covid-19-vaccines-to-10-percent-of-population/amp/


29.12.2020 – Schweiz: Neue Verkehrsregeln treten ab 01.01.2021 in Kraft

30. Dezember 2020

Ab Freitag den 01.01.2021 gelten in der Schweiz neue zusätzliche Verkehrsregeln. Diese sollte man, wie üblich, beachten. Sonst kann es, wie üblich, oft teuer werden.

Reissverschluss bei Fahrstreifenabbau und Autobahneinfahrten: Beim Abbau von Fahrstreifen ist das Reissverschlusssystem neu obligatorisch. Das gilt überall dort, wo Fahrstreifen enden: Zum Beispiel beim Wechsel von drei auf zwei Fahrstreifen, bei Unfällen oder Baustellen. Dabei fährt man auf beiden Spuren bis zum Abbau der Fahrstreifen. Dort lässt jeder Verkehrsteilnehmende auf der weiterführenden Spur einen Verkehrsteilnehmenden vom abgebauten Fahrstreifen nach dem Reissverschlussprinzip vor sich einfädeln. Die Automobilisten müssen die Fahrzeuge von der abgebauten Spur einschwenken lassen. Damit soll verhindert werden, dass bei Fahrstreifenabbauten zu früh auf den verbleibenden Streifen gewechselt wird, wie es heute oft geschieht. So kann der Verkehr besser fliessen. Einschwenkende Fahrzeuglenkende dürfen die Lücke aber nicht erzwingen, sie bleiben vortrittsbelastet.
Neu gilt das Reissverschlusssystem bei stockendem Verkehr auch bei Autobahneinfahrten. Das Nichtbeachten des Reissverschlussprinzips wird mit einer Ordnungsbusse geahndet.

Neue Verkehrsregeln gelten ab den 1. Januar 2021 auch in der Schweiz

Rettungsgasse: Neu muss auf Autobahnen eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge freigehalten werden, bereits wenn sich der Verkehr nur noch mit Schrittgeschwindigkeit bewegt. Das gilt auch, wenn kein Blaulichtfahrzeug zu sehen oder zu hören ist. Bei zweispurigen Strassen ist die Rettungsgasse zwischen den beiden Spuren zu bilden, bei dreispurigen Strassen immer zwischen dem äussersten linken und dem mittleren Fahrstreifen. Das Nichtbeachten der Rettungsgasse wird mit einer Ordnungsbusse geahndet.

Rechtsvorbeifahren: Auf den Autobahnen gilt nach wie vor das Rechtsfahrgebot. Wenn sich auf dem linken (oder bei dreispurigen Autobahnen auf dem linken und/oder mittleren) Fahrstreifen eine Kolonne gebildet hat, dürfen die Verkehrsteilnehmenden auf der rechten Spur neu mit der nötigen Vorsicht vorbeifahren, auch wenn sich rechts noch keine Kolonne gebildet hat. Das Rechtsüberholen (Ausschwenken auf den rechten Fahrstreifen und Wiedereinschwenken nach links) ist hingegen weiterhin verboten und wird mit einer Ordnungsbusse geahndet.

100 km/h für leichte Anhängerzüge:
Wer mit Personen- oder Lieferwagen einen Anhänger zieht, darf auf Autobahnen neu höchstens mit 100 km/h fahren. Der Anhänger darf nicht schwerer als 3,5 Tonnen sein und muss für diese Geschwindigkeit geeignet sein. Das gilt auch für das Zugfahrzeug und die Reifen. Es empfiehlt sich, vor der Fahrt Fragen zu Höchstgeschwindigkeit und -gewicht mit dem Händler oder Importeur oder im Rahmen der Fahrzeugprüfung beim Strassenverkehrsamt abzuklären.

Die neuen sowie weitere Verkehrsregeln für die Autobahn werden in der zweiten, erweiterten Auflage des sogenannten «Autobahn-Knigges» erklärend dargestellt (www.astra.admin.ch/knigge).

Langsamverkehr:

Rechtsabbiegen bei Rot für Velo und Mofa: «Rot ist rot!» Dieser Grundsatz gilt auch weiterhin. Neu ist, dass Rad- und Mofafahrende an Ampeln bei Rot rechts abbiegen dürfen, sofern dies mit einer Tafel mit einem gelben Velo und einem Pfeil signalisiert ist. Dabei muss auf Fussgängerinnen und Fussgänger sowie den Querverkehr geachtet werden, denn diese haben Vortritt. Wenn bei einer Ampel nichts signalisiert ist, gilt Rot auch für Velos und Mofas.

Primarschulkinder mit Velo auf dem Trottoir: Neu dürfen Kinder bis 12 Jahre mit dem Velo das Trottoir benützen- allerdings nur, wenn kein Radweg oder Radstreifen vorhanden ist. Dabei müssen sie auf Fussgängerinnen und Fussgänger Rücksicht nehmen, denn diese haben Vortritt.

Fahrradstrassen: In Tempo-30-Zonen können neu Fahrradstrassen eingerichtet werden. Fahrzeuge auf Fahrradstrassen haben gegenüber einmündenden Strassen Vortritt, d.h. der bisher geltende Rechtsvortritt in Tempo-30-Zonen gilt auf den Fahrradstrassen nicht. Entsprechend ist auf den einmündenden Strassen «Stop» oder «Kein Vortritt» signalisiert. Auf dem Boden können gelbe Velopiktogramme eine Fahrradstrasse kennzeichnen, müssen aber nicht. Tempo 30 gilt weiterhin.

Ruhender Verkehr:

Für den ruhenden Verkehr wird neu das Symbol «Ladestation» geschaffen. Damit können Abstellflächen bezeichnet werden, die über eine Ladestation für Elektrofahrzeuge verfügen. Parkfelder mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge können neu grün eingefärbt werden, damit Ladestationen leichter zu finden sind.

Quelle und weitere Informationen: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-81639.html


27.12.2020 – Corona: Hunderte Briten hauen aus Skigebiet ab

27. Dezember 2020

Über Nacht sind Hunderte britische Winterurlauber aus dem Skiort Verbier in der Schweiz verschwunden. Sie entgingen damit der Quarantäne wegen der Corona-Mutation. Manche von ihnen sind inzwischen in Frankreich.

Verbier in der Schweiz

Das ist wirklich die Geschichte des Tages. Etwa 92 Flieger mit etwa 10.000 Briten sind vor dem 13.12.2020 in der Schweiz gelandet. Anstatt in Quarantäne zu bleiben, hauen „die lieben“ Briten einfach ab. So verteilt man eine eventuell vorhandene Ansteckung viel besser. Über die Grenze nach Frankreich. Dort sind die Lifte zwar geschlossen, aber man kann ohne Quarantäne an die frische Luft.

Vor Weihnachten seien in dem Ort für 420 Gäste aus Großbritannien – darunter Schweizer, die dort leben – Quarantäne angeordnet worden. Etwa 50 Gäste seien umgehend abgereist. Von den 370 anderen Wintertouristen sei am Morgen weniger als ein Dutzend noch da gewesen.

https://www.tagesschau.de/ausland/corona-briten-schweiz-101.html

Update 28.12.2020: Das verschwinden von Hunderten Briten, welche eigentlich unter Quarantäne hätten stehen sollen, entwickelt sich in der Schweiz zu einem Politikum.

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/schweiz-englaender-sind-weg-der-streit-ist-da,SKSnACT


27.12.2020 – Zürich: Das „Geheimnis“ hinter der Ganymed Skulptur am Bürkliplatz

27. Dezember 2020

Eigentlich ist es kein Geheimnis, sondern eher eine interessante Enstehungsgeschichte; denn die Ganymed Skulptur am Bürkliplatz ist ein Symbol der Schwulenszene in Zürich. Aber fangen wir ganz von Vorne an.

Die wohl meistfotografierte Skultur in Zürich: Ganymed und der Adler am Bürkliplatz

Dort, wo heute die schön Uferpromenade direkt am Seebecken liegt und jedes Jahr Tausende von Touristen zusammen mit den Einheimischen flanieren, sich am Panorama erfreuen, und alle Jahre fast eine Million Raver zur Streetparade vorbeitanzen, war noch im 18. Jahrhundert eine ausgedehnte Schanzenanlage. Dort wurden keine Fotos geschossen, sondern die noch kleine, aber damals schon bedeutende, Stadt Zürich verteidigt.

Die 3. Stadtbefestigung von Zürich, nachträglich kolorierter Stich von Heinrich Vögelin, 1705. Braun die nach Plänen Werdmüllers ab 1642 angelegten Schanzen. Legende siehe im Artikel Stadtbefestigung (Zürich) wikipedia, Marco Zanoli.

Ein grosser Teil der Schanzenanlage ist heute noch erhalten. So wird ein Teil beim Kongresshaus heute als Bootssteg genutzt. Die Promenade folgt entlang der Zickzacklinie der ehemaligen Schanzenanlage. Alle paar hundert Meter führen Treppenaufgänge in die angrenzenden Stadtgebiete. Ein Rundgang mit Informationstafeln beginnt an der Gessnerbrücke unweit vom Hauptbahnhof Zürich, führt hinter der Migros-City und unterhalb der Reithalle (Gessnerallee) zumeist dem Kanal entlang über Holzstege und Sandsteinplatten. Der Nüschelersteg ermöglicht Fussgängern und Fahrrädern, den Graben zu überqueren. Die Promenade unterquert die Sihlstrasse (Sihlporte) und führt am «Hallenbad City» und der 1864 errichteten «Männerbadi» (offiziell: «Flussbad Schanzengraben») vorbei. Gleich unterhalb der «Männerbadi» reguliert ein Wehr mit Fischtreppe den Ausfluss aus dem See. Über der Badeanstalt ragen die hohen Mauern des ehemaligen Bollwerks «Katz» auf, wo sich heute der Alte Botanische Garten, eine kleine Parkanlage, befindet. Es folgen im Quartier Enge die Selnaubrücke und das autofreie Bärenbrüggli. Auf der Höhe Paradeplatz wird der Bleicherweg, darauf die Dreikönigstrasse unterquert, beim Hotel Baur au Lac der General-Guisan Quai am Seebecken. Der Weg endet direkt an der Uferpromenade. Aber das ist eine andere Geschichte.

Aber zurück zu „Ganymed“ und Zürich; denn er ist in der Griechischen Mythologie der wohl schönste Mann seiner Zeit unter den Lebenden. Zeus wird auf den Ziegenhirten aufmerksam und entführt ihn in der Gestalt des Adlers in den Olymp. Dort soll Ganymed der Mundschenk der Götter sein und unsterblich werden. Die Frau von Zeus ist aber gar nicht begeistert davon, dass deren hübsche Tochter Hebe nun arbeitslos ist und dafür Ganymed an die Stelle von Hebe tritt.

Für den Umbau der Schanzenanlage zu einer offenen ausschweifenden Uferpromenade wurde 1881 der Namensgeber Arnold Bürkli beauftragt. Er schüttet während 6 Jahren Bauzeit 200.000 Quadratmeter Land auf. Im Sommer 1887 wird der neue Uferquai mit einem grossen Volksfest eingeweiht. Zürich hat ein neues Gesicht gen Zürisee und die Promenaden werden gerne angenommen. Auch ein neuer Hafen entsteht: Die Enge am Mythenquai mit ihrem Löwendenkmal von Bildhauer Urs Eggenschyler.

Aber so alt, wie die Griechische Mythologie selbst, ist die Ganymed-Statue in Zürich nicht. 1942 tritt in der Schweiz ein Gesetz in Kraft, das Homosexualität entkriminalisiert. Zürich wird im 2. Weltkrieg eine Anlaufstelle für viele, die wegen den Nazis flüchten müssen. Im gleichen Jahr veranlasst Heinrich Wölfflin eine neue Statue für den Bürkliplatz. Eine „zuchtvoller Mann“ soll es werden; denn nakte Frauenbilder hat Zürich schon genug. Der Bildhauer Herrmann Hubacher bekommt den Auftrag. Dieser nimmt die Griechische Figur Ganymed als Vorbild, wandelt diese aber ab: Ganymed bittet Zeus in der Gestalt des Adlers um die Aufnahme im Olymp. Deshalb zeigt er mit der Rechten Hand gen Himmel. Wie in der Griechischen Dichtung wird Ganymed also auch in Zürich zum Symbol der gleichgeschlechtlichen Liebe und wird 1952 feierlich eingeweiht.

Karl Meier, Redaktor der einflussreichen Homosexuellenzeitschrift «Der Kreis», ist bei der Enthüllung ist ebenfalls anwesend und ist ganz entzückt von dem Zürcher Ganymed. «Nicht der Adler, nicht Zeus ist es, der von der Erde das Schöne raubt – Ganymed selbst fordert den Unsterblichen auf, ihn in das Reich des Göttlichen zu entführen. Wie herrlich, wie unsagbar schön ist diese Gebärde gelungen, die zur Höhe weist!» Dank Ganymeds einwirken wurde aus einem Kleinod des Bürgertums also das wichtigste Denkmal der Schwulenkultur in Zürich.

In Anlehnung an den Artikel Denkmal.Denken „Ganymed: Die Schwulenikone am Zürisee“

Die Website www.bürkliplatz.ch informiert über die Hintergründe.

Viele Infos findet man auf „Alt-Züri.ch“


23.12.2020 – 90-jährige Luzernerin als erste Schweizerin gegen Corona geimpft

23. Dezember 2020

Eine über 90-jährige Bewohnerin einer Pflegeinstitution in einer Luzerner Landgemeinde wurde heute Morgen mit dem zugelassenen Impfstoff von Pfizer/BioNTech geimpft.

Eine über 90-jährige Bewohnerin einer Pflegeinstitution in einer Luzerner Landgemeinde wurde mit dem zugelassenen Impfstoff von Pfizer/BioNTech geimpft (Bildquelle: Kanton Luzern)

Dabei handelt es sich um die erste Covid-19-Impfung, die im Kanton Luzern erfolgt ist. In den kommenden Tagen werden weitere Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen geimpft.

https://www.polizeiticker.ch/artikel/coronavirus-90-jahrige-luzernerin-als-erste-im-kanton-geimpft-175311


23.12.2020 – Das Schweizer Käsefondue: Die uralte Tradition der Käsebauern? Falsch!

23. Dezember 2020

Bis  ins 20. Jahrhundert kannte man das Käsefondue nur in Gegenden, wo auch Kühe gehalten wurden. Denn lange brauchte man zur Zubereitung Milch, nicht Wein. Immer ein zentraler Bestandteil des Fondue war jedoch Käse, den man schmolz. Weil auch in der Schweiz Käse erst vor hundert Jahren wirklich zu einem Volksnahrungsmittel wurde, kannten die meisten Konsumenten das Fondue vorher gar nicht.

Fondue ist in der Schweiz fester Bestandteil der Weihnachtstradition.

In der Deutschschweiz wirklich populär wurde es erst nach dem zweiten Weltkrieg, als, wie so vieles in der Konsumgesellschaft, auch Käse im Überfluss vorhanden war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die SKU (Schweizer Käse Union), aus der regionalen Spezialität ein national eingefärbtes «Markenprodukt» zu machen. Viel dazu beigetragen, dass das weitgehend gelang, hat der Umstand, dass die Zubereitung von Fondue relativ einfach ist und (vermutlich) nicht zuletzt auch deshalb von vielen Männern aufgenommen wurde, die zunehmend über Freizeit verfügten.

https://blog.nationalmuseum.ch/2019/11/geschichte-des-fondue-in-der-schweiz/


22.12.2020 – Baden-Württemberg schränkt den Grenzverkehr mit der Schweiz weiter ein

23. Dezember 2020

Ab diesem Mittwoch 23.12.2020 ist Schluss mit Einkaufstourismus für Schweizer in Süddeutschland. Baden-Württemberg schränkt die sogenannte 24-Stunden-Regel für quarantänefreies Einreisen ein.

Die quarantänefreie Einreise für einen Kurzaufenthalt in Baden-Württemberg ist ab dem 23. Dezember nur noch gestattet, sofern die Reise «nicht überwiegend aus touristischen Gründen oder zu Zwecken des Einkaufs erfolgt». Dies hat das Bundesland am Dienstag entschieden. Die Regelung gilt sowohl für Schweizer, die nach Deutschland einreisen, als auch für Deutsche, die aus der Schweiz zurückkehren.

Die entsprechende Pressemitteilung der Landesregierung in Stuttgart über die geänderte Corona-Verordnung von Baden-Württemberg veröffentlichte der Schweizer Botschafter in Berlin, Paul Seger, am Dienstagabend auf Twitter.

Die Verschärfung der Einreise-Quarantäne-Verordnung führt dazu, dass zum Beispiel weder die Baden-Württemberger in der Schweiz Ski fahren noch die Schweizer im Supermarkt in Baden-Württemberg einkaufen können. Hintergrund sei das Infektionsgeschehen in Südwestdeutschland und in den Grenzregionen.

https://www.srf.ch/news/schweiz/das-neuste-zur-coronakrise-kein-einkaufstourismus-mehr-fuer-schweizer-in-sueddeutschland


12.12.2020 – Ab Morgen in 4 Stunden von Zürich nach München!!

12. Dezember 2020

Gemeinsam mit der Deutschen Bahn (DB) und der österreichischen Bundesbahn (ÖBB) wird die SBB zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 die vollständig elektrifizierte Strecke Zürich – München in Betrieb nehmen.

Jetzt nur noch in 4 Stunden von Zürich nach München!

Das Angebot für die Kundinnen und Kunden wird auf je 6 Zugsverbindungen in beiden Richtungen erhöht – die Fahrzeit verringert sich um rund 45 Minuten auf vier Stunden.

In 5:45 h bin ich in Regensburg. Wovon ich 40 Minuten in MUC auf den Anschluss warte

Quelle: https://www.bahnonline.ch/4630/schneller-mit-der-bahn-von-zuerich-nach-muenchen/


06.12.2020 – Thema Elektroauto Schweiz: Ist genug Strom da für alle?

6. Dezember 2020

Fachleute gehen davon aus, dass die eigentliche Herausforderung durch die Verbreitung der Elektromobilität nicht die Stromversorgung, sondern die Netzkapazität sein wird. Die Niederspannungsnetze auf regionaler und lokaler Ebene sind nicht darauf ausgelegt, eine grössere Anzahl von E-Autos gleichzeitig zu laden. Der Ausbau der Netze wäre zwar eine mögliche Lösung – aber eine teure. Sinnvoller dürfte der Einsatz von Lastmanagement-Systemen sein.

Tesla Ladestation (Pixabay)

Solche Systeme koordinieren das Aufladen der E-Fahrzeuge aufgrund von verschiedenen Kriterien. Sie berücksichtigen, wie hoch der aktuelle Strombedarf im Netz ist und wie viel Strom gerade produziert wird. Steht etwa tagsüber viel Solarenergie zur Verfügung, kann das Aufladen forciert werden. In den Abendstunden, wenn die Menschen zu Hause viele Haushaltgeräte nutzen, wird das Aufladen gedrosselt oder unterbrochen. In den Nachtstunden, wenn der Bedarf in der Regel tief ist, steht wieder mehr Strom zur Verfügung, um die Batterien zu laden.

Fazit: Die Ausgangsfrage dieses Artikels kann also positiv beantwortet werden: Ja, in der Schweiz ist genug Strom für alle Elektroautos vorhanden. Zwar bringen die Energiestrategie 2050 und die Verbreitung der Elektromobilität durchaus Herausforderungen mit sich. Diese liegen aber eher im Bereich der Speicherung von erneuerbaren Energien und bei der Netzkapazität. Auch diese Herausforderungen wird die Schweiz meistern können, nicht zuletzt dank der fortlaufenden technologischen Entwicklung – da sind Schweizer Unternehmen ja stets vorne mit dabei.

Fazit: Der Strom reicht für alle:

Es spielt nämlich keine Rolle, ob das Elektroauto gleich nach dem Abstellen um 19 Uhr aufgeladen wird oder erst ab Mitternacht. Zudem wird im Alltag selten die gesamte Ladekapazität der Batterie benötigt, sodass auch nicht jeden Tag aufgeladen werden muss. Arbeitnehmer in der Schweiz pendeln im Schnitt nämlich lediglich 15 Kilometer pro Weg – auf solchen Strecken werden auch kleinere Batterien nicht so schnell leer. Aus diesen Gründen ist es kein realistisches Szenario, dass alle Elektroautos gleichzeitig an die Steckdose angeschlossen werden und eine Netzüberlastung herbeiführen.

https://www.energie-experten.ch/de/wissen/detail/reicht-der-strom-in-der-schweiz-fuer-alle-elektroautos.html