18.02.2022 – Toyota nach ExxonMobil und Chevron zum drittstärksten Gegner im Hinblick auf den Klimawandel ernannt

18. Februar 2022

Toyota wurde als die am dritthäufigsten hinderliche Organisation für Lobbyarbeit bei Regierungen genannt, die Klimapolitiken festlegen. Zwei der größten Ölkonzerne, ExxonMobil und Chevron, wurden zu den beiden am stärksten hinderlichen ernannt.

Quelle Pixabay

Der Bericht von InfluenceMap, der Konzerne und Lobby-Taktiken zum Klimawandel untersuchte, stufte Toyota als den schlechtesten Autohersteller auf ihrer Liste ein. Andere namentlich überprüfte Autohersteller waren BMW (18.), Daimler (24.) und Hyundai (25.).

„Die Methoden der Unternehmen zur Zurückhaltung der Klimapolitik hat sich weit vom Leugnen der Wissenschaft entfernt, aber es ist genauso schädlich“, sagte Ed Collins, ein Direktor von InfluenceMap, gegenüber The Guardian. „Was wir sehen, beschränkt sich nicht auf Bemühungen, Vorschriften direkt zu untergraben. Es beinhaltet auch produktive und hochentwickelte erzählerische Erfassungstechniken, die Regierungen auf unglaublich gefährliche Pfade führen.“

Dies ist nicht das erste Mal, dass Toyota für seine Lobby-Taktik herausgegriffen wird. Laut einem früheren Bericht der New York Times setzte sich der japanische Autohersteller hinter verschlossenen Türen für Kongressführer ein, um die Pläne der Biden-Regierung zur Beschleunigung der Einführung von Elektrofahrzeugen zurückzudrängen. Das japanische Unternehmen stagniert auch bei den EPA-Zahlen, die zeigen, dass die gesamten Kraftstoffverbrauchszahlen der Marke jetzt in der unteren Reihe der Wirtschaftlichkeitsbewertungen liegen.

Quelle: https://www.carscoops.com/2021/11/toyota-named-third-most-obstructive-company-towards-climate-change-after-exxonmobil-chevron/

Quelle: https://www.theguardian.com/business/2021/nov/04/us-oil-giants-top-list-lobby-offenders-exxonmobile-chevron-toyota


16.05.2021 – Wasserstoff oder Batterie?

16. Mai 2021

Zitiert aus dem Artikel „Wasserstoff oder Batterie? Von Fakten und Träumen“ bei Edison

Die Lobbyisten des Wasserstoffantriebs trommeln weiter wie verrückt und freuen sich über Millionen-Investitionen der Politik. Dabei gibt es für batterieelektrische Vollstromer längst viel bessere Argumente. Zum Beispiel die von Professor Maximilian Fichtner.

Maximilian Fichtner

Maximilian Fichtner
Der Chemiker ist Direktor am Helmholtz-Institut für elektrochemische Energiespeicherung (HIU) und ein ausgewiesener Elektromobilität-Experte.

Der Mann kennt sich aus, für die Aufzählung seiner aktuellen Funktionen brauchen wir hier einen ganzen Absatz. Fichtner ist Direktor am Helmholtz-Institut Ulm (HIU) für elektrochemische Energiespeicherung, Professor für Festkörperchemie an der Universität Ulm und außerdem Leiter der Abteilung Energiespeichersysteme am Institut für Nanotechnology des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Und hat in der Vergangenheit, wie er gern betont, auch schon mal 12 Jahre lang an Wasserstoffantrieben mit Brennstoffzellen gearbeitet.

Grundsätzlich kann er ruck, zuck vorrechnen, wie dramatisch ineffizient der Einsatz von synthetischen Kraftstoffen im Pkw-Bereich ist. Quasi zum Aufwärmen. Nach aktuellen Zahlen, legt Fichtner los, sei zum Beispiel für die Produktion eines Liters E-Diesel aus Kohlendioxid und Wasserstoff eine Energie von 27 kWh notwendig. Und um da auf eine Reichweite von 100 Kilometer zu kommen, würde sich das bei einem VW Golf Diesel, der im realen Schnitt so sechs Liter Sprit schlucke, auf immerhin 162 kWh potenzieren. Fichtner: „Mit dieser Energiemenge würde ein modernes Elektroauto emissionsfrei bis zu 1000 Kilometer weit kommen.“ Von den Emissionen und dem nagelnden Lärm des Diesels ganz zu schweigen. Ein schöne Schockrechnung.

Fichtner ist in guter Gesellschaft

Maximilian Fichtner ist bei weitem nicht der einzige, der den automobilen Einsatz von Wasserstoff kritisch sieht. Mittlerweile ist es in der Forschung nahezu Konsens, dass Wasserstoffantriebe im Pkw-Bereich wenig Sinn machen. Wirtschaftsexpertin Claudia Kemfert zum Beispiel, die seit 2004 die Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) leitet, warnt beim Thema Wasserstoff dringend vor Euphorie: „Er ist quasi der Champagner unter den Energieformen.“ Seine Herstellung erfordere drei- bis fünfmal so viel Energie, als wenn man erneuerbare Energien direkt nutzen würde.

Da kann sie sich richtig aufregen: „Manche träumen offenbar davon, ihre übermotorisierten SUV mit Wasserstoff zu betreiben.“ Champagner in den Tank helfe aber weder dem Klima noch der Wirtschaft, sondern sei bloße Verschwendung oder eine simple Verlagerung der klimaschädlichen Emissionen von der Straße in die längst noch nicht grüne Wasserstoffindustrie. „Wir brauchen stattdessen eine aktive Verkehrswende, die gezielt die Elektromobiltät über den Ausbau der Ladeinfrastruktur fördert, ebenso den öffentlichen Nahverkehr und den Schienenverkehr“, fordert die Wirtschaftsexpertin.

Vollständiger Artikel hier: https://edison.media/von-fakten-und-traeumen-stromer-vs-wasserstoff/25216883/


05.04.2021 – Deutschland und der Dieselmotor

5. April 2021

Warum der Diesel sich in den letzten Jahrzehnten so sehr verbreitet hat? Und warum sich die Bundesbürger nur so schwer davon trennen? Hier kurz erklärt von der Extra-3 Redaktion.