20.10.2010 – Luzern Verkehrshaus: 20 Jahre KNX – Die Bilder

21. Oktober 2010

Gestern fand die 20 Jahre Geburtstagsfeier der KNX Association statt. In halb Europa fanden zeitgleich Events statt und man feierte ausgiebig. In der Schweiz organisierte die KNX-Swiss – allen voran René Senn – ein tolles Rahmenprogramm mit vielen interessanten Vorträgen. Es kamen weit über 300 Personen und liessen sich von KNX anstecken, wenn sie es nicht schon vorher waren. Ich fand Zeit doch noch nebenbei ein paar Bilder zu schiessen. Diese findet Ihr im Album.




01.08.2010 – Bundesfeier, Schweizer Nationalfeiertag, 1. August-Feier – Wie alt ist die Schweiz eigentlich?

29. Juli 2010

Am 1. August knallen die Korken und die Feuerwerksraketen steigen gen Himmel. Die Schweiz feiert Geburtstag. In allen Städten und in allen Dörfern. Sogar auf der Wiese. „Das Rütli“ gilt als die Gründungsstätte der Schweiz. Hier am Urnersee zu Füssen des Seelisberges sollen sich 1291 Vertreter der Urkantone (Die Täler Uri, Schwyz, Unterwalden/Untere Talschaft/Nidwalden – siehe Bundesbrief) getroffen, um den „Rütlischwur“ geleistet haben. Somit ist die Schweiz begründet auf einen Mythos exakt 719 Jahre alt?

Entsteht Streit unter Eidgenossen, so sollen die Einsichtigsten unter ihnen vermitteln und dem Teil, der den Spruch zurückweist, die anderen entgegentreten.„. (Zitat aus dem Text des Bundesbriefes).

Bei Friedrich Schiller’s „Wilhelm Tell“ lautet der Rütlischwur:

„Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen. (2. Aufzug, am Schluss der 2. Szene)

Interessant dabei ist, dass Friedrich Schiller das Drama „Wilhelm Tell“ als literarischen Notnagel ansah. (Doch erst 1803, als er mit anderen Projekten ins Stocken kam, wandte er sich endgültig dem Wilhelm Tell zu. (Quelle)) Er bekam den Hinweis auf die Sage um Wilhelm Tell von seinem Freund und Dichterkollegen Johann Wolfgang von Goethe, der bei seiner dritten Schweizreise auf die Urgeschichte stiess. Auch anmerkenswert ist, dass das Werk „Wilhelm Tell“ in der damaligen Schweiz kaum Beachtung fand. Ganz im Gegenteil zur Euphorie während der Aufführungen in Deutschland! Dort wurde das Werk von Schiller während der Napoleonischen Besatzungszeit ausgiebig gefeiert. Übrigens: Gioacchino Rossini’s letzte Oper in Paris hiess: Guillaume Tell! und basierte auf den Text von Friedrich Schiller.

Das Interessante daran ist allerdings, dass der Begriff „Schweiz“ bis um 1500 gänzlich unbekannt war. Die „Schweizer“ wurden gar im 14. und 15. Jahrhundert mit dem Begriff „Schweizer/Schwiizer“ verunglimpft. Man munkelte, dass Karl der Grosse die Eidgenossen in den unwirtlichen Landstrich der Alpen geschickt hätte, um seine Alpenpässe zu schützen. Sie mussten also für ihren Herren „schwitzen“. Hieraus entstand der Name „Schweizer“. (kein Scherz – Quelle hier). Erst der von Napoleon sanktionierte Staat von 1803 nannte sich „Schweizer Eidgenossenschaft“. Vorher nannten ihn nur die Gelehrten beim lateinischen Namen „Helvetia“. Ergo nennt sich die Schweiz erst seit 207 Jahren „Schweiz“. Und das ist viel eher der wahre Gründungstermin?

Nach dem Sturz von Napoleon Bonaparte wurde der Staatenbund 1813 allerdings wieder aufgelöst. Die 13 alten und die neun seit 1798 neu gegründeten Kantone schlossen sich darauf im Bundesvertrag vom 7. August 1815 zu einem neuen Staatenbund zusammen. Vom Wiener Kongress 1814/15 wurde die Struktur der Schweizerischen Eidgenossenschaft, ihre territoriale Integrität sowie die «immerwährende Neutralität» anerkannt. Somit ist die Schweiz also 195 Jahre alt!

Nein, denn die Geschichte der Schweiz als Bundesstaat in der heutigen Form beginnt mit der Annahme der Bundesverfassung der Schweizer Eidgenossenschaft am 12. September 1848. Vorläufer der modernen Schweiz waren die seit dem Ende des 13. Jahrhunderts als lockerer Staatenbund organisierte Alte Eidgenossenschaft. Der erste Bundesrat der Schweiz wurde am 16. November 1848 gewählt. Somit ist die Schweiz als bald 162 Jahre alt?

Erst seit 1891 – also seit der 600 Jahrfeier des Rütlischwur’s – wird alljährlich der Nationalfeiertag der Schweiz begangen. Der Schweizer Nationalfeiertag ist aber erst seit 1994 arbeitsfrei! Begründet auf die von Volk und Ständen angenommene Initiative „für einen arbeitsfreien Bundesfeiertag“ konnte die Bundesverfassung geändert werden. Artikel 110 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft lautet: «Der 1. August ist Bundesfeiertag. Er ist arbeitsrechtlich den Sonntagen gleichgestellt und bezahlt.»

Am Bundesfeiertag wehen über allen Dächern und von vielen Fenstern die Schweizer Fahne: Das weisse Kreuz auf rotem Grund. Gab es die Flagge eigentlich schon immer? Nein! Die Flagge der „Helvetischen Republik“ 1798–1803 sah so ähnlich aus wie die Deutsche Flagge heute – nur dass ganz oben anstatt Schwarz eben Grün gewählt wurde. Erstmals tauchte das Symbol des weissen Kreuzes auf rotem Grund anno 1339 in den Geschichtsbüchern auf. Damals trugen die Berner Bürger zwei weiße, über Kreuz genähte Bänder auf ihren Kleidern und zogen wild entschlossen in ihre Schlachten. Aber erst im Bundesvertrag von 1815 kürten Politiker das weiße Kreuz auf rotem Grund zum Schweizer Wappen. Das weisse Kreuz auf rotem Grund wurde aber erst am 12.12.1889 zur offiziellen Schweizer Flagge.

In Zürich startet der Festakt zum Nationalfeiertag mit einem Umzug um 10:30 Uhr vom Werdmühleplatz über die Bahnhofstrasse zum Bürkliplatz. Nach der Festrede ist das Volksfest eröffnet. Offizielles Ende 16:30 Uhr.

Links für Mehrwert:


Video des Tages – Christkindlmarkt am Neupfarrplatz in Regensburg

23. November 2007

Langsam fängt die Vorfreude an. Auf den traditionellen Besuch des „Regensburger Christkindl’s-Markt“. Wir sind vom 30.11. bis 02.12.2007 in Regenburg und sehen uns sicherlich irgendwo. Auf einen oder zwei Glühwein und „ana knacka mit allem“.

Links:


Events in Regensburg – 12 Stunden Programm zum „Weltkulturerbe – Fest“

19. November 2007

Am 24. November wird die offizielle Urkunde von Dr. Mechtild Rössler, Mitarbeiterin am Welterbezentrum der Unesco, an Oberbürgermeister Hans Schaidinger überreicht. Und dieses Ereignis wird in der ganzen Stadt mit einer großen Welterbe-Party gefeiert.

So gibt es zum Beispiel ein mittelalterliches Spectaculum und Mittelalterfest mit Handwerkern, Händlern, Gauklern und Musik in den Runtingersälen, Unesco-Welterbeführungen und Führungen der Stadtmaus über den ganzen Tag verteilt, ein Erlebnis-Planspiel im Salzstadel, der mit verschiedenen Ständen, einer Stadtrallye und Aktionen bespielt wird. Improvisationstheater, eine Wirtschaftsausstellung oder szenische Lesungen runden das Angebot im Salzstadel ab. Ab 22.30 Uhr gibt es dann ein großes Abschlussfeuerwerk für den Welterbe-Tag auf der Steinernen Brücke. Und das Beste: Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alle Angebote kostenlos.

Im Internet unter der Adresse www.regensburg.de ist das gesamte Programm für die Welterbe-Party einsehbar. Kostenlose Eintrittskarten für die Stadtführungen und die Pralinen-Degustation sowie Menü-Tickets für den „Kulinarischen Brückenschlag“ in der Wurstkuchl sind in der Tourist Information am Alten Rathaus (Führungen der Regensburg Tourismus GmbH) und bei der Stadtmaus (Stadtmaus-Führungen, Degustation und Menü) erhältlich. Die Anzahl der Tickets pro Person ist auf maximal fünf beschränkt.

Quelle „Donau-Post“