16.03.2008 – Urlaub auf Koh Samui – Tipps, Links und Wissenswertes rund um die Insel

16. März 2008

(to be continued)

Was nimmt man nach Thailand mit?

Wie bereits in einem der Beiträge beschrieben, ist die Antwort sehr einfach: Nichts! Gut, die Reiseunterlagen nebst Reisepass, Geldbeutel, Digicam, Natel und Laptop sollte man dabei haben. Alles andere ist in Koh Samui (im TESCO) wesentlich günstiger zu kaufen, als bei uns.
Ich für meinen Teil hatte mit 10,8 Kilogramm Koffergewicht auf dem Hinflug zu viel Klamotten dabei. Neben den Sachen, die ich angezogen hatte (Turnschuhe, Socken, Unterhose, lange Jeans, T-Shirt, langärmliges Hemd, Ledersakko), kamen folgende Dinge in den Koffer:

Waschzeug (Zahnbürste, Rasierer, Schweizer Sackmesser, etc.)

  • 3 T-Shirts
  • 3 kurze Hemden
  • 1 langärmeliges Hemd
  • 1 kurze abgeschnittene Jeanshose
  • 1 lange Jeans
  • 1 Badehose
  • 1 grosses Handtuch
  • 1 elektrischer Mosquito Killer
  • Diverse Ladegeräte für Natel und Digicam

Zusätzlich noch eine leichte Laptoptasche inkl. Laptop und Digicam.

Auf dem Rückflug waren es übrigens 19,1 Kilogramm. Das waren die Bekleidungsstücke, die ich bei zwei Einkäufen im TESCO erstanden hatte. Auch Haarwaschmittel, Duschmittel und Aloe Vera Creme kaufte ich im TESCO, was allein schon 1 Kilogramm ausgemachte.

Mike liess sich für etwas mehr als 280 Euro vom „local Schneider“ neue massgeschneiderte Sakkos, Hemden aus tollen Stoffen und Lederschuhe anfertigen:

  • 3 massgeschneiderte Sakkos
  • 4 massgeschneiderte Langarmhemden
  • 2 paar massgeschneiderte Lederschuhe

Wäsche waschen

Bitte outen Sie sich nicht mit vor dem Bungalow aufgehängter Wäsche als „Selbstwäscher“! Das ist wirklich peinlich und zieht nicht nur das Gelächter der anderen Gäste, sondern auch die Resort-Mitarbeiter grinsen sich dann einen ab.

  • An jedem Eck in Lamai gibt eine „Laundry“, die pro Kilogramm 30 bis 40 Baht verlangen. Frisch gewaschen, gebügelt und perfekt zusammengelegt. Man gibt die dreckige Wäsche an einem Tag ab und am nächsten Tag ist diese fertig!

Ich fliege das nächste Mal nur mit Handgepäck. Den Koffer für die Rückreise kaufe ich dann in Koh Samui im Grossmarkt. So komme ich schneller aus dem Flughafen und muss nicht erst auf den dämlichen Koffer warten. Den von mir verwendeten „schwarzen Stoff-Trolley“ gibt es wie Sand am Strand von Bo Phut. Deshalb wird es sicher ein etwas einzigartiger werden. Es nervt einfach den Koffer auf dem Fliessband nicht sofort zu erkennen.

Wichtige Reisedokumente und Kreditkarten

Das gehört in den Hotel-Safe. Ich glaube zwar nicht, dass sich ein Mitarbeiter eines Resort es sich karrieremässig leisten kann, etwas zu entwenden. Ausserdem müsste er befürchten, dass er sein Gesicht verliert, was viel schlimmer für einen Thai ist. Wir hatten unsere Laptops im Hotelzimmer an Kensington-Locks gehängt, wenn ich ihn nicht irgendwo dabei hatte. Auch hier glaube ich nicht, dass die Beine bekommen hätten.

Essen und Trinken

Ich gurgelte mit dem Wasser aus der Leitung beim Zähneputzen – einfach aus Gewohnheit. Ich lebe noch. In unserem Hotel bekam man täglich pro Person einen Liter Trinkwasser auf das Zimmer. Nutzen Sie es zum Zähneputzen oder um evtl. Medikamente einzunehmen. Bitte nehmen sie diese Hotelflaschen nicht zum Strand mit (Blamage Effekt); denn das erinnert mich an die Zeit, als man im Skiurlaub in Österreich beim Frühstücken die Semmeln gerafft hat, um diese mit der Wurst vom Buffet in von zu Hause mitgebrachten Frischhaltebeuteln auf den Berg mitzunehmen. Nur: Eine Flasche Wasser kostet im Restaurant am Strand zwischen 10 und 30 Baht. Dafür lohnt es sich nicht die Flasche einzupacken.

Das Essen schmeckte uns (bis auf eine Ausnahme) in Koh Samui überall sehr gut. Wir sind absolute Fans von „originalem“ Thai-Food. Das heisst, wir meiden, wenn möglich touristisch entschärftes flach schmeckendes thailändisches Essen. Die „originalen“ Speiserestaurant findet man, wenn man sich die Gäste ansieht. Überwiegen thailändische Gäste, dann ist das eines der von uns bevorzugten Restaurants. Befindet sich in der Speisekarte kein „Wiener Schnitzel“ oder eine spezielle Seite gespickt mit „altdeutschen Gerichten“, sind wir richtig. Am „originalsten“ sind Lokale, in welchen die Bedienung kein englisch versteht und die Speisen in der Karte nicht übersetzt sind.

Essen konnten wir (fast) alles. Wir verzichteten nur auf die fahrenden Händler, da es uns (noch) nicht zusagte, das frittierte Krabbeltierzeug zu probieren. Thais knabbern die Sachen aber bei jeder Gelegenheit und leben auch noch. Dieses Experiment wage ich vielleicht das nächste Mal. Soll ja sehr kalorienarm und nahrhaft sein und angeblich nach Kartoffelchips schmecken.

Trinkgelder

Eigentlich steht auf jeder Rechnung, dass die Preise inklusive Steuern und Trinkgelder zu verstehen sind. Trotzdem gaben wir stets einen kleinen angemessen Betrag als Trinkgeld – abhängig vom „Nasenfaktor“ (Nasenfaktor = Ambiente x Essensgenuss x freundliche Bedienung). Wir finden das mehr als richtig, speziell dann, wenn man selbst einmal im Gastgewerbe gearbeitet hat. Mike sagte manchmal: „Ihnen tut’s gut, und uns tut’s nicht weh!“.

Strandverkäufer und Animierer

Äusserst positiv ist uns das Verhalten der Strandverkäufer und sonstigen „Animierer“ aufgefallen. Im Gegensatz zu Teneriffa (Los Cristianos) oder Bali (Kuta Beach, Padang Padang), wo man förmlich belagert wird, reicht ein nettes Lächeln und kurzes Kopfschütteln, um ein freundliches Abwenden inkl. Verabschiedung zu erreichen. Rudelbildung entsteht erst überhaupt nicht. Umso grösser ist aber dann die Freude, wenn man dann doch beim nächsten Vorbeikommen winkt und eventuell ein Eis oder einen frisch gepressten Saft kauft – zu einem geringen Preis und etwas Trinkgeld.

Sonnenbrand oder Sonnebräune?

Auf keinen Fall die bürogebleichte Haut in den ersten beiden Tagen direkt der Sonne aussetzen. Die Sonne scheint hier in Äquatornähe nahezu senkrecht vom Himmel. Zusammen mit der indirekten Reflexion vom Meer her hilft kein Sonnenschutzfaktor die Haut vor Sonnenbrand zu schützen. Bitte bleiben Sie in den ersten beiden Tagen gut eingekremt unter einem Sonnenschirm oder im Schutz von Palmen. Rote glänzende Gesichter sahen wir reihenweise in unserem Urlaub. Und ist der Sonnenbrand einmal da, dann ist es erst einmal aus mit Strandaktivitäten. Zudem schält sich nach ein paar Tagen bekanntlich die Haut fetzenweise, was dem Aussehen beim Ausgang in leichter Bekleidung einen negativen Reiz verleiht. Bleiben Sie gemütlich im Schatten in den ersten beiden Tagen. Sie haben genug Zeit sich die knackige Bräune während ihres Urlaubs vorsichtig anzufärben.

Scooter, Motorräder und andere Gefährte

Roller, Motorräder, Autos und Jeeps gibt es an jeder Ecke. Am besten fragt man nach unserer Erfahrung direkt beim Hotel nach. Warum? Dann ist das Teil sicher zugelassen und versichert. Das erkennt man an einem roten Aufkleber irgendwo am Fahrzeug und an den Kennzeichen. Fehlende Kennzeichen deuten auf ein eben nicht zugelassenes Fahrzeug hin. Die Gefährte sollten neuerer Bauart sein. Verrostete oder verbogene Fahrzeuge sollten sie nicht mieten. Wie im „richtigen Leben“ auch. Die Preise fangen bei 200 Baht für einen kleinen Roller an und gehen bis 1000 Baht und mehr für einen Jeep pro Tag. Wenn sie von vornherein wissen, dass sie das Fahrzeug länger nutzen möchten, dann lässt sich immer ein wenig Feilschen. Aber bedenken Sie: 50 Baht sind ungefähr ein Euro.

Man sollte ausserdem beim Ausleihen immer bedenken, dass man für etwaige Schäden – verschuldet oder unverschuldet – selbst aufkommen muss. Bei einem Umfaller (Motorrad) oder einem Totalschaden möchte der Verleiher den Schaden ersetzt – und zwar „Neuersetzt“ beim Totalschaden. Also sollte man als Noch-Nie-Harley-Fahrer oder noch schlimmer, als Noch-Nie-Motorrad-Fahrer dessen bewusst sein, dass nach einem Wheely und anschliessendem Abflug des Motorrads auf den Beton nicht nur die Mühle, sondern auch die Urlaubskasse erhebliche Dellen erleidet.

Motorradfahren mit oder ohne Helm:

Am liebsten würde ich mich in der Schweiz und in Deutschland Helmbefreien lassen. Nein, ich bin nicht plemplem oder lebensmüde. Denn mit einer Helmbefreiung „darf“ man ohne Helm fahren – muss aber nicht. Ich weiss durchaus, was passiert, wenn ich selbst abfliege oder eher wahrscheinlich, mich irgendein netter vollverblechter und verknautschzonter Verkehrsteilnehmer vom Töff holt. Und deshalb fahre ich auch so vorsichtig. Als Töff-Fahrer beachtet man sogar den rückwärtigen Verkehr im Spiegel automatisch. „Man muss immer mit der Dummheit der anderen im Strassenverkehr rechnen!“ hatte mir mein Fahrlehrer eingetrichtert.

Auf längeren Strecken fuhr ich auch in Koh Samui mit Halbschale und Visier. Man bekommt dann einfach den mal kleineren oder auch mal grösseren Feinstaub der vor einem Fahrenden nicht ins Gesicht oder die Augen. Mund auf jeden Fall schliessen, sonst knirscht es zwischen den Zähnen. Aber es gibt trotzdem nichts Schöneres, als ohne Helm auf wenig belebten Strassen des nächtens gemütlich im letzten Gang mit 60 bis 80 dahin zu tuckern.

Eigentlich existiert nach meinen Informationen eine Helmpflicht auf der Insel. Bei den Strassenkontrollen, welche wir beobachten konnten, wurde aber keiner der Roller- und Motorradfahrer wegen des Nichttragens des Helms irgendwie belangt. Wir sind lieber mit Motorrädern gefahren, auch wenn das soooo gefährlich sein soll. Gut, Mike und ich fahren seit dem 15. Lebensjahr motorisierte Zweiräder in verschiedensten Grössen – und das unfallfrei bis heute (toitoitoi). Und das soll auch so bleiben.

Auf Koh Samui benötigt man nur einen Pass beim Ausleihen eines Motorrads. Diesen behält der Verleiher bis zur Rückgabe. Kopien werden nicht akzeptiert. Es wird somit nicht kontrolliert, ob man tatsächlich einen Motorrad-Führerschein besitzt. Deshalb fahren dann eben Typen auf den Rollern und noch schlimmer auf den Motorrädern jeglicher PS-Stärke und Gewichtsklasse, die keinerlei Erfahrung mit den Geräten haben.

Die konzentrieren sich in den ersten Tagen darauf, ob man nun zuerst den Gang runter- oder rauf und mit welchem Fuss und ob man die Kupplung oder den Bremshebel oder vielleicht erst einmal aufblenden muss. Dabei passiert es zwangsläufig, dass eben nicht auf Strasse und die Schlaglöcher geachtet wird oder auf den fliessenden Verkehr samt kreuz und quer sich einsortierenden Fahrzeugen.

Auch trägt meist ein gewisses männliches Brunftverhalten bei der Beförderung einer Teilzeitliebschaft dazu bei, dass über die Verhältnisse von Strassenbelag, Reibungswiderstand, Bremsvermögen und eigenem fahrerischen Können, dümmsten Falles vermischt mit etwas Alkohol im Blut gefahren wird. Etwas Sand in der Kurve oder ein plötzlich zum Überholen ausscherender Minivan und schon ist es passiert.

TukTuk und Sammeltaxis

Das eigentliche Verkehrsmittel für den schnellen unkomplizierten Transfer überall hin auf der Insel sind die bunten Sammeltaxis. Man vereinbart vorher den Fahrpreis mit dem Fahrer, der auf der rechten Seite im Auto sitzt und setzt sich dann hinten auf die etwas harten Bänke. Gut festhalten ist angesagt. Für Fahrten zahlt man egal zu welcher Tageszeit um die 100 Baht. Und sie kommen auf der Insel wirklich überall damit hin ohne sich zu verfahren; denn die Strassenkarten – besonders die kostenlosen – sind zwar kostenlos, aber unbrauchbar und nur mit Werbung vollgepflastert.

Taxis mit Taximeter und Taxiroller haben wir nicht genutzt, daher keine Bewertung und kein Kommentar.

ACHTUNG: Die immer mehr beliebter werdenden Quads sind für den thailändischen Strassenverkehr nicht zugelassen! Also besser nicht ausleihen. (Link zum Artikel bei Der-Farang.com)

Drogen auf Koh Samui

Wir bekamen eigentlich nur auf der „Escape“-Party welche angeboten. Was für welche? Keine Ahnung. Wir haben freundlich aber bestimmt abgelehnt. Drogenbesitz oder gar Drogenverkauf in Thailand ist eines der am härtesten Bestraften Vergehen überhaupt. Trotzdem wird es doch immer wieder angeboten. Ob es sich bei den Anbietern oder von der Regierung/Polizei eingesetzte verdeckte Ermittler handelt, war uns auch egal. Wir haben nicht gefragt. „Nein, danke“ ist der beste Satz in diesem Fall.

Andernfalls drohen mehrere Tage Knast und eine Geldstrafe von mindestens 2000 US-Dollar. Ausserdem in jedem Fall sofortige Ausweisung und man wird in eine Schwarze Liste eingetragen. Somit wird man nie mehr Thailändischen Boden betreten können. Was schade wäre. Wir hatten selbst das passive Vergnügen eine Waffen- und Drogenkontrolle vor unserem Hotel zu beobachten. Und Polizei geht bei eventuell Verdächtigen nicht freundlich mit den Herrschaften um. Es wird alles durchsucht inklusive kompletten Ausziehen auf offener Strasse bis auf die Unterhose. Sollte nur ein Joint in der Zigarettenschachtel gefunden werden, dann ist der Urlaub schnell vorbei. Für Leute, die im Urlaub nicht auf „ihr Gras“ verzichten möchten, denen rufe ich hiermit einfach nur zu „Good Luck!“.

Alkohol und Fahrzeug auf Koh Samui

Das verträgt sich auf einer Ferieninsel genauso wenig, wie in jedem anderen Land. Nur mit dem Unterschied, dass in Thailand die Null-Promille-Grenze gilt. Verkehrskontrollen gibt es seit den steigenden Unfallzahlen in den letzten Jahren ebenso häufig und regelmässig. Wer mit Alkohol im Blut erwischt wird, der darf sofort sein Fahrzeug stehen lassen und kann mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

Kommt es zu einem Unfall, egal wer die Schuld daran trägt, muss ausserdem damit rechnen, dass ihm die Fahrerlaubnis für ganz Thailand entzogen wird. Komisch, warum schreibe ich das? Ist in jedem anderen Land auch so. Müsste eigentlich jedem klar sein. Lassen sie das Fahrzeug im Hotel und schnappen sie sich ein Sammeltaxi. Das kostet dann nicht den Führerschein, sondern lediglich zwischen 50 und 200 Baht. Und man fährt mitunter genauso schnell.

Kameras und Fotografieren

Wo immer ich ausserhalb meiner Wohnung bin, die DigiCam gehört in die linke Hosentasche. Es gibt so viel zu fotografieren auf Koh Samui, dass es einem eigentlich innerhalb von 2 Wochen die Festplatte sprengt. Aussortieren ist dann angesagt. Es kann alles fotografiert werden. Nur bei Personen sollte man bitte vorher fragen. Es wird meist mit einem Lächeln geantwortet. Bei Tempelanlagen bitte auch vorher fragen.

Internetzugang und WLAN

Unser Hotel besass einen WLAN-Zugang. Dieser kostete pro Woche 500 Baht (10 Euro). Einschränkungen gab es bei uns nur im Hotelzimmer, da er Empfang stark nachliess. Daher schrieb ich oftmals im Strandrestaurant. Da gab es einen Access Point und „volle Balken“. Jedes mir bekannte Hotel besitzt mittlerweile WLAN. Und ich war nicht der einzige mit einem Laptop unter dem Arm.

Internet Cafés hat es an fast jeder Ecke. Die Preise sind passabel. Aber irgendwie konnte ich für mich persönlich mir nicht vorstellen einen schönen Urlaubstag im Internet Café – zwar klimatisiert – vorstellen. Aber wer eben keinen Laptop mitnehmen möchte, der kann jederzeit Skypen oder Chatten oder Mailen.

Schuhe ausziehen!

Sehr sympathisch ist die Gewohnheit beim Betreten von Räumlichkeiten die Schuhe auszuziehen. Ob im Hotelzimmer die sandgefüllten Strandschuhe, im geschlossenen Restaurant (Mr. Samui), Massagesalon oder in der Apotheke. Wenn vor der Lokalität schon Schuhe stehen, dann bitte ausziehen. Wer Angst vor Fusspilz hat, der kann sich gleich in der Apotheke ein Spray kaufen. Wir hatten keinerlei Befürchtungen.

An den Stränden stehen oftmals hölzerne offene rechteckige oder quadratische Gebäude, die wie Unterstände aussehen. Das sind aber keine! Es handelt sich dabei um buddhistische Tempel. Auch hier gilt es vor dem Betreten die Schuhe abzustellen, wie bei allen anderen Tempeln auch. Handtuch ausbreiten und in den Schatten legen, kommt hier äusserst ungut an.

Schlangen und andere Tierarten

Es soll in Koh Samui durchaus giftige Schlangen geben. Wir haben nur eine gesehen und die hat Chris auf der Strasse nach Lamai überfahren. Auch auf unsere etwas anderen Dschungel-Tour sahen wir keine. Die Viecher sind einfach zu scheu. Von „handtellergrossen“ Spinnen können wir auch nicht berichten. Die waren offensichtlich schon aus. Eine winzige Spinne befand sich bei Nanee auf dem Armaturenbrett. Nach etwas freundlichem Bitten, empfahl sich diese durch das geöffnete Fenster. Chris erzählte von einer einzigen Kakerlake in seinem Bungalow und wir hatten eine auf dem Rücken liegende und strampelnde Riesenkakerlake auf dem Balkon. Und das in drei Wochen. Enttäuschend.

Was wirklich mitunter nervt, sind die Mücken. Unser Hotelzimmer hielten wir durch nur kurzzeitiges Öffnen der Eingangs- und Balkontür möglichst Blutsaugerfrei. Ausserdem vernichteten wir eventuell doch eingeschmuggelte Ministukas in den ersten Tagen mit der mitgebrachten elektrischen Fliegen-Tennisschläger-Klatsche. Das sprach sich dann in der Mückenwelt herum und die restlichen beiden Wochen hatten wir Ruhe.

Zusätzlich besorgten wir uns in der Apotheke in Lamai „Autan“. Damit sprühten wir uns des Abends die frei zugänglichen und nicht von Bekleidung verdeckten Extremitäten ein. Dann war auch hier Ruhe und wir konnten ungestört auf der Bungalow- oder Restaurant-Terrasse sitzen und geniessen.

Die Katzen und speziell die Strandhunde hatten es uns angetan. Selbst Hunde, die hierzulande als „Kampfhunde“ verrufen sind, zeigten eine Zutraulichkeit von erster Kajüte. Siehe zum Beispiel die interessanten Mischlinge vom Restaurant „Gecko“ beim Strand in Bo Phut.

Muscheln und Krebstiere sind eher ungefährlich, frisch, schmackhaft und können gegessen werden.

Geld und Geldautomaten

Wir fanden überall und immer einen funktionierenden Geldautomaten. Überhaupt kein Problem die Angelegenheit. Man sollte allerdings etwas die englische Sprache beherrschen.

Verhaltensregeln in Thailand

  • Schuhe ausziehen beim Betreten von entsprechenden Locations und speziell bei Tempeln (hatten wir oben)
  • Sauber anziehen. Thais achten speziell auf saubere passende Bekleidung. Rippshirts und andere „Flodder“-Bekleidung evtl. auch noch schmutzig immer vermeiden. Gepflegtes sauberes Auftreten wird geschätzt.
  • Der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit ist unüblich.
  • „Oben Ohne“ liebe Damen bitte unterlassen. Auch wenn es schmerzt.
  • Sei immer nett und freundlich. Lautes Auftreten, Anschreien, Beschweren, Beleidigen oder Schimpfen gilt als Gesichtsverlust.
  • Der Kopf gilt als reinstes Körperteil. Also unterlassen Sie es diesen anzufassen.
  • Der Fuss gilt hingegen als unreinstes Körperteil. Niemals mit dem Fuss auf jemanden zeigen oder über jemanden steigen.
  • Mit dem Finger auf jemanden zeigen sollte ebenso unterlassen werden.

Koh Samui Airportcode: USM

  • Für Schweizer ist der Airportcode leicht zu merken; denn der Schweizer Highend Designermöbel Hersteller heisst USM

Flüge nach Koh Samui buchen

Nicht jeder kennt einen PTA (Personal Travel Agent) und kann auf diesen jederzeit zugreifen. Diese Websites werten verschiedene Anbieter aus und liefern ein umfassendes Suchergebnis.

Wettervorhersagen für Thailand und Koh Samui

Währungsumrechnung Baht in sämtliche Währungen

Günstig Telefonieren von der Schweiz nach Thailand

  • Mobil Telefonieren mit Lebara:
    Seit gut 2 Jahren telefonieren wir mit dem PrePaid-Tarif von Lebara.ch
    1 Minute ins Thai-Festnetz kostet 0.07 CHF
    1 Minute ins Thai-Mobilnetz kostet 0.11 CH
    Es können Verbindungskosten entstehen.
    Die SIM-Karte ist bei „Kiosk“ oder „Mobilezone“ erhältlich.
    Wir laden die Karte bequem via Internet.
    www.lebara.ch

    (Stand 14.08.2010)

Günstig Telefonieren von der Thailand in die Schweiz

Informationen über Koh Samui (online)

Online-Zeitungen und Zeitschriften

Webcams Koh Samui

Wer mal kurz einen Blick nach Koh Samui werfen möchte, der ist bei „Samuicam“ genau richtig. Die Webcams liefern Live Streaming Videos und sind sogar teils mit Remote Control ausgestattet. Verfügbare Orte: Lamai Beach, Lamai Beach Road, IT Complex Samui, Chaweng Beach, Chaweng Beach Road, ITC-Plaza Cam und eine zeigt Bangkok.

Blog „Samui? Samui!“ – Must-Read-Before-Entering-the-Island

Einen absolut empfehlenswerten deutschsprachigen Blog fand Mike gerade. Auf „Samui? Samui!“ schreibt der auf eben diese Insel ausgewanderte und nun im Nordwesten der Insel (Bang Por) lebende Patrick Kollitsch über seine Erlebnisse und das ganz alltägliche Leben auf Samui, die er oftmals zusammen mit seinen beiden Hunden Pokki und Soosie erlebt. Und zwar auf lustige ironische Art und Weise. Wir kringelten uns vor Lachen und wischten uns bei den letzten Beiträgen bereits die Tränen aus den Augen.

Blog von Khun Ebi (Betreiber von samui-finder.com)

Onlinewörterbücher Thai in verschiedene Sprachen (dt.)

Software zum Erlernen der Thailändischen Sprache (dt.)

  • Thaitrainer111 ist auch eine Software um Thai zu lernen, die Sharewareversion reicht zum ausprobieren. Hier kann man auch Thainumbers (Zahlen lernen) herunterladen.
    http://www.thaitrainer111.de

Podcasts und Websiten zur Thailändischen Sprache (engl.)

Sprachlinks gefunden bei Jokkel http://jokkel.wordpress.com/2008/02/23/links-zur-sprache/

Beziehung zwischen Farang und Thaifrau

Der Autor von Samufinder.com beschreibt die beiden Seiten in der Beziehung zwischen Farang/Westler und Thaifrau in einem sehr lesenswerten und witzigem Schreibstil.

Am Ende des Textes wird auf ein Buch verwiesen, welches auf der einen Seite in Deutsch und auf der anderen Seite auf Thailändisch geschrieben ist. Das Buch heisst „Thailand Fieber“. Das Buch ist in Deutsch, English, Holändisch und Italienisch erhältlich.

Weitere Links als Reminder

(to be continued)

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Urlaub Koh Samui 15.03.2008 – Urlaubsnachverarbeitung in Regensburg oder „Buchen wir gleich für Oktober?“

16. März 2008

Die Frage: „Buchen wir gleich für Oktober?“ lässt sich einfach beantworten: Ja! Eh klar! Sowieso! Des mach ma gleich klar! Aber langsam von vorne. Wir haben ja noch Urlaub. Ergo, geht es an die Nachbearbeitung und Verarbeitung. Ein Resümee mit Tipps zu Stränden und interessanten Locations kommt noch extra. Während ich jetzt die Bilder der letzten beiden Tage auf den Server lade, fange ich langsam an die letzten Tage nachzuschreiben. Ab dem 09.03. ging es ziemlich ereignisreich und turbulent los und dann hatte ich keine Zeit und Lust mehr die Tage sofort in der Nacht zu schreiben. Mir also die Nächte um die Ohren zu schlagen. Das Thema „Mädchen“ behandle ich auch noch. Da soll es ja den ein oder anderen geben, den das speziell interessiert. Aber bei uns war das natürlich wieder ganz anders, als etwa der geistige Kleingärtner erwarten würde. Die dürfen dann trotzdem lesen. Kommen aber nicht auf ihre Kosten; denn von „käuflicher Liebe“ steht bei uns nix drin – verständlicher Weise. Wir haben leider „normale Mädels“ kennen gelernt.

Nachdem wir gestern mit leichter Verspätung gegen 19:40 Uhr landeten im schönen, aber vollkommen verregneten Münchner Airport und uns freundlicherweise Uschi vom Flughafen abholte, fuhren wir etwas leicht ermüdet nach Regensburg. Vorher stoppten wir noch bei Pfaffenhofen; denn die Tochter von Uschi gelüstete es nach „McDonald“-Food. Nein, danke. Ich benötigte nur einen Kaffee und bezog bei der Theke einen Fruchtsalat. Dafür rauchten wir noch eine draussen vor der Tür. Saukalt und Regen. Die Zigi drückte ich halb geraucht aus. In Regensburg angekommen, stand sofort Mam auf dem Programm, die uns in 10 Minuten die letzten wichtigen Ereignisse der vergangenen 3 Wochen auf die Ohren drückte.

Nur, irgendwie hatten sich zumindest bei mir die Prioritäten leicht verschoben. Was ist wichtig im Leben? Ob nun ein Kran gegen eine Brücke in Regensburg gefahren ist und dadurch die Gasleitung Feuer fing? Pfeiff‘ drauf! Wen interessiert das. Bürgermeister-Wahlen in Regensburg? Scheidinger oder Wollbergs? Mir vollkommen egal! Was kommt im Fernsehen? Total nebensächlich! Mittelbayerische Zeitung lesen? Wen interessiert denn der Kram! Komisch, irgendetwas hatte sich in meinem Hinterkopf geändert.

Ich rolle jetzt auf jeden Fall mal das Tagebuch von hinten auf, bis sich die fehlenden Stücke der Reisegeschichte füllen. Ich bitte lächelnd um wohlwollendes Verständnis der Leserschaft.

Zur Story: Gegen Mittag wurde ich durch Stimmen im Flur wach. Ich rappelte meine müden Glieder hoch. Sah an mir herunter und entdeckte mit halb geöffneten übermüdeten Augen viele kleine weisse Katzenhaare auf meinem schwarzen T-Shirt. „Sehr schön“ dachte ich „da hat sich wohl der liebe dämliche Kater Felix gestern Nacht noch schön auf meiner Bettdecke breit gemacht“. Ich stand auf und öffnete die Tür. Willy stand mit Mam diskutierend im Flur. Er hätte seine Tochter im Auto und könnte nicht lange bleiben. Man hielt dafür ein Spielzeugpferd in der Hand und Willy holte dann doch sein Töchterchen. Während ich ins Bad stolperte und mich duschte, plauderten die zwei im Flur bzw. im Wohnzimmer weiter. Da schlief Mike auf dem Sofa. Nein, er war durch die Plauderei bereits wach geworden.

Ich holte mir neue Katzenhaare-freie Klamotten aus dem Koffer und zog mich an. Willy blieb wirklich nur wenige Minuten. Dann fuhr Mam das Frühstück auf. Allerdings setzte sie sich nicht zu uns, sondern wetzte pausenlos zwischen Schlafzimmer, Küche und Bad hin und her. „Das ist viel zu hektisch“ dachte ich. Aber was will man machen. Mir fiel der Song „Numb“ von „Linking Park“ ein und ich summte diesen leise. Mam drängte uns schnell zu frühstücken; denn sie hätte einen Termin um 13 Uhr zwecks dem Verkauf ihres Gartens und wir sollten dabei sein. Na gut, dann fahren wir mit.

Nachdem die Fahrzeug-Frage geklärt war, fuhren wir in den Regensburger Stadtteil „Margartenau“. Dort hatte ich vor meinem Umzug nach Zürich jahrelang gewohnt. Dort befinden sich zwei Kleingartenanlagen. Erwähnte ich, dass ich eine natürliche Abneigung gegen alles, was mit Kleingärten zu tun hat, besitze? Nur, wenn ich diese Anlagen sehe, bekomme ich eine natürliche körperliche Abwehrreaktion. Nein, ich liebe Pflanzen und Tiere, solange beide sich rein vegetarisch ernähren, aber diese Mischung aus gutdeutschem, kleinbürgerlichem und neidgeprägten Revierdenken und der Bastion der letzten Kaiser über die Gartenzwerg-Parzellen hinter einem Verein mit dem sinnigen Namen z.B. „Grüne Laubenfreunde“ zu verbergen, lässt in mir die Gedärme verbiegen.

Aber es stellte sich heraus, dass sich der Verkauf von Mam’s „altem“ Kleingarten recht einfach abwickeln liess. Der neue Pächter besorgte sich Mam’s süssen Kleingarten. Was soll’s. Die Formalitäten waren in Minuten abgewickelt und der Ablösepreis in Sekunden ausgehandelt. Ich verabschiedete mich schnell; denn ich wollte den restlichen Tag fernab jeglicher Zwänge in der Regensburger Altstadt geniessen.

So zog ich zu Fuss über die Prüfeninger Strasse Richtung Innenstadt. Vor dem Jahnstadion drängten sich die ersten Massen; denn der einzige einigermassen erfolgreiche Fussball-Club „Jahn Regensburg“ schien sich dort mit irgendeinem Provinzgegner zu messen. Nein, ich wollte kein Fussballspiel – ich wollte Ruhe! Der Weg führte mich durch das Jakobstor über den Bismarckplatz am Theater vorbei zur Ludwigsstrasse. Die Sonne kam doch das eine oder andere Mal durch die Wolken und vor dem „Goldenen Kreuz“ sassen in Jacken und Anoraks gepackt die ersten Frischluftfanatiker in der Sonne. Es wird echt Zeit, dass der Frühling kommt. Dann lief ich am Alten Rathaus vorbei, in dem dereinst Karl V. residierte und die ersten deutschen Gesetze über das Fenster des Reichssaals ausrief, weiter zur Goliathstrasse und ging hinunter zur Steinernen Brücke.



 

Viele Touristen tummelten sich in der Stadt. Es fingen ja an diesem Wochenende die Osterferien an und die Freie Reichsstadt Regensburg ist seit der Ernennung zum „UNESCO Weltkulturerbe“ als Reiseziel noch beliebter. Ich schlenderte über die Steinerne Brücke und entdeckte, dass der Biergarten des „Spitalgartens“ bereits geöffnet war. An einigen Tischen sassen Gäste und ich schlenderte hinüber.




Die Donau führte leichtes Hochwasser; denn auf den angrenzenden Auen stand das Wasser. Zuerst schoss ich ein paar Bilder. Der Stammleser und sicherlich meine Freunde und Kollegen wissen es: Ich stecke meine Digicam immer ein. Egal wohin ich gehe. Nur in der Wohnung liegt die Digicam zusammen mit Geldbeutel, Zigaretten, Feuerzeug und Autoschlüssel auf der Ablage. Sobald ich das Haus verlasse, nehme ich die Digicam zusammen mit den anderen Sachen mit und stecke diese in die linke vordere Hosentasche. Mit einem Handgriff ist die „CANON IXUS 750“ betriebsbereit und mit einem Finger der linken Hand sofort so eingestellt, dass ich entweder mit Blitz (Auto) oder ohne Blitz (Manuell) abdrücken kann. Meine bevorzugte Einstellung ist allerdings „Serienschuss“. Dafür braucht es lediglich zwei Handgriffe „Manuell“ und einmal auf den Menüring und zwar „unten“ gedrückt. Fertig! Wer übrigens Tipps zum Digital Kamera Kauf benötigt, der lese die Seite des Pro’s Ken Rockwell nach.

Dann setzte ich mich an einen der freien Tische in der ersten Reihe und genoss die Sonne in meinem Gesicht. Ich bestellte mir einen Kaffee und sass einfach nur da. Dann „pingte“ mein Handy  und ich zog es heraus. Nanee hatte mir eine Nachricht geschickt, welche ich umgehend beantwortete. Und es sollte nicht die letzte sein für heute.

Dort sass ich etwa 20 Minuten. Ich bezahlte die Rechnung für ein „Haferl Kaffee“ und verliess den „Spitalgarten“, um wieder zurück in die Regensburger Altstadt zu gehen. Als ich bei der Goliathstrasse am „Reisebüro Venus“, in dem Chris ab Montag wieder arbeitet, vorbei ging, nahm ich das Mobile Phone aus der Tasche und rief ihn an. Er teilte mir mit, dass er etwas geschlafen hatte und gegen 15:30 Uhr im „Boston Coffee“ auf mich warten würde. Wir vereinbarten uns dort zu treffen.

Ich ging vorher noch beim „Foto Zacharias“ vorbei. Irgendwann sollte ich mir doch einmal eine neue Digicam kaufen. Und zwar gleich was richtiges. Ich sah mir die Auslagen an und entdeckte ein Angebot. Allerdings sollte so eine Entscheidung wohl überlegt sein. Und ich benötige den Rat von sachkundiger Seite. Ich kenne zwei Foto-Profis in meinem Umfeld. Wolfgang – den Rennsportfotografen – und Detlef zusammen mit Jolanda, die beide fotoverrückt sind und ihr Hobby zum Beruf machen könnten. Beide rief ich an und erkundigte mich nach deren Rat. Ergebnis: Beide stehen eher auf die Marke „Nikon“ und die angebotene „Pentax“ stand nicht so hoch im Kurs. Na gut, dann wird diese Anschaffung eben verschoben. Es soll eine neue Nikon werden, laut Empfehlung beider Profis.

Dann ging ich zum Alten Rathaus zurück und betrat das „Boston Coffee“. Ich stieg die wenigen Treppen hinauf zum Tresen und bestellte bei einer der Damen einen Kaffee. Irgendwie vermisste ich das Lächeln der Serviertochter. Das war mir sonst nie aufgefallen. Dann nahm ich die Treppe zum ersten Stock und setzte mich auf die Terrasse; denn nur dort darf man mittlerweile noch Rauchen. Nach wenigen Minuten entdeckte ich Chris auf dem Platz vor mir, welcher mir zuwinkte.

Wenig später öffnete sich die Tür zur Terrasse hinter mir und Chris kam grinsend an den Tisch. Er hätte soeben einen Kaffee bestellt und mit einem Euroschein bezahlt. Als Wechselgeld bekam er unter den anderen Münzen eine 10 Baht-Münze als 2 Euro Münze in die Hand. Dies hätte er sofort bemerkt und der Dame mitgeteilt. Mit der Vermutung, dass diese Thai-Münze von mir kommen würde. Klar! Ich musste diese beim Aussortieren des Geldbeutels übersehen haben. Natürlich ging ich sofort zur Theke hinunter und klärte das Versehen auf. Ich nahm die 10 Baht Münze und gab der Dame 2 Euro.

Mike traf kurz darauf ein und wir plauderten über den gestrigen Abend. Wir waren mit Mam und ihren Freundinnen zuerst in der „Partymaus“ im Gewerbepark. Aber nach wenigen Minuten wieder draussen. Die Musik und das Ambiente samt Aussehen der Gäste liess vermuten, dass ich unwissender Weise auf dem „Ball der Gremlins“ anwesend war. Auch die nächste Location – „PfunnPfark“ – konnte meine Stimmung nicht heben. Gut, es war glaub ich das 3. Mal, dass ich überhaupt in dem Schuppen drin war – und es gibt sicher kein 4. Mal. Beweis: Nach 5 Gin-Tonic sahen die Gäste immer noch komisch aus. Aber lag sicher an den Nachwirkungen des langen Fluges.

Während Mike versuchte mit seinem iPhone die Webcam von Lamai zu erreichen, erzählte Chris, dass er eine ganze Flasche thailändischen Wiskey (eine kleine mit 0,3 Liter) zusammen mit einem Liter Cola am gestrigen Abend vernichtet hätte, nur um einschlafen zu können. Anfänglich hätte er noch die an seiner Wohnung mit etwas Distanz vorbei fahrenden Güterzüge gehört. Aber je weniger der Wiskey in der Flasche wurde, desto ruhiger wurde es auch. Schliesslich sei er direkt auf dem Sofa im Wohnzimmer eingeschlafen und hätte sich nicht mehr ins Schlafzimmer schleppen wollen.

Vorher telefonierte er noch kurz mit Beat. Beat wäre nach unserer Mail aus Koh Samui so deprimiert gewesen, dass er nicht antworten konnte und sofort ein Weissbier trinken musste. Auch Chris’s Bruder Mario hätte es schwer erwischt. Am Sonntag nach unserer Abreise, wäre er beim Fussballspielen gewesen. Aber als er den ersten Ball trat, riss ein Sehnenband im linken Unterschenkel. Schon war für ihn nicht nur das Fussballspielen, sondern auch der Sonntag vorbei. Geradeaus könnte er laufen – mit Krücken. Aber er wohnt im 3. Stock. Deshalb verlässt er nur noch die Wohnung, wenn es unbedingt sein muss. Sein Nachbar trägt die Einkäufe für ihn nach oben – und den Müll nach unten. Der Arzt verordnete ihm eine Abmagerungskur – nicht dem Ball, sondern Mario. Gute Besserung an beide 🙂 (Beat und Mario – nicht dem Ball)

Als Hauptdiskussionsthema kristallisierte sich allerdings bei uns die nächste Reiseplanung heraus. Der Start-Termin ist schon fix (03./04. Oktober). Aber ob wir es überhaupt so lange hier aushalten ist eine andere Frage. Die Urlaubsdauer steht auch schon fest (3 Wochen). Wohin? Na, das dürfte wohl klar sein. Sofort am Montag schaut Chris im Reisebüro nach günstigen Flügen. Und die Unterkunft wird später geregelt. Es stehen zwei/drei Locations zur Auswahl – Ort: Bo Phut. Da hatte es uns am besten gefallen.

Plötzlich klingelte mein Mobile Phone. Keine Nummer im Display, das kann nur Mam sein. Doch zu meiner Freude und Verwunderung hatte ich Nanee am Draht. Ich stand auf uns suchte mir ein ruhigeres Plätzchen innerhalb des Restaurants, da die Verbindung recht schlecht zu sein schien. Sie erzählte, dass sie im Büro oberhalb ihres Restaurants sitzen würde und den Laden gleich schliesst. Seit gestern sei das Wetter wieder schön auf Koh Samui – ich meinte „Klar, jetzt sind die Regenmacher aus Regensburg, ja auch wieder abgereist“. Wir telefonierten nur wenige Minuten, aber meine Stimmung verbesserte sich um das 10-fache – ihre offenbar auch.

Gegen 17 Uhr brachen wir vom „Boston Coffee“ auf. Mike wollte sich nach einem „Thai Dictionary“ umsehen. Wir strebten somit Richtung Pustet-Passage – eben zum „Bücher Pustet“. In den Regalen fanden wir zwar alles über Thailand, aber kein Wörterbuch. Dafür aber die oft in oder vor Restaurants genutzten „Mosquito-Räucher-Spiralen“. Komisch, was treibt einen Buchladen dazu diese Räucherringerl zu verkaufen?

Da Mike das gesuchte Thai Wörterbuch nicht fand, entschlossen wir uns gemeinsam, aber mit getrennten Autos beim „Hugendubel“ im DEZ zu fahren. Nach wenigen Minuten parkte Mike den alten Omega in der Tiefgarage beim „Saturn“. Dort stiegen wir die Treppe hinauf standen – nein, nicht vor dem „Hugendubel“, sondern vor einem anderen Bücher-Grossmarkt „Sapia“ oder „Tapia“ oder so ähnlich. Hoffentlich meinte Chris nicht den Büchermarkt im „Arcaden“. Mike zog sein nagelneues iPhone heraus und wählte die Nummer von Chris. Doch der stand plötzlich vor uns. Also waren wir doch richtig.

Wir betraten den Büchermarkt und sahen uns den Wegweiser an der Rolltreppe an. Reiselektüre 1. Stock. Alles klar. Rauf ging es. Nach etwas Suchen in den Regalen fand Mike die gewünschte Lektüre. Wir fuhren wieder hinunter und Mike bezahlte. Chris schlug vor den Urlaub beim „Thailänder“ mit einem Essen zu beschliessen. Na klar! Ergo vereinbarten wir uns bei einem Thailändischen Restaurant namens „BaanThai“ in der Dechbettenerstrasse 6 in der Nähe des „Rosariums“ zu treffen.


Wir fuhren wieder mit getrennten Autos zum gleichen Ziel: „BaanThai“ und parkten die Autos in einer Nebenstrasse. Draussen im Vorgarten stand unter einem Verschlag auf einem Tischchen eine leere Flasche „Singha Beer“ und wir fühlten uns schon zu Hause. Wir betraten lächelnd das Restaurant. Auf den meisten Tischen standen „Reserviert-Kärtchen“, aber im hinteren linken Eck war noch ein grösserer Tisch frei. Wir setzten uns zur Wand, damit keiner von uns die Wand anschauen musste.


Einer der Servierer kam an unseren Tisch und brachte die in einen hölzernen verzierten Umschlag gehüllten Speisekarten. Wir bestellten gleich frech „Mango-Shake“, in der Annahme, dass es keinen hätte. Doch der Ober meinte, dass es entweder Mango mit Jogurt gemixt oder einen Cocktail mit Alkohol gäbe. Chris und Mike bestellten ersteres, ich letzteres. So kann jeder vom anderen probieren. Als der Ober die Getränke brachte, bestellten wir die uns bekannten Speisen. Mike nahm eine flambierte Entenbrust, ich „Massaman-Curry“ und Chris „Chicken-Curry“.

Nach nur einer Zigarette im Vorgarten brachte der Ober mit Verstärkung die Schüssel mit Reis und unsere bestellten Speisen, welche wir genussvoll vertilgten. Währenddessen füllte sich das Restaurant zusehends fast bis auf den letzten Platz. Wir beobachteten das Treiben und grinsten uns reihenweise „einen ab“. Es schmeckte zwar nicht ganz so gut, wie bei Nanee oder Sa, aber als Urlaubsabschluss passte das Essen allemal. Auch die „Schärfe“ fehlte durchwegs. Zum Abschluss genehmigten wir uns als „Verdünner“ je einen Thai-Whiskey und verliessen den gemütliche Ort, als es drinnen immer lauter durch die Gespräche der Gäste wurde. Wir verabschiedeten uns von Chris, der versprach sofort in den nächsten Tagen nach den Flügen nach Samui zu schauen. Na das ist doch schon ein kleines Licht am Ende des Tunnels (Urlaubs).

Gegen 23 Uhr trafen wir wieder bei Mam in der Wohnung ein. Nun hatte ich auch die Ruhe um das Abschiedsgeschenk von Nanee auszupacken. Ich löste die Klebebänder auf der einen Seite der Plastikrolle und zog die zusammengerollte Leinwand heraus. Sie hatte mir tatsächlich ein Bild geschenkt. Ich rollte es auseinander und da lag sie: Die Blume, welche beim „Butterfly Garden“, als wir zum Auto gingen, direkt vor uns auf den Boden fiel. Welche Nanee aufhob, mir dann vorsichtig in die Hand gab mit der Bitte diese zu behalten.

Bei der Blume handelt es sich übrigens um eine „Plumeria Obtusa“ aus der Gattung „Frangipani“, soweit ich das nun via Internet Suche heraus gefunden habe.

Frangipani (Plumeria), auch Frangipandi, Wachsblume, Flor de Cebo oder Tempelbaum
http://de.wikipedia.org/wiki/Frangipani 
http://en.wikipedia.org/wiki/Plumeria_obtusa
Ausführlicher sehr inoformativer Artikel
http://en.wikipedia.org/wiki/Frangipani
Und hier noch ein viel schönerer und noch informativer Blogbeitrag
http://lakecounty.typepad.com/../frangipani_plum.html

PeterPan’s Tipp Webcam Koh Samui:

Webcam Koh Samui in Lamai
http://www.samuicam.com

PeterPan’s Restaurant-Tipp (Regensburg):

BaanThai – Thailändische Spezialitäten
Dechbettenerstr. 6
Regensburg
Telefon 0941/21877

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Urlaub Koh Samui 14.03.2008 – Abschied aus Neverland – Schlafen gehen oder gleich Durchmachen?

14. März 2008

Tja, diese Situation ging 1:2 aus; denn die Sperlix machten durch und Christl legte sich kurz auf’s Ohr. Aktuelle Location: 10 000 Meter Höhe irgendwo über dem Schwarzen Meer, Distanz bis München 1070 Kilometer. Richtig geraten: Im LTU-Flieger auf dem Luftweg in der Holzklasse nach Regensburg. Seit Stunden fliegen wir der Sonne hinterher – gen Westen – aber leider wird es immer kälter. Ortszeit übrigens 17:15 Uhr. Erwartete Temperatur in München: 5 Grad und Regen. Die nächste Erkältung ist somit bereits einge-Tempo-tüchert. Nach dem Abendessen bleibt mir noch etwas Zeit den heutigen Tag zusammen zu fassen, welcher recht früh begann.

Mein „Nicht-Schlafen-Gehen“ gestaltete sich recht einfach. Geplant hatte ich eigentlich gar nix. Hauptsache der Koffer ist zu. Wie die letzten Tage auch, sass ich ab 22:30 Uhr mit Nanee auf der Terrasse ihres Restaurants mit bestem Blick auf die Lamai Beach Road und plauderten gemütlich. Diesmal bei dem ein oder anderen Gin-Tonic. Sie hatte tags zuvor erkältungsbedingt Medikamente nehmen müssen (Paracetamol) und erzählte, dass sie dafür heute lange vormittags schlief. Zwischenzeitlich ginge es ihr besser, was sich auch in guter Laune und dem Genuss von 2 Gin-Tonic äusserte. Wobei Nanee offensichtlich ein Gen fehlte, nämlich eben das Alkohol-Verträglichkeits-Gen. Gegen 2 Uhr morgens sperrte sie die Tür des Restaurants zu und sie fuhr mich „nach Hause“ vor mein Hotel mit ihrem neuen Honda – und das über die „lange Runde“; denn zu Fuss wäre es eigentlich kürzer und schneller gewesen – einfach links abbiegen und 200 Meter zu Fuss – aber sie bestand darauf mich fahren zu wollen. Ob sie sicher gehen wollte, dass ich ins Hotel uns sonst nirgends anders hingehe? Wer weiss? *lach*

Da die Lamai Beach Road eigentlich als Einbahnstrasse konzipiert ist, was die wenigsten Scooter-Fahrer interessierte, fuhr Nanee hingegen ganz vorschriftsmässig aus dem Parkplatz heraus, liess mich einsteigen (auf der richtigen Seite, nur ohne Lenkrad), bog rechts in die Lamai Beach Road ab und fuhr dann gemütlich am „Roten Platz“ vorbei. Kurvte dann nach dem „Bauhaus“ um den Betonpoller herum, bog erneut rechts ab und es ging durch den Rotlichtbezirk vorbei an den lärmenden Animierschuppen auf die Hauptrasse. Dort bog sie wieder rechts ab. Und nach 500 Metern schliesslich noch einmal. Dann ging es durch eines den Touristen eher verborgenem Teil von Lamai – ein paar schmale Strasse an flachen Häusern – vorbei, welcher fast direkt vor dem Hotel endete. Sie hielt und wir verabschiedeten uns – beide schweren Herzens – und leider nicht ohne Tränen. Dann griff Sie in den Fussraum der Rücksitze und zog eine etwa 50 Zentimeter lange Plastikrolle hervor und reichte mir diese. Es sei ein kleines Erinnerungsgeschenk. Wir verabschiedeten uns und ich winkte ihr beim Wegfahren noch nach.

Als der Wagen ausser Sichtweite um die Ecke fuhr, ging ich ein letztes Mal über den verlassenen Strand zum Hotel und rauchte noch eine dort. Bei den beiden Pavillons von Chris und Mike brannte um 2 Uhr auch noch Licht. „Die werden wohl auch packen“. Ich ging den Weg der durch die Bungalows führte zum Hotelhaupthaus zurück, um meinen Schlüssel an der Rezeption zu holen. Der extrem weichgespülte in grüne Uniform gehüllte Nachtportier meinte „Fliend has key“. Ich nickte lächelnd und ging am Pool vorbei zur Treppe. Als ich die Tür öffnete, sass Mike auf dem Bett und qualmte leise vor sich hin. Neben ihm stand auf dem Holzboden der fertig gepackte Koffer von ihm.

Mit gesenktem Kopf sass er da und erzählte, dass es ein schwerer Abschied wird. Moe sei eine ganz natürliche total nette zärtliche und süsse Maus. Aber auch ihr Urlaub würde am Samstag enden und sie müsste zurück nach Bangkok. Es sei doch der Hammer, dass man ausgerechnet in Lamai eine „Normale“ Maus treffen würde, die sich noch dazu in ihn (und umgekehrt) verknallt. Ich ging zum Kühlschrank, entnahm zwei Dosen Bier und reichte Mike eine davon. Dann setzte ich mich neben ihn und kramte eine Zigarette heraus. Ich erzählte vom Abend mit Nanee und zeigte ihm die Plastikrolle, welche auf beiden Seiten verklebte Enden besass. „Sicherlich ein Gemälde“ meinte Mike. „Wenn es eines von ihr ist, bekomm‘ ich die Krise“ entgegnete ich. Wir plauderten bei Bier und Zigarette über die Unterschiede zwischen „normalem Thai-Mädel“ und „normalem D-/CH-Mädel“. Uns wurde langsam klar, warum Europäerinnen die Thai-Mädels hassen.

Nach einer weiteren Zigarette und als wir den Boden in der Bierdose sahen, verliess Mike das Zimmer und kam gegen 5 Uhr wie vereinbart wieder. Diesmal mit Moe zusammen. Wir schossen noch die letzten Bilder und warteten beim Kaffee auf unsere Abholung. Diese klopfte um Punkt 6 Uhr an unsere Tür. Der weichgespülte Nachtrezeptionist meinte, dass unser Pickup angekommen sei. Wir packten unsere wesentlich schwereren Koffer, als diese bei der Anreise wogen und schleppten diese die Aussentreppe hinunter zur Rezeption. Dann checkte wir aus dem Hotel aus, bezahlten die schwulen Roller für zwei Tage und die zwei Bier aus dem Kühlschrank. Feierabend! Abreise!

Wir verluden mit tatkräftiger Hilfe des Fahrers die Koffer in den silberfarbenen Kleinbus. Ich stieg links auf dem Beifahrersitz ein (ja links!) – Mike und Moe nahmen auf dem Sitz dahinter gemütlich Platz. Dann ging unsere wirklich gemütliche Fahrt los. Keine Ahnung warum, aber normalerweise kenne ich nur rasende Taxifahrer. Der Kleinbus-Fahrer liess sich aber erheblich Zeit. Wir fuhren in den Sonnenaufgang, den wir sicherlich gesehen hätten, wenn nicht grad wieder dicke dunkle Regenwolken die Sicht auf diese versperrte.

Ein letzter Blick vom Cliff aus über das Meer und dann ging es nach Chaweng hinein. Der Fahrer nahm irgendeine uns vollkommen unbekannte Abkürzung zum Flughafen? Nein, das konnte nicht sein. Wir fuhren den gleichen Weg, wie zum Thai-Holzschnitzer. Nur bogen wir vorher rechts ab Richtung Meer. Dort standen hinter leicht verwitterten Mauern mit schönstem Stacheldraht oben drauf vollkommen überwucherte Bungalows, die mit altem Eternitwell-Material eingedeckt waren. Wir hielten allerdings vor einem hohen Hotel im Stil der 60er-Jahre erbaut. Ebenso rundherum vollkommen verwachsen. Es stiegen vier Personen zu – Deutsche!

Wir grüssten freundlich die Neuzusteiger, welche sich allerdings weniger um uns kümmerten. Vielmehr diskutierten die vier darüber, dass man nun endlich wieder nach Hause kommen würde und sich darauf freue wieder deutsches Fernsehen zu empfangen; denn das würde man verstehen. Als wir auf einer Art Müllhalde am Ende der Strasse wendeten, verstanden wir die Freude ansatzweise. Offenbar trauten sich die Urlauber die ganzen Ferien nicht aus ihrem etwas antikem Hotel heraus.

Wir erreichten nach weiteren holprigen 10 Minuten die frisch geteerte Zufahrt zum Airport und hielten vor dem Eingang. Während ich die Koffer in Empfang nahm, verabschiedeten sich Mike und Moe, bei der schwere Tränen die Backen herunter liefen. Auch die grosse Sonnenbrille konnte das nicht verheimlichen. Dann schloss sich die Seitentür und wir winkten dem abfahrenden silbernen Kleinbus hinterher. Dann rauchten wir unsere letzte Zigarette und betraten die Sicherheitskontrollen zum Flughafen.

Anschliessend checkten wir unsere Koffer ein. Ich schaffte die Gewichtsgrenze mit 19,1 Kilo knapp. Mike lag mit 18,6 Kilo im sicheren Bereich. Gut, ich hatte meine Lederjacke im Koffer gelassen. Die brauche ich in Bangkok nicht. Erst in München plante ich diese anzuziehen.

Wir bekamen unsere Tickets und folgten den Wegweisern zum Gate.

Im offenen Gate beobachteten wir neben einer der ersten startenden Maschinen eine der witzigen Katzen. Sie sass breit ausgestreckt vor dem einzigen Kaffee im Gate – leckte und maunzte abwechselnd.

Nach etwa 10 Minuten Wartezeit bestiegen wir einen der offenen Transportfahrzeugen und liessen uns zum Flugzeug kutschieren. Eine Amerikanerin mit einem etwa 4 Jahre alten Mädchen erzählte während dessen ihre gesamte Lebensgeschichte einem chinesischen Pärchen, dass sich nach eigener Auskunft in den Flitterwochen befand. Pech für uns: Die Amerikanische Lady samt strampelndem Kind sass dann im Flieger direkt hinter uns. Das Chinesische Pärchen direkt neben uns. Schlief dann aber nach kurzer Zeit sofort ein und verpasste sogar das gute Essen.


Dann hob die Maschine bei einsetzendem Regen vom Koh Samui Airport ab. Mike schoss aus dem Seitenfenster die letzten Bilder der in Wolken gehüllten Insel mit den schönen Sandstränden.

Tja, so Flitterwochen können anstrengend sein. Das chinesische frisch verheiratete Pärchen schlief nach wenigen Minuten ein. Während Mike die frischen Thai-Kenntnisse ausprobierte: „Sapperlot“ heisst Ananas.

Nach etwas mehr als einer Stunde Flug landeten wir wohlbehalten auf dem Airport in Bangkok.

Die Fahrt zum Gate dauerte dann allerdings sage und schreibe 10 Minuten. Keine Ahnung, wo wir auf dem riesigen Flughafen einen Standplatz bekommen hatten.

Sehr klug angeordnet sind die lokalen und internationalen Gates. Man muss zu Fuss durch die ganze Längsachse des Flughafens laufen. Natürlich befindet sich genau in der Längsachse auch auf allen Etagen so etwas wie ein riesiges Einkaufzentrum. Um den Reisenden die Vorzüge des günstigen Einkaufens näher zu bringen, wiederholen sich die Shops alle 200 Meter. In der Kernzone befindet sich ein Verköstigungsbereich. Ebenso in den Enden der Achse findet man Restaurant und Cafés.

Mike hielt bei fast jedem Elektronik-Shop und sah sich nach Zubehör für sein neues Spielzeug um. Leider gab es aber nichts brauchbares für sein iPhone, sondern nur massenweise Krimskrams für den iPod.

Auch Schweizer Errungenschaften bringen die zahllosen wiederkehrenden Shops den Reisenden aus allen Herren Ländern näher. Ab Schokki oder Glitzerstein oder Uhren – es hat alles, was das Herz begehrt.

Aber auch thailändische Kunst wird überdimensional gezeigt.


Der Weg zum Gate wird übersichtlich auf grossen Tafeln dargestellt. Wir wollten zum Gate E9. Dahin führten zwei Wege. Warum der Pfeil allerdings geradeaus in die Fensterscheibe führt, war Mike ein echtes Rätsel. Mich hingegen irritierte, dass auf dem Weg zum Gate zwei Rolltreppen auf uns zu fuhren, anstatt uns hinauf zu bringen. Nach der insgesamt 5. Sicherheitskontrolle erreichten wir den Wartebereich des Gate E9.

Dort befanden sich mittlerweile nicht nur massenweise weitere Fluggäste, sondern auch Chris. Wir trafen Chris bereits im Café vor dem Gate.

Als nach etwa einer halben Stunde Verspätung unser Flug aufgerufen wurde, tummelten sich bereits einige Dutzend Fluggäste vor dem Schalter. Meinen die Herrschaften, dass sie nicht mitgenommen werden, wenn sie sich Zeit lassen? Oder freuen sich die auch schon auf das „deutsche Fernsehen“? Keine Ahnung. Ich steckte meinen Laptop an eine Steckdose und liess ihn wieder etwas Laden; denn ich hatte bereits im Cafe vor dem Gate etwas an den Blogeinträgen geschrieben.

Wir stiegen als ziemlich die letzten ein. Eigentlich hätten wir gerne jetzt schon auf den Flug verzichtet; denn wir bekamen per SMS die Info, dass es in München regnete – bei 6 Grad. Tolle Aussichten. Während des Fluges ging dann gen Westen ging dann in der Ferne die Sonne auf und wickelte den Globus in ein wechselndes farbenfrohes Lichterspiel.

Chris versuchte etwas zu schlafen und sah hinterher eigentlich nicht unbedingt besser aus. Auch Mike und ich versuchten zu schlafen. Was uns leider wegen der Enge in der Holzstuhlklasse nur selten gelang.

Gegen 20 Uhr landete der Flieger bei strömendem Regen in München. Unsere Stimmung gelangte an den Tiefpunkt des Tages. Kann denn nicht irgendwann mal wirklich die Sonne scheinen?


Nach 20 Minuten Wartezeit sahen wir endlich unsere Koffer auf dem Band und verliessen den Terminal. Draussen rauchten wir nach 14 Stunden Flug unsere erste Zigarette vor der Tür des Terminals. Es fror uns ohne Ende und wir waren froh, dass Uschi bereits auf uns wartete. Wir wanderten zur Tiefgarage und verluden die Koffer in den Van von Uschi. Dann verliessen wir München und fuhren durch die verregnete Nacht nach Regensburg.

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Urlaub Koh Samui 13.03.2008 – Unser letzter Tag auf der Insel „Sonne tanken und Abschied nehmen“

13. März 2008

Unser letzter Tag auf der Insel. Kaum gewöhnt man sich an Land und Leute, findet die „special places“, wo man super relaxen und essen kann, hat echte Freundschaften geschlossen, und schon muss man wieder an die Rückreise denken – drei Wochen sind einfach zu kurz. Aber das verdrängte ich heute noch.

Ich erwachte gegen 9:30 Uhr durch Klopfen an der Tür. Chris stand mit fertig gepacktem Rucksack vor der Tür. Er würde nach Bo Phut fahren zum Strand und beim „Gecko“ auf mich warten. Ich duschte schnell und packte meine Sachen zusammen. Dann schwang ich mich auf meinen Chopper und fuhr von Lamai aus über den Pass, an Chaweng vorbei Richtung Bo Phut hinterher.

Auf dem Weg entdeckte ich eine Werbetafel mit dem Schriftzug „Air and Sea Cargo“. Das ist doch die Firma, die unsere Schnitzereien versendet! Ich drehte um und parkte meine Kiste. Dann betrat ich den Laden, in welchem zwei Thai-Mädels sassen. Ich stellte mich vor und die eine davon – scheinbar die Chefin – holte die Unterlagen in einem Kuvert aus einem Aktenordner. Sie meinte, dass alles in Ordnung wäre und die Ware sich bereits auf dem Weg nach Bangkok befinde. In einer Woche würde ich eine Mail bekommen, in der sämtliche Frachtdokumente enthalten sind, sowie der Termin der Abholung. Ich bedankte mich und nahm noch eine Visitenkarte mit.


Dann tuckerte ich weiter und erreichte nach wenigen Minuten trotz heftigem Verkehr Bo Phut. Ich suchte die direkte Einfahrt zum „Gecko“, fand diesen jedoch nicht. So parkte ich wieder an der selben stelle, wie tags zuvor, neben der Mühle von Chris. Chris lag im Halbschatten auf einer Strandliege unter einer Palme und grinste über beide Backen. Das Wetter war heute wieder gnadenlos schön. Etwa 28 Grad und purer Sonnenschein. Die paar wenigen Wolken störten nicht.

Auch die „Gecko“-Hunde versammelten sich wieder um uns und lagen irgendwo unter den Liegen im Schatten oder sonnten sich faul im Sand. Aber die können ganz schön flink sein. Als sich ein anderer „fremder“ Strandhund am Wasser entlang gehen wollte, sprangen alle schlagartig auf und jagten diesen in versammelter Meute aus dem Revier. Ich packte mein Handtuch aus und relaxte erst einmal gemütlich auf der Liege neben Chris. Wir bestellten uns Fruchtshakes und liessen es uns gut gehen. Die Chillout Musik aus dem „Gecko“ trug zum traumhaften Ambiente bei. Dann sprang ich ins Wasser und plantschte ein wenig zur Abkühlung.

Gegen Mittag überkam uns der Hunger und wir setzten uns an einen der Tische. Chris bestellte einen kleinen gemischten Salat und ich nahm den Chicken-Salat, welchen man mir in einer halben Ananas servierte. Es sah nicht nur lecker aus, es schmeckte auch so. Anschliessend mussten wir uns dringend wieder hinlegen und Sonne tanken.



Sonne Tanken, Musik hören, gute Salate essen, Fruchtshake trinken, das ist die wahre Erholung. Mensch, was willst Du mehr? So verging der Nachmittag auf der Insel der Sonne – mittlerweile „Nimmerland“ genannt.

Auch Papa-Bulldog liess es sich gut gehen. Er knallte sich auf seinen Stammplatz hinter uns auf den Steinboden der Terrasse und schlummerte ab und zu kurz ein. Auf der Toilette fand ich dann den Grund, warum das „Gecko“ eben „Gecko“ heisst. An der Wand neben einer interessant verkabelten Leuchte hing nämlich so ein Gecko und wartete auf Beute – bis ich ihn „blitzte“. Dann war er schnell weg. Kam aber nach wenigen Minuten wieder heraus und legte sich auf die Lauer.

Gegen 17 Uhr kam Mike ebenso zum Strand bei Bo Phut, nachdem er sich erneut verfahren hatte. Vielleicht lag es auch daran, dass er mit den Gedanken eigentlich ganz woanders war. Mike erzählt, dass er gestern mit Moe zum Sonnenuntergang-Anschauen zum Big Buddha fahren wollte. Sei aber dann in Lamai falsch abgebogen und einmal rechts rum um die Insel gefahren. Schliesslich dann nach einer Stunde beim Big Buddha angekommen. Die Sonne war aber schon unter gegangen. Kurzerhand wäre er mit Moe zum Essen gegangen im Lokal daneben. Moe hätte viele verschiedene kleine Speisen bestellt, viel Fisch, damit er diese probieren kann. Ausserdem hätte er gemerkt, dass Moe „bayerisch“ kann: Sie meinte „Sapperlot!“ das hiesse allerdings Ananas.


Gegen 18 Uhr machten wir uns auf den Rückweg nach Lamai. Wir mussten ja leider unsere Motorräder noch vor 19 Uhr bei Jonathan abgeben. So genossen wir die letzte Fahrt in lockerer Bekleidung mit den lärmenden Choppern. An die „links Fahrerei“ hatten wir uns längst gewöhnt.


Wir gaben unsere Motorräder ab und gingen zu Fuss das kurze Stück zurück zum „Samui Laguna Resort“. Wir kamen allerdings nicht weit. Die Mädels unserer Stamm-„Massass“ (Sabai Sabai) sassen vor dem Laden und hielten uns an.

Wir sollten noch etwas bleiben und einen Kaffee trinken, was wir gerne taten. Mike bekam noch einen Schal geschenkt. Mike musste erzählt haben, dass es bei uns zu Hause momentan saukalt war. Und da gab es natürlich nur ein nettes Gegenmittel: Einen gestrickten Schal in den Nationalfarben von Thailand.

Zwischenzeitlich meldeten sich Kirsten und Werner per SMS. Sie luden uns zu einem Abschiedsumtrunk an die Bar im „Samui Boutique Resort“ ein. Ich antwortete, dass ich noch kurz vorpacken möchte und dann würde ich hinüber kommen. Wir holten noch in unserer Stamm-Wäscherei die frischen Klamotten ab. Das hat den Vorteil, dass man diese nicht mehr zusammen legen muss. Chris wollte sich von Sa aus unserem Stammrestaurant verabschieden und Mike holte Moe ab.

Ich duschte, packte meinen Koffer vor, um einen Überblick zu bekommen, ob alles reinpasst und wanderte dann hinüber zu Kirsten und Werner. Dort nahmen wir noch ein Glaserl Wein und zum Abschied einen Whiskey. Wir stiessen auf einen schönen Urlaub an. Denn es kann ja nur noch schöner werden, wenn die „Regenmacher“ die Insel verlassen.

Gegen 22 Uhr verabschiedeten wir uns. Kirsten und Werner luden uns zu sich ein. Aber erst im Sommer, dann könnte man schön grillen und feiern. Ich überliess Kirsten noch meinen elektrischen Mückenkiller; denn die fliegenden Blutsauger hatten sie des nächtens ein paar mal erwischt. Und dann ging ich zu Nanee ins Restaurant. Es wurde noch ein sehr schöner letzter Abend – oder besser Nacht, da ich nicht vor hatte ins Bett zu gehen. Wir würden ja schon um 6 Uhr mit dem Hotelbus abgeholt.

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Urlaub Koh Samui 12.03.2008 – Am schönen Strand von Bo Phut beim Gecko in der Sonne liegen

12. März 2008

Gegen 10 Uhr erwachte ich, als Chris an meine Tür klopfte. Wir vereinbarten uns in einer halben Stunde im Strandrestaurant zu treffen. Ich duschte und packte anschliessend meine Strandklamotten in die Umhängetasche, die ich sonst für den Laptoptransport nutze. Dann schlenderte ich zum Strandrestaurant, wo Chris bereits mit einem Kaffee vor sich wartete. Mike war noch nicht auf der Bildfläche erschienen und wir wollten auch nicht stören.

Chris erzählte, dass ihm gestern Nacht gegen 23 Uhr auf dem Weg nach Chaweng nach der Fahrt über den Pass der Sprit ausgegangen sei. Er hätte zwar gesehen, dass das Warnlicht brennt, dachte aber er käme noch nach Chaweng. Er liess die Mühle den Berg hinunter ausrollen, stellte sie ab und suchte eine der kleinen Flaschentankstellen. Er fand nach 2 Kilometern Fussweg zwar eine, aber er musste erst den Besitzer des Ladens wecken. Dann kaufte er 6 Flaschen Sprit – also 6 Liter. Auf die Frage, wie er diese denn transportiert hätte, antwortete Chris, dass er sich eine Plastiktüte hätte geben lassen. Seine Abendveranstaltung hätte somit schweisstreibend begonnen. Er wäre auch nicht lange in Chaweng geblieben und bald wieder nach Lamai zurück gekehrt.

Während ich meinen Kaffee schlürfte, erzählte mir Chris, dass er nach Chaweng fahren möchte. Ich bezahlte, wir lachten den „Dauercampern“ auf ihren reservierten Strandliegen zu und wanderten zu unseren Choppern, die vor dem Hotel in der Sonne parkten. Dann starteten wir die Motoren und tuckerten aus Lamai heraus. Beim der „Shark Bar“ lag ein Roller am Strassenrand und ein Krankenwagen stand dahinter. Scheinbar hatte es einen Unfall gegeben, was uns wieder daran erinnerte, dass der Sand am Strassenrand recht tückisch sein kann.

Wir fuhren auf der Hauptstrasse an Chaweng vorbei und erreichten nach etwa 30 Minuten Bo Phut gegen Mittag. Bo Phut selbst ist ein ruhiges malerisches ehemaliges Fischerdorf mit schönen kleinen Künstlerläden, Bars und Restaurants, die sich wie eine Kette vom Dorfkern entlang der Strandstrasse entlang ziehen. Der Tourismus scheint hier mit Verspätung angekommen zu sein und vom Trubel wie etwa in Chaweng oder Lamai merkt man hier nichts. Am Ende der Strandstrasse herrscht rege Bautätigkeit. Offensichtlich entsteht ein neuer grosser Resort dort. Wir parkten unsere Chopper am Ende der Strasse und sahen uns den Strand an. Dann liefen wir im feinen Sand in nördlicher Richtung am fast menschenleeren Strand entlang. Nur vor einem Resort lagen auf ein den Strandliegen ein paar Gäste und sonnten sich.


Während es bei Lamai noch Wolken die Sonne versperrten, schien über uns der blaue Himmel. Von Osten her schützte den Strand die Landzunge vor Wind und Wolken, auf der man in der Ferne den Big Buddha in der Sonne schimmerte. Palmen säumten den etwa 2 Kilometer langen Strand, der bogenförmig vor uns lag. Wir breiteten unsere Handtücher aus und liessen unsere Haut von der Sonne bestrahlen. Der Wind kam aus süd-östlicher Richtung schön gleichmässig – kühlte aber nur wenig. So legte ich mich nach kurzer Zeit ins flache Wasser und liess mich vom Meerwasser umspülen. Das Wasser ist wesentlich sauberer und klarer in Chaweng oder Lamai. Die einzigen Wellen stammen von vorbei fahrenden Speedbooten, die Ausflüger und Schnorchler nach Koh Phangan hinüber bringen, dass in sichtweite gegenüber liegt.


Nach etwa einer Stunde entdeckten wir ein schönes Strandrestaurant, weil wir leise Chillout Musik hörten. Vor dem Strandrestaurant steckten gelbe Fahnen im Sand. Wir verspürten leichten Hunger und entschlossen uns an einen Tisch im Schatten eines Baumes zu setzen. Doch wir blieben nicht lange allein. Die zum Restaurant gehörenden Hunde beschnupperten uns sofort und liessen sich rund um uns herum nieder. Dafür gruben sie sich mit den Vorderpfoten eine kleine Kuhle und legten sich dann breit hinein. Die Hunderasse erschien uns etwas exotisch. Für Dackel zu gedrungen und für Bulldoggen zu spitze Schnauzen und kurze Beine.

Wir bestellten Fruchtshakes und genossen das Ambiente. Aus den Lautsprechern kam gemütliche Musik, die hervorragend zur Stimmung passte. Die Hunde lagen vor uns im Sand und schlummerten ein wenig im kühlen Sand im Schatten. Dann sahen wir uns die Speisekarte an und entdeckten die ein oder andere Leckerei.



Chris bestellte sich „Massaman-Curry“ und ich eine kremige Fischsuppe. Während wir auf unser Essen warteten, sah ich mir das Strandrestaurant näher an. Vom Strand aus gesehen links befindet sich ein offener Pavillon mit 6 Strandliegen, auf welchen man wunderbar relaxen kann. Unter dem hölzernen Vordach stehen kleine ebenso hölzerne Tische und dahinter befindet sich ein weiterer offener Pavillon. Darin stehen grosse Sofas aus dicken Bambusrohren mit weissen Polstern und daneben ein Billardtisch. Zwischen den beiden Pavillons eine in der Mitte ein quadratischer Brunnen mit grossen Goldfischen – Kois – darin. Der Name der Strandbar: „Gecko“.

Nach wenigen Minuten brachten die Bedienungen unser Essen und wir liessen uns das vorzügliche Mahl an diesem tollen Ort schmecken.

Zwischendurch kam der ein oder andere „Koh Samui Fink“ in unsere Nähe. Trauten sich aber nicht recht heran, da rund um uns herum die jungen Mischlingshunde im Sand lagen.


Während wir es uns gut gehen liessen kam eine dicke dunkle Bulldogge daher müde daher getrabt und checkte die Lage. Eine Bedienung meinte, dass das der Vater der Mischlinge wäre. Und der weiss graue langhaarige mit dem Glöckchen um, das wäre die Mama. (Bild links oben).

Nun verstanden wir, wie es zu den lustigen netten Mischlingen kommen konnte. Der Putzigste von den kleinen lag zuerst auf dem Steinboden und kümmerte sich anschliessend um ein Blatt, dass er neben mir im Sand fand. Er hatte lange Schlappohren von seinem Vater, den Schnauzbart und das buschige Schwanzende von seiner Mutter. Wenn es denn stimmt mit, was die Bedienung uns mitteilte.

Einer der kleinen schlief breit und tief vor mir im Sand ein und erwachte erst dann, als Papa Bulldog ein Schiff vor dem „Gecko“ anlanden sah. Wie vom Blitz getroffen sattelte er los und fetzte zum Strand gefolgt von seinen Zöglingen und verbellte das Sportboot nach Leibeskräften. Eine der Bedienungen meinte, dass Papa Bulldog keine Motorboote in seinem Revier leiden kann.

Nachdem sich das Motorboot offensichtlich nicht als Gegner eignete, trollte sich Papa Bulldog wieder auf die Steinplatte im Schatten des überdachten Restaurants, während die kleinen Zöglinge im Sand herum tollten und spielten.

Was mich schon während des ganzen Urlaubs wunderte war, dass ich bisher erst einen einzigen Surfer bei gesehen hatte. Und zwar in Lamai am Strand. Der Wind blies schön stetig von süd-ost. Das Wasser ist flach an diesem Strand. Also warum gibt es hier keine Surfer? Nur ein paar Kiter konnte ich am Ende des Strandes erkennen. Direkt neben dem Gecko befand sich ein Büro, in dem man Schnorchelausflüge buchen konnte. Und dort hingen vier Segel und vier breite Surfbretter. Mich juckte es schon lange in den Fingern, also fragte ich nach, ob man eines der Bretter buchen könnte.

Der Typ hinter dem Tresen meinte, dass eine Stunde 360 Baht kosten würde. Ich überlegte kurz und dachte mir, dass ich es mal wieder versuchen könnte. Das letzte Mal stand ich vor mehr als 10 Jahren auf dem Guggenberger Weiher auf so einem Brett. Aber mal sehen, ob ich es nicht verlernt hatte. Ich bezahlte und der Typ hinter dem Tresen stand auf und machte mir das Segel zurecht. Auch das Board trug er zum Wasser.


 Und dann ging es los. An einen „Wasserstart“ dachte ich bei dem recht lauen Wind in Strandnähe eher nicht. Also zog ich das Segel schön gemütlich aus dem Wasser. Wie war das? Übergreifen, herüber ziehen, ausrichten und ab geht’s. Ich peilte eine Boje etwa 500 Meter vor dem Strand im Meer an und wackelte leise darauf zu, bis ich merkte, dass ich das Schwert noch nicht ausgefahren hatte. Ich balancierte meinen Fuss zum Hebel und schon zog das Brett schnurgerade seine Bahn dorthin, wo ich wollte. Nachdem die erste Wende einigermassen flüssig von statten ging, konnte ich die Fahrt in die andere Richtung in Angriff nehmen. Und so kamen Stück für Stück die Erinnerungen wieder und es klappte mit jeder Bahn besser.

Als ich nach einer Stunde wieder anlandete, sah ich einen Paarungsversuch von zweien der Restauranthunde. Leider konnte das nicht klappen, da beide Rüden waren. Als beide es merkten, besannen sie sich und verbellten lieber wieder das Motorboot. Ich grinste mir einen und schlenderte zurück zu Chris, der mittlerweile auf einer der Liegen des Restaurants „Gecko“ lag und sich sonnte.

Gegen 17 Uhr packten wir unsere Sachen und wanderten zurück zu den Motorrädern. Allerdings nicht am Strand entlang. Chris entdeckte einen interessant angelegten Resort, den wir uns näher ansahen – den „Anantara Samui Resort„.

Die Anlage ist wirklich einzigartig und erstklassig schön angelegt. Der Pool scheint ins Meer zu fliessen. Der Garten zwischen den Bungalows sieht aus wie eine Mischung aus Dschungel und Palmengarten.



Wir schlenderten am Pool vorbei, durch das Restaurant, den Garten und die Lobby. Sieht ganz nett aus – kostet aber sicherlich ein paar Mark dort zu nächtigen. Dann starteten wir die Kisten und tuckerten zurück nach Lamai.

Dort hielten wir beim „Easy Rider“ Johnathan – unserem Chopper-Verleiher – und verlängerten den Mietvertrag für die Kisten bis zum Tag unserer Abreise. Dann fuhren wir zum Hotel zurück und nahmen noch ein Bier zum Abschluss des tollen Strandtages.

Dann ging ich zurück auf mein Zimmer und machte mich ausgangsfertig. Gegen 20 Uhr traf ich mich mit Kirsten und Werner an der Bar im „Samui Boutique Resort“, um anschliessend bei Nanee im Restaurant etwas zu dinieren. Gegen 23 Uhr verabschiedeten sich die beiden und ich sass noch lange mit Nanee auf der Terrasse. Wir genehmigten uns den ein oder anderen Gin Tonic, plauderten und lachten viel an diesem Abend.

PeterPan’s Restaurant-Tipp Koh Samui:

Gecko Village
P.O.Box 33 Maenam Post Office
Bophut, Koh Samui
Suratthani, 84330 Thailand
Tel: +66 (0) 81 737 3507
Mail: info@geckosamui.com
Web: www.geckosamui.com
www.myspace.com/geckosamui

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Urlaub Koh Samui 11.03.2008 – Mit Nanee in Nathon und „Darf es noch ein Glaserl Wein sein?“

12. März 2008

Was meint das Buch der Bücher und Standardnachschlagewerk für sämtliches Wissen im Universum – The Hitchhikers’s Guide to the Galaxy – zum Thema Liebe? „Wenn möglich, vermeiden!“ Im Original sagt dazu das Buch: „The Encyclopedia Galactica, in its chapter on Love states that it is far too complicated to define. The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy has this to say on the subject of love: Avoid, if at all possible. Unfortunately, Arthur Dent has never read the Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“. Tja, und nun ersetzen wir mal kurz „Artur Dent“ durch „Mike“.

Zur Story: Gegen 10 Uhr erwachte ich. Chris sass auf dem Bett neben mir – bereits angezogen. Ich schlug die Decke zur Seite und ging ins Bad. Chris meinte, dass er schon Mal zum Strandrestaurant ginge. Ich duschte, zog mich um und folgte ihm nur 10 Minuten später. Chris sass an unserem Stammplatz und deutete hinüber zu seinem Bungalow. Dann erzählte er, dass die Bedienungen ihn schon bei der Begrüssung im Restaurant breit grinsend gegrüsst hätten. Ich war noch nicht ganz wach und fragte mich warum. Dann sah ich die Schuhe von Mike und Moe vor dem Bungalow von Chris.

Wir bestellten uns je einen Kaffee und rauchten erst einmal eine. Chris erzählte mir die Story, wie sie gestern von der „Solo Bar“ weggefahren wären. Mike sei schon den ganzen Abend mürrisch gewesen. Und den ganzen Tag hätte er sich über seine Dummheit geärgert, dass er weder die Telefonnummer, noch ein Date mit ihr ausgemacht hätte. Er hätte nicht mal mehr gewusst, wo sie wohnt bzw. wo er sie abgesetzt hätte beim Nachhausefahren. Tja, wie war das mit dem Hitchhiker’s Guide zum Thema „Liebe“?

Nach 2 Stunden und weiteren zwei Tassen Kaffee, also gegen 12 Uhr, rührte sich vor dem Bungalow immer noch nichts. Chris musste sich ja irgendwann Mal waschen und umziehen. Ich schlug ihm vor, dass er die von mir gekaufte Zahnbürste verwenden könnte. Die wäre noch originalverpackt. Auch Klamotten von mir würden ihm sicher passen. Er lehnte kopfschüttelnd ab. „Ich muss doch irgendwann Mal da rein!“ grinste er. Wir entschlossen uns bei Mike zu klopfen. Nach einer Weile öffnete sich die Tür und Mike erschien. Er kam zu uns herüber und erzählte, dass sich Moe nicht aus dem Pavillon trauen würde, weil man sie dann sehen würde. Tja, was tun? Chris und ich entschieden uns für ein spätes Frühstück. Wir verabschiedeten uns und gingen zurück an den Pavillons vorbei, durch die Hotellobby und entschlossen uns im Restaurant gegenüber ein „Continental Breackfast“ zu bestellen.


Wir plauderten über den vorhergehenden Abend und über die komplett andere Kultur auf Thailand. Wir wussten bereits, dass es unüblich war Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit auszutauschen. Auch ist es für anständige Mädels komplett unüblich sich mit einem „Farang“ auch nur sehen zu lassen. Da lag bei Moe und Mike der Hund begraben. Deshalb wollte die Bangkok-Lady nicht aus dem Bungalow.

Wir bezahlten das Frühstück und gingen zurück zum Strandrestaurant. Gerade noch rechtzeitig; denn dann öffneten sich die Schleusen am Himmel und ein extremer Monsunregen ergoss sich über den Landstrich. Die Sonnenhungrigen verliessen fluchtartig ihre Dauerliegen und rannten in das Strandrestaurant. Wir suchten uns einen von Wind geschützten Platz im Restaurant. Chris orderte ein Cola und ich besorgte mir einen Mango-Shake. Mike war nicht mehr da. Wahrscheinlich brachte er gerade Moe nach Hause.

Langsam sollte ich aufbrechen; denn ich verabredete mit Nanee am Abend davor, dass ich sie gegen 14 Uhr treffe und nach Nathon begleite. Sie erzählte gestern, dass sie etwas geschäftliches dort zu erledigen hätte. Anschliessend könnten wir etwas unternehmen. Aber es regnete immer noch wie aus Eimern. Nur Chris hatte zwei Regenschirme in seinem Bungalow. Er holte einen und wir gingen zusammen zur Hotellobby. Im Bungalow fand Chris das Mobile Phone und den Haarstecker von Moe. Als wir in der Lobby ankamen, kehrte gerade Mike zurück. Chris teilte ihm mit, was Moe im Bungalow vergessen hatte. Dann setzte Mike seinen am Mittag geäusserten Plan in die Tat um. Er ging zur Rezeption und fragte nach einen eventuell freien Bungalow – und bekam den Bungalow 101. Das ist der genau vor dem von Chris, neben dem Strandrestaurant und direkt bei der Strandbar. Geniale Lage mit Meerblick.

Wir diskutierten kurz den weiteren Tagesablauf. Chris plante bei dem miesen Wetter zum „TESCO“ zu fahren. Mike wollte mit; denn eventuell ist mittlerweile sein iPhone eingetroffen. Ausserdem wollte er anschliessend noch von unserem Zimmer in den Bungalow umziehen. Vorher holte er noch das Mobile Phone und den Haarstecker vom Bungalow bei Chris und machte sich auf den Weg zurück zu Moe. Ich spannte den Regenschirm auf und wanderte durch den Monsunregen zum Restaurant von Nanee.

Im Restaurant angekommen, setzte ich mich an den Ecktisch und bestellte einen Kaffee. Gerade, als ich diesen bekam, fuhr Nanee vor. Sie winkte mir aus dem Auto zu und parkte. Dann kam sie kurz herüber. Ich trank den Kaffee aus und wir starteten zur Fahrt nach Nathon. Zuerst ging es die durch den strömenden Regen menschenleere Lamai Beach Road, am „roten Platz“ vorbei und bogen nach dem „Bauhaus“ rechts ab. In der „Animierstrasse“ hatten sich grosse die gesamte Strasse überspannende braune Pfützen gebildet, die wir langsam durchfuhren. Am Ende der Strasse lenkte sie ihren Honda nach links Richtung Nathon.

Je weiter wir uns von Lamai entfernten, um so um so mehr änderte sich die Szenerie am Wegesrand weg von flachen Häusern, die verschiedenste Gewerbe ausüben hin zu Felder und Palmenwäldern. Es hatte auch mittlerweile zu regnen aufgehört. Es kam die Sonne aus den Wolken heraus. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite kam ein Reitelefant entgegen getrabt. Auf ihm sass sein Pfleger mit einer langen Rute und lenkte ihn mit sanften Schlägen entweder auf der linken oder auf der rechten Rückenpartie. Palmen, Ochsen, Elefanten – alles etwas anders.

Nach etwa 30 Minuten Fahrt erreichten wir von Süden her Nathon. Nanee schlug vor mich eine Querstrasse von der Uferstrasse bei einem Supermarkt abzusetzen und mich in etwa einer halben Stunde wieder abzuholen. Sie hielt auf dem Parkplatz und ich stieg aus. Dann wendete sie und ich wanderte eine Strasse in Nathon entlang mit vielen Geschäften und Boutiquen, sowie kleinen Cafés. Nur die Uferstrasse in Nathon scheint vollkommen auf Touristen ausgerichtet zu sein. Oder auf die von der Fähre her Ankommenden; denn dort reihte sich ein Rollerverleiher an den anderen. Die Hauptstadt besitzt aber einen besonderen Reiz auf den ersten Blick: Die Stadt ist natürlich gewachsen und nicht so künstlich, wie das touristische Zentrum Chaweng oder der Zögling Lamai.

In den kleinen Geschäften und Boutiquen findet man eher Ware für das tägliche Leben und sind eher nicht auf Touristen ausgerichtet. Sicher, Andenken-Shops, welche die immer gleichen Schnitzereien, wie Elefanten anbieten gibt es hier auch. Aber sonst hat man den Eindruck, dass es sich um eine „normale“ Stadt handelt. Ich sah mich in einem Laden um, in welchem unzählige Gitarren von der Decke hingen. Schon lange war es ein Traum von mir dieses Instrument spielen zu können. Aber es fehlt bisher die Zeit – Luftgitarre beherrsche ich ein wenig.

Den Eingang eines Optikers bewachte eine kleine Miezekatze. Diese kuriose Szenerie mit dem Aufdruck „Open Daily“ an der Tür musste sofort abgelichtet werden. Mein Koffein Defizit machte sich bemerkbar und ich fand auch sofort ein kleines Cafe. „Corner“ nannte es sich. Es befand sich direkt am Eck an der Strasse von der Fährlände her geradeaus zum Polizeihauptquartier. Ich setzte mich an einen kleinen Tisch mit Ausblick auf das Geschehen vor dem Café. Im Lokal befanden sich noch drei Polizisten in Uniformen an einem Tisch, diskutierend und Tee trinkend. Zu Polizisten ist man in Koh Samui extrem freundlich stelle ich fest. Jeder der herein kam grüsste extrem freundlich – vielleicht kennt man sich ja auch.

Ich bestellte einen Kaffee und ein Wasser. Der Kaffee kam aus der Espressomaschine und das Wasser mit Glas und kleiner Flasche. Ich beobachtete den regen mittäglichen Strassenverkehr. Gegenüber befindet sich das Polizeihauptquartier – offensichtlich. Und plötzlich ging bei einem der dort geparkten Fahrzeuge ohne ersichtlichen Grund die Alarmanlage lautstark pfeifend und hupend. Einer der Polizisten stand auf, überquerte die Strasse, ging in den Hof zum Auto, zog die Fernbedienung heraus und betätigte den Auslöser. Das Hupen und Pfeifen verstummte – für kurze Zeit. Dann lärmte die Alarmanlage erneut. Seine Kollegen im Café amüsierten sich über die Angelegenheit.

Das Strassenbild vor dem Café war geprägt durch Rollerfahrer und grosse Geländewägen made in Japan. Ich trank meinen nun etwas auf Körpertemperatur erkalteten Kaffee aus und nahm mir die Wasserflasche vor. Dann stand ich auf und ging zum Tresen, um die Rechnung zu verlangen. Dann legte ich einen 100 Baht schein hin und fragte nach der Toilette. Das junge Mädel deutete nach hinten. Und tatsächlich über einer Tür, die mit einem bunten Plastikstreifenvorhang verhängt war, hing ein Schild „Toilet“. Ich ging darauf zu und ein „Bruzeln“ und „Zischen“, als wenn jemand Fleisch in einer heissen Fettpfanne braten würde. Tatsächlich: Direkt neben der Toilette befand sich die Küche. Hinter einer gemauerten Küche stand eine Köchin und brutzelte in einem Wok über der offenen Gasflamme ein nettes Gericht.

Grinsend schob ich den Plastikstreifenvorhang mittig zur Seite und betrat den kleinen dunklen Toilettenraum. Auf Augenhöhe links neben dem Pissoir befand sich ein Metallbehälter in dem passend zur Riechrichtung WC-Steine griffbereit lagen. Gut, es hörte sich diesmal etwas anders an, als sonst zusammen mit der Brutzelei nebenan. What shells. Als ich an der Theke vorbeikam und mir das Mädel mein Wechselgeld geben wollte, bedankte ich mich freundlich lächelnd und verliess das schöne Café mit der interessanten Küchen-/WC-Kombination.

Ich wanderte weiter durch die Querstrassen und sah mir hie und da die Auslagen an. Bis sich dann mein Natel respektive Nanee sich meldete. Sie sei fertig mit der Besorgung und würde wieder auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt auf mich warten. Nach wenigen Minuten sass ich bei Nanee im Auto, auf der richtigen Seite nur ohne Lenkrad. Sie fuhr diesmal eine andere Strecke, als die welche wir vorher nach Nathon gefahren waren. Es ging durch Palmenhaine und Felder – etwas abgelegener. Dann bog sie in eine schmale Strasse ab – im Hintergrund konnte man das Meer durch die Palmen sehen. Sie hielt vor dem Resort „Centara Villas Samui“, welcher direkt gegenüber des „Butterfly Garden“ liegt, auf dem Parkplatz und wir stiegen aus

Wir gingen an der offenen Lobby des Resorts an der Rezeption vorbei, grüssten die dort in feinen, bunten Kleidern gehüllten Angestellten und stiegen eine hölzerne Treppe hinab. Hangabwärts liess sich der Strand vermuten, welcher von der Lobby aus, aber nicht zu sehen war; denn ein wahrer grüner Dschungelgarten, labyrinthartig durchzogen mit hölzernen Stegen öffnete sich vor uns. Dazwischen in unregelmässigen Abständen befanden sich gut versteckt Palmblatt-gedeckte Bungalows. Gut, dass es regelmässig Schilder und sogar einen Resortplan auf Tafeln gab, sonst hätten wir uns auf der Suche nach dem Strandrestaurant auf dem ZickZack-Weg glatt verlaufen.

Von einer Anhöhe überblickt man den schönen blauengemusterten Pool und den geschützten ruhigen sichelförmigen Sandstrand. wir stiegen die teils mit Steinplatten belegten, teils aus Holz gebaute Treppe hinunter und erreichten die Strandbar, an die direkt das Restaurant anschloss. Dort wählte Nanee einen Platz mit Blick auf den Strand aus und wir setzten uns auf aus Bambus gefertigte Barhocker. Ausser uns befand sich nur noch ein Urlaubspärchen auf der Barterrasse, welche an einem runden Tisch sassen und eine englische Zeitung lasen. Wir bestellten je einen Cocktail und genossen Aussicht und Ruhe.

Am Strand spielten Kinder mit einem „Meereshund“, wie ich die Rasse mit Vorliebe zum „Im Meer plantschen“ mittlerweile nannte. Die Kinder warfen einen Stock ein Stück ins Meer und der Hund schwamm bellend darauf zu, um es glücklich im Maul tragend wieder zu den Kindern zurück zu bringen. Am Strand standen neben zusammen geklappten Schirmen etwa 30 Strandliegen, von denen gerade mal 4 Stück belegt waren. Ein Pärchen spielte vor uns Strandtennis im flach ins Meer verlaufenden feinen Sandstrand.

Nanee und ich unterhielten uns gemütlich und lauschten dem Meeresrauschen, bis hinter uns zwei Musiker auf einem Barhocker zurecht rückten und ihre Gitarren auspackten. Sie setzten sich, spielten schöne ruhige Musik und einer der beiden sang dazu. Alles passte perfekt, wie in einem Traum oder Märchen. Die Ausicht auf das Meer, vorbei tuckernde Fischerboote in der Ferne, das Meeresrauschen, Nanee neben mir, die gemütliche Gitarrenmusik, der Cocktail, die leichte Briese vom Meer her. Einfach fantastisches Plätzchen zum Relaxen und Träumen – eine absolut romantische Perle auf Koh Samui weitab der touristischen Auswüchse – ein Geheimtipp. Bitte nicht weiter sagen.

Wir blieben etwa eine Stunde und genossen gemeinsam das malerische Ambiente mit entsprechender musikalischer Untermalung. Dann bezahlten wir die Cocktails an der Bar und verabschiedeten uns von den beiden Musikern. Sicher nicht ohne als Dank für die tolle Musik etwas Trinkgeld in das Loch der Gitarre des Sängers zu stecken. Wir schlenderten durch den grünen paradiesischen Garten am Pool entlang zurück zum Eingang der „Samui Centara Villas“ an der Rezeption vorbei. Auf dem Parkplatz fielen zwei weisse Blüten von einem Baum. Eine davon gab mir Nanee mit der Bitte diese gut aufzuheben – als Erinnerung.

Wir stiegen ins Auto und fuhren am „Butterfly Garden“ vorbei zurück auf die Hauptstrasse. Auf der sich dahin schlängelnden Strasse entdeckte ich am Rand einer Kurve hinter einer Leitplane eine grosse Anzahl kleiner bunter Holztempel. Ich fragte Nanee, was diese wohl bedeuten mögen. Nanee meinte, dass für hier in dieser Kurve viele Thai verunglückt wären und es Sitte wäre am Unfallort zum Gedenken einen Tempel aufgestellt. Nachdenklich neben Nanee sitzend, setzten wir unsere Reise zurück nach Lamai fort.

Im Restaurant angekommen, bestellte ich noch einen Kaffee und verabschiedete mich dann von Nanee. Dann ging ich zurück zum Hotel und duschte. Zwischenzeitlich meldeten sich Kirsten und Werner per SMS und wir verabredeten uns gegen 18 Uhr beim Bungalow von Mike. Chris hielt sich in seinem Bungalow auf und ruhte aus. Mike hatte am Nachmittag einen Anruf von seinem „Local iPhone Dealer“ beim TESCO bekommen. Sein iPhone sei endlich eingetroffen und er hätte es zusammen mit Chris geholt.

Ich traf mich mit Mike am Bungalow und wir setzten uns auf die Terrasse. Gegen 18 Uhr kamen Kirsten und Werner und wir bestellten uns von bei „Buck“, der in der Strandbar direkt vor Mike’s Bungalow arbeitete, je einen Caipirinha. Anschliessend orderte Werner eine Flasche Weisswein und wir plauderten über den vergangenen Tag. Mike verliess uns dann kurz und holte seine massgeschneiderten Klamotten vom „Local Schneider“ ab. Dort traf er auf Moe, die schon seit 19 Uhr auf ihn wartete. So nahm er nicht nur die Klamotten, sondern auch Moe mit. Vorher liess er sich noch seine Füsse abmessen, da er sich zwei Paar Lederschuhe zusätzlich in Auftrag gab.



Dann probierte Mike die neuen Sakkos an und führte diese dem Publikum vor. Dann genossen wir die Abendstimmung und den Weisswein. Wir plauderten über „Strandliegen“-Reservierer; denn im Resort „Samui Boutique Resort“ läuft es nach Auskunft von Kirsten und Werner ähnlich ab, wie bei uns. Gegen Mitternacht verabschiedeten wir uns. Chris war bereits gegen 22 Uhr alleine nach Chaweng gefahren. Mike nahm Moe mit dorthin und ich bekam eine SMS von Nanee. Wir trafen uns am Strand vor unserem Resort. Sie wollte partout nicht in den Resort. So nahm ich zwei Bier aus der „Bordküche“ und wir setzten uns an den Strand. Um halb zwei verabschiedeten wir uns und ich ging zurück zum Hotelzimmer. Da Mike nun seinen eigenen Bungalow besass, konnte ich mich so richtig gemütlich im Zimmer einrichten.

PeterPan’s Restaurant-Tipp Koh Samui:

Centara Villas Samui
Coral Bar & BBQ Eingang gegenüber „Butterfly Garden“
Address: 111 Moo 2, Maret, Natien Beach, Koh Samui, Suratthani 84310, Thailand
Phone: +66 (0) 7742 4020
Fax: +66 (0) 7742 4022
Email: csv@chr.co.th 
http://www.centarahotelsresorts.com/csv/csv_default.asp

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Tags: Urlaub, Reisebericht, Koh Samui, Monsun, Regen, Bangkok, Zürich, Regensburg, Thailand, Lamai, Beach, Chaweng, Restaurant, Club, Hotel, Bo Phut, Koh Phangan, Mae Nam


Urlaub Koh Samui 10.03.2008 – Strandtag am Chaweng Noi und „Wie das Leben so spielt“

11. März 2008

Zum Thema „Frauen“ auf Koh Samui. Ich überlegte mir lange, ob ich überhaupt irgendwas über unsere Bekanntschaften des anderen Geschlechts schreibe. Aber dann diskutierte ich mit Chris und Mike und wir entschieden, dass die Freundschaften, die wir hier schlossen, nicht anders Zustande gekommen sind, als in jedem anderen Urlaubsland oder zu Hause, wie bisher auch. Ich muss die Leserschaft leider enttäuschen; denn um bezahlte Sexbekanntschaften geht es uns bei unseren Urlauben nicht. Nicht mal in Thailand. Somit kann derjenige, der über eine Suchmaschine mit den Begriffen „Thailand“ und „Sex“ hier gelandet ist es sich ersparen erwartungsfroh den langen Text nach prickelnden Bettgeschichten zu überfliegen und nach Nacktbildern aus irgendwelchen Animierschuppen zu suchen. Hamma nich!

Nein, wir unterschlugen bisher das Thema nicht, wie ein Kommentator vorher vermutete. Chris ist seit 4 Jahren ein absoluter Thailand-Fan. Er liebt das Land, Kultur, Umgangsformen, Essen und Leute in Thailand. Landsleuten aus dem alemannischen Sprachraum, die sich ihren Schulabschluss aus der Bildzeitung oder von TV-Reportagen einfältiger werbefinanzierter Fernsehsender angeeignet und deren Allgemeinwissen auf 6 DinA3 Seiten mit grossen Bildern bedruckt locker Platz findet – ganzseitige Werbung vom Elektromarkt nebenan mit eingerechnet – können mit Land, Kultur, Umgangsformen, Essen und Leuten in Thailand weniger anfangen. Ganz einfach: Die waren nie dort. Und wenn dann doch, dann trauen sie sich mit ihren weissen Tennis-Socken, Sandalen, überdimensionalen Fussballhose und ärmellosen Ripp-Shirt nur dann von der ganzwöchig mit Handtuch reservierten Strandliege weg aus der Hotelanlage, wenn sie sich ein „Singha-Beer“-Shirt anstatt des „Beck’s“-Shirts vom Laden nebenan als Trophäe besorgen. Das ist kein Gag, haben wir live erlebt, beobachtet und nun schriftlich niedergelegt.

Was die Herrschaften dann aber bei der im Hotel gebuchten zu „Tourist Attractions“ geführten Inselrundfahrt verpassen bzw. niemals kennen lernen, wir aber eben auf eigene Faust erkunden, ist der Blick hinter die touristischen Kulissen. Und dabei lernt man eben die Einheimischen so kennen, wie sie sind. Fernab der Dollarzeichen geprägten Augen der Verkäufer entlang der Haupteinkaufsstrassen mit der immer gleichen wiederkehrenden Produktauswahl. Wobei selbst das in Koh Samui schlicht nicht zu erkennen war – wahrscheinlich gibt es dafür auch ein spezielles Lächeln. Das gleiche gilt übrigens auch für Eltern, die ihre Kinder am Strand mit Gameboys und iPods ruhig stellen, anstatt sie im Sand spielen zu lassen. Aber ich kann da ja nicht mitreden, ich hab ja bisher keinen mir bekannten Nachwuchs.

Wer nun aber als in den letzten Zügen des Fortpflanzungsstadiums stehender Homo Sapiens mit bläulichen Tabletten in der Hosentasche auf die Idee kommt seinen Urlaub am Abend auf dem „roten Platz“ zu verbringen, in der Annahme, dass die Mädels jeden genetischen Schrott bereitwillig gegen Bezahlung beglücken, der kann sich die Buchung bei Neckermann und die für den Flug nebst Unterkunft in einem Minus-Dreisternigen Resort sparen. Die hier auftretenden Mädels sind nämlich nicht zu schade aus dem Genpool den Ausschuss auszusortieren und mit Missachtung zu strafen. Ob sie dazu gehören, erkennen sie dann daran, dass sich die Seite der Theke schlagartig just in dem Moment von Mädels leert, als sie versuchen sich ein Bier zu bestellen. Zufällig haben dann die Mädels nämlich Hunger oder müssen etwas zum Essen besorgen. Aber immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Konnten wir auch beobachten. Nein, nicht bei uns. 🙂

Also, nochmals: Es gibt schlicht auf diesen Seiten keine Geschichten über bezahlte Liebe. Goto einschlägig bekannten Sexwebsites und halten sie die Kreditkarte bereit. Für alle anderen, und das dürfte die Minderheit der Leser sein, gilt: Bitte weiter lesen.

Heute Nacht schrieb ich bis gegen 4 Uhr morgens an den Tagesberichten. Gegen 3 Uhr klopfte es an der Tür. Mike stand davor, verschwand aber nach kurzer Diskussion und einer Zigarette gleich wieder. Er hätte im „Seed“ eine Lady aus Bangkok kennen gelernt, die ebenso wie wir auf Urlaub auf Koh Samui (Lamai) unterwegs wäre. Die Unterhaltung gestaltete sich aber extrem schwierig, da die Lady – sie heisst Moe – kein Wort englisch könne. Im „Seed“ sei eine thailändische Pop-Musik-Truppe aufgetreten. Die Werbung dazu hätte es nirgends in „Farang“-Sprache gegeben. Somit waren Mike und Chris neben drei weiteren westlich aussehenden Personen die einzigen Nicht-Thailänder unter etwa 400 Thais in der Discothek, die sonst als „Tabledance-Lokal“ genutzt wird.

Die Thai-Band hätte tolle Musik mit anscheinend ansprechenden und unter Thailändern bekannten Texten gespielt, denn es wurde lauthals mitgesungen. Nur Mike und Chris verstanden kein Wort – die Band sang eben in Thai. Die weiblichen Gäste flippten regelmässig bei irgendwelchen Textstellen aus und Mike musste sich die Ohren zuhalten, um vom schrillen Geschrei keinen Gehörsturz zu erleiden.

Mike und Chris hätten sich einen vom Gedränge sicheren Platz im hinteren Bereich an einem Tisch gesucht. Die Massagemädels, die ihnen bei der alltäglichen „Massass“ den Tipp mit der Veranstaltung gegeben hatten, konnten sie beide nicht entdecken. Ob die schlicht nicht gekommen oder andererseits in der Menschenmenge untergegangen waren, konnte später nicht eindeutig geklärt werden. Am Nebentisch im „Seed“ hätten die Mädels zum Kichern und Tuscheln angefangen und schliesslich sei eine der Ladies auf ihn zugekommen. Sie hätte versucht sich mit ihm auf Thai zu unterhalten. Er hätte aber logischerweise kein Wort verstanden.

Michael Wong2 Michael

Ausser irgendwas mit „Michel Wong“. Nachdem er die Lady aufgeklärt hätte, dass er kein Thai könnte, wäre das Gespräch auf bruchstückhaftem Englisch weiter geführt worden. Die Lady erklärte, dass sie Mike für den „famous Actor Michael Wong“ gehalten hätte, wegen der Ähnlichkeit. Ich hab mir auch grad erst das Bild von Michael Wong aus dem Web besorgt und eine gewisse Ähnlichkeit besteht tatsächlich. Nur die Augen sind bei Mike einfach blau-grün, was in der Dunkelheit des Clubs sicher nicht sofort aufgefallen ist.

Nach dem Ende des Konzerts legte ein DJ Tanzmusik auf und die Lady, die sich als Moe vorstellte, versuchte sich mit ihrem bruchstückhaften Englisch mit Mike zu unterhalten – und umgekehrt. Sie wehrte sich aber standhaft sich irgendeinen Drink ausgeben zu lassen. Stattdessen holte sie sich an der Theke Mineralwasser. Auch rauchte sie nicht, da das nach eigener Aussage schlecht für die Haut wäre. Mike blieb a) bei Singha-Beer b) rauchte und c) verliessen beide gemeinsam gegen 3 Uhr so ziemlich als letzte das „Seed“. Da in Lamai sämtliche Lokale unseres Vertrauens bereits geschlossen hatten, dachte Mike kurzfristig daran die Dame zu fragen, ob sie auf ein Wasser ins Hotel mitkommen wolle. Das lehnte sie rigoros ab, sie wollte sich keinesfalls mit einem Farang in einem Hotel sehen lassen, das gehöre sich nicht. Deshalb fuhr sie Mike mit der Honda Shadow dann schweren Herzens zu ihrer Urlaubsunterkunft, wo sie mit zwei weiteren Freundinnen aus Bangkok die Ferien verbrachte.

Als ich am Morgen gegen 9:30 Uhr zum Frühstücken ins Strandrestaurant ging, sah ich Chris und Mike vor dem Bungalow auf der Terrasse sitzen. Ich besorgte mir einen Teller mit allerlei Frühstücksutensilien und schnappte mir einen Kaffee. Dann setzte ich mich hinüber zu den zwei und Mike erzählte die oben genannte Geschichte immer noch fassungslos. Fassungslos deshalb, weil er sich schlicht nicht mehr dran erinnern konnte, wo er Lady Moe am Ende abgesetzt hatte. Nicht mal nach der Telefonnummer fragte er sie am Abend zuvor.

Und einen Treffpunkt oder etwas ähnliches hatte er vor lauter „Seidenblick“ auch nicht vereinbart. Er war vollkommen am Boden zerstört. Da lernt er das einzige (Sorry, „“nächste“, da Nanee, Sa, und die Mädels vom Massass-Salon auch vollkommen normal sind) normale Mädel in Lamai zufällig kennen und er hat gar nix von ihr, um ein Date auszumachen. Mike war vollkommen fertig. Dafür nahmen wir ihn gerne das ein oder andere Mal tröstend auf den Arm, was seine Stimmung nur noch verschlechterte. Am liebsten hätte er in das hölzerne Geländer der Veranda gebissen.

Chris konnte es auch nicht fassen. Er war schon eher vom „Seed“ nach Hause gefahren, direkt nach dem Konzert, da er merkte, dass sich die Lady in Mike verguckt hatte. Die beiden Freundinnen von Moe waren eher nicht nach Chris’s Geschmack. Daher zog er es vor die beiden allein zu lassen – die Vier versteht sich. Als ich das Frühstück beendete, verliessen wir den rauen Strand mit den „Strandliegen-Mietern“ und setzten uns auf unsere Chopper. Ich ging vorher noch im Hotel nebenan vorbei und hinterliess für ein Schweizer Pärchen, welches heute in Lamai ankommt eine kurze Nachricht mit meiner Telefonnummer.

Das erste Ziel steuerten wir den Motorradverleiher „Easy Rider“ an. Mike stellte des nächtens fest, dass das Abblendlicht defekt sein musste und nur das Aufblendlicht funktionierte. Jonathan schob die Mühle in den Verkaufsraum und wechselte mit handwerklich geschickten Händen und professionellem Werkzeug die Glühbirne in Rekordzeit aus.

Anschliessend starteten wir die röhrenden Chopper und donnerten die Strasse Richtung Chaweng Noi. Überraschenderweise klärte sich nämlich zusehends der wolkige Himmel auf und die Sonne brach immer mehr hindurch. Aus der Wetterrichtung erkannte man immer grossflächigere blaue Abschnitte, was uns nach einem Strandtag verlangen liess.

Wir parkten unsere Gefährte am Strassenrand und suchen uns sofort am ersten Restaurant die passenden Liegestühle aus. Wir hofften endlich etwas „Bräune“ auf die Haut zu bekommen.

Die Wellen brandeten an den flach auslaufenden Strand. Aber mit deutlich geringerer Höhe, als am Strand von Lamai. Auch die Wasserqualität schien wesentlich besser zu sein. Zuerst bestellten wir aber die Getränke, die sich aus fruchtigen Bestandteilen zusammen setzten. Mango-, Pineapple-Shake und für Chis Cola. Gut, letzteres wird aus immer noch streng geheimen eventuell pflanzlichen Bestandteilen gemixt. Im Gegensatz zu Fruchtshakes, deren Inhalt so frisch vom Baum fällt, wie nirgends sonst. Nach einem kühlen Schluck aus dem Glas rückte ich mir den Liegestuhl Richtung Sonne, setzte eine Baseball-Cap auf, die ich sonst hasse, und liess mich von der Vorderseite rösten, bis die Haut langsam zu qualmen begann. Wenn schon Mal die Sonne scheint, so muss das ausgenutzt werden. Akklimatisiert und angebräunt waren wir ja bereits. So schloss sich die Gefahr eines Sonnenbrandes nahezu aus. Und ich bekam auch keinen.

Chris und Mike testeten währenddessen das lauwarme Meer und planschten in den leichten Wellen. Als meine Körpertemperatur bedrohlich nahe an die 45 Grad-Grenze kam, verlangte meine Haut nach Abkühlung. Es zischte leicht, als ich meine Zehen in das kühle 25 Grad warme Meer tauchte. Chris holte einen kleinen blauen Ball aus dem Rucksack und wir warfen uns diesen spasseshalber gegenseitig zu. Als der Strandrestaurant-Betreiber das sah, winkte er und zeigte auf einen Volleyball. Mike holte diesen und wir spielten zuerst im bauchtiefen Wasser. Das Hechten fiel uns allerding etwas schwer. Somit verlagerten wir das Spielgeschehen in den feinen Sandstrandbereich. Das Spiel entwickelte sich zu einer Mischung aus diversesten Ballsportarten ohne jegliche Regeln und Spielfeldmarkierungen. Wir und der Restauranthund hatten auf jeden Fall unseren Spass.

Dann bemerkte Mike, dass ein dunkler Honda am Strassenrand stand und jemand uns zuwinkte. Ich sah genauer hin und entdeckte, dass es sich um Nanee handelte. Wir unterhielten uns kurz, aber ich konnte sie nicht zu einem Fruchtshake überreden. Sie wäre auf dem Weg zum Restaurant und müsse gleich weiter, wollte aber kurz „Hello“ sagen.

Nach dem Ganzkörper-Ballspiel nahmen wir ein kurzes Erfrischungsbad und Mike und Chris sanken sofort vollkommen erschöpft aber glücklich in die Liegestühle. Chris grinste über beide Ohren, da endlich fast durchgängig die Sonne schien. So hätte es schon länger sein sollen.

Der Strand „Chaweng Noi“ ist wirklich empfehlenswert. Er zieht sich feinsandig sichelförmig und lang gestreckt Palmengesäumt dahin. Kinder können unbedenklich hier spielen; denn das Strand verläuft sehr flach ins Meer hinein und die Liegen sind zahlreich vorhanden. Es wäre falsch sich lediglich vor dem Resort aufzuhalten. Getränke und gutes Essen gibt es an jedem Strandabschnitt und die Leute sind ausnahmslos freundlich. Auch Abends ist der Strand „Chaweng Noi“ empfehlenswert, da er nicht so überlaufen ist, wie in Chaweng selbst. In Lamai selbst ist der Strand breiter und die Möglichkeiten dort etwas brauchbares für ein gemütliches Dinner zu finden eher gering.

Ich schnappte mir meine Digicam und wanderte am Strand entlang. Immer auf der Suche nach einem Motiv. Und davon gab es reichlich.

Als ich zurück kam, lag Mike neben der Strandliege auf einem Handtuch auf dem Bauch. Er sah plötzlich, wie aus einem winzigen Loch neben ihm eine noch winzigere Krabbe kurz heraus schaute und dann wieder verschwand, als sich Mike bewegte. Ich gab ihm meine Digicam und er legte sich auf die Lauer.

Schliesslich zeigte sich die Minikrabbe erneut und Mike drückte auf den Auslöser. Gotcha!

Eine anderes Beispiel aus der Reihe „Expedition ins Tierreich“ entdeckte ich auf dem Weg ins Meerwasser. Eine Welle umspülte den Sand vor mir und ich dachte zuerst, dass ein Stein im Sand verschwindet. Dann überlegte ich kurz und grub den kleinen Kiesel aus. Ich hielt allerdings eine etwa Fingernagel grosse Muschel in der Hand. Die hatte sich selbst eingegraben? Das musste ich noch einmal sehen. Ich legte die Muschel flach auf den Sand im dem Bereich des Strandes, in dem die Wellen grade noch hinkommen und flach auslaufen.

Als die nächste Welle die Muschel umspülte, grub sich diese wieder senkrecht in den Sand ein und verschwand. Nur nicht für lange; denn das wollte ich fotografisch festhalten. Muschel ausgegraben, im Meerwasser in der Hand vom Sand befreit, Digitalcamera auf Serienschuss eingestellt, Muschel in den Sand legen und Warten. Es dauerte nicht lang und die nächste Welle kam, und die Muschel grub sich erneut ohne zur Hilfenahme von nicht vorhandenen Händen in den Sand ein.

Als die Sonne gegen 18 Uhr langsam hinter den Bergen im Westen verschwand, wachten die Restauranthunde langsam auf und nahmen ein Bad im Meer. Wir packten unsere Sachen zusammen und sattelten die Chopper.

Wir fuhren wieder einmal zum „TESCO“ nach Chaweng. Dort kaufte Chris noch ein paar Klamotten. Mike fragte bei seinem „local Mobile Phone Dealer“ nach, ob nun endlich das iPhone angekommen sei. Leider erhielt er erneut eine Absage „Come tomorrow“. Etwas grantig zog er von dannen. Wir verluden unsere Einkäufe in die Taschen und Rücksäcke und tuckerten durch den relativ dichten Abendverkehr zurück nach Lamai; denn wir hatten noch ein „Date“ mit zwei Schweizern am Abend abgemacht.

Als wir die Wäsche in der Lamai Beach Road bei unserem bevorzugten Waschhaus abholten, winkten uns die Mädels von der „Massass“. Wir begrüssten diese und verneinten allerdings diesmal ihre Knetkünste in Anspruch zu nehmen. Dafür pflegte „Oh“ mit dem Saft eines frischen Stückes Aloe Vera die Brandwunde von Mikes rechten Unterschenkel. Er bekam noch ein weiteres Stück von „Oh“ mit, damit er es am Abend vor dem Zubettgehen selbst auftragen kann. Nach einer Tasse Kaffee bei den Mädels gingen wir zurück zum Hotel. Schnell duschen; denn um 20 Uhr stand das „schwiizer Date“ an.

Gegen 20 Uhr trafen wir uns in der Hotellobby und gingen gemeinsam zum „Samui Boutique Resort“ hinüber. Dort trafen wir uns mit Kirsten und Werner aus Basel im Restaurant „Patio“.

Kirsten und Werner kamen am Vormittag in Samui an. Wie wir uns kennen lernten? Über das Samui-Tagebuch in diesem Blog. Kirsten suchte im Internet nach „Wetter Koh Samui“ und als eines der Suchergebnisse fand sie die „PeterPan“ Seite. Sie klickte darauf und las einen der Beiträge. Dann sah sie sich die Bilder an und informierte Werner darüber. Zusammen verbrachten Sie etliche Stunden beim Lesen des Reisetagebuches. Dann motivierte Kirsten ihren Werner doch einen Kommentar zu schreiben. Darin stand, dass sie ab Montag den 10.03.2008 ebenfalls in Lamai im „Samui Boutique Resort“ residieren würden – in einem Hotel im Norden der Lamai Beach.

Das konnte nicht so weit weg von unserem Resort sein, dachte ich. Und durchsuchte das Web nach dem Internetauftritt des „Samui Boutique Resort“. Und: Das Resort liegt direkt neben unserem! Von unserem Balkon sehen wir direkt auf die Anlage. Nur wusste ich das nicht! Am Eingang des Hotels steht „Patio“ und in Thai-Schrift irgendetwas darunter. Das hiess offensichtlich „Samui Boutique Resort“.

Wir trafen die beiden im Restaurant „Patio“ und begrüssten uns. Dann erzahlten beide, dass die Reise sehr angenehm gewesen sei. Nur das Wetter sei nicht so, wie vom Prospekt versprochen. Der Bungalow sei grosszügig, hätte einen eigenen kleinen Spa, es fehle jedoch ein Schrank für die Bekleidung. Kirsten hätte zwar versucht sich an meinen Tipp im Beitrag zu halten, möglichst wenig mitzunehmen. Jedoch hätte der grosse Koffer gerade ausgereicht.

Beide luden uns auf den von uns so geschätzten Mango-Shake ein und wir plauderten ausgiebig. Werner hätte sich meinen gesamten bisher geschriebenen Reisebericht ausgedruckt. Ursprünglich wollte er die Texte kopieren, aber das Blogscript liesse das nicht zu. Nun hätte er über 50 Seiten Informationsmaterial bei der Hand und beide würden die Texte mit Begeisterung lesen. Das freute mich ungemein. Und noch mehr: Dass man auf diesem Wege so nette Leut kennenlernt.

Interessehalber fragten wir beide, ob wir ihren Bungalow mal ansehen dürften und Werner zeigte uns diesen. Chris meinte, dass diese Art von Hotel aber hier in Lamai am falschen Platz sei. Es fehle einfach der ruhige gemütliche Strand. Aber dafür gäbe es einen grossen Pool. Nur wir vermuteten, dass auch hier allmorgendlich der Kampf um die Liegen ausbricht. Wir gaben beiden den Tipp sich in ein Sammeltaxi zu setzen und den ein oder anderen Strand in der Umgebung anzusehen. Dort gäbe es bessere Wasserqualität, ruhigere Strände und genug Liegen, sowie ausreichend gutes Essen inklusive nettester Bedienung. Siehe „Chaweng Noi“ oder „Mae Nam“.

Da Chris, Mike und ich noch nichts gegessen hatten und wir den beiden Schweizern gleich mal etwas anderes als das Hotel zeigen wollten, beschlossen wir in das Restaurant von „Sa“ zu gehen. Auf dem Weg dorthin zeigten wir den beiden unsere „local Laundry“, stellten ihnen die Mädels von der „Massass“ vor, ebenso den „personal Schneider“ und natürlich Sa vom „Sri Nuan“, die uns gleich einen Tisch auf dem Gesteig gab; denn nur hier Draussen darf man bei „Sri Nuan“ rauchen.

Wir bestellten, „red“- und „yellow“-Curry und Mike nahm eine gekochte Gemüseplatte. Kirsten liess ich die heissen Bananen in Cocos-Sauce probieren. Und es schmeckte nicht nur ihr gut. Auch die Speisen durften probiert reihum probiert werden.

Plötzlich kam aus dem Nichts ein grosser Reisebus die Lamai Beach Road entlang. Mike meinte „Das sind bestimmt Chinesen!“; denn das Reiseverhalten kannten wir bereits aus der Schweiz. Und es schauten uns tatsächlich verschlafene Chinesengesichter aus den Busfenstern in die Teller. Tja, vorgestern Rom, gestern noch in Paris und Luzern, Abends dann auf’s Matterhorn und über Nacht im Flugzeug nach Koh Samui. Das ist Urlaub 🙂

Gegen 23 Uhr verabschiedeten wir uns von Kirsten und Werner; denn die beiden hatten noch etwas Schlaf von der Anreise nachzuholen und wir wollten noch dringend in das Nachtleben in Chaweng eintauchen. Somit bestiegen wir die Böcke und brausten durch Lamai über den Pass nach Chaweng. Dort stellten wir die Kisten direkt vor der „Solo Bar“ an der gegenüberliegenden Seite in freie Parkplätze und betraten die unüberhörbare Bar.

Wir bestellten uns je ein Singha-Bier, lauschten der guten House-Music und beobachteten lächelnd und scherzend das rege Treiben um uns herum. Dann bemerkte ich, dass auf meinem Natel eine SMS-Nachricht angekommen war. Nanee sei auch in Chaweng. Ich fragte, ob sie auch in die „Solo Bar“ käme, aber sie meinte „Eher nicht“. Ob es mir möglich wäre zum Club „Sweet Soul“ gegenüber des „Green Mango“ zu kommen. Etwas verwundet aber freudig überrascht informierte ich Chris und Mike. Ich vereinbarte mit ihnen hinüber zu gehen und sie gegebenenfalls abzuholen. Ich wusste nicht, ob das nun Absicht oder so Sitte war. Es ist doch so manches „anders“ in den Umgangsformen in Thailand – positiv gesehen.

Also machte ich mich auf den Weg die wenigen Querstrassen durch die belebte Chaweng Beach Road zum „Club Sweet Soul“. Ich wehrte die freundlichen Versuche ab, mir irgendwelche Flyer von anderen Clubs auf dem Weg dorthin in die Hand zu drücken und erreichte den Club nach wenigen Minuten zu Fuss. Der Club war gut, aber dennoch locker gefüllt. Nur Nanee konnte ich nicht entdecken. Dann entdeckte ich Nanee auf der linken Seite stehend mir zuwinken. Ich betrat den Club und ging ihr nach in den hinteren Bereich an eine der Theken.

Dort sass sie dann mit einem „Baileys on the Rocks“ und grinste mich an. Warum sie nicht in die „Solo Bar“ gekommen sei, fragte ich. Sie meinte, dass sie dorthin nicht allein gehen wolle. Und ausserdem hätte sie nicht viel Zeit und müsse am nächsten Tag wieder früh aufstehen, um für das Restaurant einzukaufen. Ich informierte Chris und Mike und wir plauderten ein wenig, was die Lautstärke nur bedingt zuliess und verliessen den „Club Sweet Soul“ nach etwa einer Stunde gegen 1 Uhr.

Ich begleitete Sie noch zum Auto, welches direkt hinter dem „Club Green Mango“ auf einem Parkplatz stand. Dabei stellte ich fest, dass eben das „Green Mango“ heute vollkommen gut gefüllt war. Im Gegensatz zu den letzten Besuchen, bei denen sich nur wenige Gäste auf den beiden grossen Dance-Areas verliefen. Das musste ich mir näher ansehen. Und ich war begeistert. Wir bahnten uns den Weg durch die wabernden Menschenmassen und ich schoss noch das ein oder andere Beweisfoto.

Wir kamen auf der anderen Seite des „Club Green Mango“ wieder heraus und gingen das kurze Stück gemeinsam zum Auto. Dort fragte mich Nanee, wo ich mein Motorrad geparkt hätte und ob sie mich dorthin fahren könnte. Ich schaute etwas verwundert, denn a) ist es für sie ein Umweg nochmals in die Chaweng Beach Road zu fahren und b) müsste ich nur den gleichen kurzen Weg zurück gehen. Allerdings gefiel mir die Idee bei Nanee im klimatisierten Auto zu sitzen auf Anhieb besser.

Scheinbar wollte sie wirklich nicht, dass ich nochmals ins „Green Mango“ gehe (Ich könnte ja auf „Abwege“ kommen.); denn sie fragte mich, ob ich dann ins Hotel fahren würde. Ich antwortete, dass ich das noch nicht wisse, denn Chris und Mike hätten sich noch nicht gemeldet. Vor meinem Chopper fuhr Nanee an den Strassenrand und wir verabschiedeten uns. Nicht ohne vorher zu vereinbaren, dass ich am nächsten Tag auf einen Kaffee bei ihr im Restaurant vorbei schauen würde.

Ich stieg aus und winkte ihr beim Abfahren nach. Dann drehte ich mich um, und stellte fest, dass eine Lady auf meinem Motorrad sass und sich meinen linken Rückspiegel beim Lippenstift-Nachziehen zu Hilfe nahm. „Gut!“ dachte ich „dann rauche ich halt erst einmal eine!“, zückte meine Zigarettenschachtel aus der hinteren Hosentasche der Jeans, fummelte nach dem Feuerzeug, zündete mir eine an und ging auf die gegenüberliegende Strassenseite. Dort lehnte ich mich an die Hausmauer und zog das Mobile Phone aus der Tasche. Wo sind nur Mike und Chris abgeblieben. Keine Nachricht, kein Anruf. Nichts!

Als die junge Thai nach der Korrektur der Lippenfarbe immer noch auf dem Sitz meines Töffs lümmelte, beschloss ich die wenigen Meter zur „Solo Bar“ zu gehen, um nachzusehen, ob Chris und Mike sich noch darin aufhielten. Dies war nicht der Fall und ich konnte das auch einfach erkennen. Die „Solo Bar“ war nämlich mittlerweile fast menschenleer. Kein Wunder; denn um 2 Uhr macht der Schuppen, wie alle anderen auch, nämlich dicht. Ergo, waren beide einfach abgehauen, ohne mir etwas mitzuteilen. Feine Brüder die Brüder.

Somit verliess ich den traurigen Ort und wanderte zurück zum Motorrad, welches mittlerweile „Lady-Frei“ war. Das Mädel hatte sich mittlerweile getrollt, dachte ich. Als ich mich auf den Sitz schwang, seitlich den Schlüssel steckte und umdrehte, erblickte ich links von mir zwei lange Beine, die in silberfarbenen hochhackigen Pumps steckten.

Ich hörte eine laszive aber für eine Lady zu dunkle und aufgesetzte Stimme sagen „Nice Bike! May i drive with you?“ Moment mal, lange Beine, Pumps, Minirock und dunkle Stimme? Ich sah an der Lady hoch und erkannte ein etwas kantigeres aber nettes Gesicht. „Ein hübsches Mädel der Bua!“ dachte ich und verneinte lächelnd die Frage. „I have to go home now“, drückte auf den Anlasser und schob die Mühle in Rekordzeit aus der Parklücke. Dann trat ich den ersten Gang krachend ins Getriebe und liess den Hinterreifen rauchen. Nix wie weg hier!

Unterwegs stellte ich mir vor, sie äh er hätte den Mund nicht aufgemacht und ich hätte sie äh ihn jetzt auf der Sissibar. Na, Mahlzeit. Als Techniker überlegte ich mir auf der Fahrt zurück nach Lamai, wie man einen Schleudersitz für diese Gelegenheiten in einen Chopper konstruieren und montieren könnte. Mit einem roten Auslöseknopf mit durchsichtigem Klapp-Deckel am Lenker als Zusatzausstattung, wie in den guten alten James-Bond-Filmen. Ich grinste, als ich mir wie in einem Comic vorstellte, wie sie/er dann zuerst vom Töff nach hinten weggeschleudert und dann schimpfend und mit zerzausten Haaren auf dem Asphalt sitzen mir nachschimpfte. Beinhart! Das lass ich mir zum Patent anmelden – auf Lebenszeit.

Eine Wonne mit etwa 60 bis 70 Stundenkilometern im höchsten Gang den Motor tieftourig knatternd wie in einer lauen Sommernacht bei Temperaturen um die 25 Grad mit einem Chopper ohne Helm alleine über menschenleere Strassen zu cruisen. Ich hätte ewig so weiter fahren können. Und es wäre überhaupt kein Problem gewesen; denn ich befinde mich auf einer Rundstrasse um die Insel mit einer Länge von etwa 50 Kilometern. Nach einer Stunde wäre ich wieder hier gewesen. Man hätte die Rundenzeiten stoppen können. Diese wären aber extrem unregelmässig und langsam. Es geht ja diesmal wirklich nicht ums Rennenfahren, sondern ums gemütliche Cruisen.

Ich bog aber dann trotzdem in Lamai beim gut sichtbaren „McDonald“-Warnschild links ab und rollte beim Hotel aus. Das Töff von Chris stand neben mir, nur die Kiste von Mike fehlte. „Wo der sich wieder rumtreibt!“ dachte ich und ging in die Hotellobby. Keine Menschenseele hinter dem Tresen. Ich blickte ins Büro und sah den Nachtportier gemütlich auf zwei zusammen geschobenen Sesseln vor sich hin Ratzen. Pfeiffen und vorsichtiges Rufen half ihn nicht zu wecken. Schliesslich wollte ich ja auch nicht, dass er vor Schreck von den Sesseln auf den harten Steinboden fiel und dann noch sein Gesicht verliert.

Also schwang ich mich leise über den Tresen und suchte meinen Schlüssel aus der bereits geöffneten Schublade. Mike war tatsächlich noch nicht da. Ich nahm den Schlüssel und schwang mich zurück. Dann schlenderte ich immer noch grinsend über den „Lady“-Vorfall in Chaweng am Pool entlang und erklomm die Treppen zu unserer Etage. Dann sperrte ich auf und liess mich ins Bett fallen, zog mich aus und schnappte mir den Laptop. Schliesslich wollte ich noch schnell die Bilder ins Web laden. Am Text schreiben wollte ich heute bitte nicht mehr.

Als die Bilder fast online auf dem Server lagen, klopfte es gegen 3 Uhr an meiner Tür. „Das wird Mike sein“ dachte ich und legte den Laptop zur Seite, stand vom Bett auf. Ich sperrte die Tür au, drehte mich um und meinte „Hi Mike, wo warst denn so lang“. Und bekam eine Antwort von Chris: „Der hat mich jetzt doch glatt aus meinem Bungalow geworfen!“.

Verwundert drehte ich mich um und Chris stapfte mit müden Augen ins Schlafzimmer, setzte sich auf den Sessel im Eck und zündete sich eine Zigarette an. Dann fing er an die Ereignisse der letzen Minuten zusammen zu fassen. Es hätte gegen 2:45 Uhr bei ihm geklopft. Er hätte die Tür geöffnet und Mike sei mit „seidigem Gesicht“ vor ihm gestanden, hinter dem sprachlosen Mike hätte sich Moe versteckt. Ich fragte, wo er sie denn nun getroffen hätte. Chris erzählte, sie seien von der „Solo Bar“ direkt nach Lamai gefahren. Dann in Lamai am Hotel vorbei in die Lamai Beach Road hinein. In der Nähe des Restaurants von Nanee wären dann vier Mädels auf dem Gehsteig gelaufen, von denen eine nach Mike gerufen hätte, der sofort angehalten hätte.

Die Rufende sei Moe vom Vorabend im „Seed“ gewesen und wäre nach kurzer Begrüssung auf den Sozius gestiegen, hätte die anderen drei Mädels – ihre Freundinnen – einfach stehen gelassen. Mike hätte ihm dann angedeutet, dass er noch eine Runde fährt. Worauf Chris ins Hotel und dann in seinen Bungalow zum Schlafen gegangen wäre. Gerade als er so schön eingeschlafen war, klopfte es eben an der Tür und Mike stand mit Moe da. Daraufhin hätte sich Chris etwas übergezogen und sei zu mir herauf gekommen.

Zuerst grinste ich mir einen und dann lachte ich zusammen mit Chris. „Des gibts ja ned!“ war unser häufigster Satz. Dann schnappten wir uns eine Dose Bier aus dem Kühlschrank und ratschten über die letzten Vorkommnisse. Chris kugelte sich vor Lachen über die Geschichte mit der Lippenschminkerin (der Lippenschminker) in Chaweng. Als wir das Bier ausgetrunken und noch die ein oder andere Zigarette vernichtet hatten, knallten wir uns auf die Betten und schliefen ein. Das kann ja morgen noch heiter werden. „Wie kum jetz i zu meim Zeich!“ war der letzte Satz von Chris in dieser Nacht. Dann wurde es ruhig. Nur die Klimaanlagengeneratoren der Nachbaranlage waren noch zu hören.

PeterPan’s Restaurant-Tipp für Lamai:

Live Oyster & Seafood
Strand „Chaweng Noi“
Das erste Strandrestaurant auf der Seeseite, wenn man von Lamai kommend über den Pass „The Cliff“ fährt.

Sri Nuan – Thai Food & Sea Food
Lamai Beach Road 139/40
Lamai

PeterPan’s Ausgangs-Tipp für Chaweng:

Sweet Soul Café
gegenüber vom „Green Mango“
Chaweng

Green Mango Club
9/34 Chaweng Beach Rd.,
Bo-phut, Koh Samui,
Suratthani 84320 THAILAND.
Tel. 66(0)-77-422661 Fax. 66(0)77-422662
http://www.greenmangogroup.com/1club.htm

Solo Bar
nicht zu überhören direkt an der Chaweng Beach Road
Wo? In Chaweng!

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

<— Zurück zu „Urlaub auf Koh Samui 09.03.2008 – Easy Riders driving to Mae nam – Go to the Beach?

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Urlaub Koh Samui 09.03.2008 – Easy Riders driving to Mae Nam – Go to the Beach?

10. März 2008

Während ich so auf meiner „eroberten“ Strandliege lag und den Beitrag vom „Sonnenaufgang auf Lamai“ tippte, kamen gegen 9:30 Uhr Mike und Chris mit bereits gepackten Strandrücksäcken bei mir vorbei. Kurz vorher hatte ich den „Chefe“ gebeten mir einen Capuccino zu bringen. Als sie den Beitrag nebst Bildern sahen, lachten beide über beide Ohren (also vier). Sie setzten sich und Chris meinte, dass es zu windig sei an diesem Strand. Ich fragte nach der Tagesplanung.

Chris wollte auf keinen Fall mehr Scooter fahren. Er hätte an der Rezeption die anderen Motorräder auf einem Schild am Tresen gesehen. Er würde gerne einen Chopper ausprobieren. Kein Problem. So eine Kiste schwebte mir von Anfang an vor. Nur der manchmal holprigen Strassen wegen und weil wir in den ersten Tagen im „Dschungel“ unterwegs waren, dachte ich eher an eine Geländemaschine.

Aber vorher stand für die beiden das Frühstück an. Erst punkt 10 Uhr räumten die Restaurantmitarbeiter das Buffet ab. Also packte ich meinen Laptop ein und Chris und Mike schnappten sich noch etwas zu Frühstücken – keinen Red Snapper, sondern Spiegelei samt Schwarzbrot, Butter und Marmelade und natürlich Kaffee. Ich zählte meine Tassen eigentlich schon gar nicht mehr. Irgendwo bei vier Tassen Kaffee musste ich den aufmerksamen Nachschenkern Einhalt gebieten. Ich sattelte auf Fruchtsaft um – der Vitamine wegen.

Im Anschluss an das schnelle Frühstück gingen Mike und Chris an die Rezeption, während ich den Laptop auf das Zimmer brachte und meine Badeklamotten einpackte. Als ich gerade die Tasche verschloss, kam Mike ins Zimmer und meinte, dass einer der Hotelmitarbeiter uns zu einem Motorradverleih des Vertrauens fahren würde. Ich zog meine Turnschuhe an und schnappte mir die Tasche, verschloss das Zimmer und wir beeilten uns zur Hotellobby zu laufen.

Der Hotelmanager hatte mit dem Verleihpartner für Roller und Motorräder telefoniert und nachgefragt, ob die gewünschten Chopper vorrätig wären. Auch ein „guter Preis“ wäre bereits vereinbart worden. („special price for Hotelguests!!!“). So bestiegen wir den Hotelkleinbus und einer der Mitarbeiter fuhr uns die Lamai Beach Road an unserem, Stamm-Wäschereiniger, Stamm-Thai-Restaurant, Stamm-Massagesalon vorbei und bog dann an der Hauptstrasse rechts ab. Nach etwa 500 Metern hielt er auf der linken Seite vor einem Verleiher und dort standen bereits unsere neuen Untersätze fahrbereit und warteten auf uns. Der Laden hiess „Easy Rider Motorbikes Sales&Rental, Spare Parts & Repair Service“ und machte seinem Namen alle Ehre. Auf der Parkfläche zwischen Strasse und Geschäft stand neben vielen weiteren Motorädern eine Chopper, deren Tank mit der Amerikanischen Flagge lackiert war, wie aus dem gleichnamigen Film mit Henry Fonda.

Wir bedankten uns für den Transfer – welchen wir auch zu Fuss geschafft hätten, aber eben nicht klimatisiert – und stiegen aus. Draussen empfing uns eine kleine, schlanke Thai-Lady mit langem schwarzem Haar und stellte sich als „Lee“ vor. Ich meinte „Lee, so wie Bruce?“ und die Lady lachte breit. Dann führte sie uns in den offenen Laden, welcher mit gepflegt aussehenden Motorrädern verschiedenster Art und Grösse gut gefüllt war. Welche Motorräder wir gerne hätten und für wie lange.

Chris sagte sofort „für 4 Tage“ und hatte sich bereits ein Gefährt ausgesucht: Eine 200er Honda Shadow. Er setzte sich darauf und gab diese nicht mehr her. Mike entschied sich zuerst für eine violette 600er Honda Shadow mit kurzer Sitzbank und schlankem Vorderrad. Bis er die gleiche Kiste in schwarz/weiss, Sissybar und breiterem Vorderrad erspähte. Gut, dann schnappe ich mir halt die violette Shadow. Eigentlich dürfte die Farbe nur schwarz sein, denn wie der Name, so die Farbe „Shadow“ eben.

Die Dame telefonierte kurz mit ihrem „Chef“, während wir mit ihr den Preis verhandelten. Drei Motorräder a vier Tage. Schliesslich bezahlte Chris 500 Baht pro Tag und Mike und ich 700 Baht. Passt! Einschlagen! Unterschreiben! Wir hinterlegten die Passe als Deposit und Lee zeigte uns die Funktionen des Motorrads. Wie geht der Tankdeckel auf (anders rum als bei uns) und was (91er Sprit) und wo steckt der Schlüssel (links natürlich und zwar unter dem Sitz). Wir lächelten und liessen uns von Lee alles ganz genau erklären. Sie machte das auch so nett. Schliesslich durften wir uns Halbschalenhelme aussuchen. Diese zeugten auch von einem sehr guten Verständnis für die Materie und für Kunden. Teils nagelneue Helme lagen in den Regalen, fein säuberlich nach Grössen sortiert.

Dann liess zuerst Chris die Mühle an und wir staunten, was aus 200 Kubikzentimeter für Dezibel heraus kommen können. Dann teste Mike den Anlassen und wir starrten auf die Auspuffrohre! Wo bitte ist der Schalldämpfer? Die Kiste ist ja nur noch laut! Geil! Natürlich hört sich das noch heftiger an, wenn drei Mühlen leise vor sich hin „blubbern“. Aber wehe, wenn man den Gasgriff dreht, erkennt man, dass Benzin plus Sauerstoff plus Zündfunke zu dauerhaften Gehörschäden führen kann. Speziell, für die hinterher fahrenden.

Wir setzten brav die Helme auf und „tuckerten“ über die Hauptstrasse. Zuerst stand eine „Gewöhnungsrunde“ an. Chris grinste über beide Ohren. Wenn da nicht die Ohren wären, hätte es seine obere Kopfhälfte samt Helm nach hinten geklappt. Er fuhr voraus, Mike hinterher und ich legte als erster die Füsse auf die nach vorne verlegten Fussraster, schaltete sauber mit Zwischengas und sortierte mich mit hohem Gang aber niedriger Drehzahl langsam in den Strassenverkehr ein. Erstes Etappenziel: Der Strand bei Chaweng Noi. Wir fuhren über den Pass beim „Cliff“. Wenn man den Gashahn nur wenig aufdrehte, dann schepperte es aus den beiden Auspuffrohren, dass es nur so krachte. Bergab entfachte das erst im Auspuff verbrennende Gemisch ein wahres Knallgewitter.

Besser gesagt: Eigentlich ging die erste Etappe nur bis zum Seitenstreifen der Strasse beim Strand Chaweng Noi. Chris stieg ab und kramte sofort nach den Zigaretten. „Warum ned gleich so?“ Mike und ich lachten nur. Ob wir hier bleiben wollten, fragte Chris. Wir schüttelten den Kopf „Fahr mal schön weiter!“ Chris kichernd: „Wollt ich eh! Was haltet ihr von Mae Nam?“. „Von mir aus bis nach Nathon!“ war meine Antwort und Mike lachte. Somit starteten wir die brüllenden Motoren erneut und tuckerten auf der Hauptstrasse durch Chaweng und Bo Puth.

An einer Ampel bog Chris rechts ab und wir fuhren in eine Sackgasse hinein, die von kleinen Läden, Bars und Restaurants gesäumt war. Wir hielten vor einem hölzernen Tempel am Ende der Strasse und stellten unsere „Eay Rider“ ab. Bei Tempeln ist es immer üblich, dass man die Schuhe auszieht, wenn man diese betreten möchte. Auch bei den Tempeln, die eigentlich mehr nach einer „Bushaltestelle“ oder einem „Unterstand“ bei Regen am Strand aussehen.

Wir wählten von den beiden Restaurants, welches eines auf der linken und eines auf der rechten Seite des hölzernen Tempel platziert war, spontan einfach das linke aus und setzten uns auf die Terrasse. Vor dem Restaurant befand sich ein kleines „Reisebüro“, in welchem man Tauchfahrten oder Überfahrten zur Insel Koh Phangan für kleines Geld buchen konnte. Auf der Terrasse des offenen Restaurants standen Stühle und Tische aus Bambus. Sofort reichte uns eine Bedienung die Speisekarte. Aber zuerst benötigten wir etwas für den Durst. Ich war ganz froh, dass ich einen Helm mit herab klappbarem Visier genommen hatte. Einmal bekam ich so den Wind und zweitens den „Feinstaub“ nicht direkt in die Augen. Chris und Mike zwinkerten im ersten Moment etwas mehr. Wir bestellten uns je ein Coke; denn Kaffee hatte ich genug intus. Koffein gibt es ja noch in anderer Form.

Dann bezahlten wir die Rechnung von 90 Baht und sahen uns den Strand näher an. Siehe Bilder: Keine Menschenseele weit und breit. Ein feiner Sandstrand zog sich so weit das Auge reicht in einem schmalen Band dahin. Auf der einen Seite begrenzt durch das sehr ruhige und glatte Meer – nur wenige flache Wellen trafen auf den Strand. Auf der anderen Seite zahllose Palmen, Farne und Bananenpflanzen. Herrlich! Mike und Chris zogen sich schneller als ich fotografieren konnte aus und testeten das Meerwasser.

Im ersten Moment noch erfrischend, aber angenehm warm. Sorry, wenn ich das schreibe: Gefühlte 25 Grad Wassertemperatur, und wir haben uns schon lange akklimatisiert. Den Strand schützte die Halbinsel von Bo Phut vor dem Wetter. Einmal kam der Wind nicht durch und ebenso regneten die Wolken davor ab. Auf der gegenüberliegenden Seite zog einmal mehr eine Regenwolke zwischen uns und Koh Phangan durch und liess durch einen dunklen Schleier nur die Umrisse der Insel vermuten. Hier regnete es nicht.

Dann testete ich das erfrischende Nass und blieb relativ lange darin. Wie in einem überdimensionalen Pool fühlte ich mich. Anschliessend legten wir uns in den Schatten der Palmen und „natzten“ (kurzer Schlaf auf bayerisch) eine ganze Weile.

Als gegen 16 Uhr dann doch dunkle Wolken von süd-ost auf uns zu kamen, packten wir unsere Handtücher ein und flüchteten bei einsetzendem Regen in das Restaurant vom Beginn unseres Besuchs am Strand von Mae Nam.

Wir bestellten, Säfte und Wasser und sahen uns die Speisenkarte an. Den kurzen Regen nutzten wir, um uns etwas Leckeres zum Essen zu genehmigen. Chris bestellte sich einen Thunfischsalat – Mike und ich einen „Cesar-Salat“. Und was wir für riesen Portionen serviert bekamen!

Nach dem üppigen Mahl freundete sich Mike mit der Tierwelt an. Der Mae Nam Strandhund liess sich bereitwillig den Kopf kraulen und legte sich anschliessend auf den kühlen Fliesenboden, um ein Nickerchen zu machen. Ich schoss das kuriose Foto einer (Meer-)Katze im Netz über uns, welche sich sofort nachdem die Wolken sich verzogen dort zum Sonnen hinauf legte.

Dann verliessen wir Mae Nam und fuhren zurück zum Schoppen in den bereits vorher erwähnten Grossdiscounter „TESCO“. Chris deckte sich mit Hemden und T-Shirts ein. Natürlich konnten Mike und ich dem Angebot nicht standhalten und griffen ebenso erneut zu. Dann zeigten mir Mike und Chris noch die anderen Läden in der Shopping-Mall.

Und ich schoss noch das ein oder andere kuriose Foto. Der „Kindergarten“ oder „Aufbewahrungsort für die lieben Kleinen, während Mama ungestört sein möchte – beim Frisör z.B.“ besteht nicht etwa aus Schaukel und Rutschbahn, sondern aus einem ohrenbetäubendem Gemisch aus dem Sound diversester Spielkonsolen und sogar die Minielektroroller spielen Musik während der Fahrt. Und: Als Beweis, dass es wirklich ALLES gibt, ein Bild des „Swatch-Watch“-Ladens im „TESCO“. Sogar auf die Uhr kann man beim Packen verzichten und sich hier eine neue besorgen.

Nur das iPhone von Mike war noch nicht eingetroffen. Der Mitarbeiter im Mobile Phone Shop vertröstete Mike erneut. „Dann wart ich halt bis er anruft“ meinte Mike kurzzeitig etwas missmutig. Anschliessend sattelten wir die „Easy Rider“ und tuckerten zurück nach Lamai.

Während ich mich mit Nanee in ihrem Restaurant „Sharaira“auf meinen x-ten Kaffee heute traf, nahmen Mike und Chris die Massagekünste von den Mädels aus ihrem Stammsalon „Sabei Sabei“ in Anspruch. Schliesslich verlangte die nun sonnenverwöhnte Haut der beiden nach einer Aloe Vera Massage. Beide entspannten sich dabei ohne Ende, schleppten sich nach einer Stunde „Massass“ ins Hotel, duschten und ruhten für wenige Stunden. Ich vereinbarte Nanee gegen 22 Uhr zu beim Restaurant zu treffen und fuhr zurück zum Hotel. Dort duschte ich und fiel müde ins Bett, nicht ohne mir den Wecker zu stellen.

Mike und Chris bekamen bei den Massage-Mädels einen Ausgangstipp: Heute soll nämlich noch ein echter Geheimtipp in Lamai sein. Wie die Thai-Band heisst, weiss ich nicht. Und wenn dann könnte ich den Namen nicht richtig aussprechen. Auf jeden Fall erzählten die Massagemädels, dass sie heute eher den Laden schliessen, weil sie sich noch so richtig fein herrichten müssen. Die Band sei sehr beliebt und würde nur einen Auftritt auf der Insel eben in Lamai haben. Im „Club Seed“ würde eben die genannte Thai-Band auftreten. Chris und Mike wollten dann auch dorthin. Und vereinbarten die Massage-Mädels um 23 Uhr zu treffen – im „Club Seed“.

Vom Abend gibt es leider keine Bilder, da Mike seinen Fotoapparat vergass und so den Auftritt der Thai-Band im „Seed“ nicht ablichtete und ich sass mit Nanee bis gegen Mitternacht auf der Terrasse ihres Restaurants und ratschte mit ihr über Gott und die Welt und das Leben auf Koh Samui. Das Wetter Abends ist übrigens, wie eine laue Sommernacht bei uns. Jedoch viel angenehmer und: Es ist (fast) jeden Tag so schön warm und angenehm auf Koh Samui.

Es ist immer wieder interessant, was für Dinge so vor einem Restaurant auf der Lamai Beach Road ablaufen. Es ist schöner, wie Fernsehen. Reality-TV. Ab und zu rollte mal ein Roller vorbei. Nur mit einer Person besetzt. Nach einer Stunde kam der Roller von rechts nach links. Mit zwei Personen besetzt. Nanee und ich genehmigten uns, während wir auf der überdachten Terrasse und das Reality-Theater beobachteten und plauderten, den ein oder anderen Drink. Interessant ist, dass es tatsächlich eine Schwäche in der Aussprache des „R“ bei Thai gibt. Und zwar äussert sich das je mehr, je höher mehr sich die Alkohol-Blut-Konzentration Richtung „Alkohol“ verlagert. Und Nanee verträgt wirklich nicht viel. Zwei „Bacardi Breezer“ und ein „Bailey“ reichten über eine Zeitspanne von 3 Stunden aus, um das mir bisher noch nicht allzu bekannte „R/L“-Sprach Phänomen an Nanee immer deutlicher werden zu lassen.

Gegen 2 Uhr morgens schloss Nanee das Lokal endgültig ab. Das Licht auf der Terrasse brannte schon seit 23 Uhr nicht mehr. Nur die Mosquitos kamen, egal ob das Licht an oder aus war, hauptsächlich bei mir zum Durststillen vorbei. Ich hatte nämlich vergessen meine frei zugänglichen Extremitäten mit „Autan“ zu besprühen. Hauptsächlich meine Unterarme schienen den Blutsaugern zu gefallen. Wir verräumten die Auflagen unserer Sessel im Lokalinneren an der Bar und Nanee sperrte die Tür ab. Dann holte sie das Auto, welches auf dem Platz hinter dem Lokal abgestellt war und holte mich vor dem Ausgang ab.

Sie wollte offenbar nicht, dass ich die paar Meter zum Hotel zu Fuss gehe. Oder, und das war sicherlich der eigentliche Grund, das ich anschliessend noch „wo anders“ hingehe – auf den „Roten Platz“ – zum Beispiel. Deshalb fuhr sie mich persönlich um Lamai herum (einmal im Kreis), wegen der Einbahnstrassen und setzte mich vor unserem Hotel ab. Natürlich nicht ohne sich vorher von mir zu verabschieden *seufz*. Ich stieg aus dem Auto aus und Nanee drehte den Wagen um. Dann winkte ich ihr noch nach und schlenderte die Treppen zur Hotellobby hinauf. Müde fiel ich ins Bett und freute mich auf den nächsten Tag.   

PeterPan’s Massagetipp für Lamai:

Sabei Sabei Massage
136/16 M.4 Lamai Beach Maret
Koh Samui, Suratthani Thailand 84130

PeterPan’s Tipp für Motorradverleih für Lamai:

Easy Rider
Motorbike Sales&Rental, Spare Parts&Repair Service
Jonathan&Lee
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Koh Samui, Suratthani 84310
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PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Urlaub Koh Samui 09.03.2008 – Sonnenaufgang am Strand von Lamai – nur etwas für Frühaufsteher mit Glück

9. März 2008

Tja, man muss entweder früh aufstehen oder erst gleich gar nicht schlafen, dann hat man derzeit eine geringe Chance den Sonnenaufgang mitzuerleben – mit wenig Wolken ein Wunder. Als ich den letzten Beitrag von gestern fertig online stellte, war es bereits 6 Uhr morgens. Ich erkannte durch das Terrassenfenster, dass sich am Himmel fast keine Wolken befanden. Also schnappte ich mir die Digitalkamera und den Laptop und zog mich an. Anschliessend schlenderte ich durch das scheinbar komplett schlafende Bungalow-Dorf.

Irrtum! Ich war nicht der erste am Strandrestaurant. Nein, abgesehen von den Mitarbeitern des Restaurants, die das Frühstück herrichteten, befanden sich gleich noch zwei weitere Urlaubsgäste am Strand. Presenile Bettflucht in den Ferien oder „Handtuchwerfer“? Ich konnte es nicht fassen, auf etwa 10 Liegen befanden sich bereits Handtücher. Bewachten die beiden etwa die Liegen zusätzlich? Egal, ich platzierte den Laptop auf einem Tisch im Strandrestaurant. Dann ging ich mit der Digicam im Anschlag zum Strand hinunter.

Als sich langsam das rund der Sonne am Horizont zeigte ging ich in Stellung und stellte die Kamera auf Serienschuss ein. Dann blieb ich auf dem Auslöser bis der Speicherchip zu kokeln begann. Hier also eine winzige Auswahl der über 200 Fotos vom Sonnenaufgang auf Koh Samui – Strandabschnitt Lamai Nordseite.

Der Wellengang ist heftig. Eigentlich ungewöhnlich für diese Jahreszeit. Die Gewitterwolken auf dem letzten Bild scheinen die Sonne so richtig umschlingen zu wollen. Die Wolken sind übrigens nun um 10:30 Uhr wieder verschwunden. Nur noch wenige Wölkchen ziehen verhältnismässig schnell vorbei. Der Wind weht stetig von Süd-Ost – eigentlich ideal für Windsufer. Auf den etwa 2 Meter hohen Wellen könnte man saubere Sprünge ansetzen – muss aber nicht 🙂

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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Urlaub Koh Samui 08.03.2008 – „Samui Monkey Theater“ oder „Aprilwetter im März“

9. März 2008

Morgens um 11 Uhr: Es regnet und das Haar sitzt nicht. Mein Kopf fühlt sich an, wie eine weiche Masse. Ich brauch eine Aspirin. Welches der drei Bier gestern war schlecht? Und: Aus was brauen die das Singha Beer eigentlich? Hab ich einen Putzlumpen verschluckt? Durst! Mike liegt im Bett neben mir und rüsselt. Ich wuchte meinen Körper schwerfällig aus den Federn. Wenn ich meinen Kopf drehe, kommen nach etwas Delay Time meine Augen nach. Kaffee! Nein, zuerst schleppe ich mich zum Stehtisch in der Ecke, greife eine der drei dort stehenden Wasserflaschen, bringe den dämlichen verschweissten Verschluss nicht auf, auch Draufbeissen hilft nix. Mit dem Schweizer Sackmesser hantiere ich jetzt besser nicht. Die Feinmotorik ist noch im Bootzustand. Dann sehe ich, dass eine der drei Flaschen halb leer auf dem Tischchen steht. „Nimm doch die offene Flasche, Du Idiot!“ meldet sich das bereits im eingepegelten Level befindliche Kleinhirn und ich nehme einen tiefen Schluck aus der Wasserflasche.Dann wanke ich auf Halbautomatik geschaltet in die „Nasszelle“, lege meine Uhr ab, gehe in die Dusche und drehe das Wasser auf. Langsam aber spürbar kommen die restlichen Körperfunktionen in Wallung. Ich greife das Handtuch und sehe ein verzaustes Gesicht mit verquollenen Augen vor mir. „Grüssen brauchst Du ihn nicht, wenn Du ihn nicht kennst“ grüble ich und nehme die Zahnbürste aus dem Waschtasche. Beim ersten Versuch fällt die Zahnpasta von der Bürste. „Gaaaanz langsam!“ sage ich zu mir und beim zweiten Versuch bleibt die nach Zitrone schmeckende Paste haften. Anschliessend suche ich die Aspirinschachtel im Waschtäschchen. Finde diese aber nicht.

Ich verlasse das Badezimmer und schlendere zurück ins Schlafzimmer. „Oscar Madison“, wie ich Brüderchen Mike in manchen Situationen nenne, hat die Aspirin auf dem Nachttisch liegen. Hatte wohl bereits früh morgens Verlangen nach einer Tablette verspürt. Ich drücke eine Aspirin aus dem Blister und spüle diese mit dem Rest aus der Wasserflasche hinunter. Dann stecke ich den Wasserkocher ein. Mike erwacht und sieht etwas bedröppelt drein. Er rollt sich auf die von der Terrassentür abgewandte Seite des Bettes und zündet sich eine Zigarette an. „Hast Du auch Kopfweh?“ fragt er mit der Zigarette im Mund, während er sich das Feuerzeug sucht. Ich nicke nur und frage: „Es waren doch nur drei Bier!“. Mike antwortet: „Und ein Campari mit Nanee!“ Ich nicke und meine Erinnerungsfetzen sortieren sich langsam wie bei einem „Memory-Spiel“.

Wir setzen uns auf den Balkon. Während ich vorher ins Bad ging, regnete es noch. Nun ist es nur noch bewölkt und windig. Ab und zu spitzt die Sonne durch. Perfektes Aprilwetter im März. Eigentlich ist doch Sommer? Wir sehen über die Häuser des „Samui Boutique Resort“ zum Meer hinüber. Wellen branden hörbar an den Strand. Wir trinken eine heisse Tasse Kaffee. Nach der zweiten holt Mike das Mobile Phone und schickt eine SMS an Christian. Kurze Zeit kommt die Antwort. Chris ist im Bungalow. Wir verabreden uns im Strandrestaurant.

Ich ziehe mich an und packe meinen Laptop samt Netzteil ein. Wenn das Wetter so bleibt, kann ich den gestrigen Reisebericht vorne im Strandrestaurant schreiben. Erstens ist dort die WLAN-Verbindung um Längen besser als im Hotelzimmer, und zweitens hat es dort seit gestern annehmbaren Capuccino. Auch Fruchtshakes könnten meinen Flüssigkeits- und Vitaminhaushalt aufbessern. Mike würde noch duschen und dann nachkommen. Ich schliesse die Tür und wandere die Treppe hinab.

Vom Hoteldach fallen die letzten Wassertropfen. Aus der Wetterrichtung – Osten! – ist blauer Himmel mit nur wenigen Wolken zu sehen. „Etwas wechselhaft heute“ denke ich. Ich grüsse die Gäste lächeln, von denen einige unter dem Palmdächern der Bungalows sitzen, beim Vorbeigehen. Ich mache mir seit Beginn des Urlaubs einen Spass darauf; denn das sind die „Dütschen“ und „Österreicher“ nicht gewöhnt. Schon gar nicht, wenn es allmorgendlich bereits um den Kampf um die Strandliegen geht, der an mir abprallt, wie eine warme Semmel. Territoriales Denken – grad dass die Herrschaften nicht noch Sandburgen bauen und mit Kokosnusswürfen Eindringlinge verscheuchen.

Beim Durchschreiten des Strandrestaurants bestelle ich beim „Chefe“, wie wir ihn nennen, einen Capuccino. Hoppla! Da sind ja noch einige der Strandliegen um diese Zeit unbesetzt. Da kann ich mich ja draussen in der Sonne hinlegen und tippen! Ich gehe durch das Strandrestaurant zu einer der ersten Liegen mit Regen-/Sonnenschirm. Als ich meine Tasche mit dem Laptop abstelle und mir gerade die Schuhe ausziehen möchte, kommt doch eine dieser „Handtuchwerferinnen“ hinzu. „Diese Liege ist besetzt!“. Ich schaue die Liege an. Kein Handtuch. Sie zieht im nächsten Moment ein blaues Handtuch unter dem Kopfteil der Matte hervor. Ich grinse in mich hinein und nehme lächelnd eine der nächsten Liegen. Nun schaue ich sogar nach, ob unter dem Kopfteil ein Handtuch liegt oder oben drauf eine Strandsandale. Ein weitere beliebte Reservierungsmarkierung. Hunde würden drauf pinkeln und Kleinkinder lecken die Matte ab? Was Darwin so alles möglich macht innerhalb der Evolution.

Ganz einfaches Erkennungszeichen einer freien Liege: Die Matte ist nass! Ich suche mir eine im Schatten der Palmen aus und breite mein Handtuch aus. Dann packe ich den Laptop aus und schalte ihn ein. Während ich mir die Schuhe ausziehe und mich hinlege, kommt „Chefe“ und bringt mir zwei Capuccino. Mike hatte den zweiten bestellt und er hatte Chris im Schlepptau. Beide setzten sich und wir rauchten erst einmal eine.

Chris sah gen Osten und auf Grund der Aussicht auf kurzzeitiges schönes Wetter, schlug er vor gleich wieder nach Chaweng Noi zu fahren. „Hier kannst ja nicht mal ins Wasser!“ war sein schlagendes Argument betreffend der Wasserqualität. „Womit?“ war meine Frage. Mike wollte die Super-Moto-Mühlen von Wat ausleihen. Aber ich meinte, ob sich das rentiert. Wer weiss, wie das Wetter in einer Stunde ist. Nach wenigen Minuten packte ich somit meine Sachen wieder unverrichteter Dinge ein und wir gingen zur Hotellobby. Dort liehen wir uns nach kurzer Diskussion, der Zeit und des unbeständigen Wetters wegen, je einen der „schwulen“ Roller aus.

Apropos „schwul“: Die Massagemädels und auch Nanee gestern hatten zuerst unabhängig voneinander angenommen, dass wir Chris, Mike und ich, vom „anderen Ufer“ wären, weil man uns nie im Schlepptau eines Thai-Mädchens gesehen hätte. Das heisst erstens, dass man hier schnell bei den Mädels im Gespräch ist, zweitens spricht das für eine stark ausbaufähige Kombinationsgabe und drittens scheint es eher ungewöhnlich, dass zwei Brüder mit einem seit Kinderzeiten gemeinsam aufgewachsenen Freund gemeinsam, aber jeweils ohne weibliche Begleitung irgendeiner Hautfarbe oder Rasse auch noch solo in Thailand Urlaub machen. Und noch dazu nix von den Thai-Mädchen z.B. vom „Roten Platz“ oder aus sonst einem zwielichtigen Schuppen anfangen wollen. Als wir das hörten, scherzten wir, dass wir uns ein Alibi-Mädel suchen würden und damit mal kurz auf dem Roller eine Runde durch Lamai fahren. Anheuern, aufsteigen lassen, Runde drehen, absteigen lassen. Wir fantasierten, was wir als Taxifahrer wohl verlangen könnten? Oder sollten wir uns weibliche „Bodygards“ organisieren? So als Alibi? Dann hätten wir auf jeden Fall Ruhe 🙂 Ich flackste, dass es sicherlich an Mike’s Ohrring und an seiner Vorliebe für „schwule“ pinkfarbene oder pinkgestreifte Hemden liegen muss. Chris trägt auch ein Ohrringerl. Hmm. Und ich war vollkommen perplex. Ich hätte doch meine Cowboystiefel und meine Lederjacke mitnehmen und anziehen sollen. Zusammen mit der Peitsche und den Sporen wäre das sicher gut gekommen. Aber seit dem es eine Film über schwule Cowboys gibt, bin ich da auch desillusioniert und nichts ist mehr so wie es einst bei John Wayne war. So mit „harten Männern, die mit Gitarre, Tabak-kauend und Whiskey-trinkend um das Lagerfeuer sitzen“. Lucky Luke darf ja schliesslich auch während des Schiessens auf die Daltons nicht mehr rauchen und kaut auf irgendwelchen Strohhalmen rum. Nur der Hund Rantanplan ist noch genauso dämlich.

Die Benzinanzeigen der Roller von mir und der von Mike stand natürlich im roten Bereich auf Reserve. Was machen die Thai’s bloss? Liegt da bei jeder Rückgabe des Rollers einer unter dem Tank und saugt das Benzin raus? Oder brauen die „Singha-Beer“ daraus. Damit erklären sich auch meine Kopfschmerzen von heute morgen. Es war aber keine Zeit mehr, um an die Tankstelle zu fahren. Chris fuhr voraus und er wollte so schnell als möglich zum „Chaweng Noi“ – seinem Lieblingsstrand. Während der rasanten Fahrt über das „Cliff“ und den Pass befürchtete ich, dass jeden Moment mein Roller wegen Benzinleere verreckt und ich hielt Ausschau nach einem der „Petrol Stations“ die am Strassenrand Sprit in Literflaschen verkaufen.

Aber wir kamen auf den letzten Tropfen an. Mike meinte beim Absteigen „Ich glaub mein Rollerdings fährt bereits auf Kohlen!“. Gegenüber unseres Parkplatzes entdeckte ich eine dieser Sprit-Flaschen-Verkaufsstellen sogar mit einer der Steinzeit-Schauglas-Güllepumpen. Somit war die Rückfahrt gesichert. Wir schritten den kurzen Weg zum Strand hinunter und: Die Sonne war weg! Irgendwer muss eine grosse Wolke davor geschoben haben, just in dem Moment, als wir den Strand betraten. Ich wollte schon umdrehen und ausprobieren, ob es umgekehrt geht, wie beim Öffnen eines Kühlschranks. Da geht das Licht an. Vielleicht kommt die Sonne wieder raus, wenn ich zur Strasse gehe? Blödsinn! Muss eine Nebenwirkung des gestrigen Abends sein.

Etwas frustriert ob des aprilmässigen Wetterwechsels knallten wir uns in die Liegestühle des ersten Strandrestaurants. Die Wellen kamen in kurzer Frequenz an den Strand. Eigentlich hängen immer rote Fahnen an den Stränden, was soviel bedeutet, wie „Don’t go into the Water – Dangerous“ – also Baden auf eigene Gefahr. Aber momentan war wohl nix mit „Sonnenbaden“ und „Strandfreuden“. Langsam dürfte sich das Wetter mal kurz an die Statistik erinnern, welche besagt, dass der März der Sommeranfang mit den geringsten Niederschlägen ist.

Ich blickte gen Himmel und versuchte die Zugrichtung der Wolken zu interpretieren. Die höheren Wolken kamen aus Nord-Ost und die unteren, schnelleren Wolken aus Osten. Schön, deshalb ist es so wechselanfällig. Aus Nord-Osten kam eine Wolkenlücke von und versprach in den nächsten Minuten etwas Sonne. Ich stand auf und zog meine Hose und das T-Shirt aus. Dann ging ich unter den verdaddert dreinblickenden Augen von Mike und Chris auf eine Kokosnuss zu, welche das Meer angeschwemmt hatte, nahm Anlauf und zog mit dem Rechten Bein voll durch.

Nein, natürlich nahm ich die Nuss nicht voll Volley. Ich tat nur so. Mein Fuss wäre gesplittert und der Urlaub beendet. Mike und Chris kugelten sich vor Lachen. Endlich kam die Sonne heraus und ich testete das Meerwasser an. Angenehm warm und natürlich nass und salzig. Ich ging nur soweit ins Meer hinaus, bis die Wellen meinen Hals erreichten im Höhepunkt. Das reichte mir. Die Dünung war heftig. Und man verliert leicht den Grund unter den Füssen.

Wie schmerzhaft das sein kann, bekam im Anschluss Mike zu spüren. Es hat nämlich nicht überall Sand, sondern auch Steine und noch blöder: Muscheln! Nett, wenn man darauf landet und sich die Haxn aufschneidet. Mike erwischte es aber Gott sei Dank nur ganz leicht. Er hatte dann aber auch die Nase voll und verstand, wieso ein anderer Schwimmer mit Turnschuhen ins Wasser ging.

Wie schnell das Wetter derzeit in Koh Samui – zumindest in unserer Gegend – umschlägt, merkten wir wenig später. Ich sah die dunkle Regenfront schon einige Zeit von Westen auf uns zurollen. Als der Wind stärker wurde und die Sonne verschwand fanden wir gerade noch Zeit unser Sachen einzusammeln und uns auf die überdachte Terrasse des Strandrestaurants zu flüchten. Dann ging auch sofort der Monsunregen los. Die beiden Restauranthunde flüchteten mit mir zusammen schlagartig ins Trockene.

Wir bestellten je einen Kaffee (Chris ein Cola) und Chris schüttelte verständnislos den Kopf. „Das muss doch irgendwann mal besser werden!“ grummelte er in sich hinein. Sein Lieblingssatz derzeit „Des gibt’s doch gar ned! Des kon doch ned sei!“. Sellerie! Egal. Was soll’s! Ned ärgern. Des wird scho wieder. In Zürich und Regensburg frieren’s. Mir ham 25 Grad und ab und zu einen warmen Monsunregen. No problem! Alles trösten half vorerst nichts. Chris war grantig!

Die Laune von Chris besserte sich erst, als die Sonne erneut durch die Wolken kam. Wir wechselten die Position zwei Strandrestaurants weiter. Dort hörte wir endlich mal etwas Chillout-Music aus den mit Plastiksäcken geschützten Lautsprechern der PA-Anlage. Mike bestellte einen Strawberry-Shake, ich einen Mango-Shake und Chris spülte seinen leichten Frust mit einer Pina Colada hinunter.

Aber die „fahrende Strandverkäuferin“ hatte trotzdem kein Glück und Chris wehrte sich lächelnd gegen sämtliche Überzeugungsversuche doch die ein oder andere Perlenkette oder einen Muschelanhänger aus hauseigener Fertigung „Made in China“ zu erwerben.
Übrigens: Die Strandverkäufer sind keineswegs so aufdringlich, wie die „Heuschrecken“ auf Bali. Einfach freundlich Lächelnd den Kopf schütteln und die Herrschaften ziehen weiter. Nach dem zweiten Mal merken sich die Strandkrimskramsverkäufer offensichtlich die Gesichter und halten gar nicht mal mehr an. In Zukunft bleibt man freundlich unbehelligt. Angenehm, wie wir finden.

Während wir so gemütlich in unseren Liegestühlen sassen und das Meer und die Wolken genossen, gesellte sich langsam die einheimische Tierwelt zu uns. Mücken hatten keine Chance bei dem unregelmässigen Wind auf unseren Extremitäten zu landen. Aber eine Starenart suchte sich im noch feuchten Sand die vom Regen aus der Luft gewaschenen Insekten heraus und eine etwas ältere Hundedame versuchte die Flöhe durch Wälzen im Sand und durch Kratzen loszuwerden. Ausserdem sah er müde aus. Er gähnte regelmässig leise vor sich hin. Seinen feuchten, roten Augen zufolge, musste er in der Nacht zuvor gekokst haben.

Der Star oder Fink oder was auch immer hoppelte davon. Die Hundedame liess sich direkt vor mir im Sand nieder und diente als willkommenes Fotomotiv.

Im Hintergrund eine vorbeiziehende Starkregenfront. Wir vermuteten, dass die Insel auf welche der Regen hernieder fiel, jeden Moment ob der Wasserlast untergehen müsste – ein zweites Atlantis sozusagen.

Nachdem ein einziger verlorener Surfer sein Glück mit den Wellen versuchte, verliessen wir den schönen, aber für heute leider nur teilweise gastlichen Ort und bestiegen die Roller, um nach Lamai zurück zu fahren. Wir hielten an der „Tankstelle“ gegenüber, uns rief man allerdings aus dem Laden zu: „Fuel is finish!“. Ist mir doch egal, woher der Sprit stammt, ob aus der Sahara, Texas oder aus Finnland! Nur her damit! Nein, der Tank der Güllepumpe war einfach leer, klaro! Ergo: Tuckerten wir zurück, immer vermutend, dass im nächsten Moment der Motor nur noch Luft saugt.

Während ich auf dem letzten Tropfen die örtliche Grosstankstelle in Lamai erreichte, erlitt Mike das befürchtete Schicksal. Direkt bei der letzten Kurve nach dem Pass verreckte sein Motor auf Grund von Benzinversagen. Glücklicherweise reichte sein Schwung und die abfällige Strasse, um genau vor der nächsten Literflaschen-Verkaufsstelle anzukommen. Er liess sich zwei Liter „einschenken“. An der Flaschentanke kostet ein Liter übrigens 55 Baht im Gegensatz zur Grosstankstelle (31,5 Baht). Der Sprit wird in Thailand staatlich subventioniert. Sonst käme die Wirtschaft zum Erliegen. Der Tourismus sowieso, weil sämtliche Dienstleistungen nicht mehr mobil wären.

„Kupplung ziehen“ gibt es bei den dämlichen Automatik-Rollern übrigens nicht. Wer es unterbewusst, wie sonst gewohnt versucht – also den linken Handhebel zieht – der könnte in eine brenzlige Situation gelangen. Besonders in engen Kurven neigt ein plötzlich durch die Handbremse blockierendes Vorderrad dazu, den Fahrer abzuwerfen. Einfach nicht ausprobieren! Es könnte zudem Sand in der Kurve liegen. Hinlegen macht dann keinen Spass. Sand und offene Wunden vertragen sich nämlich gesundheitlich nicht besonders.

Ich traf Mike bei der Rückfahrt zum Hotel gerade vom Bock absteigend, als er die Wäsche bei unserer Hauswäscherei in der Lamai Beach Road abholen ging. Es gibt tatsächlich Leute in unserer Bungalow-Anlage, die selbst waschen. Aufgehängte Wäsche auf der Terrasse des Bungalows zeugen davon. Sorry, aber 1 Kilogramm kostet ganze 30 Baht. Gewaschen, gebügelt und zusammengelegt – am nächsten Tag abholbereit.

Wir tranken noch je einen Kaffee bei den Masseurinnen-Damen und fuhren dann zum Hotel. Dort duschten wir, zogen uns um und während sich Chris vom Strandstress in seinem Bungalow erholte tuckerten wir direkt im Anschluss gegen 16 Uhr weiter, um einen Cesar-Salat bei Nanee im Restaurant zu essen. Das Frühstück fiel heute morgen wegen Kopfweh, wie erwähnt bereits aus. Nanee kam kurze Zeit später zum Restaurant, um nach dem Rechten zu schauen. Sie plauderte etwas mit uns, dann tranken wir noch einen Kaffee. Wir verabredeten uns eventuell am Abend zu treffen. Nachdem wir die Rechnung beglichen, überquerten wir die Strasse und besuchten die gegenüberliegende Apotheke (Pharmacia).

Mike wollte sich eine Aloe Vera Salbe für seine Brandverletzung von der Bergtour besorgen. Es gibt in der Pharmacia wirklich alles was die Pharma-Industrie hergibt. Ob es Plagiate sind, weiss ich nicht. Aber auf jeden Fall deutlich billiger. Während wir die Regale nach Verbandsmaterial und der erwähnten Salbe durchstöberten, hörten wir eine ältere Dame in männlicher Begleitung mit der Verkäuferin auf englisch diskutieren. Beim Vorbeigehen sah ich, wie die Verkäuferin bläuliche viereckige Tabletten abzählte. Die Engländerin wiederholte, dass sie „hundred not for me, but for friends in England“ kaufen möchte. Sie zählte ein paar Tausend Baht auf die Theke und liess die kleinen bläulichen Pillen einpacken. Mike und ich flüsterten gleichzeitig „Viagra! Not for me! For my friends in England!“ und grinsten. Wir kauften neben der Aloe Vera Salbe, Mullbinden, Fenestil-Gel Novartis (76 Baht), Voltaren-Emulgel Norvartis (176 Baht), Sandoz Calcium 1000 (89 Baht) – also für Bruchteile der Preise in D und CH.

Anschliessend fuhren wir zurück zum Hotel. Ich schnappte mir erneut den Laptop und ging durch die Bungalows hinunter zum Strandrestaurant. Es war mittlerweile dunkel geworden um 18:30 Uhr. Ich setzte mich an einen Tisch mit direktem Stromanschluss. Die Seitenmarkisen schützten die wenigen Gäste vor dem Wind vom Meer her. Das Meer bzw. die Wellen hörte man deutlicher als sonst rauschen. Ich bestellte beim „Chefe“ einen Capuccino und startete den Laptop. Dann lud ich die Bilder von gestern und vom bisherigen heutigen Tag von der Speicherkarte auf den Rechner und sortierte die unscharfen oder „schiefen“ heraus und löschte diese. Dann ging es ans Nachbearbeiten. Während des Hochladens auf den Server, beantwortete ich ein paar Mails und trank den Capuccino.

Zum Berichteschreiben kam es aber nicht. Mike und Chris standen gegen 20 Uhr vor mir und erzählten mir, dass sie nach Chaweng fahren möchten. Sie wollten im „Poppies“ zum Essen gehen. Das „Poppies“ kannten wir bereits aus Bali. Es ist einer der verhältnismässig teueren Lokale (und Resorts) auf Bali und auf Koh Samui. Alles klar! Dann wollen wir mal. Ich klappte den Laptop zusammen und trug ihn zum Zimmer hinauf. Dann trafen wir uns in der Hotellobby und hielten ein Sammeltaxi an. Wir durchfuhren die lebhafte Lamai Beach Road, verliessen in rasanter Fahrt Lamai, überquerten den Pass und hielten vor dem „Poppies“ an.

Wir bezahlten das Sammeltaxi (100 Baht pro Person) und betraten den geschmackvoll eingerichteten Lobbybereich. Eine Treppe führte entlang eines künstlichen Bachlaufs in die Bungalowzone, welche als tropischer Park mit viel wucherndem Grün und einigen Teichen angelegt war. Eine Brücke führte in den eigentlichen Restaurationsbereich. Es gab einen Aussenbereich mit Pavillons, welche zum Meer und zum Strand ausgerichtet sind und einen mit Holz vertäfelten Gastraum, der auf zwei Seiten offen war. Zwei in traditionelle Gewänder gehüllte Damen empfingen uns und liessen uns einen Tisch aussuchen. Wir bevorzugten einen windgeschützten Tisch im Aussenbereich mit Blick auf den Pool und die halb darauf und halb dahinter platzierte Bühne.

Auf der Bühne führten Thailänder eine Art Volkstanz vor begleitet von Xylofonen und anderen Schlaginstrumenten. Man verzeihe mir, dass ich nun die genauen Namen nicht recherchiere. Die Musik ähnelte stark derer, welcher wir bereits auf Bali bei einer „Touri-Show“ beiwohnen durften. Man reichte uns die Getränkekarten und bestellte einen Pina Colada, Chris ein Wasser (Brand von gestern?) und Mike nahm einen „Singapore-Sling“ – was sonst. Anschliessend wählten wir aus dem umfangreichen Portfolio an unterschiedlichsten Speisen.

Es kamen drei Mal „Flühlingslolle“ und als Hauptgang rotes Rindcurry (Chris), gelbes Schweinefleisch-Curry (Mike) und ich nahm Chicken süss-sauer. Eigentlich hätte ich gerne Gemüsereis ohne Ei dazu bestellt. Aber die Dame erklärte uns, dass dies nicht möglich wäre, weil es nicht auf der Karte steht. Chris diagnostizierte „Sternabzug wegen mangelndem Kundenbewusstsein“. Kaum bestellt, brachte eine der Damen die Getränke. Wir wandten uns der weiteren Vorführung auf der Bühne zu. Dann brachte man uns die „Flühlingslollen“. An den Gesichtern von Mike und Chris erkennt man, dass da irgendwas nicht stimmen konnte. Und es stimmte auch etwas nicht. Die Rollen waren klein, verkocht (frittiert) und trieften vor Öl. Geschmacksnote negativ. Ich liess die Hälfte stehen.

Und dann kam der Hauptgang. Zwar nett und zuvorkommend serviert, aber lieblos angerichtet. Ich hatte bisher noch nirgends erlebt, dass in einem Restaurant dieser Klasse, der gekochte Reis einem aus einer grossen Schüssel mit der Kelle auf den Teller geklatscht wurde. Entweder hat sich der Chefkoch bei dem Wetter frei genommen, einfach einen schlechten Tag oder wir waren im falschen Film. Es fehlten auch die sonst üblichen Schälchen zum selbst Nachwürzen (scharfe Sossen). Zu den Speisen erspare ich mir den Kommentar. Soviel nur: Geschmack und Präsentation verhalten sich inkongruent zur Preisklasse. Gut, man zahlt nicht übermässig viel (2877 Baht für 3 Personen), in Koh Samui liegt das Lokal aber im oberen Viertel der Preisskala. Aber für diese Präsentation und bei dem Namen hätten wir deutlich mehr erwartet.
Ergo: „Poppies“ kann man haben, muss man aber nicht. Keine Empfehlung von mir. Letzter Platz in der Restaurantliste mit Abstand und deutlichem Punktabzug weit hinter sämtlichen bisherigen Aspiranten.

Wir verliessen diskutierend das „Poppies“ und wehrten vor dem Eingang die Taxifahrer ab. Nach dem Essen tat etwas Bewegung ganz gut. Uns störte auch die Temperatur von 25 Grad und die erhöhte Luftfeuchtigkeit nicht. Etwa 15 Minuten mussten wir durch die Chaweng Beach Road gelaufen sein, bis wir die Kreuzung erreichten, zu der wir abbiegen mussten, um zum „Green Mango“ von gestern zu gelangen. Hammermässig, was hier zumindest lautstärkemässig abgeht. Auch so fühlt man sich auf einem anderen Planeten. Links und rechts die Strasse entlang dicht an dicht irgendwelche Pubs, Restaurants und Tanzschuppen. Alle zur Strasse hin offen und einer übertrumpft den anderen mit unterschiedlicher Musik aus unterschiedlichen Lautsprecherboxen. Nur irgendwie dachten wir, dass am Samstag Abend etwas mehr Publikum unterwegs wäre!?!

Chris und Mike setzten sich erst einmal auf eine Stufe vor das „Green Mango“. Ein Blick hinein genügte: Es verliefen sich ein paar Touris zusammen mit ein paar mehr Thai-Mädels in der grossen offenen Arena. Gegenüber vom „Green Mango“ ist ein anderer „Tanzschuppen“. Aus den Verstärkern wummert „R&B“-Musik aus den Charts. Irgendwie die gleiche Reihenfolge von gestern von den Titeln her. Das kann ja „eiter“ werden. Was wahrscheinlich die wenigsten Kunden überhaupt bemerken. Neben dem „Green Mango“ steht ein beleuchteter buddhistischer Schrein. Irgendwie schizophren nach meiner Auffassung. Fundamentaler traditioneller ruhiger Glaube und moderner lärmender Pfuhl so nah beieinander?

Wie dem auch sei. Wir beschlossen in die lärmende Unterwelt einzutauchen und die immer wieder hochkommenden „Flühlingslollen“ vom „Poppies“ in einer Flasche „Singha-Bier“ zu ertränken. Wir betraten den „R&B“-Tempel und stellten uns an die Theke auf der gegenüberliegenden Seite, bestellten je ein Bier und beobachteten untypisch schweigend das Treiben um uns herum. Nein, das war heute nicht unser Abend. Sei es die Müdigkeit, das Wetterpech oder das schwere Abendessen. Auf jeden Fall verliessen wir nach dem Bier den Club und wanderten weiter zur „Solo Bar“. Dort stimmte zumindest die Musik.

Beste „House-Music“ schalte aus den JBL-Boxen in den offenen zwei-etagigen Saal. Wir stiegen die Treppe hinauf. Auch hier fast nichts los. Enttäuschend für Samstag Abend. Mike und Chris knallten sich auf eine flache Lederliege und liessen alle Viere gerade sein. Ich organisierte an der Bar die Getränke und setzte mich dazu. Auf den Grossleinwänden und LCD-Bildschirmen lief Fussball live aus England. Manchester United knallte Everton 3 Tore in der ersten Halbzeit ins Netz und Roonie kassierte für grobes Foul eine gelbe Karte. Wurde dann vorzeitig vom Trainer ausgewechselt. Hatte wohl auch einen schlechten Tag.

Platt, leicht frustriert und enttäuscht und mit immer wieder aufstossenden „Flühlingslollen“ bestiegen wir eines der Sammeltaxis noch vor halb zwei Uhr und liessen uns über die Strassen zurück nach Lamai schaukeln. Es reichte uns für heute. Vielleicht kommt doch morgen mal zuverlässig die Sonne hinter den Wolken hervor. Aprilwetter im März während des Sommers in Koh Samui hatten wir bisher zu genüge. Es wird langsam Zeit. Und vom Nachtleben in Chaweng hab ich für meinen Geschmack auch genug gesehen. Das hier heute werte ich als „Samui Monkey Theater“.

PeterPan’s Reisefotos von Koh Samui:

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