21.09.2009 – POD – Picture of the Day: „Magic Mushroom Shake – Send you to the Moon“

21. September 2009

Anne und P@ befinden sich momentan auf der anderen Seite des Planeten im wohlverdienten Urlaub. Ab und zu schicken die beiden – speziell P@ – Bilder per Mail. Wahrscheinlich um uns neidisch zu machen, aber ab und zu mit witzigem Inhalt. Eines davon – das von heute – möchte ich Euch nicht vorenthalten:

MagicMushroomsDeliveryService

„Magic Mushrooms“ sind die berüchtigten „Zauberpilze„, welche auch in Europäischen Breiten durchaus vorkommen – genau jetzt in der Herbstzeit. Man sagt, dass die Legende vom „Weihnachtsmann“ auf ein Volk mit dem Namen „Korjaken“ zurück geht. Die Schamanen dieses sibirischen Urvolkes verwendeten einen Aufguss von getrockneten und aufgekochten Fliegenpilzen, um sich in Ekstase zu bringen und zu halluzinieren. Der Weihnachtsmann kommt durch den Schornstein? Die Korjaken betraten ihre Zelte durch die Rauchöffnung in der Decke. Auch die Rentiere essen getrockneten Fliegenpilz leidenschaftlich gerne. Tja, bekokste Rentiere fliegen besser. Kein Scherz! Hier nachzulesen!

Zurück zu den Zauberpilzen (Magic Mushrooms):

Zauberpilze, Narrische Schwammerl, Psilos, Wunderpilze, Magic Mushrooms und Shrooms sind umgangssprachliche Bezeichnungen für psychoaktive Pilze. Meist handelt es sich dabei um die psilocybin- bzw. psilocinhaltigen Gattungen der Kahlköpfe (Psilocybe), Risspilze (Inocybe) und Düngerlinge (Panaeolus). Seltener werden ibotensäurehaltige Arten der Wulstlinge (Amanita) so bezeichnet. Es sind mehr als 100 psychoaktiv wirkende Arten weltweit bekannt.
Ein bekannter Pilz ist der Spitzkegelige Kahlkopf (Psilocybe semilanceata), der häufig auf nicht künstlich gedüngten mitteleuropäischen Weiden anzutreffen ist. Auch im Grünlichgrauen Dachpilz (Pluteus salicinus) wurden die psychoaktiven Substanzen Psilocybin und Psilocin nachgewiesen.[1] Zum Kauf (legal oder illegal) werden häufig Kubanische Träuschlinge (Psilocybe cubensis) angeboten.

Das Bild ist für mich ein ganz klares POD, wie ich finde. Werde da gleich mal anrufen und den „Delyveri“-Service nutzen. Weihnachten kommt ja bald 🙂


04.08.2007 – Was der Fliegenpilz mit dem Weihnachtsmann zu tun hat

4. August 2007

Der Weihnachtsmann ist das Produkt einer Halluzination resultierend aus dem Genuss von aufgekochtem getrockneten Fliegenpilz. Muscimol heisst der Wirkstoff, der die Halluzinationen hervorruft.

Die sibirischen Ureinwohner „Korjaken“ genannt und speziell deren Schamanen nutzten diese ekstase-auslösende Eigenschaft des Fliegenpilzes um sich in Ekstase zu veretzen. Die Korjaken-Nomaden im Osten Sibiriens kochten bei ganz besonderen Anlässen getrocknete Fliegenpilze auf. Als ehemaliger Gefangener des Nomadenvolkes berichtete Philip von Strahlenberg im frühen 18. Jahrhundert als Erster von der Zubereitung solcher speziellen Gerichte.

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„Eine Kamtschadalische Winterhütte von innen“. Illustration aus Stellers Beschreibung von dem Lande Kamtschatka. (Quelle Wikipedia)

Wie der Weihnachtsmann durch den Kamin, betraten die sibirischen Ureinwohner ihre Hütten durch eine Öffnung in der Decke ihrer Hütten. Was die These des „Fliegens während einer Halluzination durch Einnahme von Fliegenpilz“ im Zusammenhang mit dem Weihnachtsmann bestärkt, ist die Tatsache, dass die Rentiere selbst verrückt nach getrockneten Fliegenpilz sind und diesen leidenschaftlich gerne fressen. Die Wirkung des enthaltenen Wirkstoffes Muscimol ist die selbe, wie beim Menschen: Die Rentiere halluzinieren und „fliegen“.

Eine weitere Parallele: Der Hut des Fliegenpilzes ist rot/weiss. Welche Bekleidung trägt der Weihnachtsmann? Übrigens: Warum heisst der Fliegenpilz eben genau „Fliegenpilz“? Diese Frage dürfte nun beantwortet sein.

Text zusammengefasst aus der Sendung „Horizonte: Vergiftet!“ Ein Film von Alfred Vendl und Steve Nicholls.

Ausführliche Dokumentation siehe Skript zur Sendung „Horizonte: Vergiftet!

Verweis auf Wikipedia „Fliegenpilz