11.06.2009 – BambusBecken: Katzenfutter für die Zwerggarnele oder „Wired Shrimps“

11. Juni 2009

Schon vor ein paar Monaten schrieb ich schon einmal über das Thema „Katzenfutter für Zwerggarnelen„. Heute Abend warf ich „Bist-Du-A-Scho-Wieda-Do“’s Futter in das „BambusBecken“ – nur ein Stück. Minuten später war am Boden die Hölle los. Der gesamte Garnelenschwarm balgte sich um das Katzenleckerli.

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Die Zwerggarnelen rollen im Rudel durch das Aquarium und streiten sich um das sonderbare, aber leckere Futterstückchen. Nein, der Endlerguppy hat wirklich nichts damit zu tun. Auch wenn er etwas skeptisch schaut. Er schwamm mir im „AquaEl“ direkt vor die scharfe Linse. Beim Katzentrockenfutter handelt es sich übrigens um absolut handelsübliches Trockenfutter im 2 Kilo-Beutel – Geschmacksrichtung „Fisch“ 🙂


03.06.2009 – ThaiRiver: Nachwuchs im Wochentakt oder „Darf’s a bisserl mehr sein?“

4. Juni 2009

Die Paradieser-Männchen synchronisieren momentan die Brutpflege. Kaum entferne ich aus dem „ThaiRiver die beiden Schaumnester mit Babyfischen, bauen die zwei simultan in der jeweils gegenüber liegenden Ecke ein neues. Nach einer Woche befinden sich doch gleich wieder junge Paradies-Zwergerl darin. Serienproduktion oder Wettbewerb? Langsam bekomme ich ein „Platzproblem“; denn das einzige Aquarium zur Aufzucht ist das „BambusBecken“, in welchem sich der Nachwuchs den Platz mit den roten Zwerggarnelen teilt.

Aber noch etwas anderes habe ich mir angetan: Die Zucht von Artemia. Die Älteren unter uns kennen diese „Urzeitkrebse“ noch aus einer Jugendzeitschrift mit dem Namen „Yps“. Und nun steht ein IKEA-Plastik-Gefäss auf dem Querbalken des „ThaiRiver“ und es klappt sogar. Die „Produktion“ von Kleinstlebendfutter floriert und die Paradieser-Zwergerl bekommen täglich rote prall gefüllte Bäuche.

Heute schöpfte ich wieder zwei Nester mit Paradieser-Nachwuchs ab. Nun muss ich mir langsam etwas einfallen lassen; denn ich möchte vermeiden, dass die älteren Geschwister anstatt der Artemia-Krebschen die Neugeborenen als Lebendfutter verwerten. Mal sehen, was sich morgen ergibt. Eventuell bekomme ich ja irgendwo noch ein Zuchtbecken.

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Die Bilder oben (1. Reihe) zeigen meine beiden „Entnahmebecher“, welche die „Suppenkelle“ ablösten. Nein, die sind nicht von Tupper. Bild drei zeigt den Nachwuchs der roten Zwerggarnelen.

In der zweiten Reihe sieht man halbstarke Zwerggarnelen, welche nach den Artemia an der Wasseroberfläche angeln. Es scheint, dass durch die Artemiafütterung auch die Zwerggarnelen in Fortpflanzungsstimmung kommen. Kann aber auch Zufall sein. Bild 5 zeigt ein paar der Paradieser-Zwergerl – auch das Bild 6. Es ist das einzige Bild, welches mir „scharf“ gelungen ist und man sieht den roten Bauch gefüllt mit Artemia.

Die ersten beiden Bilder in der dritten Reihe zeigen eine Posthornschnecke und ein paar Garnelen, die nach den Artemia angeln. Ob sich die Posthornschnecke am Mahl beteiligt, kann ich nicht bestätigen. Dir restlichen Bilder zeigen den Paradiesfisch-Nachwuchs, der im Strom des kleinen Aussenfilters schwimmend die Artemia herauspickt.

Die Bilder von der aktuellen Situation findet man wieder auf dem Server


03.03.2009 – Thairiver: Katzenfutter für Fische oder „verkehrte Aquaristik-Welt?“

4. März 2009

Meine etwas anderen Aquaristikprojekte „Thairiver“, „GreenGras“, „Säulenaquarium“ und „BambusBecken“ entwickeln sich hervorragend. Auch wenn ich auf Technik weitgehend verzichte und gängige Aquaristikgewohnheiten vollkommen ausser Betracht lasse bzw. „gegen den Strom schwimme“. Dass die Becken alle samt auf Rollen stehen ist noch das Wenigste. Gewöhnlich trohnen Aquarien auf massiven Unterschränken, die dann die Technik und das Zubehör beherbergen. So einen fest verwurzelten Schrank mit dem schweren mit Wasser gefüllten Aquarium bewegt keiner mehr. Somit entschied ich mich für „Fische auf Rädern“. So kann ich diese leicht verschieben, wenn ich möchte. Männer denken praktisch; denn das Wischen des Fussbodens klappt so auch perfekt.

Technik benötige ich auch (fast) keine. Heizstab, Blubberpumpe und Filterpumpe mit der Grösse eines 10 Liter Eimers, sowie ein aufgelegter Leuchtbalken entfällt ganz. Im „Thairiver“ mit um die 400 Liter Fassungsvermögen läuft ein selbst gewickelter Schaumstofffilter mit zwei kleinen Lufthebern leise vor sich hin. In den anderen Becken tröpfeln kleine Hängefilter. Und Licht? Bis auf das „Säulenaquarium“ stehen die restlichen drei Becken an den Fensterfronten. Aber auch beim erstgenannten schaltet sich die Klemmbeleuchtung erst am späten Nachmittag ein und um 22 Uhr wieder aus. Auf dem „Thairiver“ steht auf der mittleren Verstrebung eine Tischleuchte mit 11 Watt Niedrigenergiebirne, welche auch mit einer Zeitschaltuhr läuft. Beim „Bambusbecken“ steht eine Halogen-Tischleuchte und beim „GreenGras“ eine LED-Lampe von IKEA, die ich nach der Arbeit bei Dunkelheit einschalte. Schliesslich will ich die Bewohner ja noch sehen abends.

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Aber nun kommt ein weitere interessante Revolution – oder auch nicht – welche aus purem Zufall entstand. Wie der aufmerksame Leser weiss, besucht uns ein Nachbarskater regelmässig. In letzter Zeit zwar nicht mehr so oft, vielleicht einmal pro Woche, aber wir haben vor Monaten eine Schachtel Katzentrockenfutter gekauft. Als ich die Inhaltsstoffe des Katzentrockenfutters mit den Inhaltsstoffen der Fischfutterflocken verglich, stellte ich damals ungeahnte Gemeinsamkeiten fest. Diese veranlassten mich zu einem Experiment: Was passiert mit Katzentrockenfutter, wenn ich es den Fischen und den Garnelen „vorwerfe“?


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Dieses Experiment im Oktober letzten Jahres verlief ungeahnt erfolgreich. Jeweils ein Stück warf ich in je ein Becken. Das Garnelen „Allesverwerter“ sind war mir bekannt, aber dass sich diese roten kleinen Viecher im „Bambusbecken“ zielgerichtet auf den Brocken stürzen und diesen zuerst schwimmenden dann durch das gemeinsame Gewicht nach unten schwebenden Happen vernaschen, überraschte mich doch ziemlich. Auch die Paradiesfische und die siamesischen Rüsselbarben hatten ihren Spass am Katzenfutter. Sie balgten sich förmlich um den Happen. Anfangs schwimmt dieses Katzenleckerli an der Oberfläche und die Paradieser reissen sich um das langsam aufweichende Teil. Sinkt es dann zu Boden bekommen die Rüsselbarben „Oberwasser“ und saugen sich daran fest.


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Im „Säulenbecken“ befinden sich neben den gelben Garnelen und deren vielfältigem Nachwuchs in allen Grössen ein paar „Killerschnecken“. Diese tauchen dann aus dem weissen Sand auf und schleichen zum gedeckten Katzenfuttertisch. Im „GreenGras“ befinden sich folgende Unterwasserbewohner: Ein Kampffischmännchen (seine blaue Majestät), ein Kampffischweibchen (!), 6 verbliebene Paradiesfisch-Zöglinge, 7 rote Neon und etwa 8 rote Garnelen nebst einer unbestimmten Anzahl diverser Schnecken. Dass sich ein Kampffischpärchen in einem kleinen 60 Liter Becken verträgt ist schon eine kleine Revolution. Aber auch dort freut sich Gross und Klein über die Katzentrockenfutter-Beigabe. Nach Rangordnung füllt sich die Gemeinde die Mägen. Den Rest genehmigen sich die Garnelen – also das Aufräumkommando.

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Natürlich gönne ich den Unterwasserlebewesen ein abwechslungsreiches Mahl. Aber auch hier versuche ich ausserhalb der Aquaristik-Gewohnheiten zu bleiben. Beim Coop kaufte ich ebenso vor Monaten eine Packung tiefgefrorene „Bio Cocktail Crevetten – gekocht und geschält“. Für alle Nichtschweizerdeutsche: Crevetten sind Shrimps, also Garnelen. Das kann nur gesund sein, schliesslich kommen diese direkt aus Ecuador. Diese Packung liegt im Tiefkühlfach des Kühlschranks. Regelmässig entnehme ich genau eine der Crevetten und schnipple diese in mehr oder weniger kleine Stücke. Dann wird dieses Frischfleisch gleichmässig auf die Becken verteilt. Und wieder versammelt sich die gesamte Unterwasserfauna um den gedeckten Tisch. Warum sollte ich also Fischfutterflocken kaufen?

Übrigens: Meine Untermieter haben 10 Tage ohne Futter locker weggesteckt. Wir waren ja nach Weihnachten über Sylvester auf Mallorca. Die Garnelen vermehrten sich sogar still und heimlich und nach meiner Rückkehr wimmelte es nur so vor Nachwuchs. Wer auf dem letzten Bild ganz genau hinschaut, der entdeckt einen der Winzlinge am unteren Bildrand in der Mitte auf dem Pflanzenast sitzen.

Siehe auch:


04.06.2008 – Projekt „Waterworld II: Garnelen im Glas“ – aktueller Stand

5. Juni 2008

Tja, aller Anfang ist schwer. Die im Qualipet gekauften Amano-Garnelen sind leider in einen anderen Zustand gewechselt: Den unsichtbaren. Somit befinden sich im „blauen Windlicht“ momentan nur der Schwarm „rote Neon“. Aber man lernt ja dazu. Somit suchte ich Kontakt zu einem Profi – und fand diesen in Form von Reto via Garnelen-Forum (CH). Über seine Website bietet er diverse Zwerg-Garnelen aus eigener Zucht zum Verkauf an. Per Mail kontaktiert, vereinbarten wir am Sonntag Abend einen Abholtermin.

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Somit erstand ich jeweils ein Dutzend „Red Fire“ und „White Perl“ im jugendlichen Alter nebst einem Büschel Wasserpflanzen. Diese „wohnen“ nun seit Sonntag vorübergehend in einem grösseren Deko-Einweckglas.

Es regnete die letzten Tage in Strömen. Und so sammelte ich Regenwasser – eigentlich für die Grünpflanzen in der Wohnung. Da ich vermute dass meine erste Besatzung Amanos an „Überkalkung“ verstorben sind (weisse milchige Verfärbung), dürfte angenommen werden, dass das Leitungswasser die Schuld trägt. Deshalb füllte ich das vom Transport im Beutel befindliche Wasser mit Regenwasser auf. Auch das Wasser im „blauen Windlicht“ ergänzte ich mit Regenwasser.

Garnelen scheinen nicht nur Algen und die im Glas befindliche Grünpflanze pausenlos zu verspeisen, sondern alles was nicht niet und nagelfest ist. So fand ich eine Futterliste im Internet, die Obst, Gemüse und Grünzeug enthält. Darunter z.B. „Brennnessel, vorher mit heissem Wasser abgebrüht, um die Nesseln weicher zu machen“. Brennessel wächst hier in Jonen gleich ein paar Schritt weit am Waldesrand. Und es schmeckt ihnen tatsächlich.

Nun „schau mer amal“, ob wir am Wochenende das Projekt „Thai River“ in Angriff nehmen können.