30.09.2011 – Bloggy Friday oder „Mit dem kanadischen Fellhöschen zum Oktoberfest im HB Züri“

30. September 2011

Ab und zu braucht man eine Pause und sollte echte Freunde wieder treffen. So geschehen am gestrigen Freitag. Roger befand sich die letzten 5 Wochen auf einer Rundreise durch Kanada und Alaska. Durch einen seiner FB-Beiträge „fachsimpelten“ wir über die Bekleidungsmode in Kanada. Spontan wünschte ich mir ein Mitbringsel und just in Time bekam ich es am Freitag geliefert.

Bloggy_Friday_Fellhoeschen Fellunterhose

Es soll ja ein harter Winter kommen und da ich „untenrum“ nicht frieren möchte, brachte mir Roger doch glatt aus Alaska ein „Fellhöschen“ mit. Was nicht in der Beschreibung stand, war der Fuchsschwanz auf der Rückseite. *rofl*. Ausgefallener kann ein Mitbringsel wohl nicht sein. Die Kollegen und speziell die Kollegin drängten mich natürlich sofort es anzulegen. Mit Rücksicht auf die anderen Anwesenden im „Johanniter im Niederdorf“ und den anschliessend zu erwartenden Menschenauflauf mit eventueller Polizeipräsenz nebst Einlieferung in eines der nahen Behandlungszentren, lehnte ich wohlweisslich ab.

Nach dem Dinner mit „Cordon Bleu – Speziale“ schauten wir auf einen Sprung ans „Oktoberfest 2011“ im Hauptbahnhof Zürich vorbei. Auf dem aktuell stattfindenden Oktoberfest in München war ich das letzte Mal mit 21 Jahren. Schon eine Weile her, aber ich hatte es noch in guter Erinnerung. Irgendwo müssen noch Papierfotos rumliegen im unermesslichen Bilderlager. Falls ich mal drüberstolpere poste ich eventuell ein paar davon.

Gut, das „Oktoberfest“ im HB Zürich ist natürlich nicht so ganz mit dem Original zu vergleichen. Was aber sicher gleich ist, sind die Lederhosen und Dirndl, die da so rumlaufen oder zu später Stunde (23 Uhr) eher rumfallen. Es steht ein Festzelt im HB, aus welchem laute Stimmungsmache-Musik schallt. Rein ins Zelt kommt man nur mit Eintrittskarte. Das wollten wir uns nüchtern um diese Zeit auf keinen Fall antun. Rundherum befinden sich ein paar Marktstände und sogar ein Kinderkarussel. Man könnte sich sogar die komplette Bekleidung vor Ort kaufen, um sich sachgemäss auszustaffieren.

Oktoberfest2011_Zuerich_Hauptbahnhof

Was irgendwie gar nicht geht, ist Erdinger Weissbier aus Dosen. Hier könnte man in Zürich durchaus noch Entwicklungshilfe leisten. Gläser hat es nur im Festzelt – Plastikbecher gibt es ausserhalb. Somit gibt es gleich zwei „No-Go’s“: Erdinger Weissbier aus der Dose in den Plastikbecher. Und ja: Ich kann durchaus Weissbier einschenken. Das Bild oben dient lediglich zur Verdeutlichung der Tatsachen. Zum Schaum-Abtrinken hatte ich allerdings gerade keine hübsche Lady zur Hand. Zuletzt gesteigert erlebt in 1999 auf dem „Oktoberfest“ in Naples Florida. Dort kam das Erdinger Weissbier aus dem Alufass in einen Plastik-Pitcher, um dann in Pappbecher verabreicht zu werden. Nach drei Pitcher ist einem das dann auch Wurst. Und man tanzt den Ententanz auf dem Tisch, die Mädels werden nach jedem Pitcher immer hübscher, und so weiter….

Weil wir grad beim Bier sind, zu den Preisen: Mit schwerer Stimme spricht man momentan von den überhöhten Preisen auf dem Münchner Oktoberfest: 9 Euro kostet die Mass (1 Liter für die Preiss’n). Zum Vergleich: Im „Johanniter“ Niederdorf kostet die Mass „Feldschlösschen“ Plörre satte 16 Franken. Nimmt man die Stange (also 0.25 Liter) à 4.30 Franken x 4 um eine Mass zu bekommen, so erhöht sich der „Mass-Preis“ auf korrekte 17.20 Franken. Na denn Prost!


23.05.2009 – Regensburg: „Auf die Maidult auf a Mass“ oder „Fesche Dirndl beim bayerischen Tabledance“

24. Mai 2009

Oder zwei? Oder „Vom harten Leben des Fahrers“. Für den gibt’s nämlich nur „Radler“. Aber der Reihe nach. Zum krönenden Abschluss des gemütlichen langen Wochenendes in Regensburg trafen wir uns mit Chris, Beat, sowie Bernhard nebst Begleitung auf der Regensburger Dult. Treffpunkt das nicht vorhandene Thurn&Taxiszelt beim Eingang links. Bernhard hatte seine Geburtstagsfeier gut überstanden und ein weiterer lauer Maiabend begrüsste uns und so dauerte es nicht lang, bis die erste halbe Bier auf dem Tisch stand und wir gemütlich plaudernd die vielen Dirndl begutachteten.

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Wir empfanden es als durchgängig positiv, dass alte Sitten und Gebräuche wieder auf der Dult Eingang finden. Nach dem ersten Test des vergorenen Gerstensaftes wechselten wir die Stellung und wanderten mit den lockeren Menschenmassen Richtung Glöcklzelt. Von der guten Musik und der Stimmung liessen wir und ins Innere locken und fanden sogar einen Platz mit Aussicht.

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Zu einer anderen Tradition gehört, dass es sich bald Verheiratete nicht nehmen lassen den Jungfrauen- oder Junggesellenabschied auf der Dult zu feiern. Wir sahen etliche der männlichen oder weiblichen Gruppen durch das Zelt pilgern. Eine der bald verheirateten Damen liess sich zu einem Foto überzeugen, nachdem ich ihr zwei Brezen abkaufte. Allerdings konnte ich sie nicht dazu überreden es sich noch einmal zu überlegen. Tja, das Leben ist grausam. Nein, nicht für mich. Im Zelt tanzte derweil der Bär und nicht wenige auf den Bänken – „bayerischer Tabledance“ sozusagen.

Wir blieben, bis die Bänke hochgeklappt wurden und verliessen dann den Ort wirklicher bayerischer Gemütlichkeit. Da kann sich jedes Oktoberfest sauber verstecken. Prost!


Events in Zürich – Original bayerisches Oktoberfest am Bauschänzli vom 11.10. bis 11.11.2007

3. Oktober 2007

Während in München das absolute Original sämtlicher auf der Welt momentan gefeierten Oktoberfeste jeden Tage einem weiteren Höhepunkt zuwabert, bereitet man sich mitten in Zürich an idyllischer Lage direkt an der Limmat mit herrlichem Blick auf den Zürisee auf ein spezielles Spektaktel vor. Zum 12. Mal findet auf dem Halbinselchen namens „Bauschänzli“ das original Zürcher Oktoberfest statt. Und das einen ganzen Monat lang.

Schon seit Mai 2007 sind Gerüchten zufolge die verfügbaren Sitzplätze praktisch ausgebucht. Seit Mai? Ja, 5 Monate vor der offiziellen Eröffnung des Oktoberfestes am Bauschänzli muss reserviert werden. Sonst schaut’s angeblich schlecht aus mit dem Festl-Feiern. Leider findet man auf der Website dieses Jahr keine Informationen zum Programm, zur sicherlich bayerischen Speisekarte oder zum Umfang der musikalischen Untermalung.

Aber ich denke, dass es sicherlich genauso wie das letzte Mal abgehen wird. Mit exklusiven Speisen, zünftiger Musik und ausreichend Bier in Masskrügen.

Dirndl für das Oktoberfest am Bauschänzli 2007

Wenn der Dame noch die original bayerische Tracht – das Dirndl – fehlt, so besteht auch in der Schweiz die Möglichkeit sich damit einzukleiden. Zum Beispiel beim Schweizer Online-Auktionshaus „Ricardo.ch„. Dann sollte „Frau“ sich aber beeilen; denn das Oktoberfest auf dem Bauschänzli in Zürich beginnt am 11.10.2007. Und dann heisst es genau einen Monat „Ozapftis!“ bis zum 11.11.2007.

Website: http://www.bauschaenzli.ch/