23.12.2020 – Das Schweizer Käsefondue: Die uralte Tradition der Käsebauern? Falsch!

23. Dezember 2020

Bis  ins 20. Jahrhundert kannte man das Käsefondue nur in Gegenden, wo auch Kühe gehalten wurden. Denn lange brauchte man zur Zubereitung Milch, nicht Wein. Immer ein zentraler Bestandteil des Fondue war jedoch Käse, den man schmolz. Weil auch in der Schweiz Käse erst vor hundert Jahren wirklich zu einem Volksnahrungsmittel wurde, kannten die meisten Konsumenten das Fondue vorher gar nicht.

Fondue ist in der Schweiz fester Bestandteil der Weihnachtstradition.

In der Deutschschweiz wirklich populär wurde es erst nach dem zweiten Weltkrieg, als, wie so vieles in der Konsumgesellschaft, auch Käse im Überfluss vorhanden war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die SKU (Schweizer Käse Union), aus der regionalen Spezialität ein national eingefärbtes «Markenprodukt» zu machen. Viel dazu beigetragen, dass das weitgehend gelang, hat der Umstand, dass die Zubereitung von Fondue relativ einfach ist und (vermutlich) nicht zuletzt auch deshalb von vielen Männern aufgenommen wurde, die zunehmend über Freizeit verfügten.

https://blog.nationalmuseum.ch/2019/11/geschichte-des-fondue-in-der-schweiz/


14.03.2009 – Schweiz/Basserdorf: Raclette-Plausch bei Moni und Dizzli oder „Alles Käse oder was?

15. März 2009

Samstag 17 Uhr. Ich sattle den kleinen Schwarzen und fahre Richtung Urdorf. Dort steigt Michi ein und es geht auf der Autobahn weiter nach Basserdorf. Moni und Dizzli haben uns zusammen mit Anne und P@ zum „Raclette-Plausch eingeladen.

Raclette“ gilt neben „Fondue“ und „Älplermakronen“ als das traditionelle Nationalgericht. Üblicherweise wird ein kompletter halber runder Käseleib unter eine „Heizung“ – den Ofen – geklemmt. Diese „Käseleibhalterung“ ist schwenkbar. Der Käse schmilzt und die weiche Masse streicht man dann mit einem Messer auf einen Teller. Dazu gibt es Erdöpfl (Kartoffeln), saure Gurken und diverse andere Leckereien.

Bei Moni und Dizzli steht auf dem Tisch ein Luxusversion. In eine kleine Pfanne kommt eine Käsescheibe. Diese schiebt man unter den „Bräter“. Oben auf dem Bräter befindet sich eine Pfanne, auf welche man Speck, Fleisch und Wurst anbraten kann.

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Nach einer kurzen Einweisung (für mich) konnte es losgehen. Es klappte hervorragend und schmeckte vorzüglich. Zum Raclette reichte man Wein in gängigen Farben. Wir liessen es uns schmecken, hatten sichtlich Spass und plauderten bis nach Mitternacht. Besten Dank für die Einladung und bis zum nächsten Mal. Sollte sich die Wetterlage so freundlich weiter entwickeln, wie an diesem Wochenende, so könnte die „Terrassen-Saison“ bald wieder eingeläutet werden.

Alle Bilder vom „Raclette-Plausch“


14.02.2009 – Sinnvolle Valentinstags-Geschenke oder „ein schöner Abend zu Zweit“

14. Februar 2009

Heute ist Valentinstag. Der Tag der Liebe, der Liebsten, der Romantik und sicheres Zeichen für Floristen, dass Weihnachten vorbei ist. Christa’s Eintrag aus dem Jahr 2006 nahm ich damals als Anlass etwas über Valentinstag-Geschenke zu schreiben. Damals gefiel mir die Idee „Schokki und Rosen“ extrem gut. Dieses Jahr machte ich mich auf die Suche nach etwas andere Geschenke; denn „Rosen-Schenken“ ist meiner Meinung etwas ideenlos. Hier also meine Top-10 Valentinstags-Geschenken für einen gemütlichen Abend zu Zweit:

  1. Frag-mich-was
    Ein Spitzenspiel zur Einleitung des Abends mit 300 Karten. Schliesslich reden manche Paare seit Jahren nicht mehr miteinander.
  2. USB-Fondue-Set
    Plaudern macht hungrig. Deshalb empfehle ich das wirklich sinnfreie Fondue-Set mit USB-Anschluss. Mich wundert nur, dass sich eine Firma „Fondue“ als Trademark reserviert hat. Aber was soll’s. Dies kann den original Schweizer Valentinstag nicht schmälern.
  3. Valentins Wein
    Zum Fondue wird original Valentin-Wein gereicht. Der stimuliert den Gaumen und lockert die Stimmung. Prost!
  4. geflötetes Liebeslied auf Broccoli
    Auf den ersten Blick tönt die Überschrift wie ein Nachtisch zum Fondue. Aber es ist alles ganz anders. Es geht um ein ganz besonderes Geschenk für die liebe Lebensabschnittgefährtin. Das Stück auf der Broccoli-Flöte heisst: „Angel we have heard on high“. Wirklich speziell. Nach dem Lied darf das Gemüse gegessen werden.
  5. Schokki-Brunnen
    Für die Süsse etwas Süsses? Schokolade einlegen, einschalten und nach wenigen Minuten sprudelt der leckere Nachtisch. Schokolade macht glücklich! Na, denn.
  6. Glovers
    Nach dem Essen folgt etwas Bewegung. Draussen liegt Schnee, es ist saukalt, aber man möchte auf den gemeinsamen Valentinstag-Spaziergang inklusive Händchenhalten nicht verzichten? „Glovers“ wäre dann das ideale Geschenk für Sie und Ihn.
  7. LED-Duschkopf
    Nach dem Spaziergang in der Kälte bietet sich ein wärmendes Duschbad an. Moni und Anne besitzen das Teil schon. Allerdings heisst es bei den beiden wegen des Farbspiels des Wasserstrahls eher „LSD-Duschkopf“.
  8. Massage Geschenkset
    Und schon hält ER das nächste Geschenk für SIE in der Hand. Das Set ist billiger, als ein Wellness-Wochenende und ausserdem könnte SIE ja auch IHN damit massieren das restliche Jahr. Wer Nachhilfe benötigt, der könnte das Buch noch dazu legen. Aber  bitte ausserhalb der Dusche nachschlagen, was zu tun ist.
  9. Herz-Bettflasche
    Spazierengehen, Duschen, Massieren. Wenn die Dame dann noch friert, schlägt die Stunde der „Herz-Bettflasche“. Und schon friert die Holde auch im Bett nicht mehr an den Zehen – oder sonst irgendwo.
  10. Kantonswappen-Tanga
    Die Zehen sind warm, nur unten herum ist noch ein Fleckchen frei? Hier hilft dieses winzige Stoffteil mit sinnigem Aufdruck sämtlicher Wappen inklusive Namen aller Kantone der Schweiz. Eventuell hat der Mann die Anzahl, die Namen der Kantone und die Wappen ja beim Fragespiel von Platz 1 schon richtig beantwortet. Wenn nicht, dann kann er ja noch einmal im Kartenspiel nachsehen

„Auto abgesoffen“ – Im wahrsten Sinne des Wortes

18. Februar 2008

polizeinews.ch meldet heute (18.02.08):

„Meilen/ZH. Am Montagnachmittag ist in Meilen ein Personenwagen beim Auffahren auf die Fähre ins Wasser gestürzt. Der Lenker konnte sich aus eigener Kraft aus dem Wagen befreien und unverletzt an Land schwimmen.“

Und weiter:

„Das Fahrzeug liegt zur Stunde auf dem Grund des Zürichsee. Es dürfte sich in einer Tiefe von weit über 40 Metern befinden, so dass es Taucher der Kantonspolizei Zürich nicht ausfindig machen konnten. Morgen Dienstagvormittag (19.2.2008) wird die Suche mit dem Kamera-Schiff an die Hand genommen. Wenn der Personenwagen geortet und gesichert ist, wird er mit Hilfe eines Kran-Schiffes hochgehoben und geborgen.“

Es geht nichts über eine gründliche Vollwäsche. Oder hat der Fahrer sein Brot im Fondue verloren?

UPDATE 19.02.2008: Das versunkene Auto wurde am Nachmittag aus einer Tiefe von rund 15 Metern geborgen (Artikel mit Bildern)