01.08.2010 – Bundesfeier, Schweizer Nationalfeiertag, 1. August-Feier – Wie alt ist die Schweiz eigentlich?

29. Juli 2010

Am 1. August knallen die Korken und die Feuerwerksraketen steigen gen Himmel. Die Schweiz feiert Geburtstag. In allen Städten und in allen Dörfern. Sogar auf der Wiese. „Das Rütli“ gilt als die Gründungsstätte der Schweiz. Hier am Urnersee zu Füssen des Seelisberges sollen sich 1291 Vertreter der Urkantone (Die Täler Uri, Schwyz, Unterwalden/Untere Talschaft/Nidwalden – siehe Bundesbrief) getroffen, um den „Rütlischwur“ geleistet haben. Somit ist die Schweiz begründet auf einen Mythos exakt 719 Jahre alt?

Entsteht Streit unter Eidgenossen, so sollen die Einsichtigsten unter ihnen vermitteln und dem Teil, der den Spruch zurückweist, die anderen entgegentreten.„. (Zitat aus dem Text des Bundesbriefes).

Bei Friedrich Schiller’s „Wilhelm Tell“ lautet der Rütlischwur:

„Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen. (2. Aufzug, am Schluss der 2. Szene)

Interessant dabei ist, dass Friedrich Schiller das Drama „Wilhelm Tell“ als literarischen Notnagel ansah. (Doch erst 1803, als er mit anderen Projekten ins Stocken kam, wandte er sich endgültig dem Wilhelm Tell zu. (Quelle)) Er bekam den Hinweis auf die Sage um Wilhelm Tell von seinem Freund und Dichterkollegen Johann Wolfgang von Goethe, der bei seiner dritten Schweizreise auf die Urgeschichte stiess. Auch anmerkenswert ist, dass das Werk „Wilhelm Tell“ in der damaligen Schweiz kaum Beachtung fand. Ganz im Gegenteil zur Euphorie während der Aufführungen in Deutschland! Dort wurde das Werk von Schiller während der Napoleonischen Besatzungszeit ausgiebig gefeiert. Übrigens: Gioacchino Rossini’s letzte Oper in Paris hiess: Guillaume Tell! und basierte auf den Text von Friedrich Schiller.

Das Interessante daran ist allerdings, dass der Begriff „Schweiz“ bis um 1500 gänzlich unbekannt war. Die „Schweizer“ wurden gar im 14. und 15. Jahrhundert mit dem Begriff „Schweizer/Schwiizer“ verunglimpft. Man munkelte, dass Karl der Grosse die Eidgenossen in den unwirtlichen Landstrich der Alpen geschickt hätte, um seine Alpenpässe zu schützen. Sie mussten also für ihren Herren „schwitzen“. Hieraus entstand der Name „Schweizer“. (kein Scherz – Quelle hier). Erst der von Napoleon sanktionierte Staat von 1803 nannte sich „Schweizer Eidgenossenschaft“. Vorher nannten ihn nur die Gelehrten beim lateinischen Namen „Helvetia“. Ergo nennt sich die Schweiz erst seit 207 Jahren „Schweiz“. Und das ist viel eher der wahre Gründungstermin?

Nach dem Sturz von Napoleon Bonaparte wurde der Staatenbund 1813 allerdings wieder aufgelöst. Die 13 alten und die neun seit 1798 neu gegründeten Kantone schlossen sich darauf im Bundesvertrag vom 7. August 1815 zu einem neuen Staatenbund zusammen. Vom Wiener Kongress 1814/15 wurde die Struktur der Schweizerischen Eidgenossenschaft, ihre territoriale Integrität sowie die «immerwährende Neutralität» anerkannt. Somit ist die Schweiz also 195 Jahre alt!

Nein, denn die Geschichte der Schweiz als Bundesstaat in der heutigen Form beginnt mit der Annahme der Bundesverfassung der Schweizer Eidgenossenschaft am 12. September 1848. Vorläufer der modernen Schweiz waren die seit dem Ende des 13. Jahrhunderts als lockerer Staatenbund organisierte Alte Eidgenossenschaft. Der erste Bundesrat der Schweiz wurde am 16. November 1848 gewählt. Somit ist die Schweiz als bald 162 Jahre alt?

Erst seit 1891 – also seit der 600 Jahrfeier des Rütlischwur’s – wird alljährlich der Nationalfeiertag der Schweiz begangen. Der Schweizer Nationalfeiertag ist aber erst seit 1994 arbeitsfrei! Begründet auf die von Volk und Ständen angenommene Initiative „für einen arbeitsfreien Bundesfeiertag“ konnte die Bundesverfassung geändert werden. Artikel 110 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft lautet: «Der 1. August ist Bundesfeiertag. Er ist arbeitsrechtlich den Sonntagen gleichgestellt und bezahlt.»

Am Bundesfeiertag wehen über allen Dächern und von vielen Fenstern die Schweizer Fahne: Das weisse Kreuz auf rotem Grund. Gab es die Flagge eigentlich schon immer? Nein! Die Flagge der „Helvetischen Republik“ 1798–1803 sah so ähnlich aus wie die Deutsche Flagge heute – nur dass ganz oben anstatt Schwarz eben Grün gewählt wurde. Erstmals tauchte das Symbol des weissen Kreuzes auf rotem Grund anno 1339 in den Geschichtsbüchern auf. Damals trugen die Berner Bürger zwei weiße, über Kreuz genähte Bänder auf ihren Kleidern und zogen wild entschlossen in ihre Schlachten. Aber erst im Bundesvertrag von 1815 kürten Politiker das weiße Kreuz auf rotem Grund zum Schweizer Wappen. Das weisse Kreuz auf rotem Grund wurde aber erst am 12.12.1889 zur offiziellen Schweizer Flagge.

In Zürich startet der Festakt zum Nationalfeiertag mit einem Umzug um 10:30 Uhr vom Werdmühleplatz über die Bahnhofstrasse zum Bürkliplatz. Nach der Festrede ist das Volksfest eröffnet. Offizielles Ende 16:30 Uhr.

Links für Mehrwert:


04.07.2010 – Bilder vom „Züri Fäscht 2010“ in Zürich

5. Juli 2010

Heute hatte ich etwas Zeit die Bilder vom diesjährigen „Züri Fäscht 2010“ auszusortieren und auf den Server zu laden. Dieses Mal waren wir leider nur ab dem Abend dort.


Feuerwerk am Züri-See


Thai-Nudeln am „Caliente 2010“


Fahrgeschäfte am Bürkliplatz


Riesenrad am Stadthausquai


Brasilianische Klänge und Kostüme am Münsterhof


„Züri Rockt“ am Grossmünsterplatz


Fahrgeschäft am Limmatquai

Züri Fäscht 2010
Techno and House am Rosenhof

Mike und ich waren am Freitag Abend dort, schauten uns das riesige Feuerwerk an, assen leckere Thai-Nudeln und trafen Yves zufällig am „Caliente 2010„. Am Samstag verpassten wir das Feuerwerk wegen Stau in der Innenstadt. Trafen aber beim ersten Bier in der Nähe des Kongresshauses dann auf Rosie, Huggy, Sandra und Markus. Jeden Abend/Morgen endete unser Festabend am Rosenhof gegen 5 Uhr.

Sämtliche Bilder vom „Züri-Fäscht 2010“ sind hier zu finden


02.07. – 04.07.2010 – „Züri-Fäscht“ – Das grösste Fest der Schweiz

26. Juni 2010

Das Fest der Superlative wurde 1951 erstmals durchgeführt und gehört seit 1976 alle drei Jahre fix in den Fest-Kalender der Stadt Zürich. Im 2010 können die Besucher die Attraktionen des Züri Fäscht wiederum kostenlos geniessen. Stadtpräsidentin Corine Mauch und OK-Präsident Robert Kaeser eröffnen das Züri Fäscht am Freitag, 2. Juli, um 16.45 Uhr auf der Quaibrücke. Damit verwandelt sich Zürich in einen grossen Festplatz. Das OK des Züri Fäscht geht davon aus, dass bei gutem Wetter bis zu zwei Millionen Menschen mitfeiern werden.

Alle drei Jahre fällt Zürich für drei Tage in einen einzigartigen Festtaumel. Anlässlich des Züri Fäscht zeigt sich die sonst eher nüchterne Limmatstadt von ihrer ausgelassenen Seite. Nun ist es endlich wieder so weit: Vom 2. bis 4. Juli 2010 locken zahlreiche Attraktionen ans Seeufer, an die Limmat und in die Altstadt. Das Fest bietet für jedes Alter und jeden Geschmack etwas. Traditionell bilden die beiden Feuerwerke am Freitag- und Samstagabend den nächtlichen Höhepunkt für Jung und Alt. Am Freitag wird das Feuerwerk mit dem Titel „Fire“ durch sog. „New Classic“- und am Samstag durch Pop-Musik begleitet; dann unter dem Motto „Pyrosymphonie“.

Am Samstagabend gibt es für die Festbesucher am Nachthimmel eine Überraschung, die Teil des Feuerwerks ist, und zuvor in der Schweiz noch nie zu sehen war. Zur musikalischen Untermalung der beiden Feuerwerke werden rund 300 Lautsprecher auf dem Festgelände installiert. Das Züri Fäscht 2010 fällt in die Zeit der Fussball-WM. Damit es bei Spielverlängerung keine Überschneidung gibt, hat das OK Züri Fäscht beschlossen, die Feuerwerke eine halbe Stunde später zu starten – also um 23 Uhr.

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Das Züri Fäscht 2010 ist für den Grossandrang gerüstet: 120 Schausteller-Betriebe und 60 Bühnen sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung, 300 Markt- und Verpflegungsstände garantieren kulinarische Vielfalt. Wegen des Baus des Parkhauses unter dem Sechseläutenplatz findet 2010 die grosse Chilbi auf der Landiwiese statt. Ein Abstecher ans Wollishofer Seeufer lohnt sich. Und wer die Chilbi am Züri Fäscht verpasst, kann einen Besuch bis am 11. Juli nachholen. Bis dann wird die Chilbi nämlich verlängert. Das detaillierte Programm ist im Festführer ersichtlich. Erhältlich ist der Festführer ab 24. Juni bei zahlreichen Programmheftverkäufern in und um Zürich für fünf Franken. Zudem kann der Festführer schon heute im Internet unter www.zuerifaescht.ch vorbestellt werden.

PS: Das vollständige Programm gibt es nur käuflich zu erwerben auf Papier bei den Organisatoren. Aber zumindest habe ich herausgefunden, wo man die WM-Viertelfinals am Samstag und Sonntag ansehen kann: Am Bürkliplatz bei Radio24.


01.08.2009 – POD – Picture of the Day „Bundesfeier-Feuerwerk“

2. August 2009

Den 1. August 2009 – den Tag der Schweizer Bundesfeier – feierten wir dieses Jahr mit Adi und Kollegen beim gemütlichen und traditionellen Bier, Grillieren und Feuerwerkeln.



Der Wettergott erinnerte sich daran, dass es eigentlich Hochsommer war und spendierte milde Temperaturen, die uns dazu bewegten uns eben nicht von der Terrasse zu bewegen, sondern dort bis in die Morgenstunden zu verweilen. Adi, besten Dank für die Einladung. Wir werden uns demnächst revanchieren und ein gemütliches Grillieren vorbereiten.


22.05.2009 – Regensburg: „Geburtstagsparty bei Bernhard“ oder „Feuerwerk im Penthouse“

23. Mai 2009

„Bernd“ – er bringt mich um, wenn ich das schreibe *smile* – feierte seinen Geburtstag nach – darf ich das schreiben? – ja: Er wurde ja eh erst 50 Lenze. Aber eigentlich feierte er dereinst im März auf Kuba. Ganz allein? Nein! Mit Salsa und Pfeffa und ein paar hübschen Tanzlehrerinnen. Erzählt er zumindest *smile*. Wir glauben es und sahen uns seine Fotos an – und die Videos. Tja, einen lässigen Hüftschwung hat er schon drauf und auch sonst wickelt er die hübschen Tänzerinnen auf der Tanzfläche um den Finger, bis ihnen schwindelig wird. Aber das ist ein anderes Thema.

Von weit gereist kamen die Gäste und versammelten sich zahlreich in seiner frisch bezogenen Penthouse-Wohnung ganz oben im sonnigen Hochhaus ganz weit draussen im äussersten Westen von Regensburg. Die Gegend ist Mike und mir wohl bekannt, da wir unsere Jugend dort verbrachten. Ganz oben ist eigentlich nicht richtig, aber nur eine Etage ist noch über seiner Wohnung. Die Aussicht ist herrlich und man sieht über ganz Regensburg. Wenn der Schlossberg mit Kloster Emmeram nicht im Weg stehen würde, sähe Bernhard an klaren Tagen sogar die Alpen.

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Die Festgemeinde konzentrierte sich auf zwei Räumlichkeiten, welche auch aus unserer Erfahrung feste Anlaufstellen darstellen: Einmal in der Küche und einmal im Wohnzimmer. Bernhard hatte Köstliches angerichtet und so labte sich der eine Teil nahe der Feuerstelle, während der andere Teil es sich auf den zahlreichen Sitzgelegenheiten einrichtete.

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Ab und zu verschwand der ein oder andere auf dem Balkon, um die frische Luft und die laue Mainacht zu geniessen.

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Und zur Krönung des wirklich tollen Abend gab es noch ein Feuerwerk; denn wir konnten vom Balkon aus das Dult-Feuerwerk ansehen. Erst gegen 3 Uhr morgens verabschiedeten sich die letzten Gäste und zogen sich in ihre Wohnhöhlen zurück. Wir blieben bis Badeschluss.


16.08.2008 – Mit dem Boot auf dem Zürichsee, Patrol Swiss, Mondfinsternis, Feuerwerk und Seenachtsfest Lachen

16. August 2008

Noch am Freitag sah es gar nicht danach aus, dass es mit dem Bootsausflug mit Mäggy und Erich auf dem Zürisee klappen würde; denn es regnete in Strömen und es war für Mitte August empfindlich kalt. Am Freitag reiste Mike’s ehemalige Arbeitskollegin Claudia für einen Wochenendbesuch bei uns an. Gott sei Dank war der Wettergott jedoch am Freitag in guter Stimmung und schenkte uns Sonnenschein und blauen Himmel. Somit stand dem Ausflug nach Lachen zum Seenachtsfest nichts mehr im Wege.

Wir trafen uns am Frühen Nachmittag an einer Raststätte bei Wollerau und fuhren dann zum Yachthafen. Dann halfen wir das Schiff „Seeklar“ zu machen und stachen in den Zürcher Obersee. Nach einer kleinen Rundfahrt ankerten wir vor Lachen und gegen 15 Uhr begann die Airshow der Patrol Swiss. Im Anschluss zauberte Mäggy für uns ein hervorragendes Essen, das wir uns schmecken liessen.






Während wir auf das grosse Feuerwerk des Seenachtsfestes in Lachen warteten, geschah noch etwas ganz Spezielles: Eine partielle Mondfinsternis begann gegen halb Zehn und verdunkelte langsam den Mond. Eine Stunde später begann das furiose Feuerwerk mit musikalischer Untermalung. Es dauerte über 20 Minuten und tauchte den Himmel in bunte Farben.

Ein wirklich wunderbarer Samstag ging dann kurz nach Mitternacht zu Ende und wir fuhren zuerst mit dem Boot in den Hafen und dann mit dem Auto wieder zurück nach Hause. Besten Dank an Mäggy und Erich!