26.12.2019 – 15 Jahre Tsunami Khao Lak

26. Dezember 2019

Am 26.12.2004 sass ich abends im Auto auf dem Weg von Zürich nach Regensburg. Ich hörte Bayern 3 als ich die Grenze bei Bregenz Richtung Lindau überquerte. In den Nachrichten erzählte der Sprecher über einen Tsunami ausgelöst durch ein massives Meerbeben in der Andamanensee zwischen Indien und Thailand. Taucher wären in einer Höhle eingesperrt und man wisse noch nicht wie schwer der Tsunami wäre und wieviele Todesopfer es geben würde. Daraufhin schaltete ich auf B5 aktuell um, dort brachte man laufend Updates zum Vorfall.

Am Ende zählte man 230.000 Todesopfer rund um den Indischen Ozean. In Thailand forderte die schreckliche Bilanz 5400 Todesopfer. Die 10 Meter hohe Tsunami Welle rollte ohne Vorwarnung über die Urlauberstrände entlang der Thailändischen Westküste. Phuket und Khao Lak waren am schwersten betroffen. Heute jährt sich dieses Ereignis zum 15. Mal.


11.02.2012 – Erdbeben in der Schweiz – Epizentrum bei Zug – Magnitude 4,2

13. Februar 2012

Tja.. das ist schon das 2. Erdbeben in der Schweiz, dass ich selbst miterleben durfte. Das erste war das „selbstverursachte“ Erdbeben nahe Basel, welches durch das Einpumpen von Wasser in tiefen Schichten bei Sondierungsbohrungen verursacht wurde. Das zweite passierte am 11.02.2012 kurz vor Mitternacht. Es rumpelte kurz und Mike meinte scherzhaft: „Wird wohl ein Erdbeben gewesen sein.“ Und heute dann die offizielle Mitteilung:

(sda) Die Schweiz ist am späten Samstagabend von einem Erdbeben der Stärke 4,2 auf der Richterskala erschüttert worden. Nach Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes der ETH Zürich ereignete sich das Beben um 23 Uhr 45. Das Epizentrum lag laut Angaben des Erdbebendienstes vom Sonntag zwischen Zuger- und Ägerisee in einer Tiefe von 30 Kilometern. Wegen der grossen Tiefe sei es unwahrscheinlich, dass dieses Beben Schäden verursacht habe.

Da es nach Zug etwa 20 Kilometer sind, lag das Epizentrum 36 Kilometer von uns entfernt.

2012-02-11_Erdbeben_Schweiz_Zug_4,2_Magnitude

Es ist aber nix passiert. Nichts hat gewackelt oder ist gar zu Bruch gegangen. Nur ein leises Grollen von etwa 10 Sekunden war zu hören.


25.03.2011 – Schweres Erdbeben der Stärke 6.8 in Burma und Thailand

26. März 2011

(Quelle: NZZ.ch): Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,8 hat am Donnerstag das Dreiländereck zwischen Thailand, Laos und Burma erschüttert. Mindestens 70 Personen sind dabei ums Leben gekommen. Die Erdstösse waren auch noch in Bangkok zu spüren.

Burmese Earthquake
(Quelle Bangkok Post)

Update 27.03.2011: Mittlerweile bis über 150 Todesopfer durch das Erdbeben (siehe auch Bangkok Post)


11.03.2011 – Erdbeben und Tsunami überrollt Japan

11. März 2011

Das stärkste jemals gemessene Erdbeben nur etwa 400 km im Meer vor Japan löst einen Tsunami mit Wellen mit einer Höhe bis 10 Meter aus. Erinnerungen an den Tsunami von 2004 werden wach, in welchem viele Tausend Menschen rund um den indischen Ozean ums Leben kamen. Noch ist nicht bekannt, wieviele Menschenleben der aktuelle Tsunami gefordert hat und noch fordern wird, denn die Erde bebt immer noch. Nachbeben mit einer Stärke um die 7 wurden in kurzen Zeitabständen gemessen.

Hier ein Video, welches zeigt mit welcher Wucht sich die Tsunamiwelle über die Küstengebiete ausbreitet, ganze Schiffe weit in das Land hinein schwemmt und Personen in Fahrzeugen in letzter Sekunde versuche zu flüchten.

Die Stadt Sendai wurde knapp 45 Minuten nach dem Erdbeben von der Tsunamiwelle erreicht.


27.02.2010 – Erdbeben bei Chile mit einer Stärke von 8,8

28. Februar 2010

Einen Tag nach dem Erdbeben bei Japan bebt die Erde erneut: Soeben kam die Meldung herein, dass es ein Seebeben gab vor Chile. Dieses Erdbeben ereignete sich an der Schnittstelle der Nazca und der Südamerikanischen tektonischen Platte. Die beiden Platten verschieben sich jährlich um etwa 80 mm gegeneinander.

Seit 1973 gabe es 13 Erdbeben in dieser Region mit einer Stärke grösser 7.0. Das heutige Erdbeben fand etwa 230 Kilometer nördlich der Stelle statt, an der das stärkste Erdbeben seit 200 Jahren – nämlich mit einer Magnitude von 9.5 – stattfand – im Jahr 1960. Schon 1922 ereignete sich an gleicher Stelle ein Erdbeben mit der Stärke von von 8.5, welches einen Tsunami mit Wellenhöhen von bis zu 9 Metern auslöste. Das heutige Erdbeben passt genau in die zeitliche Reihenfolge von Grossbeben.


26.02.2010 – Erdbeben bei Japan mit einer Stärke von 7.0

26. Februar 2010

Soeben lese ich in den Breaking News bei Euronews, dass sich soeben ein Erdbeben der Stärke 7.0 im Süden von Japan ereignet hat. Da es sich um ein Seebeben handelt, wurde gleichzeitig eine Tsunami-Warnung für Japan ausgegeben. Zentrum des Erdbebens liegt nur 75 Kilometer von Naha, Okinawa entfernt und 455 Kilometer süd-östlich von den Ryukyu Inseln.

Earthquake Hazard Program (Loction)

Google Earth KML (Map)

Location Maps (Map)


18.09.1601 – Schweiz: Erdbeben und Tsunami am Vierwaldstättersee – Luzern überschwemmt

29. November 2008

Nein, ich habe mich nicht im Datum geirrt. Fast genau vor 407 Jahren ereignete sich das wohl grösste nachweislich dokumentierte Erdbeben in der Schweiz – inklusive Tsunami.

18. September 1601: Ein Erdbeben mit Zentrum in Unterwalden in der Zentralschweiz fordert angeblich acht Tote. Erschütterungen sind in der ganzen damaligen Schweiz zu spüren. Die durch das Erdbeben ausgelösten Erdrutsche führen zu einer vermutlich bis zu 4 Meter hohen Flutwelle im Vierwaldstättersee, die in der Stadt Luzern beträchtliche Schäden anrichtet. Das Ereignis wird vom damaligen Stadtschreiber Renward Cysat ausführlich beschrieben. Es handelt sich um einen der ersten durch einen Augenzeugen gut dokumentierten Tsunami.

Zum Zeitpunkt des Erdbebens (nach 1 Uhr nachts) hielt sich Cysat in Arth auf. Er hörte «ein wild gethümmel und wäsen mitt rumplen und boldern nitt anderst dann alls ob ein halb dotzet starcker männern uff- und aneinandren mit streichen, schlägen, ringen und fechten gewachsen wärent und allso durch das gemach hin und wider mitt einandern umbher wutschtend».

Auch Basel litt dereinst schwer an einem Erdbeben:

Am Abend des 18. Oktober 1356 legte ein gewaltiger Erdstoss Basel in Trümmer. Das Münster und weitere Kirchen stürzten ein, ebenso zahlreiche Häuser sowie Abschnitte der Stadtmauer. Im Umkreis von vier Meilen wurden um die 40 Schlösser, Burgen und Dörfer zerstört. Selbst in dem gut 100 Kilometer entfernten Strassburg stürzten Schornsteine ein. Was die mittelalterlichen Chronisten mit Entsetzen registrierten, war das stärkste Erdbeben nördlich der Alpen seit Menschengedenken – und auch heute eine latente Gefahr.

Heute noch werden in der Schweiz jedes Jahr etwa 500 Erdbeben gemessen.

Mehrwert:

Update: Link zum Stadtschreiber (Staatsarchiv Luzern) un Datum korregiert.