07.07.2008 – „Thairiver – Ein etwas andere Aquarium“ – Die Story beginnt

8. Juli 2008

Ein rollendes Aquarium? Mit Pflanzen und Fischen mit thailändischen Wurzeln? Komplett ohne Technik? Geht das? Ein Experiment! Hier die Fotos, im Blog und im Forum von Aquarium.ch die Geschichte dazu. Projektname „Thairiver“.

Heute ging es los. Im Vorfeld kaufte ich ein passendes Aquarium mit den gewünschten Massen (Länge 120cm, Höhe 60cm, Tiefe 70cm), welches zufällig auch noch in der direkten Umgebung zu haben war. Im Jumbo Baumarkt besorgte ich zwei Säcke mit gewaschenen Sand, was sich als Fehlkauf herausstellte; denn ich musste feststellen, dass der Sand zwar „feucht“ war, aber trotzdem noch mehrmals zusätzlich gewaschen werden musste.

Mir gefällt der Gedanke eben nicht, dass ein Aquarium einmal aufgestellt, sich dann nicht mehr bewegen lässt. Auch die Aquarien-Standardkombination (Unterschrank, darin die Filtertechnik, darauf das Aquarium, oben drauf die Beleuchtung) empfand ich als hinderlich und unflexibel. Deshalb besorgte ich im Jumbo Baumarkt so genannte „Möbelhunde“ mit jeweils 500 Kilogramm Belastbarkeit. Ausserdem liess ich mir eine Holzplatte mit den entsprechenden Grundmassen zuschneiden und nahm noch dünne Styroporplatten mit.

Heute schraubten Mike und ich vier Möbelhunde auf die Holzgrundplatte und befestigten die Styroporplatten darauf. Dann platzierten wir das Aquarium und machten den ersten „Rolltest“. Alles in Ordnung. Dann ging ich auf die Terrasse und wusch den Sand in einer Wanne aus. Der Sand schüttete ich dann in das Aquarium. Damit ich nicht so weit gehen musste, rollte ich das Aquarium zur geöffneten Terrassentür. Klappt ja ganz leicht mit den Rollen darunter.

Gestern – Sonntag – regnete es wie aus Eimern und ich sammelte den Regen eben in solchen auf der Terrasse. Somit bestand ein Teil der Grundbefüllung neben dem frisch gewaschenen Sand nun aus dem gesammelten Regenwasser. Es passt einiges in die „Glasbadewanne“. Nur etwa 10 Zentimeter Regenwasser und Sand befanden sich nun im Aquarium. Somit rollte ich das Aquarium zur anderen Terrassentür; denn dort ums Eck steht der Schlauchwagen. Nun hiess es: Schlauch ein wenig ausgerollt und den Hahn aufgedreht.

Somit lief nun Leitungswasser bis zur gewünschten Befüllungshöhe in das Glasbecken. Ich füllte das Becken bis etwa 10 Zentimeter unter den Rand. Die hoffentlich bald einziehenden Pflanzen sollen aus dem Becken wachsen nach meiner Planung. Nun steht das Aquarium vor der Terrassentür und ein kleiner Innenfilter (Marke Eigenbau: Eine zusammengerollte dicke Filtermatte und zwei Luftheber) bringt hoffentlich die letzte Trübung in den nächsten Tagen aus dem Wasser. Wenn das Aquarium „biologisch eingelaufen“ ist, kommt der Filter wieder raus.

Soweit der aktuelle Stand. Jetzt benötige ich als nächstes „Pflanzen mit thailändischen Wurzeln“.

Links zum Thema:


17.05.2008 – „Local River“ oder „Anregungen für Einrichtungsideen“

17. Mai 2008

Eine Wohnung ist eine Wohnung und bleibt eine Wohnung? Das ist uns zu langweilig. Klassische Einrichtung ala „Möbelhaus“-Standard ist nicht unser Geschmack. Deshalb suche ich immer nach kreativen und ausgefallenen, aber einfach umzusetzenden Ideen. Vielleicht erinnert sich ja der ein oder andere Leser noch an die beiden Projekte „Wandwiese“ und „Upside Down Tomatos“ im Rahmen von „Mehr Grün!“

'local river' by mathieu lahanneur with anthony van den bossche

Diese findet man dann in meinem Blog unter der Rubrik „Projekte“. Das oben gezeigte Bild ist ein schönes Beispiel für meine Vorgehensweise. Von der spontanen Idee „Waterworld“ bzw. „Fisch im Glas“ angeregt, spielen wir mit dem Gedanken uns ein grosses Aquarium in die Wohnung zu stellen. Der Stil sollte zum Gesamtbild passen. Und dabei herrscht der „Asia-Style“ vor. Deshalb ist eine der Anforderungen ein Thailand-geprägtes Aquarium einzurichten.

Aber: Wie sehen „Aquarien“ denn üblicherweise aus? Unten ein Holzschrank, darauf ein Aquarium, oben eine Kiste mit Beleuchtung. Ausserdem steht das Aquarium einmal mit Wasser gefüllt gewichtsbedingt immer an der gleichen Stelle. Ein Verrutschen ist dann unmöglich. Somit ist der einmal gefundene Platz „fest zementiert“. Das alles gefällt uns gar nicht. Dafür muss eine Lösung her.

Beim Stöbern im „Design Boom Blog“ stiess ich nun zufällig auf eine Anregung (siehe Bild oben). Im Architekturbereich der „artist space gallery“ in New York www.artistsspace.orgzeigen Mathieu Lahanneur zusammen mit Anthony van den Bossche ihr Projekt „Local River“. Dabei stehen die zwei unterschiedlich hohe Aquarien direkt auf dem Boden. Die sicherlich mit etwa 300 bis 400 Liter Wasser gefüllten Aquarien scheinen jedoch ganz leicht zu sein; denn sie „schweben“ – sind also an den Unterseiten nicht mit einer kompakten Unterlage versehen.

'local river' by mathieu lahanneur with anthony van den bossche

Ein Glasdeckel verschliesst das Aquarium auf der Oberseite, jedoch nicht vollständig. Eine Bohrung lässt den Luftaustausch zu. Auf dem Deckel befinden sich weitere Glasbehältnisse mit kleinen offenen Biotopen. Dies bringt den Faktor „Grünpflanzen“ in Kontrast mit dem pflanzenlosen, dafür aber mit Lebewesen bestückten Aquarien. Oder kurz: „Oben: Pflanzen, Erde und Luft – Unten: Fische, Sand und Wasser“.

Beide „Welten“ stehen im direkten Bezug. Die Pflanzengefässe stehen in Bohrungen im Deckel und erreichen mit der Unterseite die Wasseroberfläche. Dadurch versorgen sich die Pflanzenbiotope mit der erforderlichen Flüssigkeit. So stehen die beiden Biotope in direkter Verbindung. Ein durchsichtiger Wasserschlauch verstärkt die Wirkung zusätzlich.

Sehr schön geheimnisvoll wirkt auch die Beleuchtung von unten. Sonst ist diese immer in einem mehr oder weniger hässlichen Deckel versteckt.

Hier also Plan für das Konzept zu unserem Projekt „Thai River“ made by Sperlix-Brothers:

Dieses Projekt „Local River“ wandeln wir nun ein klein wenig ab. Das Aquarium wird ebenso am Boden stehen. Aber nicht direkt. Um das Aquarium ebenso „schweben“ zu lassen, kommt eine relativ dünne aber tragfähige Holz- oder Metallplatte darunter. In Schichttechnik wird diese zum Zentrum hin immer dicker, um das Gewicht tragen zu können. Damit das Aquarium mobil bleibt und auch befüllt jederzeit verschoben werden kann, kommen stabile Rollen unten an die Trägerplatte.

Als Beleuchtung befestigen wir entweder dünne Spagetti-Neonröhren oder LEDs in weiss an den beiden oberen Längsseiten in einem schräg abgewinkelten Gehäuse. Die Oberseite dient dann gleichzeitig als Glasdeckelträger. Damit das Aquarium möglichst ohne Kabel und Strom auskommt, wird eine genügend grosse Solarzelle in den Glasdeckel integriert. Am Tag kommt das Aquarium ohne Licht aus. Bei einbrechender Dunkelheit schaltet sich dann die Beleuchtung gespeist von flachen Akkus ein. Soweit der Plan. „Schaumeramal-odrrr?

Links:

Wir halten Euch auf dem Laufenden. PS: Der „Design Boom Blog“ ist übrigens eine wahre Quelle an Inspiration und gehört zum festen Bestandteil meiner Blogroll.

Aus den Anregungen durch „Local River“ ist mein „ThaiRiver“-Projekt enstanden. Ein Aquarium, welches auf Rollen auf dem Boden steht.